Der Neue Merker

DIE SONNTAG-PRESSE (1. FEBRUAR 2015)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die SONNTAG-PRESSE (1. Februar 2015)

Berlin/ Komische Oper
Meine Mama ist ’ne Diva
Komische Oper: “Eine Frau, die weiß, was sie will”
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Berlin
Musikalische Signale aus den Fingerspitzen
Die Staatskapelle macht Pause von Wagner, Bruckner, Strauss – und lässt sich von Tom Koopman durch ein Bach-Konzert führen. Auch der unbekannteste der vier Bachsöhne steht auf dem Programm.
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Berlin
Where next for Simon Rattle?
In 2018, he steps down as conductor of the world’s greatest orchestra, the Berlin Philharmonic. What then? Ahead of Rattle’s London residency, his biographer Nicholas Kenyon asks if he will soon come home for good http://www.theguardian.com/music/2015/jan/31/where-next-for-simon-rattle

London
Birthday offering: Ibragimova and Tiberghien serve up less than vintage Mozart
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Cardiff
Composer portrait: Thierry Escaich review – atmospheric and immediate Hoddinott Hall, Cardiff
Conductor Franck Ollu brought intensity and briskness to an evening of the French composer’s works
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Glasgow
SCO/Ticciati, City Halls Glasgow, review: ‘terrific’
Scottish Chamber Orchestra’s twinning of a great work each by Haydn and Mahler was a triumph, says Ivan Hewett
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New York
A Stage Awash in Tears and Blood “Bluebeard’s Castle’ and “Iolanta’ Open at the Met
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Review: Double bill at Met Opera, cinematic but misjudged
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Met Opera: Love and Obsession in ‘Iolanta’ and ‘Bluebeard’s Castle’
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Bartok’s darkness overpowers Tchaikovsky’s light in Met’s double bill
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Soaring voices and sour protest at premiere of ‘Iolanta’ and ‘Bluebeard’s Castle’ at Metropolitan Opera
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Protests Take Center Stage
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Incursion Wasn’t a First for a Protester
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Toronto
Beethoven’s Fifth raised a level through Kent Nagano’s conducting
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New York
Review: A Strange Night at the Metropolitan Opera’s Bluebeard and Iolanta
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 Salzburg/Mozartwoche
Mozarts Glück ruht auf dem Rücken der Pferde
Die Stiftung Mozarteum Salzburg hat zur Mozartwoche eingeladen. In der spektakulären Produktion “Davide penitente” von Bartabas bilden tanzende Pferde den Auftakt der diesjährigen Festlichkeiten
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Rock/ Pop

Österreich
Vertreten The Makemakes Österreich heuer beim Song Contest?
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Sprechtheater

München
Suhrkamp will Castorfs Münchner “Baal” verbieten
Suhrkamp hat offenbar nicht genug vom Streit vor Gericht. Das Münchner Residenztheater meldet, der Berliner Verlag wolle per einstweiliger Verfügung Frank Castorfs “Baal”-Inszenierung verbieten
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Unter’m Strich

Richard von Weizsäcker: Der Weise vom Kupfergraben
Nachruf auf den deutschen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Er starb im Alter von 94 Jahren.
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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 1. FEBRUAR 2015)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 1. FEBRUAR 2015)

Ballettpremiere mit Choreographien von John Neumeier am 4. Februar in der Wiener Staatsoper: FLASHLIGHTS AUF HISTORIENBILDER 

Barocke musikalische Historienbilder, üppig orchestrierte, hat Richard Strauss mit seinen Kompositionen “Josephs Legende” und ”Tanzsuite nach Francois Couperin” geschaffen. Und da nun die Opernsaison 2014/15 die Saison des Richard Strauss ist – Anlass, wie heute so gern gepflegt: ein Geburtstag, sein 150ter  – begegnen uns nun diese beiden Werke in der Wiener Staatsoper. Die meisten der 15 Oper des 1864 geborenen Münchners führen nach wie vor ein glückliches Bühnenleben.

Nicht so seine Versuche, sich auch als Ballettkomponist  zu positionieren.

Strauss´ bombastisch aufrauschender Klangzauber ist nicht so die Sache  der späteren Choreographen-Generationen gewesen. Etwa an das 1924 an der Wiener Staatsoper uraufgeführte Ballett “Schlagobers” mit dem Besuch in einer Wiener Konditorei und den Begegnungen mit den Prinzen Kakao & Kaffee, mit Boris Wodka,  den Prinzessinnen Teeblüte & Pralinee und einigen frechen Knallbonbons wagt sich heute kein großer Zeitgeist-Choreograph heran. Doch in der Dresdner Semperoper ist im Vorjahr der Ballettabend “Legenden – Hommage an Richard Strauss” mit den Teilen “Tanzsuite” (Choreographie: Alexei Ratmansky) und “Josephs Legende” (Stijn Celis) zu sehen gewesen. Nun werden die beiden Werke auch in Wien vertanzt. Von hier hatte die Wiederbelebung der “Josephs Legende” in der 1977 mit Jubel aufgenommenen Einstudierung durch den damals 35jährigen John Neumeier begonnen. Bedingt wohl auch durch die sensationellen Leistungen der US-Gäste Judith Jamison und Kevin Haigen.

 John Neumeier hat 2008 in einer umgearbeiteten Fassung die “Josephs Legende” gemeinsam mit “Verklungene Feste” in das Repertoire seines Hamburger Balletts aufgenommen. Diese Versionen werden nun vom Wiener Staatsballett übernommen, und Protagonistinnen der beiden Stücke führen uns in Neumeiers Arbeiten ein:


 Liudmilla Konovalova. Foto: Wiener Staatsoper/Pöhn

 LIUDMILA KONOVALOVA tanzt gemeinsam mit Davide Dato einen der fünf Pas de deux aus “Verklungene Feste”. Clemens Krauss stand am Pult bei der Uraufführung dieser in das frühe höfische 19. Jahrhundert wie in die Barockzeit führende “Tanzvision” der Choreographen Pia & Pino Mlakar. Strauss komponierte seine neoklassizistische “Tanzsuite nach Francois Couperin” bereits 1922, die dann in der Bayerischen Staatsoper 1941 mit einigen Erweiterungen vertanzt wurde. Jetzt überzieht Neumeier mit Flashlights Strauss´ Historienbilder in ihrer pompösen musikalischen Verpackung. Psychologisch völlig umgeformt. Konovalova erzählt über ihre große Szene: “Es geht bei allen Paaren um unterschiedlich beschriebene Beziehungen. Bei mir: Er ist verliebt in mich, will alles geben. Ich bin dagegen ein bisschen kompliziert. Ja, alle fünf Paare zeigen völlig verschiedene Charaktere.”

 Doch Neumeier hat das Spiel in den Weltkrieg versetzt, lotet das verstörte Verhalten, die Irritationen dieser Liebespaar bei Einbruch der ihnen noch nicht wirklich bewussten Katastrophe aus und macht ein Endzeitstück daraus. “Wir haben so viel geprobt”, Konovalova zeigt sich beeindruckt: “Neumeier sagt nicht allzu viel, doch es geht bei der Einstudierung mit ihm immer an das Limit. Man kann sich dabei so richtig in die Rolle fallen lassen. Kann stärker Emotionen zeigen, kann mehr riskieren, mehr geben. Der Körper spricht mit einer anderen Sprache – und man fühlt sich freier und reicher dabei.”


Rebecca Horner. Foto: Wiener Staatsoper

 REBECCA HORNER steht am Premierenabend in der Paraderolle von Potiphars Frau, der Verführerin, auf der Bühne.

Meister Strauss dirigierte höchstpersönlich 1914 die Uraufführung durch Diaghilews Russisches Ballett an der Pariser Oper in der Choreographie von Michael Fokin. Horner, eine der ganz wenigen echten jungen Wienerinnen in der Kompanie und zuvor der Volksopern-Dependence zugeteilt, war doch sehr überrascht, als sie von Neumeier für diese Rolle ausgewählt wurde: ”Ich habe es nicht fassen können. Ja, ich hatte riesengroßes Glück, als ich damals in die Staatsoper zum trainieren kam und Neumeier zufällig kurz in Wien gewesen ist.” Horner ist inzwischen auch wieder Mitglied der Staatsballett–Riege im Haus am Ring geworden und hofft, dass sie das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen wird: “Es ist mir wichtig, dass ich durch meine Bewegungen starken Ausdruck vermitteln kann. Es ist nicht leicht, nicht nur der technische Anspruch. Die Interpretation vor allem. Ich musste viel nachdenken. Ja, es ist eine ganz große Herausforderung.” Zu schaffen! Und John Neumeier streicht dazu heraus, das bei all der angestrebten Dramatik der reine Tanz, die Schönheit in der Linie, im Bewegungsfluss nicht verloren gehen darf.

Meinhard Rüdenauer

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NEUES AUS DER METROPOLITAN OPERA ÜBER DIE PREMIERE IOLANTA/ HERZOG BLAUBARTS BURG

 Über den Protester gibt es Details WQXR, der ist kein Unbekannter. Auf dem Video kann man seinen Sprung auf die Seitenbühne sehen:

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 WQXR hat auch eine Iolanta – Blaubart Kritik :

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Mobiltelefon Version der Kritik mit einem Iolanta Video ( Netrebko):

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OPER FRANKFURT/ Heute Premiere: ntonio Cesti: L’Orontea

(Frankfurter Erstaufführung vom 1. Februar 2015)
Dramma musicale in drei Akten mit einem Prolog
Text von Giacinto Andrea Cicognini
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln


Guy de Mey (Aristea), Sebastian Geyer (Creonte), Xavier Sabata (Alidoro; am Boden liegend), Matthias Rexroth (Corindo) und Paula Murrihy (Orontea). Foto: Monika Rittershaus

 Musikalische Leitung: Ivor Bolton
Inszenierung: Walter Sutcliffe
Bühnenbild und Kostüme: Gideon Davey
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Steffi Mieszkowski

 Orontea: Paula Murrihy
Creonte: Sebastian Geyer
Tibrino, Amore: Juanita Lascarro
Aristea: Guy de Mey
Alidoro: Xavier Sabata
Gelone: Simon Bailey
Corindo: Matthias Rexroth
Silandra: Louise Alder
Giacinta: Kateryna Kasper
Filosofia: Katharina Magiera

 
Xavier Sabata. Foto: Monika Rittershaus

 
Luise Alder. Foto: Monika Rittershaus


Simon Bailey, Paula Murrihy. Foto: Monika Rittershaus
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 EDITA GRUBEROVA AM FREITAG BEI GRAMOLA AM GRABEN

Unbenannt

Liebe Opernfreunde!

Nach ihrem Triumph bei La Straniera im Theater an der Wien und ihrer Auszeichnung für ihr Lebenswerk, dem Grossen Österreichischen Musiktheaterpreis “Goldener Schikaneder” ebendort

 gibt die Diva Assoluta

EDITA GRUBEROVA

nochmals Audienz in Wien

Meet and greet, Autogramme

 Freitag, 6. Februar 2015 um 17 h bei

GRAMOLA am GRABEN
Graben 16
1010 Wien
01 533 50 34

Eintritt frei
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BAYERISCHE STAATSOPER: UMBESETZUNGEN COSÌ FAN TUTTE UND LUCIA DI LAMMERMOOR

Umbesetzung: “Così fan tutte”

In den Vorstellungen von Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte am 16., 18. und 22. Februar 2015 wird Marina Rebeka die Partie der Fiordiligi anstelle von Sonya Yoncheva übernehmen.

Marina Rebeka studierte Gesang in ihrer Heimatstadt Riga und in Rom. Der internationale Durchbruch gelang mit ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2009 als Anaï in einer Neuinszenierung von Rossinis Moïse et Pharaon. Seither gastiert sie an bedeutenden Opernhäusern u.a. in Wien, Zürich, Hamburg, Amsterdam, London, Mailand und Berlin sowie bei den Festspielen in Salzburg, Pesaro, Baden-Baden und Verona. Ihr Repertoire umfasst Partien wie Violetta (La traviata), Donna Anna (Don Giovanni), Elettra (Idomeneo), Tatjana (Eugen Onegin), Juliette (Roméo et Juliette), Leila (Les Pêcheurs de perles), Mathilde (Guillaume Tell) und Donna Anna (Don Giovanni). Partie an der Bayerischen Staatsoper 2014/15: Fiordiligi (Così fan tutte).

www.marinarebeka.com

 Umbesetzung: “Lucia di Lammermoor”

 In der Vorstellung von Gaetano Donizettis Lucia di Lammermoor am 1. Februar 2015 wird Luca Salsi die Partie des Enrico anstelle des erkrankten Franco Vassallo übernehmen.

 Luca Salsi studierte am Konservatorium „Arrigo Boito“ in Parma bei Lucetta Bizza und besuchte Meisterklassen u.a. bei Carlo Meliciani. Er debütierte am Teatro Comunale in Bologna in Rossinis La scala di seta. Seither führen ihn regelmäßige Gastengagements u.a. an die Opernhäuser in New York, Berlin, Mailand, Verona, Barcelona und Amsterdam. Zu seinem Repertoire zählen Partien wie Sharpless (Madama Butterfly), Marcello (La bohème), Figaro (Il barbiere di Siviglia), Giorgio Germont (La traviata), Conte di Luna (Il trovatore), Don Carlo (La forza del destino) sowie die Titelpartien in Gianni Schicchi und Macbeth. Partie an der Bayerischen Staatsoper 2014/15: Enrico (Lucia di Lammermoor).

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 TERMINE PAUL ARMIN EDELMANN

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Der Bariton PAUL ARMIN EDELMANN debutiert am 24. Februar 2015 an der Opera National de Paris.

Er gastiert in Paris mit Mahlers “Lied von der Erde“ im Palais Garnier unter der musikalischen Leitung von Patrick Lange.

Weitere Vorstellungstermine: 16. & 28. Februar UND 2./4./6./9. und 11.März.

 Am 14. März singt er im Rahmen vom Kurt Weill Fest Dessau Orchesterlieder von Schubert, Pfitzner und Richard Strauss mit dem Staatsorchester Rheinland Pfalz unter der musikalischen Leitung von Ernst Theis.

Am 19. April ist er erstmals in Haydn´s „Jahreszeiten“ im großen Musikvereins- Saal in Wien zu hören.

Weitere INFOS unter: www.paul-armin-edelmann.com
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FOTOS VOM KÜNSTLEREMPFANG AN DER WIENER STAATSOPER

 19.Januar 2015 in der Wiener Staatsoper

 
Fotografin Claudia Prieler, Dominique Meyer, Michael Heltau, Aki Nuredini. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Musikalische Einlage von Maddalena del Gobbo auf ihrer
Viola da Gamba       Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Ramon Vargas bei seiner Dankesrede. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Clemens Unterreiner bei seiner Gesangseinlage, der Arie des
Escamillo aus Carmen           Foto: DI. Dr. Andreas Haunold
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DIE SAMSTAG-PRESSE (31. JANUAR 2015)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die SAMSTAG-PRESSE (31. Januar 2015)

New York
Putin-Gegner stört Beifall für Anna Netrebko
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Gestörter Applaus in der New Yorker Met
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Berlin/ Komische Oper
 Barrie Kosky plant eine Operette auf Jiddisch in Berlin Als Intendant der Komischen Oper will Barrie Kosky auch an die jüdische Tradition des Metropol-Theaters erinnern. Vor der Operetten-Premiere werden vorm Opernhaus drei Stolpersteine verlegt.
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Berlin/ Philharmonie
Rausch der Klarheit Sibelius-Zyklus von Simon Rattle
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Dresden
Alt und lüstern in der Blackbox
Kunst gibt’s auch noch: Die Dresdner Semperoper in Zeiten der Pegida-Demonstrationen. Jetzt hatte Debussys “Pelléas et Mélisande” Premiere. Ein neuer Intendant ist immer noch nicht in Sicht.
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Ernst von Siemens Musikpreis
Christoph Eschenbach, der Verlegenheitspreisträger
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Wolf-Preis für Sopranistin Jessye Norman
Sie gilt als eine der bedeutendsten Opernsängerinnen, aber sie hat auch ein Herz für den Blues. Nun wird Jessye Norman mit dem Preis der Wolf-Stiftung ausgezeichnet
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Luzern
Israelischer Dirigent Yinon bei Konzert in Luzern gestorben
Brach bei “Alpensinfonie” zusammen
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Israelischer Dirigent Yinon gestorben
Der 59-Jährige leitete verschiedene europäische Orchester, unter anderem das Berliner Sinfonie-Orchester. Er starb während eines Konzerts in der Schweiz.
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Wien Theater an der Wien
Cinq-Mars“ – Opernrarität von Gounod
http://www.operinwien.at/werkverz/gounod/acinq.htm

Wien/ Theater an der Wien Und zur letzten „Straniera“
http://www.operinwien.at/werkverz/bellini/astra3.htm

Bottrop
Wagner auf dem schwarzen Hügel
Bottrop plant eine neue Opernproduktion für 2016. Auf der Halde Haniel wird im nächsten Sommer Richard wagners „Der fliegende Holländer“ gezeigt. Die Proben beginnen bereits im März.
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Baden
In Baden wird “Papanini” zur Telenova
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London
Can the English National Opera be saved?
ENO is in crisis. There must be a strong case now for dissolving the entire organisation, says Rupert Christiansen
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Henriette Götz to leave English National Opera
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New York
Carnegie Hall to offer a musical multitude in 125th anniversary season
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Houston
Floyd, Dvorák waiting in HGO wings
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San Francisco
San Francisco Ballet commences its 2015 season
http://bachtrack.com/de_DE/22/296/view/7010

Sidney
Review: Madama Butterfly (Opera Australia)
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Opera Australia cops the blame for the state of its art
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Bild- und Tonträger
Hasse: Siroe, re di Persia CD review – more bravura than refinement
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Bob Dylan covert Sinatra: Das Sandpapier singt
Bob Dylan singt Frank Sinatra? Kein Witz. Auf “Shadows in the Night” widmet sich der 73-jährige Folk-Knödler zehn Klassikern von Ol’ Blue Eyes. Und das klingt besser, als man denkt.
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Juliette Greco kündigt Bühnenende an
http://derstandard.at/2000011086744/Juliette-Greco-kuendigt-Buehnenende-an

Amadeus”-Awards: Wanda und Gabalier führen Nominierungen an
Jeweils vier Sieg-Chancen. Insgesamt werden Preise in elf allgemeinen und fünf Genre-Kategorien vergeben.
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Leider sind Deichkind jetzt noch geiler Dialektik, Baby!
“Niveau, weshalb, warum”, das neue Album von Deichkind, ist ein Meisterwerk der politischen Melancholie. Es bringt die Verhältnisse endgültig zum Tanzen. Eine Begegnung
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Sprechtheater

Wien/ Theater in der Josefstadt
Premiere von “Der Boxer”: Wie stellt man die Hölle dar?
Umjubelte Uraufführung des dokumentarischen Dramas “Der Boxer” von Felix Mitterer in der Josefstadt.
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Zutiefst erschütternd
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Triumph für Gregor Bloeb als “Boxer”
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München
Zurück zur wilden Familie
Zur Premiere spricht Regisseur Andreas Kriegenburg über Religionskonflikte bei „Maria Stuart“ und darüber, was Schiller mit Oper zu tun hat.
http://www.merkur-online.de/kultur/zurueck-wilden-familie-4684585.html

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Unter’m Strich

Wien/ Akademikerball
Protest gegen Rechts: Dutzende Anzeigen und Verletzte
Drei Verletzte bei Demo in Wien. Die Polizei ermittelt wegen “Bildung einer kriminellen Vereinigung”.
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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 31.JANUAR 2015)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 31.JANUAR 2015)

Tosca” an der Wiener Staatsoper

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Martina Serafin. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Ab dem heutigen Samstag, 31. Jänner 2015, ist Puccinis “Tosca” wieder im Haus am Ring zu erleben: Ambrogio Maestri verkörpert erstmals an der Wiener Staatsoper den Scarpia. Martina Serafin gestaltet die Titelpartie und Aleksandrs Antonenko * zuletzt erfolgreich als Hermann in Pique Dame * den Cavaradossi.

Am Dirigentenpult: Marco Armiliato.

Reprisen: 3. und 6. Februar

Die Vorstellung am 6. Februar 2015 wird im Rahmen von WIENER STAATSOPER live at home weltweit in HD übertragen: staatsoperlive.com.
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FOTOS VOM KÜNSTLEREMPFANG AKI NUREDINI (Sole-Chef) UND RAMON VARGAS IN DER WIENER STAATSOPER

Das Buch “do re mi fa SOLE – 30 Jahre Wiener Musikleben zu Gast in Aki Nuredinis Ristorante“, von den Autoren Wilhelm Sinkovicz und Michaela Schlögl und der Fotografin Claudia Prieler, war vor einem Jahr bei der großen Benefizgala präsentiert worden

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 Wilhelm Sinkovicz, Frau Vargas, Frau Nuredini, Ramón Vargas, Claudia Prieler, Michaela Schlögl, Aki Nuredini (Besitzer des Restaurant Sole). Foto: DI.Dr. Andreas Haunold

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Claudia Prieler, Michael Heltau, Frau Nuredini, Aki Nuredini. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

Unbenannt
Clemens Unterreiner. Ganz links sehen Sie die Chefredakteur ind des “Heft-Merker, Dir. Sieglinde Pfabigan. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

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Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

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Leo Nucci, Frau Vargas, Adriana Anelli (Nuccis Frau), Ramon Vargas. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

Dank an Dr. Haunold für die Fotos.Weitere veröffentliche ich morgen. Der Empfang fand am vergangenen Donnerstag um 15 h statt, deshalb habe ich ihn auch geschwänzt. “Ein anständiger Mensch arbeitet um diese Uhrzeit” hat mein Vater (und Chef) gesagt, als ich einmal als Mitarbeiter des Familienunternehmens ein Rendenzvous mit einer Freundin vereinbart hatte. Daran halte ich mich auch heute noch!

A.C.
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ORF III am Wochenende: „Hitlers Krieger“ in der „zeit.geschichte“ und „Erlebnis Bühne“ für Edita Gruberova

Außerdem: Leo Falls „Die Dollarprinzessin“ in „Operette sich wer kann“ =

Adolf Hitlers Macht stützte sich nicht zuletzt auf den Beistand fähiger Gehilfen, die an seiner Seite das Kriegsgeschehen lenkten. Die sechsteilige Doku-Reihe “Hitlers Krieger” beleuchtet die Karrieren einiger jener Männer, die im Zweiten Weltkrieg taten, “was ihnen befohlen worden war”. Die ORF-III-”zeit.geschichte” zeigt am Samstag, dem 31. Jänner 2015, die letzten drei Folgen: “Manstein – Der Stratege” (20.15 Uhr), “Paulus – Der Gefangene” (21.00 Uhr) und “Udet – Der Flieger” (21.45 Uhr).

Am Sonntag, dem 1. Februar, zeigt ORF III mit “Die Dollarprinzessin” um 17.50 Uhr eines der erfolgreichsten Werke von Leo Fall als Operettenverfilmung aus dem Jahr 1971 von Regisseur Peter Scharff. Zu sehen sind Gabriele Jacoby, Horst Niendorf und Tatjana Iwanow. Der “Erlebnis Bühne”-Abend ist dann ganz der “Primadonna assoluterova” Edita Gruberova gewidmet, die 2013 ihr 45-jährigens Bühnenjubiläum feierte und beim österreichischen Musiktheaterpreis 2014 für ihr Lebenswerk geehrt wurde. Um 19.20 Uhr widmet sich das Künstlerporträt “Die Kunst des Belcanto – Edita Gruberova” den wichtigsten Stationen in der Karriere der Ausnahmekünstlerin, bevor diese um 20.15 Uhr in einer konzertanten Aufführung von Vincenzo Bellinis “Die Fremde” aus dem Jahr 2013 unter der musikalischen Leitung von Pietro Rizzo im Wiener Musikverein zu sehen ist.

Die Sendungen im Detail:

Samstag, 31. Jänner: “Hitlers Krieger”, Folgen vier bis sechs: “Manstein – Der Stratege” (20.15 Uhr), “Paulus – Der Gefangene” (21.00 Uhr) und “Udet – Der Flieger” (21.45 Uhr)

Für Hitler war er der “klügste Kopf” unter seinen Generälen, für die Alliierten ihr “gefährlichster Gegner”: Erich von Manstein entwickelte den Operationsplan für den Frankreichfeldzug 1940 und begründete damit seinen Ruf als “operatives Genie”. Er überlebte den Krieg, sein Werdegang steht stellvertretend für jene, die dem Nationalsozialismus distanziert gegenüberstanden, Hitlers erbarmungslosen Krieg aber dennoch vollstreckten. Friedrich Paulus wurde von Hitler zum Feldmarschall ernannt, als er im Kessel von Stalingrad auf längst verlorenem Posten stand. Am 31. Januar 1943 begab er sich als erster Feldmarschall der deutschen Kriegsgeschichte in die Gefangenschaft des Feindes. Mehr als zehn Jahre blieb er in sowjetischer Gefangenschaft – als Trophäe Stalins. Als “Des Teufels General” machte ihn Carl Zuckmayer in seinem gleichnamigen Bühnenstück zur Legende. Der Mensch Ernst Udet hatte aber wenig mit der Bühnengestalt des “General Harras” gemeinsam. Die Dokumentation zeigt die private Seite des Mannes, der im Ersten Weltkrieg zum populären Fliegerhelden und unter den Nationalsozialisten zu “Hitlers Krieger” wurde.

Sonntag, 1. Februar: “Erlebnis Bühne”-Abend im Zeichen von Edita Gruberova: “Die Kunst des Belcanto – Edita Gruberova” (19.20 Uhr) und “La straniera – Die Fremde” (20.15 Uhr)

Mit 59 Jahren debütierte Edita Gruberova in einer der schwierigsten Rollen der Opernliteratur überhaupt: als “Norma” in Bellinis gleichnamiger Oper. Im Februar 2008 sang sie im Alter von 61 Jahren zum ersten Mal die Titelrolle in Donizettis “Lucrezia Borgia”. Anderthalb Jahre wurde die Sopranistin mit der Kamera bei der Vorbereitung auf die Premiere begleitet. Der Film zeigt die wichtigsten Stationen einer vierzigjährigen Karriere.

Der Italiener Vincenzo Bellini war der große Melodiker unter den Komponisten des Belcantos. Die selten gespielte Oper “La straniera” ist der Primadonna Edita Gruberova wie auf den Leib geschneidert: In dieser konzertanten Aufführung aus dem Wiener Musikverein werden unter der musikalischen Leitung von Pietro Rizzo u. a. Sonia Ganassi, José Bros, Paolo Gavanelli und Randall Bills vom Münchener Opernorchester und dem Philharmonia Chor Wien begleitet. Die gezeigte Aufführung veranlasste ob ihres großen Erfolgs übrigens auch das Theater an der Wien, das Stück ins Programm zu nehmen – am 28. Jänner fand nun bereits die finale Aufführung statt. Für jene, die dem Stück im Theater an der Wien nicht beiwohnen konnten, zeigt ORF III nun die ursprüngliche Aufzeichnung aus dem Wiener Musikverein.

ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at ) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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Highlights – Das Kulturmagazin. Sonntag, 1. Februar 2015, 18.50 Uhr bei ATV2

 In Wien ist ab dem 30. Jänner die Ausstellung „Archiv der Träume“ in der Albertina zu sehen. Das Musée D‘ Orsay ermöglicht den Besuchern einen einzigartigen Blick in 130 Arbeiten seiner grafischen Pretiosen. Unter anderem sind Werke von Edgar Degas, Georges Seurat und Cezanne zu bewundern. In der Wiener Staatsoper ist ab Februar „Die Josephs Legende“ in der Choreographie von John Neumeier zu sehen – „Highlights“ traf Neumeier zum Interview. Außerdem ist Gregor Bloéb derzeit als Boxer Johann „Rukeli“ Trollmann im Theater in der Josefstadt zu sehen. Das Stück erzählt die Leidensgeschichte des deutschen Boxmeisters, der dem Nationalsozialismus zum Opfer fiel.

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Gregor Bloeb alsDer Boxer”. Foto: Erich Reismann

 Archiv der Träume – Meisterwerke aus dem Musée D‘Orsay

Für wenige Wochen ermöglicht die Albertina ihren Besuchern einen Blick in ein Traumarchiv. Vom 30. Jänner bis zum 3. Mai 2015 öffnet das Musée d’Orsay seine Tresore und überlässt den Augen des Wiener Publikums 130 Arbeiten seiner grafischen Werke. Pastelle von Edgar Degas, Georges Seurat und Odilon Redon, Gouachen von Honoré Daumier und Gustave Moreau, Aquarelle von Paul Cezanne sowie Arbeiten von in ihrer Zeit hoch geschätzten Salonkünstlern bilden ein weites Panorama französischer Zeichenkunst ab.

Archiv der Träume
30. Jänner bis 3. Mai 2015
www.albertina.at

 Legende trifft auf Legende!

„Die Josephs Legende“ ist ab Februar in der Wiener Staatsoper in der Choreographie von John Neumeier zu sehen. Kaum ein Ballett hat einen Choreographen so beschäftigt, geprägt und Geschichte geschrieben! In den 70er Jahren von John Neumeier erdacht, kehrt es nun wieder nach Wien zurück – in der Bearbeitung des Meisters selbst. „Highlights“ hat den Choreographen zum Interview getroffen.

Die Josephslegende
Wiener Staatsoper
www.wiener-staatsoper.at

 Gregor Bloéb als Boxer

Gregor Bloéb spielt die Leidensgeschichte des Boxers Johann „Rukeli“ Trollmann. Der einer Sinti-Familie entstammende deutsche Boxmeister im Halbschwergewicht wurde Opfer des Nationalsozialismus. Felix Mitterer hat das Stück geschrieben, Stephanie Mohr führt Regie.

Ein Bericht von der Premiere im Theater in der Josefstadt.

Der Boxer
Theater in der Josefstadt
www.josefstadt.org

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 Sara Kim ist Mendelssohn-Preisträgerin 2015

Unbenannt

Sara Kim, Solo-Bratschistin des Staatsorchesters Braunschweig, hat beim diesjährigen »Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb« in Berlin den 1. Preis im Fach Viola gewonnen.

Kim (*1988 in Daejon/Südkorea) belegt seit Oktober 2014 das Zertifikatsstudium Meisterklasse bei Prof. Nils Mönkemeyer an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie erspielte sich seit 2000 mit den Instrumenten Violine und Viola zahlreiche Preise. Ab 2010 folgten Solo- und Kammermusik-Auftritte bei renommierten Musikfestivals. 2012 gewann sie den 20. »Wettbewerb des Instrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben« im Fach Viola und spielt seitdem auf einer Viola von Paolo Antonio Testore, Mailand um 1740, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben. Seit September 2013 ist Sara Kim Solo-Bratschistin des Staatsorchesters Braunschweig.

Der Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb wird von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) und der Universität der Künste Berlin veranstaltet.

Weitere Informationen zu Sara Kim unter:

http://www.deutsche-stiftung-musikleben.de/stipendiaten/solistenMaske.html?TID=20120803121347

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter: http://www.fmb-hochschulwettbewerb.de/

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SONNTAG BENEFIZ – GALA IN DER ST. JOHANNES NEPOMUK-KAPELLE

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WIEN/ Theater Drachengasse. Premiere 9. Februar

Unbenannt

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 SHANGHAI: CHINA SHANGHAI INTERNATIONAL ARTS FESTIVAL vom 3.-7.11.2014

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Szenenfoto China-Oper”Kylin Pouch and Concert”. Foto: Dr. Klaus Billand

 Vom 17. Oktober bis zum 16. November 2014 fand in Shanghai das 16. China Shanghai International Arts Festival statt. Neben einem großen Schwerpunkt mit chinesischer Oper gab es auch viele Gastspiele bedeutender Künstler und Ensembles aus Europa, wie Ballett-Ensembles aus Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Deutschland, Dänemark und Taiwan; Orchester aus Russland (Yuri Temirkanov), Italien (Antonio Pappano), Frankreich (Paavo Järvi), Israel (James Judd); Solokonzerte und Soloabende (u.a. Angela Gheorghiu) und vieles andere mehr. Das Festival hat auf chinesischer Grundlage einen wahrlich internationalen Anspruch. Es wird unter der Schirmherrschaft des Kulturministeriums der Volksrepublik China von der Volksregierung der Stadt Shanghai veranstaltet. Seit seiner Gründung im Jahre 1999 folgt das Festival dem Konzept von Innovation und Entwicklung und wurde nach Angabe des Veranstalters zum Flaggschiff für den Kulturaustausch des Landes und zu einem der einflussreichsten Festivals in der internationalen Kunstszene.

 Neben einer Aufführung von Bert Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ in einer spannenden und völlig unkonventionellen Inszenierung von Meng Jinghui mit dem National Theatre of China besuchte der Rezensent drei chinesische Opern in verschiedenen Theatern: Die Oper „Feign Madness in Palace“ des Han Opera Theatre in Wuhan im Yifu Theatre; die Oper „The Beauty Diao Chan“ des Gansu Opera House im Shanghai Grand Theatre (hier lief 2010 Wagners „Ring des Nibelungen“ als Kölner Gastspiel), und die Beijing Oper „Kylin Pouch and Concert“ im Shanghai Arts Theatre.

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Schlussapplaus Gansu-Oper “The Beauty Diao Chan”. Foto: Dr. Klaus Billand

 Die Geschichten, um die es in diesen Opern geht, und darum geht es in der klassischen chinesischen Oper zumeist, handeln von alten Traditionen, Bräuchen und historischen Figuren, die meist landesweit bekannt und in viele Erzählungen und Überlieferungen eingegangen sind. Es sind aber in gewisser Weise auch Volkserzählungen bzw. -märchen, in denen über die Austragung von Konflikten auf die Bedeutung bestimmter Werte und Verhaltensweisen, aber auch Fehlverhalten hingewiesen wird, wobei auch unterschiedliche Interpretationen möglich sind.

 Die Han Oper „Feign Madness in Palace“ geht zurück auf die Qin Dynastie, in der Gao Zhao und Hong Kuang, beide Kanzler und Berater des Kaisers Qin II. waren. Um mehr Macht zu bekommen, schmiedet Gao einen Plot und versucht nach dessen Widerstand Hongs Unterstützung zu bekommen, indem er seine Tochter, Yanrong Zhao, die Hauptdarstellerin des Stücks, Hongs Sohn Fu Kuang heiraten lässt. Als Hong dennoch nicht kooperieren will, lässt Gao dessen „Universal Blade“ (die Universale Klinge) stehlen, die ihm vom früheren Kaiser verliehen worden war, um damit Kaiser Qin II. zu ermorden. Auf Gaos Hinweis, dass Hong den Mord plante, lässt der Kaiser die gesamte Familie von Hong Kuang hinrichten. Gao bietet nun seine Tochter dem Kaiser als Konkubine an und erhält als Anerkennung die „Universale Klinge“… Gaos Tochter Yanrong Zhao wurde von der landesweit als Star verehrten Sängerin Wang Li verkörpert, die mit wahrlich beeindruckender Stimmvielfalt und –Akrobatik in der für die chinesische Oper typischen Tonbildung und eine äußerst grazile Darstellung den psychologischen Prozess vom gehorsamen Mädchen zur rebellischen Frau zeigte. Das Publikum war von ihrer Leistung so begeistert, dass es nach Schluss der Aufführung mit Handys fotografierend zum Bühnenrand eilte und mehrere Zugaben von ihr forderte, die sie auch bereitwillig gab. Auch das kleine chinesische Orchester wurde in den minutenlangen Beifall einbezogen.

 Ganz andere Dimensionen hatte die Oper „The Beauty Diao Chan“ des Gansu Opera House im Shanghai Grand Theatre. Auch dieses Stück handelt vom Kampf um die Macht. Das im Jahre 1961 gegründete Gansu Opera House hat sich dem Studium, der Entwicklung und der Darbietung der sog. Dunhuang-Muik verschrieben und damit landesweit große Erfolge erzielt. Die Oper „The Beauty Diao Chan“ ist dabei ein Kernstück des Repertoires und erzählt anhand des mühe- und schmerzvollen Lebens von Diao Chan wie Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Schönheit durch eine chaotische und gespaltene Gesellschaft zerstört werden. Die Freundlichkeit und Ernsthaftigkeit der Heldin Diao Chan, ihre Würde und unvergleichbare Schönheit werden in dem Stück besonders gepriesen – das Ende ist fatal. Librettisten waren Weiruo Huang und Tiansheng Li. Regie führte Zongqi Hu. Ganz anders als die beiden anderen Opern ist diese mit einem großen Symphonieorchester ausgestattet, mit Instrumenten europäischer Orchestertradition. Auch das Klangbild erinnert immer wieder an die große europäische Oper, etwa im Sinne der Grand Opera, mit großen Tableaus. Die Chöre spielen, ähnlich wie bei Puccinis „Turandot“, an die man sich des Öfteren auch erinnert fühlt, eine bedeutende Rolle. Das Klangbild ist meist ruhig und ausgewogen, die Betonung liegt eher auf der großen harmonischen Linie. Der 1. Akt wirkte zumal mit der starken Rolle der Chöre fast oratorienhaft. Auch hier spendete das zahlreich erschienene Publikum großen Applaus, aber mit weniger Begeisterung als bei den anderen beiden Opern. Man könnte sagen, dass diese Gattung eher einem chinesischen Musikdrama im großen Stil entspricht und damit vielleicht auch eine gewisse Distanz zum Publikum entstand.

 Die Beijing Oper „Kylin Pouch and Concert“ schließlich fand im viel kleineren und damit privater wirkenden Shanghai Arts Theatre statt, und somit auch mit dem kleinen klassischen Orchester der chinesischen Oper an der rechten Bühneseite – und viel mehr Publikumsnähe. Die Aufführung wurde vom National Beijing Opera Theater zum 110-ten Geburtstag von Meister Cheng Yanqiu gegeben. Er ist einer der vier berühmten Dan-Schauspieler und der Begründer des sog. Cheng-Stils. Dieser hat sich mittlerweile durch seine Schüler Li Shiji und Li Qianghua in einen nördlichen und südlichen Stil aufgespalten. Beide arbeiteten an diesem Stück zum ersten Mal zusammen. Die bedeutende Cheng-Stil-Künstlerin Li Haiyan und der Cheng-Stil Künstler Guan Dongtian waren die Stars dieses Abends, in dem es wieder um menschliche Schwächen in der alten chinesischen Gesellschaft ging. Nicht nur diese beiden konnten das Publikum mit ihrem eindringlichen und akzentuierten Gesang sowie differenzierter Mimik und Bewegungskunst begeistern. Sogar Familien mit Kindern waren darunter. Kylin Pouch wurde 1940 vom Schriftsteller Weng Ouhong gegründet, autorisiert von Cheng Yanqui. Inwieweit sich der Cheng-Stil von anderen Stilarten der chinesischen Oper unterscheidet, wird sich dem westlichen Besucher, der zudem auf keine längeren Erläuterungen in Englisch in den Programmheften hoffen darf, wohl niemals erschließen…

 Klaus Billand, (Übersetzung chinesischer Programmhinweise: Jianan Bi)

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Aktuelle Veranstaltungstipps: Mittwoch, 11. Februar 2015, 18 Uhr. Bezirksmuseum Währing, Wien 18, Währinger Straße 124

 Buchpräsentation “Sehnsucht nach dem Alten Wien”

 2015 feiert die Wiener Ringstraße ihr 150-Jahr-Jubiläum. 1865 repräsentierte sie das Neue Wien, die moderne Metropole. Die von Mauern und Basteien umgebene Stadt wurde zum Symbol des Alten Wien – und damit zu einem Sehnsuchtsort. Das jüngste Buch von Helga Maria Wolf, “Sehnsucht nach dem Alten Wien”, vereint rund 300 Stadtansichten aus vier Jahrhunderten mit informativen Erläuterungen. Bei der Präsentation stellt die Autorin ihre Lieblingsbilder aus dem, im Styria-Verlag erschienenen, Bild-Text-Band vor.

 und “Wiens beste Feste”

 In Wien werden alte Rituale wieder entdeckt, der öffentliche Raum für Events neu erschlossen. Paraden ziehen über die Ringstraße, der Rathausplatz hat sich als Hauptplatz der Stadt etabliert – die Festkulissen wechseln in rascher Folge. Ein Jahr lang war Helga Maria Wolf – mit Doris Wolf als Fotografin – unterwegs, um die Feste, Bräuche und Events in Wien zu erkunden. Dazu zählen nicht nur die Traditionen im Jahreslauf, die meist mit kichlichen Feiertagen zu tun haben, sondern auch Großveranstaltungen im öffentlichen Raum und Feste verschiedener Religionsgemeinschaften. Vom Neujahrskonzert bis zum Silvesterpfad bietet der Wiener Jahrslauf viel Spezielles, wie das Donauinselfest, Europas größtes Open-Air-Event. Alte Bräuche wandeln sich, neue entstehen, manche geben der Stadt temporär ein anderes Gesicht. Es lohnt sich, die Wiener Feste in ihrer Vielfalt zu entdecken.

 Montag, 16. Februar 2015, 18.30 Uhr

Powerpoint-Präsentation “Alt Wien. Spaziergang durch eine versunkene Welt”
 Neuwirth Jour fixe, Restaurant Alt-Sievering, Wien 19, Sieveringer Straße 63

 (Konsumation obligatorisch)

 Eintritt frei – Buchverkauf
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