Der Neue Merker

DIE DONNERSTAG-PRESSE (27. NOVEMBER 2014)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die DONNERSTAG-PRESSE (27. November 2014)

Berlin/ Deutsche Oper
Der Letzte macht in der Deutschen Oper das Licht an
Nach der Sanierung beginnt am Donnerstag die Saison in der Deutschen Oper. Ein paar Kabel sind aber noch zu verlegen, bevor das Staatsballett den “Nussknacker” zeigen kann
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Stuttgart
Der Einzelne als Teil des Systems
Mussorgskys «Chowanschtschina» nach Antwerpen und Wien jetzt in Stuttgart
http://www.nzz.ch/feuilleton/buehne/der-einzelne-als-teil-des-systems-1.18432758

Wien
Wohltönende Gesänge der Finsternis
Das Klangforum Wien spielt und feiert Beat Furrer: im Konzerthaus, in Klosterneuburg – und in „Urbo kune“.
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Rom
Muti kehrt nicht an die Römer Oper zurück
Der Dirigent Riccardo Muti hat Hoffnungen zerstreut, er werde nach der Einigung im Arbeitskampf der Römer Oper als leitender Dirigent an das Haus zurückkehren.
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Frankfurt
Ein feiner Fels
Der Dirigent hat seinen Vertrag verlängert, sein Timbre-Zuschnitt wird den Frankfurtern noch länger erhalten bleiben.
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Berlin/ Konzerthaus
Luftgeister
Der Pianist Piotr Anderszewski. Im Berliner Konzerthaus spielt der 45-jährige polnische Pianist Piotr Anderszewski Klaviermusik von Bach, Schumann und Szymanowski. Dabei ist er vor allem darauf bedacht, die Werke atmosphärisch aufzuladen.
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München
A nightmare-inducing Hänsel und Gretel in Munich
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Amsterdam
Pathos and horror on The Raft of the Medusa at the Concertgebouw
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London
Oberon review – fascinating and important revival Cadogan Hall, London
This fine semi-staging of Weber’s “problem’ opera, a sequel to A Midsummer Night’s Dream, revealed its magic, messy beaut
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Phoenix Dance Theatre, Royal Opera House, review: ‘bubbles with life’
After a slow start, the Leeds-based company win over the audience with rock music, technological gimmickry and bouncing balls, says Rachel Ward
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Gluck’s Don Juan fails to seduce in the Academy of Ancient Music’s ‘Grand Tour’
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The Gospel According to the Other Mary @ Coliseum, London
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Thomas, Oxley, Bach Choir, Philharmonia, Hill, review: A triumphant celebration of John Tavener
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Thomas Gould: from Mahler to Radiohead, variety is the spice of life
Violinist Thomas Gould is one of a new generation of classical musicians who refuses to be defined by a single genre. He explains why a diverse career enriches his and the audience’s experience
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New York
Tanz Stepping Back (Gracefully)
From a Sculpture to Frame Its Story Reassembling the “Little Dancer’ by Degas as a Musical
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Boston
At Itzhak Perlman’s recital, familiarity breeds content
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Berlin stimmt Marianne Faithfull glücklich und traurig
Sängerin Marianne Faithfull gab im Tempodrom ein sehr persönliches Konzert, das man als kluge Bilanz ihres Lebens lesen kann. Ob Schicksal, Glück oder Drogenruin: “Life goes on till the end.”
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Tina Turners 75. Geburtstag
Die Überlebenskünstlerin
Elvis starb mit 42, Michael Jackson mit 50 – und Tina Turner wird nun 75. Dabei hätte kaum einer der “Queen of Rock ein langes Leben vorausgesagt
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ORF
Song Contest: BossHoss und Nazar als Coaches für heimische Vorauswahl
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Sprechtheater

Wien
Burgtheater-Doyenne Annemarie Düringer gestorben
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Düringer-Nachruf: Schönheit, Humor, Galle
http://diepresse.com/home/kultur/news/4605385/DuringerNachruf_Schonheit-Humor-Galle
Burgtheater-Doyenne Annemarie Düringer gestorben
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Burgtheater-Doyenne Annemarie Düringer gestorben
Die Weltschauspielerin und Burgtheater-Doyenne ist an ihrem 89. Geburtstag in Baden sanft entschlafen
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Angesteckt vom Theatervirus
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Wien/ Volkstheater
Im Volkstheater droht nicht nur der Vorhang zu fallen
Undichtes Dach, kaputte Stühle, Schimmel. Ein Theater wird selbst zur Tragödie.
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Ausstellungen/ Kunst

Wien
Zwei Lassnig-Weltrekorde hintereinander
Zuerst erzielte “Brettl vor dem Kopf” im Kinsky 461.000 Euro – dann “Der Wald” 491.000 Euro im Dorotheum.
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Film/ TV

Terry Gilliam im Interview „Wir waren ein verdammt gutes Tanzpaar
München- Terry Gilliam von „Monty Python“ über die Zusammenarbeit mit Christoph Waltz für ein Kinoprojekt fast ohne Budget Mehr Info

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Unter’m Strich

Muss bald jeder bis 70 arbeiten?
Alte Streitfrage neu belebt: Heißt länger leben automatisch länger arbeiten? 
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INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 27. NOVEMBER 2014)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 27. NOVEMBER 2014)

OPER GRAZ: Irrungen und Wirrungen auf der Barockbühne – XERXES.Premiere 29.11.

XERXES
Premiere 29. November 2014
Tickets & Preise

Freunde der Barockoper erwartet ab dem 29. November 2014 eine hinreißende Inszenierung von Georg Friedrich Händels „XERXES“ an der Oper Graz. Regisseur Stefan Herheim verbindet in der Produktion der Komischen Oper Berlin und der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg die Opera seria aus dem Jahr 1738 mit einer parallelen Theaterwelt, verfolgt das Theatergeschehen aber auch aus heutiger Sicht. Mit Konrad Junghänel steht ein ausgewiesener Barockmusik-Spezialist am Pult der Oper Graz und die szenische Einstudierung liegt in den Händen von Annette Weber. Für die barocke Optik sorgen das Bühnenbild von Heike Scheele und die zauberhaften Kostüme von Gesine Völlm.

Die amerikanische Mezzosopranistin Stephanie Houtzeel gibt als Xerxes ihr Rollendebut und sorgt genauso wie Dshamilja Kaiser (Arsamenes), Xiaoyi Xu (Amastris), Margareta Klobučar (Romilda), David McShane (Ariodates), Tatjana Miyus (Atalanta) und Hagen Matzeit (Elviro) für ein wunderbares barockes Opernvergnügen.

Weitere Vorstellungen:

3.12., 12.12., 14.12. (15.00 Uhr), 10.1., 22.1., 6.2., 28.2., 4.3., 15.3. (15.00 Uhr)

Beginn jeweils 19.00 Uhr, sofern nicht anders angegeben

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 ROBERT HERZL (1940 – 2014) –EIN ÖSTERREICHISCHER LA ROCHE

Ein Nachruf von Peter Dusek

Er war kein „Neudeuter“ bzw. „Zertrümmerer“ und auch kein Liebling der Kritik. Aber er hat das Genre Oper und Operette mehr gefördert als viele spektakuläre „Selbstverwirklicher“. Und hat auch die Uraufführung von zeitgenössischen Opern (etwa Henze’s Pollicino) zustande gebracht. Er war ein „workoholic“ und hat in 30 Jahren Zugehörigkeit zur Wiener Volksoper allein im Haus am Währinger-Gürtel 47 Produktionen zu verantworten. Aber auch Mörbisch oder Margarethen, Baden bei Wien oder Bregenz haben immer wieder den Pragmatiker geholt, der nicht auf Experimente, sondern auf solide Teamarbeit setzte. Und der Bühnenbildner wie Rolf Langenfass bevorzugte. Er war das Regie-Gegenstück zum Typus Kapellmeister, wie ihn auf musikalischer Ebene ein Berislav Klobucar verkörperte. Ein österreichischer La Roche! Chapeau!

Dabei begann der in Graz geborene Robert Herzl zunächst als Sänger und Schauspieler am Wiener Reinhard Seminar – und er studierte gleichzeitig Welthandel. Vermutlich drängten die Eltern auf diesem „Brotberuf. So kam es, dass Robert Herzl als Don Alfonso in Cosi fan tutte im Redoutensaal debütierte, aber sehr bald auf der Regiebank landete. Ab 1972 war er Oberspielleiter an der Volksoper, ab 1974 erfolgreicher Regisseur. Was die Arbeiten von „Dottore“ Herzl auszeichnet, war die exzellente Personenführung (auch des Chores). Es gab keine artistische Einlagen, dafür fühlten sich die Protagonisten wohl. Das Bühnenbild nahm auch auf die Gesamt-Akustik Rücksicht. Die Machbarkeit war wichtiger als neue Ideen! Und zuletzt übertrug sich die szenische Harmonie auf die gesamte Vorstellung. Was mich immer beeindruckt hat, war die Bereitschaft von Robert Herzl, Neues zu wagen. Er kämpfte – als Steirer – für die Wiener Operette, trat aber auch vehement für das Musical z.B. Evita oder Les Miserables ein. Er produzierte Zemlinsky und Siegfried Matthus (Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke) und war zugleich „Geburtshelfer“ der Marcel Prawy-Stolz-Show „Servus Du“. Wenn er eines nicht erreicht hat, dann war es der Sessel des Volksoperndirektors. Er galt oft als Kandidat und brachte es nur bis zum Vizedirektor. Fürs Taktieren an die Spitze fehlte ihm einfach die Zeit. Und Humor war ihm wichtiger als Karriere-Ehrgeiz. In diesem Sinn: Sie werden uns sehr fehlen! Manche sind eben wirklich unersetzlich…

Peter Dusek
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MÜNCHEN: JUAN DIEGO FLOREZ AM 15. DEZEMBER IN DER PHILHARMONIE

dass er im italienischen Belcanto-Fach weltweit unerreicht ist, hat der peruanische Startenor Juan Diego Flórez oft genug unter Beweis gestellt. Mit Leidenschaft und staunenswerter Leichtigkeit meistert er vertrackteste Koloraturläufe, sein Timbre ist auch bei höchsten Spitzentönen von samtweicher Strahlkraft und goldenem Glanz.

 Nun hat sich Juan Diego Flórez auch das lyrische französische Repertoire erobert: Unter dem Motto „L’amour“ präsentiert der smarte Tenor gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester am 15. Dezember in der Münchner Philharmonie schwelgerische und klangschöne Arien von Donizetti, Bizet, Delibes, Massenet, Offenbach, Gounod u.a.

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 OPER FRANKFURT: VOR DER PREMIERE LA SONNAMBULA (30.11.)

Premiere La sonnambula von Vincenzo Bellini  am 30. November um 18 Uhr

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Brenda Rae, Stefan Pop. Foto: Barbara Aumüller

Die Schlafwandlerin Amina aus Vincenzo Bellinis Oper La sonnambula ist bekannt! Die Titelpartie übernimmt Ensemblemitglied und Publikumsliebling Brenda Rae. Der rumänische Tenor Stefan Pop (Elvino) sang in Frankfurt schon Alfredo (La Traviata). Ein Haus- und Rollendebüt gibt die amerikanische Mezzosopranistin Fredrika Brillembourg (Teresa). Regie führt Tina Lanik, die musikalische Leitung hat Eun Sun Kim, die auch die Die Csárdásfürstin dirigieren wird.

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Wiederaufnahme ARIADNE AUF NAXOS

Oper in einem Aufzug mit einem Vorspiel von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Patrick Lange / Hartmut Keil *
Inszenierung: Brigitte Fassbaender
Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Mareike Wink

Primadonna / Ariadne: Sara Jakubiak
Zerbinetta: Sofia Fomina / Kathleen Kim *
Der Komponist: Jenny Carlstedt / Claudia Mahnke *
Ein Musiklehrer: Dietrich Volle
Der Tenor / Bacchus: Michael König / Roberto Saccà **
Najade: Kateryna Kasper / Elizabeth Reiter *
Dryade: Katharina Magiera / Judita Nagyová *
Echo: Maren Favela
Harlekin: Björn Bürger / Daniel Schmutzhard *
Scaramuccio: Michael McCown
Truffaldin: Vuyani Mlinde / Alfred Reiter *
Brighella: Michael Porter
Ein Tanzmeister: Peter Marsh
Ein Perückenmacher: Thomas Faulkner
 Ein Offizier: Riccardo Iturralde
Ein Lakai: Franz Mayer
Der Haushofmeister: William Relton

* Januar 2015 / ** ab 27. Dezember 2014

Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Die Inszenierung der Ariadne auf Naxos von Richard Strauss (1864-1949) durch Brigitte Fassbaender, die sich nach ihrer großen Gesangskarriere seit den 1990er Jahren als Regisseurin sowie von 1999 bis 2012 als Intendantin in Innsbruck einen Namen gemacht hat, gehört zu den großen Erfolgen der vergangenen Spielzeit 2013/14. Publikum und Presse waren sich einig: „Das ist echtes Theaterhandwerk, allerbestes und allerschwerstes. (…) Humor ist in dieser Aufführung keine Sache des Glücks, sondern des Könnens.“ Nun wird die Produktion, die am 5. Oktober 2013 Premiere feierte, zum ersten Mal wiederaufgenommen.

Das Werk besteht aus einem Vorspiel und der eigentlichen Opernhandlung: Im Hause des reichsten Mannes von Wien sollen die Oper Ariadne auf Naxos und das lustige Tanzspiel Die ungetreue Zerbinetta mit ihren vier Liebhabern gleichzeitig aufgeführt werden, um pünktlich zum Abendfeuerwerk fertig zu sein. Der Komponist der Oper ist verzweifelt, befürchtet er doch eine Entweihung seines tragischen Stoffes. Die kokette Zerbinetta kann jedoch seine Zustimmung erwirken. Die Aufführung beginnt. Ariadne, die von ihrem Geliebten Theseus auf der Insel Naxos zurückgelassen wurde, wünscht sich nur noch den Tod. Selbst die immer wieder erscheinende Zerbinetta vermag sie mit ihrem munteren Treiben nicht aufzuheitern. Erst als der Gott Bacchus eintrifft, wendet sich das Blatt – er und Ariadne verlieben sich. Zerbinettas „Mission“ ist erfüllt.

Die musikalische Leitung dieser ersten Wiederaufnahme liegt bei dem jungen Dirigenten Patrick Lange. Ab 2010 war er für zwei Jahre Chefdirigent der Komischen Oper Berlin und gastiert mittlerweile regelmäßig u.a. an den Staatsopern von Hamburg und Wien sowie in Toronto. 2015 ist sein Debüt an der Opéra de Paris mit Mozarts Die Zauberflöte geplant, gefolgt von Don Giovanni. Die amerikanische Sopranistin Sara Jakubiak (Rollendebüt als Primadonna / Ariadne) ist nach Engagements u.a. in Graz (Elsa in Wagners Lohengrin) und Amsterdam (Polina in Prokofjews Der Spieler) seit dieser Saison Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Sofia Fomina (Zerbinetta), seit 2013/14 im Ensemble, war in dieser Saison u.a. als Musetta in Puccinis La Bohème und als Nannetta in Verdis Falstaff zu erleben. Mezzosopranistin Jenny Carlstedt – seit 2002/03 fest in Frankfurt – gibt in dieser Produktion ihr Rollendebüt als Der Komponist. 2015 übernimmt sie die Partie der Angela in der Uraufführung von Hèctor Parras Wilde bei den Schwetzinger Festspielen unter der musikalischen Leitung von Peter Rundel und in der Regie von Calixto Bieito. Seit 2007/08 gehört Bariton Dietrich Volle (Ein Musiklehrer) zum Ensemble der Oper Frankfurt. Hier feierte er jüngst Erfolge als Der Alte in Die Gespenstersonate sowie als Manz in Romeo und Julia auf dem Dorfe. In den übrigen Partien sowie als deren Alternativbesetzungen singen sowohl mit der Produktion bereits vertraute als auch neu besetzte Gäste, Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt. So verkörpert erstmals in dieser Produktion – abwechselnd mit dem premierenbewährten Michael König – der renommierte Tenor Roberto Saccà, der in Frankfurt bereits 2012/13 als Mozarts Idomeneo zu erleben war, den Bacchus.

Wiederaufnahme: Sonntag, 7. Dezember 2014, um 19.30 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 12., 17., 21. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren),

27. Dezember 2014; 18., 24., 31. Januar 2015

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei  den Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de  oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich
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Unbenannt
 
RAIDING/ Burgenland: Programm & Karten Liszt Festival Raiding 2015

10 Jahre Liszt Festival Raiding! Das Liszt Festival Raiding feiert 2015 seinen ersten „runden“ Geburtstag mit internationalen Liszt-Größen wie Boris Giltburg, Mûza Rubackyté, Kirill Gerstein, Miki Yumihari, Boris Bloch und gefeierten Bühnenstars wie Elisabeth Kulman, Ildikó Raimondi, Herbert Lippert u.v.m. Als großer Höhepunkt kommen mit dem Orchester Wiener Akademie unter Martin Haselböck im März sämtliche Werke für Klavier und Orchester zur Aufführung. Karten können ab sofort auch in unserem Online-Ticketshop gekauft werden.

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Weihnachtsgutscheine Liszt Festival Raiding 2015

Weihnachten steht vor der Tür und wir haben das passende Geschenk für Sie: Weihnachtsgutscheine vom Liszt Festival Raiding sind das ideale Geschenk, um geliebten Menschen Freude zu bereiten. Gutscheine vom Liszt Festival Raiding können in unterschiedlicher Höhe angefordert werden und sind zeitlich unbefristet.

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Fotogalerie Liszt Festival Raiding

Besuchen Sie unsere Fotogalerie! Dort finden Sie Impressionen und Schnappschüsse, die unser Fotograf Paul Vicenik während dem Oktober-Festival für uns festgehalten hat. Genießen Sie die Eindrücke und suchen Sie nach Ihren Lieblingsfotos.

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TIPP: Radio Stephansdom: „Liszt aus Raiding“

Sa. 6.12. um 14.00 Uhr (DaCapo Mi. 10.12. um 20.00 Uhr) auf Radio Stephansdom

Die Sopranistin Juliane Banse stellt in ihrem Programm mit Eduard Kutrowatz beim Liszt Festival Raiding Goethes Mignon-Lieder in den Vertonungen von Schubert und Wolf Liedern von Liszt gegenüber. Christoph Wellner präsentiert Ausschnitte aus diesem Liederabend und ergänzt die Sendung mit Stücken aus dem Konzert von Phil Blech.

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 Karten & Informationen:
Liszt Festival Raiding
7321 Raiding, Lisztstraße 46
T: 02619-51047, F: 02619-51047-22

raiding@lisztzentrum.at

www.lisztfestival.at

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AKTUELL IN UNSEREN INTERVIEWS: Kay Kuntze (Altenburg/ Gera) – kreativer Intendant auch unter Sparzwängen

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Kay Kuntze
Zum Interview von Thomas Janda
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 WIEN: WEIHNACHTEN IN DER ALBERTINA

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 Die Welt der Kunst in einer Karte

Mit der Albertina Jahreskarte bereiten Sie Ihrer Familie, Freunden oder Geschäftspartnern eine ganz besondere Freude.

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365 Tage freier Eintritt in alle Ausstellungen der Albertina, kein Anstellen an der Kassa, 10% Ermäßigung im Shop, Teilnahme an exklusiven Vorbesichtigungen, Morgenöffnungen, u.v.m.

Bis zum 24.12.2014 erhalten Sie als Dankeschön zu Ihrer Geschenksmitgliedschaft eine Albertina Tasche gratis!

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 ADVENT IN DER ALBERTINA

Adventsamstage für Kinder ab 6 Jahren

Bei einer Mitmachführung durch die Habsburgischen Prunkräume erfahren die jungen Besucher die Geschichte des ersten Christbaumes in Wien. Danach erwarten sie an jedem Nachmittag unterschiedliche Bastelstationen zur kreativen Betätigung:

29.11.2014, 15:30-18 Uhr: Festliche Grußkarten

6.12.2014, 15:30-18 Uhr: Stimmungsvoller Lichter- u. Fensterschmuck

20.12.2014, 15:30-18 Uhr: Last-Minute Geschenke

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ALBERTINA WEIHNACHTSWERKSTATT

 24. Dezember 2014, 10 bis 13 Uhr

Mittlerweile schon traditionell ist das Albertina-Programm am Heiligen Abend: Wir starten mit einer Führung durch die habsburgischen Prunkräume und lassen uns von den herrlichen Stoffen, den goldenen Verzierungen und den prächtigen Möbeln in die Zeit der kaiserlichen Bewohnerinnen versetzen. Es war eine von ihnen, die vor ca. 150 Jahren den ersten Christbaum nach Wien brachte!

Darunter sitzend lauschen die Kinder Weihnachtsgeschichten. Danach versüßen Punsch und Kekse die kreative Arbeit bei den Mal- und Bastelstationen in den Ateliers.

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LIMITED EDITION ARNULF RAINER

Exklusives Weihnachtsgeschenk

Die Ausstellung zu seinem 85. Geburtstag ist für Arnulf Rainer festlicher Anlass, der Albertina eine exklusive Edition zur Verfügung zu stellen: Von Restecke wurde eine kleine Auflage von 35 signierten Blättern gemacht.

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 WIEN MODERN: Bernhard Günther künstlerischer Leiter ab 2016

 Der Vorstand von WIEN MODERN freut sich, die Bestellung von Bernhard Günther als künstlerischer Leiter des Festivals ab 2016 bekannt zu geben. Bernhard Günther folgt Matthias Lošek nach, der das Festival bis 2015 leitet. Lošek hatte im Frühsommer 2014 angekündigt, dass er seine Tätigkeit für das Festival nach 2015 beenden wird.

Unbenannt
Bernhard Günther. Copyright: Sebastien Grebillé

Bernhard Günther ist derzeit Chefdramaturg der Philharmonie Luxembourg, zu deren Gründungsteam er seit 2004 gehört. In dieser Funktion programmiert er u. a. seit zehn Jahren das Neue-Musik-Festival rainy days. Seit 2012 entwickelt und leitet er zusätzlich das Festival ZeitRäume Basel, das ab Sommer 2015 im Biennalrhythmus neue Musik und Architektur miteinander in Beziehung stellt. Nach unvollendeten Studien an der Musikhochschule Lübeck (Violoncello) und der Universität Wien (Musikwissenschaft) kam er 1994 als Herausgeber des Lexikons zeitgenössischer Musik aus Österreich ans neugegründete mica – music information center austria, wo er bis 2004 als Kurator für neue Musik, Urheberrecht, Internet u. a. sowie zuletzt auch als stellvertretender Geschäftsführer tätig war. Als leidenschaftlicher Besucher und Veranstalter von Konzerten unterschiedlichster Genres und Formate, als Autor, Herausgeber und Kurator für verschiedene Verlage, Medien und Veranstalter sowie als Jurymitglied setzt er sich seit über 20 Jahren intensiv mit neuer Musik und ihrem Umfeld auseinander. Bernhard Günther wurde 1970 in Thun / Schweiz geboren und lebt mit seiner Familie in Trintange / Luxembourg.

Fotodownload: www.wienmodern.at/Home/Presse

Matthias Naske, Präsident von WIEN MODERN, zum Wechsel der künstlerischen Leitung: „Seit dem Jahr 2010 verantwortet Matthias Lošek die künstlerische Leitung des Festivals WIEN MODERN in dynamischer und beispielgebender Weise. Auf eigenen Wunsch wird er diese Funktion mit Auslaufen seines Vertrages nach dem Festival WIEN MODERN 2015 zurücklegen. Mit großer Erwartung sehen wir alle dem Festival 2015 entgegen und danken Herrn Lošek für seine exzellente Arbeit und kraftvolle Weiterentwicklung des Festivals. Die Bestellung Bernhard Günthers ab dem Festival 2016 erfolgte in enger Zusammenarbeit und in einstimmiger Wahl der Vorstände des Festivals WIEN MODERN (Dr. Thomas Angyan, DI Roland Geyer, Mag. Günter Tröbinger, Matthias Naske) nach intensiven Gesprächen mit fachlich herausragend geeigneten Experten aus Österreich und Europa. Mit Bernhard Günther gewinnt WIEN MODERN eine der profiliertesten und innovativsten Persönlichkeiten des Fachs als Motor und Ideengeber. Die dem Neuen besonders zugewandte Offenheit Bernhard Günthers fußt auf einer profunden Kenntnis der Musik weit über die Moderne hinaus und verspricht eine Positionierung von WIEN MODERN im Zentrum des Interesses und der Wahrnehmung dieser Stadt.“

 „Bernhard Günther verfügt über eine überaus vielschichtige Erfahrung im Musikbereich und war bereits international erfolgreich als Intendant tätig. Dabei hat er wie mit dem Neue-Musik-Festival rainy days in Luxemburg innovative, genreübergreifende Synergien gefördert. Auch WIEN MODERN wird durch ihn und neue Partnerschaften mit verschiedenen Kunstgattungen profitieren“, so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

 Bernhard Günther zu seiner Bestellung ab 2016: „Wenn es WIEN MODERN nicht schon gäbe, müsste man es erfinden – als Experimentier- und Kommunikationsplattform mit identifikationsstiftendem Potenzial für die Wiener Musikszene einerseits, als das Wiener Fenster mit Aussicht auf das weltweite neue Musikgeschehen andererseits. Wien hat mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, mit herausragenden Ensembles, Orchestern und Institutionen sowie mit einem großen, interessierten Publikum eine gute Ausgangslage, um in der zeitgenössischen Musikwelt eine markante Position einzunehmen. Ich freue mich darauf, mit einem starken, vielfältigen Festival dazu beizutragen. Eine wesentliche Aufgabe bei der Konzeption und Planung des Festivals ab 2016 ist für mich, gemeinsam mit vielen Partnern in der Stadt die wundervolle Leidenschaft des Hörens, die ich seit den Aufbruchstagen von WIEN MODERN miterlebt habe, für die Zukunft neu zu erfinden.“

 WIEN MODERN ist Österreichs größtes Festival für Musik der Gegenwart, gegründet 1988 von Claudio Abbado. WIEN MODERN wird vom Verein Wien Modern in Kooperation mit dem Wiener Konzerthaus und der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien veranstaltet und wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie dem Festivalsponsor Kapsch AG und dem Sponsor Erste Bank ermöglicht.

www.wienmodern.at
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Beim Musikfestival Steyr steht 2015 das Glück vor der Tür. „Im weißen Rössl“ Open Air im Schlossgraben von Schloss Lamberg

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Foto (c): Musikfestival Steyr (Bgm. Steyr Gerald Hackl, Intendant Karl-Michael Ebner, KS Harald Serafin)

Wer sich schon immer gefragt hat, wo das Glück eigentlich versteckt liegt, bekommt kommenden Sommer einen wertvollen Hinweis geboten. Ralph Benatzky`s „Im weißen Rössl“ wird im Rahmen des Musikfestival Steyr im malerischen Schlossgraben von Schloss Lamberg aufgeführt. Von 30. Juli bis 15. August 2015 steht das Glück somit nicht nur „Im weißen Rössl“ am Wolfgangsee sondern auch in der Romantikstadt Steyr vor der Tür.

Über die Romantikstraße vom Wolfgangsee über Bad Ischl, Gmunden und Kremsmünster kommt „Im weißen Rössl“ im Sommer 2015 nach Steyr. „Das Stück weist sehr viele Bezüge zu Oberösterreich auf und ist vollgepackt mit Klischees. Da lässt sich einiges daraus machen“, so Intendant Ebner, der wieder eine hochkarätige Besetzung für das Musikfestival verpflichtet hat. Neben den Volksopernlieblingen Martina Dorak und Josef Luftensteiner, kann man sich auch wieder auf Daniel Serafin freuen. Neuzugang im bereits eingespielten Steyrer Dreamteam ist KS Harald Serafin, der erstmals nach seiner langjährigen Intendanz in Mörbisch im Sommer wieder auf einer Open Air Bühne zu sehen sein wird.

Nach der sehr erfolgreich modern inszenierten „Fledermaus“ im vergangenen Jahr, wird auch 2015 wieder Susanne Sommer Regie führen. Ihre Herangehensweise, traditionelle Stoffe mit Augenzwinkern in eine zeitgemäße Aufführung zu packen, können dem vielfach gespielten Revuetheater von Ralph Benatzky mit dem kurzweiligen Inhalt und seinen bekannten Liedern wie „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ oder „Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein“ nur guttun.

„Im weißen Rössl“ wird vom 30. Juli bis 15. August 2015 im Schlossgraben von Schloss Lamberg Open Air aufgeführt. Bei Schlechtwetter steht das Stadttheater Steyr zur Verfügung

 Der Kartenvorverkauf startet am 1. Dezember 2014 mit minus 20% Frühbucherbonus in allen Kategorien bis 31. Dezember 2014.
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HEUTE PREMIERE IM THEATER IN DER JOSEFSTADT: EINE DUNKLE BEGIERDE von Christopher Hampton

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Herbert Föttinger (als Sigmund Freud). Copyright: Barbara Zeininger

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Martina Ebm, Michael Dangl.  Copyright: Barbara Zeininger

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Martina Ebm, Alma Hasun.  Copyright: Barbara Zeininger

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Florian Teichtmeister. Copyright: Barbara Zeininger
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HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER “FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY” LEIPZIG

 Studioproduktion: Manuel Durão (*1987): Kammeroper “Barcode” (URAUFFÜHRUNG)
Regie: Matthias Oldag

 Freitag, 5.12.2014, 19.30 Uhr

Samstag, 6.12.2014, 15:00 Uhr

Sonntag, 7.12.2014, 15:00 Uhr

Montag, 8.12.2014, 19:30 Uhr

Dienstag, 9.12.2014, 19:30 Uhr, Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Dittrichring 21, Großer Probesaal (-1.33)

 Neben der großen Opernproduktion im Frühjahr steht in jedem Jahr auch eine kleinere Studioproduktion auf dem Programm. Bei diesen fünf Vorstellungen (Regie: Matthias Oldag) erlebt die Kammeroper „Barcode“ von Manuel Durão (*1987) ihre Uraufführung. Das Libretto schrieb Daniel Schmidt.

 In diesem Supermarkt würden Sie für Ihr Leben gern einkaufen: Die freundlichen Kassiererinnen und ihr charmanter Kollege haben nicht nur einen Eid auf Frische abgelegt, sondern alle Produkte sind auch noch umwerfend billig! Wie seltsam, dass es hier trotzdem nur noch eine letzte Kundin gibt … Als ihr Herz dann schon nach kurzem nicht mehr mitspielt, verschärft sich die Lage: Umsatz um jeden Preis – wer dieses Gesetz nicht erfüllen kann, den erwartet der Frischetod.

Doch welches Spiel wird hier eigentlich gespielt? Wer bestimmt die Regeln? Und wer ist überhaupt der rätselhafte Geschäftsführer, den noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat? In hintergründigen bis abgründigen Szenen kämpfen die Verbleibenden verzweifelt um die besten Treuepunkt-Prämien, die Liebe und das nackte Leben.

 Manuel Durão studierte Komposition und Dirigieren an der HMT und legte 2013 das Meisterklassenexamen ab. Derzeit ist der freischaffende Komponist auch als Lehrbeauftragter für Tonsatz an der HMT Leipzig tätig und leitet das Orchester der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig. Seit Oktober 2013 ist Manuel Durão Stipendiat der „Akademie Musiktheater heute“ der Deutschen Bank Stiftung. Neben Instrumental- und Vokalwerken aller Gattungen komponierte er verschiedene szenische Werke, darunter „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ (2006), das 2010 an der Oper Leipzig aufgeführt wurde, „Robin Hood“ (2011) und „Die Stühle“ (2013, Uraufführung mit Studierenden der HMT).

 Karten zu 7,50 €, ermäßigt 5,50 €, HMT-Studierende 2,50 € (Tel. 0341/2144-615, Mo-Fr 13-15 Uhr)

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 PUNSCHGEDICHT

Im Winter find ich keine Ruh,
Bevor ich nicht was Gutes tu.
Es gibt viel Not auf dieser Welt,
Am besten hilft man da mit Geld.

 Nicht mit dem Zahlschein auf der Bank,
Es gibt was Bess´res, Gott sei Dank.
Damit das Helfen mich auch freut,
Hab ich für einen Rundgang Zeit.

 Jetzt, im Advent, an allen Ecken
Kann man den Punsch schon förmlich schmecken,
Der heiß und süß und parfümiert
Zum Wohl der Andren `trunken wird.

 Im Namen Allahs geh ich´s an
Und spende für Afghanistan.
Dann einen für die armen Kinder
Und für die ganz, ganz armen Inder.

 Ich denk an die Malteser Ritter,
Denn deren Leiden ist recht bitter.
Beim Stand vom Lion´s Club, am Graben
Kann ich mich für Rumänien laben.

 Rotarier nicht zu vergessen,
Die haben beinah nichts zu essen.
Als nächstes hebe ich mein Glas
Rasch für die liebe Caritas.

 Fürs Rotes Kreuz und für die Gruft
Mit Zimt und mit Holunder-Duft.
Ich merke deutlich: Gute Werke
Erfordern sehr viel Kraft und Stärke

Ein Punsch noch rasch für die Partei,
Als Wechselwähler trink ich zwei.
Dort steht der Herr Bezirksvorsteher,
Bei einem Punsch kommt man sich näher.

 Für´s Kinderdorf, für Kommunisten,
Für Asylanten, Terroristen.
Ich trinke gerne noch ein Viertel
Für einen neuen Sprengstoff-Gürtel.

 Für Hungernde im fernen China,
Für Araber in Palästina.
Wer Gutes tut, hat immer Recht.
Ein Punsch noch – und dann wird mir schlecht.

 Doch ehe ich nach Hause schunkle,
trink ich noch rasch für “Licht ins Dunkel”.
Man kann doch wirklich jeden Deppen
Mit Punsch und Glühwein kräftig neppen.

 Ich kann die Häferln nicht mehr zählen,
Jedoch, ich muss mich weiterquälen.
Am Stephansplatz werd ich ganz fromm
Und trinke auf den Stephansdom.

 Spätabends ladet mich wer ein
Zu Punsch und Keks bei Kerzenschein.
“Doch bitte, komm mit leeren Händen!
Du kannst ja für die Armen spenden.”

 Am Sonntag dann, in meiner Pfarr
Wird sicher auch der Punsch nicht gar.
Das Geld für das, was uns so schmeckt
Wird in die Renovierung g´steckt.

 So trink ich mich durch den Advent.
Ein Wahnsinn, was man dafür brennt!
Doch ist das letzte Geld auch weg,
Ich tu´s für einen guten Zweck.

 Ich bin ein hoffnungsloser Säufer,
Und Schuld sind nur die Punsch-Verkäufer.
Den Punsch kann ich schon nicht mehr sehen
Und lass ihn zu Silvester stehen.

 Ich habe nur mehr einen Wunsch:
Ich trinke alles, nur kan Punsch.
Den Nächsten gibt es, das ist klar,
Erst im Advent im nächsten Jahr!

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DIE MITTWOCH-PRESSE (26. NOVEMBER 2014)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die MITTWOCH-PRESSE (26. November 2014)

Regisseur Robert Herzl gestorben
http://kurier.at/kultur/buehne/regisseur-robert-herzl-verstorben/99.081.175
Regisseur Robert Herzl ist tot
 http://www.kleinezeitung.at/s/kultur/4604081/Regisseur-Robert-Herzl-verstorben-

Hamburg
Deutschsprachige Opernkoferenz: Netzwerk mit Gschmäckle
Zwei Mal im Jahr tritt die Deutschsprachige Opernkonferenz zusammen. Was höchst offiziell klingt, erinnert eher an geheime Lobby-Treffen. Und wirft, wie die letzte Tagung zeigt, durchaus Fragen auf.
http://www.opernnetz.de/seiten/kommentare/Opernkonferenz_msz_141124.htm

Bern
Mozarts «Zauberflöte» in Bern:  Tamino im Kaufhaus
http://www.nzz.ch/feuilleton/buehne/tamino-im-kaufhaus-1.18431787

München/ Gärtnerplatz
Interview mit Gärtnerplatz-Intendant Köpplinger
Man muss die Leute halt verführen
Gärtnerplatz-Intendant Köpplinger spricht im Merkur-Interview über die Kunst, aus großen Problemen große Erfolge beim Publikum zu machen
Mehr Info

Kultursponsoring in den USA
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Mörbisch
Mörbisch: Abheben mit dem Kreuzfahrtschiff
Mehr Info
Seefestspiele Mörbisch: “Wir zünden eine Rakete
Intendantin Dagmar Schellenberger bringt “Eine Nacht in Venedig”.
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BR-Symphonieorchester in Fernost
 Mehr Info

Venedig
Venedig: Italien singt Oper ohne jeden Regiekrampf
Mehr Info

Viel Durchschnitt im Querschnitt – die Schubert-Box von Brilliant Classics
Mehr Info

Barcelona
Strauss’ Arabella: a psychological contemplation of love and life
http://bachtrack.com/de_DE/review-arabella-schwanewilms-liceu-barcelona-november-2014

London
Lohengrin/Christian Wolff review
– terrifying Sciarrino and strange Cage Huddersfield contemporary music festival Petr Kotik conducted a long-lost reworking by John Cage and nyMusikk Bergen performed a retelling of the grail legend with almost indecently intimate music
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Dillon’s Stabat Mater review – beautiful, distant and compelling St Paul’s Hall, Huddersfield
The world premiere of James Dillon’s Stabat Mater Dolorosa was a Huddersfield festival highlight with its powerfully individual music
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The Grand Tour: Vienna and Paris, Academy of Ancient Music, West Road Concert Hall, review
only occasionally caught fire’ The music failed to live up to the hype of the long and scholarly programme notes, says Ivan Hewett
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New York
Despite another sub, Met’s “Bohème” remains a strong and enjoyable show
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Potions and Poisonous Actions A couple finds magical love in the Boston Lyric Opera’s “The Love Potion”;
a housewife finds she has a taste for murder in “Lady Macbeth of Mtsensk.”
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Hopeless Romantics Drink
This Mystery Concoction if You Dare “The Love Potion,’ Staged by the Boston Lyric Opera
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Sale of New York City Opera’s Remaining Assets Expected in Early 2015
http://www.wqxr.org/#!/story/sale-new-york-city-opera-assets-expected-early-2015/

Tanz
Carmen at the Apollo: One Fateful Night
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Los Angeles
Review: L.A. Opera pays tribute to Daniel Catan with lush “Florencia en al Amazonas’
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San Francisco Post:Ballet celebrates its fifth year
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Feuilleton
Pumeza Matshikiza on soprano megastardom, her township education and why the ANC is a stuck record
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Kassel/ Tanz
In der Dunkelheit ein Schwarm
Ein starker, rastloser Tanzabend in Kassel mit Stücken von Johannes Wieland und Hofesh Shechter.
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Wiener Philharmoniker: Orchestrierte Vertreibung
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TV/ Film

Servus TV künftig mit Matthias Hartmann?
Der gefeuerte Burgtheater-Chef soll im Mateschitz-Sender eine prominente Rolle spielen.
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Unter’m Strich

Vaclav Havel: Selten wurde ein so lieber Mensch Staatspräsident
Er war schüchtern, intellektuell und trotzdem kein Kind von Traurigkeit. Michael Zantovský beschreibt Werden, Werk und Wirkung des Václav Havel. Es war eine faszinierend unwahrscheinliche Karriere.
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Salzburg/ Schloss Leopoldskron
Für Lagerfelds Chanel-Show: Pharell Williams als Kaiser Franz
Am 2. Dezember wird Karl Lagerfeld seine neue Chanel-Kollektion im Schloss Leopoldskron in Salzburg präsentieren. Topmodel Cara Delevingne und Sänger Pharrel Williams rühren vorab als Kaiserpaar Sissi und Franz die Werbetrommel
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INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 26. NOVEMBER 2014)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 26. NOVEMBER 2014)

Umbesetzung Wiener Staatsoper heute: Sophie Koch an Stelle von Alice Coote

Beim heutigen “Rosenkavalier” gibt es eine Umbesetzung: Sophie Koch singt an Stelle der erkrankten Alice Coote die Rolle des “Octavian”
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Neueste Nachricht: Burgtheater-Doyenne Annemarie Düringer gestorben
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Deutschsprachige Opernkonferenz tagte in Hamburg und fordert Umdenken beim Abschluss von Verträgen mit Generalmusikdirektoren


Warum eigentlich?

Die Deutschsprachige Opernkonferenz ist, so viel weiß das Deutsche Musikinformationszentrum, eine „Zusammenkunft von führenden Vertretern der Mitgliedsbühnen zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch und der Diskussion oder Beratung über aktuelle Themen und Entwicklungen im nationalen und internationalen Opernbereich“. Die Geschäftsstelle ist an der Oper Frankfurt angesiedelt, was Sinn macht, weil der Vorsitzende der Konferenz Bernd Loebe, Intendant der Frankfurter Oper, ist. Seit 1957 tritt die Konferenz in der Regel zwei Mal im Jahr zusammen. Mitglieder sind die drei Berliner Opernhäuser, die Opernhäuser in Dresden, Leipzig, Köln, München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg sowie die Deutsche Oper am Rhein. Hinzu kommen das Opernhaus Zürich und die Staatsoper Wien sowie als assoziierte Mitglieder Royal Opera House Covent Garden in London und die Pariser Oper. Damit erschöpfen sich im Wesentlichen die Informationen über ein Institut, das sich nicht so gern in der Öffentlichkeit zeigt. Einen Internetauftritt wird man vergebens suchen, ein Interview über die Opernkonferenz lehnt Loebe ab. Wer den dreitägigen „Kaffeeklatsch unter Freunden“ finanziert – keine Angaben.


Wer war dabei? Keine Angaben in der Presseaussendung

 Nun ist ja grundsätzlich gegen ein Netzwerk nichts zu sagen. Man trifft nette Leute mit gleichen Interessen und veröffentlicht anschließend eine Pressemitteilung, die von vielen Medien anstandslos veröffentlicht wird. Unterstellen wir auch noch, dass die Treffen privat finanziert sind, so dass der Steuerzahler keine Vergnügungsreisen zu tragen braucht, besteht nicht einmal ein Anspruch der Öffentlichkeit auf Information. Könnte man sich also die Pressemitteilung, die zumindest der Steuerzahler vergütet, auch sparen. Aber ganz so harmlos ist es denn wohl doch nicht. Zumindest der Verdacht kartellähnlicher Absprachen drängt sich auf. So war Gert Uecker, zu der Zeit noch Intendant der Dresdener Oper, 2010 stolz darauf, dass man die Spitzengagen von Sängern gedeckelt habe. Abseits einer rechtlichen Würdigung wären solche „Entscheidungen“ höchst diskussionswürdig – wenn sie denn in die öffentliche Diskussion gerieten.

 Dieser Tage fand das „Herbsttreffen“ in Hamburg statt, wie üblich, ohne die Öffentlichkeit im Vorfeld oder über Inhalte zu informieren

Michael S. Zerban

Lesen Sie weiter in unserer Presseschau

 Offizieller Pressetext

 In ihrer Sitzung an diesem Wochenende in Hamburg hat sich die Deutschsprachige Opernkonferenz ausgiebig mit den für Opernhäuser hierzulande abgeschlossenen GMD-Verträgen befasst. Beklagt wurde vor allem, dass manche Generalmusikdirektoren zu wenig in der Oper dirigierten, zu kurze Anwesenheitszeiten hätten und sich zu viel in die Gestaltung von Spielplänen sowie in Besetzungsfragen einmischten.

 Mit zum Beispiel 15 Operndirigaten jährlich und einer Anwesenheitszeit von 4 Monaten am Sitz des Orchesters kann man, so die Opernkonferenz, keine kontinuierliche Ensemble- und Repertoirearbeit leisten. An Spielplan- oder Besetzungsentscheidungen müsse man die Generalmusikdirektoren zwar beteiligen, das Letztentscheidungsrecht müsse aber beim Intendanten liegen, der für das künstlerische Profil die Verantwortung trage. „Hier ist ein Umdenken der Kulturpolitik gefordert, die viel zu sehr geneigt ist, sich vom Glanz eines Dirigentennamens blenden zu lassen“, äußerte der Vorsitzende der Opernkonferenz und Intendant der Frankfurter Oper, Bernd Loebe.

 Das Problem gibt es im Übrigen nicht nur in großen Opernhäusern. Mittlerweile werden oft auch für kleinere Häuser die Verträge mit den Generalmusikdirektoren nicht in jeder Beziehung sachgerecht gestaltet.

 Das Herbsttreffen der Deutschsprachigen Opernkonferenz fand vom 20. bis 22. November 2014 in der Hamburgischen Staatsoper statt. Die Opernkonferenz wurde 1957 gegründet und trifft sich zweimal jährlich. Ihr gehören die drei Berliner Opernhäuser, die Opernhäuser in Dresden, Leipzig, Köln, München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg sowie die Deutsche Oper am Rhein an. Hinzu kommen das Opernhaus Zürich und die Staatsoper Wien sowie als assoziierte Mitglieder die Royal Opera House Covent Garden in London und die Pariser Oper. An dem diesjährigen Treffen nahm auch ein Vertreter der Mailänder Scala teil.

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 WIEN/ Volksoper. Dienstag, am 25. November 2014, ist Prof. Dr. Robert Herzl im 75. Lebensjahr verstorben. Die Volksoper trauert um einen hoch geschätzten und beliebten Kollegen und Freund.


Prof. Dr. Robert Herzl. Foto: ofs

Volksoperndirektor Robert Meyer über den Tod von Prof. Dr. Robert Herzl:  Robert Herzl hat fast 30 Jahre lang das „Gesicht“ der Volksoper mitgeprägt und war eine unschätzbare Stütze für die jeweilige Direktion. Als Oberspielleiter hat er an der Volksoper von 1973 bis 2000 unglaubliche 47 Inszenierungen gestaltet. Ihm verdankt das Genre Operette unglaublich viel. Seine Liebe und sein Enthusiasmus für das Theater und für die Volksoper sind für ihn immer an erster Stelle gestanden. Er ist ein Vorbild für alle, die das Theater lieben. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Volksoper.

Robert Herzl wurde am 30. August 1940 in Graz geboren. Er studierte von 1958 bis 1965 Schauspiel und Regie am Wiener Max-Reinhardt-Seminar, sowie Gesang am Konservatorium der Stadt Wien. Zusätzlich absolvierte er ein Studium an der Hochschule für Welthandel, das er 1969 mit dem Doktorat abschloss. Kurze Zeit später debütierte er als Don Alfonso in „Così fan tutte“ im Redoutensaal der Wiener Hofburg. Im selben Jahr führte ihn das erste feste Engagement an das Stadttheater St. Gallen, wo er drei Jahre als Schauspieler, Sänger und Regisseur tätig war.

1972 wurde er an die Volksoper Wien engagiert, zunächst als Regieassistent und Abendspielleiter, avancierte er schnell zum Oberspielleiter und schließlich zum Vizedirektor.

Ab 1974 inszenierte Robert Herzl regelmäßig an der Volksoper Operette, Musical und Oper. Im Laufe der Jahre setzte er hier 47 Werke in Szene, u. a. „Der Vogelhändler“ (1974), „Der Fremdenführer“ (1978), „Gasparone“ (1980), „Die ungarische Hochzeit“ (1981), „Wiener Blut“ (1982), „Die Csárdásfürstin“ (1982), die Österreichische Erstaufführung von Hans Werner Henzes Kinderoper „Pollicino“ (1983), „Der Bettelstudent“ (1983), „Hello, Dolly!“ (1984), „Orpheus in der Unterwelt“ (1985), Alexander Zemlinskys „Kleider machen Leute“ (1985), „Der Opernball“ (1985), „Madame Pompadour“ (1986), „Der Mantel“/„Gianni Schicchi“ (1986), die Österreichische. Erstaufführung von Siegfried Matthus‘ „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ (1987), „Mignon“ (1988), „Der Zigeunerbaron“ (1989), die Uraufführung von Marcel Prawys Revue „Robert Stolz – Servus Du“ (1992), „Im weißen Rössl“ (1993), „Die lustigen Weiber von Windsor“ (1994), „Don Pasquale“ (1996), „Der fidele Bauer“ (1997) und „Die Fledermaus“ (1999).

In den Jahren seiner Tätigkeit an der Volksoper leitete Dr. Robert Herzl zahlreiche große Gastspiele der Volksoper in Europa, Japan und den USA.

Als Regisseur arbeitete er für die Bregenzer Festspiele, die Wiener Festwochen, den Wiener Musiksommer, die Wiener Kammeroper, die Festspiele im Römersteinbruch St. Margarethen und für zahlreiche Theater im In- und Ausland.

Von 1984 bis 1989 war er künstlerischer Leiter der Seefestspiele Mörbisch.

Von 2005 bis 2014 war Dr. Robert Herzl künstlerischer Leiter des Stadttheaters Baden, an dem er ebenfalls zahlreiche Inszenierungen herausbrachte.

1985 wurde er mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft 1. Klasse ausgezeichnet, 1986 mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Burgenland, 1992 mit dem Berufstitel Professor, 1993 mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. 1998 wurde er Ehrenmitglied der Volksoper Wien.

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 KLAUS MARIA BRANDAUER IM BURGTHEATER/ AKADEMIETHEATER

Anlässlich seines 70. Geburtstages einmalig 2013 im Burgtheater zu sehen, ist Klaus Maria Brandauer mit Samuel Becketts DAS LETZTE BAND nun im Akademietheater zu Gast.

 Die Vorstellungen am 7. und 18. Dezember sind bereits ausverkauft, Karten erhältlich sind noch für die Vorstellungen am 4. und 6. Jänner.

 Zudem ist Klaus Maria Brandauer auch in Shakespeares KÖNIG LEAR im Burgtheater zu sehen, für die Vorstellungen am 4.12. und 12.12. sind noch Restkarten erhältlich.

 Gastspiel 7.|18. Dezember, 4. + 6. Jänner , Akademietheater

Das letzte Band
Samuel Beckett
Mit Klaus Maria Brandauer

 Am Abend seines 69. Geburtstags sitzt der gescheiterte Schriftsteller Krapp vor seinem Tonbandgerät und hört alte Bänder ab. In alten Tonbandprotokollen sucht er nach Erinnerungen an bessere Zeiten, an die Liebe. Doch der jüngere Krapp, der auf den Tonbändern zu hören ist, war ein Trottel, der die Zeit vergeudet und die Liebe ausgeschlagen hat. Krapps aufgezeichnete Erinnerungen werden zum Labyrinth: die Tonbänder enthalten Kommentare noch älterer Tonbänder. Das Ritual dreht sich im Kreis.

Klaus Maria Brandauer und sein Regisseur Peter Stein spielen die Urfassung von 1958, in der Krapp noch ganz clowneske Züge trägt.

 Eine Produktion von Klaus Maria Brandauer und der Wallenstein-Betriebs GmbH in Koproduktion mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg und den Movimentos Festwochen der Autostadt in Wolfsburg

Regie: Peter Stein – Raum: Ferdinand Wögerbauer – Kostüm: Anna Maria Heinreich – Dramaturgie: Sara Abbasi

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 THEATER IN DER JOSEFSTADT: EINE DUNKLE BEGIERDE von Christopher Hampton.  URAUFFÜHRUNG AM 27.11


Martina Ebm, Michael Dangl. Copyright: Barbara Zeininger

Die Väter der modernen Psychoanalyse in einem neuen Stück.
Spannende Rivalität zwischen Sigmund Freud und CG Jung, Dreiecksbeziehungen und Psychoduelle.

Oscar Preisträger Christopher Hampton inszeniert sein Stück “Eine dunkle Begierde” über CG Jung, seinen “Übervater” Sigmund Freud und das Verhältnis zur “Hysterie”- Patientin und späteren Psychoanalytikerin Sabina Spielrein.

“Eine dunkle Begierde” erzählt wie sich Sigmund Freud (Herbert Föttinger) und sein “Lieblingsschüler” Carl Gustav Jung (Michael Dangl) entzweiten; einerseits wegen der 18jährigen Patientin Jüdin Sabina Spielrein (Martina Ebm), aber auch wegen Jungs Neigung zu erotischen, esoterischen und mystizistischen Abwegen. Und wie aus der einstigen Hysterie-Patientin eine Pionierin der Psychoanalyse wurde.

Im Kern aber berichtet “Eine dunkle Begierde” von der Tragödie des revolutionären Denkers Sigmund Freud, der in einer Welt, die seinen Lehren und Erkenntnissen meist feindlich begegnete, an den Rand der Resignation gerät.


Michael Dangl. Herbert Föttinger. Foto: Barbara Zeininger

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in dieser Vorstellung aus künstlerischen Gründen geraucht wird.


Martina Ebm. Copyright: Barbara Zeininger
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EINE POSSE AUS WUPPERTAL (entnommen den “Musenblättern” www.musenblaetter.de )

n den letzten beiden Wochen ist in der Wuppertaler Kulturpolitik viel Porzellan (auch das feine, empfindliche japanische) zerschlagen worden. Oberbürgermeister Peter Jung ist durch den Weggang im Zorn des von ihm geförderten Opernintendanten und Generalmusikdirektors Toshiyuki Kamioka gründlich desavouiert worden – der dadurch entstandene Image-Schaden dürfte für den Politiker enorm sein. Daß Kamioka diesen Schritt gegangen ist, dürfte nicht unwesentlich mit seinen traditionellen Ehrbegriffen zusammenhängen, was sein Verhalten unter Umständen verstehbar macht. Der Skandal für die Bergische Großstadt aber könnte jedenfalls kaum schlimmer sein.

 Was jedoch jetzt die Sache gänzlich unappetitlich macht, ist das Verhalten von Wuppertals Ex-Oberbürgermeister Dr. Hans Kremendahl (SPD), der 2004 Peter Jung (CDU) bei der Wahl zum Stadtoberhaupt unterlag. Kremendahl vergießt jetzt Krokodilstränen über Kamiokas bevorstehenden Weggang und tritt nach, indem er Peter Jung als „verhängnisvollen Fehler“ vorwirft, Kamioka nicht gestattet zu haben, zwei Monate pro Jahr seinen Wuppertaler Ämtern fernzubleiben, um in Japan zu arbeiten – und vergleicht Wuppertal mit Berlin und Salzburg und Kamioka mit Karajan. „Das mutet provinziell an“ zitiert ihn die Westdeutsche Zeitung am 21. November und weiter: „Der Verlust Kamiokas ist ein Desaster”. In der Tat, Kremendahls höhnischer Rachefeldzug macht die „Affäre Kamioka“ nun endgültig zur Provinzposse.

Ludwig Lenis
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CD: FURTWÄNGLER-AUDITION VERSCHOBEN

Unbenannt

Ursprünglich für den 31. Oktober angekündigt, wurde die Veröffentlichung von aud. 95.641/92.641 Furtwängler auf den 21. November verschoben. Diese außergewöhnliche Produktion legen wir im CD- und SACD Format vor. In Deutschland wird die limitierte SACD-Version exklusiv über JPC angeboten.

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PROGRAMMTIPP WIEN FÜR DONNERSTAG, 27. NOVEMBER IN HEILIGENSTADT (Pfarrplatz 1)

Unbenannt
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SALZBURG: Liebe Freunde der My Home Music Lounge,

 der Festspielshop im Salzburger Festspielhaus, seit 2013 betrieben von MyHomeMusic, öffnet heuer zur Adventszeit seine Pforten!

An den kommenden Wochenenden wird dort eine Fülle an weihnachtlicher Musik auf CD von festlicher Klassik über stimmungsvolle Stubenmusik bis zu jazzigen X-mas-Standards angeboten. Dazu passend gibt es die leckeren Lebkuchen der Mariazeller Manufaktur PIRKER, die exklusiv in Salzburg im Festspielshop angeboten werden.

Ein Genuss für Ohren und Gaumen und genau richtig zur Einstimmung auf einen gemütlichen Advent.

Lesen Sie dazu unseren Beitrag bei MHM Fokus:

KLICKEN SIE HIER UM AUF MHM FOKUS ZU GELANGEN

Eine schöne Adventszeit wünscht,

Andreas Vogl
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 FOTOS AUS “CHOWANSCHTSCHINA” IN STUTTGART (Inszenierung: Andrea Moses

Mit Askar Abdrazakov als Inwan Chowanski

http://www.oper-stuttgart.de/spielplan/chowanschtschina/askar-abdrazakov/

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GRAZ: 9. Internationaler Kammermusik-Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“

Die Stars von morgen zeigen ihr Können in Graz

Im Februar 2015 versammelt sich die Elite der jungen Kammermusikszene in der Murmetropole. Zum 9. Mal ist die Kunstuniversität Graz Schauplatz des internationalen Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik der Moderne“. 392 MusikerInnen aus 48 Nationen werden für einen spannenden Wettstreit auf höchstem internationalen Niveau, in den Sparten Lied, Klaviertrio und Streichquartett, sorgen.

 392 MusikerInnen aus 48 Nationen haben ihre Bewerbungen eingereicht. Vom 4. bis 12. Februar 2015 werden sich somit 95 Duos für Gesang und Klavier, 38 Trios für Klavier, Violine und Violoncello und 22 Streichquartette in jeweils drei öffentlichen Wertungsrunden der hochkarätig besetzten internationalen Jury stellen.

 Charakteristikum des mit insgesamt über 100.000 Euro zu den höchstdotierten Musikpreisen zählenden Wettbewerbs ist die Bandbreite des geforderten Repertoires, sie reicht von Werken von Schubert bis zu zeitgenössischen Kompositionen. In der Finalrunde der Wettbewerbssparte Klaviertrio sind zudem als Uraufführungen die Preisträgerwerke der beim internationalen Kompositionswettbewerb 2014 ausgezeichneten Komponisten Juan de Dios Magdaleno (Mexiko) und Ayaz Gambarli (Azerbaijan) zu interpretieren.

 Seit er 1989 von der Kunstuniversität Graz ins Leben gerufen wurde, bietet der internationale Kammermusikwettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ jungen MusikerInnen aus aller Welt im Dreijahresrhythmus eine wertvolle Standortbestimmung ihres Könnens in einem internationalen Kontext und das Renommé eines der meistbeachteten österreichischen Musikwettbewerbe. Seit 1990 ist der Kammermusikwettbewerb Mitglied der „World Federation of International Music Competitions“, die das Ziel verfolgt, insbesondere junge MusikerInnen zu fördern und ihnen Unterstützung auf den ersten Schritten ihrer Karriere zu gewährleisten.

 Der Wettbewerb ist mit hochrangigen internationalen JurorInnen besetzt:

 Zur Jury in der Sparte Duo für Gesang und Klavier (Lied) gehören 2015 – unter dem Vorsitz von Daniel Fueter (Schweiz): Peter Hagmann von der NZZ (Schweiz), Rudolf Jansen (Pianist/Niederlande), Francois Le Roux (Sänger/Frankreich), Hanno Müller-Brachmann (Sänger/Deutschland), Christiane Oelze (Sängerin/Deutschland), Jan Philip Schulze (Pianist/Deutschland) und Christine Whittlesey (Sängerin/USA). In der Kategorie Klaviertrio besteht die Jury unter dem Vorsitz von Oswald Beaujean (Bayrischer Rundfunk) aus: Roman Borys vom Gryphon Trio (Kanada), Enrico Bronzi vom Trio di Parma (Italien), Chia Chou, ehemaliges Mitglied des Trio Parnassus (Kanada), Mary Dullea vom The Fidelio Trio (Irland), der Journalist Carsten Dürer aus Deutschland sowie den Schweizern Eckard Heiligers (Trio Jean Paul) und Ester Hoppe (Tecchler Trio). Und in der Kategorie Streichquartett hat Alja Batthyány-Végh den Vorsitz über die JurorInnen Vladimir Balshin vom Borodin Quartet (Russland), Cellist und Dirigent Christophe Coin vom Quatuor Mosaique (Frankreich), Dirigent und Kammermusiker Arvid Engegard (Norwegen), Stephan Goerner vom Carmina Quartett (Schweiz), Kikuei Ikeda vom Tokyo String Quartet (Japan), Vera Martínez vom Cuarteto Casals (Spanien) und Geiger Jagdish Mistry vom Ensemble Modern.

 Neben der internationalen Ausstrahlung der Jury lassen sich Bedeutung und Qualität des Grazer Wettbewerbs nicht zuletzt auch von den Erfolgen früherer Preisträger ablesen. Das auf den größten Bühnen längst etablierte und in der Folge ihres Sieges in Graz vielfach ausgezeichnete Jerusalem Quartet (1. Preis in Graz 1997) zählt ebenso zu den Laureaten wie das Trio Atos (1. Preis 2006), das Trio Image (Publikums-Preis 2006), das kürzlich den „Echo Klassik Preis“ für die Weltersteinspielung aller Klaviertrios von Mauricio Kagel gewann sowie der Tenor Bernhard Berchtold, Preisträger von 2000, inzwischen an der Mailänder Scala ebenso wie an der Bayrischen Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen oder der styriarte zu hören.

 „Lassen Sie sich dazu verführen, die Stars der Kammermusikszene von morgen bei ihren ersten Erfolgen mitzuerleben – eine seltene Chance, die Ihnen und uns dieser Wettbewerb bietet“, so Vizerektorin für Kunst, Elisabeth von Magnus, die Vorsitzende des Präsidiums.

 Am 4. Februar 2015 beginnt der Wettbewerb mit den KandidatInnen der Sparte Lied. Es folgen die Kategorien Klaviertrio und Streichquartett am 5. und 6. Februar. Die PreisträgerInnen werden am 10. Februar im MUMUTH bekanntgegeben. Beim Galakonzert mit Preisverleihung am 12. Februar 2015 im Stefaniensaal (Grazer Congress) werden die ZuhörerInnen selbst zur Jury und entscheiden über die Vergabe des Publikumspreises.

 Alle drei Wettbewerbsrunden der Sparten „Duo für Gesang und Klavier (Lied)“, „Trio für Klavier, Violine und Violoncello“ und „Streichquartett“ sind öffentlich und bei freiem Eintritt zugänglich. Ab der zweiten Runde lassen sich die Auftritte der Ensembles zudem via Live-Streaming auf schubert.kug.ac.at miterleben – ermöglicht durch eine Kooperation mit dem Institut für Elektronische Musik und Akustik der KUG (IEM) und dem ORF. Parallel dazu wird die Multimedia-Agentur The Schubidu Quartet den Wettbewerb interaktiv mit Fotos, Videos, Interviews und Hintergrundgeschichten begleiten.

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 MÜNCHEN/ BAYERISCHES STAATSBALLETT: ORDEN FÜR BETTINA WAGNER-BERGELT. CHEVALIER DE L’ORDRE DES ARTS ET DES LETTRES

 Bettina Wagner-Bergelt, Dramaturgin, Kuratorin und stellvertretende Ballettdirektorin beim Bayerischen Staatsballett, erhielt von der französischen Ministerin für Kultur und Kommunikation den Orden CHEVALIER DE L’ORDRE DES ARTS ET DES LETTRES für ihre Verdienste um den Austausch und die Zusammenarbeit mit französischen Künstlern und Institutionen.

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FOTOS AUS DEM MUSICAL “THE ROCKY HORROR-SHOW” IM WIENER MUSEUMSQUARTIER (bis Mitte Dezember)


Stuart Matthew Price, Rob Fowler, Maria Franzén. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Hanna Cardez, Rob Fowler. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Herbert Steinböck, Chris  Lohner. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold


Chris Lohner, Herbert Steinböck, Rob Fowler und Maria Franzén. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

 Mehr Fotos im ALBUM MUSICAL IV

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Jährlich 49 Mio. Euro Wertschöpfung durch das Festspielhaus für die Stadt Baden-Baden

 Eine aktuelle Studie der Universität St. Gallen unterstreicht die Bedeutung des von Spendengeldern getragenen Opern- und Konzerthauses für Stadt und Region. Oberbürgermeisterin Margret Mergen hoch zufrieden.

 Das Festspielhaus Baden-Baden konnte seine wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Baden-Baden in den vergangenen fünf Jahren weiter steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität St. Gallen, die Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Festspielhaus-Geschäftsführer Michael Drautz heute (24.11.2014) dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorstellten. Das wichtigste Ergebnis: Die regionale Wertschöpfung durch die von einer privaten Kulturstiftung getragene Festspielhaus und Festspiele Baden-Baden gGmbH und ihre Besucher sowie die Ausgaben der Künstler beliefen sich im Jahr 2013 auf 49. Mio. Euro. Demgegenüber stehen die Investitionskosten der Stadt Baden-Baden und des Landes Baden-Württemberg für die Bereitstellung der Immobilie in Höhe von insgesamt 4,3 Mio. Euro. So wird jeder Investitionseuro mit Faktor 11 an Wertzuwachs zurückbekommen.

 „Die Studie unterstreicht eindrucksvoll, dass sich die mit dem Bau des Festspielhauses verbundenen Hoffnungen mehr als erfüllt haben“, sagte Oberbürgermeisterin Mergen, im Rahmen einer Pressekonferenz. „Das Festspielhaus ist nicht nur künstlerisch, sondern auch wirtschaftlich Weltklasse“.

Laut Festspielhaus-Geschäftsführer Michael Drautz, der gemeinsam mit Intendant Andreas Mölich-Zebhauser, seit 16 Jahren das Festspielhaus leitet, ist das Verhältnis zwischen Investitionseinsatz und Wertschöpfung deshalb so außergewöhnlich gut, weil der Spielbetreib ausschließlich von Spendengeldern getragen wird und nicht öffentliche Haushalte belastet. Insgesamt 35 Prozent des Budgets werden jährlich neu eingeworben. „Unsere Gäste geben aus Begeisterung für Programm und Haus mehr als sie müssten. Je höher die Spendenfreudigkeit, desto spektakulärer das künstlerische Programm“, erklärt Drautz das Geschäftsmodell.

 Das Institut für Systemisches Management und Public Governance IMP-HSG der Universität St. Gallen hat ermittelt, welche monetär messbaren und quantifizierbaren Effekte durch den Betrieb des Festspielhauses Baden-Baden ausgelöst werden. Die Studie bezieht sich auf Daten des Jahres 2013 und vergleicht sie mit den Ergebnissen einer ersten Untersuchung, die zum zehnten Jahrestag der Festspielhaus-Eröffnung 2008 entstand.

 Für die Ermittlung der regionalwirtschaftlichen Effekte waren den Wissenschaftlern nur Ausgaben, die Besucher von außerhalb der Stadt Baden-Baden dort tätigen, relevant. In der Summe wurden durch alle auswärtigen Besucher 2013 rund 60 Millionen Euro in der Stadt Baden-Baden (innerhalb und außerhalb des Festspielhauses) verausgabt. Davon entfielen ca. 17 Millionen Euro auf Eintritte und Verpflegung im Festspielhaus, 26 Millionen Euro auf zusätzliche Umsätze von Hotellerie, Gastronomie und knapp zehn Millionen Euro auf den Einzelhandel in der Stadt Baden-Baden. Weitere drei Millionen Euro gaben Künstler in Baden-Baden aus.

 Die Studie der Universität St. Gallen zieht aus der wirtschaftlichen Bedeutung des Festspielhauses einen Rückschluss auf die wachsende Attraktivität der Stadt Baden-Baden für Touristen aus aller Welt. Allein im März 2013 nahmen die Übernachtungen von ausländischen Gästen aus 40 verschiedenen Ländern in Baden-Baden um knapp 29 Prozent zu. In dieser Zeit veranstaltete das Festspielhaus Baden-Baden erstmals die Osterfestspiele mit den Berliner Philharmonikern.

 Durch die Veranstaltungsbesucher und die anreisenden Künstler wurden 2013 knapp 100.000 Übernachtungen (2008: ca. 81.000) in der Stadt Baden-Baden getätigt. Dies entspricht 17 Prozent aller Übernachtungen in Hotelbetrieben der Stadt Baden-Baden und 40 Prozent der Hotelübernachtungen in der gehobenen Kategorie.

 Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss: „Mit dem Erfolg des Festspielhauses gewann die Stadt Baden-Baden zunehmend an Attraktivität für Gäste aus dem In- und Ausland, was nicht nur die wachsende Zahl der Übernachtungen allgemein belegt, sondern auch die in den jüngsten Jahren vorgenommenen Investitionen in mehrere große Hotelgründungen in der Stadt.

 Weitere Informationen: www.festspielhaus.de ;
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 Sachsens neue Industriekultur-Route bietet Besonderes, 24.11.2014

von Ursula Wiegand

Wie schön und vielfältig Industriebauten sein können und was sich aus ihnen machen lässt, zeigt eine Reise durch Sachsen, Deutschlands führende Wirtschaftsregion vom Ende des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Selbst in kleinen Städten und Dörfern stellten Unternehmen Maschinen und Produkte her, die sie zu Weltmarktführern machten.

Görlitz,Uhren am Rathausturm
Görlitz, Uhren am Rathausturm. Foto: Ursula Wiegand

Ihrer Zeit voraus waren auch einige Firmenchefs, die sich moderne Häuser errichten ließen. Zu 51 solcher Bauten und Fabrikationsstätten führt die neue Route „Industriekultur in Sachsen“. Warum nicht mal Sachsen statt Salzburg oder Sansibar? Manchmal wird solch eine kleine Reise fast zum „Abenteuer-Trip“.  Schau’n wir mal, was die Stunde geschlagen hat.

Dresden, das Blaue Wunder von 1893
Dresden, das Blaue Wunder von 1893. Foto: Ursula Wiegand

Ausgangspunkt sei Dresden, und schon die Bezeichnung „das Blaue Wunder“ für die Loschwitzer Elbbrücke von 1893 zeigt die Hochachtung für diese erste Hängebrücke mit über 100 Meter Spannweite, eine Stahlträgerkonstruktion ohne stützende Pfeiler, geplant und ausgeführt von Hans Martin Krüger (Architekt) und Claus Köpke Ingenieur).

 

Dresdens Erlweinspeicher, nun Maritim-Hotel, das Atrium
Dresdens Erlweinspeicher, nun Maritim-Hotel, das Atrium. Foto: Ursula Wiegand

Wie sich Altes heutzutage bestens neu nutzen lässt, beweist der Umbau des Erlweinspeichers, errichtet 1914 unter der Ägide des Dresdner Stadtbaurats Hans Erlwein. Das imposante, jedoch stark lädierte und vernachlässigte Bauwerk wurde von der Hochtief Solutions AG für die Maritim Hotelgesellschaft über einen Dachdurchbruch komplett entkernt. Auf diese Weise entstand ein spektakuläres Atrium vom Boden bis zum Dach. Nach nur 18 Monaten Bauzeit wurde das 328-Zimmer-Hotel plus Internationalem Congress Center 2006 eröffnet. Eine besondere Bleibe. (www.maritim.de/dresden).

Löbau, der Gusseiserne von 1854, Carl Gottlieb Lippert
Löbau, der Gusseiserne von 1854, Carl Gottlieb Lippert. Foto: Ursula Wiegand

Danach geht’s weiter gen Osten, ins beschauliche Städtchen Löbau. Etwas außerhalb reckt sich der 28 m hohe „König Friedrich August Turm“ empor, im Volksmund der „Gusseiserne“, errichtet 1854 von Carl Gottlieb Lippert und finanziert durch Bäckermeister Bretschneider.

 

Löbau, der Gusseiserne,von 1854 mit Durchblick
Löbau, der Gusseiserne von 1854 mit Durchblick. Foto: Ursula Wiegand

1993 hat man den Turm abgebaut, saniert und genau ein Jahr später wieder auf die Anhöhe gestellt, diesen filigranen Riesen mit Aussicht. Auch beim Auf und Ab über die 120 Stufen bieten sich schöne Landschaftsblicke. (www.loebau.de)

 

Löbau, Haus  Schminke, Hans Scharoun, 1933, die Gartenseite
Löbau, Haus Schminke, Hans Scharoun, 1933, die Gartenseite. Foto: Ursula Wiegand

Löbaus Clou ist jedoch das Haus Schminke von Hans Scharoun, das er von 1930-1933 für den Nudelfabrikanten Fritz Schminke errichtete. Der wollte ein modernes Haus für 2 Eltern, 4 Kinder und 1-2 gelegentliche Gäste und bekam es. Scharoun baute ihm ein familiengerechtes, praktisches Domizil mit Terrassen, direktem Gartenzugang und Blick ins Grüne.

 

Löbau, Haus Schminke, das Wohnzimmer
Löbau, Haus Schminke, das Wohnzimmer. Foto: Ursula Wiegand

Der lichte Wohnraum war der Mittelpunkt des Familienlebens. Das 4 Meter lange Sofa, auf dem die Kinder herumtobten, hat nicht überlebt, doch der Wintergarten mit den roten Deckenleuchten und den (nachgekauften) Mies van der Rohe-Schwingstühlen entspricht dem Original.

Löbau, Haus Schminke, Hans Scharoun, 1933, Wintergarten
Löbau, Haus Schminke, Hans Scharoun, 1933, Wintergarten. Foto: Ursula Wiegand

Platz und Schritte sparend dagegen die sog. Frankfurter Küche, eine Idee der Wienerin Margarete Schütte-Lihotzky. Spartanisch die Kinderschlafzimmer im 1. Stock. Die Klamotten kamen in die Einbauschränke im Flur.

Im größeren Elternschlafraum steht das Bett von Fritz Schminke mittig, das seiner Frau rechts an der Ostseite, links die von Scharoun entworfene Dreieckscouch. Bauingenieurin Julia Bojaryn zeigt auch den für mehrere Personen gleichzeitig nutzbaren Sanitärbereich mit separater Toilette, einer Dusche und einem größeren Bereich mit Badewanne, zweiter Toilette und Handwachbecken.

 

Löbau, Haus  Schminke, Elternschlafzimmer
Löbau, Haus  Schminke, Elternschlafzimmer. Foto: Ursula Wiegand

Für Scharoun, der 1963 die Berliner Philharmonie errichtete, war es nach eigenen Worten das liebste Haus, das er je gebaut hat. Aus der Beziehung Bauherr-Architekt wurde eine echte Freundschaft. Auf alten Fotos steht Scharoun in Badehose zusammen mit der Familie am Teich auf der attraktiven Gartenseite des Hauses, dessen Nordostecke durch Abbildungen in Fachmagazinen bald berühmt wurde.

Nach der Beschlagnahme im Jahr 1945 durch die Sowjetarmee und Enteignung der Nudelfabrik zogen die Schminkes nach Celle bei Hannover. Zu DDR-Zeiten wurde das Haus von den jungen Pionieren bevölkert, 2009 von einer Stiftung übernommen. Seither ist es donnerstags bis sonntags von 12 – 17 Uhr geöffnet und kann als Ganzes gemietet und benutzt werden! Schlafen und wohnen bei Scharoun, ein bezahlbares Erlebnis. (Preise inklusive Endreinigung und Küchennutzung / pro Nacht: Kinder bis 3 Jahre frei, Übernachtung mit bis zu 3 Personen für 250 Euro, jede weitere Person 60 Euro. Telefon: +49 (0) 35 85 / 86 21 33, Internet: http://www.stiftung-hausschminke.eu).

 

Niesky, Konrad-Wachsmann-Haus, 1927
Niesky, Konrad-Wachsmann-Haus, 1927. Foto: Ursula Wiegand

Anders in Niesky. Das nach jahrelanger Restaurierung kürzlich wieder eröffnete Konrad-Wachsmann-Haus dient als Museum und vermittelt durch die Dauerausstellung „Holzbauten der Moderne“ viel Wissenswertes. (www.wachsmannhaus-niesky.de). Der schwarz-weiße Bau im Stil der klassischen Moderne überrascht drinnen durch satte Farbgebung.

Die bei der Sanierung entdeckten Farbreste halfen bei der Annäherung an den früheren Eindruck.

Niesky, Konrad-Wachsmann-Haus, 1927, Treppe
Niesky, Konrad-Wachsmann-Haus, 1927, Treppe. Foto: Ursula Wiegand

Wachsmann (1901-1980), Pionier der industriellen Holzbauweise, konzipierte das Haus 1927 für einen Direktor der Firma Christoph & Unmack. Die wurde Europas größter Holzbau-Produzent. In Niesky stehen diese aparten, privat bewohnten Häuser unter Denkmalschutz, das Baukastensystem ist ihnen nicht anzumerken. „Alles was dann kam und in Berlin, New York, Tokio, Chicago, London, Moskau, Paris, Rom, Zürich oder Warschau geschah, das alles begann in Niesky“, so Wachsmann.

 

Görlitz, sanierte Gründerzeitbauten
Görlitz, sanierte Gründerzeitbauten. Foto: Ursula Wiegand

In Görlitz kündet ein ganzes Gründerzeitviertel von früherer Wirtschaftskraft. Eine Wohnung in den durchsanierten Häusern gibt’s für 5,50 – 6,00 Euro/qm Kaltmiete. Mit zusätzlichen Vergünstigungen werden Umzügler erfolgreich angelockt, weiß der Architekturhistoriker und Hochbau-Ingenieur Dr. Andreas Bednarek.

Das Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz, auch die kleine Semperoper genannt, sorgt mit Theater-, Opern- und Operettenaufführungen, Konzerten und Leseabenden dafür, dass sich Kulturliebhaber nicht langweilen.

Görlitz, Sonnenorgel von 1703 in der Peterskirche
Görlitz, Sonnenorgel von 1703 in der Peterskirche. Foto: Ursula Wiegand

Herrliche Klänge entströmen überdies der Sonnenorgel (von 1703) in der Peterskirche.

Insgesamt zählt Görlitz mit seiner komplett erhaltenen Altstadt zu den schönsten Städten Deutschlands und ist auch als Filmkulisse – Spitzname „Görliwood“- gefragt. Besucher können sich im Hotel Börse (von 1706) am historischen Untermarkt geschichtsgerecht betten (www.boerse-goerlitz.de) und nach einem Besuch der Landskron-Brauerei, einem imposanten Backsteinbau auf der Industriekultur-Route, vielleicht einen kleinen Rausch ausschlafen.

 

Landskron, private Brau-Manufaktur, ganz modern
Landskron, private Brau-Manufaktur, drinnen ganz modern. Foto: Ursula Wiegand

Umgewandelt in eine private Brau-Manufaktur hat sie nach der Wende die Kurve gekriegt und 2014 den Bundesehrenpreis gewonnen, die höchste Auszeichnung Deutschlands im Ernährungsbereich. (www.landskron.de)

 

Energiefabrik  Knappenrode, 1914, a
Energiefabrik  Knappenrode,  von 1914. Foto: Ursula Wiegand

Dagegen ist in der 1914 errichteten und 1948 wieder erbauten Energiefabrik Knappenrode der Ofen aus. Die Dampf- und Elektropressen zur Brikettherstellung dröhnen nur noch bei Besucher-Führungen. (www.saechsisches-industriemuseum.com). Mit einem Audioguide kann man/frau auch selbst durch die zugigen Hallen gehen, alles ist ausgeschildert und gut erklärt. Harte, aber gut bezahlte Arbeit in ansehnlichen Backsteinbauten.

 

Teigwaren Riesa, Nudeln machen glücklich
Teigwaren Riesa, Nudeln machen glücklich. Foto: Ursula Wiegand

In einem solchen fertigt die privatisierte Teigwarenfabrik Riesa nordwestlich von Dresden erfolgreich ihre Pasta-Spezialitäten, auch Bio-Ware. Mit 30 % Marktanteil ist sie Marktführer in Ostdeutschland und fasst auch im Westen Fuß. (www.teigwaren-riesa.de)

Seit 2003 betreibt sie ein Nudelcenter mit gläserner Produktion, ein Nudelmuseum und veranstaltet Kochkurse und Küchenpartys. Wer im dortigen Restaurant isst, fühlt sich nachher echt gut genudelt und fit für weitere Entdeckungen.

 

Döbelner Pferdestraßenbahn, bereit für Gäste
Döbelner Pferdestraßenbahn, 2007 wiederbelebt. Foto: Ursula Wiegand

Beispielsweise für eine Fahrt mit der Pferdestraßenbahn durch Döbeln, ein Stück südlich von Riesa. Dort ist die Industriekultur seit Juli 2007 tatsächlich wieder ins Laufen gekommen. Kutscher Mario Lommatzsch mit dem Vierbeiner Elko wartet nahe dem Bahnhof und fährt die Gäste im originalen Straßenbahnwagen ins Zentrum, wie einst von 1892-1926.

Die von einem Verein wiederbelebte Pferdestraßenbahn verkehrt allerdings nur von Mai bis Oktober an jedem 1. Samstag im Monat von 10-17 Uhr, doch aus ganz Europa, den USA, Japan und China kommen die Fans, rd. 2.000 pro Jahr, freut sich Uwe Hitzschke, Vorsitzender des Vereins. (www.doebelner-pferdebahn.de).

 

Im Deutschen  Pferdebahn-Museum Döbeln
Im Deutschen Pferdebahn-Museum Döbeln. Foto: Ursula Wiegand

Weltweit gab es mal 1.700 Pferde-Straßenbahnen, die erste ab 1832 in New York, in Wien eine ab 1840, lässt sich im Deutschen Pferdebahnmuseum Döbeln lernen. In mehr als 90 deutschen Städten taten sie gute Dienste, in Berlin ab 1865, in München von 1876–1900. Doch überall stehen die Wagen in den Museen, in Döbeln rattert die Industriekultur höchst lebendig durch das fein in Stand gesetzte Städtchen. Eine Verlängerung bis zur Nicolaikirche (von 1485) ist in Planung.

Generelle Infos unter www.sachsen-tourismus.de

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