Der Neue Merker

DIE MONTAG-PRESSE (1. SEPTEMBER 2014)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die MONTAG-PRESSE (1. SEPTEMBER 2014)

Salzburg
Das Ende einer Kurzzeit-Ära. Abschied vom Festspielball
Alexander Pereira hat ihn eingeführt, mit dem Abgang des Intendanten fand auch der Festspielball ein Ende. 1200 Gäste kamen zur letzten Auflage.
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Fotos vom Festspielball

Was tun Stars, wenn sie nicht in Wien sind?

Fast alle Superstars des Klassik-Business sind übers Jahr in Wien zu Gast. Wo sie sonst noch singen und wie sich die meisten ziemlich rarmachen, ist ein Lehrstück über die Attraktivität der heimischen Opern und Konzerthäuser.
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Berlin
Barenboim spornt die Netrebko zu wuchtigen Ausbrüchen an
Im Jahr des 150. Geburtstages von Richard Strauss führen Daniel Barenboim und Sopranistin Anna Netrebko in der Berliner Philharmonie Strauss-Werke auf. Netrebko singt “Vier letzte Lieder”.
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Joyce DiDonato
Wenn die Batterie leer ist, mach’ ich Kickboxen”
Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato steht auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Der richtige Moment für ein Gespräch über Große-Mädchen-Rollen, Extremsport und zerbrochene Lieben.
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Berlin
Die Berliner Philharmoniker eröffnen rein russisch
Unter Sir Simon Rattle läuten die Berliner Philharmoniker die neue Saison ein. Sie spielen die Symphonischen Tänze, Sergej Rachmaninows letztes Orchesterwerk aus dem Jahr 1941.
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Russland
Oper in St. Petersburg nach Attacke abgesagt
Ein geplante Produktion der Oper New Jerusalem des russischen Komponisten Ilya Demutsky ist in St. Petersburg nach einem gewalttätigen Überfall auf den Tonschöpfer abgesagt worden. Für Demutsky ist
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Mutter geigt für ihren toten Mentor

Geigerin Anne-Sophie Mutter spielte in Salzburg zwei österreichische Erstaufführungen: eine „La Follia” von Penderecki, einen Previn voller Pointen.
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London
Salome, Deutsche Oper, BBC Prom 58, Royal Albert Hall, review: ‘overwhelming’
A supremely confident interpretation of Richard Strauss’s decadent masterpiece
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Prom 58: Salome, Deutsche Oper Berlin, Runnicles
Nina Stemme stuns in a giddying account of Strauss’s incredible score
http://www.theartsdesk.com/opera/prom-58-salome-deutsche-oper-berlin-runnicles

Salome (BBC Proms)
Nina Stemme gives a career-defining performance as Strauss’ wayward Princess
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/08-2014/salome-bbc-proms_35546.html

A Sensational Salome from Nina Stemme
http://bachtrack.com/de_DE/review-prom-58-salome-deutsche-oper-august-2014

Simon Rattle: ‘Learning music is a birthright. And you have to start young’
The conductor on his lifelong love of the Proms, performing with Mr Bean – and becoming a father again at 59
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Proms 50, 53, 54 review – the rough with the smooth Royal Albert Hall, London
Plush Czech and Hungarian orchestras contrasted with John Eliot Gardiner’s bracing early music forces
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Edinburgh
Delusion of the Fury – Heiner Goebbels brings an extraordinary opera to life King’s theatre, Edinburgh
With its unique instruments and otherworldly rituals, Harry Partch’s opera is strange, beautiful and utterly compelling
http://www.theguardian.com/stage/2014/aug/31/delusion-of-the-fury-heiner-goebbels-work-life

Ton- und Bildträger
Dance: Fleeting Onstage, Forever on DVD
Sets Featuring Fonteyn, the Cunningham Company and Others
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Frankfurt/ Alte Oper
Frauenwerfen
Die rasante Tanz- und Musik-Show „Brasil Brasileiro” in Frankfurts Alter Oper glänzt mit Artistik und Rasanz.
http://www.fr-online.de/kultur/brasil-brasileira-alte-oper–frauenwerfen,1472786,28238946.html

Feuilleton
1939: Konzert mit Zwischenfall
Mahlers «Lied von der Erde» 1939 in Amsterdam
http://www.nzz.ch/feuilleton/klassik/konzert-mit-zwischenfall-1.18372385

Literatur

Eine Bastille für die Bestie Mensch
Er wurde als Monster und Staatsfeind behandelt, war Dutzende Jahre hinter Gitter: Das abenteuerliche Leben und das radikale Werk des Marquis de Sade sind auch 200 Jahre nach seinem Tod mit nichts vergleichbar.
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Ausstellungen/ Kunst

Berlin/ Foyer der Philharmonie
Auf Klassenfahrt
Seit Jahrzehnten fotografiert Cordula Groth die Berliner Philharmoniker. Jetzt sind ihre Bilder erstmals im Foyer der Philharmonie zu sehen und gewährt Einblicke in den Konzertbetrieb eines Spitzenorchesters.
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Ab wann ist es sinnvoll, mit Kindern Kunst anzusehen?
Eine Runde lärmender Dreikäsehochs im Museum wird immer noch oft als Störung empfunden.
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Film/ TV

Filmfestival Venedig
Al Pacino: “Das alte Hollywood ist tot”
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Venedig/ Filmfestspiele
Fatih Akins “The Cut”: Die Passion des Herrn Nazaret
Fatih Akins neuer Film “The Cut”, der vom Völkermord an den Armeniern erzählt und dem Regisseur Morddrohungen beschert hat, feiert beim Filmfestival in Venedig Weltpremiere. Und erweist sich als überwältigendes, nur stellenweise lehrstückhaftes Melodram
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Unter’m Strich

Ärzteverein erhebt Vorwürfe: “Ice Bucket Challenge” unterstützt sinnlose Tierversuche
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INFOS DES TAGES (MONTAG, 1. SEPTEMBER 2014)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 1. SEPTEMBER 2014)

HEUTE:  ORF “Kulturmontag” am 1. September: Filmfestspiele Venedig, 85er von Arnulf Rainer und die neue “Liebelei” in der Josefstadt

Außerdem “15 Jahre Venice Project”: ORF-Premiere für “State of the Art”

Clarissa Stadler präsentiert einen “Kulturmontag” am 1. September 2014 um 22.30 Uhr in ORF 2 mit den Highlights der Filmfestspiele Venedig: Der Schwerpunkt zeigt die Stars der ersten Festivaltage und widmet sich besonders den Österreicherinnen und Österreichern in Venedig. Weiters besucht der “Kulturmontag” Arnulf Rainer zu seinem 85er und zeigt die neue “Liebelei”. Zudem zeigt der “Kulturmontag” anlässlich von 15 Jahre “Venice Project” das Original (um 0.00 Uhr) und davor die neue 45-minütige Doku “State of the Art – Stimmen zur Kunst”. Darin begeben sich die Regisseurinnen Barbara Heraut und Nadia Weiss, die u. a. 1999 die Making-of-Doku zum “Venice Project” drehte, auf eine Spurensuche und Weiterführung des gefeierten Dornhelm-Projekts. Für die High-Definition-Koproduktion von ORF und Terra International Filmproduktion mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der Stadt Wien, des Fernsehfonds Austria und der Sammlung Lenikus wurde der “Venice Project”-”Confessional” von Frank Gehry wieder aufgebaut – im Marmorsaal im Oberen Belvedere. Dort (und an weiteren Orten, an denen der Beichtstuhl Station machte) legten prominente Künstler, Kunstsammler und Vermittler ihre Kunstbeichten ab – u. a. Erwin Wurm, Hermann Nitsch, Gottfried Helnwein, Arnulf Rainer und Karl Merkatz, die Hollywoodstars Nicole Kidman und George Clooney, weiters Gunter Damisch, Deborah Sengl, Christian Eisenberger, Les Tardes Goldscheyder, Francesca Habsburg, Künstlergruppe Gelitin, Helge Timmerberg, Agnes Husslein und Alexander Wrabetz.

High-Lights: Das Beste vom Filmfest Schwerpunkt zu den Filmfestspielen Venedig

Michael Keaton war Batman, jetzt ist er Birdman – oder vielmehr dessen abgehalfterte Version. “Birdman” ist auch der Titel des Eröffnungsfilms der 71. Filmfestspiele von Venedig. Keaton spielt an der Seite von Emma Stone und Naomi Watts einen ehemaligen Superhelden-Darsteller, der ein Comeback am Theater versucht. Es ist dies eine Tragikomödie über Sinn und Abgründe der menschlichen Existenz, insbesondere jener von Schauspielern. Überraschend der Name des Regisseurs: Alejandro González Inárritu, der sich mit schwerblütigen Dramen einen Namen gemacht hat. Das Festival am Lido indes gibt sich optimistisch und zukunftsfit. Immer noch klafft eine Baugrube beim Festivalpalast, doch wurden zuletzt große Summen investiert und eben eine der Spielstätten technisch aufgerüstet wiedereröffnet. Und natürlich sorgen die zahlreich anreisenden Leinwandgötter und -diven für Glanz in der Lagune: Al Pacino präsentiert seinen neuen Film, Jude Law kam schon angegondelt, Catherine Deneuve wird erwartet. Traditionell – und umso mehr in Zeiten globaler Krisen – gibt sich das Festival betont politisch. Der deutsch-türkische Kultregisseur Fatih Akin geht mit seinem – zumal in der Türkei – hochbrisanten Drama über den Völkermord an den Armeniern an den Start. Der “Kulturmontag” präsentiert in einem Schwerpunkt Highlights und Stars der ersten Festivaltage – und widmet sich natürlich auch besonders den Österreicherinnen und Österreichern in Venedig: Bunkerstimmung in der Alpenrepublik ortet Ulrich Seidl in seiner neuen ORF/ÖFI-Doku “Im Keller”. Seidls langjährige Berufs- und Lebenspartnerin Veronika Franz präsentiert mit ihrem Koregisseur Severin Fiala ihren Horrorfilm “Ich seh Ich seh” (ebenfalls ein vom ORF über das Film/Fernseh-Abkommen koproduzierter Film). Apropos: Die ORF-Reihe “art.film” zeigt Seidls “Paradies: Hoffnung” am Sonntag, dem 5. Oktober, um 23.05 Uhr in ORF 2.

Über-Maler: 85 Jahre Arnulf Rainer Große Schau in der Wiener Albertina

Sein erstes Geld verdiente er, als er mit einem umgebauten Leichenwagen durch die Lande fuhr, um Jugendstil-Werke und “Bauernklumpert” zu transportieren und zu verkaufen. Heute ist Arnulf Rainer wohl einer der teuersten Künstler Österreichs und mit Gewissheit einer der bedeutendsten. Er ist mehrfacher Ehrendoktor, die Münchner Pinakothek der Moderne widmet ihm einen eigenen Ausstellungsraum, seit 2009 hat er sein eigenes Museum in Baden bei Wien. Zum 85. Geburtstag richtet ihm die Albertina eine umfassende Retrospektive mit Schlüsselwerken aus allen Phasen seines Schaffens aus. International berühmt wurde er mit seinen Übermalungen ab den 1950er Jahren, Maria Lassnig fungierte als seine “wohlmeinende Nurse” und prägte sein Frauenbild: Er dachte, “alle Frauen sind so kompliziert”. Ganze drei Tage war er Student der Wiener Akademie für bildende Künste, nur einen Tag war er Schüler der damaligen Akademie für angewandte Kunst. Arnulf Rainer ließ sich nie biegen oder in ein Korsett zwängen. Feilschen lässt er auch nicht mit sich. Und schon gar nicht denkt er an Ruhestand. Anlässlich der großen Schau in der Albertina hat der “Kulturmontag” Arnulf Rainer in seinem bayerischen Domizil besucht.

Sitten-Bild: “Liebelei” in der Josefstadt Schenk, Teichtmeister u. a. über Sex und Eros bei Schnitzler

“Wir hassen die Frauen, die wir lieben – und wir lieben nur die Frauen, die uns gleichgültig sind”. Das ewige Dilemma zwischen Lieben und Begehren, zwischen Sein und Schein, die bürgerliche Doppelmoral im Wien des Fin de Siècle, der anachronistische Ehrenkodex der Männer im Duell – all das sind zentrale Themen im Werk und Leben Arthur Schnitzlers – und sie finden sich bereits in seinem ersten großen Bühnenerfolg von 1895, in der “Liebelei”. Zum Saisonstart wird das Stück im Theater in der Josefstadt mit Publikumslieblingen wie Otto Schenk und Florian Teichtmeister inszeniert. Ein unschuldiges “süßes Mädel” aus der Vorstadt, ein junger k. u. k. Leutnant, eine untreue Ehefrau, ein gekränkter Ehemann – dass diese Kombination bei Schnitzler, dem wohl wichtigsten österreichischen Dramatiker der Jahrhundertwende, nur mit einer Tragödie enden kann, ist bekannt. Doch welches Frauenbild steckt dahinter, was ist die männliche Ehre wert und was machen Liebe, Ehe, Sex und Eifersucht aus dem modernen Menschen? All das sind Fragen, die neu gestellt werden müssen. Denn Schnitzler, selbst ein Getriebener, “Sex-Experte”, Tiefenforscher der menschlichen Seele und Aufdecker bürgerlicher Verlogenheit, ist aktueller als uns vielleicht lieb ist. Der “Kulturmontag” forscht im weiten Land der Seele und der Begierden.

Der “Kulturmontag” – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek ( http://TVthek.ORF.at ) bereitgestellt.

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Salzburg: Abschlusskonzert der Meisterklasse Anna Tomowa-Sintow – Mozarteum 22.8.2o14

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Anna Tomowa-Sintow und Markus Fohr mit den Teilnehmern der diesjährigen Meisterklasse

Auch in diesem Jahr erfreuten sich die Meisterklassen der Sommerakademie der Stiftung Mozarteum größter Beliebtheit. Mehr als 950 Musiker aus aller Welt waren nach Salzburg gekommen, um abseits des Festspieltrubels neben oder nach ihrem Studium mit renommierten Musikern aller Sparten ihre bereits erworbenen Fähigkeiten zu verbessern oder zu verfeinern. Neben den Instrumentalsparten sind vor allem die Gesangsklassen berühmter Sänger beliebt. So hielten in diesem Jahr u.a. Michèle Crider, Helen Donath, Marjana Lipovsek gemeinsam mit ihrem Mann Alfred Burgstaller, Janet Perry, Ildikò Raimondi und Kurt Widmer Meisterklassen ab. Auch Anna Tomowa-Sintow, die 17 Jahre lang zu den Spitzenstars der Salzburger Festspiele gehörte und in der vergangenen Spielzeit sowohl an der Berliner Staatsoper (im Schillertheater) als auch an der Mailänder Scala ein umjubeltes Comeback feierte, gab in diesem Sommer ihre Kenntnisse an junge, begabte Sänger weiter. Es war für mich als Beobachter der gesamten Arbeitsperiode interessant festzustellen, welch enorme Fortschritte manche dieser jungen Sänger in so kurzer Zeit machten. Anna Tomowa-Sintow legt vor allem größten Wert auf Legatokultur, aber auch auf Textverständlichkeit oder wie ein Rezitativ vor einer Arie gestaltet werden muss. Sie gibt ihren Schülern wichtige Ratschläge („Das Publikum soll weinen, aber nicht du!“) oder erklärt ihnen, wann sie lächeln sollen und wann ein Lächeln unangebracht ist. Sie konnte wertvolle Tipps geben, an welcher Stelle man in einer langen Phrase atmen kann oder wie man einen Konsonanten als Sprungbrett für den nachfolgenden Vokal verwenden kann. Wenn eine Teilnehmerin eine bestimmte Phrase trotz mehrmaligen Versuchs nicht bewältigen konnte, sang sie der Schülerin mit völlig intakter Stimme diese Stelle auch vor. Am Ende einer intensiven, zweiwöchigen Arbeitsperiode präsentierten die Teilnehmer dieser Meisterklasse in einem Abschlusskonzert das Ergebnis der Öffentlichkeit.

Eröffnet wurde das Konzert von Paula Berry mit der Arie der Fiordiligi („Come scoglio“) aus Mozarts „Così fan tutte“. Die erst 21-jährige Kanadierin bewältigte diese schwierige Arie, an der schon renommierte Sängerinnen gescheitert sind, mit all ihren Höhen und Tiefen mühelos und begeisterte mit einer schönen, klaren, bruchlosen Stimme. Danach folgte die Rosenarie der Susanna aus Mozarts „Le nozze di Figaro“, gesungen von der Japanerin Mayu Fujita, die einen schön timbrierten, gut sitzenden Sopran besitzt. Mit gestochen scharfen Koloraturen bewältigte die aus der Türkei stammende Sopranistin Ekin Naz Kaptan bravourös die Arie der Königin der Nacht („Der Hölle Rache“) aus der „Zauberflöte“. Eine Sängerin, der eine große Karriere bevorsteht, ist die aus Kanada stammende Chelsea Rus. Sie besitzt einen schön timbrierten lyrischen Sopran mit vollem, rundem Ton. Sie begeisterte nicht nur mit einem fulminanten „Dove sono“ (Arie der Gräfin aus „Le nozze di Figaro“), sondern auch mit einer sehr gefühlvoll vorgetragenen Arie der Mimì („Donde lieta“) aus dem 3. Akt von Puccinis „La Bohème“. Der aus Indonesien stammende Bariton Kristanto Pantioso hat sich vor allem auf den Liedgesang spezialisiert und präsentierte einen überaus eindrucksvollen „Erlkönig“ von Franz Schubert mit ausgezeichneter deutscher Diktion und starkem Ausdrucksvermögen. Ebenfalls ein sehr großes Talent besitzt die Belgierin Sara Jo Benoot, die über einen dunkel timbrierten, dramatischen Mezzosopran verfügt. Zunächst sang sie ein Lied von Sergei Rachmaninow („Die Soldatenbraut“) und bewies damit (wie bereits während des Kurses, wo sie an den Arien der Polina aus „Pique Dame“ und der Olga aus „Eugen Onegin“ gearbeitet hat), dass sich ihre Stimme ganz besonders für das russische Fach eignet. Dass ihr auch das französische Fach liegt, zeigte sie im weiteren Verlauf des Konzertes noch mit einer sehr verführerisch vorgetragenen Arie der Dalila („Mon cœur s’ouvre à ta voix“) aus „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Die Russin Maria Grigoryan besitzt einen dramatischen Sopran, mit dunkler Tönung und vollem, sattem Klang. Sie sang sehr effektvoll die Arie der Lisa aus „Pique Dame“ von Tschaikowsky. Wieviel Freude Singen den Interpreten bereiten kann, bewies die Japanerin Ayako Suzuki mit einer wahrhaft „joyful“ vorgetragenen Arie „Rejoice, rejoice“ aus Händels „Messiah“. Die aus Schweden stammende Anna Büchel sang sehr einfühlsam mit ihrem klaren Sopran die Arie der Marguerite „Il ne revient pas“ aus dem 4. Akt der Oper „Faust“ von Charles Gounod. Am Beginn einer großen Karriere dürfte der aus Malta stammende Tenor Cliff Zammit Stevens stehen. Die kleine Insel Malta hat zwar nur ca. 400.000 Einwohner, hat jedoch immer wieder große Sänger hervorgebracht wie den großen Tenor Paul Asciak, die besonders in Wien sehr beliebte Miriam Gauci oder zuletzt den derzeit Weltkarriere machenden Joseph Calleja. Und an Calleja erinnert auch ein wenig die Stimme von Cliff Zammit Stevens. Er besitzt eine strahlende Stimme, die über ein ähnlich natürliches Vibrato verfügt wie Calleja (viele Tenöre der Vorkriegszeit wiesen übrigens auch so ein natürliches Vibrato auf). Er sang zunächst ausdrucksstark die Arie des Macduff aus Verdis „Macbeth“ und später glänzte er noch mit der Arie des Alfredo aus „La Traviata“. (Dass er auch eine starke Affinität zum Liedschaffen von Richard Strauss hat und dass ihm die lyrische Arie des Lenski aus „Eugen Onegin“ ganz besonders gut liegt, hat er während des Kurses mehrfach bewiesen.) Die bildhübsche Russin Irina Maltseva sang mit edlem Mezzo-Timbre sehr schön die Arie der Leonora („O mio Fernando“) aus Donizettis „La Favorita“. Während des Kurses hat sie u.a. an der Interpretation des Octavian („Der Rosenkavalier“) und des Sesto („La clemenza di Tito“ von Mozart) gearbeitet. Da sie großgewachsen ist wird sie sich auch ganz besonders für diese Hosenrollen eignen. Zum Abschluss des Konzertes sang die ebenfalls aus Malta kommende Mezzosopranistin Clare Ghigo die Arie der Rosina („Una voce poco fa“) aus dem „Barbier von Sevilla“ von Rossini. Sie besitzt eine sehr sinnliche Stimme, die sehr an die junge Berganza erinnert. Da sie auch über eine stupende Koloraturtechnik verfügt, ist sie für die schwierigen Rossini-Partien prädestiniert (was sie während des Kurses auch mit der Schlussarie der „Cenerentola“ bewies). Mit dieser brillant gesungenen und humorvoll vorgetragenen Arie endete dieses Werkstattkonzert. Markus Fohr war nicht nur in diesem Abschlusskonzert, sondern auch während der zweiwöchigen Arbeitsphase den Sängern ein aufmerksamer und gefühlvoller Begleiter am Klavier.

Unbenannt
Glückliche Gesichter nach einem gelungenem Abschlusskonzert der Meisterklasse von Anna Tomowa-Sintow

Die jungen Sänger haben durch die Teilnahme an dieser Meisterklasse einen großen Schritt weiter gemacht auf dem steinigen Weg in das Berufsleben eines Sängers. Es wird interessant sein den weiteren Weg dieser jungen Sänger weiter zu verfolgen.

Walter Nowotny
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Die neuen CDs von KAUFMANN und GARANČA

garanca  kaufmann

 

ZUR RUBRIK CDs

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 Buchbesprechung: Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V.: Almanach 2014

Unbenannt
Copyright: Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V.

 Seit einigen Jahren gibt der private Förderverein der Bayreuther Festspiele, die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V., einen Almanach heraus, das Jahrbuch der Gesellschaft zu den Bayreuther Festspielen. Der rechtzeitig zur Festspielzeit erschienene and an die etwa 5.500 Mitglieder weltweit versandte Almanach 2014, erstellt vom Redaktionsteam Ina Besser-Eichler, Susanne Krabusch, Kirsti Neumüller und Pierre Soldatenko mit Vorworten der Vorsitzenden Dr. Georg Freiherr von Waldenfels, Dr. Wolfgang Wagner und Prof. Dr. h.c. Stephan Götzl sowie der Festspielleitung gibt, wie bereits im Vorjahr, wieder einen exzellenten Bilderbogen durch die Musikdramen, die dieses Jahr auf dem Festspielprogramm standen. Der Bayreuther Hausfotograf Enrico Nawrath hat erstklassige photografische Arbeit geleistet, zumal manches, was hier gerade auch an Nahaufnahmen der Künstler zu sehen ist, in einem besseren Licht erscheint als auf der Bühne des Festspielhauses wahrzunehmen war. Das Schwergewicht des Almanachs liegt somit und durchaus sinnvoll für eine Publikation dieser Natur auf der bildlichen Darstellung des Themas Bayreuther Festspiele 2014.

 Aber es gibt zu den einzelnen Werken auch sinnvoll zugeordnete interessante sowie aussagekräftige Interviews mit verschiedenen Künstlern und einige ebenso interessante Aufsätze. So wird in einem detaillierten Interview der Bühnenbildner des „Ring des Nibelungen“ in der Regie von Frank Castorf, Aleksandar Denic, in einem Portrait vorgestellt. Er versucht, sein Bühnenbild-Konzept zu erklären, insbesondere den in diesem „Ring“ viel zu unklar und zaghaft verfolgten Schwerpunkt des Öls statt des Goldes, die anfänglichen Annahmeschwierigkeiten der Filmeinblendungen bei den Sängern, und er erläutert auch die Bedeutung einer Reihe von Requisiten, u.a. des Mercedes und der Isetta… Loge Norbert Ernst schildert dann u.a., wie er sein 10. Bayreuther Bühnenjubiläum im Jahre 2015 sieht und parliert über die erfreuliche Zusammenarbeit mit „Ring“-Dirigent Kirill Petrenko. Fasolt Wilhelm Schwinghammer spricht über sein Debüt als König Heinrich in Bayreuth 2012, die berühmte Akustik im Festspielhaus sowie einige Stationen seiner Karriere. Flosshilde, 1. Norn und Grimgerde Okka von der Damerau spricht über ihre Arbeit mit Frank Castorf, über ihr Vorsingen in Bayreuth 2005 und wie man zu einem „so schönen, sonoren Mezzo kommt“… Erda Nadine Weissmann informiert über ihre Anfänge mit dem „Ring“ in Weimar und wie sie die Rolle der Erda im neuen Bayreuther „Ring“ sieht.  Auch Mime Burkhard Ulrich, Waldvogel und Woglinde Mirella Hagen, Gunther Alejandro Marco-Burmester sowie Gutrune und Gerhilde Allison Oakes geben lesenswerte Einsichten in ihren Werdegang, die Arbeit in Bayreuth und einiges mehr.  

Interessante Einblicke in „Transzendentales und Natur“ geben sodann die sieben Harfenistinnen des Festspielorchesters, die neben der Bedeutung des Instruments im Wagner-Orchester auch zu der interessanten Frage Stellung nehmen, ob die Harfe eine „Fraueninstrument“ sei… Das Interview bringt in der Tat bemerkenswerte Einzelheiten für jeden, der sich für die Harfe interessiert. In Teil 2 einer Fortsetzungsgeschichte aus dem Almanach 2013 wird sodann die „Suche nach dem perfekten Klang“ im „Ring des Nibelungen“ fortgesetzt – ein höchst lesenswerter Aufsatz! Gegen Ende des Almanachs 2014 schildert der seit 30 Jahren am Hügel tätige Bühneninspizient Udo Metzner seine Arbeit während der Vorstellungen und erzählt einige interessante und auch lustige Anekdoten aus diesem langen Zeitraum. Ein Aufsatz über Richard Wagner und seine Hunde, die Erfahrungen einiger Studierender der Universität Bayreuth zum Phänomen Wagner und dessen Aktualität sowie die jedes Jahr übliche Vorstellung einiger Mitglieder der Gesellschaft der Freunde bilden den Abschluss dieses reichhaltigen und abwechslungsreichen Almanachs, dessen Inhalt in einem mehr als günstigen Verhältnis zu seinem Preis von nur 20€ steht.

 Ref. „Almanach 2014“, Jahrbuch der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. zu den Bayreuther Festspielen, 2014; hrsg. von der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V., ISBN 13: 978-3-9816697-0-1, 229 S.

                                                                                                                                 
Klaus Billand

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 DEUTSCHE OPER AM RHEIN: PREMIERE UND WIEDERAUFNAHMEN

Ballett am Rhein: b.21 – Balanchine / van Manen / Schläpfer

Hans van Manen und Martin Schläpfer: Seit vielen Jahren kreuzen sich ihre Bahnen. Aus einem Meister und Mentor, der mit seinem unverwechselbaren Œuvre zu den ganz Großen unserer Zeit zählt, wurde mehr und mehr ein Freund. Für das Publikum ist jedes seiner Ballette ein einzigartiges Beispiel für das vollendete Zusammenspiel von Musik und Bewegung, die Erschaffung menschlicher Charaktere und das Ausloten ihrer Emotionen. Für das Ballett am Rhein kreiert der Niederländer nun erstmals eine Uraufführung, und Martin Schläpfer, der zuletzt in van Manens „The Old Man and Me“ als Tänzer begeisterte, kehrt dafür auf die Bühne zurück.

Eingerahmt wird dieses außergewöhnliche neue Stück von zwei Werken, die auf unterschiedliche Weise Inspiration aus dem romantischen Erbe beziehen. In George Balanchines „Serenade“ wirken die Tänzerinnen in ihren langen Tutus wie verzauberte Elfen beim nächtlichen Tanz im Mondschein. Die Schönheit des puren Tanzes beschwört der Neoklassiker mit geradezu überbordendem Einfallsreichtum, indem er Ensemble und Solisten in immer neuen architektonischen Kompositionen zusammenführt.

In „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“ vereint Martin Schläpfer das Universum des klassischen Tanzes von „Giselle“ bis „Schwanensee“. Zur Uraufführung des Stücks in der Spielzeit 2012/13 schrieb Wiebke Hüster in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Der Tanz hat die Märchen aufgegeben, die Elfen, Königinnen, Willis und Schwäne. Aber sein Zauber ist nicht gebrochen. Seine Zukunft hat eben, zu Brahms’ Zweiter, begonnen.“

b.21 feiert am 17. Oktober, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf Premiere.

 Dazu: Die Ballettwerkstatt zu b.21 findet am 7. Oktober um 18.00 Uhr im Opernhaus Düsseldorf statt. Der Eintritt ist, wie immer, frei.

 Wiederaufnahmen

 „Der fliegende Holländer“ – Richard Wagner

Mit der Oper „Der fliegende Holländer“, zu der Wagner 1839 durch eine stürmische Seereise angeregt worden war, hoffte der damals noch unbekannte Komponist, in der Kunsthochburg Paris Erfolg zu haben. Doch erst in Dresden kam es 1842 zur Uraufführung des Werkes. Anders als in den ausladenden Dimensionen seiner späteren Musikdramen ist der zweieinhalbstündige „Fliegende Holländer“ noch als eine effektvolle szenische Ballade mit großen Emotionen und Schauereffekten gefasst.

„Der fliegende Holländer“ ab 17. Oktober im Theater Duisburg.

 „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ – Marius Felix Lange

Mit der Auftragskomposition der Familienoper „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ vom Berliner Komponisten Marius Felix Lange startete im Februar 2014 erfolgreich die Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“. Der Düsseldorfer Kinderbuchautor Martin Baltscheit schrieb das Libretto und entführt kleine und große Opernbesucher in eine phantasievolle Geschichte über Freundschaft, erste Liebe, die Begegnung mit dem Tod und das große Abenteuer, gemeinsam alle Ängste zu überwinden.

„90 Minuten voller überraschender Wendungen, ein Wechselbad der Gefühle, mit Fantasie und Tempo, Witz und Romantik inszeniert von Johannes Schmid. (…) Kuchen, Kuss und Schluss einer anspruchsvollen Produktion. Sehr lauter, sehr langer Jubel.“ (Anne Horstmeier, NRZ / WAZ)

„Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ ab 22. Oktober im Opernhaus Düsseldorf.

 „Zauberflöte für Kinder“– nach Wolfgang Amadeus Mozart

Hautnah erleben Kinder im Grundschulalter die Abenteuer von Tamino und Papageno aus Mozarts wohl berühmtester Oper in einer kindgerechten Fassung in unseren Opernfoyers: „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ – Tamino ist sofort verliebt, als er Paminas Bild zum ersten Mal sieht. Von der Königin der Nacht ausgesandt, macht er sich auf den Weg, um die Prinzessin von dem angeblich bösen Sarastro zu befreien. Papageno, der Vogelfänger, begleitet ihn auf seiner Reise. Während er dem verliebten Prinzen hilft, hofft er insgeheim, selbst eine Freundin zu finden.

„Zauberflöte für Kinder“ ab 24. Oktober wieder im Opernfoyer des Theaters Duisburg.

 Sonderveranstaltung: Symphoniker im Foyer zu Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“

Im Anschluss an die Premiere von „Ariadne auf Naxos“ dreht sich auch die erste Matinee um Strauss: Eine Auswahl aus seinem Liedschaffen – darunter die von stiller Seligkeit erfüllte Glücksvision des „Morgens“ – präsentiert von Sopranistin Sylvia Hamvasi und Wolfgang Wiechert am Klavier.

Streicher der Düsseldorfer Symphoniker eröffnen das Programm mit dem Sextett aus „Capriccio“ – ein berückend wehmütiger Abschiedsgesang und Spiegel jener längst vergangenen Zeit der Wiener Klassik, die in der Matinee mit Haydns Streichquartett op. 76/5 vertreten ist.

Die erste Sonntagsmatinee der Spielzeit 2014/15 findet statt am 19. Oktober um 11.00 Uhr, im Foyer des Opernhauses Düsseldorf.

 Karten und weitere Informationen sind erhältlich in den Opernshops Düsseldorf und Duisburg,

Tel. 0211.89 25 211 // 0203.940 77 77, sowie über www.operamrhein.de .

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Wagner Plakate Ausstellung im Alten Schloss Bayreuth 26.7. bis 10.8.2014: “Wie, hör’ ich das Licht?“

 “Wie, hör’ ich das Licht?“ war der Titel dieser Ausstellung, die während der ersten Hälfte der 103. Bayreuther Festspiele im Alten Schloss in Bayreuth in drei großen Räumen zu sehen war. In zwei Wochen kamen 1.230 Besucher. Die Ausstellung zeigte 95 gesammelte Poster von vielen Wagner-Inszenierungen in Europa, den USA, Südamerika und Asien aus den letzten 15 Jahren.

 Viele Besucher, überwiegend Festspielbesucher, versuchten angeregt, meinem Vorschlag zu folgen: Versuchen Sie, die Musik hinter dem zu hören, was Sie sehen, in einer Umkehr von Tristans Frage auf dem Fieberbett: „Wie, hör’ ich das Licht?“


Foto: Dr. Klaus Billand

 Einige Kommentare aus dem Besucher-Buch:

 „Sehr spannend mit tollen Entdeckungen.“

„Auch als Nicht-Wagnerianer habe ich es toll gefunden.“

„Die Wagner-Opern in anderen Sprachen zu lesen ist echt lustig: Vielleicht merke ich mir das Wort ‘Crépuscule’…“

„Vollendet das ew’ge Werk…“

„Optisch sind die Plakate ein Genuss!“

„Sehr gut und informativ.“

 „Eine bemerkenswerte Ausstellung mit einer außergewöhnlichen Vernissage. Die künstlerische Ausgestaltung der Plakate ist beeindruckend.“

„Hier sieht man, wie vielfältig Wagner gedeutet und also gezeigt werden kann.“

„Danke für die mal ganz andere Sichtweise.“

„Schöne Ausstellung, Kompliment!“

„Unglaublich kreative Plakate.“

 „Chapeau!“

„Sehr beeindruckend! Ich empfehle den Besuch der Ausstellung weiter.“

„Das Herz geht mir auf!“

„Auch für Bayreuther eine schöne, interessante Zusammentragung! DANKE!“

„Es ist wunder wunderschön.“

„Eine beachtenswerte Dokumentation!“

 “Diese Ausstellung hat unser Festspiel-Erlebnis bereichert.”

„Nach dem Ohrenschmaus im Festspielhaus – nun der Augenschmaus im Alten Schloss!“

„Vielen Dank für die eindrucksvolle, internationale Sammlung von Wagner-Plakaten.“

„Tolle Sammlung!“

„Ganz große Klasse!“

 „Oft erkennt man selbst besuchte Vorstellungen und gerät ins Träumen…“

„Wagner-Graphik! Erstaunlich!“

“Noch besser als in Budapest, und es war auch ein Supererfolg!”

„Wie? Seh’ ich die Musik?“ – „Schöne Bilder!“

„Sehr schöne Ausstellung. Man könnte langfristig ein Buch daraus machen.”

 „Supertolle Ausstellung! Aber leider viel zu wenig. Weiter so – in der Hoffnung auf weitere tolle Wagner-Ausstellungen in den nächsten Jahren!”

„Eine beeindruckende Sammlung von Wagner-Inszenierungen.“

„Sehr schöne und umfangreiche Sammlung.“

„Sehr beeindruckend und informativ!“

„Wunderbar!“

 “Eine künstlerisch beeindruckende Sammlung der ‚Nibelungen’ über die Zeiten hinweg!“

„Kompliment und Dank!“

„Eine höchst interessante Ausstellung!“

„Sehr beeindruckend und bewundernswert, so eine Ausstellung zu kreieren.“

 „Eine interessante Sammlung – leider zu spät begonnen… Trotzdem eine tolle Initiative!“

„Wir sind sehr glücklich, diese einmalige Sammlung gesehen zu haben.“

„Sehr interessant, die verschiedenen Plakate zu vergleichen! Sehr gelungene Ausstellung!“

„Ganz großartig – sowohl die Plakate als auch Ihre Informationen auf Ihrer Website!“

 „What a stimulating idea!“

„Great collection! “

“The creativity of these poster designers is impressive, evocative and inspiring. This exhibition is an important historical document.”

“This is a great work about Wagner productions. Congratulations from people of Havana. Keep going!”


Foto: Dr. Klaus Billand


Foto: Dr. Klaus Billand

Die Ausstellung bzw. Teile davon können von interessierten Opernhäusern und Museen ausgeliehen werden.
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DIE SONNTAG-PRESSE

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die SONNTAG-PRESSE (31. AUGUST 2014)

Wien
Staatsopernmuseum im Hanuschhof ist Geschichte
Bestände kommen ins Theatermuseum
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Bayreuth
Hat der Wagnerianer nichts zu meckern, ist er tot
Der Mythos vom Grünen Hügel scheint zu bröckeln. Hotelzimmer stehen leer. Man kann Karten kriegen. Die Inszenierungen sind schrecklich. Die Sänger sind schlecht. Das alles war aber beinahe immer so.
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Berlin
Die Deutsche Oper startet auf dem Parkdeck in die Saison
Die große Bühne der Deutschen Oper wird saniert. Deshalb überbrückt Intendant Dietmar Schwarz die Zeit an der Bismarckstraße mit verblüffenden Projekten. Los geht’s mit dem Musiktheater “Oresteia”.
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Innsbruck
“Narciso” im Tiroler Landestheater als “Feuerwerk
Im Jahr 1720 wurde sie am Londoner “King’s Theatre” uraufgeführt und erlebte seitdem nur fünf Aufführungen: Domenico Scarlattis Barockoper “Narciso”. Freitagabend kehrte sie bei den Innsbrucker Festwochen aus dem tiefen Tal der Vergessenheit mit einem Paukenschlag in die Jetztzeit zurück. Die Besucher im nicht ganz voll besetzten Tiroler Landestheater feierten eine phänomenale Wiedergeburt.
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Lang Lang fremdelte bei Mozart, Gatti glänzte mit Bruckner
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München/ARD
Ein neuer Rekord München – Klavier, Cello, Schlagzeug, Bläserquintett:
Der ARD-Wettbewerb versammelt in München Musiker aus 50 Ländern
http://www.merkur-online.de/aktuelles/kultur/neuer-rekord-3815911.html

Wien
Hommage an eine Lichtgestalt aller Geiger
Fritz Kreisler Wettbewerb: 60 junge Geiger aus 27 Nationen treten vom 9. bis 18. September in Wien an.
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Wundermann der Klavierszene
Partiten von Bach: Huldigung an den „Chef“ München – Aufsehen erregend: Der neue Wundermann der Klavierszene, Igor Levit, hat Partiten von Johann Sebastian Bach auf CD eingespielt
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Salzburg
The Ringmaster Leaves Salzburg
Alexander Pereira Leaves Austrian Festival for La Scala
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Paris
France’s New Music Temple Philharmonie de Paris Prepares to Open Amid Controversy
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London
Prom 55 and 56, classical reviews
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Prom 56: LPO/Jurowski review – cosmic in scope and intention Royal Albert Hall, London
Vladimir Jurowski made the most familiar of scores sound fresh, and Holst’s The Planets was particularly exciting
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Salomé’s feminine wiles have inspired writers, painters and musicians for 2,000 years
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Edinburgh
Harry Partch – how Heiner Goebbels bought Delusion of the Fury to Edinburgh
US composer Harry Partch invented an entirely new musical language and created an orchestra of new instruments to play it on. Heiner Goebbels tells Kate Molleson about his production of Partch’s most radical work, coming to Edinburgh this week.
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Melbourne
Carpenter and Boesch spice up 2015 at Melbourne Recital Centre
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Feuilleton
Maria Callas takes the Ice Bucket Challenge
http://www.limelightmagazine.com.au/news/maria-callas-takes-ice-bucket-challenge

Peter Maffay – der ewige Außenseiter Zum 65. Geburtstag
http://www.merkur-online.de/aktuelles/kultur/peter-maffay-ewige-aussenseiter-3819017.html

Ausstellungen/ Kunst

Rainer: “Erkenne immer nur die Schwächen
Arnulf Rainer, einer der prägendsten heimischen Künstler der Gegenwart, wurde mit Retrospektiven in Österreich zuletzt nicht gerade überhäuft. Die Albertina widmet ihm nun eine große Schau
http://derstandard.at/2000004946188/Ich-erkenne-immer-nur-die-Schwaechen

Ferdinand Schmalz ist Nachwuchsautor 2014
Von deutschsprachigen Theaterkritikern auserkoren
http://derstandard.at/2000004948421/Ferdinand-Schmalz-ist-Nachwuchsautor-2014

TV/ Film

Venedig
Großer Beifall für “Ich seh Ich seh” in Venedig
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25 Jahre “Die Simpsons”: Gelb, goschert, gut
Seit 25 Jahren sind die Simpsons mit ihrem radikalen Witz fixer Bestandteil der weltweiten Serienlandschaft. Welches Erbe hat die Kultserie bisher hinterlassen?
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Unter’m Strich

Streit mit Partnervermittlung: Conchita Wurst will 20.000
Euro
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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 31. AUGUST 2014)

INFOS: DES TAGES (SONNTAG, 31. AUGUST 2014)

 

 FREUNDE DER WIENER STAATSOPER: Künstlergespräch BRYN TERFEL AM 7.9. IM “MUTH” (1020, Obere Augartenstraße 1E)

 


Bryn Terfel

 Moderation: Thomas Dänemark

Übersetzung: N.N.

 Für Mitglieder: € 10,- / Nichtmitglieder: € 20,-

Karten ab sofort im FREUNDE-Büro oder am 7.9. direkt an der Tageskassa im MuTh!

 Termine an der Wiener Staatsoper

 Endlich ist er nach sieben Jahren Abwesenheit in dieser Saison wieder in Wien gewesen! Und die FREUNDE beginnen die nächste Saison ihre Künstlergespräche mit ihm. Wotan und Sachs blieben uns bisher vorenthalten, aber im September ist er auf der Bühne als Holländer und bei uns ganz privat zu erleben.

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Heute: Highlights – Das Kulturmagazin – Sonntag, 31. August 2014, 18.55 Uhr bei ATV2

 Nachdem der Festspiel-Sommer zu Ende ist, hält nun der Kultur-Herbst Einzug: Diesen Sonntag widmen sich Erna Cuesta und Franz Zoglauer dem neuen Film von Karl Markovics, der gerade im Entstehen ist und 2015 in die Kinos kommen soll. „Highlights“ war bei Drehschluss von „Superwelt“ dabei. Weiter geht es nach Braunau, wo man diskutiert, was mit Adolf Hitlers Geburtshaus passieren soll. Brisant: Seit Jahren steht das Haus leer – die Besitzerin verhindert eine rasche Entscheidung und das Innenministerium zahlt. Außerdem trifft „Highlights“ die österreichisch-britische Sängerin Anna Prohaska, die bei den Salzburger Festspielen ihr neues Programm vorstellte. In ihren Liedern beschäftigt sie sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Thema Krieg – etwa mit ironischen Protestsongs. Und: Einen Ort der Ruhe und Entspannung im stressigen Stadtleben zu finden ist kein leichtes Unterfangen. Mit diesem Thema beschäftigt sich Katja Sindemann in ihrem neuen Buch „Wiener Orte der Stille“ und begibt sich auf die Suche nach den schönsten Ruhe-Plätzchen der Hauptstadt.

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 „Superwelt“ nennt sich Karl Markovics neuer Film, ein österreichischen Drama, das gerade in die Produktion geht. Das Werk ist nach seinem Debütfilm „Atmen“ Markovics zweiter Regie-Streich. Ulrike Beimpold übernimmt darin die Hauptrolle der Supermarkt-Angestellten Gabi, die nach der Arbeit eine plötzliche Begegnung mit Gott hat, die ihr Leben verändert. Gedreht wurde in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – unter anderem auch im Römersteinbruch St. Margarethen. „Highlights“ war beim Drehschluss von „Superwelt“ dabei.

Superwelt Kinostart: 2015

 Seit Jahren diskutiert die Stadt Braunau am Inn über die zukünftige Nutzung von Adolf Hitlers Geburtshaus. Seit 1945 wurde daraus erst eine Gedenk- und Mahnausstellung, später waren eine Bücherei und eine Schule eingemietet, bis 2011 wurde das Haus als Tagesheimstätte für die „Lebenshilfe“ genutzt. Seitdem diskutiert man über die Zukunft des Gebäudes. Zwei Vorschläge liegen am Tisch: Die Idee des Politologen Andreas Maislinger, darin ein „Haus der Verantwortung“ zu errichten, das unterschiedlichen Gedenkprojekten Raum geben soll, steht dem Vorschlag der Nutzung durch VHS und Volkshilfe gegenüber. Obwohl die Stadt letzteres präferiert, ist eine Entscheidung noch lange nicht in Sicht. Denn die Besitzerin verhindert einen raschen Abschluss der Verhandlungen. So zahlt das Innenministerium seit Jahren Miete für das leer stehende Haus. „Highlights“ fragt nach.

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Anna Prohaska. Foto: Harald Hoffmann

 Anna Prohaska und der Krieg: Die erfolgreiche junge Sängerin hat bei den „Salzburger Festspielen“ ihr neues Lied-Programm, das bereits auf CD erschienen ist, mit großem Erfolg vorgestellt. Es sind Lieder in verschiedenen Sprachen, die sich mit dem Krieg auseinandersetzen. Von der Kriegsverherrlichung bis zu ironischen Proteststücken. Die 28-jährige Künstlerin gibt unter anderem „fehlendem Geschichtsbewusstsein und mangelndem Geschichtsunterricht“ die Schuld, dass Kriege immer noch so selbstverständlich hingenommen werden.

Salzburger Festspiele bis 31. August 2014

www.salzburgerfestspiele.at

 Den Trubel des Alltags hinter sich lassen und ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen finden – das ist in Städten oft ein schwieriges Unterfangen. Die deutsche Autorin und Historikerin Katja Sindemann hat sich auf die Suche gemacht und ein Buch über die schönsten Ruheoasen Wiens geschrieben.

Wiener Orte der Stille“ (Metro Verlag)

im Handel erhältlich!

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ONLINE MERKER Signet

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IN DER “KUNST-WERK – WERK-KUNST GALERIE” DES ONLINE-MERKER AM 4.9. UM 18 h (Zeleborgasse 2o in 1120 Wien)

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 Vor großer Kulisse: Benediktbeuerer Konzerte 2014

Unbenannt
 
 „Grassauer Blechbläser Ensemble“

Mit einer feierlichen Gala für Trompeten, Pauken und Orgel beginnen die Benediktbeurer Konzerte ihren diesjährigen Zyklus. In der Basilika des Benediktbeuer Klosters gibt am 7. September das Bach Trompetenensemble München den festlichen Ton an, unterstützt vom renommierten Organisten Edgar Krapp – an der Pauke begleitet Wolfgang Fischer. Das Programm verbindet ausgewählte Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Werke von Franz Xaver Schnizer (1740 bis 1785), der seinen musikalischen Weg als Chorknabe im Benediktinerstift Ottobeuern begann, sowie von Jean-Joseph Mouret, einem großen Vertreter des französischen Barock, der unter anderem Leiter der Concert spirituel war – ein virtuoser Auftakt.

Ein ausgesuchtes Konzertprogramm beschäftigt sich am 14. September mit dem Komponisten Giovanni Gabrieli (1557 bis 1612) und seiner Heimatstadt Venedig. Er studierte bei seinem Onkel Andrea Gabrieli sowie bei Orlando di Lasso während dessen Zeit in München. Als Hauptorganist der Markuskirche in Venedig konzentrierte er sich auf die Tradition der venezianischen Mehrchörigkeit, die großen Einfluss auf seine Zeit hatte sowie auf Nachfolger wie zum Beispiel Heinrich Schütz, einem Schüler von Giovanni Gabrieli. Das Konzert kommt einem Ausflug ins Goldene Venedig gleich – gestaltet wird es von den Grassauer Blechbläsern unter Arnold Mehl sowie von Axel Wolf, Laute.

Als Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1781 beim Erzbischof von Salzburg in Ungnaden fiel, lebte er fortan als freier Komponist in Wien und lernte Constanze Weber kennen, die er schon bald darauf heiratete. Während dieser Zeit arbeitete Mozart an einer großen, sentimentalen Messe – der in c-moll, die in Liebe zu Constanze Weber entstand und dennoch unvollendet blieb, weil sich die Praxis der katholischen Kirchenmusik damals zunehmend verschlechterte und Mozart anderen Projekten folgen musste. Dennoch gehört die C-Moll-Messe zu den großen Werken Mozarts – in Benediktbeuern führen sie das Kammerorchester Miesbach und der Mozart-Kammerchor Miesbach am 21. September vor der großen Kulisse der Klosterbasilika auf.

Die Benediktbeurer Konzerte widmen sich schwerpunktmäßig großen Messen von der Alten Musik bis zur Neuzeit. Dabei nimmt das Requiem von Johannes Brahms, vor 145 Jahren uraufgeführt, eine besondere Stellung ein. Es ist von Trost erfüllt und zurückhaltend in der Intonation. Nicht das feierliche Element steht im Mittelpunkt, sondern das sehnsüchtige und friedliche. Brahms war im evangelisch-lutherischen Hamburg groß geworden und zog für sein Requiem überwiegend lutherische Bibeltexte des Alten und Neuen Testaments heran. Den unverwechselbaren Charakter des Requiems von Brahms greifen die Camerata Andechs und die Stiftskantorei Sankt Bonifaz München am 28. September zum Abschluss der Benediktbeurer Konzerte auf.

Eintrittskarten zu 20 Euro (7. September 2014) und 25 Euro (14., 21. und 28. September 2014) bei München Ticket, Ruf 089/54818181, mit allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen, an der Klosterpforte Benediktbeuern, Ruf 08857/88110, in der Buchhandlung Rolles Penzberg, Ruf 08856/4344, der Buchhandlung Winzerer Bad Tölz, Ruf 08041/9812, sowie beim Veranstalter, Bayerischer Volksbildungsverband e. V., Pienzenauerstraße 12, 81679 München, Ruf 089/9973896, Fax 089/99738973, konzerte@bvv-ev.de, www.bvv-ev.de
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FOTOS DER NEUINSZENIERUNG “DIE VÖGEL” von WALTER BRAUNFELS IN OSNABRÜCK

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Theater Osnabrück. Foto: Dr. Klaus Billand

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Susann Vent (Zaunschlüpfer), Johannes Schwärsky (Prometheus), Almerija Delic (Drossel); hinten: Heikki Kilpeläinen (Ratefreund), Genadijus Bergorulko (Adler), ChorFoto: Jörg Landsberg

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Schlussapplaus. Heikki Kilpeläinen, Marie-Christine Haase, GMD Andreas Hotz, Alexander Spemann Foto: Dr. Klaus Billand

Zum Bericht “Die Vögel” von Walter Braunfels (Bericht: Klaus Billand)

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AUSSTELLUNGSTIPP/ NÖ/ ST. ANDRÄ-WÖRDERN – ab 26.9.

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Liebe Tera-ViennART Kunstinteressierte,

 es ist mir eine große Freude, zur nächsten Tera-ViennART Gemeinschaftausstellung im Kunsthaus Alter Pfarrhof in St. Andrä-Wördern einzuladen.

 Vernissage: Donnerstag: 25. Sept. 2014 um 19 Uhr

 Abschluss-Matinee: Sonntag, 28. Sept. 2014 um 11 Uhr

 Folgende 7 KünstlerInnen stellen aus: Christine Cézanne-Thauss, Renate Polzer, Martina Reinhart, Franziska Schreiber, Volker Grohskopf, Jürgen Thomann, Alfred Postmann.

TV Regisseur Volker Grohskopf wird in dieser Ausstellung erstmals – nach 25 Jahren Schaffenspause – in Österreich als bildender Künstler präsentiert.

 Die KünstlerInnen und ich freuen uns auf regen Zuspruch und auf viele interessierte BesucherInnen!

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