Der Neue Merker
Thomastik-Infeld
Ticketpoint
das Theater-Portal für Wien

DIE DONNERSTAG-PRESSE (17. MAI 2012)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die DONNERSTAG-PRESSE (17. Mai 2012)

Heute Premiere an der Wiener Staatsoper: La clemenza di Tito
http://de.wikipedia.org/wiki/La_clemenza_di_Tito

Linz/ Brucknerhaus
Musikalische Sternstunde mit der St. Petersburger Philharmonie
Die St. Petersburger Philharmoniker legten als Spitzenorchester unter der adäquaten Leitung von Yuri Temirkanov
das Innere von gewichtigen Werken (Tschaikowsky, Dvorak) offen und bereiteten einen einmaligen Hörgenuss
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,886848

München
Edita Gruberova – La Straniera am 05. / 09. / 12. & 16.07.2012 in der Philharmonie München
http://www.nachrichten-muenchen.de/?art=17983

Leipzig
Komponist wirft Schatten voraus: “Wagner-Festtage” starten in Leipzig
Heute begint der Wagner-Kongress
http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=1162025

Trier
Der Verführer aus der Hölle
Letzte Premiere der diesjährigen Opern-Saison im Trierer Theater: Mozarts Don Giovanni, der größte
Lover des Musiktheaters, treibt ab Sonntag sein Unwesen. Dem Trierer Publikum beschert die Neuproduktion
die erste Begegnung mit einem erfahrenen Regisseur und mit einem jungen Sänger.
Mehr Info

Gelsenkirchen
Salome“ soll für Kopfkino sorgen
Das Musiktheater im Revier bringt die Richard-Strauss-Oper Salome in konzertanter Fassung auf die Bühne.
Premiere ist am 20. Mai.
Mehr Info

Gelsenkirchen
“Rusalka” im MiR: Emotionale Reise einer Wassernixe
Mehr Info

Düsseldorf
Elektra, Figaro und noch einiges mehr
Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg hat ihr Programm für die kommende Spielzeit
2012/13 veröffentlicht
Mehr Info

Cottbus
Strittmatter, Wagner und Kapitän Nemo
Staatstheater Cottbus stellt seinen Spielplan 2012/2013 vor / 14 Premieren, darunter zwei Uraufführungen
http://www.lr-online.de/kultur/Strittmatter-Wagner-und-Kapitaen-Nemo;art1073,3798141

Antwerpen
Filling in the Missing Links of an Opera Donizetti Never Finished
http://www.nytimes.com/2012/05/16/arts/16iht-loomis16.html

London
Falstaff: The Royal Opera, 15th May 2012
Read more
Falstaff, Royal Opera House
Splendid cast aside, Robert Carsen’s new production peaks too soon “That the Royal Opera hired a horse (Rupert) who
had better comic timing than much of the rest of the show didn’t help.”
http://www.theartsdesk.com/opera/falstaff-royal-opera-house

Mariss Jansons mit einem Richard Strauss-Programm
RCO/Jansons – review,Barbican,London
http://www.guardian.co.uk/music/2012/may/15/rco-jansons-strauss-barbican-review

LSO play a free concert in Trafalgar Square – in pictures
On Saturday 12 May, the rain clouds briefly lifted and the London Symphony Orchestra played a free concert to an
audience of thousands in Trafalgar Square
http://www.guardian.co.uk/music/gallery/2012/may/15/lso-trafalgar-square-concert

New York
On Opening Night, Stepping Back to the Old Favorites American Ballet Theater’s
Opening-Night Gala

Read more

Los Angeles
‘Follies’ and ‘La Boheme’ take Los Angeles by storm
‘La Boheme’ makes a classic new again, while Sondheim’s ‘Follies’ is a show only now being hailed
as a masterwork.
Read more

Wien
In Wien eröffnet eine Pop-Akademie
http://www.codexflores.ch/nachrichten_ind2.php?art=9091
Pop-Akademie wird im Herbst eröffnet
Bis 2015 sollen im Wiener Gasometer bis zu 800 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden
http://derstandard.at/1336696810743/Wien-Pop-Akademie-wird-im-Herbst-eroeffnet

Sprechtheater

Wien/ Akademietheater
Handke-Premiere geprägt von Not und Notwehr
Peter Handke hat kein Stück geschrieben, Luc Bondy hat “Die schönen Tage von Aranjuez” nicht in Szene gesetzt.
Das Publikum der Wiener Festwochen jubelte trotzdem artig. Handke selbst zog es vor, sich nach der Premiere
nicht zu zeigen
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/festspiele/3020421/not-notwehr.story

Literatur/ Buch
Chronist der Mythen
Der verstorbene Schriftsteller Carlos Fuentes hat Lateinamerika eine eigene Sprache zurückgegeben
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/carlos-fuentes_1.16913224.html

Ausstellung/ Kunst

Wien/ Jüdisches Museum
Ab 24. Mai: Pomeranz-Bilder und Warhols Juden
Fremde überall im Jüdischen Museum Wien und Jüdische Genies im Museum Judenplatz
Mehr Info

München/ Galerie Clair
Ein Fotograf auf seinem Planeten – skurril, bunt, liebenswert?
Petr Lovigin, der Fotostar der jungen Russen, in München
Ein Fotograf auf seinem Planeten – skurril, bunt, liebenswert?
Eine Ausstellung zeigt die aufregende, behäbige, überhöht kitschige Welt eines jungen russischen
Fotografen. Da kommt etwas auf die Welt zu.
Mehr Info

Film /TV

Warum Rapp wieder gefragt ist
Bei “Die große Chance” wird Peter Rapp künftig mit Sido in der Jury sitzen. Im Interview mit dem KURIER
erklärt er sein Comeback.
http://kurier.at/kultur/4496331-warum-rapp-wieder-gefragt-ist.php

Von Lugano nach Baku
Warum darf dieser Bewerb eigentlich in einem so undemokratischen Land wie Aserbaidschan stattfinden?
Mehr Info

Diese Seite drucken

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 17. MAI 2012)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 17. MAI 2012)

HEUTE PREMIERE IN DER WIENER STAATSOPER: FOTOS VON “LA CLEMENZA DI TITO” SIND BEREITS ONLINE


Elina Garanca. Foto: Barbara Zeininger

Juliane Banse, Elina Garanca. Foto: Barbara Zeininger


Michael Schade, Elina Garanca, Adam Plachetka. Foto: Barbara Zeininger


Serena Malfi, Chen Reiss, Juliane Banse. Foto: Barbara Zeininger


Michael Schade, Serena Malfi, Elina Garanca. Foto: Barbara Zeininger
_____________________________________________________________________

“Der fliegende Holländer” an der Wiener Staatsoper

Drei Vorstellungen von Wagners Der fliegende Holländer in der Inszenierung von Christine Mielitz stehen ab 19. Mai auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. Jennifer Wilson gibt als Senta ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, ihre Rollendebüts im Haus am Ring geben Endrik Wottrich als Erik und Monika Bohinec als Mary. Albert Dohmen verkörpert die Titelpartie, Ain Anger den Daland und Norbert Ernst den Steuermann.
Es dirigiert: Graeme Jenkins.
Reprisen: 22. und 25. Mai


Jennifer Wilson

Die amerikanische Sängerin Jennifer Wilson gab ihr umjubeltes Operndebüt 2002 als Turandot an der Connecticut Opera und konnte sich seither als wichtige dramatische Sopranistin weltweit etablieren. Sehr bald folgten regelmäßige Einladungen an die Lyric Opera Chicago, an das Concertgebouw in Amsterdam, an die Houston Grand Opera, an das Pariser Théâtre du Châtelet, an die Santa Fe Opera, an die Opera Australia, an die Washington Opera, an das Royal Opera House Covent Garden, an die Hamburgische Staatsoper, nach Valencia, Leipzig, Los Angeles, zum Maggio Musicale in Florenz, an das Teatro del Liceu in Barcelona, an die Deutsche Oper Berlin, an die Bayerische Staatsoper und an das Tokyo National Theatre. Zu ihren Partien zählen u. a. Senta (Der fliegende Holländer), Gutrune (Götterdämmerung), Leonore (Fidelio), Brünnhilde (Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), Elisabeth (Tannhäuser), Isolde (Tristan und Isolde) oder die Titelpartie von Aida.
_______________________________________________________________________

Online-Petition für den Erhalt des Landestheaters Eisenach

Dem Theater droht das Aus – Bitte um Unterstützung

Nach aktuellem Stand droht dem Landestheater Eisenach zum 31. Juli 2013 das Aus. Grund: Die Stadt Eisenach kann ihren jährlichen Finanzierungsanteil von zwei Millionen Euro nicht aufbringen. Schon einmal Anfang der 90er Jahre war das Theater von der Schließung bedroht. Aufgrund massiver Proteste konnte der „Komplett-Kahlschlag“ damals vorerst abgewendet werden; die Schauspielsparte wurde allerdings 1993 abgewickelt. Seither war die Finanzlage nie mehr wirklich stabil: 2004 folgte die Abwicklung des Opernchores, 2008 die des Musiktheaters; die Anzahl der Musiker der Landeskapelle wurde um die Hälfte reduziert.

Mit der Überführung des Landestheaters in die Kulturstiftung Meiningen-Eisenach am 1. Januar 2009 sollte der Bestand des Theaters als eigener, eigenständig produzierender Betriebsteil der Stiftung dauerhaft erhalten werden. Das Landestheater mit seinen aktuell 92 Mitarbeitern verfügt seither über die Sparten Ballett, Junges Schauspiel und Landeskapelle und kann – im Rahmen der Stiftung teilweise vom Meininger Theater bespielt – im Repertoire Oper, Operette, Musical, Ballett/Tanztheater, Schauspiel, Jugend- und Kindertheater, Puppentheater und Sinfoniekonzerte anbieten.

Nun ist allerdings auch dieses Modell vom Aus bedroht. Im Finanzierungsabkommen der Kulturstiftung hatten sich die Zustifter – der Freistaat Thüringen mit 50%, die Stadt Eisenach mit 37,5 % und der Wartburgkreis mit 12,5 % – verpflichtet, die erforderlichen Zuschüsse zu tragen (in Zahlen: der Anteil des Landes beträgt 2,66 Millionen Euro, der der Stadt Eisenach 2 Millionen Euro und der des Wartburgkreises 666 667 Euro). Mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 teilte der noch amtierende Oberbürgermeister der Stadt Eisenach, Matthias Doht (SPD), der Stiftung mit, dass er aufgrund der aktuellen desolaten Haushaltslage der Wartburgstadt eine verbindliche Zusage über die Höhe des Finanzierungsanteils der Stadt Eisenach nicht geben könne. Ende März 2012 titelten die ersten Zeitungen: „Das Theater Eisenach steht vor dem Aus“.

Gegen den drohenden Kultur-Kahlschlag hat sich seither massiver Widerstand formiert. In Demonstrationen gehen hunderte Bürger auf die Straße, Unterschriften wurden und werden gesammelt (und die ersten 3.000 bereits in der Thüringer Staatskanzlei abgegeben), öffentliche Aktionen auf dem Eisenacher Marktplatz machen auf die Lage aufmerksam. Im Internet gibt es eine Online-Petitionsseite, auf der Stimmen zum Erhalt des Landestheaters gesammelt werden. In der Petition heißt es:

„In der Kulturlandschaft Deutschlands wird wieder einmal in unverantwortlicher Weise die Existenz eines Theaters aufs Spiel gesetzt: Nun droht dem Landestheater Eisenach der Ausschluss aus der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach und damit die Schließung!
Während die Stadt Eisenach unverschuldet in die Zahlungsunfähigkeit geraten ist, verliert sich die Thüringer Landesregierung in unschönen Debatten über Zuständigkeiten zwischen den Parteien und Ministerien, werden Koalitionsbeschlüsse gekippt und zweifelhafte Sparkonzepte umgesetzt.
Das Landestheater und die Landeskapelle haben eine lange Tradition und sie haben trotz wiederholter Kürzungen immer wieder eine außergewöhnliche Leistungsfähigkeit bewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Stimme, das Landestheater Eisenach am Geburtsort Johann Sebastian Bachs zu erhalten!“

Die Petition ist bis zum 11. Juli 2012 aktiv. Unterzeichnen kann man sie unter folgendem Link: http://openpetition.de/petition/online/rettung-fuer-das-theater-der-bach-luther-und-telemannstadt-eisenach-bitte-helft.

Über weitere Aktionen zum Erhalt informiert das Landestheater stets aktuell auf seiner facebook-Seite www.facebook.de/landestheater.eisenach. Ebenfalls auf facebook hat sich eine Protestgruppe für den Erhalt des Theaters formiert, die durch Verlinkungen zu Medienberichten, persönliche Statements, Diskussionen und mehr über die aktuelle Situation des Theaters informiert: www.facebook.com/groups/257040067719863/.


Landestheater Eisenach
______________________________________________________________________

SAMSTAG: OPER STATT CHAMPIONS LEAGUE: „I Capuleti e i Montecchi“ live und kostenlos aus der Bayerischen Staatsoper

Am kommenden Samstag, 19. Mai 2012 steht München im Zeichen des Fußballs. Eine Alternative für Klassikfans bietet die Bayerischen Staatsoper: Das Projekt Live-Stream wird mit einer Übertragung von Vincenzo Bellinis Bearbeitung des Romeo und Julia-Stoffes I Capuleti e i Montecchi fortgesetzt. Zuschauer aus der ganzen Welt können somit bereits zum fünften Mal (nach Fidelio, L’elisir d’amore, Don Carlo und Eugen Onegin) einen kompletten Opernabend aus der Bayerischen Staatsoper live und in voller Länge über einen Video-Stream auf www.staatsoper.de mitverfolgen. Die Übertragung ist für den Nutzer kostenfrei.


Anna Netrebko. Foto: Winfried Hösl

Vincent Boussards Inszenierung feierte im März 2011 mit den Kostümen des französischen Couturiers Christian Lacroix Premiere. Bei der Vorstellung am 19. Mai steht, wie während der Premierenserie, der Frankokanadier Yves Abel am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Die Rolle der Giulietta wird von Anna Netrebko verkörpert. Vesselina Kasarova, die 2011 kurz vor der Premiere wegen einer Erkrankung absagen musste, wird die Rolle des Romeo übernehmen.

Ziel von Staatsintendant Nikolaus Bachler ist es, über den erneuten kostenfreien Live-Stream ein noch größeres Publikum zu erreichen und die künstlerische Sprache des Hauses insbesondere auch im Ausland bekannt zu machen. Einzige Voraussetzung für den User ist eine Breitband-Internetverbindung wie zum Beispiel DSL. Das Video wird zum ersten Mal in drei Übertragungsqualitäten angeboten, die sich automatisch an die individuelle Datenverbindung des Internetnutzers anpassen.

Live-Stream
I Capuleti e i Montecchi
Sa 19.05.2012, 19 Uhr
www.staatsoper.de
_______________________________________________________________________________________

Der Spielbetrieb der Oper Frankfurt wird nach heutigem Informationsstand trotz Blockupy planmäßig aufrecht erhalten.

Für den 16. Mai gilt nach aktueller Information der Polizei speziell für die Städtischen Bühnen, dass auf dem Willy-Brandt-Platz keine Aktionen und Kundgebungen stattfinden und dass die Zugänge zur Oper (und zum Schauspiel) von der Polizei freigehalten werden. Für die Anfahrt sollten Besucher allerdings mehr Zeit als üblich einkalkulieren, da sie die S-Bahnen am Bahnhof oder an der Hauptwache, die U-Bahnen – je nach Linie – am Römer, an der Hauptwache oder am Schweizer Platz verlassen und den Rest zu Fuß zurücklegen (jeweils ca. 10 Minuten) müssen. Von beiden Seiten (Neue Mainzer Straße und Märchenbrunnen/Garagenausgang auf der Opernseite) werden für die Theaterbesucher von der Polizei geschützte Zugangspassagen eingerichtet. Die Zufahrt zur Tiefgarage am Theater ist über die Wilhelm-Leuschner-Straße und über den Untermainkai möglich. Die Oper Frankfurt empfiehlt, sich zusätzlich über Hörfunk, Teletext und Internet über den Grad der Behinderungen zu informieren. Über die weitere Entwicklung hält die Oper Frankfurt Ihre Besucher auf dem Laufenden.

Verkehrsbehinderungen vom 16. bis 19. Mai 2012. Aufgrund der angekündigten Demonstrationen in Frankfurt mit Schwerpunkt im Bankenviertel haben die Frankfurter Verkehrsbetriebe bekanntgegeben, dass vom 16. bis 19. Mai die S- und U-Bahnen nicht an den Stationen “Taunusanlage” und “Willy-Brandt-Platz” halten. Außerdem fahren die Straßenbahnen der Linien 11 und 12 nicht in die Innenstandt, sondern enden, von Höchst und Schwanheim kommend, am Hauptbahnhof, aus Richtung Fechenheim fahren sie bis zur Haltestelle “Börneplatz / Stoltzestraße”.
__________________________________________________________________________

OPER GRAZ

Liebe durch die Jahrhunderte
Eine extrem reizvolle Verbindung gehen in “Dido and Aeneas / DnA” Barock und Zeitgenössisches, sowie Oper und Tanz ein. Und immer dreht sich alles um ein Thema: die Liebe. Uraufführung ist am 24.5.

Während “Dido and Aeneas” von Henry Purcell eine Liebesgeschichte mit tödlichem Ende erzählt – die Liebenden Dido und Aeneas müssen sich trennen, woraufhin Dido an gebrochenem Herzen stirbt – vertonte Christian Jost Gedichte von E.E. Cummings, die den Verlauf einer Liebesgeschichte nachzeichnen. Dieser Liederzyklus endet mit einem neuen Arrangement der Dido-Arie “When I am laid in earth”, und schließt so den Kreis zur Purcell.
Regisseur und Choreograph Darrel Toulon entwickelt dazu eine intensive und hochemotionale Bewegungssprache für Sänger und Tänzer, die Liebe in all ihren Facetten hautnah erfahrbar macht.

Dido and Aeneas / DnA
Uraufführung: Donnerstag, 24. Mai 2012, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 2.6., 6.6., 8.6., 14.6., 15.6., 20.6., 30.6. und 1.7. (18.00 Uhr), jeweils 19.30 Uhr
Lesen Sie mehr!

Belcanto im Spiegelfoyer
Russischer und italienischer Belcanto stehen auf dem Programm des Opernstudiokonzerts.
Nach einigen Monaten intensiver »Opernarbeit« sind die Mitglieder des Opernstudios und ihre Gäste bereit, »mehr« von sich hören zu lassen als im Repertoire bislang möglich war. Mit einem sorgfältig ausgewählten Programm werden Nazanin Ezazi, Kristina Antonie Fehrs und Xiaoyi Xu zeigen können, wie sich ihre Stimmen unter der kundigen Führung von Studioleiter Maris Skuja entwickeln konnten und die Teilnahme ehemaliger Studiomitglieder – Taylan Reinhard und Andrè Schuen wurden in das Sängerensemble der Oper Graz übernommen – beweist die Sinnhaftigkeit dieser großartigen Einrichtung: Ein Opernstudio vermittelt als eine Art »geschütztes Karrierebiotop« jungen Künstlern nach Studienabschluss einen begleiteten Übergang in den Sängeralltag.
21. & 29. Mai 2012, jeweils 19.30 Uhr
Spiegelfoyer der Oper Graz
Karten & Termine

Ein Bild von einer “Carmen”
Nach der umjubelten Aufführungsserie der Saison 2006/2007 kommt Georges Bizets “Carmen” in der bildgewaltigen Inszenierung von Regiestar Stefan Herheim endlich wieder zurück auf die Grazer Opernbühne.
Es gibt auch ein Wiedersehen mit den gefeierten Stars dieser Produktion: Kirstin Chavez und Jean-Pierre Furlan. Die musikalische Leitung übernimmt natürlich wieder Chefdirigent Johannes Fritzsch.
Einige Pressestimmen: “Eine mit unentrinnbarer Magie verzaubernde und vom Publikum zu recht bejubelte Unwirklichkeit des Musiktheaters.” (Der Standard) “Grandios!” (Wiener Zeitung), “Johannes Fritzsch hält die Musik in stimmiger Balance von Leichtigkeit und Tragödie (…). Die Singdarsteller (…) agieren lustvoll in Herheims Galerie.” (Die Süddeutsche)

Georges Bizet: Carmen
Wiederaufnahme: 3. Juni 2012, 18.00 Uhr (Geschlossene Vorstellung)
Weitere Vorstellungen: 9.6., 13.6., 16.6., 21.6. und 27.6., jeweils 19.00 Uhr
Lesen Sie mehr!

Karten/ Termine

__________________________________________________________________________

Jugendliche begeistern sich für Händel – Int. Händel-Festspiele Göttingen zeigen erstmalig Jugendoper

Es liegt eine intensive Probenarbeit hinter den 14 jungen Schauspielerinnen und Schauspielern, die mit „Young Amadigi“ am 20. Mai die erste Jugendoper der Internationalen Händel-Festspiele und des Jungen Theaters Göttingen präsentieren. Grundlage ist Händels Zauberoper „Amadigi di Gaula“. Von Liebe und Freundschaft über Eifersucht und Enttäuschung bis hin zu Wut und Verzweiflung birgt die Handlung jede Menge emotionalen Zündstoff. Diesen bringen die 14 bis 19-jährigen nun mit Musik, Gesang und Schauspiel in ihrer eigenen Interpretation auf die Bühne. Für die Inszenierung konnte der Berliner Regisseur und Sänger Michael Hoffmann gewonnen werden, musikalischer Leiter ist Hans Kaul. „Ich finde es großartig, mit wie viel Begeisterung sich die Jugendlichen mit der Oper auseinandersetzen“, so Festspielintendant Tobias Wolff. Fast 70 Jugendliche aus Südniedersachsen (ein Drittel von ihnen aus Hann. Münden, Gleichen, Friedland, Adelebsen und anderen Orten aus dem Landkreis) und Nordhessen hatten sich auf den Castingaufruf im letzten Jahr beworben, 60 schafften es bis ins Casting im September 2011 und nur 14 von Ihnen kamen bis in die Endrunde.

Termine:
19. Mai, 11.00 Uhr Öffentliche Generalprobe
20. Mai, 17.00 Uhr Premiere
Weitere Aufführungen am 21., 25. und 27. Mai.

Karten gibt es unter www.haendel-festspiele.de sowie bei allen an Ticket Online und
Eventim angeschlossenen Vorverkaufsstellen in Deutschland (Kartenhotline: 01805-
44 70 000).

Feelia Küster Melissa
Celina Denden Melissa
Linda Laudin Melissa
Timo Heckmann Dardano
Amelie Viktoria Zech Organda
Jessica Wochnik Furia
Veronika Mosdir Harpya
Jeannette Boecker Inferna
Paula Ruth Fischer Kastalia
Ann-Kathrin Kracke Ombra
Stella Battistini Shaluma
Alrun Aßmus Syringa
Alrun Aßmus Blockflöten
Stella Battistini Klarinette
Jeannette Boecker Trompete
Paula Ruth Fischer Flöte
Timo Heckmann Gitarre
Hans Kaul Klavier
Hans Kaul Musikalische Leitung
Michael Hoffmann Regie
Andreas Döring Bühnenbild, Licht, Video; Dramaturgie
Sonja Elena Schröder Kostüme und Maske
Annette Jahr Stimmtraining
Katharina Brankatschk Szenisches Training
Margarete Gieseler Regieassistenz
Jan Selig Kostümassistenz


Foto: Theodoro da Silva
________________________________________________________________________________

LUZERNER THEATER: ORLANDO

OPERA SERIA IN DREI AKTEN VON GEORG FRIEDRICH HÄNDEL, TEXT NACH DEM LIBRETTO «ORLANDO OVVERO LA GELOSA PAZZIA» VON CARLO SIGISMONDO CAPECE, NACH LUCOVICO ARIOSTO
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
PREMIERE: FREITAG, 25. MAI 2012, 19.30 UHR, LUZERNER THEATER

BESETZUNG
Szymon Chojnacki (Zoroastro), Marie-Luise Dressen (Orlando), Simone Stock (Dorinda), Caroline Vitale (Medoro), Madelaine Wibom (Angelica)
Luzerner Sinfonieorchester

PRODUKTIONSTEAM
Michael Wendeberg (Musikalische Leitung), Eva-Maria Höckmayr (Inszenierung), Nina von Essen (Bühne), Birgit Künzler (Kostüme), David Hedinger (Licht), Dr. Christian Kipper (Dramaturgie)

Nach Gaetano Donizettis «Lucia di Lammermoor» Ende letzten Jahres, tobt nun mit Georg Friedrich Händels «Orlando» der Wahnsinn zum zweiten Mal auf der Luzerner Opernbühne. Wenn sich durch blinde Leidenschaft plötzlich die Vernunft Bahn bricht, dann gleicht das einem Wunder. Das gilt heute noch wie 1733, dem Jahr, in dem Georg Friedrich Händels Opera seria ihre Uraufführung erlebte. Die Wahnsinnsszene, die durchaus auch komödiantisch zu verstehen ist, bildet den Höhepunkt des Werkes, das für 200 Jahre in Vergessenheit geraten war und auch heute, obwohl es
mittlerweile zu Händels schönsten Opern zählt, selten eine Aufführung erlebt.

Der Ritter Orlando liebt Angelica, die Königin von China, die ihr Herz jedoch dem afrikanischen Prinzen Medoro schenkte. Während die Schäferin Dorinda, ebenfalls Medoro sehr zugetan, irgendwann einsieht, dass unerfüllbare Sehnsüchte kaum zum Lebensglück beitragen, verrennt sich Orlando zunehmend in seine Leidenschaft. Bis zum Wahnsinn eifersüchtig, brächte er sogar die Geliebte zu Tode – wäre da nicht der Zauberer Zoroastro, der Dank seiner Zauberkraft der Stimme der klugen Einsicht Gehör zu verschaffen vermag.
Auf effektvolle Weise verbindet Händel in dieser tragikomischen Zauberoper barockes Bühnenspektakel mit aufgeklärter Moral. Dem eigentlichen Liebespaar stehen die beiden unglücklich Verliebten gegenüber, die trotz des gemeinsamen Schicksals auffällige Gegenpositionen einnehmen. Für Dorinda orientierte sich der Komponist an den komischen Intermezzi seiner Zeit, während Orlando als repräsentatives Beispiel für den Menschen schlechthin die gesamte Palette der Affekte durchläuft.
Die Inszenierung obliegt der ebenso jungen wie renommierten Regisseurin Eva-Maria Höckmayr, die zusammen mit der Bühnenbildnerin Nina von Essen im UG des Luzerner Theaters bereits Wajdi Mouawads Theaterstück «Der Sonne und dem Tod kann man nicht ins Auge sehen» auf die Bühne
gebracht hat. «Orlando» ist ihre erste Operninszenierung am Luzerner Theater.
Die aus Würzburg stammende Eva-Maria Höckmayr studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie «August Everding» in München. Sie war Stipendiatin der von der Deutschen-Bank-Stiftung getragenen «Akademie Musiktheater heute» und des Richard-Wagner-Verbands. Nach Assistenzen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, der Münchener Biennale, dem Theater Basel und am Theater Freiburg ist Eva-Maria Höckmayr seit 2008 als freie Regisseurin für Schauspiel und Oper an Häusern wie das Theater Aachen, das Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, das Theater Heidelberg, das Theater Freiburg und die Staatsoper Unter den Linden Berlin tätig. 2010 erhielt sie den Götz-Friedrich-Preis für Regie und den NRW-Förderpreis für junge Künstler für ihre Inszenierung von «Pelléas et Mélisande» (Debussy) am Theater Aachen, eine Produktion, die ihr auch eine Nominierungen als beste Regiearbeit und beste Produktion in der Fachzeitschrift «Opernwelt» einbrachte. 2011 wurde ihre Produktion «Otello» (Verdi) am Theater Freiburg in den Zeitschriften «Opernwelt» und «Die Deutsche Bühne» mehrfach als Inszenierung des Jahres nominiert. Daneben führte sie Regie bei Werken wie «Marco Attilio Regolo» (Alessandro Scarlatti), «Il trionfo del tempo e del disinganno» (Händel), «Orfeo ed Euridice» (Haydn), «Leonce und Lena» (Büchner), «Da kommt noch wer» (Jon Fosse) sowie bei eigenen, spartenübergreifenden Abenden wie
«Schwanengesänge. Variationen zu Leben und Tod» am Theater Fürth 2010 und «Kreutzersonate: Janácek, Beethoven, Tolstoi. Ein Musik-Theater» am Theater Freiburg, ausgezeichnet mit dem Förderpreis der «Akademie Musiktheater heute» 2007.

WEITERE VORSTELLUNGEN: 28.5. | 30.5.  31.5.  3.6.  8.6.  10.6. | 15.6.  17.6. (letztmalig)
________________________________________________________________________________

Das Mostviertel „in Fluss“: 67 Kulturprojekte beim Viertelfestival NÖ – Mostviertel 2012

Unter dem Motto „…in Fluss“ bietet das Viertelfestival NÖ vom 12. Mai bis
12. August 67 Kunstprojekten im Mostviertel eine Bühne „vor der Haustür“.

Das nach seinem „Nationalgetränk“ benannte Mostviertel ist historischer Boden, wurde doch „ostarrichi“ hier im Jahr 996 erstmals urkundlich erwähnt. Jahrhunderte später war die Region ein Zentrum der Eisenverarbeitung und des Holzhandels. Voraussetzung dafür war u.a. der Reichtum an Flüssen, auf denen das für den Betrieb der Hammerschmieden erforderliche Holz transportiert wurde. Passend dazu lautet das Motto des „Viertelfestival NÖ Mostviertel 2012“, das vom 12. Mai bis 12. August statt findet,  … in Fluss – analysieren, bewegen, verändern“. Realisiert werden 67 Kunst- und Kulturprojekte, davon sind 13 Schulprojekte.

„Das Viertelfestival NÖ ist ein enormer Impulsgeber für die kulturellen Initiativen der Region“, er­klärt Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. „Eine Idee wird im Zuge des Viertelfestivals zu einem konkreten Projekt und viele dieser kulturellen Initiativen verankern sich dauerhaft in der Region“, so der oberste Kulturchef des Landes.

Details unter www.viertelfestival-noe.at

Diese Seite drucken

DIE MITTWOCH-PRESSE (16. MAI 2012)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die MITTWOCH-PRESSE (16. Mai 2012)

Wien/ Staatsoper
Flimm: Aus einer Berliner Bude nach Wien
Jürgen Flimm inszeniert an der Wiener Staatsoper “La clemenza di Tito”.
Im Interview bricht er eine Lanze für Mozarts Oper und lobt das
Salzburg-Programm
Mehr Info
“Eine unglaublich spannende Story”
Am Donnerstag hat Mozarts “La Clemenzo di Tito” Premiere – Regie
führt Jürgen Flimm, die zentrale Frauengestalt Vitellia verkörpert
Sopranistin Juliane Banse
Mehr Info

Berlin/ Komische Oper
Händels „Xerxes“ in Berlin: Man kopuliert hier rein vokal
Die ganze Pracht des Barockzeitalters wird neu lebendig: Stefan Herheim
beglückt Auge, Herz und Hirn mit seiner Inszenierung von Händels
„Xerxes“ an der Komischen Oper Berlin
Mehr Info
Barockoper als Augsburger Puppenkiste
Konrad Junghänel und Stefan Herheim deuten Georg Friedrich Händels
“Xerxes” an der Komischen Oper in Berlin
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1757147/
Xerxes in Berlin
Mehr Info

Linz
Der Rosenkavalier übersiedelt 2013 ins Musiktheater Linz
Eine „Wende in der Spielstättengeschichte“ bringt für Landestheater-Intendant
Rainer Mennicken Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“, eine Koproduktion
mit dem Theater Lübeck
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,886843
Der Rosenkavalier im Landestheater Linz
Ein traditionelles Stück Österreich im Walzertakt wird ab Samstag im
Linzer Landestheater gespielt: Der Rosenkavalier von Richard Strauß.
Die Opern-Komödie erfreut sich seit über 100 Jahren ungebremster
Beliebtheit.
http://ooe.orf.at/news/stories/2533162/

Hamburg
Gefährliche Längen
Christian Stückl inszeniert in der Staatsoper Hamburg Richard Strauss
„Ariadne auf Naxos“
Erst pathetischer Spaß, dann zahm und zahnlos
Mehr Info

Berlin/ Wannsee
Berlin sucht den Opernstar für die Seefestspiele am Wannsee
Peter Schwenkow sucht für die „Carmen“-Inszenierung bei den
Seefestspielen Darsteller für die vier Hauptrollen – in einer TV-Casting-Show
Mehr Info

London
Horse makes opera debut in Falstaff at the ROH (mit Video!)
“A 15-year-old horse called Rupert is making his opera debut at the
Royal Opera House in a new production of Falstaff.”
http://www.bbc.co.uk/news/entertainment-arts-18001796

LSO/Gergiev, Barbican, London
The LSO’s Stravinsky Festival began with the austere Mass before
taking off with a glittering Firebird led by Valery Gergiev
Read more

New York
Opern-Rarität
Opera Review (NYC): Travelers: “The Wandering Scholar” and
“Savitri” by Gustav Holst

Read more

Chicago
Lyric Opera balances its budget and renews Davis contract through 2021
Read more
Lyric Opera draws on fiscal reserves to break even for year
Read more

Washington
Opera review: “Samson et Dalila,’ by the Washington Concert Opera
Read more

Fort Worth
Diva on a Mission
Tosca soars and seduces as the opening show in the 2012 Fort Worth
Opera Festival.
Read more

Sidney
David Robertson to Lead Sydney Symphony
Read more

Hong Kong
Carmen by Opera Hong Kong: reviewed
“(…) a co-production of Opera Hong Kong, Shanghai Opera House and
Slovene National Opera and Ballet Maribor (…)”
Read more

Feuilleton
A guide to Harrison Birtwistle’s music
In the third of our new series, Tom Service writes about Harrison Birtwistle,
whose elemental and powerful music feels both ancient and modern
Read more

Würzburg
Spielplangestaltung trägt zum schwindenden
Publikumsinteresse bei

Mehr Info

Winterthur/Schweiz
Theater Winterthur stellt neuen Spielplan vor
Mehr Info

Wien/ Kammerspiele
Christoph Schönborn als “Prayboy”-Centerfold
Halblustige Nummernrevue: “Non(n)sense” von Dan Goggin 
Mehr Info

Ausstellungen/ Kunst

Wien/ Galerie Lang
Galerienrundgang: Über allen Kühen ist Muh
He, die Ausstellung heißt ja wie eine Kuh! Berta? Nein, nicht wie irgendeine
Milchkuh. Sondern wie die Kuh, nach der man immerhin einen Mond vom
Jupiter benannt hat. Es gibt einen Jupitermond namens Milka?
Mehr Info

Film/ TV
Die große Chance: Rapper trifft auf Rapp
Die zweite Ausgabe der ORF-Castingshow “Die große Chance” geht mit einem
Neuzugang in der Jury in die zweite Runde: ORF-Urgestein Peter Rapp wird
künftig mit Rapper Sido, Tänzerin Karina Sarkissova und Sängerin Zabine
die Talente bewerten.
Mehr Info
______________________

Unter’m Strich

Hinterberger: Zerwürfnis mit “Mundl” Merkatz
Der “Mundl”-Autor hat vor seinem Tod verfügt, dass Karl Merkatz,
der Darsteller seiner bekanntesten Kultfigur, nicht an der Trauerfeier
teilnehmen soll
Mehr Info

Rettung für Käsekrainer in Sicht
Minister Berlakovich und sein Amtskollege Bogovic haben einen
Kompromiss ausgehandelt, der die Würste beider Länder koexistieren lässt
Mehr Info 

Diese Seite drucken

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 16. MAI 2012)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 16. MAI 2012)

Matinee “Kammermusik der Wiener Philharmoniker 9″ in der Wiener Staatsoper

Am Samstag, 19. Mai 2012, 11.00 Uhr findet die neunte Matinee der Reihe “Kammermusik der Wiener Philharmoniker” statt: Martin Zalodek (Violine), Christoph Wimmer (Kontrabass), Matthias Schorn (Klarinette), Benedikt Dinkhauser (Fagott), Martin Mühlfellner (Cornett), Walter Voglmayer (Posaune), Thomas Lechner (Schlagzeug) und Christoph Widauer (Sprecher und Handpuppenspieler) interpretieren Igor Strawinskys “Geschichte vom Soldaten”.

Der nächste und letzte Kammermusik-Termin in dieser Spielzeit findet am 23. Juni statt.
Details zu Programm und Besetzung aller Matineen sind auf der Homepage der Wiener Staatsoper (www.wiener-staatsoper.at) zu finden.

Restkarten à 30,- € sind an allen Bundestheaterkassen sowie online erhältlich.
__________________________________________________________________________

OPER FRANKFURT: VOR DER PREMIERE “THE RAKE’S PROGRESS”


Peter Marsh (Sellem), Brenda Rae (Ann Trulove), Paula Murrihy (Baba the Turk), Foto: Monika Rittershaus

Igor Strawinsky: The Rake’s Progress
(Premiere vom 20. Mai 2012)
Oper in drei Akten
Text von W. H. Auden und Chester Simon Kallman
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis
Inszenierung: Axel Weidauer
Bühnenbild: Moritz Nitsche
Kostüme: Berit Mohr
Licht: Joachim Klein
Dramaturgie: Agnes Eggers
Chor: Matthias Köhler

Trulove: Alfred Reiter
Anne Trulove: Brenda Rae
Tom Rakewell: Paul Appleby
Nick Shadow: Simon Bailey
Mother Goose: Barbara Zechmeister
Baba the Turk: Paula Murrihy
Sellem: Peter Marsh
Keeper of the madhouse: Vuyani Mlinde

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester


Paul Appleby (Tom Rakewell), Simon Bailey (Nick Shadow), Foto: Monika Rittershaus
_____________________________________________________________________________________

Der Ungarische Faust – A Station Drama – Musiktheater mit historischem Güterwaggon – Open Air am Gelände der alten Ankerbrotfabrik in Wien Favoriten

Als die Schweizer Banken zwischen 2000 und 2005 nachrichtenlose Konten aus der Zeit des 2. Weltkriegs zu sichten und aufzulösen begannen, sollten durch akribische Detektivarbeit die rechtmäßigen Eigentümer und Rechtsnachfolger dieser Konten eruiert werden. In „Der Ungarische Faust“ beanspruchen ein junger Mann und seine Tochter ein solches Konto. Doch Luzifer hat sich die beiden bereits als Lohn am göttlichen Schöpfungswerk ausbedungen: Zurückkatapultiert in die Lebensgeschichte des ehemaligen Kontoinhabers  durchleben die beiden mit Luzifers Hilfe zwar eine gelungene Flucht, doch letztlich scheint Luzifer seinen Lohn zu bekommen… oder doch nicht?

Ein historischer Güterwaggon auf dem Gelände der alten Ankerbrotfabrik ist Schauplatz und zentrales Objekt dieser authentischen Geschichte nach einer literarischen Vorlage der ungarischen Faust-Version: Ein musikliebender Vater mit nur einem Bein und seine zwölfjährige Tochter, auf der Flucht in einem Güterwaggon durch Österreich  mitten im  „totalen Krieg“ 1945. Unter Verwendung von Textstellen aus Imre Madách (1823-1864) „Die Tragödie des Menschen“.

Der Ungarische Faust
von Thomas Desi (Text/Regie), mit Tristan Jorde, Ernst Christian Mathon und Mia Krieghofer
Eine ZOON-Produktion / www.zoon.at

Ort: Ankerbrotfabrik, Puchsbaumgasse 1C, 1100 Wien
Termine: Di, 26. / Mi 27. / Do 28. /  Fr 29. &  Sa 30. Juni (Beginn 20:30)
Tickets: faust@zoon.at (€ 18.- / ermäßigt € 12.-)
__________________________________________________________________________________

 Anlässlich der Salzburger Pfingstfestspiele bietet die ORF-TV-Kultur zwei besondere Programm-Highlights:

 *         am Pfingstsonntag, 27. Mai, um 10.30 Uhr in ORF 2: die Dokumentation “Opfer und Verführer – Das Schicksal der Kastraten“,
in der die neue Leiterin der Festspiele, die gefeierte Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, gemeinsam mit dem Ensemble “Il Giardino Armonico”, die lange Zeit vergessenen und wiederentdeckten Kastraten-Arien des 18. Jahrhunderts und ihre virtuosen Variationen klangvoll zu neuer Schönheit erweckt.

 *         am Pfingstmontag, 28. Mai, um 9.05 Uhr in ORF 2: die Oper “Giulio Cesare in Egitto” nach Georg Friedrich Händel
Die Neuinszenierung der Oper ist Teil von Cecilia Bartolis opulenter Ägypten-Reise, auf die die diesjährigen Pfingstfestspiele mit unterschiedlichen “Cleopatra”-Produktionen entführen.

 Außerdem befasst sich die nächste, von Nadja Bernhard moderierte “Kulturmontag”-Ausgabe am 21. Mai, ab 22.30 Uhr in ORF 2, mit den Salzburger Pfingstfestspielen 2012 und bringt u. a ein Interview mit Cecilia Bartoli.
_______________________________________________________________________________________

Die Spielzeit 2012/2013 am Staatstheater Cottbus

Die Saison 2012/13 wird von wichtigen Jubiläen geprägt.  Gleich drei „runde Geburtstage“ gilt es zu feiern:  den 100. von Erwin Strittmatter am 14. August 2012,  den 200. von Richard Wagner am 22. Mai 2013 und  den 100. des Philharmonischen Orchesters im Oktober 2012.

Alle drei Jubiläen werden mit herausragenden Produktionen gewürdigt.

Das Schauspiel bringt am 22. September den Zweiten Abend des „Laden“ zur Uraufführung. Die Premiere wird von Rahmenveranstaltungen unter
dem Titel „Strittmatter kompakt“ begleitet. Dr. Annette Leo liest am 14. August in der Alten Tischlerei aus ihrem Buch „Erwin Strittmatter. Die Biographie“.
Am 21. Oktober diskutieren Irmtraud Gutschke, Prof. Dr. Carsten Gansel und Werner Liersch mit Moderator Hellmuth Henneberg über das literarische Werk und die Biografie Strittmatters.

In der Sparte Oper schließt mit der „Götterdämmerung“ die Cottbuser Inszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“ ab, die seit 2003 einem besonderen Konzept folgt. Unter der musikalischen Leitung von Evan Christ und der Regie von Martin Schüler wird eine Antwort auf die Frage gesucht, ob Siegfried, Brünnhilde und die folgenden Menschengenerationen dem verhängnisvollen Fluch des Ringes entgehen können.

Das  Philharmonische Orchester feiert im Oktober sein Jubiläum mit einer Festwoche, in der an zwei Tagen alle Sinfonien Ludwig van Beethovens zu hören sind. Sein Können als „Theaterorchester“ stellt es in Dvořáks Oper „Rusalka“ und bei einer großen Ballettpremiere unter Beweis: Am 5.Oktober 2012 bringt das Ballett des Staatstheaters Sergej Prokofjews „Romeo und Julia“ auf die Bühne des Großen Hauses.

Natürlich kommt – u. a. mit Werken von Offenbach, Brecht, Tschechow und Gluck – auch das „Welt-Theater-Repertoire“ nicht zu kurz. Ein neues „Karnevalsspektakel“, die Reihe „Kammer trifft Komödie“ und ein Musical nach Jules Vernes Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ versprechen anregende Strapazen für die Lachmuskeln.    
 
Das Konzertprogramm 2012/2013

Acht Uraufführungen in acht Konzerten – auch können die Konzertbesucher wieder in jedem Abonnementskonzert die Uraufführung eines eigens geschriebenen Werks erleben. Da Theater und Musik von Abwechslung leben, hat das Philharmonische Orchester das Konzept der Reihe verändert. Künftig wird den Komponisten etwas mehr Zeit gegeben, jeweils ca. acht statt bisher fünf Minuten. Und nachdem in den vergangenen Spielzeiten immer acht voneinander unabhängige Kompositionen zu hören waren, werden diesmal Salvatore Sciarrino zwei und Valerio Sannicandro drei Werke schreiben, die einen inneren Zusammenhang besitzen. Zur Uraufführung kommt auch eine Arbeit von Nina Šenk und – in einer Kooperation mit dem Printemps des Arts Festvial de Monte Carlo – eine Komposition von Philippe Manoury, an deren Uraufführung das weltweit einzigartige Arditti Quartet mitwirkt.

_____________________________________________________________________________________

PALERMO begeht das Wagnerjahr 2013 mit der Tetralogie!

Es ist das erste Mal, daß das Haus die vier Werke selbst produziert und auch das erste Mal, daß sie alle vier in einer Saison gespielt werden (obwohl es keinen Zyklus geben wird). RHEINGOLD  und WALKÜRE  kommen im Jänner bzw. Februar und stehen damit am Beginn der Saison, SIEGFRIED und GÖTTERDÄMMERUNG  beschließen die Saison dann im November bzw. Dezember. Es dirigiert Pietari Inkinen (für ihn ist der “Ring” ein Debüt), es inszeniert Graham Vick.
___________________________________________________________________________________

ORF: „Die große Chance“: Peter Rapp, Karina Sarkissova, Sido und Zabine in der Jury. Das ORF-eins-Herbstevent startet am 7. September 2012

Peter Rapp, Karina Sarkissova, Sido und Zabine sind „Die große Chance“-Juroren, die ab 7. September 2012 in den Casting- und Live-Shows des ORF-eins-Herbstevents „Die große Chance“ Österreichs Talente ganz genau unter die Lupe nehmen. Aus 1.850 Bewerberinnen und Bewerbern (1.220 Acts) beim österreichweiten „Die große Chance“-Casting wurden die interessantesten 300 Kandidaten in die nächste Runde geschickt. In den Castingshows gilt es dann, sich vor den Augen von Kult-Moderator Peter Rapp (moderierte bis 1987 „Die große Chance“ im ORF), Primaballerina Karina Sarkissova, Rapper Sido und Sängerin Zabine sowie dem anwesenden Saalpublikum zu beweisen, um den Sprung in die Live-Shows und letztendlich ins Finale zu schaffen. Moderiert wird „Die große Chance“ von Doris Golpashin und Andi Knoll.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Das Casting ist abgeschlossen, die Moderatoren sind fixiert und auch die Jury ist bestens aufgestellt. Mit Peter Rapp konnten wir den Urvater der ‘großen Chance’ und eine Kultfigur des österreichischen Fernsehens als Juror gewinnen. Gemeinsam mit Sidos Berliner Schnauze, Karina Sarkissovas russischem Temperament und Zabines Tiroler Charme ist es uns gelungen, ein absolutes Jury-Topteam zusammenzustellen.“

Peter Rapp: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Sido. Wir hatten einen Testlauf und wir ergänzen uns verbal ganz gut – das hat echt Spaß gemacht“, sagt Peter Rapp und erinnert sich an seine Zeit als Kandidat: „Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich selbst an solchen Bewerben teilgenommen und sogar einen gewonnen. Der Wettbewerb hieß ‘König der heißen Rhythmen’. Da ich weiß, wie sich das für die Kandidatin oder den Kandidaten anfühlt, will ich als Juror behutsam sein.“

Live im Studio – Tickets unter tickets.ORF.at

Wer live im Studio bei einer der Castingshow-Aufzeichnungen oder bei den Live-Shows dabei sein möchte, hat unter tickets.ORF.at die Gelegenheit, Tickets zu erwerben.

Die zweite Runde – Sechs Castingshows in Wien

Bis zu 300 Kandidatinnen und Kandidaten schaffen den Sprung in die zweite Runde: Aufgeteilt auf sechs Castingshows ab 7. September gilt es für sie, in Wien eine vierköpfige Jury und das anwesende Saalpublikum von ihrem Talent zu überzeugen, um den Sprung in die Live-Shows zu schaffen.

„Die große Chance“ – Die Live-Shows in ORF eins

Ab 19. Oktober stehen jeweils freitags um 20.15 Uhr live in ORF eins die Live-Shows auf dem Programm. Die noch im Bewerb befindlichen Kandidatinnen und Kandidaten zittern um Finalplätze, die in jeder der drei Live-Shows vergeben werden. Einen Platz vergibt die Jury, den anderen Platz vergibt das TV-Publikum mittels Televoting. In der Finalshow am 9. November 2012 haben die besten Talente „Die große Chance“, 100.000 Euro zu gewinnen.
______________________________________________________________________________

WIEN: DAS “GSCHWANDNER” IN HERNALS WIEDERBELEBT!

im Februar wurde das Gschwandner im Rahmen einer Pressekonferenz erstmals seit seiner letzten Veranstaltung 1960 der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bestrebungen im Gschwandner ein neues Kulturzentrum für die Vorstadt einzurichten, sind nun in vollem Gange und hatten am Samstag, den 12. Mai, mit der Eröffnungsfeier von Soho in Ottakring und Kulturnetz Hernals ihren Auftakt.

Wir freuen uns sehr, dass wir neben diesen beiden wichtigen lokalen Initiativen auch bestehende Festivals als Partner für die Bespielung 2012 gewinnen konnten. Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung im Gschwandner begrüßen zu dürfen.

Mer Informationen: http://www.gschwandner.at/


___________________________________________________________________________________________

NEUES IN UNSERER RUBRIK CD/ DVD

Zur Rubrik CD
____________________________________________________________________________________

Helsinki ist Welt-Designhauptstadt 2012

von Ursula Wiegand

Welt-Designhauptstadt 2012 – diesen Ehrentitel trägt jetzt Helsinki, und das passt bestens. Denn gutes Design gehört zur finnischen Identität. Es umfasst auch die Architektur und macht Helsinki zu einer sehens- und liebenswerten Stadt.

Helsinki, Welt-Designhauptstadt 2012, Foto: Ursula Wiegand

„Design und Architektur sind zwei Zweige am selben Baum,“ erklärt Direktor Pekka Timonen, verantwortlich für die Festjahresprojekte. Nach seinen Worten geht es um soziales Design und eine menschliche Architektur, zunehmend auch um Energiesparen und Umweltschutz. Hochinteressant wird daher das „Low2No-Bauprojekt“ in Jätkäsaari. Low2No steht für „from low carbon to no carbon“. Umweltschädliches CO2 soll zunächst vermindert, dann aber ganz vermieden werden. Das neue Viertel entsteht nicht irgendwo am Stadtrand, sondern innerstädtisch auf den nicht mehr benötigten Hafen-Arealen. Was, wo und wie gebaut wird, interessiert laut Timonen auch „den Mann auf der Straße“. Ständig gibt es Bau-Wettbewerbe, und die Vorhaben werden heiß diskutiert, verändert oder verworfen. Kürzlich hat der Stadtrat gegen den Bau eines Guggenheim-Museums votiert.


Helsinki, neue Kapelle der Stille, Zustand Anfang Mai, Foto: Ursula Wiegand

Große Zustimmung findet jedoch der besondere Bau des Festjahres, die neue, bereits mit einem internationalen Architekturpreis bedachte „Kamppi Kapelle der Stille“. (Architekten: Mikko Lintula, Niko Sirola und Mikko Summanen). Der bescheidene, braun-golden schimmernde Holzbau steht mitten im quirligen Einkaufszentrum. Schon Anfang Mai, als daran noch gewerkelt wurde, zog er die Blicke auf sich. In dem 11,5 Meter hohen Innenraum sollen die Menschen still werden, ihre Sorgen aber auch einem Priester oder Sozialarbeiter anvertrauen können. Gottesdienste sind nicht geplant, doch über ein Taufbecken wird bereits nachgedacht.


Helsinkis Dom von Carl Ludwig Engel, geweiht erst 1852, Foto: Ursula Wiegand

Insgesamt bildet diese Kapelle der Stille einen starken Kontrast zu Helsinkis klassizistischem Dom im Regierungsbezirk. Den schuf der deutsche Architekt Carl Ludwig Engel (1778-1840). Fertig und geweiht wurde er erst 1852. Im Auftrag von Zar Alexander I hatte Engel das gesamte Zentrum gestaltet. In Bronze steht dieser Zar vor dem gewaltigen Gotteshaus, aber bescheiden am Fuße der breiten Treppe, die hinaufführt. Zur Rechten und Linken rahmen die Universität und das Senatsgebäude den weiträumigen Platz.


Helsinki, Orthodoxe Kirche + Hauptverwaltung v. Stora Enso, Alvar Aalto, 1959, Foto: Ursula Wiegand

Überdies künden orthodoxe Kirchen von der rd. 200 Jahre dauernden russischen Herrschaft. So die riesige am Westhafen. Davor setzt sich ein weißer Waben-Bau in Szene, die Hauptverwaltung des Unternehmens Stora Enso. Die entwarf Alvar Aalto (1898-1976), Finnlands berühmtester Designer/Architekt. Organisches Bauen war sein Prinzip, gut zu sehen in seinem Wohnhaus in Helsinki, errichtet 1936. Drinnen beeindruckt das ebenso formvollendete wie praktische Interieur. Aaltos Vasen, Leuchten und Hocker wurden zu Design-Ikonen. Der Sessel „Tank“ (Panzer) wird nach wie vor gefertigt und kostet neu 800 Euro.


Helsinki, Sessel Tank (Panzer), designed 1936 von Alvar Aalto, in seinem Haus, Foto: Ursula Wiegand

Mit der Finlandia-Halle (Bauzeit 1962-75) setzte Aalto der Stadt Helsinki ein sehr bemerkenswertes Denkmal, arbeitete jedoch europaweit. In Bremen schuf er ein Hochhaus, in Wolfsburg die Heilig-Geist-Kirche und das Alvar-Aalto-Kulturhaus. Andere folgten ihm und machten Helsinki zu einem Mekka für moderne Architektur. Ein geschätztes Beispiel ist nach wie vor „Kiasma“ (von 1992), das Museum für moderne Kunst, ein Werk des amerikanischen Architekten Steven Holl.


Helsinki, Sanoma-Haus und Kiasma-Museum, Foto: Ursula Wiegand

Ging Holl noch zurückhaltend mit der Innenausleuchtung um, so setzten die SARC-Architekten beim Sanoma Haus (von 1999) dezidiert auf Lichteinfall und Glas. Zu ihnen gesellte sich 2011 das Helsinki Musikzentrum mit seiner gewaltigen Glasfront, der Stolz der Stadt, gestaltet von Marko Kivistö, Mikko Pulkkinen und Ola Laiho. Das Bauwerk beherbergt Helsinkis Philharmonisches Orchester, das Finnische Radio Symphonie-Orchester und die Sibelius Akademie.


Helsinkis Musikzentrum, erbaut 2011, Foto: Ursula Wiegand

Licht und Beleuchtung haben in Finnland wegen der langen dunklen Winter einen hohen Stellenwert. Umso lieber nutzt man die wunderbar klare Sommersonne. Siehe die neue Universitätsbibliothek inmitten der Stadt, errichtet vom Architektenteam Anttinen Oiva. Äußerlich passt sich das 7-stöckige Gebäude mit seiner geschwungenen Backsteinfassade perfekt den Nachbarhäusern an. Drinnen fasziniert der Lichteinfall von der Decke her und durch zahlreiche Fenster. Die Bibliothek soll im Herbst fertig sein und allen Menschen offen stehen, nicht nur den etwa 35.000 Studenten in Helsinki. Und die Kinder? Die besten Architekten des Landes (!) bauen ihre Schulen, freundliche und gut durchdachte Gebäude, wie die Kirkkojärvi Schule in Espoo, Helsinkis Nachbarstadt. Die „Verstas Architekten“ haben dafür schon einen internationalen Architekturpreis gewonnen.


Kirkkojärvi-Schule außen, Foto: Ursula Wiegand

Graffitis sind nirgends zu sehen, die Kinder haben Besseres zu tun als herumzuschmieren, denn die Ausstattung mit Büchern, Computern, Musikinstrumenten, Bastel- und Technikräumen ist fabelhaft. Manche bauen sogar ihre eigene Gitarre. Kinder lieben Musik,“ betont Schulleiter Kari Lehtovuori. In einer geräumigen Küche lernen Mädchen und Jungen kochen. Saubermachen steht ebenfalls auf dem Programm.

Also keine Probleme? „50 Prozent unserer Grundschüler und 20 Prozent in der Sekundarstufe (Anmerkung: bis 16 Jahren) sind Migrantenkinder,“ sagt Lehtovuori. Doch man praktiziert dort das Miteinander. Im hellen Speisesaal essen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern. Dass in einem solchen Umfeld erfolgreich gelernt wird, überrascht nicht. Bei den PISA-Tests liegen Finnlands Schüler bekanntlich immer an der Spitze.


Futuro-Haus Nr. 1 von 1968 in Espoo, Foto: Ursula Wiegand

Viel Spaß haben die Kids und die Architektur-Fans nun sicherlich auch an dem „Ufo“ im WeeGee Ausstellungszentrum von Espoo. Es ist das von Marko Home restaurierte allererste Futuro-Haus von 1968.

Das eliptische Plastik-Heim, designed von Matti Suuronen, machte weltweit Schlagzeilen, war aber teuer. Nur 70-80 Stück wurden produziert, und die Ölkrise von 1973, in der sich der Plastik-Preis verdreifachte, brachte das endgültige Aus. Inzwischen setzt man wieder auf Holz, Finnlands naturgegebenen Werkstoff. Gerade haben Studenten der Aalto-Universität Helsinkis Museen für Architektur und Design durch einen hölzernen Pavillon miteinander verbunden. Der wird Ende des Jahres wieder abgetragen, die „Kapelle der Stille“ aber bleibt.


Helsinki, Restaurant Kappeli von 1867, Foto: Ursula Wiegand

Bestehen bleibt auch das hübsche „Kapelli“, eine „Kapelle“ der feinen Küche von 1867 auf der Flaniermeile Esplanade. Dort traf sich schon Jean Sibelius mit seinen Künstlerfreunden. Gut isst man auch im „Havis“, das zum „Hotel Haven“ gehört, Mitglied der Kette „Small Luxury Hotels“ (Tel. 00358-9681930). Im „Ateljé Finne“, einem ehemaligen Atelier, drängen sich ebenfalls die Gäste. Die Menüs haben jedoch ihren Preis, vor allem der kräftig besteuerte Wein geht ins Geld, doch die Qualität insgesamt stimmt.

Sibelius-Denkmal von Eila Hiltunen, 1967, Foto: Ursula Wiegand

Die stimmt auch im nostalgischen, klitzekleinen Café Regatta an der Töölö-Bucht. Bei schönem Wetter sitzen alle im Garten. Vor oder nach dem leckeren Blaubeerkuchen ist ein Blick aufs Sibelius-Denkmal schräg gegenüber ein Muss.


Insel Suomenlinna, Schwedenfestung, Weltkulturerbe, Foto: Ursula Wiegand

Ein weiteres preiswertes und lohnendes Vergnügen ist die Schiffsfahrt zur Insel Suomenlinna. Die gleichnamige, von den Schweden erbaute Festung gehört zum Weltkulturerbe. Auch Garnisonsbauten und hübsche Holzhäuser sind dort zu sehen. Nur 10 Minuten braucht die Fähre ab Helsinkis Westhafen. Wer nicht länger als 1 ½ Stunden bleibt, zahlt für Hin- plus Rückfahrt nur 2,20 Euro.

Infos zu Helsinki und zur Welt-Designhauptstadt unter www.hel.fi/deutsch.

Diese Seite drucken