Der Neue Merker
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EMI – Erscheinungshinweise

Fünf neue Folgen der Serie “The Very Best Of …”

 

  The Very Best Of … HERBERT VON KARAJAN

Es sind vor allem die Dokumente mit den Berliner Philharmonikern und dem Philharmonia Orchestra, die die Karajan-Folge prägen – mit klassisch-romantischem Repertoire von Mozart bis zu den Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss – darunter auch Konzertaufnahmen mit Mstislaw Rostropowitsch, dem im Januar verstorbenen Alexis Weissenberg oder Gidon Kremer. David Oistrach, der seine Karriere schon vor dem Zweiten Weltkrieg begann, präsentiert sich durchweg mit Stereo-Aufnahmen – mit wahren Perlen aus dem Konzert- und Kammermusik-Genre. Der schwedische Tenor Jussi Björling gilt als Erbe des großen Caruso und vor allem als großer Interpret des italienischen Fachs, während sich seine katalanische Kollegin Victoria des los Angeles weiträumig der Oper, dem Lied – dies auch in den spanischen Facetten – gewidmet hat. Auch Kiri Te Kanawa unterstreicht in ihrer Ausgabe von The Very Best Of … eine große Vielseitigkeit – von Mozart bis Broadway, Rossini bis Gershwin, wobei den Songs zusammen mit Traditionals die gesamte zweite CD gewidmet ist.

The Very Best Of … JUSSI BJÖRLING

Es sind vor allem die Dokumente mit den Berliner Philharmonikern und dem Philharmonia Orchestra, die die Karajan-Folge prägen – mit klassisch-romantischem Repertoire von Mozart bis zu den Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss – darunter auch Konzertaufnahmen mit Mstislaw Rostropowitsch, dem im Januar verstorbenen Alexis Weissenberg oder Gidon Kremer. David Oistrach, der seine Karriere schon vor dem Zweiten Weltkrieg begann, präsentiert sich durchweg mit Stereo-Aufnahmen – mit wahren Perlen aus dem Konzert- und Kammermusik-Genre. Der schwedische Tenor Jussi Björling gilt als Erbe des großen Caruso und vor allem als großer Interpret des italienischen Fachs, während sich seine katalanische Kollegin Victoria des los Angeles weiträumig der Oper, dem Lied – dies auch in den spanischen Facetten – gewidmet hat. Auch Kiri Te Kanawa unterstreicht in ihrer Ausgabe von The Very Best Of … eine große Vielseitigkeit – von Mozart bis Broadway, Rossini bis Gershwin, wobei den Songs zusammen mit Traditionals die gesamte zweite CD gewidmet ist.

Die ganze Serie:

Björling                   ICPN 50999 6789972 2               Digital 50999 6789975 3

de los Angeles      ICPN 50999 6790022 0               Digital 50999 6790025 1

Karajan                   ICPN 50999 6789922 7              Digital 50999 6789925 8

Oistrach                 ICPN 50999 6789872 5               Digital 50999 6789875 6

Te Kanawa            ICPN 50999 6790072 5               Digital 50999 6790075 6

 

 

  VOICES OF HEAVEN auf 3 CDs – Musik der Seele – Wenn schönste Stimmen zum Himmel klingen:

Wenn die Seele Musik macht, dann singt der Mensch! Voices of Heaven ist eine große Zusammenstellung von Vokalwerken mit den größten Sängern und Chören der Welt.

Das Programm erstreckt sich von den Gesängen des Mittelalters über die Klangkathedralen der gewaltigen polyphonen Meisterwerke eines Palestrina bis hin zu den Chorwerken von Bach, Mozart, Vivaldi, Händel, Verdi und Fauré. Höhepunkte sind Auszüge aus Bachs Passionen, der H-Moll-Messe und Händels Messias. Doch die himmlischen Stimmen umfassen auch Solo- kompositionen. Auch hier bildet der sakral-spirituelle Hintergrund die große thematische Klammer: Véronique Gens, Natalie Dessay, Philippe Jaroussky u. a. lassen ihre Stimmen im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel klingen. – VÖ 9. März 2012

 

 

 

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CD-Tipps

Der Chef des Opernfreunds stellt uns eine Reihe seiner CD-Rezensionen zur Ansicht frei:

http://www.deropernfreund.de/cd-sterne-tipp.html

 

 

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“ORPHEUS” & “KLAGE DER ARIANE” – Carl Orff !!

  “ORPHEUS” & “KLAGE DER ARIANE” – Carl Orff / Claudio Monteverdi

cpo 777 656-2 – Co-Produktion mit BR-KLASSIK

 

“Orpheus”

in freier Neugestaltung

3. Fassung 1940

“Klage der Ariadne”

für Mezzosopran und Kammerorchester

2. Fassung 1940

 

Mitwirkende:

Janina Baechle, Mezzosopran – Ariadne/Botin

Marcus Everding, Sprecher

Kay Stiefermann, Bariton – Orpheus

Michaela Selinger, Sopran – Eurydike

Tareq Nazmi, Bass – Wächter der Toten

orpheus chor münchen – Einstudierung: Gerd Guglhör

Münchner Rundfunkorchester – Leitung: Ulf Schirmer

 

Carl Orffs 3-aktige Essenz aus der 5-aktigen Monteverdi-Oper profitiert nicht nur von den Kürzungen, sondern vor allem durch Orffs wesentlich farbenreichere Instrumentierung. Ebenso die Klage der Ariadne. Ulf Schirmer lässt sein Münchner Rundfunkorchester wohltuend kraftvoll aufspielen.

1980 gab es an der Bayer. Staatsoper Orffs Orpheus mit Hermann Prey in der Hauptrolle (gefolgt von der Klugen mit Julia Conwell und Wolfgang Brendel).

In Andechs beim Orff-Festival 2010 hatte man für Ulf Schirmers Aufführungen mit dem MRO den Bariton Kay Stiefermann engagiert. Stiefermann war mir 1997 beim Jungsänger-Wettstreit der „Münchner Singschul“ erstmals positiv aufgefallen. Seither hatte ich seine Entwicklung stets im Auge behalten. Inzwischen hat er es bis zu Richard Strauss‘ Mandryka (Arabella) gebracht, eine Höchstanforderung an jeden Bariton. – Den Orpheus singt Stiefermann mit intensivem Ausdruck; seinen den Totenwächter erweichenden Gesang, „Du dunkler Warner“, könnte man sich zwar etwas geschmeidiger wünschen, aber Stiefermann steigert sich im flehentlichen Zwiegesang mit dem Wächter tatsächlich zum Steinerweichen und ringt seinem kraftvollen Bariton bis zum ergreifenden Finale viel Emotionen ab.      Michaela Selinger singt mit lieblich lyrischem Mezzosopran die Eurydike. Janina Baechle ist mit sattem Mezzo zunächst die Botin, im Anhang dann die Ariadne bei deren Klage. Bei Tareq Nazmi (Wächter der Toten) mit seinem tiefen Samt-Bass bedauert man schon sehr, dass er so wenig zu singen hat.

DZ

 

 

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GUSTAV NEIDLINGER – Bassbariton (Fast) Vergessene Stimmen

   GUSTAV NEIDLINGER – Bassbariton  

Vergessene Stimmen –  Hamburger Archiv für Gesangskunst – www.vocal-classics.com – 6 CDs

Das rührige Hamburger Archiv für Gesangskunst hat passend zum 100. Geburtstag (21. März 2010) und zum 20. Todestag (26.12.2011) des langjährigen „Alberich vom Dienst“ eine umfangreiche Dokumentation seiner Gesangs- und Vortragskunst veröffentlicht. Auf nicht weniger als 6 randvollen CDs in zwei Boxen mit informativen und fachkundig verfassten Beiheften offenbart sich das unglaublich breite Repertoire des langjährigen Ensemble-Mitglieds der Hamburgischen, Stuttgarter und Wiener Staatsoper und vielfach ausgezeichneten Kammersängers. Über seinen jahrelang unangefochtenen Status als die Inkarnation von Alberich in Wagners „Ring“ hinaus wurde der äußerst rege, ja fast rekordverdächtige Fleiß des in Mainz geborenen Sängers übersehen und schon gar nicht gewürdigt. Zum einen lag das sicher in seiner bescheidenen Art, die sich einer medialen Vermarktung sperrte, zum anderen an dieser über mehrere Jahrzehnte währenden Total-Identifikation mit der eigentlichen Titelgestalt im „Ring“. Bereits mit Anfang 30, während seiner fünfzehn Hamburger Jahre, hatte er als Alberich debutiert und wurde nach seinem Wechsel ins legendäre Stuttgarter Ensemble bereits für die zweiten Nachkriegsfestspiele in Bayreuth 1952 von Wieland Wagner in dieser Leib- und Magenrolle beordert. Damit begann seine Weltkarriere, die ihn neben 18 Jahren auf dem Grünen Hügel zu weiteren bedeutenden Festspielen und zu zahlreichen Gastspielen rund um die Welt führte. Dennoch ist er der Stuttgarter Oper treu geblieben und hat dort bis Ende der Siebziger Jahre eine enorme Bandbreite an Partien gesungen, die jegliche Fachgrenzen sprengen und ihn auch nur sehr schwer einordnen lassen. So finden sich in den hier zusammengestellten Aufnahmen sowohl dramatische Charakter-Partien wie Telramund, Klingsor, Pizarro, Lysiart (Euryanthe) oder Sebastiano (Tiefland), heldenbaritonale Partien wie Wotan (diesen an seinem Stammhaus Stuttgart öfter als den Alberich), Sachs, Holländer, Kurwenal, Amfortas, Amonasro oder Falstaff als auch Bass-Buffo-Rollen wie Bartolo, Don Pasquale, Dulcamara, Melitone, van Bett, Baculus, Warlaam (Boris Godunow), Kezal oder Ochs. Da Aufnahmen fast nur aus seiner mittleren und späten Periode existieren, muss extra darauf hingewiesen werden, dass er in seinen Hamburger Jahren, wo er alleine in 15 Jahren bereits gut 2000 Auftritte in kleinen, mittleren und Hauptrollen zu verzeichnen hat, mit Osmin, Daland, Fafner oder Sparafucile auch das seriöse Bassfach bedient hat. Angesichts dieser grenzenlosen stimmlichen Einsatzfähigkeit wundert es dann nicht mehr, dass auch das sogenannte Spiel- oder Belcanto-Fach wie Plumkett (Martha), Haly (Italienerin in Algier) oder Faninal in seinem Register nicht fehlt. Selbst vor der leichten Muse oder gar Volksmusik von Seemannsweisen bis zu Country-Songs, die in den 50er und 60er Jahren nicht nur vom Süddeutschen Rundfunk in größerem Umfang aufgenommen wurden, machte er wie viele seiner Generation nicht Halt.

Auf den vorliegenden CDs sind neben einigen Rundfunk-Produktionen vor allem wertvolle internationale Live-Dokumente erstmals zugänglich, u.a. aus Rom, Mailand, Bayreuth, Paris, Buenos Aires, Berlin und natürlich ganz besonders aus Stuttgart, wo er auch in Raritäten wie Werner Egks „Zaubergeige“ und Hermann Reutters „Doktor Johannes Faustus“ einen Schritt in die damalige Moderne nicht  scheute. Unter der gesamten Auswahl erweisen sich Ausschnitte aus diesen beiden Werken als lohnenswerte Entdeckungen, die es wert wären auch heute wieder aufgeführt zu werden. Für sein ebenfalls nicht ausgelassenes Konzert- und Oratorien-Repertoire stehen hier Aufnahmen von Bachs „h-moll-Messe“ und Reutters „Der große Kalender“. Nur für das Kunstlied hatte der bis zuletzt unermüdliche Sängerdarsteller dann wirklich keine Zeit mehr. Wenn man heute diese einerseits schwarz gefärbte, andererseits auch (wie im Beiheft so trefflich beschrieben) marone Stimme in einem unbeschreiblichen dynamischen Umfang von satt-schweren, metallisch explosiven, und dann auch wie verwandelt lyrisch-weich strömenden und locker leichten Tönen mit einem unerschöpflichen Atem und einer Konsistenz hört, die für mehrere Stimmen ausreichen würde, bekommt man einen Eindruck von dieser außergewöhnlich belastbaren Charakterstimme. Wie in einem späten Mitschnitt (dem wahrscheinlich letzten seines Wirkens) des „Siegfried“ aus dem Stuttgarter „Ponnelle“-Ring von 1978 feststellbar, hat Neidlinger auch im damaligen Alter von 68 Jahren kaum etwas von seiner Substanz, geschweige denn seiner gleichmäßig hohen Tonqualität und seiner Gestaltungskraft verloren. Es gibt also genügend Beweise, ihn unter die herausragenden Dinosaurier des Gesanges einzureihen. Die hier versammelte Fülle an Tondokumenten gibt Gelegenheit, diesen universellen Bühnenkünstler den nachfolgenden Generationen als Vorbild für eine stabile, alles ermöglichende Technik in Erinnerung zu rufen.

Udo Klebes

 

 

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The BRITANNIC ORGAN Vol. 3

  The BRITANNIC ORGAN Vol. 3,  Musik auf hoher See 

Die Welte-Philharmonie-Orgel im Museum für Musikautomaten Seewen CH. Die Orgel, gebaut für den Ozeanriesen Britannic, Schwesterschiff der Titanic

– Seltene historische Welte-Rollen, wiedergegeben auf der Britannic-Orgel

– Die ersten Orgel-Aufnahmen der Geschichte

- Legendäre Organisten auf Welte-Rollen

– Eine Demonstration der Britannic-Orgel von David Rumsey

Ein wahres Prachtstück wird im Museum für Musikautomaten in Seewen nahe der Stadt Basel verwahrt: Ein Exemplar der sogenannten „Welte-Philharmonie- Orgeln“ aus der berühmten Musikautomaten-Fabrik Welte mit einer einzigartigen Historie: Obwohl sie schon lange ein Schwergewicht in der Sammlung des Museums war, wurde erst 2007 ihre wahre Identität entdeckt: Im Zuge ihrer Restaurierung fand man Beweise, dass es sich hier um das Instrument handelt, das 1913/14 ursprünglich für den Ozeanriesen „Britannic“, dem Schwesterschiff der „Titanic“, gebaut worden war. Da die „Britannic“ im beginnenden Ersten Weltkrieg als Lazarettschiff eingesetzt wurde, kam es vermutlich nie zu einer Installation der gigantischen Orgel auf dem Passagierdeck des Schiffes. Nach Entdeckung der besonderen Historie und nach einer aufwändigen Restauration wurde das Instrument „Britannic-Orgel“ getauft und ist nun in hervorragendem Zustand zu sehen und anzuhören.

Die Einsatzmöglichkeiten des Instruments sind vielfältig und werden auf den inzwischen 3 Volumes vorgestellt: Der Organist David Rumsey, seit Jahren bestens vertraut mit dem Instrument, spielt die Orgel und bringt beispielhaft die vielfältigen und charakteristischen Register zum Klingen. Außerdem sind von Hand gestanzte Rollen aus dem historischen Welte-Katalog zu hören, sowie einige der ältesten überhaupt erhaltenen Aufnahmen historischer Organisten: Die Welte- Philharmonie-Orgel konnte quasi als Aufnahmegerät genutzt werden, und so sind Rollen erhalten, die Interpretationen vom Beginn des 20. Jahrhunderts konservieren, als es noch keinerlei akustische oder magnetische Aufzeichnungsverfahren gab. (Text weitestgehend Oehms)

Durch die Digitalisierung hört man diese Aufnahmen in rauschfreiem, klarem Klang – durchaus ein origineller Hörgenuss über die heimische Tonanlage. Zu jeder Aufnahme gibt es Angaben zu Technik und Spielweise – sehr interessant und aufschlussreich!

Nach der ersten Doppel-CD Vol. 1, wurde Vol. 2 auf einer CD weihnachtlicher Orgelmusik und  Bearbeitungen von Weihnachtsliedern gewidmet.

Der Titel von Vol. 3 – Musik auf hoher See (2 CDs) – befasst sich mit Sturm- und Wetterstimmungen auf Orgeln, sowie Salonmusik aus den Salons der Passagierdampfer.

Für Freunde der Orgel generell, für jene mit Interesse an historischen Instrumenten und jene mit Neigungen zum Skurrilen.

DZ

http://www.oehmsclassics.de/cd.php?formatid=501

 

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GILMAN – FRÜHWIRTH / Violine

 

  ALEXANDER GILMAN – BARBER – KORNGOLD – WAXMAN – WILLIAMS

Oehms classics OC 799

Irgendwie beeindrucken einen diese jungen Geiger/innen ja alle – technisch gibt’s da kaum was zu mäkeln. Bleibt also noch die Interpretation, das persönliche Gefühls- und Ausdrucksspektrum des jeweiligen Künstlers. Dabei kommt dann noch ebendieses von Seiten des Zuhörers dazu, der sich von dem einen oder anderen Vortrag mehr oder weniger angesprochen fühlt.

Eine rundum spannende CD ist diese von Alexander Gilman mit dem Cape Town Philharmonic Orchestra unter Perry So. Nicht zuletzt, weil darauf die Waxman-Carmen zu finden ist (neben Violinkonzerten von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold und John Williams Schindlers-Liste-Thema).

Franz Waxmans Version steht, was die Aufführungs-Häufigkeit betrifft, etwas im Schatten von Sarasates Bearbeitung. Früher hörte man sie oft im Radio, mal mit Orchester, mal mit Klavierbegleitung – von Heifetz, der diese Version initiiert hatte, bis zu den beiden Oistrachs. Meine damalige Lieblingsinterpretation war jene von Leonid Kogan mit seinem dunklen Samtton. Einen ähnlich „erotischen“ Klang zaubert auch Gilman aus seiner Violine, wo hingegen bei den anderen Stücken ein eher ätherisch lichter Geigenton durch den Raum schwebt.

DZ

 

Erscheinungshinweis:

 

  DAVID FRÜHWIRTH – NIKOLAI RADOV

Crystal N 67 075 – am Klavier Milana Chernyavska

Eine ganze CD voller Violin-Sonaten, -Sonatinen und –Stücke des russischen Komponisten Nikolai Radov, 1908 – 1990, dessen Bekanntheitsgrad im Schatten der großen, wie etwa Schostakowitsch und Khachaturian, etwas untergegangen ist.

DZ

 

 

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YUNDI – TOKAREV – BEREZOVSKY / Klavier

 

 

  YUNDI – The Red Piano – Chinesische Klaviermusik

EMI 0 88658 2 (Aufn. 2011 Beijing)

Yundi hieß einmal mit vollem Namen Yundi Li. Zur Vermarktung ist Yundi alleine wohl praktischer (?).

Das Hauptwerk dieser CD ist das rund 20-minütige “YELLOW RIVER” Concerto (mit Chen Zuohuang am Pult des China NCPA Concert Hall Orchestra); dazu kommen 15 kleine Solostücke, alle auf chinesischen Folk Songs basierend – man fühlt sich „very comfortable“ beim Anhören dieser Petitessen.

Das Yellow-River- Konzert hat Lang Lang 2006 auf seiner CD „Dragon Songs“ ebenfalls eingespielt – auch in Beijing; da bietet sich ein Vergleich direkt an. Erstaunlicherweise beeindruckt mich die Yundi-Aufnahme noch mehr, weil sie noch zupackender daherkommt. Auch ist der „Sound“ des NCPA-Orchesters womöglich noch großartiger als der des CHPO unter Long Yu bei Lang Lang. Oder sollten die 5 Jahre Entwicklungsfortschritte in der Tontechnik so viel ausmachen?

DZ

 

 

   NIKOLAI  TOKAREV – Black Swan Fantasy – Ballettmusik-Transkriptionen – Tschaikowsky, Stravinsky, Khachaturian – Sony 88691907652

Bei Paul Pabsts DORNRÖSCHEN-Fantasie nach Tschaikowsky könnte man sich ab und an etwas mehr Legatofreudigkeit wünschen, aber das gilt für die gesamte CD. Mikhail Pletnev hat bei seiner NUSSKNACKER-Suite die Stimmen und Stimmungen der Orchesterpartitur sehr gut herausgearbeitet, und Tokarev spielt das alles mit glasklarer Brillanz.

Ebenso Igor Strawinskys eigene PETRUSCHKA-Transkription und den abschließenden „Fetzer“,  Aram Khachaturians berühmten Säbeltanz aus dem Ballett GAYANEH in der Bearbeitung von Lev Solin.

Das Tollste und Interessanteste ist aber in der Tat Alexander Rosenblatts Suite-Fantasie über SCHWANENSEE. Die klingt nämlich ziemlich „modern“, ja in manchen Phasen gar jazzig – köstlich z. B. der berühmte Tanz der 4 Schwäne…

DZ

 

 

    BORIS  BEREZOVSKY – LISZT – Klavierkonzerte u. a.

Piano Classics (Warner/Teldec) PCLD0020

Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt ist in der Piano-Classics-Reihe eine ganze Reihe Liszt-CDs mit namhaften Pianisten der Vergangenheit und Gegenwart wieder aufgelegt worden. Die hier vorliegende Berezovsky-Doppel-CD ist Vol. 5 dieser Reihe.

CD 1 enthält die beiden Klavierkonzerte, aufgenommen 1994 mit dem Philharmonia Orchestra unter Hugh Wolff. Berezovsky spielt wirklich umwerfend (man höre sich nur so als Beispiel den letzten Satz des 2. Klavierkonzertes an). Dazu auf der CD 1 ein gruselig herrlicher Totentanz. – Auf CD 2 entzündet Berezovsky ein solistisches Feuerwerk mit Liszts Études d’execution transcendante, aufgenommen 1995.

Dieses Doppelalbum kann man nur jedem Klaviermusikfreund dringend ans Herz legen!

DZ

 

 

 

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NAKARIAKOV / Trompete – aktuelle Gesamtedition (9 CDs)


Alle Teldec-CDs, die der junge Sergei Nakariakov in den Jahren 1992 – 2002, beginnend im zarten Alter von 15 Jahren, eingespielt hatte, hat Warner nun in einer Gesamtedition neu aufgelegt: 6 CDs mit Werken für Trompete und Orchester, 3 CDs mit Werken für Trompete und Klavier. (Teldec 256467207-6 und 256467209-4)

 

Mit welcher Bravour der russische Trompeter mit dem verführerischen Samtton schon in frühen Jahren sein Instrument beherrschte ist atemberaubend. Wirklich Atem beraubend ist allerdings sein Spiel ohne erkennbare Zwischenatmung – Nakariakov beherrscht die Permanent-Atmung (oder auch Zirkularatmung und Kreisatmung ist eine Blastechnik, die einen kontinuierlichen Luftstrom aus dem Mund auch während des Einatmens ermöglicht – wie auch beim australischen Ureinwohner-Instrument Didgeridoo). Manchmal erwischt man sich selber beim Luftschnappen, nach dem Motto, jetzt muss er aber mal Luft holen…

Sergei Nakariakov spielt Trompete und Flügelhorn. Diese dickere Trompete verwendet er vor allem bei Transkriptionen von Cello-Literatur.

Der in diesem Jahr 35-jährige Nakariakov sagt zwar, dass er heute vermutlich vieles anders spielen würde, er sei aber dennoch sehr froh über diese seine frühen Aufnahmen. Jede einzelne sei ein Meilenstein auf seiner musikalischen Lebensreise.

Warum Nakariakov seit 10 Jahren keine neuen Aufnahmen mehr gemacht hat…?

Warner wird demnächst eine neue CD von Sergei Nakariakov herausgeben, ein Recital mit wunderbaren Trompeten- und Flügelhornbearbeitungen und Originalwerken, u.a. Bruch – Kol Nidrei in der Fassung für Klavier und Flügelhorn

 

Sergei Nakariakov: Trumpet & Orchestra

CD1 TRUMPET CONCERTOS

Haydn, Hummel, Tomasi, Jolivet

Orchestre de Chambre de Lausanne

Jesús López-Coboz

CD2 BAROQUE TRUMPET CONCERTOS

Bach, Vivaldi, Telemann

Marcello C Neruda

The Saint Paul Chamber Orchestra

Hugh Wolff

CD3 CONCERTO TRANSCRIPTIONS

Haydn, Hoffmeister, Mendelssohn

Württembergisches

Kammerorchester Heilbronn

Jörg Faerber

CD4 NO LIMIT

Tchaikovsky, Saint-Saëns, Bruch

Massenet C Gershwin

Philharmonia Orchestra

Vladimir Ashkenazy

CD5 FROM MOSCOW WITH LOVE

Arutiunian, Vainberg, Glière

Jenaer Philharmonie

Andrey Boreyko

CD6 ECHOES FROM THE PAST

Hummel, Mozart, Weber

Saint-Saëns

Lithuanian Chamber Orchestra

Saulius Sondeckis

bei JPC für 21,99 €

 

Sergei Nakariakov: Trumpet & Piano

CD1 TRUMPET WORKS

Arban, Arensky, Bernstein, Dinicu, Fibich, Gershwin, Glazunov, Glière, Hartmann, Ravel, Rimsky- Korsakov, Rueff & Stolte

CD2 CARMEN FANTASY — VIRTUOSO MUSIC FOR TRUMPET

Arban, Bizet, Brandt, Falla, Fauré, Paganini, Saint-Saëns, Sarasate, Tchaikovsky

CD3 ÉLÉGIE — SONGS WITHOUT WORDS

Glière, Rachmaninov, Tchaikovsky, Shaporin, Brahms, Schubert, Schumann, De Curtis, Gershwin, Leoncavallo, Mascagni, Ravel, Rimsky-Korsakov & D. Wolf

bei JPC für 17,99 €

Preis-werter kann dermaßen qualitätvolle Musik nicht sein.

Auf Youtube  gibt es außerdem jede Menge Videos für den Interessierten, von Schnipseln aus Kindertagen bis zur Gegenwart.

 

Aktuelle Termine:

10. Februar 2012: Aarhus, Recital mit Maria Meerovitch

28. Februar 2012: Konzert mit dem Orchestre de Caens in Frankreich

4. März 2012: Köln, Konzert mit dem WDR-Rundfunkorchester

10. März 2012: Athen, u.a. mit Mischa Maisky und Martha Argerich

Mehr: www.ah-artists.de

 

Zu kritisieren gibt es hier logischerweise nichts, nur wärmstens zu empfehlen.    / DZ

 

 

 

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FARAO – neue Bläser-CDs

FARAO classics CD-Neuerscheinungen

  Münchner Horntrio

(Markus Wolf, Johannes Dengler, Julian Riem)

Brahms Trio für Waldhorn, Violine und Klavier

Ligeti Trio für Violine, Horn und Klavier

Koechlin Vier kleine Stücke für Klavier, Violine und Horn

Was diese Einspielung so außergewöhnlich macht, ist die Verbindung zwischen Natur- (altes Instrument) und Ventilhorn (neues Instrument).

Dass ein- und derselbe Musiker beide Instrumente beherrscht hat absolut Seltenheitscharakter.

Die Besonderheit dieses Programms ist wohl der Grund für eine ähnliche und fast zeitgleiche VÖ von BIS mit Neunecker, Weithaas & Avenhaus.

Vielleicht bietet sich ja eine vergleichende Kritik an…?

Mehr Infos im Anhang oder unter   http://www.farao-classics.de/deutsch/katalog/horntrios.html

 

  PentAnemos Bläserquintett

Tomasi Cinq danses profanes et sacrées

Taffanel Quintette pour instruments à vent

Milhaud La cheminée du roi René op. 205

Lemke Esquisses fumeuses en Rondeau chantillais

Berio Opus Number Zoo—Children’s play for wind quintet

„… In absoluter Gleichberechtigung spielten die jungen Bläser sich Themen und Nebenthemen, Girlanden und Rhythmusfragmente wie Jongleure zu: 

technisch brillant, präzise und musikalisch klug. …“ Mitteldeutsche Zeitung, 28.10.11

Mehr Infos im Anhang oder unter   http://www.farao-classics.de/deutsch/katalog/pentanemos.html

 

  Mozart: Gran Partita & Nacht Musique

Bläsersolisten der KlangVerwaltung

„… so klangschön, wohltuend und gleichzeitig unter die Haut gehend dürfte kaum eine andere Begegnung mit dem ‚Wolferl’ gelingen.“

Augsburger Allgemeine Zeitung, 28.01.08

Mehr Infos im Anhang oder unter   http://www.farao-classics.de/deutsch/katalog/granpartita.html

 

 

 

 

 

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TOSCANINI-Edition/RCA – 84 CDs!

SONY

bringt im März eine TOSCANINI-Edition/RCA – 84 CDs! heraus

 

 

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