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GEBURTSTAGE IM DEZEMBER 2011

GEBURTSTAGE

 Berücksichtigt wurden – wie immer - runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny.

 1.12. Daniela MAZZUCATO wird 65

 Studium am Conservatoire Benedetto Marcello in Venedig bei Paolo Mirko Bononi. Bühnendebüt 1966 am Teatro Fenice Venedig als Gilda im »Rigoletto«. 1967 Gewinnerin des Gesangwettbewerbs von Busseto, 1968 und 1970 Preisträgerin beim Concours von Parma. Die Künstlerin sang in Italien an den großen Opernhäusern, darunter an der Mailänder Scala, am Teatro San Carlo Neapel, am Teatro Massimo Palermo, in Triest, Venedig (1968 als Dirce in Cherubinis »Medea«), Bologna und bei den Festspielen in der Arena von Verona (1971 als Page Oscar in Verdis »Maskenball«). Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Deutschen Opernhaus Berlin, am Nationaltheateroper von Prag und bei den Bregenzer Festspielen. 1990 sang sie mit großem Erfolg in Rom die Valencienne in Lehárs »Lustiger Witwe«, am Teatro Verdi Triest die Adina in »L’Elisir d’amore«, am Teatro Carlo Felice Genua und 1995 an der Oper von Toulouse die Musetta in Puccinis »La Bohème«. 1995 trat sie an der Oper von Rom als Despina in »Così fan tutte« auf, 1996 am Teatro Massimo Palermo als Euridice im »Orpheus« von Gluck. 1997 sang sie an der Oper von Rom die Miss Jessel in »The Turn of the Screw« von B. Britten, an der Oper von Tel Aviv die Musetta, 1998 bei den Festspielen von Glyndebourne die Despina, am Teatro Comunale Bologna die Gasparina in »Il Campiello« von E. Wolf-Ferrari und, ebenfalls 1998, am Teatro San Carlo Neapel die Pipsi in der Operette »Eva« von Fr. Lehár. 1999 hörte man sie am Teatro San Carlo Neapel, 2000 am Teatro Comunale Ferrara als Despina, im gleichen Jahr am Teatro Regio Turin in »Orphée aux enfers« von J. Offenbach. Ihr Repertoire enthielt an erster Stelle die großen Koloraturpartien des italienischen Repertoires, doch widmete sich die Sängerin einerseits auf der Bühne wie im Konzertsaal der Gestaltung von Barockmusik, andererseits dem zeitgenössischen Musikschaffen. Zeitweilig verheiratet mit dem Tenor Sergio Tedesco (* 1928), der gleichfalls in Italien eine erfolgreiche Karriere hatte. Das Künstlerehepaar ging von seinem Wohnsitz in Abano Terme aus einer umfassenden Gastspieltätigkeit nach. Später verheiratet mit dem Tenor Max-René Cosotti (* 1950).

Schallplatten: DGG (»Duetti di Camera« von Agostino Steffani), Erato (»Serenata a Trè« von Vivaldi), Legendary Recordings (Oscar in Verdis »Un Ballo in maschera«, Aufnahme aus der Scala von 1977), Claque Disques (»Medea« von Cherubini), Fonit Cetra (»Il Campiello« von Wolf-Ferrari), Memories (»Il matrimonio segreto«), Bella Voce (Corilla in »Viva la mamma« von Donizetti, Bregenzer Festspiele 1976).

 1.12. Rudolf BUCHBINDER wird 65

 Als 5-jähriger wurde Buchbinder jüngster Student an der Hochschule für Musik in Wien. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit 9 Jahren. 1958 wurde er an der Musikhochschule Wien in die Meisterklasse von Bruno Seidlhofer aufgenommen, der auch Friedrich Gulda angehörte. 1961 gewann er mit dem Wiener Trio den 1. Preis bei einem Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks. 1962 erhielt er die Lipatti-Medaille. Danach betätigte sich Buchbinder vor allem als Kammermusiker. Der Geiger Josef Suk und der Cellist Janos Starker waren seine Partner. 1966 gewann er den Van-Cliburn-Preis und 1967 den 1. Preis beim Beethoven-Klavierwettbewerb, der Beginn einer erfolgreichen internationale Karriere. Seither trat er mit allen großen Orchestern und Dirigenten auf. Gelegentlich hat er auch selbst vom Klavier aus dirigiert, so z.B. in Konzerten mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Im Lauf seiner Karriere eignete er sich ein beeindruckendes Repertoire an, welches von klassischen wie romantischen bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts reicht. So war Buchbinder verantwortlich für die Uraufführung von Werken von Gottfried von Einem und von Gerhard Wimberger (2. Klavierkonzert 1984). Bekannt wurde er vor allem als Beethoven-Spezialist. Er hat mehr als 200 Tonträger bespielt. 1976 gewann er den Grand Prix du Disque für die Aufnahme sämtlicher Klavierwerke von Joseph Haydn. Seit 2007 ist Buchbinder zudem Künstlerischer Leiter des neuen Musik-Festivals Grafenegg auf Schloss Grafenegg (Niederösterreich). In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Literatur und wirkt als Amateur-Maler. (Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.buchbinder.net/

 1.12. Carlos MONTANÉ wird 70

 Seine Ausbildung erfolgte nacheinander am New England Conservatory, bei Frederick Jagel in Boston, bei Gibner King in Portland und bei Jerome Lo Monaco in New York. Bühnendebüt 1970 an der New York City Centre Opera in der Rolle des Alfredo in Verdis »La Traviata«, nachdem er durch die erfolgreiche Teilnahme an mehreren Gesangwettbewerben entsprechende Stipendien erhalten hatte. In den Jahren 1970-72 sang er an der City Centre Opera New York auch den Rodolfo in »La Bohème«, den Cavaradossi in »Tosca« und den Gustavus (Riccardo) in Verdis »Maskenball«. Er gastierte u.a. an den Opern von Seattle (1972 als des Grieux in »Manon« von Massenet), Houston/Texas (1975 als italienischer Sänger im »Rosenkavalier«) und Philadelphia (1975 als Herzog im »Rigoletto«). In Europa trat er erstmals 1972 am Opernhaus von Düsseldorf als des Grieux in Puccinis »Manon Lescaut« auf, 1975 am Teatro Verdi Triest als Don José in »Carmen«, 1977 beim Festival von Split als Herzog im »Rigoletto«. 1973 erreichte er die New Yorker Metropolitan Oper, wo er als des Grieux in Puccinis »Manon Lescaut« debütierte und bis 1981 in insgesamt 5 Vorstellungen außerdem noch den Herzog im »Rigoletto« sang. 1978 gab er ein sehr erfolgreiches Konzert in der Royal Festival Hall in London. In Europa erschien er an den Opernhäusern von Hamburg, Frankfurt a.M. und Stuttgart, am Deutschen Opernhaus Berlin, in Turin, Belgrad und Zagreb. 1980 erfolgreiche Konzertauftritte in Holland und Frankreich. 1984 nahm er an einer Südostasien-Tournee mit der Gesellschaft »Ambassadors of Opera« (als Rodolfo in »La Bohème«) teil, 1986 sang er an der Oper von Rio de Janeiro den Radames in »Aida«, 1985 in San Diego den Riccardo im »Maskenball« und die Titelrolle in »Oberto« von Verdi. Er lebte in Frankfurt a.M. Auf der Bühne bevorzugt im lyrischen Repertoire (Verdi, Puccini, Bizet, Donizetti) zu hören; gleichzeitig hatte er eine Karriere als begabter Konzerttenor.

Sang auf OPR das Tenor-Solo in Donizettis Requiem für Bellini. Weitere Aufnahmen auf einer kleinen französischen Marke.

 1.12. Sofija JANKOVIC wird 90

 Sie absolvierte ihr Gesangstudium an der Musikakademie von Belgrad bei J. Stamovic-Nikolic und bei N. Cvejic. 1948 begann sie ihre Bühnenkarriere an der Nationaloper Belgrad und ist ständig deren Mitglied geblieben. Sie sang dort wie bei Gastspielen an anderen Bühnen in Jugoslawien Partien aus dem Koloratur- wie dem lyrischen Repertoire, darunter die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, die Susanna in »Le nozze di Figaro«, die Titelfigur in »Schneeflöckchen« von Rimsky-Korssakow, die Gilda im »Rigoletto«, die Violetta in »La Traviata« und die Marie in der »Verkauften Braut« von Smetana. Gleichzeitig kam sie zu einer erfolgreichen Konzertkarriere.

Schallplattensammlern ist der Name der Künstlerin bekannt, weil sie auf Decca in drei Aufnahmen von vollständigen Opern mitwirkt (»Boris Godunow« von Mussorgsky, »Pique Dame« von Tschaikowsky und in der Titelrolle der Märchenoper »Schneeflöckchen«).

 2.12. Jaakko RYHÄNEN wird 65

 Er erhielt seine Ausbildung in Helsinki und wurde 1974 Mitglied der Finnischen Nationaloper Helsinki (an der er bereits 1972 zu Beginn seiner Karriere gastiert hatte). Im gleichen Jahr wirkte er erstmals bei den Festspielen von Savonlinna mit, bei denen er seitdem Jahr für Jahr in großen Aufgaben aus dem Bass-Repertoire zu hören war. Zusammen mit dem Ensemble der Nationaloper Helsinki unternahm er Gastspiele im Ausland, darunter am Bolschoj Theater Moskau und an der Metropolitan Oper New York (1983). Nach einem sehr erfolgreichen Gastspiel 1985 in Madrid kam es zur Ausbildung einer großen internationalen Karriere. 1986 gastierte er an der Staatsoper von Hamburg, am Deutschen Opernhaus Berlin, an der Münchner Staatsoper und am Opernhaus von Zürich. Auch zu Gast an der Stuttgarter Staatsoper. 1987 sang er an der Grand Opéra Paris den Daland im »Fliegenden Holländer«. An der Wiener Staatsoper sang er 1987-98 in insgesamt 92 Vorstellungen den Daland, den Sarastro in der »Zauberflöte«, den Basilio im »Barbier von Sevilla«, den Bartolo in »Le nozze di Figaro«, den Komtur im »Don Giovanni«, den Ramphis in »Aida«, den Osmin in der »Entführung aus dem Serail« und den Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«. 1988 war er an der Oper von Monte Carlo und in Madrid in der Partie des Osmin sehr erfolgreich. 1989-90 Gastspiel an der Chicago Opera als Großinquisitor, in Helsinki als Raimondo in »Lucia di Lammermoor« (1990), an der Staatsoper von München 1990 als Daland, 1991 im finnischen Tampere als Titurel im »Parsifal«. 1989 und 1992-93 hörte man ihn bei den Festspielen von Savonlinna als Sarastro, 1990 beim Festival von Aix-en-Provence als Osmin, 1993-94 in Savonlinna als Banquo in Verdis »Macbeth«, 1995 in Los Angeles wieder als Osmin, 1996 in Warschau als König Philipp im »Don Carlos« von Verdi. An der Nationaloper von Helsinki trat er 1997 als Boris Godunow auf, an der Covent Garden Oper London als Fiesco in »Simon Boccanegra« von Verdi, 1998 an der Deutschen Oper Berlin (hier auch als Hunding in der »Walküre«) und am Opernhaus von Lille als Daland, an der Oper von Frankfurt a.M. als Sarastro. 1999 sang er an der Deutschen Oper Berlin den Daland, an der Königlichen Oper Stockholm den König Philipp, 2000 am Opernhaus von Köln den Banquo, an der Nationaloper Helsinki den Fiesco und den Boris Godunow, bei den Festspielen von Savonlinna den Sarastro, an der Oper von Los Angeles den Ramphis, 2001 an der Rheinoper Düsseldorf den Boris Godunow. 2001 sang er nochmals an der Nationaloper Helsinki die schwierige Partie des Paavo Ruotsalainen in »Die letzten Versuchungen« von Joonas Kokkonen und nahm zum Ende der Spielzeit 2000-01 von der Bühne Abschied. Dazu große Karriere als Konzertsänger. Er trat u.a. zusammen mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta und mit Liederabenden in Finnland, in den skandinavischen Musikzentren und in Deutschland auf.

Schallplatten: BIS (Opernszenen aus Savonlinna), Finlandia (Recital), EMI (Wachtmeister in »Friedenstag« von R. Strauss); EMI-Video (Daland im »Fliegenden Holländer«).

 2.12. Sergej BANEWITSCH wird 70

 Biographie des russischen Komponisten auf englisch: http://www.compozitor.spb.ru/eng/our_authors_engl/index.php?ELEMENT_ID=19927

 2.12. Reinhold GÜTHER wird 100

 Nach seiner Ausbildung an der Musikhochschule Berlin (u.a. durch Paul Lohmann) in den Jahren 1932-38 sang er 1938-39 am Stadttheater von Greifswald, 1939-40 am Stadttheater von Lübeck, an dem er nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs in den Jahren 1947-50 seine Karriere fortsetzte. 1950-52 trat er am Theater am Goetheplatz in Bremen und 1952-69 am Opernhaus von Zürich auf. Gastspiele führten ihn an die Stadttheater von Bremen, Kiel, Freiburg i. Br., an die Staatstheater von Oldenburg und Schwerin. Er sang auf der Bühne eine bunte Vielfalt von Partien aus den Bereichen der Oper wie der Operette, wobei er allgemein auch als Darsteller geschätzt wurde. In Zürich wirkte er in der Spielzeit 1954-55 in der Uraufführung der Lehár-Operette »Frühling« mit, in der Spielzeit 1957-58 in der der Operette »Die Perlen der Cleopatra« von Oscar Straus. 1961 sang er am Opernhaus von Zürich in der Uraufführung der Operette »Barbasuk« von Paul Burkhard den Muley, dort auch in den Schweizer Erstaufführungen der Opern »A Midsummer Night’s Dream« von Benjamin Britten (Spielzeit 1960-61 als Snout), »Volo di notte« von L. Dallapiccola (1965-66 als Robineau) und »La Mystère de la Nativité« von Frank Martin (szenische Erstaufführung, Spielzeit 1961.62 als Beelzebub). Von seinen Opernpartien sind zu nennen: der Don Ottavio im »Don Giovanni«, der Tamino in der »Zauberflöte«, der Florestan im »Fidelio«, der Titelheld in »Fra Diavolo« von Auber wie in »Serse« von Händel, der Rodolfo in »La Bohème«, der Alfredo in »La Traviata«, der Radames in »Aida«, der Lohengrin und der Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1961-77 war er als Orchesterinspektor des Tonhalle- und Theaterorchesters Zürich tätig. Er lebte in Zollikerberg bei Zürich.

 3.12. Marjana LIPOVSEK wird 65

 Ihr Vater Marijan Lipovsek (1910-95) war Rektor der Musikhochschule Ljubljana. Sie studierte dort zuerst Musikpädagogik, dann das gleiche Fach in Graz. Ihre Stimme wurde durch Hilde Rössl-Majdan entdeckt und durch sie, durch Herma Handl und durch Gottfried Hornik in Graz ausgebildet. 1978 trat sie in das Opernstudio der Wiener Staatsoper ein und wurde 1979 Ensemblemitglied dieses Hauses (Debüt als Kate Pinkerton in »Madame Butterfly«). Hier sang sie zu Beginne meist kleinere Partien, bald folgten jedoch Rollen wie die Fürstin in »Suor Angelica« von Puccini, die Anna in »Les Troyens« von Berlioz, die Marcellina in »Figaros Hochzeit«, die Adelaide in »Arabella« von R. Strauss, die Mary im »Fliegenden Holländer«, die Emilia in Verdis »Otello« und die Annina im »Rosenkavalier«. 1979 hatte sie ihren ersten großen Erfolg in Graz als Brangäne im »Tristan«. Seit 1981 Mitglied der Staatsoper Hamburg (Antrittsrolle: Federica in Verdis »Luisa Miller«). Hier sang sie 1982 in der Erstaufführung von »Les Troyens« von Berlioz die Rolle der Anna. 1983 kam ein Gastspielvertrag mit der Staatsoper München zustande. Hier sang sie u.a. 1987 die Fricka im Ring-Zyklus, 1988 die Gaea in »Daphne« von R. Strauss. 1989 sang sie bei den Aufführungen von Borodins »Fürst Igor« in der Münchner Olympia-Halle die Kontschakowna. 1985 Gastspiel bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien als Cornelia in »Giulio Cesare« von Händel. Bei den Festspielen von Salzburg sang sie am 7.8.1981 in der Uraufführung der Oper »Baal« von F. Cerha die Emilie, am 15.8.1986 in der Uraufführung der Oper »Die schwarze Maske« von K. Penderecki die Rosa Sacchi, 1992 die Amme in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 1993 die Ottavia in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea« und die Mrs. Quickly im »Falstaff« von Verdi, 1994 die Jokaste in »Oedipus Rex« von Strawinsky und die Marina im »Boris Godunow«, 1995 die Gräfin Geschwitz in »Lulu« von A. Berg, 2000 die Brangäne, 2003 die Mutter in »Hoffmanns Erzählungen«. Sie wirkte bei den Salzburger Festspielen in konzertanten Aufführungen der Opern »Penthesilea« von Othmar Schoeck (1982 als Oberpriesterin der Diana) und »Dantons Tod« von G. von Einem (1983 als Weib), als Solistin in der 9. Sinfonie von Beethoven (1987), im »Messias« von Händel (1988), in der Missa solemnis von Beethoven (1992) und in den Gurre-Liedern von A. Schönberg (1996) mit, dazu seit 1981 in zahlreichen Konzerten (Mozart-Matinee 1981; »Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke« von Frank Martin1981; »Vesperae solennes« von Mozart 1985; »Messe est« von H. Eder 1986; Uraufführung von Hans Zenders »Die Wüste hat zwölf Ding« 1986; Mahlers »Kindertotenlieder« 1992; Schubert-Konzert 1995; Luciano Berios »Folk Songs« 1998; Requiem von R. Schumann 2000) und in Liederabenden (1983, 1985, 1987, 1989, 1992, 1995, 1997, 1999 uns 2003). Bei den Salzburger Osterfestspielen trat sie 1993 als Mrs. Quickly, 1994 und 1998 als Marina, 1995 als Klytämnestra, 1999 als Brangäne auf. Bei den Festspielen von Bregenz trat sie 1988 als Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns auf. Seit 1986 gastierte sie auch wieder an der Wiener Staatsoper, nun als Cieca in »La Gioconda« von Ponchielli, als Octavian im »Rosenkavalier«, als Brangäne, als Marfa in »Chowanschtschina« von Mussorgski, als Mrs. Quickly, als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, als Dalila, als Marina, als Amneris in »Aida«, als Fricka, Waltraute und Erda im Ring-Zyklus, als Azucena im »Troubadour«, als Sphinx und als Jocaste in »Oedipe« von Enescu, als Amme in der »Frau ohne Schatten« und als Gaea. Große Erfolge bei Konzerten und Gastspielen in ganz Europa. 1986 gastierte sie am Opernhaus von Frankfurt a.M., 1987 beim Maggio musicale Florenz, 1989 bei den Festspielen von Savonlinna (als Amneris). 1990 sang sie an der Covent Garden Oper London als Antrittsrolle die Klytämnestra. 1991 Gastspiel an der Opéra Bastille Paris als Dalila; 1992 sang sie in der Eröffnungsvorstellung des neu erbauten Opernhauses von Nagoya in Japan die Amme in der »Frau ohne Schatten«. An der Münchner Staatsoper gastierte sie 1995 als Kundry im »Parsifal«, in San Francisco als Fricka in der »Walküre«, 1996 in Chicago als Fricka wie als Waltraute im Nibelungenring, beim Maggio musicale Florenz wieder als Klytämnestra. 1996 sang sie an der Deutschen Oper Berlin, 1997 in Amsterdam in »Oedipe« von Enescu die Partien der Sphinx und der Jocaste, an der Staatsoper von München die Klytämnestra, dort auch 1998 die Brangäne. 1998 gastierte sie an der Berliner Staatsoper als Mrs. Quickly, an der Münchner Staatsoper als Amme in »Die Frau ohne Schatten«. 1999 gastierte sie an der Oper von San Francisco als Fricka und als Waltraute im Nibelungering, am Teatro Comunale Florenz als Brangäne. 2000 sang sie in Berlin das Alt-Solo in der Johannespassion von J.S. Bach, an der Müchner Staatsoper die Klytämnestra. 2001 trat sie an der Staatsoper von München als Mrs. Quickly auf. 2002 debütierte sie mit der Klytämnestra an der New Yorker Metropoltian Oper.An der Wiener Volksoper, an der sie bereits als Bloody Mary in »South Pacific« erfolgreich war, wird sie im Jänner 2012 in konzertanten Aufführungen von leonard Bernsteins »Candide« als old Lady zu hören sein. Von ihren Bühnenpartien sind noch ergänzend zu nennen: die Ulrica in Verdis »Un Ballo in maschera«, die Magdalene in den »Meistersingern«, der Komponist in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, der Titelheld im »Orpheus« von Gluck und die Marie im »Wozzeck« von A. Berg. Neben ihrem Wirken auf der Bühne war sie eine hoch angesehene Konzertsängerin, einmal im Bereich des Oratoriums (Bach, Händel), dann auch als Lied-Interpretin.

Sehr viele Schallplattenaufnahmen auf Telefunken (»Messias« von Händel, »Fledermaus«), Philips (»Faust« von Gounod, Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, »Die letzten Dinge« von Spohr, Nelson-Messe von Haydn), Ariola-Eurodisc (»Orpheus« von Gluck), Christophorus-Verlag (»Il lutto dell’ universo« von Kaiser Leopold I. von Österreich), Harmonia mundi- HMV (Dettinger Te Deum von Händel, »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, Fricka in »Rheingold«), Schwann (»Penthesilea« von O. Schoeck). Orfeo (Lieder von Schubert), Intercord (h-moll-Messe von J.S. Bach), RCA (Mozart-Requiem), Koch/Schwann (Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns), EMI (Waltraute in der »Götterdämmerung«; Fricka in vollständigem Ring-Zyklus, München 1989), Sony (Marina im »Boris Godunow«, Lieder von J. Brahms), Teldec (Johannes-Passion von J.S. Bach, Brangäne im »Tristan«, »Alfonso und Estrella« von Schubert, »Das Buch mit sieben Siegeln« von Franz Schmidt); Arthaus/Naxos-Video (Brangäne im »Tristan«, München 1998).

 3.12. Sonja POOT wird 75

 Sie kam als Kind nach Rhodesien, wohin ihre Eltern auswanderten. Dort erhielt sie ihre erste Ausbildung in Salisbury; sie kam zu weiteren Studien dann nach Amsterdam und an die Musikakademie Wien. 1964 erfolgte ihr Bühnendebüt am Stadttheater von Bonn in der Partie der Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« (mit Werner Hollweg als Partner). Sie blieb bis 1971 Mitglied dieses Hauses, an dem sie sehr beliebt war. Man inszenierte für sie Donizetti-Opern wie »Lucia di Lammermoor«, »Maria di Rohan« und »Roberto Devereux«, in denen sie die Hauptpartien übernahm. 1971-73 war sie am Opernhaus von Nürnberg tätig, 1973-78 an der Staatsoper Stuttgart. Sie trat anschließend bis Mitte der achtziger Jahre gastierend auf; durch einen Gastvertrag war sie 1977-79 dem Opernhaus von Graz verbunden, wo sie u.a. die Violetta in »La Traviata« sang). Sie erschien als Gast auch am Stadttheater der Schweizer Bundeshauptstadt Bern (1964), am Stadttheater von Basel (1969) und in Amsterdam (1970 als Lucia di Lammermoor und dann mehrfach bis 1978, als sie dort die Elsa im »Lohengrin« sang). Weitere Gastspiele an der Wiener Volksoper (1972 als Lucia di Lammermoor), an der Oper von Rom (1973 als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«), am Grand Théâtre Genf (1973 als Elettra in »Idomeneo«), am Teatro Liceo Barcelona, in Rotterdam (1974), Nantes und Ottawa (1974 als Konstanze). Sie setzte ihre Karriere 1981-83 mit einem Engagement am Theater von St. Gallen fort; 1985 trat sie am Theater von Klagenfurt auf. Aus ihrem sehr vielseitigen Bühnenrepertoire sind noch die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Königin der Nacht wie die Pamina in der »Zauberflöte«, die Titelheldinnen in den Donizetti-Opern »Anna Bolena« und »Lucrezia Borgia«, die Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«, die Norina im »Don Pasquale« und die Miss Jessel in »The Turn of the Screw« von B. Britten nachzutragen. Auch als Konzertsängerin hatte sie eine erfolgreiche Karriere.

 3.12. Wilfried JOCHIMS wird 75

 Die Familie des Künstlers war ursprünglich böhmischer Abkunft. Neben seinem wissenschaftlichen Studium an der Universität von Köln studierte er an der dortigen Musikhochschule Schulmusik und Konzertgesang. 1964 wurde er als lyrischer Tenor an das Opernhaus von Essen verpflichtet. Er war bis 1967 am Opernhaus von Essen engagiert, widmete sich dann aber ganz seiner Konzerttätigkeit; dabei erwies er sich als bedeutender Bach-Interpret, doch beherrschte er ein ausgedehntes Konzertrepertoire. 1966 unternahm er eine Italien-Tournee, bei der er Soli in der Johannespassion und der h-moll Messe von J.S. Bach sang. 1967 kam es zu einem Gastspiel am Teatro Liceo von Barcelona. 1968 wurde er als Dozent an die Kölner Musikhochschule berufen. In den Jahren 1969-72 folgten große Gastspiel- und Konzertreisen durch Nord- und Südamerika, in Australien, Neuseeland, Indonesien und Indien. Bekannt wurde der Sänger nicht zuletzt durch seine Schallplattenaufnahmen, die zum Teil in Deutschland, zum Teil in den USA entstanden.

Er sang auf den Marken HMV (Magnificat von J.S. Bach), Bärenreiter Verlag (Werke von Bach und H. Schütz), CPO (Cornett-Kantaten von Telemann) und Vox (»Belsazar« von Händel, Biblische Oratorien von Carissimi, Kaffeekantate von Bach).

 3.12. Phyllis CURTIN wird 90

 Sie studierte am Wellesley College, bei Olga Avierino und bei Boris Goldovsky in Boston und debütierte 1946 bei der New England Opera Company als Tatjana im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky. Bei der New England Opera Company in Boston sang sie zu Beginn ihrer Kariere auch die Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky und die Lady Billows in »Albert Herring« von B. Britten. Sie debütierte 1953 an der City Centre Opera New York in der amerikanischen Erstaufführung der zeitgenössischen Oper »Der Prozess« von G. von Einem und sang in den folgenden zehn Jahren an diesem Haus fast alle großen Mozart-Rollen, auch die Traviata und die Salome von R. Strauss. An diesem Haus, an dem sie noch bis 1976 als Gast auftrat, sang sie u.a. in den Uraufführungen der beiden Opern »Susannah« (1956 in der Titelrolle; die Partie hatte der Komponist für sie geschrieben) und »The Passion of Jonathan Wade« (1962) von Carlisle Floyd. 1958 sang sie an der Oper von Santa Fé in einer weiteren Uraufführung, »Wuthering Heights« von Carlisle Floyd die Partie der Cathy. In New York trat sie in den zeitgenössischen Opern »Troilus and Cressida« von Sir William Walton und »The Taming of the Shrew« von Giannini auf; sie sang auch in der amerikanischen Premiere von »Les mamelles de Tirésias« von Poulenc (1953 Brandeis University). Seit 1953 erschien sie an der Covent Garden Oper London. 1960-61 gastierte sie an der Staatsoper von Wien (als Traviata, als Butterfly, als Fiordiligi in »Così fan tutte«, als Salome von R. Strauss und als Donna Anna im »Don Giovanni« in insgesamt 20 Vorstellungen) und am Opernhaus von Triest. 1961-62 gab sie Gastspiele am Opernhaus von Frankfurt a.M., 1961 an der Staatsoper Stuttgart, 1959 am Teatro Colón Buenos Aires, 1965 an der Chicago Opera, 1969 an der Oper von Seattle (als Rosalinde in der »Fledermaus«), 1970 an der Oper von Boston (als Senta im »Fliegenden Holländer«) und an der Oper von San Antonio (als Donna Anna), 1972 an der Chicago Opera (als Marguerite in »La damnation de Faust« von Berlioz). 1960 trat sie im amerikanischen Fernsehen als Fiordiligi auf. In der gleichen Partie debütierte sie 1961 an der Metropolitan Oper New York. Sie ist an diesem Haus bis 1973 (mit Unterbrechungen) in insgesamt 36 Vorstellungen auch als Salome, als Traviata, als Rosalinde, als Eva in den »Meistersingern«, als Gräfin in »Le nozze di Figaro«, als Alice Ford in Verdis »Falstaff«, als Ellen Orford in »Peter Grimes« von Benjamin Britten, als Donna Anna und als Tosca aufgetreten. In einer konzertanten Aufführung von »Pelléas et Mélisande« mit den New Yorker Philharmonikern sang sie 1962 die Mélisande; sie trat auch bei den Festspielen von Aspen auf. 1959 sang sie in Glyndebourne die Donna Anna, 1966 wirkte sie am Grand Théâtre Genf in der Uraufführung von Darius Milhauds »La Mère coupable« mit. 1984 gab sie endgültig ihre Karriere auf. Später arbeitete sie im pädagogischen Bereich an der Aspen School of Music und im Berkshire Music Center, seit 1964 Direktorin der Boston University School of Arts. Seit 1964 gab sie bis in die neunziger Jahre pädagogische Sommerkurse beim Tanglewood Festival, an denen so bedeutende Sänger wie Cheryl Studer, John Aller und Dawn Upshaw teilnahmen.

Schallplatten der Marken Columbia (Deutsches Requiem von Brahms), Allegro Royale, Westminister, Bach-Guild (Kantaten von J.S. Bach), VAI (Opern-Recital; Lieder von Gabriel Fauré und Cl. Debussy; Lieder von Fr. Poulenc und Ned Rorem; »Susannah« von Floyd, Mitschnitt aus der Oper von New Orleans, 1962), Vanguard (»Samson« von Händel) und RCA-Victor (Lieder von Rachmaninoff).

 4.12. Der amerikanische Dirigent James Oliver BUSWELL wird 65

 4.12. Helmut HOLZAPFEL wird 70

 Sein Vater war Chorleiter, die Mutter Sängerin. Musikstudium an der Universität Stellenbosch in Südafrika und an der Wiener Musikakademie bei Erik Werba. Bereits mit 21 Jahren sprang er in Kapstadt als Don Ottavio im »Don Giovanni« ein. Er hatte sein erstes Engagement 1971 am Theater von Klagenfurt. 1972-77 sang er am Landestheater von Innsbruck, seit 1977 Mitglied der Staatsoper Stuttgart. In seinem Bühnenrepertoire fanden sich vor allem Aufgaben aus dem Spiel- und Charakterfach wie der David in den »Meistersingern«, der Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, der Basilio in »Figaros Hochzeit«, der Valzacchi im »Rosenkavalier«, aber auch lyrische Partien wie der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla«, der Ferrando in »Così fan tutte« und der Fenton in Verdis »Falstaff«. Er widmete sich gern der Interpretation moderner Musik und trat in Ur- und Erstaufführungen von Opern von Ph. Glass, H.W. Henze (Uraufführung von »Die englische Katze« bei den Festspielen von Schwetzingen 1983), K. Penderecki, H. Reutter, W. Rihm, M. Kagel und B.A. Zimmermann auf, so u.a. am 24.3.1984 in der Stuttgarter Uraufführung der Oper »Echnaton« von Philip Glass und am 3.10.1993 in der von »Don Quichote de la Mancha« von Hans Zender. Er gastierte in Berlin, Dresden, München, Frankfurt a.M., Genf, Zürich, Warschau und Kapstadt. 1997 gastierte er am Opernhaus von Kapstadt als Gastone in »La Traviata«, 1998 als Spalanzani in »Hoffmanns Erzählungen«. 1999 sang er an der Stuttgarter Staatsoper den Tschaplitzki in »Pique Dame« von Tschaikowsky. 2000 hörte man ihn dort als Spalanzani, 2001 als Graf Lerma in Verdis »Don Carlos«. Nicht weniger von Bedeutung war seine Karriere als Konzertsänger, vor allem als Oratoriensolist (Evangelist in den Passionen von J.S. Bach). 1976 trat er als Liedersänger bei den Salzburger Mozartwochen, 1983 in einer großen Südamerika-Tournee (Auftritte in Buenos Aires, Santiago de Chile, Montevideo, Rio de Janeiro, São Paulo) in Erscheinung. 1992 promovierte er mit einer Doktorarbeit über den südafrikanischen Liederkomponisten Stephanus le Roux Marais.

Schallplatten: CBS (»Echnaton«), Teldec (»Die Soldaten« von B.A. Zimmermann); Arthaus-Video (»Satyagraha« von Philip Glass, Stuttgart 1981).

 5.12. José CARRERAS wird 65

 Seine Familie wanderte nach Argentinien aus, kam aber doch wieder nach Spanien zurück, wo er seine Erziehung erhielt. Er wollte ursprünglich Chemie studieren, wurde dann aber Schüler von Jaime Francesco Puig und Juan Roax in Barcelona. Bereits mit zehn Jahren sang er bei einer Aufführung von »Il retablo de Maese Pedro« von de Falla die Partie des Trujaman. Offizielles Bühnendebüt 1970 am Teatro Liceo von Barcelona als Flavio in »Norma« von Bellini und als Gennaro in Donizettis »Lucrezia Borgia«. 1971 Gewinner des Verdi-Wettbewerbs in Parma. Nachdem er in Barcelona zusammen mit der berühmten Sopranistin Montserrat Caballé in Verdis »Nabucco« und in »Lucrezia Borgia« aufgetreten war, wurde er durch diese Künstlerin in seiner Karriere gefördert, die bald eine weltweite Entwicklung nahm. 1971 wirkte er in London in einer konzertanten Aufführung der Donizetti-Oper »Maria Stuarda« mit, seit 1974 regelmäßige Gastspiele an der dortigen Covent Garden Oper, u.a. als Alfredo in »La Traviata«, als Nemorino in »L’Elisir d’amore«, als Rodolfo in »La Bohéme«, als Oronte in Verdis »I Lombardi« und als Andrea Chénier in der gleichnamigen Oper von U. Giordano. Seit 1972 sang er an der New York City Centre Opera (Debüt als Pinkerton in »Madame Butterfly«). Nach seinem Amerika-Debüt von 1972 trat er in der Hollywood Bowl als Herzog im »Rigoletto«, 1973 an der San Francisco Opera als Rodolfo in »La Bohème« auf. Bereits 1974 debütierte er als Herzog im »Rigoletto« an der Wiener Staatsoper, an der er in 140 Vorstellungen außerdem als Cavaradossi in »Tosca«, als Rodolfo sowohl in »La Bohème« als auch in »Luisa Miller«, als Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, als Don Carlos in der gleichnamigen Verdi-Oper, als Riccardo in Verdis »Un Ballo in maschera«, als Alvaro in »La forza del destino«, als Alfredo, als Eléazar in »La Juive«, als Nemorino, als Andrea Chénier, als Kalaf in Puccinis »Turandot«, als Gabriele Adorno in »Simon Boccanegra«, als Don José in »Carmen«, als Werther in der gleichnamigen Oper von Massenet, als Canio im »Bajazzo«, als Samson in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns, als Loris in »Fedora« von Giordano, als Jean in »Hérodiade« von Massenet, als Gaston in »Jérusalem« von Verdi und als Stiffelio in der gleichnamigen Verdi-Oper aufgetreten ist. Seit 1974 nicht weniger große Erfolge an der New Yorker Metropolitan Oper (Antrittsrolle: Cavaradossi). Bis 1987 trat er dort in insgesamt 72 Vorstellungen als Rodolfo sowohl in »La Bohéme« als auch in »Luisa Miller«, als Alfredo, als Maurizio in »Adriana Lecouvreur« von F. Cilea, als Nemorino, als Alvaro und als Don José auf. Im Jahr 2000 trat er dort noch einmal in einer Gala (in der Placido Domingo im 2. Akt von »Andrea Chénier« und Luciano Pavarotti im 3. Akt von Puccinis »Turandot« zu hören war) mit dem 4. Akt aus »Carmen« auf. In der Saison 1974-75 sang er an der Mailänder Scala als Antrittsrolle den Riccardo in Verdis »Un Ballo in maschera« und hatte seither auch an diesem Haus eine große Karriere, u.a. 1987 als Canio. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1976-78 (sowie 1986 bei den dortigen Osterfestspielen) den Don Carlos, 1979-80 den Radames in »Aida«, 1985-86 den Don José, 1978, 1980 und 1984 das Tenorsolo im Verdi-Requiem, 1992 das Tenor-Solo im »Te Deum« von H. Berlioz und gab 1981, 1989, 1991 und 2002 glanzvolle Liederabende. Zu Gast an den Opern von Parma, Turin, Triest, an der Grand Opéra Paris, am Théâtre de la Monnaie in Brüssel, in Budapest, Prag, Zürich und Genf, am Teatro Colón Buenos Aires (seit 1973), in Hamburg, München und Stuttgart; er gastierte auch in Chicago, Dallas, Philadelphia und San Francisco, vor allem aber in seiner spanischen Heimat in Barcelona und Madrid, wo er 1981 seinen ersten Don José sang, seitdem eine seiner Glanzrollen. Er trat bei den Festspielen von Aix-en-Provence in »Roberto Devereux« von Donizetti auf, 1984 in Verona als Don José, 1986 als Titelheld als Andrea Chénier. Er stellte den großen spanischen Tenor Julián Gayarre in einem Film dar (1986). 1987 erkrankte er an einer schweren Bluterkrankung und musste seine Karriere unterbrechen. Es hatte zunächst den Anschein, als wäre diese Krankheit nicht zu beherrschen, doch konnte er am 21.7.1988 mit einem glanzvollen Konzert unter freiem Himmel in Barcelona vor 150.000 Zuschauern und in Anwesenheit der spanischen Königin Sofia einen neuen Abschnitt seiner Sängerlaufbahn beginnen. Spanien feierte dieses Konzert wie einen National-Feiertag. Er setzte seine weltweite Karriere nun weiter fort. Am 24.9.1989 sang er in Barcelona (wieder vor dem spanischen Königspaar) die Titelrolle in der Uraufführung der Oper »Cristobal Colón«, die der Komponist Leonardo Balada für ihn geschrieben hatte. In der Saison 1990-91 war er an der Covent Garden Oper als Samson in »Samson et Dalila« zu Gast, in der Dortmunder Westfalenhalle 1992 als Don José. Er trat 1992 in den spektakulären Konzerten zur Eröffnung der Weltausstellung von Sevilla und der Olympischen Spiele von Barcelona auf und gab in den folgenden Jahren Freiluft-Konzerte vor zehntausenden von Zuhörern zusammen mit den Tenören Placido Domingo und Luciano Pavarotti (erstmals 1990 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in den Thermen des Caracalla in Rom, 1996 Welt-Tournee). Die »drei Tenöre« gaben auch bei den Fußball-Weltmeisterschaften 1994 in Los Angeles und 1998 in Paris ein Konzert (bei dem letztgenannten sollen zwei Milliarden Menschen die Veranstaltung im Radio und Fernsehen erlebt haben!). 1998 sang er am Opernhaus von Zürich die Titelrolle in »Sly« von E. Wolf- Ferrari. 1998 sang er bei einer Japan-Tournee des Teatro Comunale Bologna den Loris, 1999 an der Washington Opera sowie 2000 am Teatro Liceo Barcelona den Sly. Seine Autobiographie erschien unter dem Titel »Singing for The Soul« (»El Placer de cantar«, Seattle 1991). – Er besaß eine der schönsten Tenorstimmen seiner Epoche, die durch die Ausdruckskraft des Vortrages wie durch einen natürlichen Glanz ausgezeichnet wurde.

Lit: N. Godwin: José Carreras (in »Opera«, 1987).

Schallplatten: Philips (»Un Giorno di Regno«, »I due Foscari«, »Un Ballo in maschera«, »Il Corsaro«, »Troubadour« und »Stiffelio«, alles Verdi-Opern; »Tosca«, »La Bohème«, »Lucia di Lammermoor«, »Werther«, von Massenet, »Elisabetta Regina d’Inghilterra« von Rossini, italienischer Sänger im »Rosenkavalier«, »Samson et Dalila«, Missa Criolla und Weihnachtskantaten von Ariel Ramirez), HMV (»Macbeth«, »Aida« und »Don Carlos« von Verdi, »Bajazzo«, »Cavalleria rusticana«), RCA (Nicias in »Thaïs« von Massenet), DGG (»Tosca«, »Carmen«, »Simon Boccanegra« von Verdi,»La vida breve« von de Falla, »West Side Story«), HRE (»Maria Stuarda« von Donizetti, »La Juive« von Halévy; Oronte in »I Lombardi« von Verdi, Covent Garden Oper London 1976), Orfeo (»L’Enfant Prodigue« von Debussy), Hungaroton (»Fedora« und »Andrea Chénier« von Giordano), Sony (»Tosca«), CBS (»Poliuto« von Donizetti), Koch (Titelrolle in »Sly« von E. Wolf-Ferrari); Sony-Video (Titelrolle im »Don Carlos« von Verdi, Salzburg 1986), Topaz-Video (»Turandot«; »I Lombardi« von Verdi, Scala Mailand 1984), Castle-Video (»Don Carlos« von Verdi), Decca-Video (»A Life Story«; »The three Tenors«, Rom 1990, Paris 1998), Pioneer-Video (»Stiffelio« von Verdi). Philips-Video (Missa Criolla), Arthaus-Video (Verdi-Requiem, London 1982). Dazu viele Schallplatten mit Zusammenstellungen von Konzert- und Arienprogrammen; eine auch nur annähernde Übersicht kann hier nicht gegeben werden.

Weitere Informationen auf folgenden Web-Seite: http://www.jcarreras.com/jchome.htm

 5.12. Jeanette SCOVOTTI wird 75

 Sie besuchte die Juilliard School of Music und die High School of Music and Arts in New York. Nachdem sie bereits in Musicals und als Konzertsängerin aufgetreten war, begann sie ihre Opernkarriere 1959 an der City Centre Opera New York in Menottis Oper »The Medium«. 1960 sang sie am New England Opera Theatre in Boston die Despina in »Così fan tutte«, in Santa Fé die Gianetta in der Operette »The Gondoliers« von Gilbert & Sullivan, die Clorinda in Rossinis »La Cenerentola« und die Lauretta in »Gianni Schicchi« von Puccini. 1960 kam sie zur weiteren Ausbildung in das Opernstudio der Metropolitan Oper New York. Dort debütierte sie 1962 als Solistin in der Rolle der Adele in der »Fledermaus«. Bis 1966 trat sie an diesem Haus in insgesamt 86 Vorstellungen auch als Echo in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als Lisa in Bellinis »La Sonnambula«, als Page Oscar in Verdis »Un Ballo in maschera«, als Xenia im »Boris Godunow«, als Rosina im »Barbier von Sevilla«, als Poussette in »Manon« von Massenet, als Zerline im »Don Giovanni«, als Gilda im »Rigoletto«, als Papagena in der »Zauberflöte«, als Nannetta im »Falstaff« von Verdi, als Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«, als Lucy in Menottis »The Telephone«, als Fiakermilli in »Arabella« von R. Strauss und als Adina in »L’Elisir d’amore« auf. 1962 übernahm sie als Antrittsrolle an der San Francisco Opera das Blondchen in der »Entführung aus dem Serail«, 1967 dort die Königin der Nacht in der »Zauberflöte« und die Miss Hampson in »The Visitation« von Gunther Schuller. 1963-65 hatte sie bedeutende Erfolge am Teatro Colón von Buenos Aires, 1965 gastierte sie an der Münchner Staatsoper; Gastspiele auch an den Opernhäusern von Santa Fé (1960, 1967) und an der Wiener Staatsoper (1967-74 als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« und als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« in insgesamt sieben Vorstellungen). 1966-77 war sie Mitglied der Hamburger Staatsoper. In den Jahren ihres Wirkens in Hamburg hatte sie große Erfolge im Koloraturfach. Zu ihren großen Partien gehören auch die Aminta in der »Schweigsamen Frau« von R. Strauss und die Carolina in »Il matrimonio segreto« von Cimarosa. 1970 wirkte sie in Hamburg in der Uraufführung der Oper »Das kommt davon« von E. Krenek mit, bereits 1966 in »Die Heimsuchung« (»The Visitation«) von Gunther Schuller. 1972 sang sie (mit dem Ensemble der Münchner Staatsoper) an der Covent Garden Oper London die Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos«, 1973 hörte man sie an der Oper von Dallas als Königin von Shemakan im »Goldenen Hahn« von Rimsky-Korssakow. 1977 sang sie an der Oper von Boston in der amerikanischen Erstaufführung von Glinkas »Ruslan und Ludmilla«. 1978 hörte man sie in London in einer konzertanten Aufführung von Vivaldis Oper »Griselda«.

Schallplatten: Szenen aus modernen Opernwerken und »Hoffmanns Erzählungen« auf HMV-Electrola, auf Telefunken in »Castor et Pollux« von Rameau, auf Hungaroton-Acanta in »Eine Nacht in Venedig«, auf MRF Page Urbain in den »Hugenotten« von Meyerbeer, auf CBS in »Rinaldo« von Händel, auf RCA in »Die drei Pintos« von Weber/G. Mahler, auf HMV in »Die schweigsame Frau« von R. Strauss, auf RCA/BMG Adele in Ausschnitten aus der »Fledermaus« (1963).

 5.12. Milivoj BACANOVIC wird 90

 Er studierte Gesang am Conservatorio Rossini in Pesaro, wo er Schüler von Elvira Casazza war. Durch den Zweiten Weltkrieg verzögerte sich der Beginn seiner Theaterkarriere. 1946 debütierte er am Theater von Sarajewo als Rigoletto und blieb bis 1955 Mitglied dieses Hauses. 1955 wechselte er an die Kroatische Nationaloper von Zagreb, an der er jahrzehntelang an führender Stelle wirkte. Gastspiele führten ihn nach Bulgarien, Italien, Belgien und Griechenland; auch als Konzertsänger wurde er international bekannt. Aus seinem umfangreichen Bühnenrepertoire verdienen der Graf Luna im »Troubadour«, der Posa im »Don Carlos« von Verdi, der Jago im »Otello«, ebenfalls von Verdi, der Figaro in »Le nozze di Figaro«, der Guglielmo in »Così fan tutte«, der Papageno in der »Zauberflöte«, der Titelheld im »Eugen Onegin«, der Lescaut in »Manon« von Massenet wie in Puccinis »Manon Lescaut« und der Escamillo in »Carmen« Erwähnung.

Schallplatten: Philips (»Sadko« von Rimsky-Korssakow), Jugoton.

 6.12. John NELSON wird 60

 Biographie des amerikanischen Dirigenten auf englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/John_Nelson_%28conductor%29

 7.12. Katalin PITTI wird 60

 Sie begann 1972 ihr Gesangstudium am Béla Bartók-Konservatorium in Budapest und war dann an der dortigen Franz Liszt-Musikakademie Schülerin von Jenö Sipos. 1975 nahm sie an Meisterkursen teil, die die berühmte Sopranistin Irmgard Seefried in Wien veranstaltete. 1976 war sie Preisträgerin beim Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig, 1978 beim Tschaikowsky-Concours in Moskau. 1977 erfolgte ihr Bühnendebüt an der Nationaloper von Budapest in der Partie der Desdemona in Verdis »Otello«. Seitdem blieb sie Mitglied dieses Hauses, an dem sie zu einer großen Karriere kam. Sie sang vor allem Partien aus der italienischen (Verdi, Puccini) wie aus der ungarischen und der slawischen Opernliteratur. Man hörte sie an der Budapester Oper u.a. als Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, als Saffi im »Zigeunerbaron« und 1992 als Marie im »Wozzeck« von A. Berg. 1999 sang sie am Opernhaus von Szeged die Saffi. Auch im Konzertsaal kam sie zu einer erfolgreichen Karriere sowohl in ihrer ungarischen Heimat wie auch als Gast im Ausland.

Schallplatten: Hungaroton (Suor Genoveva in »Suor Angelica« von Puccini), Supraphon/Koch (»Das Paradies und die Peri« von R. Schumann).

 7.12. Friedrich LENZ wird 85

 Er geriet im Zweiten Weltkrieg in russische Gefangenschaft, wo man auf seine schöne Stimme aufmerksam wurde. Er bekam ersten Gesangunterricht durch den im gleichen Lager gefangenen Bruder des bekannten Tenors Rudolf Schock. Schließlich wurde ihm erlaubt, das Konservatorium von Riga zu besuchen. 1949 kam er wieder nach Deutschland zurück und schloss seine Ausbildung bei Clemens Glettenberg in Köln ab. 1951 sang er im Bayreuther Festspielchor. 1953 wurde er als Tenor-Buffo an das Opernhaus von Düsseldorf verpflichtet. Hier sang er als Antrittspartie den Rossignol in Lehárs »Lustiger Witwe«. Er blieb bis 1955 in Düsseldorf und trat dann 1955-57 am Opernhaus von Wuppertal, seit 1957 für viele Jahre an der Bayerischen Staatsoper in München auf. Bei den Festspielen von Schwetzingen nahm er am 20.5.1961 an der Uraufführung der Oper »Elegie für junge Liebende« von Hans Werner Henze teil, am 12.12.1969 in München an der von »Aucassin und Nicolette« von G. Bialas. 1963 wirkte er in der Eröffnungsvorstellung der wieder aufgebauten Staatsoper von München als David in den »Meistersingern« mit. Er blieb bis 1996 Mitglied der Münchner Staatsoper. Er gastierte an der Wiener Staatsoper (1964 als Stroh im »Intermezzo« von R. Strauss) und an der Deutschen Oper Berlin (1968). Er übernahm eine Fülle von Partien, zumeist aus dem Charakterfach, von der Barock-Oper bis zur Moderne. Davon sind zu nennen: der Nero in »Agrippina« von Händel, der Ismaele in Verdis »Nabucco«, der Bardolph in dessen »Falstaff«, der Tinca in »Il Tabarro« von Puccini, der Jacquino im »Fidelio«, der Monostatos in der »Zauberflöte«, der Steuermann im »Fliegenden Holländer«, der Froh im »Rheingold«, der Mime im Nibelungenring, der Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, der Filipeto in »I quattro rusteghi« von E. Wolf-Ferrari, der Andres im »Wozzeck« von A. Berg, der Parpignol in »La Bohème«, der Amadeus in »Die Zaubergeige« von W. Egk und der Checco in »König Hirsch« von H.W. Henze. Er arbeitete später im pädagogischen Bereich am Richard Strauss-Konservatorium München.

Zahlreiche Schallplatten: Electrola (»Lustige Weiber von Windsor« von Nicolai, »Evangelimann« von Kienzl, »Hoffmanns Erzählungen«, »Der vierjährige Posten« von Schubert, »Boccaccio« von F. von Suppé), DGG (»Fidelio«, »Entführung aus dem Serail«; Querschnitte »Zar und Zimmermann«, »Figaros Hochzeit«, »Verkaufte Braut«), Ariola (David in den »Meistersingern«), Fonit-Cetra (»Der Vampyr« von H. Marschner, Mitschnitt einer Aufführung in Rom, 1980), Acanta (»Feuersnot« von R. Strauss), Orfeo (Gastone in »La Traviata«, »Liebesverbot« von R. Wagner, Budoja in »Palestrina« von H. Pfitzner).

 8.12. Juri MARUSIN wird 65

 1969-74 studierte er am Konservatorium von Leningrad bei Jewgenij Grigorjewitsch Olschowsky. 1972 erfolgte sein Bühnendebüt am Maly Theater von Leningrad in der Partie des Vaudemont in »Jolanthe« von Tschaikowsky. Seit 1975 entfaltete er eine intensive Konzerttätigkeit in den Zentren des russischen Musiklebens, vor allem als Liedersänger (Glinka, Tschaikowsky, A. Rubinstein, Rimsky-Korssakow, Rachmaninoff, Bulachow, Gurilew, Swiridow, aber auch Schubert, R. Schumann, J. Brahms, E. Grieg und A. Dvorák). Er kreierte für Russland Janáceks »Tagebuch eines Verschollenen«. Er schloss dann in den Jahren 1977-78 in der Opernschule der Mailänder Scala seines Gesangstudium ab. 1977 gewann er den Gesangwettbewerb von Vercelli, 1979 den Concours K. Popova in Sofia. Er war bis 1978 am Maly Theater Leningrad engagiert, seit 1982 am dortigen Opernhaus (Kirow Theater, später Marienskij Theater). Er sang dort wie bei Gastspielen am Moskauer Bolschoj Theater und an weiteren führenden Opernhäusern ein breit angelegtes Repertoire. Daraus sind im einzelnen als Höhepunkte zu nennen: der Cavaradossi in »Tosca«, der Alfredo in »La Traviata«, der Titelheld in Verdis »Don Carlos«, der Lenski im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, der Hermann in »Pique Dame«, der Fürst in »Rusalka« von Dargomyshski, die Titelpartien in den Opern »Faust« von Gounod und »Werther« von Massenet. Gastspiele und Konzerte trugen dem Künstler in den Musikzentren der Sowjetunion, in Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Jugoslawien, in Deutschland, in Finnland, Schweden, Österreich, England, in der CSSR und in der Schweiz große Erfolge ein. 1987 nahm er an den Gastspielen der Leningrader Oper in Westeuropa, u.a. bei den Festspielen von Wiesbaden und an der Covent Garden Oper London, teil. Er sang an der Covent Garden Oper den Hermann, den Lenski und den Dimitrij im »Boris Godunow«, beim Edinburgh Festival 1991 den Andrej Chowanski in Mussorgskys »Chowanschtschina«. An der Mailänder Scala (Teatro Lirico) und in Reggio Emilia gastierte er 1988 als Zarewitsch in »Das Märchen vom Zaren Saltan« von Rimsky-Korssakow, in Toronto 1987 als Alvaro in »La forza del destino«, 1988 als Hermann. An der Wiener Staatsoper sang er 1989-90 in insgesamt 15 Vorstellungen den Wasili Golizyn in »Chowanschtschina«, den Lenski und den Dimitrij. 1991 übernahm er an der San Francisco Opera die Partie des Anatol Kuragin in »Krieg und Frieden« von Prokofieff, 1992 (und 1995) beim Glyndebourne Festival wieder den Hermann, den er auch 1996 am Opernhaus von Lyon vortrug. 1994 sang er am Théâtre des Champs Élysées Paris in Rimsky Korssakows »Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh«, 1995 am Teatro San Carlos Lissabon den Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. 1996 sang er am Opernhaus von St. Petersburg (Marienskij Theater) den Alexej in »Der Spieler« von Prokofieff, 1997 in Tel Aviv den Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk«, 1997 in St. Petersburg den Bayan in »Ruslan und Ludmilla« von M. Glinka und den Andrej Chowanski, den er auch 1998 bei einem Gastspiel des Ensembles am Teatro Colón Buenos Aires vortrug, dazu den Dimitrij. 2000 gastierte er an der Florida Opera Miami als Lenski; 2001 sang er am Marienskij Theater St. Petersburg den Grischa in der »Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh«. Seit 1988 nahm er einen Lehrauftrag am Konservatorium von Leningrad (St. Petersburg) wahr. – In den englisch sprechenden Ländern erscheint sein Name in der Schreibweise Yuri Maruzyn.

Schallplattenaufnahmen der staatlichen sowjetrussischen Plattenherstellung (Melodiya), Philips (Anatol in »Krieg und Frieden« von Prokofieff; Prinz Wsewolod in »Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesh« von Rimsky-Korssakow; »Ruslan und Ludmilla« von M. Glinka, auch als Video); auf Pioneer-Video in »Chowanschtschina«.

 9.12. Diana ARZOUMANIAN wird 70

 Sie betrieb in Buenos Aires ein sehr intensives Musik- und Gesangstudium. Sie studierte Harmonielehre, Komposition, Orchestration und Klavierspiel bei Roberto Caamaño, Kammermusik bei Ferruccio Calusio, das französische Repertoire bei Jacqueline Ibela, das deutsche bei Guillermo Opitz. 1968 gewann sie einen Gesangwettbewerb in Buenos Aires. 1970 schloss sie ihre Ausbildung am Conservatorio Municipal Manuel de Falla in Buenos Aires mit einer Goldmedaille ab. Sie begann dann eine große Karriere als Konzert-, Oratorien- und Liedersängerin. Sie trat sehr erfolgreich im Konzertsaal in Buenos Aires wie in den übrigen Zentren des argentinischen Musiklebens sowie am argentinischen Rundfunk auf und erwarb sich große Verdienste als Pädagogin; sie bekleidete eine Professur an der Universidad Católica Buenos Aires und lehrte an den Konservatorien Carlo Lopez Buchardo und Manuel de Falla in der argentinischen Hauptstadt. Ihr Konzertrepertoire enthielt eine Vielzahl von Aufgaben; sie sang u.a. im Stabat mater von Pergolesi, die »Lieder eines fahrenden Gesellen« von G. Mahler, Lieder von R. Schumann (»Frauenliebe und -leben«), Debussy (»Fêtes galantes«, »Chansons de Bilitis«), A. Schönberg (»Buch der hängenden Gärten«), J. Turina (»Canto a Sevilla«), R. Wagner (Wesendonck-Lieder), vor allem aber Lieder spanischer und argentinischer Komponisten (Carlos Lopez Buchardo, Alberto Ginastera, José André, Julián Aguirre, Roberto Caamaño, Juan José Castro).

Schallplatten: Academia Nacional de Bellas Artes (Lieder, am Klavier von Roberto Caamaño begleitet).

 10.12. Béla TURPINZKY wird 80

 Er begann zunächst das Studium der Rechtswissenschaften, wechselte dann aber in das Gesangfach und wurde Schüler der beiden großen ungarischen Sänger Alexander Svéd und József Réti in Budapest. 1960 fand sein Bühnendebüt als Bariton an der Nationaloper von Budapest in der Partie des Sid in »Albert Herring« von Benjamin Britten statt. Nachdem er anfänglich Baritonpartien gesungen hatte, entwickelte sich seine Stimme zum Heldentenor. Seit etwa 1965 wurde er vor allem als Wagner-Sänger bekannt. Dabei galten als seine beiden bedeutendsten Kreationen der Tristan und der Titelheld im »Parsifal«. Daneben hatte er auch in Aufgaben aus dem Bereich der italienischen, der slawischen und der ungarischen Opernliteratur seine Erfolge. Gastspiele führten ihn an Bühnen in Österreich, in Ost- und Westdeutschland, u.a. an das Staatstheater in Kassel. Daneben genoss er als Konzertsänger hohes Ansehen. Auch unter dem Künstlernamen Béla Adolbert aufgetreten.

Einige Aufnahmen, alle als Tenor, auf der ungarischen Marke Hungaroton.

 11.12. Neil MACKIE wird 65

 Er studierte an der Royal Academy of Music und am Royal College of Music in Manchester. Er begann zunächst eine Konzertkarriere, wobei er sich vor allem dem Oratorium und der Barock-Musik widmete. Sein Debüt fand in London mit dem English Chamber Orchestra unter Raymond Leppard statt. Er sang dann in den Zentren des europäischen Musiklebens, u.a. beim Festival von Flandern und bei den Festspielen von Savonlinna, mit dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, in den skandinavischen Ländern und über den Rundfunk RAI in Rom. Mit dem Ensemble »La Petite Bande« bereiste er Holland und Belgien. Er trat dann in Beziehungen zu dem Werk des Komponisten Peter Maxwell Davies und wirkte in den Uraufführungen von dessen Opern mit: am 18.6.1977 in Kirkwall auf den Orkney-Inseln in »The Martyrdom of St. Magnus« (in der Titelpartie), am 3.9.1980 beim Aldeburgh Festival in »The Lighthouse« und 1983 in der Kantate »Into the Labyrinth«. Er trat im Rahmen der Festspiele von Aldeburgh und Cheltenham auf; in Aldeburgh kreierte er 1984 »Three Poems von W.H. Auden« von H.W. Henze. Er sang als Solist zusammen mit den großen englischen Orchestern und gastierte 1988 beim Ojai Festival in den USA mit »Into the Labyrinth«. 1988-89 unternahm er mit dem Scottish Chamber Orchestra eine große Nordamerika-Tournee und gastierte als Solist mit dem Orchestre National de Paris. 1991 gastierte er an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Auf pädagogischem Gebiet wirkte er seit 1985 als Professor am Royal College of Music London, seit 1993 Direktor der Vokalklasse

Schallplatten: Decca (Requiem und Messen von Mozart, »Schöpfung« von J. Haydn, »Serenade for Tenor, Horn and Strings« von B. Britten, Lieder vom gleichen Komponisten), Collins (»The Lighthouse« von Maxwell Davies), Accent Records (Vokalmusik alter Meister).

 11.12. Jeffrey LAWTON wird 70

 Er arbeitete zunächst in den Jahren 1964-75 in einem kaufmännischen Beruf. Dann erhielt seine Stimme ihre Ausbildung durch den Pädagogen Patrick McGuigan. Er kam zu einer großen Karriere, vor allem bei der Welsh Opera Cardiff. Hier sang er u.a. als eigentliche Debütrolle 1981 den Florestan im »Fidelio«, dann den Tichon in »Katja Kabanowa« von Janácek, mehrere Partien in der »Griechischen Passion« von Martinù, den Hüon im »Oberon« von Weber, den Énée in »Les Troyens« von Berlioz, den Laça in »Jenufa« von Janácek, den Don José in »Carmen« und 1986-87 mit sensationellem Erfolg den Titelhelden in Verdis »Otello« (zum hundertjährigen Jubiläum der Uraufführung der Oper; auch im englischen Fernsehen übertragen). Als Siegfried im Nibelungenring trat er zuerst bei der Welsh Opera, dann auch 1986 an der Covent Garden Oper London auf. Eine weitere große Partie in seinem Repertoire war der Kaiser in der »Frau ohne Schatten« von Richard Strauss. Bei der Opera North Leeds hörte man ihn als Florestan, als Erik im Fliegenden Holländer (1988) und als Hauptmann im »Wozzeck« von A. Berg (1993), am Opernhaus von Nancy als Otello, ebenso 1987 am Théâtre de la Monnaie Brüssel und in Paris. 1988 gastierte er an der Oper von Köln als Siegmund, 1989 als Siegfried in der »Götterdämmerung« und in Brüssel als Luka in Janáceks »Aus einem Totenhaus«. 1990 sang er beim Festival von Edinburgh in Martinùs »Griechischer Passion«, 1991 an der Welsh Opera Cardiff den Edmund in der zeitgenössischen Oper »Lear« von A. Reimann, 1993 an der Welsh Opera wie an der Covent Garden Oper, 1994 an der Scottish Opera den Tristan, an der Welsh Opera 1995 auch den Ägisth in »Elektra« von R. Strauss. Beim Garsington Festival 1995 trat er als Apollo in der Richard Strauss-Oper »Daphne« auf, bei den Festspielen von Edinburgh 1996 in der Uraufführung der Oper »Inéz de Castro« von James MacMillan. 1997 gastierte er bei der Opera North Leeds als Tannhäuser, bei der Scottish Opera Glasgow als Peter Grimes in der gleichnamigen Oper von B. Britten, dort dann auch 1998 als Tristan. 1999 trat er bei der Welsh Opera Cardiff, 2000 am Teatro Colón Buenos Aires als Tristan auf. Auch im Konzertsaal kam er zu einer internationalen Karriere. So sang er zusammen mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra das Tenorsolo in Beethovens 9. Sinfonie, mit dem BBC Symphony Orchestra beim Brighton Festival und in Paris Gustav Mahlers »Lied von der Erde«, in Turin ein Solo in der 8. Sinfonie (»Sinfonie der Tausend«), ebenfalls von G. Mahler. 1999 wurde er zum Direktor der Vokal- und Opernklasse am Northern College of Music Manchester ernannt.

Schallplatten: Supraphon (zwei Partien in »Griechische Passion« von B. Martinù).

 12.12. Hedy FASSLER wird 90

 Sie erhielt zuerst eine Ausbildung als Balletttänzerin, begann dann aber ein Gesangstudium bei Fritzi Lahr in Wien. Sie sang bereits 1947-48 in 31 Vorstellungen den Eros in Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« an der Wiener Volksoper, dem damaligen Ausweichquartier der ausgebombtem Wiener Staatsoper. 1949 debütierte sie offiziell am Wiener Raimund-Theater als Franzi im »Walzertraum« von Oscar Straus, anschließend war sie 1950-51 am Bürgertheater Wien tätig. In der Spielzeit 1954-55 war sie Mitglied der Wiener Staatsoper, die damals noch immer die Volksoper als Ausweichquartier bespielte. Hier sang sie die Juliette in »Der Graf von Luxemburg« von Lehár, die Wally in »Tausend und eine Nacht« von J. Strauß, die Pepi in »Wiener Blut«, die Wanda in »Polenblut« von Nedbal, die Esmeralda in Smetanas »Verkaufter Braut«, die Ciboletta in »Eine Nacht in Venedig« von J. Strauß, den Orest in Offenbachs »Die schöne Helena« und die die Valencienne in Lehárs »Lustiger Witwe«. In den Jahren 1955-76 war sie als Operettensoubrette an der Wiener Volksoper tätig, zu deren beliebtesten Mitgliedern sie gehörte, und wo sie noch bis 1978 als Gast auftrat. In der zweiten Hälfte der vierziger Jahre wirkte sie zudem in einigen Filmen mit. Zu ihren großen Partien für die Bühne zählt noch die Nelly im »Obersteiger« von G. Zeller. Sie war verheiratet mit dem Operettenbuffo und Regisseur Otto Fassler (1904-90), der an zahlreichen österreichischen und deutschen Bühnen engagiert war, auch in mehreren Filmen mitwirkte und in den sechziger Jahren an der Wiener Staatsoper als Souffleur tätig war. Der Sohn des Sängerehepaars, Wolfgang Fassler (1944-97) wurde ein bekannter Heldentenor.

Schallplatten: Hedy Fassler hat eine Anzahl von Operettenaufnahmen (Querschnitte) auf den Marken Philips und Telefunken gemacht.

 12.12. Toni BLANKENHEIM wird 90

 Ausbildung durch Paul Lohmann in Frankfurt a.M., durch Res Fischer in Stuttgart und durch Dietger Jacob, Köln-Hamburg. Bühnendebüt 1947 am Opernhaus von Frankfurt a.M. als Figaro in »Figaros Hochzeit« von Mozart. Bis 1950 war er Mitglied dieses Opernhauses und folgte dann 1950 einem Ruf an die Staatsoper von Hamburg, zu deren prominentesten Mitgliedern er dann für lange Jahre zählte. Sehr große Erfolge erzielte der Künstler bei den Festspielen von Bayreuth, bei denen er 1954 erstmals mitwirkte und einen der Edlen im »Lohengrin« (1954), den Biterolf im »Tannhäuser« (1954-55), den Donner im »Rheingold« (1954-55, 1957), den Klingsor im »Parsifal« (1956-59), den Kothner (1957) und den Beckmesser in den »Meistersingern« (1956, 1958-60) vortrug. Neben seinem Hamburger Engagement 1965-68 Mitglied des Staatstheaters Darmstadt, seit 1968 der Staatsoper Stuttgart. Später spezialisierte er sich neben seinem Wagner-Repertoire auf die Gestaltung von Charakterpartien in modernen Opernwerken von Alban Berg, Strawinsky, Liebermann und anderer zeitgenössischer Komponisten. So sang er in Hamburg in den Uraufführungen von »Die Heimkehr« von Mihalovici (neue Version, 1955), »Die Heirat« von B. Martinù (szenische Uraufführung 13.3.1954), »Der Prinz von Homburg« von H.W. Henze (1960), »Figaro lässt sich scheiden« von G. Klebe (1963), »Der goldene Bock« von Krenek (1964), »Der Zerrissene« von G. von Einem (1964), »Jacobowsky und der Oberst« von G. Klebe (1965), »Das Lächeln am Fuße der Leiter« von A. Bibalo, »Arden muss sterben« von Goehr (1967), »Hamlet« von Searle (1968), »Belagerungszustand« von Kelemen (1970), »Das kommt davon« von E. Krenek (1970) und »Candide« von Marius Constant (1971), mit dem Hamburger Ensemble bei den Festspielen von Schwetzingen in der der Oper »Der gestiefelte Kater« von G. Bialas (1975). Gastspiele führten ihn an die Staatsopern von Wien (1956 als Kurwenal im »Tristan«), Berlin, München und Stuttgart (hier u.a. 1968 in der Uraufführung von Carl Orffs »Prometheus«), an das Deutsche Opernhaus Berlin, an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf- Duisburg, nach Kopenhagen, Stockholm, Brüssel, Lüttich, Amsterdam und Leipzig. Zu Gast an der Mailänder Scala und beim Maggio musicale von Florenz, an der Grand Opéra Paris (u.a. am 24.2.1973 in der Uraufführung der dreiaktigen Neufassung von Alban Bergs Oper »Lulu«), in Lyon, Marseille, Nancy, Nizza, Turin, Dublin, Antwerpen, beim Edinburgh Festival, am Teatro Liceo Barcelona, an der Nationaloper Zagreb, an den Opern von Mexico City, San Francisco und Montreal. Er gastierte 1966 mit dem Hamburger Ensemble im Haus der Metropolitan Oper New York. 1982 sang er in Hamburg in der deutschen Erstaufführung der Oper »Der Geburtstag« von Kalevi Aho die einzige Rolle dieser Oper, wobei er ununterbrochen während 140 Minuten auf der Bühne stand. Auch als Konzertsänger von Bedeutung. Er ist später auch, u.a. in Wien und Köln, als Schauspieler aufgetreten.

Schallplatten: DGG (»Bastien und Bastienne« von Mozart, »Lulu« von A. Berg), HMV (»Lulu« mit Anneliese Rothenberger). Dazu Aufnahmen von den Bayreuther Festspielen auf Cetra Opera Live (Donner im »Rheingold«, 1957, Klingsor im »Parsifal«, 1956) und Melodram (Kothner in den »Meistersingern«, 1957).

 14.12. Anthony KORF wird 60

 Informationen über den amerikanischen Komponisten auf seiner Web-Seite: http://www.anthonykorf.com/

 14.12. Karan ARMSTRONG wird 70

 Sie wollte ursprünglich Pianistin und Klarinettistin werden, entschloss sich aber auf den Rat von Lotte Lehmann zum Gesangstudium. Ausbildung durch das Pädagogenehepaar Zweig-de Garmo in Los Angeles, durch Dean Verhines in Los Angeles, durch Aldo Di Tullio und Alberta Masiello in New York. Sie gewann 1965 den Gesangwettbewerb der Oper von San Francisco und debütierte bei der dortigen Spring Opera 1966 als Musetta in Puccinis »La Bohème«. 1966 Gewinnerin des Wettbewerbs der Metropolitan Oper New York mit einem Dreijahresvertrag für dieses Haus (Debüt als eine der Dienerinnen in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss), wurde dort jedoch nur in kleinen Partien eingesetzt. 1968 trat sie an der Santa Fé Opera sehr erfolgreich als Adina in »L’Elisir d’amore« auf, 1975-78 an der City Opera New York. Seither an den großen Operntheatern in Nordamerika (Baltimore, Cincinnati, Houston, Dallas, San Diego, San Francisco, San Antonio) erfolgreich aufgetreten. 1974 Europa-Debüt in Straßburg als Micaela in »Carmen«. 1977 große Erfolge als Salome an den Staatsopern von München und Stuttgart. Gastspielverträge mit der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper von Stuttgart. 1978-91 gastierte sie in insgesamt 57 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper als Salome, als Tosca, als Butterfly, als Marie im »Wozzeck« von A. Berg, als Sopran I in Luciano Berios »Un Re in Ascolto«, als Eleonore in »Karl V.« von E. Krenek, als Frau in A. Schönbergs Monodrama »Erwartung«, als Marietta in Korngolds »Die tote Stadt«, als Alice Ford in Verdis »Falstaff« und als Marschallin im »Rosenkavalier«. 1980 wirkte sie am Theater an der Wien in der Uraufführung der Oper »Jesu Hochzeit« von G. von Einem mit. 1980 an der Pariser Grand Opéra als Mélisande, 1981 an der Covent Garden Oper London zu Gast. Sie sang 1981 an der Münchner Oper in der Uraufführung der Oper »Lou Salomé« von Giuseppe Sinopoli die Titelpartie. Sie gastierte in Frankfurt a.M., Toulouse, Hamburg und Oslo. 1979-82 großer Erfolg bei den Bayreuther Festspielen als Elsa im »Lohengrin«, 1984 in Berlin als Mélisande. Am 7.8.1984 wirkte sie bei den Festspielen von Salzburg in der Uraufführung der Oper »Un Re in Ascolto« von L. Berio mit. 1987 Japan-Tournee mit der Deutschen Oper Berlin (Gutrune in der »Götterdämmerung«), 1989 gastierte sie mit dem gleichen Ensemble in Warschau als Sieglinde in der »Walküre«. 1988 an der Opéra-Comique Paris und in Los Angeles zu Gast, wo sie 1990 die Leonore im »Fidelio« und 1992 die Emilia Marty in »Die Sache Makropoulos« von Janácek sang. 1988 großer Erfolg in Berlin als Katerina Ismailowa in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, 1990 bei den Festspielen von Wiesbaden in der Titelrolle von »Katja Kabanowa« von Janácek, 1991 in Tampere (Finnland) als Kundry im »Parsifal« und an der Covent Garden Oper London als Sieglinde wie als Gutrune. 1992 wirkte sie bei den Festspielen von Schwetzingen in der Uraufführung von »Desdemona und ihre Schwestern« von S. Matthus mit, in Los Angeles gastierte sie als Emilia Marty. 1993 sang sie an der Deutschen Oper Berlin die Marschallin. 1996 sang sie am Opernhaus von Köln die Laura in »Neues vom Tage« von P. Hindemith, 1997 an der Deutschen Oper Berlin die Titelrolle in »Susannah« von Carlisle Floyd (dort auch 1998 die Katja Kabanowa und die Sieglinde), an der Nationaloper Helsinki 1997 die Sieglinde, 1998 die Brünnhilde im »Siegfried« und 1999 in der »Götterdämmerung«, 1998 an der Deutschen Oper Berlin die Begbick in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill. Höhepunkte in ihrem umfangreichen Rollenrepertoire waren die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Nedda im »Bajazzo«, die Susanna in »Figaros Hochzeit«, die drei Sopranpartien in »Hoffmanns Erzählungen« von Offenbach, die Mimi in »La Bohème«, die Concepcion in »L’Heure Espagnol« von Ravel, die Violetta in »La Traviata«, die Jocaste in »Oedipe« von Enescu (Deutsche Oper Berlin 1996) und die Rosina im »Barbier von Sevilla«. Sie trat auch in dem dramatischen Monolog »La Voix humaine« von F. Poulenc auf. 1996 gastierte sie am Berliner Metropol-Theater als Hanna Glawari in Lehárs »Lustiger Witwe«. 1999 sang sie an der Nationaloper Helsinki die Brünnhilde im Ring-Zyklus, 2000 an der Deutschen Oper Berlin die Marschallin, 2001 die Venus im »Tannhäuser«, 2000 bei den Antiken-Festspielen in Trier die Herodias in »Salome« von R. Strauss, 2001 am Teatro Carlo Felice Genua die Begbick. Bedeutende Karriere auch als Konzert- und Liedersängerin. Seit 1996 wirkte sie als Professorin an der Hochschule der Künste in Berlin. Verheiratet mit dem Regisseur und Intendanten der Deutschen Oper Berlin Götz Friedrich (1930-2000).

Lit: Ruth René Reit: »Karan Armstrong. Das Mädchen aus dem Goldenen Westen« (München, 1996).

Schallplatten: Zuerst einige Aufnahmen auf kleinen amerikanischen Marken. Sang dann auf CBS die Elsa in einer vollständigen »Lohengrin«-Aufnahme aus Bayreuth; weitere Aufnahmen auf Cybélia (»Montségur« von M. Landowski), Koch Records (»Die Bassariden« von H.W. Henze), Supraphon (Lyrische Sinfonie von Zemlinsky), Col Legno (»Un Re in aascolto« von L. Berio); Philips-Video (Elsa im »Lohen grin«, Bayreuth 1982).

 14.12. Roderic KEATING wird 70

 Nachdem er zuerst als Lehrer, dann als Rundfunksprecher gearbeitet hatte, studierte er Gesang an der Royal Academy of Music London bei Eric Greene, dann an der Yale University New Haven (Connecticut) bei Benjamin de Loache und an der Texas University Austin bei Willa Stewart. Er debütierte 1970 an der Oper von Houston/Texas als Nathanael in »Hoffmanns Erzählungen« von Offenbach. 1971-73 sang er beim Festival wie bei der Touring Opera Glyndebourne, 1971 Gastspiel am Theater an der Wien in dem Musical »My Fair Lady«. Seine Karriere spielte sich dann vor allem in Westdeutschland ab. Hier war er zunächst am Stadttheater von Lübeck (1972-74), am Staatstheater von Saarbrücken (1974-80), dann bis 1985 am Opernhaus von Wuppertal, am Stadttheater von Bonn (1986-89), an der Staatsoper Stuttgart (seit 1989), auch als Gast an der Hamburger Staatsoper, tätig. 1982 sang er bei den Festspielen von Schwetzingen in der Uraufführung der Oper »Die wundersame Schustersfrau« von Udo Zimmermann. Er gab erfolgreiche Gastspiele und Konzerte in Europa wie in Nordamerika. Aus seinem Repertoire, das Partien des lyrischen wie des Charakter-Fachs enthielt, sind zu nennen: der Idamante in Mozarts »Idomeneo«, der Don Ottavio im »Don Giovanni«, der Tamino in der »Zauberflöte«, der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla« von Rossini, der Dormont in »La scala di seta«, ebenfalls von Rossini, der Baron Kronthal im »Wildschütz« von Lortzing, der Eisenstein in der »Fledermaus« von J. Strauß, der David in den »Meistersingern«, der Loge im »Rheingold« (Wuppertal, 1988) und der Fatty in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von Weill. Er gastierte an der Grand Opéra Paris (1981), an den Opern von Köln (1985), Warschau (1983), Tblissi (Tiflis 1975), an der Covent Garden Oper London (1988), in Interlaken (1975) und Wiesbaden (1977). 1995 gastierte er am Teatro Comunale Bologna, 1997 hörte man ihn an der Staatsoper Stuttgart als Kaiser Altoum in Puccinis »Turandot«, 1998 als Spoletta in »Tosca« und in der Premiere der Oper »Al gran sole carico d’amore« von Luigi Nono. 2000 übernahm er an der Staatsoper Stuttgart die Rolle des Blind in der »Fledermaus«, am Stadttheater von Freiburg i. Br. Den Doktor in der zeitgenössischen Oper »Drei Schwestern« von Peter Eötvös. Große Konzertkarriere mit Auftritten in Italien, Frankreich, Spanien, Belgien, Holland und Deutschland.

 16.12. Trevor PINNOCK wird 65

 Er erhielt seinen ersten Musikunterricht als Chorknabe (mit 7 Jahren) an der Kathedrale von Canterbury. 1964-67 studierte er am Royal College of Music in London Orgel und Cembalo. 1973 gründete er das Ensemble The English Consort und widmete sich überwiegend der Alten Musik; das Orchester musizierte auf historischem Instrumentarium. 1990 dirigierte er die New Yorker Classical Band. Seit 1991 leitet er das National Arts Centre Orchestra Ottawa. Er nahm zahlreiche Schallplatten auf. Neben den Werken der Alten Musik spielte er u. a. auch Musik von Manuel de Falla, Robert Gerhard, Walter Leigh und Frank Martin ein. Pinnock wurde 1999 von der Stadt Halle an der Saale mit dem Händel-Preis geehrt. Im Herbst 2008 trat Pinnock erstmals als Gastdirigent der Berliner Philharmoniker auf. (Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.trevorpinnock.com/

 16.12. Piero GAMBA wird 75

 Der italienische Dirigent, Pianist und Komponist war Schüler seines Vaters und trat im Alter von acht Jahren mit einem probenden Orchester am Opernhaus in Rom öffentlich auf und dirigierte erfolgreich Beethovens 1. Symphonie. Unter größerem Publikumszuspruch wiederholte er dies im Jahr darauf und begann dann als „Wunderkind“ mit Konzertreisen durch Europa, Nord- und Südamerika. Sein Debüt in England fand 1948 mit Werken Dvoraks und Beethovens in der Londoner Harringay Arena statt. 1952 ging er nach Madrid, nahm seine Laufbahn als Dirigent erst in den späten fünfziger Jahren wieder auf und trat 1959-63 als Gastdirigent in London in Erscheinung.

 17.12. Steven KIMBROUGH wird 75

 Er studierte an der Universität von Birmingham (Alabama) und am Princeton Theological Seminary Altes Testament und vor allem semitische und arabische Sprachen. Dieses Studium wurde mit seiner Promotion abgeschlossen. Darauf Ausbildung seiner Stimme durch Gerhard Pechner, Alberta Masiella und andere Pädagogen in New York. Nachdem er 1967 einen großen Wettbewerb für Operngesang gewonnen hatte, kam er 1968 zu weiteren Studien nach Italien. Dort debütierte er 1968 am Teatro Sociale Mantua als Marcello in Puccinis »La Bohème«. Er hatte große Erfolge an Bühnen in Italien wie in Westdeutschland, vor allem am Teatro Regio Turin, an den Opernhäusern von Frankfurt a.M. und Mannheim, in San Francisco und in Philadelphia. Seit 1970 wohnte er in Bonn, wo er am dortigen Theater ständig auftrat und im übrigen einer umfangreichen Gastspiel- und Konzertkarriere nachging. So gastierte er an den Opern von Cincinnati (1983) und Vancouver. Er wandte sich dem zeitgenössischen Musikschaffen zu und kreierte am Teatro Regio Turin H.W. Henzes »Elegie für junge Liebende« für Italien. Am 1.10.1978 wirkte er am Stadttheater von Freiburg i. Br. in der Uraufführung der nachgelassenen Oper »Christophorus« von Franz Schreker mit, einem Künstler, dem sein besonderes Interesse galt, und dessen Lieder er gern vortrug. 1989 sang er am Opernhaus von Essen den Wozzeck von A. Berg. Seine Konzertreisen führten ihn in die USA, durch Deutschland, Österreich und Italien. Nicht zuletzt enthielt sein umfangreiches Repertoire Partien in Operetten und Musicals.

Schallplatten: Acanta (Lieder von Fr. Schreker, E.W. Korngold und A. Zemlinksy), HMV-Electrola, Fono (Songs von K. Weill), Koch Records (Lieder von W. Kienzl), Arabesque (Lieder von Rossini).

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.stkimbrough.com/

 19.12. Der amerikanische Pianist und Liedbegleiter Dalton BALDWIN wird 80

 21.12. Sándor SOLYOM-NAGY wird 70

 Er war Schüler von Frau Eva Kutrucz in Budapest. und wurde Preisträger beim Ferenc Erkel- Concours in Budapest 1965. Debüt 1964 an der Nationaloper von Budapest als Scarpia in Puccinis »Tosca«. Er hatte dann eine sehr erfolgreiche Karriere an diesem Opernhaus. 1972 Gewinner des Liszt Gesangwettbewerbs in Budapest. Internationale Erfolge bei Gastspielen an der Wiener Staatsoper (1974 als Jago in Verdis »Otello«), am Bolschoj Theater Moskau, an den Nationalopern von Prag und Sofia. Er gastierte auch an der Staatsoper von München, am Opernhaus von Köln, in Brüssel, Rotterdam, Paris, Rio de Janeiro und São Paolo. Er wirkte bei den Festspielen von Bayreuth 1981-84, 1986-88 und 1996-2002 als Hermann Ortel in den »Meistersingern«, 1985-87, 1989, 1993 und 1995 als Reinmar von Zweter im »Tannhäuser«, 1989-2002 als 2. Ritter im »Parsifal«, 1993-97 und 1999 als Steuermann im »Tristan« mit. 1987 sang er an der Nationaloper von Budapest in der Uraufführung der Oper »Ecce Homo« von S. Szokolay. 1998 sang er an der Budapester Oper den Falstaff in der gleichnamigen Verdi-Oper. Er trat beim Verdi Festival an der Nationaloper Budapest im Januar 2000 als Amonasro in »Aida« auf. 1977 wurde er zum Volkskünstler der Republik Ungarn ernannt. In erster Linie im heldischen Baritonrepertoire beheimatet (Opern von Verdi, Mozart, R. Wagner, R. Strauss, Donizetti, Gluck, Benjamin Britten, Händel, Mascagni, Leoncavallo, Puccini); auch als Konzertsänger geschätzt.

Schallplatten: Sehr viele Aufnahmen auf Hungaroton (u.a. Agamemnon in Glucks »Iphigénie en Aulide«, vollständige Oper »Die Königin von Saba« von Goldmark, Titelheld in »Háry János« von Kodály, »Az ajtón kivül« von Sándor Balassa, »Hunyádi Lászlo« von F. Erkel, »Christus« und »Legende von der hl. Elisabeth« von F. Liszt, »Il barbiere di Siviglia« von Paisiello, »La Fiamma« von O. Respighi, »Guntram« von R. Strauss, »Mosè in Egitto« von Rossini, »Kindertotenlieder« und »Lieder eines fahrenden Gesellen« von G. Mahler); Philips-Video (»Tannhäuser« aus Bayreuth).

 23.12. Edita GRUBEROVÁ wird 65

 Sie studierte zuerst bei Frau Maria Medvecká in Prag, dann bei Ruthilde Boesch in Wien. 1968 debütierte sie am Opernhaus von Bratislava als Rosina im »Barbier von Sevilla«. 1969-71 war sie am Theater von Banská Bystrica engagiert. 1970 erregte sie bei einem Gastspiel an der Wiener Staatsoper als Königin der Nacht in der »Zauberflöte« und als Olympia in »Hoffmanns Erzählungen« erstes Aufsehen. Darauf folgte sie einem Ruf an die Wiener Staatsoper, an der sie seither eine langjährige, große Karriere entfalten konnte. Hier wurde sie anfangs nur in kleineren Partien (u.a. Tebaldo in Verdis »Don Carlos«, Barbarina in »Le nozze di Figaro«, Jano in Janáceks »Jenufa«, Esmeralda in Smetanas »Verkaufter Braut«, Blumenmädchen im »Parsifal«) eingesetzt, erhielt jedoch dann auch bald größere Aufgaben (Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Glauce in Cherubinis »Medea«, Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, Oscar in Verdis »Un Ballo in maschera«, Waldvogel im »Siegfried«, Rosina, Sophie im »Rosenkavalier«, Arsena im »Zigeunerbaron«, Fiakermilli in »Arabella« von R. Strauss). Ihre Zerbinetta, die sie hier auch 1976 in einer Neuinszenierung unter der musikalischen Leitung von Karl Böhm sang, bedeutete den eigentlichen Durchbruch zum Weltruhm. Danach folgten an der Wiener Staatsoper Rollen wie die Norina im »Don Pasquale«, die italienische Sängerin im »Capriccio« von R. Strauss, die Titelrolle in Donizettis »Lucia di Lammermoor«, die Aminta in »Die schweigsame Frau« von R. Strauss, die Adele in der »Fledermaus«, die Violetta in »La Traviata«, die Gilda im »Rigoletto«, die Titelrolle in »Manon« von Massenet, die Giulietta in Bellinis »I Capuleti e i Montecchi«, die Titelrolle in Donizettis »Maria Stuarda«, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Giunia in Mozarts »Lucio Silla«, die Elvira in Bellinis »I Puritani«, die Titelrolle in Donizettis »Linda di Chamounix«, die Elisabetta in Donizettis »Roberto Devereux« sowie (in konzertanter Form) die Titelrollen in Bellinis »Norma« und Donizettis »Lucrezia Borgia«. 1988 wurde sie zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt. Sie hatte ebenso glänzende Erfolge bei den Festspielen von Salzburg. Dort sang sie die Königin der Nacht (1974, 1978-83), die Konstanze (1975), die Mlle. Silberklang in einer konzertanten Aufführung von Mozarts »Schauspieldirektor« (1976), den Pagen Tebaldo und die Stimme vom Himmel in Verdis »Don Carlos« (1976-78), Roma Prologo und Religione in Stefano Landis »Il Sant’ Alessio« (1977-78); die Zerbinetta (1979-82), die Donna Anna (1990-91) und (in konzertanten Aufführungen) die Norma (2010); dazu trat sie in Salzburg immer wieder in Konzerten (»Cantata della fiaba estrema« von H.W. Henze 1975, c-moll-Messe von Mozart 1976, Konzertarien von Mozart 1976 und 1983) und in Liederabenden (1980, 1984, 1985, 1989) vor das Festspielpublikum. Bei den Festspielen von Bregenz feierte man sie 1986 als Elvira in »I Puritani«. Gastspiele an den Opernhäusern von Köln, Hamburg, Frankfurt a.M., an der Staatsoper München (u.a. als Manon von Massenet, als Lucia di Lammermoor, als Anna Bolena in der gleichnamigen Donizetti-Oper und als Elvira in Bellinis »I Puritani«) und bei den Festspielen von Glyndebourne (1973 als Königin der Nacht) ließen in ihr eine der größten Koloratricen ihrer Generation erkennen. An der Metropolitan Oper New York debütierte sie 1977 als Königin der Nacht und sang später bis 1991 in insgesamt 23 Vorstellungen auch noch die Zerbinetta, die Lucia di Lammermoor, die Traviata und die Elvira in »I Puritani«. An der Mailänder Scala sang sie als Antrittsrolle die Konstanze, 1984 dort sehr erfolgreich als Lucia di Lammermoor, 1990 als Donna Anna aufgetreten. An der Covent Garden Oper London gastierte sie u.a. 1984 als Giulietta in Bellinis »I Capuleti e i Montecchi«, 1991 als Giunia in »Lucio Silla« von Mozart. 1986 glanzvolles Gastspiel an der Oper von Chicago als Lucia di Lammermoor, 1987 in der gleichen Rolle am Teatro Liceo Barcelona. Dem Opernhaus Zürich war sie als ständiger Gast verbunden und sang dort u.a. 1984 die Marie in »La Fille du Régiment« von Donizetti, 1990 die Lucia di Lammermoor, 1992 die Titelpartie in Rossinis »Semiramide«, 1995 die Linda di Chamounix, 1999 die Elvira in »I Puritani«, 2000 die Anna Bolena. Beim Festival von Versailles hörte man sie 1988 als Traviata, am Teatro Liceo Barcelona 1990 als Elisabetta in »Roberto Devereux« von Donizetti, 1992 als Anna Bolena, am Teatro Fenice Venedig 1992 wiederum als Traviata. 1990 gab sie in Osaka einen triumphalen Liederabend. 1992 war sie im Wiener Konzerthaus in einer konzertanten Aufführung als Beatrice di Tenda von Bellini zu hören, 1996 am Teatro San Carlos Lissabon als Elvira in »I Puritani«. 1993 veranstaltete man in Japan ein eigenes »Edita Gruberová-Festival«. 1997 Gastspiel an der Staatsoper Dresden als Elisabetta in Donizettis »Roberto Devereux«, 1999 in Hamburg (konzertant) als Anna Bolena, am Opernhaus von Nizza als Marie in Donizettis »La Fille du Régiment«. 2001 sang sie in Hamburg die Elisabetta in »Roberto Devereux« von Donizetti in einer konzertanten Aufführung. Sie trat auch in Opern-Filmen auf (»Così fan tutte«, »Rigoletto«, »Hänsel und Gretel«, »Ariadne auf Naxos«, »Arabella«). Neben ihrer großen Karriere auf der Bühne stand eine zweite, nicht weniger bedeutende Karriere als Konzert-, Oratorien- und Liedersängerin. Einen ihrer größten Erfolge als Konzertsängerin hatte sie 1988 bei einem Liederabend in Paris. – Mit ihrem technisch vollendet durchgebildeten, vor allem in den hohen und höchsten Lagen brillant geführten Koloratursopran beherrschte sie das klassische Repertoire ihres Stimmfachs, wurde aber vor allem in den technisch schwierigen Belcanto-Aufgaben in Opern von Rossini, Bellini und Donizetti bewundert. Dazu war sie eine große Konzert- und Liedersängerin. Sie hatte ihren Wohnsitz in der Schweiz; sie war verheiratet mit dem tschechischen Musikologen Stefan Klimo († 1983).

Lit: N. Rishol: »Edita Gruberova. Ein Porträt« (Wien & Zürich 1996).

Schallplatten: Supraphon, HMV-Electrola (Arien-Recital; »Don Carlos« von Verdi, Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, »I Capuleti e i Montecchi« von Bellini, Amor im »Orpheus« von Gluck, »Lucia di Lammermoor«), Decca (»Leonore« von Paër, »Idomeneo«, »Schauspieldirektor« und »Zauberflöte« von Mozart, »Rigoletto«, »Ariadne auf Naxos«), Eurodisc (»Entführung aus dem Serail«), DGG (»Entführung aus dem Serail«, »Mitridate« von Mozart, »Hoffmanns Erzählungen«), Philips (»Rigoletto«, »Ariadne auf Naxos«, Adele in der »Fledermaus«, »Maria Stuarda« von Donizetti, »Mitridate« von Mozart, Gretel in »Hänsel und Gretel«), Orfeo (Lieder von Brahms, Dvorák und Richard Strauss, Arienplatte), Telefunken (»Fledermaus«, »Die Schöpfung« von J. Haydn), HRE (»Lucia di Lammermoor«), Nightingale (»Linda di Chamounix«, »Anna Bolena«, »La Fille du Régiment« und »Roberto Devereux« von Donizetti, »I Puritani«, »La Sonnambula«, »Fledermaus«, Operetten-, Gala-, Kinder- und Frühlingslieder), Nightingale/Koch (Orchesterleider von R. Strauss, »Maria Stuarda« von Donizetti), Barclay (»Zauberflöte«); Teldec-Video (»La Traviata«), Decca-Video (»Così fan tutte«), DGG-Video (»Ariadne auf Naxos«), Warner-Video (Titelrolle in »La Traviata«, Venedig 1992).

Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://www.gruberova.com/

 23.12. Michiyoshi INOUE wird 65

 Informationen über den japanischen Dirigenten auf seiner Web-Seite:

http://www.michiyoshi-inoue.com/

 23.12. Clarice CARSON wird 75

 Gesangstudium bei Pauline Donalda und Jacqueline Richard in Montreal sowie bei Julia Drobner in New York. Zu ihrem Bühnendebüt kam es 1962 an der Oper von Montreal als Mutter in der Menotti-Oper »Amahl and the Night Visitors«. Sie sang an den großen Opernbühnen in Nordamerika, u.a. an den Opern von Montreal und Vancouver, in San Francisco, Cincinnati, Dallas und Houston (Texas); 1965-66 erfolgreiches Auftreten an der City Centre Opera New York nach ihrem Debüt an diesem Haus als Gräfin in »Figaros Hochzeit«. 1967 wurde sie an die New Yorker Metropolitan Opera verpflichtet (Antrittsrolle: 1. Dame in der »Zauberflöte«). Bis 1979 sang sie hier in 63 Vorstellungen außerdem noch die Helmwige in der »Walküre«, die Priesterin in »Aida«, die 5. Magd in »Elektra« von R. Strauss, die Frasquita in »Carmen«, die Musetta in Puccinis »La Bohème«, die Tosca, die Violetta in »La Traviata«, die Fiordiligi in »Così fan tutte« und die Madame Lidoine in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc. Zu Gast an den Opern von Rouen und Tel Aviv, an der Niederländischen Oper Amsterdam, am Teatro Liceo Barcelona und bei der Scottish Opera Glasgow (1969). 1969 Auftreten an der Oper von Chicago. Sie sang bei den Festspielen von Schwetzingen 1976 die Titelrolle in der Oper »Leonora« von Paër; diese Aufführung wurde auf MRF-Platten mitgeschnitten und veröffentlicht. Besondere Höhepunkte in ihrem Bühnenrepertoire waren ferner die Cassandre in »Les Troyens« von Berlioz, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, die Desdemona in Verdis »Otello«, die Amelia im »Maskenball«, die Aida, die Elisabetta im »Don Carlos«, die Leonore im »Troubadour«, die Marguerite wie der Siebel in Gounods »Faust«, die Magda Sorel in Menottis »The Consul«, der Female Chorus in »The Rape of Lucretia« von B. Britten, die Mimi in »La Bohème«, die Butterfly, die Liu in »Turandot«, die Titelheldin in Puccinis »Suor Angelica« und die Salome in der Oper gleichen Namens von R. Strauss. Geschätzte Konzert- und Oratoriensängerin.

Schallplatten: MRF (»Leonora« von Paër).

 23.12. Vitaly KYREYKO wird 85

 Biographie des ukrainischen Komponisten auf englisch:

http://www.operas.com.ar/Music-Encyclopedia/45790/Kyreyko,-Vitaly-Dmytrovych.htm

 24.12. Harald SERAFIN wird 80

 Er kam nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 nach Bamberg, begann zuerst ein Medizinstudium, doch wurde seine Stimme durch die große Koloratursopranistin Maria Ivogün entdeckt und dann in Venedig, Berlin, hauptsächlich aber an der Musikhochschule Nürnberg durch W. Domgraf-Fassbaender, ausgebildet. Er begann seine Karriere 1962-64 mit einem Engagement am Stadttheater von St. Gallen, sang dann am Wiener Raimund-Theater und war 1966-71 am Opernhaus von Zürich engagiert. Es schlossen sich Verpflichtungen am Opernhaus von Köln (1975-77), am Opernhaus von Frankfurt a.M. (1977-81) und am Theater am Gärtnerplatz München (1981-84) an. Seit 1968 war er zugleich an der Wiener Volksoper tätig, an der er bis zum Beginn der achtziger Jahre vor allem als Operettensänger hervortrat. Dabei galt der Eisenstein in der »Fledermaus« als seine besondere Glanzrolle, die er auch bei der Japan-Tournee der Wiener Volksoper 1980 sowie bei Gastspielen an der Wiener Staatsoper (1976-77), an der Oper von Frankfurt a.M. und bei den Bregenzer Festspielen (1970) sang. Auch bei den Festspielen von Mörbisch am Neusiedler See trat er mehrfach in Erscheinung. 1967 übernahm er in Zürich in der Uraufführung der Oper »Madame Bovary« von H. Sutermeister die Partie des Rudolf, 1968 sang er an der Wiener Volksoper in der österreichischen Erstaufführung der Oper »Der Zerrissene« von G. von Einem die Partie des Herrn von Lips. Zu seinen weiteren Rollen gehörten der Lord in »Fra Diavolo« von Auber, der Graf Eberbach im »Wildschütz« von Lortzing und die Titelrolle in »Háry János« von Z. Kodaly. Seit 1992 leitete er als Intendant die Festspiele von Mörbisch am Neusiedler See, wo er viel beachtete Operetten-Inszenierungen herausbrachte. – Zeitweilig verheiratet mit der Sängerin Mirjana Irosch (* 1939), die wie er während vieler Jahre an der Wiener Volksoper engagiert war. Auch die Tochter des Sängerehepaars Serafin-Irosch, Marina Serafin, kam zu einer erfolgreichen Bühnen-Karriere.

Schallplatten: Philips.

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.haraldserafin.at/

 24.12. Lisbeth SCHMIDT-GLÄNZEL wird 95

 Gesangstudium bei M. Stephan-Mundt in Chemnitz. 1949 debütierte sie am Nationaltheater Weimar, an dem sie als dramatische Sopranistin eine lange, erfolgreiche Karriere hatte. 1951-52 war sie auch an der Staatsoper von Dresden engagiert, 1960-67 Mitglied des Opernhauses von Leipzig. Sie trat weiter als Gast an den Staatstheatern von Dessau und Schwerin und an der Berliner Staatsoper auf; hinzu trat eine ausgedehnte Konzerttätigkeit. Nach Abschluss ihrer Bühnenlaufbahn war sie im pädagogischen Bereich tätig und widmete sich der Ausbildung des Sängernachwuchses am Theater der Altmark in Stendal.

Schallplatten: Urania (»Kampf und Sieg« von Weber).

 25.12. Barbara DEVER wird 60

 Sie absolvierte ihr Musik- und Gesangstudium in Philadelphia und in New York. Im September 1989 debütierte sie auf der Bühne der Virginia Opera als Azucena im »Troubadour«, die sie 1994 auch mit großem Erfolg an der Oper von Cincinnati vortrug, und die ihre große Glanzrolle wurde. 1992 sang sie als Antrittsrolle an der Metropolitan Oper New York die Siegrune in der »Walküre«. In den folgenden Spielzeiten hörte man sie an diesem Opernhaus u.a. als Amneris in »Aida«, als Ulrica in Verdis »Un Ballo in maschera«, als Herodias in »Salome« von R. Strauss, als Eboli in Verdis »Don Carlos«, als Azucena, als alte Buryja in Janáceks »Jenufa«, als Filipjewna in »Eugen Onegin«, als Mme. Podtochina in Schostakowitschs »Die Nase« und als Schenkenwirtin im »Boris Godunow«. 1994 trat sie an der Oper von Washington als Ulrica auf. Es kam zu Gastauftritten an den Opernhäusern von San Diego und Philadelphia. 1993 hatte sie bei einer Japan-Tournee des Ensembles der Metropolitan Oper neben der Siegrune auch die Fricka in der »Walküre« unter James Levine übernommen. 1994 hörte man sie am Opernhaus von Dublin als Amneris. 1995 gastierte sie an der Oper von Santiago de Chile als Fricka in der »Walküre«, 1999 auch dort als Azucena. 1997 sang sie an der Oper von Mexico City die Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saens mit Placido Domingo als Partner. In Europa trat sie u.a. 1997-98 an der Deutschen Oper Berlin als Amneris, bei den Festspielen in der Arena von Verona wie am Teatro Regio Parma und beim Maggio musicale Florenz in der gleichen Rolle auf. 1996 war sie an der Oper von Miami als Ulrica zu hören, 1998 in Vancouver einmal mehr als Azucena, am Teatro Massimo Palermo als Amneris, an der Oper von Flandern in Antwerpen und Gent als Azucena. An der Wiener Staatsoper gastierte sie 1999 als Eboli und als Amneris, 2000 an der Oper von Washington wie am Teatro Regio Parma als Azucena, an der Oper von Philadelphia als Herodias.

Schallplatten: Naxos (Azucena im »Troubadour«).

 27.12. Arndt MÄDLER wird 60

 Er erhielt seine Ausbildung zum Sänger in Dresden und in Berlin als Schüler der Sänger und Pädagogen Günther Leib und Johannes Kemter. 1979 kam es zu seinem Bühnendebüt am Stadttheater von Cottbus als Guglielmo in »Così fan tutte« von Mozart. Er blieb bis 1982 in Cottbus und folgte dann einem Ruf an das Opernhaus von Leipzig. Hier wie bei Gastspielen an führenden Opernbühnen, darunter am Nationaltheater von Prag, zeichnete er sich in einem Repertoire von großem Umfang aus, aus dem nur der Falstaff in Nicolais »Lustigen Weibern von Windsor« und der Leporello im »Don Giovanni« genannt sein sollen. Auch als Konzertsänger kam er zu einer erfolgreichen Karriere.

 27.12. Glafira KOROLEVA wird 75

 Sie war am Konservatorium von Moskau Schülerin von R.J. Alpert, E.K. Levinson und von Frau F.S. Petrowa. Sie debütierte sogleich am Bolschoj Theater Moskau 1963 als Olga im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky. Am Bolschoj Theater sang sie Partien wie die Kontschakowna in »Fürst Igor« von Borodin, den Siebel im »Faust« von Gounod, den Oberon in Benjamin Brittens »A Midsummer Night’s Dream«, den Wanja in »Iwan Susanin« von Glinka und die Nejata in »Sadko« von Rimsky-Korssakow. Auch als Konzert- und als Liedersängerin kam sie in den Zentren des russischen Musiklebens zu einer erfolgreichen Karriere. Verheiratet mit dem Opernsänger Yuri V. Korolev, der wie sie am Bolschoj Theater Moskau tätig war.

 27.12. Lubomir HAVLÁK wird 90

 Er begann sein Gesangstudium in Ostrava (Mährisch Ostrau), musste dann aber im Beruf eines Drehers arbeiten, bevor er nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 sein erstes Engagement in Ostrava antreten konnte. 1946-50 war er als erster Tenor am Theater von Ustí nad Labem (Aussig) tätig und folgte 1952 einem Ruf an das Nationaltheater von Prag. An diesem bedeutendsten Opernhaus der CSSR hatte er eine lange, über dreißigjährige, erfolgreiche Karriere. Hatte er sich zunächst im heldischen Tenorfach ausgezeichnet, so wurde er im zweiten Teil seiner Karriere ein geschätzter Interpret von Buffo- und Charakterpartien. Sein vielseitiges Repertoire umfasste sowohl Aufgaben aus dem Bereich der tschechischen und der slawischen Opernliteratur wie auch viele Partien in italienischen und deutschen Opern. Noch 2001 trat er an der Staatsoper Prag als Doktor Frank in der Oper »Der polnische Jude« von Karel Weis auf.

Zahlreiche Schallplattenaufnahmen auf Supraphon, darunter eine Anzahl von Partien in vollständigen Opern (»Die Teufelskäthe« von Dvorák, »Krútnava« von Eugen Suchon, »Sarka« von Fibich, »Ein Blumenstrauß« und »Griechische Passion« von Martinù, »Coriolanus« von Jan Cikker, »Susanna Vojírová« von Jirí Pauer).

 28.12. Richard McKEE wird 70

 Nach vorheriger Tätigkeit in einem kaufmännischen Beruf entschloss er sich zum Gesangstudium, das an der Yale Universität bei Blake Stern, an der Illinois University in Urbana (Illinois) bei Bruce Foote und Paul Ulanowsky sowie bei Oren Brown in New York stattfand. Bühnendebüt bei der Goldovsky Opera (New England Opera) 1971 als Leporello im »Don Giovanni«. 1973 sang er beim Wexford Festival in Irland den Don Gregorio in Donizettis »L’Ajo nell’ imbarazzo«. (Ein Mitschnitt dieser Aufführung wurde auf der Schallplattenmarke MRF publiziert). Er trat an der City Cantre Opera New York 1975-81 als Zuniga in »Carmen« (Debüt), als Geronte in »Manon Lescaut« von Puccini und als Frank in der »Fledermaus« auf und übernahm dort eine Anzahl von mittleren und kleineren Rollen (Gubetta in »Lucrezia Borgia« von Donizetti, Hermann Ortel in den »Meistersingern«, Bartolo in »Figaros Hochzeit«, Monterone im »Rigoletto«, Truffaldino in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, dazu Partien in Operetten von Offenbach und Gilbert & Sullivan). 1981 gastierte er an der Portland Opera als Hunding in der »Walküre«, an der Oper von San Diego als König in »L’Amour des trois oranges« von Prokofieff. 1996 sang er am Opernhaus von New Orleans den Frank in der »Fledermaus«. Weitere Partien, die der Sänger auf der Bühne übernahm, waren der Bartolo in Rossinis »Barbier von Sevilla«, der Abul Hassan im »Barbier von Bagdad« von Cornelius, der Sulpice in »La Fille du Régiment« von Donizetti. Zugleich auch als Konzertsänger tätig.

 28.12. Kurt JACOBSSON wird 70

 Er war ein Sohn des Bassisten Sven-Erik Jacobsson (1911-93), der lange an der Königlichen Oper Stockholm engagiert war. Er wurde an der Musikschule in Malmö ausgebildet; sein hauptsächlicher Lehrer war dort B. Gylling. 1957 begann er als Antonio in »Le nozze di Figaro« eine langjährige Karriere am Stadttheater von Malmö. Hier wie bei Gastspielen an weiteren schwedischen Bühnen hörte man ihn in Partien wie dem Don Giovanni, dem Papageno in der »Zauberflöte«, dem Alidoro in »La Cenerentola« von Rossini, dem Posa in Verdis »Don Carlos«, dem Amonasro in »Aida«, dem Renato in Verdis »Un Ballo in maschera«, dem Mephisto im »Faust« von Gounod und dem Porgy in »Porgy and Bess« von Gershwin. Auch als Konzert- und Oratoriensänger kam er zu einer bedeutenden Kariere.

 31.12. Eva RANDOVÁ wird 75

 Sie studierte Pädagogik und wurde Lehrerin für Mathematik und Sport. Sie war mehrfach tschechische Meisterin in Schwimmwettbewerben. Sechsjähriges Gesangstudium bei Frau J. Svábová in Ustí nad Labem (Aussig), dann Besuch des Konservatoriums von Prag für ein Jahr. Sie fand ihr erstes Engagement am Staatstheater von Ostrava (Mährisch Ostrau), wo sie 1962 debütierte und bereits die großen Partien ihres Stimmfachs sang: die Eboli in Verdis »Don Carlos«, die Ortrud im »Lohengrin«, die Carmen, die Amneris in »Aida«, die Azucena im »Troubadour«, die Küsterin in »Jenufa« von Janácek und die Fremde Fürstin in »Rusalka« von Dvorák. Sie gastierte bereits in dieser Zeit an der Prager Nationaloper, an die sie 1969 berufen wurde. Über das Opernhaus von Nürnberg kam sie 1971 an die Staatsoper von Stuttgart, deren Mitglied sie seitdem blieb, und wo sie seit 1979 auch lebte. Gastspiele an den Staatsopern von Hamburg und München, am Deutschen Opernhaus Berlin, an der Grand Opéra Paris, in San Francisco und Zürich sowie an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Seit 1973 wirkte sie bei den Wagner-Festspielen von Bayreuth mit, wo sie eines der Blumenmädchen im »Parsifal« (1973), die Waltraute in der »Walküre« (1973-75), die Gutrune in der »Götterdämmerung« (1973-75), die Kundry im »Parsifal« (1975-77 und 1981) die Fricka im »Rheingold« (1976-77) und die Fricka in der »Walküre« (1977) sang. 1974-91 gastierte sie in insgesamt 66 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper (als Eboli, als Ulrica in Verdis »Un Ballo in maschera«, als Amneris, als Ortrud, als Azucena, als Kundry, als Venus im »Tannhäuser«, als Fricka in der »Walküre«, als Santuzza in »Cavalleria rusticana«, als Küsterin, sowohl als Hexe als auch als Fremde Fürstin (als Doppelrolle) in »Rusalka«. 1975 ersetzte sie bei den Salzburger Festspielen Christa Ludwig in der Partie der Eboli, die sie dann auch 1976 und 1978 in Salzburg sang. An der Covent Garden Oper London gastierte sie seit 1977, u.a. als Ortrud, als Venus, als Marina im »Boris Godunow« und 1986-87 sehr erfolgreich als Küsterin. Bei den Münchner Opernfestspielen gastierte sie 1978 als Ortrud. 1981 sang sie als Antrittsrolle an der Metropolitan Oper New York die Fricka im »Rheingold«, bis 1999 hörte man sie dort in insgesamt 13 Vorstellungen auch als Venus und als Kabanicha in Janáceks »Katja Kabanowa«. 1983 gastierte sie an der Mailänder Scala als Ortrud, 1987 als Ulrica. 1984 wirkte sie bei den Festspielen in der Arena von Verona mit, 1985 sang sie beim Festival von Orange die Marina, 1986 an der Stuttgarter Oper die Küsterin. 1990 trat sie an der Hamburger Staatsoper, 1992 in der Neuen Musikhalle Athen (Megaron Mousikis Athenon) als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss auf, am Teatro Liceo Barcelona 1990 als Marina, an der Covent Garden Oper London 1994 (und nochmals 1997) als Kabanicha, in Stuttgart 1995 als Clarissa in »L’Amour des trois oranges« von Prokofieff. 1999 sang sie an der Staatsoper Stuttgart die Erda im »Siegfried«. Bedeutende Konzert- und Oratoriensängerin. Seit 1994 leitete sie als Intendantin die Staatsoper (ehemals Smetana-Theater) Prag.

Schallplatten: CLV (Bach-Kantaten), HMV-Electrola (»Cavalleria rusticana«), Supraphon (2. Sinfonie von G. Mahler, Marfa in »Dimitrij« von Dvorák, Glagolitische Messe von Janácek, vollständige Oper »Sarka« von Fibich), Supraphon/Koch (»Katja Kabanowa« als Kabanisha), Decca (»Das schlaue Füchslein« und »Jenufa« von Janácek, Ortrud im »Lohengrin«), Myto (Laura in »La Gioconda« von Ponchielli); Philips-Video (Kundry im »Parsifal«).

 31.12. Noel TYL wird 75

 Er wurde durch den Pädagogen Gibner King in New York ausgebildet, nachdem er zuvor in verschiedenen kaufmännischen Berufen gearbeitet hatte. 1964 gewann er einen Gesangsconcours in Cincinnati und debütierte noch im gleichen Jahr am Teatro della Pergola Florenz als Basilio in Rossinis »Barbier von Sevilla«. In Nordamerika sang er an zahlreichen führenden Opernbühnen, u.a. in Boston, Cincinnati, Houston/Texas, in New Orleans, San Diego und Seattle sowie vor allem an der New York City Centre Opera. Erfolgreich war er auch bei Gastspielen an der Wiener Staatsoper (1968 als Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«), an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Theater am Gärtnerplatz in München, am Teatro Liceo Barcelona und an der Oper von Vancouver. Dabei standen im Vordergrund seines umfangreichen Bühnenrepertoires Partien wie der Titelheld in »Don Quichotte« von Massenet, der Wotan im Nibelungenring, der Amfortas im »Parsifal«, der Amonasro wie der Ramphis in »Aida«, der Scarpia in »Tosca« und der König Dodon im »Goldenen Hahn« von Rimsky-Korssakow. Angesehener Konzert- und Oratoriensänger. Nach Beendigung seiner Karriere war er als Astrologe tätig und veröffentlichte Bücher zu diesem Thema

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.noeltyl.com/

 

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