Wiener Volksoper: La Traviata | Der Neue Merker | Forum
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Wiener Volksoper
Montag, den 13. Feber 2012
LA TRAVIATA
Giuseppe Verdi
Überraschend gut geriet die gestrige „Traviata“ an der Wiener Volksoper. Es handelte sich um die erste Vorstellung der Saison, weswegen ich davon ausgehe, dass sich manche Leistungen noch verbessern werden.
Ich möchte ein paar kleine Anmerkungen zur Regie, für die Hans Gratzer verantwortlich zeichnete, machen:
Sie schafft nämlich zwei unglaubliche Kunststücke: Zum ersten funktioniert sie nach zehn Jahren noch immer sehr gut (Bei welcher modernen Produktion gibt es das schon?) und zum zweiten befriedigt sie sowohl die Anhänger librettotreuer Umsetzungen, als auch Besucher, die sich eine Interpretation des Regisseurs erwarten (Fans des extremen Regietheaters à la Bieto ausgeklammert, denn perverse Orgien verbunden mit einer Schrottplatzästhetik sucht man in dieser „Traviata“ vergeblich!).
Im Vergleich zu unserer alten Schenk-Produktion, die im Prunk und Kitsch erstickte und zu unserem neuen Dreck an der Staatsoper, der schnellstens eingestampft gehört, siegt die Volksopern-Traviata mit Abstand.
Die ganze Zeit über ist die Bühne in bläuliches Licht getaucht. Eine halbe Stunde vor Beginn ist der Vorhang bereits oben und Violetta liegt regungslos in ihrer Liegstatt, die sich im vorderen rechten Eck befindet und den ganzen Abend über vorhanden ist. Ein Teil der Bühne ist durch einen durchsichtigen Vorhang vom vorderen getrennt und während des Vorspiels betritt ein Mädchen mit einem Luftballon, dessen Bedeutung erst in der Schlussszene klar wird. Violetta streckt die Arme zu ihn aus (Eine ähnliche Situation findet sich auch im Schlussbild; vielleicht handelt es sich um eine Erinnerung Violettas oder um ihre Seele?). Auch einzelne Szenen sind sehr gut herausgearbeitet, zum Beispiel, als Alfredo Violetta das Geld vor die Füße schmeißt. Am Boden liegt Violetta; Alfredo sucht einen Fluchtweg. Auf die Seite kann er nicht, denn dort stehen die Ballgäste und hinten ist sein Vater aufgetaucht. Also kauert er sich an die Wand und man merkt, dass er seine Tat aufrichtig bereut.
Die für mich stärksten Momente hält das vierte Bild bereit. Alfredo und Violetta sinken sich nämlich nicht in die Arme, sondern sind durch den durchsichtigen Vorhang getrennt. Das mag merkwürdig erscheinen, ergibt aber Sinn: Eine Rettung gibt es nicht mehr. Später erscheint noch Germont, der seinen Sohn tröstet und mitnimmt. Auch Alfredos Schwester und deren Bräutigam sind zu sehen; Violettas Opfer hat eine Heirat ermöglicht! Bei ihrem Tod sind alle handelnden Personen verschwunden und das Mädchen mit dem Luftballon betritt die Bühne. Die beiden nähern sich und als Violetta tot umfällt, lässt das Mädchen den Ballon in die Höhe steigen.
Die Inszenierung hat eine unglaublich starke Wirkung und ich gestehe, dass ich – obwohl ich sie nicht zum ersten Mal gesehen habe – vom Schlussbild so beeindruckt war, sodass ich mich eine gefühlte halbe Minute nicht rühren konnte. Die Inszenierung erzählt die Geschichte auf eine enorm gefühlvolle Weise, ohne in Kitsch abzudriften. Mit einem Wort: Ich halte diese Produktion für herausragend!
Doch auch musikalisch gibt es viel erfreuliches zu berichten (Ja, die Volksoper hat im Vergleich zum Haus am Ring in letzter Zeit oft die Nase vorne!)
Für eine ganz große Überraschung sorgte Karl Huml in der kleinen Rolle des Grenvil. Wie schon vor wenigen Tagen in meiner Besprechung zum „Tabarro“ erwähnt, hat sich der Bassist – der früher immer Darbietungen jenseits von Gut und Böse abgeliefert hat – enorm gesteigert. Gestern ließ er seinen warmen Bass hören und verlieh dem letzten Freund der Sterbenden viel Wärme, Ausdruck und Menschlichkeit.
Eine hervorragende Darbietung kam vom Rollendebütanten Matthias Klink. Mir gefällt sein leicht metallisches Timbre und die Stimme schafft sowohl die Tiefen, als auch die Höhen exzellent. In der ersten Hälfte der Vorstellung dachte ich mir noch, forcierte er ein bisserl weniger, wäre er ein ganz herausragender Interpret des Alfredo. Nun, in der Szene, als er Violetta sein Geld vor die Füße schmeißt, passierte ihm bei dem hohen Ton ein peinlich hörbares Missgeschick. Als er den letzten hohen Ton erreichte, setzte die Stimme aus und es kam nur ein Krächzen. Gott sei Dank, muss man sagen, denn hernach sang er viel gefühlvoller und mit weniger Kraft, was auch um Häuser besser klang. Morten Frank Larsen ist neben Sebastian Holecek der Hausbariton der Volksoper und bringt üblicherweise solide Leistungen. Als profilloser Scarpia war er eine herbe Enttäuschung, aber der Germont kommt seiner etwas samtigen Stimme viel besser entgegen. Üblicherweise hat er Probleme mit der Aussprache und auch gestern war so manche Akzentsetzung recht abenteuerlich. Sein Bariton besticht durch eine gute Tiefe und ebensolche Mittellage, die Höhe klingt manchmal recht dünn, was sich in erster Linie bei „Di provenza“ störend bemerkbar machte. Ein großer Schauspieler wird er nie, aber dank einer grauhaarigen Perücke konnte er Autorität zeigen. In Summa war das eine gute Leistung eines Sängers, der auch schon an der Staatsoper in Hauptpartien (Jochanaan, Mandryka, Capriccio-Graf, Falke, Eisenstein, Albert und auch in kleineren Rollen, wie Silvio und Harlekin) aufgetreten ist. Meiner Ansicht nach wäre er als Eugen Onegin und Simon Boccanegra typenmäßig goldrichtig besetzt. Melba Ramos ist das, was man eine feste Stütze der Volksoper nennt, denn sie singt an diesem Haus ein großes und breit gefächertes Repertoire, das von der Tosca zur Rosalinde, von der Michaëla zur Butterfly, von der Ariadne zur Pamina reicht. Ich war leichtsinnig genug, am Tag vor der Vorstellung ein Vergleichshören von „E strano“ auf Youtube durchzuführen und es liegt auf der Hand, dass man sich an der Volksoper keine Weltklasse-Violetta erwarten darf. Frau Ramos ist eine gute Hausbesetzung. Ihr voluminöser Sopran besitzt in tiefen Lagen einen durchaus sinnlichen Beiklang, verliert aber in der Höhe an Qualität. Die Koloraturen meisterte sie mit Anstand, zeigten aber doch ihre Grenzen auf. Des weiteren war das „E tardi!“ eher beiläufig, anstatt verzweifelt gesungen. Während der Vorstellung erhielt sie übrigens im Gegensatz zu den anderen beiden Protagonisten keine Bravi.
Es sei erwähnt, dass alle drei Sänger die der Premiere (!) an der Staatsoper weit übertroffen haben.
Auch das restliche Ensemble zeigte sich in guter Verfassung. Es waren Mara Mastalir (Flora), Heike Dörfler (Annina), Paul Schweinester (Gastone), Florian Spiess (Douphol) und Alexander Trauner (Marquis). Bitte verzeiht mir, dass ich erst in einer weiteren Besprechung auf sie alle eingehe.
Nicht glücklich wurde ich mit dem Dirigat von Nicholas Milton. Die Orchestervorspiele zum ersten und letzten Akt dirigierte er recht beiläufig (Und so sehr ich im Herbst Bertrand de Billy verrissen habe, aber das hat er gut gemacht!) und auch den ganzen Abend ließ er sich (manchmal zu viel) Zeit (Aber zu schnelle Tempi sind bei der Traviata tödlich!). Dafür konnte ich Germonts Arien, durch die meinem Geschmack nach immer zu gehetzt wird, endlich adäquat begleitet hören. Des weiteren hätte er manchmal die Lautstärke zurücknehmen sollen. Orchester und Chor agierten in gewohnter Volksopern-Bericht.
An der Volksoper ist bedauerlicherweise der Schlussapplaus üblicherweise sehr kurz und wenig enthusiastisch. Gestern war es anders: Wir erklaschten nach den üblichen Solovorhängen noch einen Durchgang. Aber: Als der Eisene Vorhang heruntergelassen wurde, wollte ich schon aufgeben, aber andere Besucher klatschten weiter, sodass ich auch wieder anfing. Aber dann trat ein uniformierter Mann vor den Vorhang und machte dem Publikum unmissverständlich klar, jetzt sei Schluss. Hä??? An dem Gesichtern der Sänger hat man beim zweiten Durchgang gesehen, wie sie sich freuten und dann wird ihnen der Applaus seitens des Hauses verweigert?? Auf die zwei Minuten wäre es auch nicht angekommen, zumal es noch vor zehn Uhr war. Dieses Verhalten ist mir unverständlich!
Am Freitag bin ich natürlich wieder drinnen !
Grüße vom Gurnemanz
08:57 16. Februar 2012
Dreamhunter
2
Danke lieber Gurnemanz/W./B.B. für die Rezensionen!
LG
kv
12:09 16. Februar 2012
Jahnas
3
Auch wir waren in der selben Vorstellung und teilen die Einschätzungen von "Gurnemanz". Besonders die Choreografie begeistert uns jedes Mal wieder – die Torero-Szene ist doch wirklich köstlich – weder banal noch peinlich.
Abweichend zum Gralsritter hat uns Matthias Klink nicht so gut gefallen. Möglicherweise hat Nervosität beim Rollendebut und mangelnde Routine als Alfredo eine Rolle gespielt. Dass er das Potential zu einem sehr guten Alfredo hat und dass er auf einem guten Weg ist, glauben auch wir.
Auch die beiden anderen Hauptdarsteller hatten hörbar nicht den besten Tag erwischt. Das "Il Provenza" haben wir von Morten Frank Larsen schon wesentlich berührender erlebt; Melba Ramos halten wir für eine Weltklasse-Violetta, haben das "E strano" aber auch bisher jedes Mal souveräner gehört. Wir hatten den Eindruck, dass alles, was normalerweise leicht und zart klingt, diesmal erarbeitet werden musste. Das grossartige Potential der beiden war im Duett spürbar – leider war nur diese Passage ihre Normalform.
Zum Glück gibt es ja noch Gelegenheit, wieder beide in gewohnter Qualität zu erleben. Auch wir freuen uns über das hohe Niveau der Volksoper und nützen immer öfter die gute Möglichkeit, den verunglückten Regiearbeiten am Ring auszuweichen.
Grüsse von Maria und Johann Jahnas
15:36 16. Februar 2012
Gurnemanz
4
Dreamhunter schrieb:
Danke lieber Gurnemanz/W./B.B. für die Rezensionen!
LG
kv
Nix zu danken, lieber Dreamhunter!
Meine Berichte finden sich in Zukunft auch hier.
Grüße von Gurnemanz
15:41 16. Februar 2012
Gurnemanz
5
Jahnas schrieb:
Auch wir waren in der selben Vorstellung und teilen die Einschätzungen von "Gurnemanz". Besonders die Choreografie begeistert uns jedes Mal wieder – die Torero-Szene ist doch wirklich köstlich – weder banal noch peinlich.
Abweichend zum Gralsritter hat uns Matthias Klink nicht so gut gefallen. Möglicherweise hat Nervosität beim Rollendebut und mangelnde Routine als Alfredo eine Rolle gespielt. Dass er das Potential zu einem sehr guten Alfredo hat und dass er auf einem guten Weg ist, glauben auch wir.
Auch die beiden anderen Hauptdarsteller hatten hörbar nicht den besten Tag erwischt. Das "Il Provenza" haben wir von Morten Frank Larsen schon wesentlich berührender erlebt; Melba Ramos halten wir für eine Weltklasse-Violetta, haben das "E strano" aber auch bisher jedes Mal souveräner gehört. Wir hatten den Eindruck, dass alles, was normalerweise leicht und zart klingt, diesmal erarbeitet werden musste. Das grossartige Potential der beiden war im Duett spürbar – leider war nur diese Passage ihre Normalform.
Zum Glück gibt es ja noch Gelegenheit, wieder beide in gewohnter Qualität zu erleben. Auch wir freuen uns über das hohe Niveau der Volksoper und nützen immer öfter die gute Möglichkeit, den verunglückten Regiearbeiten am Ring auszuweichen.
Grüsse von Maria und Johann Jahnas
Danke für die Rückmeldungen!
Über die nach allen Kräften missglückte Neuinszenierung an der STOP dürften wir uns einig sein, um so mehr schätze ich die der VOP.
Matthias Klink werde ich – wenn es bei der Besetzung bleibt – auch im März als Alfredo hören und schauen wir, wie er sich da schägt.
Larsen und Ramos habe ich zum ersten Mal in diesen Rollen gehört, kann also nicht bestätigen, ob sie einen schlechten Tag erwischt haben, aber letztere kenne ich deutlich besser.
Bernada Bobro im April würde mich interessieren, da müsste ich allerdings Pinderak als überforderten Alfredo und Holecek als brüllenden Germont in Kauf nehmen; schauen wir mal.
Grüße von Gurnemanz
22:41 17. Februar 2012
Gurnemanz
6
Wiener Volksoper
Freitag, den 17. Feber 2012
LA TRAVIATA
Giuseppe Verdi
Bereits zum 100. Mal ging die Inszenierung der „Traviata“ von Hans Gratzer über die Bühne der Wiener Volksoper. Ich liebe sie und verweise diesbezüglich auf meinen Bericht der letzten Vorstellung.
Der Alfredo hieß diesmal Oliver Kook, über den meistens schlecht geschrieben wird, sodass ich eine positive Überraschung erleben konnte. Im Gegensatz zu der Stimme von Matthias Klink, die ihren Besitzer eher für das deutsche Fach empfiehlt, weist Herrn Kooks doch einen „italienischen“ Beiklang auf. Er phrasierte sehr schön, hatte aber Schwierigkeiten beim Übergang von der hohen Mittellage zur Höhe. Bei den Spitzentönen war eine Anstrengung unüberhörbar. Melba Ramos hat sich im Vergleich zur letzten Vorstellung sehr gesteigert. Das einzige Manko ist, dass sie die Koloraturarie im ersten Akt etwas – nun ja – eigenwillig abschloss; zumindest waren da ein paar Töne falsch. Ansonsten bot sie eine Violetta, die sie durchaus für ein größeres Haus empfiehlt. Die Darstellung der Person meisterte sie berührend und ihre voluminöse Stimme hat eine sehr gute Tiefe, aber die Höhe wurde doch ein wenig schrill. Morten Frank Larsen sollte sich nur abgewöhnen, die „r“ so überzubetonen und merkwürdig zu rollen. Ansonsten sang er einen berührenden Germont und hatte diesmal weniger Höhenprobleme, als bei der letzten Vorstellung.
Auch die Interpreten der Comprimario-Partien fielen positiv auf. Ausnahme hiervon war Alexander Trauner, der sich mit einer heiseren Stimme durch den Marquis brüllte. Katharina Ikonomu war eine Luxus-Annina; Florian Spiess sang mit kräftiger Stimme einen sehr guten Douphol; Paul Schweinester führte mit schöner Stimme Alfredo beim Ball ein; Karl Huml war ein menschlicher Dottore und Mara Mastalir gab mit kleiner und etwas schriller Stimme eine passable Flora. Nicholas Milton gehört zu der Sorte von Taktschlägern, die in Verdis „Traviata“ hauptsächlich Humtata sehen und besonders bei den Chorstellen wähnte ich mich Schrammelmusik hörend beim Heurigen. Freuen wir uns also auf die nächsten Vorstellungen, denn da steht mit Alfred Eschwé wieder ein echter Dirigent am Pult.
Chor und Orchester machten brav ihre Pflicht.
Das Publikum zeigte sich während der Vorstellung nicht sonderlich begeistert, bedachte die Mitwirkenden aber bei den Schlussvorhängen mit kräftigen und mit einigen Bravi durchsetzten Applaus. Das Haus (inklusive Stehplätze) war sehr voll; es fand sich aber auf der Galerie außer mir nur ein Stammbesucher ein.
Zur Klarstellung: Ich bin der letzte, der behauptet, an der Volksoper sei jede Vorstellung exzellent. Im Gegenteil, wie man – um ein Beispiel zu nennen – einen Alexander Pinderak engagieren kann, um ihn im ersten Fach einzusetzen, ist mir schleierhaft. (Von Michael Ende ganz zu schweigen.) Aber die derzeitigen „Traviata“-Vorstellungen sind in der Tat super, sodass ich erwäge, mir die Serie in der Staatsoper zu schenken und mich wegen dieses Werkes öfters ins Haus am Gürtel zu begeben.
Grüße von Gurnemanz
21:38 19. Februar 2012
yamadori1994
7
Gurnemanz schrieb:
… und Holecek als brüllenden Germont in Kauf nehmen; schauen wir mal.
Grüße von Gurnemanz
no, also, ich weiß nicht, ob nicht herr larsen mehr brüllt….
21:46 19. Februar 2012
yamadori1994
8
Gurnemanz schrieb:
Wiener Volksoper
Freitag, den 17. Feber 2012
LA TRAVIATA
Giuseppe Verdi
….. Katharina Ikonomu war eine Luxus-Annina;
Grüße von Gurnemanz
An Frau Ikonomu, welche Chormitglied ist, lässt sich erhören, welche Luxusstimmen im Chor der Wiener Volksoper agieren!
06:54 20. Februar 2012
Jahnas
9
Zufällig habe ich gestern wieder die Salzburger "La traviata" im Fernsehen gesehen – bei Villazon wurde ich sehr traurig – man merkt so knapp nach dem samstägigen Nemorino, welch grossen Verlust nicht nur er sondern auch wir Opernfreunde erlitten haben. Nach dem "Genuss" von Herrn Hampson weigere ich mich, im Zusammenhang mit Morten Frank Larsen oder Sebastian Holecek das Wort brüllen zu verwenden!
Gruß Jahnas
Übrigens: Luxusstimmen gibt es im Volksopernchor nicht nur bei den Damen!
16:06 20. Februar 2012
Gurnemanz
10
yamadori1994 schrieb:
Gurnemanz schrieb:
… und Holecek als brüllenden Germont in Kauf nehmen; schauen wir mal.
Grüße von Gurnemanz
no, also, ich weiß nicht, ob nicht herr larsen mehr brüllt….
Werter Yamadori,
mir ist durchaus bekannt, dass ein großer Teil Holecek höher, als Larsen einschätzt; bei mir ist es anders. Erstere hat mir erst in einer Rolle – als Sprecher – richtig gut gefallen, sonst kann ich mit ihm nichts anfangen. Allerdings habe ich ihn noch nicht in der Traviata gehört; vielleicht überrascht er mich doch positiv. Larsen kenne ich als kultivierten Sänger, der weit von Brüllen entfernt ist, aber anscheinend ist das Geschmackssache.
Grüße von Gurnemanz
17:41 14. März 2012
Gurnemanz
11
War zufällig jemand gestern in der VOP bei der "Traviata"?
Ich hatte zwar eine Karte, mir ist aber etwas Wichtiges dazwischen gekommen, konnte also nicht gehen.
Mich würde vor allem interessieren, wie sich die Interpretin der Titelrolle (Ha Young Lee) geschlagen hat. Es wäre schön, wenn sie ihre fulminante Leistung von 2010 (als sie als Einspringer am Haus debütiere) wiederholen hätte können.
Ich werde jedenfalls am 24. März eine Vorstellung besuchen.