Der Neue Merker

DIE DIENSTAG-PRESSE (30. SEPTEMBER 2014)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die DIENSTAG-PRESSE (30. SEPTEMBER 2014)

Bonn
Unambitioniert, gefällig und positionslos
Hendrik Vestmanns und Jakob Peters-Messers “Fidelio”-Deutung von Beethoven an der Oper Bonn lässt keine Freude aufkommen. Das Bühnenbild wirkt auf den ersten Blick gewollt reduziert, zeigt sich aber im Verlaufe der zweistündigen Aufführungszeit als simple Billigproduktion.
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Wien/ Konzerthaus
Tradition der Schwerelosigkeit
John Eliot Gardiner im Wiener Konzerthaus
http://derstandard.at/2000006177005/Tradition-der-Schwerelosigkeit

Verführer mit sinfonischem Sixpack
Die Junge Deutsche Philharmonie unter Lothar Zagrosek
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Regensburg
Der Tristan als Nachtod-Erlebnis
Das Theater Regensburg zeigt Wagners Werk als Oper für Einsteiger: in gut erzählten Bildern und mit einer beachtlichen musikalischen Leistung.
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Bari/ Italien
Auch Baris Oper verliert ihren Musikdirektor
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Frankfurt/ Alte Oper
Forschungsreise in die Nacht
Rattle Alte Oper Frankfurt
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Wien/ Volksoper
Eine Nacht in Venedig in der Volksoper Wien
Karneval hat immer Saison
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Zürich
Lohengrin in Zurich: “What blessed power holds us spellbound?”
http://bachtrack.com/de_DE/review-lohengrin-vogt-heever-young-september-2014

London
Daniel Harding: conductor on a mission to revive the classical concert
British conductor Daniel Harding has recruited the TV physicist Brian Cox and other famous thinkers to revolutionise the concert-going experience
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English Concert/Bicket review – an austere and joyous reading of Bach Bridgewater Hall, Manchester

The extraordinary vision of the B Minor Mass was captured so expertly it felt like a portal to the future
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New York
A blight at the opera
The Met’s shameful exploitation of the murder of Leon Klinghoffer
http://www.nydailynews.com/opinion/editorial-blight-opera-article-1.1954522

Boston
A Conductor Tries to Soar Amid High Expectations
Andris Nelsons Begins Tenure Leading Boston Symphony
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At Symphony Hall with Andris Nelsons, a new chapter for BSO
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Philadelphia
Almodóvar influenced Barbierein Philadelphia
http://bachtrack.com/de_DE/review-barbiere-philadelphia-september-2014

Houston
Opera in the Heights Serves up Love, Lust, Sex and Violence in Rigoletto
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Vancouver
Review: Vancouver Opera’s Carmen a visceral treat
Old favourite features inventive staging and costumes, with a more conventional approach to Bizet’s score
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Sprechtheater

Zürich/ Schauspielhaus
Scherz, Klamauk und keine tiefere Bedeutung
“O, mein Papa” zieht immer noch. Mit “Der Schwarze Hecht” der schwyzerdütschen Originalfassung von Paul Burkhards Musical “Feuerwerk”, bringt Herbert Fritsch Zirkusluft ins Zürcher Schauspielhaus.
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Berlin/ Deutsches Theater
Ein kurzweiliges “Warten auf Godot” im Deutschen Theater
Die Inszenierung von Ivan Panteleev hat Premiere gefeiert. Dabei verzichtet der Regisseur fast ganz auf Requisiten – und setzt auf seine Schauspieler. Eine verspätete, aber fulminante Saisoneröffnung.
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Darmstadt
Nicht allein unter Irren
Christian Weise und das Staatstheater Darmstadt drehen beim „Kaufmann von Venedig” mächtig auf.
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Stuttgart
Premiere von “Richard III.” und “Die Stadt das Gedächtnis”
Am Staatstheater Stuttgart feierten jetzt zwei Stücke Premiere: Während Robert Borgmanns Inszenierung von “Richard III” als dreistündige Kreisch-Übung scheitert, funktioniert Jan Neumanns “Die Stadt das Gedächtnis” als poetische und alltagsnahe, dabei durchaus kritische Heimatkunde – meint unser Kritiker.
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Unter’m Strich

Merci, Chérie! Udo Jürgens zum 80. Geburtstag
Seit 1964 ist er da. Ununterbrochen. Sich selbst immer wieder neu erfindend. Udo Jürgens ist einer der großen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Wir könnten unser Leben mit seinen Liedern bebildern.
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Wien
Bademantel-Demo: Ring heute ganztägig befahrbar
http://wien.orf.at/news/stories/2671155/

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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. SEPTEMBER 2014)

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 30. SEPTEMBER 2014)

Die Staatsoper vor der ersten Premiere der Saison

Wien-Debutant Kasper Holten

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Kasper Holten       Foto: Renate Wagner

Auf der Suche nach Idomeneo

Direktor Dominique Meyer bat, flankiert von Regisseur Kasper Holten und Dirigent Christoph Eschenbach, zu einem Gespräch über die am Sonntag bevorstehende erste Premiere dieser Spielzeit, die Mozarts „Idomeneo“ gilt – keinem einfachen Werk (in keiner Hinsicht), auch nicht unbedingt ein programmierter Publikumshit. Allerdings setzt man große Hoffnungen auf die Produktion – wohl nicht zuletzt wegen Holten, der als einer der gegenwärtig interessantesten Regisseure gilt und nach fünf Arbeiten im Theater an der Wien nun erstmals an der Staatsoper inszeniert.

Von Renate Wagner

„Idomeneo“ war für Mozart Work in Progress, geschrieben in einer für ihn persönlich schweren Zeit rund um den  Tod der Mutter und in großen Spannungen zu dem Vater (was ja im Grunde auch das Libretto thematisiert). Wie jedes Werk, zu dem später noch Musikstücke hinzukamen und vom Komponisten selbst weitere „Fassungen“ erwogen wurden, steht es den Interpreten ziemlich frei, ihre Version zu wählen.

„Wenn man die Freiheit hat, Entscheidungen zu treffen, ist das natürlich eine Herausforderung“, sagt Kasper Holten. Dem ausgesprochenen Wunsch von Dominique Meyer, die später hinzugeschriebene Idamante-Arie (mit Solo-Geigen-Begleitung, wobei der Konzertmeister der Premiere noch nicht feststeht) hinein zu nehmen, ist der gerne gefolgt, hat aber dazu dramaturgisch einige Veränderungen vorgenommen, die Liebesgeschichte Ilia-Idamante vorgezogen, wodurch ihm die Handlung plausibler erscheint.

Ein kühner Strich ist der totale Verzicht auf das finale Ballett, da Holten einfach mit dem Ende der Handlung auch Schluß machen möchte, da er sich nicht vorstellen kann, dass 20 Minuten „Tanz“ (wie immer man ihn betrachtet – die anderen „Balletteinlagen“ werden auch Bewegungschoreographien sein) dann noch sinnvoll wäre –  und für das Publikum leicht erträglich, egal, wie schön die Musik auch ist. Und in diesen Mozart ist Holten derzeit regelrecht verliebt, er könnte ihn ununterbrochen hören. Trifft sich günstig…

Holten, der meint, der 3. Akt „Idomeneo“ enthalte die „mutigste“ Musik, die Mozart geschrieben hat, einen Beweis dafür, wie man Gefühle durch Musik ausdrückt, möchte auch zeigen, dass das beschworene „Monster“ des Werks eigentlich – Idomeneo selbst ist. Der Herrscher, der mit Blut an den Händen aus einem Krieg zurückkehrt und mit seiner eigenen Verstörung sein Volk zerstört.

Große Bewunderung drückt Holten diesbezüglich über seinen Hauptdarsteller Michael Schade aus: „Er hat wirklich Mut. Wenn er dem Meer entsteigt, will er nicht nur schön singen, er drückt mit den Koloraturen auch aus: Ich leide, ich ersticke. Schade ist ein mutiger Künstler, und das liebe ich.“

Holten kennt auch, im Gegensatz zum Wiener Publikum, die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson, die als Elettra an der Staatsoper debutiert. „Das ist eine wirklich schwere Rolle, sie tritt auf, singt eine böse Arie und geht wieder, da muss man einiges darüber hinaus gestalten, damit sie nicht einfach wie eine Wahnsinnige wirkt. Es ist ja die Elektra der Atriden-Sage, die wir auch von Strauss kennen, die alle Katastrophen ihres Lebens hinter sich hat und jetzt um einen Neuanfang kämpft. Maria Bengtsson ist ein Bühnentier, die das alles spielen kann.“

Nach dem optischen Rahmen gefragt, den Holten dem Werk geben wird (mit Bühnebildnerin Mia Stensgaard und Kostümbildnerin Anja Vang Kragh, die er mitgebracht hat), so spürt er zwar durchaus gegenwärtige Elemente bekannter  Machtstrukturen in dem Werk: „Aber das in heutiger Kleidung und Uniformen etwa in Syrien spielen zu lassen – das haben wir alle die letzten 20 Jahre lang gemacht, das wäre nicht nur klischeehaft, sondern nachgerade altmodisch. Auch würde das einen psychologischen Realismus verlangen, den das Werk nicht bringt, das doch noch sehr im Mythos verhaftet ist. Natürlich erreicht man auch keine Identifikation, wenn man Idomeneo im griechischen Gewand und in Sandalen aus dem Trojanischen Krieg kommen lässt. Wir mischen in der Ausstattung Archaisches mit Elementen des 19. und 20. Jahrhunderts. Ich hasse das Modewort ‚zeitlos’ –‚Idomeneo’ spielt in einer Art ‚Europa-Zeit’ und handelt davon, was der Krieg den Menschen antut. Idomeneo selbst ist durch den Krieg korrumpiert, er bringt seine Dämonen mit nach Hause, er infiziert die Menschen, und er steht schließlich vor dem klassischen Machthaber-Dilemma – aber dass man Macht auch abgeben kann, das fällt ihm nicht ein…“

Holten, der „Idomeneo“ erstmals inszeniert (was Kollege Damiano Michieletto, den er sehr schätzt, vor knapp einem Jahr im Theater an der Wien aus dem Stück herausgeholt hat, hat er sich mit Absicht nicht angesehen), weiß, dass man heutzutage unter ungeheurem Erfolgsdruck steht, will sich aber davon nicht belasten lassen.

„Wenn es kein Erfolg wird – dann ist es auch egal, es war für uns eine Suche, und man kann aus Angst um die Quote nicht auf Sicherheit setzen.“

Und im übrigen war es für den international erfolgreichen Dänen, der derzeit das Royal Opera House Covent Garden in London leitet (und solcherart auch ein Intendanten-Kollege von Dominique Meyer ist), eine wunderbare Zeit und eine großartige Zusammanarbeit mit Christoph Eschenbach an der Wiener Staatsoper.

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ZWEI PREMIEREN AM 2. OKTOBER IN WIEN:

Musiktheater: “EUGEN ONEGIN” in der Wiener Kammeroper


Natalia Kawalek-Plewniak, Vladimir Dmitruk. Foto: Barbara Zeininger

Schauspiel: “DER ZERRISSENE” von Johann Nestroy im Theater in der Josefstadt


Alexander Strobele, Siegfried Walther, Martina EBM, Nicolaus Hagg, Friedrich Schwardtmann, Oliver Huether. Foto: Barbara Zeininger
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OPERNHAUS IN MUSCAT (Royal Opera House Muscat ) – EINES DER SCHÖNSTEN THEATER DER WELT

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Royal Opera House Muscat

Das dritte Opernhaus der arabischen Welt das Royal Opera House Muscat öffnete 2011 seine Pforten und dürfte  zu den schönsten ja ohne Zweifel  den geschmackvollsten  Institutionen dieser Welt zählen. Im ensemblefreien Haus gastieren zur Stagione europäische Opernhäuser,  internationale Opern- und Konzert-Solisten sowie arabisch-asiatische Ensembles der Unterhaltungsmusik in breitgefächerten, anspruchsvollen Programmen.

Zur Eröffnung der Saison 2014/15 bildete das Gastspiel des Teatro Lirico Giuseppe Verdi Trieste an drei Spieltagen mit „Macbeth“ (Giuseppe Verdi) den umjubelten Auftakt.

Zur Kritik “Macbeth”

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FOTOS VOM “COMPETIZIONE DELL’OPERA IM LINZER MUSIKTHEATER  (28.9.)


Die Preisträger (in der Mitte Gewinnerin Elena Stikhina). Foto: Dr. Klaus Billand


Finalistenfoto (ohne die Siegerin). Copyright: Dr. Klaus Billand


Landeshauptmann Pühringer, Intendant Mennicken, Barbara Rett, Prof. Frey. Foto: Dr. Klaus Billand


Tamas Batori überreicht einen Sonderpreis. Foto: Dr. Klaus Billand

Mehr Fotos in unserer Bildergalerie im Album DIVERSE VERANSTALTUNGEN – Album 1
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 EINIGE FRAGEN ZUR VORGANGSWEISE IN DER “CAUSA BURGTHEATER”

Bildergebnis für burgtheater

Ergänzend zu den in der Vorwoche gestellten Fragen von Dr. Renate Wagner stellt nun auch Thomas Prochazka einige Fragen und wundert sich, dass deren Beantwortung weder die Politik noch die mit Presseförderung gefütterten Zeitungen interessiert!:

* Wenn in einer Aufsichtsratssitzung der Burgtheater GmbH Herr Dr. Springer angesichts eines drohenden Defizites von 4,4 Mio. EUR die Losung einer “schwarzen Null” ausgab, gab es dazu auch einen Beschluß des Gremiums? Ein Aufsichtsrat ist ja ein Kollegialorgan, d.h., der Vorsitzende allein kann genau gar nichts entscheiden, es braucht immer eine qualifizierte Mehrheit (GesmbH-Gesetz). Wenn ja, wäre es dann nicht selbstverständlich, den bedungenen Fortschritt in dieser Angelegenheit im Rahmen der nächsten Sitzung zu überprüfen? Wenn das passierte, haben die Mitglieder des Aufsichtsrates die von der Geschäftsführung gesetzten Maßnahmen ja als ausreichend empfunden. Das Argument, man wußte nicht, woran man war, ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr stichhaltig. All das müßte ja in den Sitzungsprotokollen niedergeschrieben worden sein.

 * Durften die Aufsichtsratsmitglieder einer Entkapitalisierung der Burgtheater GesmbH — wie übrigens auch im Rechnungshofbericht gefordert — überhaupt zustimmen, läuft dies doch den im GesmbH-Gesetz formulierten Zielen der ordentlichen Geschäftsführung zuwider?

 * Sind die Organe der Republik nicht dazu angehalten, ordentlich und sparsam zu wirtschaften? Falls ja, müßte dann nicht die Geschäftsführung der Bundestheater-Holding GesmbH. in Abwendung möglichen Schadens für die Republik die Mitglieder des Burgtheateraufsichtsrates auf Schadenersatz und Wiedergutmachung klagen? (Die Bundestheater-Holding GesmbH. ist ja alleiniger Gesellschafter der Burgtheater GesmbH.) Und müsste nicht, wenn das nicht passiert, der Aufsichtsrat der Bundestheater-Holding GesmbH. eine diesbezügliche Klage gegen die Geschäftsführung einreichen? Und wenn auch das nicht passiert, müsste nicht die Republik Klage gegen die Mitglieder des Aufsichtsrates der Bundestheater-Holding GesmbH. begehren?

 * Wieso leistete die Burgtheater GesmbH. (unter anderem) eine Barauszahlung an ihren künstlerischen Geschäftsführer in der Höhe von EUR 8,40? War das die Rechnung für einen Kaffee im Café Landtmann? Oder ein Schwung Tageszeitungen mit den Kritiken seiner letzten Regiearbeit?

 * Ist die Position des künstlerischen Geschäftsführers der Burgtheater GesmbH. (auch: “Burgtheaterdirektor”) eine Teilzeitstelle? Wenn ja, warum wurde Herr Hartmann dann so großzügig entlohnt? Wenn nein, wieso wurde ihm erlaubt, zusätzlich noch Regie zu führen? Wer erledigte währenddessen seine Arbeit?

 Und, wie von Frau Dr.  Wagner ebenfalls festgestellt: Wieso interessierten sich weder die Politik noch die österreichische Presse für all diese Dinge?

 Thomas Prochazka

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RICHARD WAGNER-VERBAND WIEN – 30. SEPTEMBER IN DER KUNST-WERK-GALERIE DES ONLINE-MERKER

 

ONLINE MERKER Signet in Zusammenarbeit mit dem Richard Wagner-Verband Wien

Vortrag von Prof. Dr. Heinrich Tettinek über Anton Bruckner am 30.09.2014 um 17:30 Uhr

Anton Bruckner ist einer jener Komponisten, die Vladimír Kiseljov zu seinen Bildern inspirieren. Wir erwarten den Künstler nochmals in Wien, der gerne sein Oeuvre mit Interessierten bespricht.

Inmitten der Ausstellung wird unser Ehrenpräsident Prof. Dr. Tettinek einen Vortrag über Leben und Werk des österreichischen Komponisten halten, dessen Geburtstag sich am 04. September zum 190. Mal jährte.

Prof. Mag. Dr. Heinrich Tettinek hat 30 Jahre lang die Geschicke des Richard Wagner Verbands Wien geleitet und diesen zu ungeheurer Popularität im In- und Ausland verholfen. Er war der Initiator von viele Reisen in die Nachbarländer, sobald der Eiserne Vorhang gefallen war. Heute werden diese, von ihm ins Leben gerufenen Tagesfahrten unter anderem von Elite-Tours erfolgreich nachgemacht. Der Richter am Wiener Handelsgericht hat auch Musikwissenschaften studiert und wird uns eine Menge interessante Details aus Bruckners Leben und Schaffen zu berichten wissen.

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Anton Bruckner aus der Sicht von Vladimir Kiseljov. Foto: Barbara Zeininger

Termin: Dienstag, 30.09.2014 um 17:30 Uhr. Ort: Galerie des ONLINE–MERKER, 1120 Wien, Zeleborgasse 20/Ecke Vivenotgasse (Eingang an der Ecke.) ________________________________________________________________

Die Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst Stuttgart 2014 stehen fest

Vorgestern endete der 9. Internationale Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart 2014 mit einem ausverkauften Preisträgerkonzert, bei dem sich vier Gewinner-Duos präsentierten: Den ersten Preis (15.000 Euro) errangen der Bariton Ludwig Mittelhammer und der amerikanische Pianist Jonathan Ware. Die Preisträger sind eingeladen, einen Liederabend im Programm der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie zu gestalten. Der zweite Preis (10.000 Euro) ging an die australische Sopranistin Emma Moore und die Pianistin Klara Hornig. Der dritte Preis wurde zweimal vergeben und mit je 5.000 Euro Marie Seidler, Mezzosopran und der Italienerin Katharina Thöni, Klavier sowie der britischen Sopranistin Carine Tinney und Thomas Wypior, Klavier, zugesprochen. „Für mich sind alle Gewinner“, kommentierte die Juryvorsitzende Brigitte Fassbaender die Qualität der Teilnehmer, aufgrund derer erstmals acht Duos zum Finale zugelassen wurden. Beim Preisträgerkonzert wurde auch dem Liedbegleiter, Musikwissenschaftler und Juror Graham Johnson für seine Verdienste um die Liedkunst die Hugo-Wolf-Medaille verliehen. Der gesamte Wettbewerb wurde live gestreamt und mit 17.000 Seitenaufrufen sehr gut angenommen.

Ludwig Mittelhammer, geboren 1988, ist Jugend Musiziert-Bundespreisträger, 2007 in der Kategorie Duo- Kunstlied und 2008 in Sologesang. 2014 erhielt er einen Sonderpreis des Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerbs. Seit Oktober 2009 studiert er bei Frieder Lang und seit September 2011 ist er Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Bereits 2010 sang Mittelhammer den Marco in Puccinis Gianni Schicchi im Rahmen des deutsch-französischen forums junger kunst in Bayreuth. 2013 debütierte er beim Heidelberger Frühling und als Papageno in Mozarts Zauberflöte in Ulm sowie als Guglielmo in Così fan tutte in Bad Reichenhall. 2014 war der Sänger in Richard Strauss’ Feuersnot und als Demetrios in Oberleithners Aphrodite zu hören. Im Sommer 2013 war Mittelhammer Mitglied der Mozart-Academy der Festspiele Aix-en- Provence.

Jonathan Ware, Jahrgang 1984, war Stipendiat von Brian Zeger, Jonathan Feldman und Margo Garrett. Er gewann den Großen Preis des Kingsville International Young Performer’s Wettbewerb 2005 sowie die Silbermedaille des Missouri Southern International Klavierwettbewerbs 2002. Beim Wigmore Hall Song Competition 2011 und beim Wettbewerb »Das Lied« 2013 in Berlin errang Jonathan Ware jeweils den Preis für Liedpianisten. Als Solist spielte er Recitals in Dallas, New York, Washington D.C., Miami sowie im japanischen Hammamatsu. Bei Liederabenden begleitete er Michael Kelly, Christin Wismann, Benjamin Appl, Tara Erraught und Hanna Herfurtner. Er war mehrfach Begleiter der Internationalen Meistersinger Akademie in Neumarkt und beim Ravinia Festival in Chicago. 2012 wirkte er als Liedbegleiter bei der Lied Akademie des Heidelberger Frühlings mit.

Weitere Infos: www.lied-wettbewerb.de
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VOR DER PREMIERE “MARY POPPINS” IM WIENER RONACHER

Fotos von DI. Dr. Andreas Haunold

Mary Poppins - Sep 2014_MG_0129 small by ahaunold@gmx.at
David Boyd, Katharina Kemp, Jonas Zeiler, Annemieke van Dam, Mila Jovanovic. Foto: DI.Dr. Andreas Haunold

Mary Poppins - Sep 2014_MG_0163 small by ahaunold@gmx.at
Annemieke van Dam. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold

Mary Poppins - Sep 2014_MG_0821 small by ahaunold@gmx.at
Mila Jovanovic, Reinwald Kranner. Foto: DI. Dr. Andreas Haunold
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FOTOS VON DER KONZERTANTEN AUFFÜHRUNG VON RACHMANINOFFS “ALEKO” im Merker-Kunstsalon” (Gatterburggasse 14, Amtshaus Wien-Döbling (29.9.)

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Davide Galassi, Eva Maria Santana, Anna Ryan, Russi Nikoff, Apostol Milenko. Foto: Herta Haider

Unbenannt
Schlussapplaus: Anna Ryan, Eva Maria Santana, Russi Nikoff, Davide Galassi, Apostol Milenko. Foto: Herta Haider

Eine Rezension folgt!
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Den Norske Opera & Ballett, Oslo bringt Auftragskomposition zur Uraufführung: „Peer Gynt“ von Jüri Reinvere, nach dem Drama von Henrik Ibsen: Premiere am 29. November 2014

 Den Norske Opera & Ballett in Oslo hat anlässlich der 200-Jahrfeier der norwegischen Verfassung eine neue Oper über den norwegischen Nationalepos „Peer Gynt“ in Auftrag gegeben: Der estnische Komponist Jüri Reinvere hat sowohl ein neues Libretto als auch die Musik zu dem Werk geschrieben, das am 29. November 2014 in der Inszenierung von Sigrid Strøm Reibo und der Ausstattung von Katrin Nottrodt uraufgeführt wird. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von John Helmer Fiore. In den Hauptrollen sind Nils Harald Sødal (Peer Gynt), Marita Sølberg (Die junge Solveig), Ingebjørg Kosmo (Mutter Ase, Alte Solveig), David Hansen u.a. zu erleben. Weitere Aufführungen sind am 1., 11., 14. und 30. Dezember 2014 sowie am 2., 11., 15. und 17. Januar 2015. Das spektakuläre Gebäude der Den Norske Opera & Ballett wurde 2008 eröffnet und gehört heute zu den wichtigsten Musiktheaterbühnen Europas. Der amerikanische Dirigent John Helmer Fiore ist dort seit 2009 Musikchef; Per Boye Hansen ist seit der Saison 2012/13 Opernchef des Hauses.

 Mit seiner 2012 höchst erfolgreich an der Finish National Opera uraufgeführten Oper „Puhdistus“ (Fegefeuer) etablierte sich Jüri Reinvere als einer der vielseitigsten zeitgenössischen Komponisten. „Peer Gynt“, das Auftragswerk der Den Norske Opera & Ballett, ist seine zweite Oper. Aus unserer heutigen Perspektive reflektiert der Komponist die in Norwegen immer und überall präsente Relevanz des „Peer Gynt“-Epos. Die 1860er, in denen Ibsens Drama entstand, waren eine Ära an der Schwelle zur Moderne. Auch wir befinden uns heute mitten in einer Zeit enormer Veränderungen, in einer Situation, die Charaktere wie Peer Gynt hervorbringen kann. Wie nie zuvor versuchen wir, Verbindlichkeit zu meiden, aus Angst, etwas zu verpassen – bessere Gelegenheiten, bessere Jobs, bessere Beziehungen und vieles mehr. Aber was macht diese Angst vor Verbindlichkeit mit uns? Wir riskieren, als einsame Individuen dazustehen, die zu keiner Gemeinschaft oder Gesellschaft gehören. Peer Gynt – wie auch wir – werden zu Egoisten, die sich selbst beweihräuchern. Für Ibsen ist wahre Liebe an Verbindlichkeit, Opferbereitschaft und Geduld geknüpft – Ideale, die wir womöglich verloren haben. Genau hier setzt Jüri Reinveres neuer „Peer Gynt“ an: Wie hätte Ibsen sein Drama in unserer heutigen Zeit, vor dem Hintergrund unserer heutigen Situation geschrieben?

 Der heute in Berlin lebende, vielsprachige Jüri Reinvere wurde 1971 in Tallinn geboren. Er ist Komponist und Librettist seiner Opern und wurde maßgeblich von drei Faktoren beeinflusst: von seiner Kindheit in einem besetzten Land innerhalb der damaligen Sowjetunion und von seiner künstlerischen Entwicklung in Finnland und Stockholm. Nicht zuletzt auch von seiner Mentorin, der estnisch-schwedischen Pianistin und Autorin Käbi Laretei und der Nähe zu ihrem früheren Ehemann Ingmar Bergman, durch die sich die Verbindung zur nordischen Theatertradition ergab. Darüber hinaus tritt Reinvere mit Essays, Gedichten, Dokumentarfilmen, als Übersetzer sowie im finnischen und estnischen Radio in Erscheinung. Zu seinen Werken gehören neben „Puhdistus“ und „Peer Gynt“ u.a. „Opposite Shore“, eine Radiooper, „Northwest Bow“, „Written in the Sand“, „Four Quartets I“, „Requiem“ und „Norilsk – The Daffodils”.

Die junge norwegische Regisseurin Sigrid Strøm Reibo (*1982) gibt mit „Peer Gynt“ ihr Debüt an Den Norske Opera & Ballett. Zugleich ist es ihre zweite Regiearbeit im Bereich Oper. Mit starken Inszenierungen hat sie sich vor allem in Norwegen und Russland, wo sie ihre Ausbildung erhielt, einen Namen gemacht und wurde mehrfach für die „Beste Regie“ ausgezeichnet. John Helmer Fiore ist einer der führenden Dirigenten Europas und ausgewiesener Wagner-Spezialist. Er war Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein und Düsseldorfer Symphoniker, seit 2009 ist er Musikchef der Den Norske Opera & Ballett.

Das außergewöhnliche Gebäude der Den Norske Opera & Ballett wurde im April 2008 eröffnet. Der einem treibenden Eisberg nachempfundene Bau gilt als größtes norwegisches Kulturprojekt der Nachkriegszeit. Seit 2012/13 ist Per Boye Hansen Opernchef, der in der vergangenen Saison mit einer Auslastung von 94% ein stark steigendes Interesse an Oper und Ballett bewirken konnte. Atemberaubende Architektur und Weltklasse-Akustik steuern ihren Teil dazu bei. Doch verweisen solch sensationelle Erfolge auch auf das kluge, ausgefeilte programmatische Konzept von Per Boye Hansen, das allmonatlich neues Publikum begeistert.

Eröffnet wurde der diesjährige Premierenreigen mit Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ (seit 4. September) in der Inszenierung von Ole Anders Tandberg, die im Januar 2015 von der Deutschen Oper Berlin übernommen wird. Am 24. April 2015 kommt in Oslo Verdis „La Traviata“ in einer Neuinszenierung von Tatjana Gürbaca, „Regisseurin des Jahres“ 2013 (Opernwelt), zur Aufführung. Mit Hindemiths „Sancta Susanna“ und Zemlinskys „Eine florentinische Tragödie“ stehen ab dem 22. Februar 2015 zwei selten gespielte Einakter in konzertanter Fassung auf dem Programm. Erwähnenswert sind darüber hinaus zwei Wiedersehen mit dem katalanischen Regisseur Calixto Bieito: in der Wiederaufnahme von „Hoffmanns Erzählungen“ (ab 02.10.2014) und mit Bizets „Carmen“, einer Co-Produktion mit der English National Opera (Premiere 23.01.2015). Wagners „Lohengrin“ wird in einer Version zu Gast sein, die im September 2013 in Graz zur Aufführung kam (Premiere 08.03.2015). Den Norske Opera & Ballett kann auf ein hervorragendes norwegisches Sängerensemble zurückgreifen. Sie ist aber auch ein Magnet für internationale Stars, in der aktuellen Saison sind u.a. Pretty Yende als Rosina in Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ (ab 21.12.2014) und Ildebrando d’Arcangelo als Don Giovanni in Mozarts gleichnamiger Oper (ab 18.10. 2014) zu hören.

 www.operaen.no

www.operaen.no/en/Performances/Peer-Gynt
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 WIEN: Von der „Langen Nacht“ bis zu „Roten Erzherzogin“ – Herbstveranstaltungen im Hofmobiliendepot • Möbel

Museum Wien

Zahlreiche Veranstaltungen ermöglichen im Herbst 2014 die unterschiedlichsten Blickwinkel auf das Thema „Möbel“. Eine Gastausstellung zum Monat der Fotografie beschäftigt sich mit – dem Zufall geschuldeten – Ähnlichkeiten in Fotografien.

Lange Nacht der Museen
Samstag, 4. Oktober 2014, ab 18.00 bis 1.00 Uhr

Die Lange Nacht der Museen im Hofmobiliendepot

• Möbel Museum Wien rankt sich heuer um die Ausstellung „Der perfekte Haushalt aus Papier. Bürgerlicher Alltag zur Zeit Mozarts“. Führungen lassen einen Haushalt des ausgehenden 18. Jahrhunderts anhand der faszinierend-detailreich gestalteten Seiten des „Augsburger Klebealbums“ lebendig werden. Workshops für Kinder und Erwachsene bieten typische Freizeitvergnügen der damaligen
Zeit. Lesungen aus Mozarts Briefwechsel mit „Bäsle“, seiner Augsburger Cousine, sorgen für deftigen Lokalkolorit.

DAS PROGRAMM

18.15, 21.15 und 23.15 Uhr: Führung „Der perfekte Haushalt aus Papier. Bürgerlicher Alltag zur Zeit Mozarts“

20.15 und 22.15 Uhr: Führung ,,Die Prunkstücke der Sammlung: Ein Überblick“

18.30 – 22.30 Uhr: „Topflappen-Wetthäkeln“: Nadelarbeit zur Kleinen Nachtmusik von W. A.

Mozart“ (jeweils zur vollen und halben Stunde)

19.00, 20.30 und 21.30 Uhr: Lesung von Florian von Manteuffel aus den „Bäsle Briefen“, der derb-kräftigen Korrespondenz voller Schabernack des jungen W. A. Mozart mit seiner Augsburger Cousine

18.00 bis 21.30 Uhr: Kinderatelier für Kinder von 6 bis 12 Jahren, gebastelt werden Laternen mit Ausschneide-Motiven aus dem „Augsburger Klebealbum“

Für das kulinarische Wohl sorgt das Steirische Schmankerlstüberl.

Ort: Hofmobiliendepot • Möbel Museum, Andreasgasse 7, 1070 Wien,

www.hofmobiliendepot.at

Andreasgasse 7, 1070 Wien
T: +43-1-524 33 57

www.hofmobiliendepot.at

POLYESTER von Bernhard Hausegger

Intervention zur Vienna Design Week

Freitag, 26. September bis Sonntag, 23. November 2014

Eröffnung: Mittwoch, 1. Oktober 2014, 19.00 Uhr

stuhl_weiss_braun (c) Hausegger

Stuhl weiß-braun @ Bernhard Hausegger

Anlässlich der Vienna Design Week analysiert der Designer und Künstler Bernhard Hausegger für das Hofmobiliendepot die Formensprache von ausrangierten und weggestellten Sitzmöbeln und sucht nach möglichen Variationen. In der Folge bearbeitet er die Sessel und Stühle, die er findet oder geschenkt bekommt, mit Polyester.

Dieser Werkstoff erlaubt es ihm, ursprünglich notwendige, tragende Verbindungen der Möbel einfach wegzunehmen sowie ihr Volumen zu verändern. Das Original bleibt im Kern immer erhalten und erkennbar, Hauseggers Veränderungen eröffnen jedoch neue Blickwinkel und Perspektiven.

An Polyester waren in den 1960er und 70er Jahren heute belächelte architektonische Allmachtphantasien geknüpft. Komplette Wohnlösungen aus einem Guss schienen realisierbar sowie massenfertigungstauglich geworden zu sein.

Gironcoli-Schüler Bernhard Hausegger, geboren 1957 und somit ein Kind der Popart, war in seiner Jugend von diesen Visionen fasziniert. Der Fertigungsprozess seiner Möbel steht jedoch in einem drastischen Antagonismus zur Idee der Massenproduktionstauglichkeit:

Jedes einzelne Stück ist aufwendig in Handarbeit produziert.

Im Hofmobiliendepot bindet er die so entstandenen Objekte in die Schausammlung ein. Die Besucher dürfen und sollen darauf Platz nehmen und treten mit der „Sitzmaschine“ von Josef Hoffmann oder den minimalistisch-eleganten Biedermeiermöbeln in Dialog.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Vienna Design Week 2014 Eröffnungsevent: Mittwoch, 1. Oktober 2014 19.00 Uhr

Musikalischer Beitrag: Armin Pokorn (e-guit), Thomas Rottleutner (bcl, fl)

Dauer: Freitag, 26. September bis Sonntag, 23. November 2014

Ort: Hofmobiliendepot • Möbel Museum, Andreasgasse 7, 1070 Wien

Preise und Tickets: www.hofmobiliendepot.at

 Andreasgasse 7, 1070 Wien
T: +43-1-524 33 57

www.hofmobiliendepot.at

Die rote Erzherzogin. Kammerstück von und mit Elisabeth-Joe Harriet an Original-Möbeln im Hofmobiliendepot

Sonntag, 9. November 2014 bis Sonntag, 15. März 2015

Erzherzogin Elisabeth Marie, Pastell, Marie Biasini, 1889 © Bundesmobilienverwaltung, Foto Fritz Simak

Erzherzogin Elisabeth Marie, Pastell, Marie Biasini, 1889 © Bundesmobilienverwaltung, Foto: Fritz Simak

Kronprinz Rudolfs Tochter, Erzherzogin Elisabeth von Österreich, dargestellt von der Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet, erzählt aus ihrem abenteuerlichen Leben und über ihre Familie. Kein anderes Mitglied des Hauses Habsburg- Lothringen hatte einen politisch und sozial so abwechslungsreichen Werdegang wie die Erzherzogin: Als Mitglied der kaiserlichen Familie geboren und in erster Ehe eine Fürstin zu Windisch-Graetz verlor sie nach dem Ende der Monarchie alle Ansprüche und Titel. Durch ihre Liebe zu einem Sozialdemokraten wechselte sie ihre politischen Anschauungen und wurde in zweiter Ehe eine einfache Frau Petznek.

Vom verhätschelten Habsburgerkind zur roten Rebellin, von der vermögenden Erzherzogin zur verarmten WitweN.

Das Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien ist im Besitz vieler Möbel und Objekte, an Hand derer sich „Erzsi“, wie sie in der Familie genannt wurde, erinnert und auch so manches pikante Detail verrät.

Im Anschluss an die Führung gibt es einen Imbiss im Museumscafé-Restaurant „Zum Kaiserlichen Thron“

Termine: Sonntag 9., 23., 30. November, 7. Dezember 2014, 18. Jänner, 22. Februar und 15. März 2015. Beginn jeweils um 11.00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden

Ort/Treffpunkt: Foyer des Hofmobiliendepots, Andreasgasse 7, 1070 Wien

Tickets: € 37,00 inkl. Museumseintritt und Imbiss

Verbindliche Reservierung: Tel +43 664 301 16 74 oder elisabeth-joe-harriet@aon.at

Info und Pressefotos: www.elisabeth-joe-harriet.com

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 PROGRAMMTIPP WIEN-

30.10.2014, 19.30 Uhr, Werk X – Eldorado, 1010 Wien, Petersplatz 1
Diskussion: „Für diejenigen sprechen, für die kein anderer spricht“

Elfriede Jelineks politisches Theater veranstaltet von der Forschungsplattform Elfriede Jelinek: Texte – Kontexte – Rezeption in Kooperation mit dem Werk X

 Elfriede Jelineks politisches Engagement manifestiert sich nicht nur in unterschiedlichen Formen des öffentlichen Eingreifens, sondern auch in ihren literarischen Arbeiten, insbesondere in ihren Theatertexten. Sie nimmt darin Bezug auf die virulenten Themen unserer Zeit, hinterfragt Ideologien und übt Kritik an Mechanismen von Gewalt, Ausbeutung und Ausgrenzung.

In ihren neuesten Theatertexten befasst sie sich mit der Wirtschaftskrise („Die Kontrakte des Kaufmanns“, 2009; „Rein Gold“, 2013), mit Migration und Asylpolitik („Die Schutzbefohlenen“; 2013) und mit Rechtsextremismus („Das schweigende Mädchen“, 2014).

 Am 30. Oktober 2014 diskutieren um 19.30 Uhr im Werk X – Eldorado Ali M. Abdullah, der künstlerische Leiter des Werk X, die Theatermacherin Eva Brenner und der Journalist Robert Misik, moderiert von Silke Felber (Forschungsplattform Elfriede Jelinek), über Elfriede Jelineks politischen Anspruch, ihre aktuellen Theatertexte und über politisches Theater heute.

 Die Diskussion findet im Rahmen des interdisziplinären Workshops für NachwuchswissenschaftlerInnen „Es ist Sprechen und aus“ (30.-31.10.2014) der Forschungsplattform Elfriede Jelinek: Texte – Kontexte – Rezeption der Universität Wien statt (http://fpjelinek.univie.ac.at/veranstaltungen/nachwuchsworkshop/ ).

 Eintritt frei.

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vienna theatre project

Unbenannt
Wir möchten Sie nochmals herzlich einladen, dieses tolle Musical anzusehen!

 Theater Drachengasse, Fleischmarkt 22, 1010 Wien

Beginn 20 Uhr

Reservierung unter: 01/5131444

“This show has everything topless people, girl on girl kissing…”

Mit Bühnen-Stars wie: Oliver Watton (BBC England und Cover Fiyero “Wicked” London West End) und Nazide Aylin (Musical – Die Show -Finalistin, CATS European Tour)

 Die Resonanz bis jetzt:

“Geniale Schauspieler…einfach tolles Theater.” Henry Mason, Theater der Jugend

“Eine wahnsinnig tolle Show!” Das Musical

“Terrific show, amazing cast, inspired director, splendid pianist! All in all, memorable – thank you!” Dan Melega, Steps Ahead

“Joanna you are doing such a great job for a long time here.” Michael Staringer, Diabelli Management

 Reinhören:

https://www.youtube.com/watch?v=NLQh3WMBCDs

 Anschauen:

https://www.flickr.com/photos/viennatheatreproject/sets/72157647635934817/

 Die Probe:

https://www.facebook.com/video.php?v=860749520611317

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 STAATSTHEATER WIESBADEN: MUSIKTHEATER-PREMIERE »CANDIDE« (Leonard Bernstein (1918-1990)

Premiere am 31. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus // die beiden nächsten Vorstellungstermine sind am 2. & 6. November 2014 // jeweils um 19:30 Uhr

Die Voltaire-Parodie als rasante Musical-Operette, eine Reise durch die Welt- und Operngeschichte, ist neben der »West Side Story« das zweite Hauptwerk des genialen Leonard Bernstein. Große Operette kombiniert Unterhaltung mit messerscharfer Satire und nimmt Missstände und bornierte Dummheit aufs Korn. In einer rasanten Abenteuershow kämpfen sich die Protagonisten mit Koloraturarien, großen Chornummern, Opernquartett, Paso doble und Rumba durch die »beste aller möglichen Welten« und landen am Ende ganz zufrieden im Vorgarten ihrer beschaulichen Lebensträume.

In den Hauptpartien erleben Sie unsere jungen Opern-Ensemblemitglieder Aaron Cawley (Candide) und Gloria Rehm (Kunigunde), durchs Bühnenleben geführt von Wolfgang Vater als Voltaire / Pangloss.

Musikalische Leitung Albert Horne Inszenierung Bernd Mottl

Bühne & Kostüme Friedrich Eggert Choreografie Götz Hellriegel Chor Albert Horne Dramaturgie Regine Palmai

Voltaire, Pangloss u. a. Wolfgang Vater Candide Aaron Cawley Kunigunde Gloria Rehm Alte Lady Romina Boscolo Paquette Victoria Lambourn Maximilian Benjamin Russell Gouverneur, Kapitän, Vanderdendur, Ragotzki u. a. Fabrice Dalis Erster Offizier, Erster Mann aus Lissabon, Alchemist, Don Isaachar u. a. Benedikt Nawrath Zweiter Offizier, Zweiter Mann aus Lissabon, Trödler u. a. Nathaniel Webster Dance Group Chor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

www.staatstheater-wiesbaden.de

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DIE MONTAG-PRESSE (29. SEPTEMBER 2014)

Für Sie in den Zeitungen gefunden. Die MONTAG-PRESSE (29. SEPTEMBER 2014)

Graz
Saisonstart mit Rossinis “Tell”
Zehn Minuten währte der ungetrübte Jubel für Gioachino Rossinis “Guillaume Tell”, der nach 96 Jahren wieder auf dem Spielplan der Grazer Oper steht
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Berlin/ Staatsoper
Alvis Hermanis – “Jeder Komponist ist ein eigener Planet”
Theaterregisseur Alvis Hermanis inszeniert Puccinis “Tosca” zur Eröffnung der Saison an der Staatsoper: Wir haben den aus Lettland stammenden Regisseur und Schauspieler getroffen. Ein Portrait
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St.Pölten/ Festspielhaus
Zauberflöte” als grandioses Schauvergnügen
Mozarts “Zauberflöte” als Gastspiel der Komischen Oper Berlin im Festspielhaus St. Pölten.
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Die Zauberflöte” als überdrehter Comic
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Grandioses Schauvergnügen
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Zauberhafte Zauberflöte
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Dessau
(K)ein Würfel zum Einschlafen – Richard Wagners „Walküre” in Dessau
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Berlin
Querbezüge ohne Holzhammerschlag
Beim Berliner Musikfest hat sich Programmmacher Winrich Hopp als beglückender Ergänzer des üppigen Berliner Klassikangebots bewährt.
Dieses Jahr mit Romantik, zeitgenössischer Schärfe und Hornwürze
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Florenz
Wolf-Ferrai: Il campiello
25th September 2014-09-28
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London
Captivating Revival Of Manon From The Royal Ballet
http://londonist.com/2014/09/captivating-revival-of-manon-from-the-royal-ballet.php

Melissa Hamilton: Royal Ballet star is about to tackle the role of Manon
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Interview
Thomas Quasthoff: “Schubert’s songs fly through the sky like angels’
The celebrated bass-baritone on why he retired at 52, life after thalidomide, and his new career in Shakespeare and cabaret
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LPO/Jurowski; LSO/Gergiev; Philharmonia Orchestra/Salonen; BBC Singers – review
Saffron Hall, Saffron Walden; Barbican, Royal Festival Hall, St Giles Cripplegate, London The LPO kicked off their new season in a school hall. And the BBC Singers don’t sound a day over 90…
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Leeds
La traviata (Leeds Grand Theatre)
Opera North unveils a brand-new production of Verdi’s most popular opera
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Jazzmusiker Nils Landgren: Der Posaunenflüsterer
Mit seinem Instrument kann er sogar aufgeregte Menschenmengen bändigen: Der Musiker und Festivalleiter Nils Landgren gehört zu den weniger Jazzern, die ein breites Publikum ansprechen. Das Doppelalbum “Redhorn Collection” vermittelt einen Eindruck davon.
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Sprechtheater

München/ Kammerspiele/Jelineks neues NSU-Stück
Beate Zschäpe, Jesus und das Jüngste Gericht
Ein Theater-Prozess, in dem keine Aussage gemacht wird: Johan Simons beklemmende Inszenierung von Elfriede Jelineks NSU-Stück “Das schweigende Mädchen” in den Münchner Kammerspielen
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Vielstimmige Heilsbotschaft inklusive Jesus
http://derstandard.at/2000006141522/Vielstimmige-Heilsbotschaft-inklusive-Jesus

Berlin/ Volksbühne
René Pollesch: “Schmeiß Dein Ego weg”
Die Theatersaison beginnt – an der Berliner Volksbühne mit einem Mann, der polarisiert: René Pollesch. Sein Inszenierungsstil, heißt es, gefährde das Bild vom Menschen. Ein Porträt
http://www.zeit.de/2014/38/rene-pollesch-berliner-volksbuehne

Literatur

Glück und Glas, wie leicht bricht das
Botho Strauß hat ein Buch geschrieben, das fließt: “Herkunft”. Darin erzählt er von seiner Jugend in Bad Ems – vom Vater, der einäugig und mit Perle im Krawattenknoten durch eine fremde Zeit ging.
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Unter’m Strich

Wien/ Burgtheater
Der nächste Zeuge kommt bestimmt
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INFOS DES TAGES (MONTAG, 28.SEPTEMBER 2014)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 28.SEPTEMBER 2014)

Wiener Staatsballett: “Meistersignaturen” an der Wiener Staatsoper

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Allegro Brillante”. Olga Esina, Vladimir Shishov. Foto: Wiener Staatsoper/Pöhn

 Am 1. Oktober 2014 präsentiert das Wiener Staatsballett erstmals in dieser Saison den mehrteiligen Abend “Meistersignaturen” mit den Werken “Le Souffle de l’esprit” (Choreographie: Jirí Bubenícek, Musik: Otto Bubenícek, Johann Sebastian Bach u. a.), “Vaslaw” (Choreographie: John Neumeier, Musik: Johann Sebastian Bach), “Allegro Brillante”

(Choreographie: George Balanchine, Musik: Peter I. Tschaikowski) sowie “Vier letzte Lieder” (Choreographie: Rudi van Dantzig, Musik: Richard Strauss) an der Wiener Staatsoper.

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Allegro Brillante”. Liudmilla Konovalova. Foto: Wiener Staatsoper/ Pöhn

Es tanzen (in wechselnden Besetzungen) u. a. die Ersten Solotänzerinnen Olga Esina, Liudmila Konovalova, Nina Poláková, die Ersten Solotänzer Denys Cherevychko, Robert Gabdullin, Kirill Kourlaev, Roman Lazik, Vladimir Shishov, die Solotänzer Masayu Kimoto, Eno Peci, Mihail Sosnovschi sowie die Solotänzerinnen Ioanna Avraam, Alice Firenze, Kiyoka Hashimoto und Ketevan Papava.

Es dirigiert Vello Pähn, es singt (Strauss’ “4 letzte Lieder”) Olga Beszmertna.

Reprisen: 3., 20. und 24. Oktober

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Vaslan”: Alice Firenze, Greig Matthews, Denis Cherevychko, Eszter Ledán, Alexandru Tcacenco. Foto: Wiener Staatsoper/ Pöhn
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LINZ: Kurzbericht zur Competizione dell’Opera beim Int. Brucknerfest 2014 am 28.9.2014

Gestern Abend ging mit der Moderation von Barbara Rett auf der Bühne des Neuen Musiktheaters Linz die Competizione dell’Opera mit dem Finalkonzert vor fast vollem Hause zu Ende. Es war dieses Jahr zum ersten Mal eine Kooperation zwischen dem Brucknerhaus Linz und dem Neuen Musiktheater. Anwesend waren neben dem Intendanten des NMT, Rainer Mennicken, und dem Geschäftsführer der LIVA Linz und Künstlerischen Leiter des Brucknerhauses, Prof. Hans-Joachim Frey, auch der Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer.

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Elena Stikhina erfährt hier soeben von ihrem Sieg. Foto: Klaus Billand

Unter den 12 Finalisten, die zum großen Teil gute und vom Publikum teilweise enthusiastisch akklamierte künstlerische Leistungen boten, ragten einmal mehr die Ostasiaten und Osteuropäer heraus. Jeweils drei Finalisten aus Südkorea und Russland standen zwei Ungarn, zwei Chinesinnen sowie eine Südafrikanerin und eine Österreicherin aus dem Burgenland gegenüber. Erst wurden einige Sonderpreise vergeben, insbesondere Einladungen zum Vorsingen an den Bühnen der vielköpfigen Jury aus vielen Ländern unter der Leitung von Prof. Frey. Das Brucknerorchester Linz unter der versierten und sehr sängerfreundlichen Leitung des chinesischen Dirigenten Yu Feng musizierte dazu auf dem gewohnt hohen Niveau. Zur Einführung spielte man beschwingt die Ouvertüre zu „Le nozze di Figaro“ und nach der Pause, wie um den Denkprozess der Jury abzubilden, das Intermezzo sinfonico aus „Cavalleria rusticana“.

Anders als im vergangenen Jahr im Brucknerhaus reflektierte die Entscheidung hinsichtlich der Preise nach jeweils einer Arie aus dem italienischen Fach weit besser die gezeigten Leistungen. Auch der Rezensent hatte diese Finalisten auf der Liste der Top-Scorer.

1. Preis €7.500: Elena Stikhina – Sopran (Russland)

2. Preis €3.500: Ekaterina Ferzba – Sopran (Russland)

3. Preis €3.000: Haja Zsolt – Bariton (Ungarn) und Junbum Lee – Tenor (Südkorea), in jeweils voller Höhe des Preisgeldes.

Den zum ersten Mal verliehenen Publikumspreis bekam ebenfalls Elena Stikhina aus Russland, die mit der wahrlich ausgezeichnet gesungenen und interpretierten Arie „Tacea la notte placida“ der Leonora aus „Il Trovatore“ von G. Verdi brillierte. Es war den meisten im Publikum wohl unmittelbar klar, dass Stikhina den 1. Preis des Abends erhalten musste. Begeisterter Applaus für ein bemerkenswerteres Talent!

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Hans Joachim Frey mit der Preisträgerin der 2. Platzes. Foto: Klaus Billand

Detaillierter Bericht folgt. Mehr Fotos morgen.

Klaus Billand aus Linz

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HEUTE IM ORF: “Kulturmontag” am 29. September: 80 Jahre Udo Jürgens, Mary Poppins landet in Wien und Bildung in der Krise

Weiters: “Ulrich Seidl und die Bösen Buben” – Constantin Wulff zeigt, wie der Filmemacher arbeitet

Clarissa Stadler präsentiert am Montag, dem 29. September 2014, um 22.30 Uhr in ORF 2 einen “Kulturmontag”, der diesmal Jubilar Udo Jürgens und die neue Ronacher-Produktion “Mary Poppins” in den Mittelpunkt rückt. Ein weiterer Beitrag ist Konrad Paul Liessmanns Buch “Geisterstunde” – eine Abrechnung mit der sogenannten “Wissensgesellschaft” – gewidmet. Im Anschluss an das Magazin steht aus aktuellem Anlass – der Kinostart von Ulrich Seidls Kinofilm “Im Keller” -Constantin Wulffs neues Porträt “Ulrich Seidl und die Bösen Buben” auf dem Programm. Die TV-Premiere der Doku zeigt eindrucksvoll und passend zur aktuellen Diskussion rund um “Im Keller” die penible Arbeitsweise des Erfolgsregisseurs.

Lebens-Haltung: 80 Jahre Udo Jürgens – Eine Verneigung zum Geburtstag

Udo Jürgens bietet Unterhaltung mit Haltung – und das mit aller Überzeugungskraft: “Ich glaube, in der Unterhaltungskultur steckt mehr Potenzial für gesellschaftliche Veränderung als in der Malerei oder in der Literatur”, sagt er im Interview mit dem “Kulturmontag”. Udo Jürgens, das ist der volksnahe Entertainer im Bademantel und zugleich der überzeugte Antifaschist, der gegen Ausgrenzung und Diskriminierung aufsteht. Bei Jürgens gerinnen Chanson und Schmalz, Protest und Pathos zu einem unwiderstehlichen Ganzen. Udo Jürgens wird unglaubliche 80. Der “Kulturmontag” gratuliert – ebenso wie kurz vorher “Thema” um 21.10 Uhr in ORF 2 mit einem von Lisbeth Bischoff gestalteten Udo-Jürgens-Porträt. Am 18. Oktober zeigt ORF 2 die große Tribute-Show “Mitten im Leben – 80 Jahre Udo Jürgens” und gleich danach die Dokumentation “Udo” von Lisbeth Bischoff. Weiters stehen TV-Filmklassiker sowie Musikschwerpunkte und Spezialsendungen in den ORF-Radios auf dem Programm (Details unter presse.ORF.at).

Super-Nanny: “Mary Poppins” fliegt auf Wien – Ein Welthit kommt auf die Bühne

Die Kinofassung wurde zu einem der größten Kassenerfolge der 1960er Jahre, für 13 Oscars nominiert und mit fünf der Statuetten ausgezeichnet. Hauptdarstellerin Julie Andrews wurde zum Weltstar und diverse Jubiläumseditionen machen deutlich: Der Zauber um “Mary Poppins”, die erste Super-Nanny der Geschichte, ist ungebrochen. Die Vereinigten Bühnen Wien haben sich die Rechte an der deutschsprachigen Erstaufführung gesichert. “Mary Poppins” ist im Landeanflug auf das Ronacher. Eine gewaltige Maschinerie wird in Gang gesetzt, damit Poppins mit ihrem Schirm über das Geschehen schweben und ihre Freunde die Wände entlangspazieren können. Der “Kulturmontag” bittet Cameron Mackintosh zu Wort, erzählt die Geschichte hinter dem Musicalmärchen und gibt erste Eindrücke von der Wiener Inszenierung.

Richtungs-Streit: Bildung in der Krise – Konrad Paul Liessmanns Buch “Geisterstunde”

Experten sind alarmiert, Eltern aufgebracht und die Schüler frustriert. Nur die zuständige Ministerin signalisierte zuletzt große Zuversicht. Tatsache ist: Unser Bildungssystem steht heftig in der Kritik. Während der Staat im internationalen Vergleich weit überdurchschnittlich in das System investiert, scheinen die Ressourcen zu versickern. Schon traditionell schneidet Österreich bei PISA und ähnlichen Tests äußerst mager ab – jede/r fünfte Schüler/in im Alter zwischen 15 und 16 Jahren kann nicht sinnerfassend lesen. Die Diskussion wird äußerst emotional geführt: Da wird die Schuld bei der Betonfraktion der Lehrergewerkschaft gesucht, totes Wissen werde gelehrt, frontal an den Begabungen der Schüler/innen vorbeiunterrichtet. Ist die Schule tatsächlich der Ort einer gigantischen “Talentvernichtungsindustrie”, wie behauptet wird? Konrad Paul Liessmann legt nun mit seinem neuen Buch “Geisterstunde” eine Abrechnung mit der sogenannten “Wissensgesellschaft” vor. Der Philosoph konstatiert: In keinem Bereich unserer Gesellschaft wird so viel gelogen und getäuscht, werden so viele Illusionen verbreitet wie in Bildungsdebatten. Der “Kulturmontag” über eine schwierige Debatte.

Ulrich Seidl und die Bösen Buben”

Der “Kulturmontag” präsentiert im Anschluss an das Magazin ein neues Porträt des renommierten wie umstrittenen Filmemachers und seines Werks, ausgehend von Seidls aktueller vom ORF kofinanzierten Kinoproduktion “Im Keller” und seiner Theaterproduktion “Böse Buben / Fiese Männer” (Wiener Festwochen 2012). Beide Arbeiten, in denen sich Seidl explizit und wie gewohnt provokant mit der Sichtweise von Männern auseinandersetzt, sind untrennbar miteinander verbunden und bieten die einzigartige Gelegenheit, den Künstler sowohl als Film- wie auch als Theaterregisseur in medias res zu beobachten. Regie bei der vom ORF koproduzierten Dokumentation “Ulrich Seidl und die Bösen Buben”, die bereits erfolgreich bei den Filmfestspielen in Venedig und Zürich lief, führte Constantin Wulff. Danach zeigt ORF 2 um 0.00 Uhr Ulrich Seidls Spielfilm “Import Export” aus dem Jahr 2007. Noch mehr Marke Seidl gibt es am 5. Oktober, wenn die ORF-Premiere von “Paradies: Hoffnung”, dem dritten und letzten Teil von Ulrich Seidls ebenfalls vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierter und preisgekrönter “Paradies”-Reihe, auf dem Programm steht.

Der “Kulturmontag” – produziert in HD – wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at ) bereitgestellt

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MÜNCHEN/ Nationaltheater: “WIEDERKEHRFEIER” DER “FREUNDE DES NATIONALTHEATERS

Samstag Abend fand im Königssaal der Bayerischen Staatsoper das 45. Treffen der „Freunde des Nationaltheaters“ statt. Es war ein Abend der besonderen Art. Selten trifft man so viele große Publikumslieblinge (nicht nur) der Bayerischen Staatsoper an einem Platz. Da waren, unter vielen anderen: KS Daphne Evangelatos, KS Sylvia Geszty, KS Marie-Louise Gilles, KS Ingeborg Hallstein, KS Hildegard Hillebrecht, KS Edith Mathis, KS Ruth-Maria Pütz, KS Felicitas Weathers, KS Ortrun Wenkel, KS Claes H. Ahnsjö, KS Gerhard Auer, Staatskapellmeister Heinrich Bender, KS Franz-Josef Kapellmann, KS Günther Missenhardt und andere. Es gab interessante Gespräche und eine allgemein großartige Stimmung angesichts des Wiedersehens ehemaliger Kollegen. Der stellvr. Vorsitzende der „Freunde des Nationaltheaters“, Msgr. Dr. Siegfried Kneißl, begrüßte die Gäste und erinnerte an jene, die seit dem letzten Treffen verstorben sind. Auch der Künstlerische Betriebsdirektor Viktor Schoner richtete Grußworte an die Freunde. Diese Form und lange Tradition des regelmäßigen Wiedersehens ehemaliger Mitglieder eines großen Opernhauses dürfte wohl einzigartig sein.

Im Anschluss an das gemeinsame Abendessen besuchten alle Geladenen eine Aufführung der „Tosca“ im Nationaltheater

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Empfang im Königssaal. Foto: Dr. Klaus Billand

Und wer war bei dieser Feier dabei?  Richtig geraten – unser Weltreisender” Dr. Klaus Billand

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Felicitas Weathers. Foto: Dr. Klaus Billand

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Dr. Klaus Billand interviewt Felicitas Weathers. Foto: H. Billand

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Sylvia Geszty unterhielt sich prächtig. Foto: Dr. Klaus Billand

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Ortrud Wenkel gibt Autogramme. Foto: Dr. Klaus Billand
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7. Europäischer Gesangswettbewerb DEBUT 2014: Glänzendes Finale

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Gruppenbild mit allen Teilnehmern

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 Adriana Ferfecka aus Polen gewinnt die Goldene Viktoria

 247 junge Sängerinnen und Sänger aus 44 Nationen hatten sich beworben. Am Ende waren es sechs Nachwuchstalente, die sich beim großen Finale des 7. Europäischen Gesangswettbewerbs DEBUT 2014 dem Publikum präsentierten und dem Urteil der Jury stellten. Die glanzvolle Operngala am Samstagabend des 27. September in der Wandelhalle Bad Mergentheim wurde, wie in den vergangenen Jahren, von Tagesschau-Sprecher Jan Hofer moderiert, der das Publikum charmant durch den Abend führte.

„Singende Menschen sind glückliche Menschen, denn Singen ist Herz erfrischend und Herzen öffnend“, zeigt sich der Initiator des Wettbewerbs Dr. Manfred Wittenstein, Aufsichtsratsvorsitzender der WITTENSTEIN AG, im Interview mit Jan Hofer überzeugt. Mit der Gründung des Wettbewerbs im Jahr 2002 verband sich für den Unternehmer nicht nur die Vision, Wirtschaft, Technik und Kultur als Innovativ- und Kreativkräfte der Gesellschaft miteinander zu verbinden. Ein Wettbewerb von internationalem Renommee bekräftige und bestätige die Bedeutung der Region Hohenlohe-Franken als eine Region der Weltmarktführer, auch im kulturellen Bereich. Wittenstein zeigte sich glücklich, mit der Jeunesses Musicales Deutschland, einen idealen Partner hierfür gefunden zu haben. „Ich bin froh, dass wir 2010 den Schritt der Kooperation gegangen sind. Wir haben noch viel zusammen vor.“

 Kammersängerin Christa Ludwig, Schirmherrin von DEBUT 2014, charakterisierte es als größte sängerische Herausforderung, einem Gedanken oder einer in Töne gesetzten Emotion in einer Weise Ausdruck zu verleihen, „dass jeder Ton beseelt ist“. Dieses Essentielle, das nicht in den Noten stehe, zu vermitteln, darin sehe sie ihre Aufgabe in der Unterstützung junger Nachwuchstalente, begründete die Kammersängerin ihr Engagement als Schirmherrin zu Beginn des festlichen Abends.

 Spitzenniveau aller Finalisten

 Dass es für die Jury angesichts des Spitzenniveaus der sechs Finalisten eine schwere Entscheidung werden würde, wurde am Samstagabend in der ausverkauften Wandelhalle schnell deutlich. Technisch brillant, leidenschaftlich, und sympathisch präsentierten sich die vier Sängerinnen und zwei Sänger in der Operngala. Begleitet wurden sie von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung Catherine Rückwardt, die die Nachwuchstalente aufmerksam und souverän bei ihrem Auftritt unterstützte.

Das Orchester eröffnete den Abend mit der Ouvertüre zur Oper „Euryanthe“ von Carl Maria von Weber – mit ihren heroischen und lyrischen Momenten ein strahlender Auftakt zum Finalabend. Für die Radio-Liveübertragung auf SWR2 noch getoppt durch die Ouvertüre zu Mozarts „Le nozze di Figaro“, die einen dramatischen Entwicklungsbogen bis zur erhabenen Majestät spannte.

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Maria Chabounia, 2. Platz

 Als erste Finalistin präsentierte sich die weißrussische Sopranistin Maria Chabounia mit der Arie „Adieu, notre petite table“ aus der Oper „Manot“ von Jules Massenet. Den Abschiedsschmerz der Manot lotete sie nuanciert aus, vom leisesten Seufzer bis zum starken Gefühlsausbruch gelang ihr ein klangschöner und anrührender Vortag. Im zweiten Teil des Abends zeigt sich sie die sympathische Sängerin mit vergnüglich-mimischen Talent als Rosina in Gioacchino Rossini „Il barbiere di Siviglia“. Die anspruchsvollen Koloraturen der Arie „Una voce poco fà“ meisterte sie scheinbar mühelos.

 Margrethe Fredheim aus Finnland hatte für ihren ersten Auftritt die Arie der Fiordiligi „Come scoglio“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Così fan tutte“ gewählt“. Sie interpretierte die Felsenarie mit bezaubernde Stimme und einem angenehmen Vibrato, auch wenn dies nicht in allen Lagen mit derselben Souveräntität gelang. Die Arie der Margherita „L’altra notte in fondo al mare“ aus Arrigo Boitos „Mefistofele“ im zweiten Teil interpretierte sie mit großer Leidenschaft, wobei ihre Stimme insbesondere in der Höhe ihre volle Größe und einen schönen Glanz entfaltete.

 Alejandro Lárraga Schleske präsentierte sich mit Arie des Pierrot „Mein Sehnen, mein Wähnen“ aus Erich Korngolds Oper „Die tote Stadt“. In diesem als ein „Walzer in Zeitlupe“ komponierten Stück beeindruckte der mexikanische Bariton durch sonore Tiefe und schmelzende Höhen und auch die Arie „Il balen del suo sorriso“ des Conte di Luna aus Guiseppe Verdi „Il Trovatore“ gestaltete er mit klangschönem, dunklen Timbre. In seiner Solidität blieb der Vortrag jedoch etwas gleichförmig und hätte durch einen stärkeren Vorwärtsdrang in der emotionaler Energie noch gewinnen können.

 Als kokettes Blondchen präsentierte sich die Schweizer Sopranistin Amelia Sciocolone. In der Arie „Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ beeindruckte sie durch eine staunenswert biegsame, wenn auch eher kleine Stimme. Schwelgerisch dann im zweiten Teil ihre Interpretation der Arie „Quando m’en vò“ der Musette in Giacomo Puccinis „La Bohème“. Die Koloraturen der Sopranistin waren von makellos, wenn auch die Höhen nicht immer ganz gelangen.

 Mit Jakub Józef Orlinksi war im Finale auch das Stimmfach des seltener gehörten Countertenors vertreten. Er präsentierte sich Publikum und Jury mit dem Lamento des Orfeo in Christoph Willibalds Gluck „Orfeo ed Euridice“ und der Arie des Tamerlano „A dispetto d’un volto ingrato“ in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper. Der junge Pole gefiel durch seine sympathische Ausstrahlung und beeindruckte durch bravourös-treffsichere Koloraturakrobatik, einen schlanke, in der Tiefe leider etwas belegte Stimme und einen wahrhaftigen emotionalen Ausdruck.

 Die Sopranistin Adriana Ferfecka aus Polen hatte sich für ihren ersten Auftritt eine Arie aus Vincenzo Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ gewählt. Als Giulietta, entrückt und mit beinahe engelsgleichem Ausdruck zog die Sopranistin mit „Oh, quante volte“ zog das Publikum in ihren Bann. Und auch mit ihrer zweiten Arie „Un bel di vedremo“ aus Giacomo Puccinis Madame Butterfly sorgte sie für Gänsehaut. Die Unmittelbarkeit und Nuanciertheit des Ausdrucks ließen alle sängerischen Schwierigkeiten vergessen. Und so wurde der erträumte Triumph der betrogenen Madame Butterfly im DEBUT-Finale zu einem Triumph der jungen Sopranistin aus Polen, die sich damit den 1. Preis im Wettbewerb 2014 ersang.

 Bevor die Sieger ausgezeichnet wurden, erlebte das Publikum noch einen weiteren, außergewöhnlichen Höhepunkt des Wettbewerbs und des Finalkonzerts. Die Jury hatte in dem erst 17-Jährigen Wettbewerbsteilnehmer Yurii Yushevich aus Russland ein „absolutes Ausnahmetalent“ erkannt und den Countertenor deshalb mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, verbunden mit einem Auftritt außer Konkurrenz im Finalkonzert Wie bereits in den Vorrunden auf Schloss Weikersheim verzauberte der junge Sänger das Publikum durch seine glockenklare Stimme und faszinierte mit seinem Vortrag der Arie des Giustino „Vedro con mio diletto“ aus Antonio Vivaldis gleichnamiger Oper.

Preise, Preise, Preise…

 Die Goldene Viktoria, verbunden mit einem Preisgeld von 10.000 Euro überreichte der Initiator des Wettbewerbs Dr. Manfred Wittenstein an eine strahlenden Adriana Ferfecka. Sie hatte in allen vier Wettbewerbskategorien gleichermaßen überzeugt: Stimmlich, technisch, in der Auswahl der Stücke und der künstlerischen Gestaltung – insgesamt der stimmigste Vortrag.

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Jakub Jozef Orlinski, 3. Preis

 Platz 2 und damit verbunden ein Preisgeld über 5.000 Euro ging Maria Chabounia aus Weißrussland. Über eine Bronzene Viktoria und 2.500 Euro freute sich der polnische Countertor Jakub Józef Orlinski. Der 4.-6. Preis war jeweils mit 500 Euro dotiert. Punktgleich auf Platz 4 lagen Amelia Scicolone aus der Schweiz und der mexikanische Bariton Alejandro Lárraga Schleske. Der 5. Preis ging an die norwegische Sopranistin Margrethe Fredheim.

 Der 7. Europäische Gesangswettbewerb DEBUT wurde von mehreren Intendanten renommierter Opernhäuser erneut als attraktive Möglichkeit wahrgenommen und genutzt, junge Talente zu entdecken und zu engagieren. So wurden auch in diesem Jahr eine ganze Reihe weiterer Förder- und Engagementpreise vergeben. Die Tatsache, dass auch einige Halbfinals-Teilnehmer mit Preisen ausgezeichnet wurden, zeigt dabei das durchweg hohe Niveau des Wettbewerbs.

 Einen Sonderpreis im Wert von 3.000 Euro vergab die Jeunesses Musicales Deutschland. Die armenische Sopranistin Ruzan Matashyan (Semifinalistin) erhält ein Vollstipendium beim Internationalen Opernkurs der Jungen Oper Schloss Weikersheim, einem der renommiertesten Förderprojekte des Opernnachwuchses auf europäischer Ebene und wird 2015 in Mozarts „Le nozze di Figaro“ eine Partie gestalten.

 Die Jeunesses Musicales Deutschland vergab darüber hinaus ein Stipendium für die Teilnahme am Exzellenz-Labor Gesang 2015 unter Leitung von Hedwig Fassbender im Wert von 1.000 Euro an die deutsche Sopranistin Elisabeth Auerbach (Semifinalistin).

 Die Württembergische Philharmonie Reutlingen vergab einen Engagement-Preis für einen Konzertauftritt mit dem Orchester im Wert von 1.500 Euro an Jakub Józef Orlinski.

 Einen Engagementpreis vergeben vom Förderkreis Bronnbach Klassik erhielten, verbunden mit der Einladung zur Teilnahme an einem Konzert im Rahmen des Bronnbacher Musikfrühlings im Wert von jeweils 1.000 Euro erhielt Maria Chabounia.

Ein Engagementpreis der Gottlob-Frick-Gesellschaft Heilbronn für zwei Konzerte im Wert von 2.500 Euro ging ebenfalls an einen Semifinalisten, an den rumänischen Tenor Alazaroae Remus.

 Engagementpreise der des Theaters Erfurt und der Deutsche Oper Berlin erhielten Margrethe Fredheim und Adriana Ferfecka.

 Einen Förderpreis der Jury, verbunden mit 1.000 Euro erhielt der erst siebzehnjährige Countertenor Yurii Yushkevich aus Russland.

 Die Oper Leipzig vergab ebenfalls einen Förderpreis an den jungen Countertenor Yurii Yushkevich.
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HEUTE: OPERNRARITÄT IN WIEN-DÖBLING

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 Neapel gastiert  in Mistelbach – Museo Nitsch präsentiert Ausstellung

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Neapolitanisches Fest im Nitsch-Museum. Foto: Charpo

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 Ab Sonntag (28. September) zeigt das Nitsch Museum in Mistelbach erstmals Werke aus der Sammlung Morra des Museo Nitsch in Neapel. Die Ausstellung betitelt sich “arena – werk aus dem werk”

Ab 25. Oktober zeigt im Gegenzug dazu das Nitsch-Museum in Neapel die Ausstellung “Malaktionismus – Exzess und Sinnlichkeit“, Aktionsmalereien aus der Sammlung des Mistelbacher Hauses.

Das Museo Nitsch in Neapel – das in einem umgebauten ehemaligen Elektrizitätswerk aus dem 19. Jahrhundert untergebracht ist - wurde 2008 vom Sammler Peppe Morra gegründet und widmet sein Hauptaugenmerk insbesondere den in Österreich weniger gezeigten Aktionsrelikten des Orgien Mysterien Theaters.

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Die Exponate sind meist Textilien mit Spuren der Aktion, die Erzählfunktionen ausüben, Dokumentationsobjekte in nachträglichen Arrangements und Applikationen, die den Status eigenständiger Kunstwerke im Laufe der Zeit erlangten. Das Relikt fungiert folglich als Kunstwerk, das aus einem Werk entsteht und somit selbst als “werk aus dem werk” Eigenständigkeit gewinnt. Wie das Orgien Mysterien Theater ist die antike Arena ebenso ein Ort der Freude, des Schmerzes, des Lebens und des Todes.

Der Austausch der beiden Häuser erfolgt erstmalig

Peppe Morra ist Kurator der derzeit laufenden Ausstellung in Mistelbach, Michael Karrer, der seit 2007 in Mistelbach das Museum leitet, verantwortet die Ausstellung in der Hauptstadt in Campanien. Die  theoretische Auseinandersetzung mit Nitschs Werk in der Ausstellung in Mistelbach ist Peppe Morra ein besonderes Anliegen, wie er bei der Eröffnung mehrmals versicherte. Die beiden Nitsch-Museum arbeiten erstmals derart eng zusammen, denn bisher haben sich  sich beide ohne gegenseitige Abstimmung mit dem Werk des Künstlers auseinandergesetzt.

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 Info: Nitsch Museum Mistelbach: “arena – werk aus dem werk”. 28. September bis 29. März 2015, Winterpause Dezember und Jänner.

www.nitschmuseum.at  

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HEUTE – ORF III am Montag: Doku-Schwerpunkt Imkerei und Bienensterben

Mit: “More than Honey – Bitterer Honig”, “Bienen” und “Der Imker” =

Die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Dokumentation “More than Honey – Bitterer Honig” hat dank ihrer spektakulären Aufarbeitung zur öffentlichen Wahrnehmung der Problematik des Bienensterbens beigetragen. Am Montag, dem 29. September 2014, macht die Dokumentation um 20.15 Uhr den Auftakt des Themenabends, der sich um die Biene und ihre ökologisch tragende Rolle dreht. Was Bienenschutz tatsächlich bedeutet, erläutern im Anschluss um 21.50 Uhr Imker in der Dokumentation “Bienen”. Welchen Stellenwert die Imkerei im wirtschaftlichen und ökologischen Kontext hat, wird um 22.25 Uhr in “Der Imker” anhand des kurdischen Einwanderers Ibrahim Gezer verdeutlicht. Dieser möchte in seinem neuen Heimatland, der Schweiz, seine alte Profession ausüben – doch Imkerei ist hierzulande nur ein Privatvergnügen.

Die Sendungen im Detail:

“More than Honey – Bitterer Honig” (20.15 Uhr)

Ein essenzieller Träger unseres Ökosystems schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Ohne Bienen ist ein Leben undenkbar, der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika und Monokulturen scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen allerdings ihre Kräfte zu verlieren. Der Dokumentarfilm “More than Honey – Bitterer Honig” präsentiert das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern.

Bienen” (21.50 Uhr)

Dem Überleben der heimischen Biene widmet sich auch die nächste Dokumentation. Was heißt Bienenschutz wirklich und was müsste in Österreich geschehen, damit diese wertvollen Tiere weiterhin ihren Dienst an der Natur tun können? Im Gespräch mit Imkern zeigt die Dokumentation “Bienen”, dass in Wirklichkeit nicht alles schön ist, was in Vorsatzreden gut klingt.

“Der Imker” (22.25 Uhr)

Um den Stellenwert der Imkerei geht es auch in “Der Imker”. Ibrahim Gezers Traum ist es, wieder als Imker arbeiten zu dürfen – wie er es in seiner kurdischen Heimat tat, bevor er von dort fliehen musste. Die türkische Armee hat nicht nur seine Frau in den Tod getrieben und zwei seiner Kinder ermordet, sondern auch seine rund fünfhundert Bienenvölker vernichtet – und damit auch die Lebensgrundlage seiner Familie. In seiner neuen Heimat, der Schweiz, will er seine Tätigkeit als Imker wieder aufnehmen, doch hier gilt Bienenzucht als Hobby, nicht als Erwerbstätigkeit.

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Martin Schläpfer mit Taglioni – European Ballet Award als „Best Director“ ausgezeichnet

 Die von Vladimir Malakhov gegründete Stiftung „Malakhov Foundation“ hat am 27. September in Berlin den ersten europäischen Ballettpreis vergeben. Der „Taglioni – European Ballet Award“ wurde in 13 Kategorien für Spitzenleistungen junger Talente sowie für besondere Leistungen auf dem Gebiet von Tradition und Innovation im Ballett ausgelobt. Die Expertenjury aus renommierten Journalisten aus ganz Europa zeichnete Martin Schläpfer als „Best Director“ aus. Keso Dekker, langjähriger Bühnenbildpartner Hans van Manens wie auch von Martin Schläpfer, erhielt den Preis “Best Designer”.

Der einstige Startänzer und Gründungsintendant des Berliner Staatsballetts Vladimir Malakhov hat eine Stiftung ins Leben gerufen, die sich der Förderung und Unterstützung engagierter Balletttalente annimmt. Die Malakhov Foundation vergibt Stipendien, gewährt Unterhaltsbeihilfen und Zuschüsse zu Aus- und Weiterbildung und medizinischen Maßnahmen und unterstützt Austauschprogramme und kulturelle Einrichtungen. Der von ihr ausgelobte neue europäische Ballett-Preis honoriert herausragende Leistungen der europäischen Ballettkunst. Benannt wurde er nach Marie Taglioni, eine der berühmtesten Tänzerinnen der Romantik und die Ballerina, die den Spitzentanz im 19. Jahrhundert populär machte.

 Im Rahmen einer festlichen Gala im Berliner Maritim Hotel wurde der „Taglioni – European Ballet Award“ am 27. September in den Kategorien beste Produktion, beste/r Choreograph/in, beste Kompagnie, bester Direktor, beste/r Tänzer/in, beste/r Nachwuchstänzer/in, beste/r Nachwuchschoreograph/in, beste/r Designer/in, beste/r Dirigent/in, beste Ballett-DVD und als Ehrenpreis verliehen. Martin Schläpfer nahm den Preis persönlich entgegen und zeigte sich über die Auszeichnung als „Best Director“ erfreut und geehrt. Erst vor wenigen Wochen war sein Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg von einer internationalen Kritikerjury der Fachzeitschrift „Tanz“ zum zweiten Mal in Folge zur „Kompanie des Jahres“ gekürt worden. Der niederländische Künstler Keso Dekker erhielt den Preis “Best Designer” für die Neuausstattung von Léonide Massines “Choreartium” beim Bayrischen Staatsballett München.

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Harfenistin Margret KÖLL – Konzerte & Programme

 Margret Köll gilt als eine der führenden Barockharfenistinnen. Im Sommer 2014 gastierte sie u.a. als Solistin mit dem Barockorchester B’Rock bei den Innsbrucker Festwochen oder präsentierte mit Stefan Temmingh ein neues Trio „Venice!“ mit Blockflöte, Harfe und Fagott beim Mainzer Musiksommer.

Nun folgen die ersten Solo-Rezitals zur neuen CD „L’Arpa di Parthenope“, am 27.9. in Fürth, die sie am 20.12. auch ins Radialsystem Berlin sowie 2015 zu den Händelfestspielen Göttingen, ins Schützhaus Weissenfeld und ins Händelhaus Halle führen.
►CD-Infos & Hörproben

 Für 2015 stehen weiterhin Konzerte mit Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, ein neues Renaissance-Trio mit Luca Pianca (Laute) und Guillermo Pérez (Organetto) bei der Internationalen Orgelwoche Nürnberg sowie eine US-Tournee als Solistin mit Concerto Köln auf dem Programm.

Konzertangebote 2015/16 ►Download

 SOLO • L’arpa di Parthenope Harfenmusik aus dem frühbarocken Neapel

• Three Sets of Strings Die Harfe in den barocken englischen Salons

DUO • Giants Monteverdi, Bach & Gesualdo mit Luca Pianca (Laute)

• La lyra d’Orfeo Gesang & Saitenklang m. Roberta Invernizzi (Sopran)

• Senza parole Lieder ohne Worte mit Stefan Temmingh (Blockflöte)

TRIO • Capricci di musica Musik der Renaissance mit Luca Pianca (Laute) & Guillermo Pérez (Organetto)

• Venice ! Früh- & hochbarocke Werke aus der Lagunenstadt

mit Stefan Temmingh (Blockflöte) & Christian Beuse (Fagott)

 Margret Köll: ►Portrait & Programme Audio & Foto Youtube
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