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Wien/Volksoper: DIE ZAUBERFLÖTE am 8.2. (Elena Habermann)
Berlin: AGRIPPINA am 7.2. (Ursula Wiegand)
München/Philharmonie: ELEKTRA - konzertant unter Thielemann am 7.2. (Dorothea Zweipfennig)
Wien/Volksoper: DIE BLUME VON HAWAII - Premiere am 7.2. (Meinhard Rüdenauer)
Wien/Volksoper: DIE BLUME VON HAWAII am 7.2. - Premiere (Peter Dusek)
Wien/Volksoper: DIE BLUME VON HAWAII am 7.2. (Premiere) (Manuela Miebach)
Linz/Landestheater: PLATÉE von J.P.Rameau am 6.2. (Harald Lacina)
Berlin / Konzerthaus: ORPHEUS UND EURYDIKE von Ernst Krenek - konzertant am 6.2. (Ursula Wiegand)
Braunschweig: SALVATOR ROSA von Antonio Carlos Gomes am 6.2. (Udo Pacolt)
Stuttgart: CRANKO / KYLIAN / FORSYTHE / SCHOLZ (Ballett) am 5.2. (Udo Klebes)
Paris: LA SONNAMBULA / WERTHER / LA CENERENTOLA 3.-5.2. (Martin R. Botz)
Düsseldorf: LES PALADINS von J.P.Rameau am 5.2. (Udo Pacolt)
Genf: LULU - Premiere am 4.2. (Marcel Paolino)
Dessau: LOHENGRIN am 4.2. (Kerstin Voigt)
Wien / Volksoper: Soiree PAUL ABRAHAM am 4.2. (Elena Habermann)
Lübeck / Musikhochule: COSÌ FAN TUTTE am 4.2. (Horst Schinzel)
Wien / Staatsoper: DER ROSENKAVALIER am 2.2. (Johann Schwarz)
Wien / Staatsoper: DER ROSENKAVALIER am 2.2. (Sieglinde Pfabigan)
Wien / Staatsoper: DER ROSENKAVALIER am 2.2. (Harald Lacina)
Wien / Hofburgkapelle: MARIA LICHTMESS - AVE MARIA mit Arno Raunig (Elena Habermann)
Wien / Staatsoper: OTELLO am 1.2. (Elena Habermann)
Wien / Staatsoper: I PURITANI mit Gruberova und einem Blindenhund als Zuschauer am 30.1. (Elena Habermann)
Brüssel/ La Monnaie: ELEKTRA am 29.1. (Thomas Tillmann)
Darmstadt: ORFF-ABEND: Uraufführung von „Gisei“ (Das Opfer) plus „De temporum fine comoedia“ (Premiere: 30. 1. 2010) (Udo Pacolt)
Karlsruhe: I MASNADIERI - Premiere am 30.1. (Udo Klebes)
Köln: FEST DER SCHÖNEN STIMMEN am 30.1. (Dirk Altenaer)
München / Bayerische Staatsoper: MADAMA BUTTERFLY am 30.1. (Jakobine Kempkens)
Berlin / Deutsche Oper: LOHENGRIN in Starbesetzung am 29.1.2010 (Ursula Wiegand)
München / Bayerisches Staatsballett: ONEGIN - in besten Händen - am 29.1. (Udo Klebes)
Düsseldorf / Rheinoper: LES PALADINS von J.P. Rameau - Prem. am 28.1. (Dirk Altenaer)
Wien / Staatsoper: DON GIOVANNI 28. Jänner 2010 (Kurt Vlach)
Wien / Staatsoper: DON GIOVANNI - farblos - am 28.1. (Dominik Troger)
Berlin: KONZERT DER PHILHARMONIKER UNTER KOOPMAN am 28.1. (Ursula Wiegand)
Paris: WERTHER mit Jonas Kaufmann am 23.1. (Udo Klebes)
Brünn / Janacek-Theater: DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK - Premiere am 27.1. (Martin R. Botz)
Wien / Staatsoper: OTELLO - mit Debütanten - am 26.1. (Dominik Troger)
Bonn: DER GOLEM von Eugen d'Albert - Premiere am 25.1. (Dirk Altenaer)
Berlin / Deutsche Oper: RIENZI - Premiere am 24.1. (Ursula Wiegand)
Heidelberg: RIGOLETTO am 17.1. (Friedeon Rosén)
Monte Carlo: LES CONTES D'HOFFMANN am 23.1. (Klaus Billand)
Budapest: DIE ZAUBERFLÖTE am 27.12. (Klaus Billand)
Wroclaw: DIE FRAU OHNE SCHATTEN am 17.12. (Klaus Billand)
Wien / Konzerthaus: ORFEO ED EURIDIKE von Johann Joseph Fux - konzertant am 24.1. (Dominik Troger)
Bern: DIALOGUES DES CARMÉLITES - Premiere am 23.1. (Marcel Paolino)
Essen / Aalto-Theater: LULU - Premiere am 23.1. (Dirk Altenaer)
München / Bayerisches Staatsballett: ONEGIN von Cranko in Idealbesetzung am 23.1. (Dorothea Zweipfennig)
Essen / Aalto-Theater: LULU - Premiere am 23.1. (Peter Bilsing)
Graz: DIE CSARDASFÜRSTIN - "Der Lustige Krieg" - Premiere am 23.1. (Peter Skorepa)
Kiel: DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG ohne Butzenscheibenromantik - am 23.1. Premiere (Horst Schinzel)
Baden bei Wien: DER ORLOW am 23.1. (Udo Pacolt)
Lübeck: ARABELLA - Premiere am 22.1. (Christian Schütte)
Helsinki: FAUST am 22.1. (Sune Manninen)
Brünn / Janacek-Theater: AIDA - Premiere am 22.1. (Martin R. Botz)
Wien / Theater an der Wien: L'INCORONAZIONE DI POPPEA 21. Jänner 2010, Premiere (Renate Wagner)
Wien / Theater an der Wien: L'INCORONAZIONE DI POPPEA am 21.1. (Dominik Troger)
Wien / Theater an der Wien: L'INCORONAZIONE DI POPPEA am 21.1. (Martin R.Botz)
Leipzig: 15. JOSÉ CARRERAS-GALA am 19.12.2009 (Dr. Elisabeth Loibl)
Wien / Großer Ehrbar-Saal: BROADWAY-SONGS am 20.1. (Harald Lacina)
Baden / Stadttheater: DIE BAJADERE 17. Jänner 2010 (Renate Wagner)
Wien / Staatsoper: MANON am 17.1. - Überzeugendes Liebespaar (Dominik Troger)
Wien / Staatsoper: MANON am 17.1. (Martin R. Botz)
München / Bayerische Staatsoper: TANNHÄUSER am 16.1. (Inge Lore Tautz)
Wien / Volksoper: SOUTH PACIFIC 16. Jänner 2010 (Renate Wagner)
Frankfurt: THE TEMPEST / MEFISTOFELE - moderne und klassische Oper am 15. bzw. 16.1. (Udo Pacolt)
Mannheim: NORMA mit phänomenaler Gruberova am 16.1. (Ludwig Steinbach)
Berlin / Staatsballett: SHUT UP AND DANCE! RELOADED - Premiere am 15.1. (Ursula Wiegand)
Mönchengladbach: DER UNTERGANG DES HAUSES USHER von Philip Glass am 14.1.(Udo Pacolt)
Wien / Akademie der Wissenschaften: KUNQU-Oper 14. Jänner 2010 (Renate Wagner)
Stuttgart: ONEGIN - Ballett am 12. und 14.1. (Udo Klebes)
Wien / Staatsoper: L'ELISIR D'AMORE - "Amüsantes Repertoire" am 13.1. (Dominik Troger)
Wien / Staatsoper: L'ELISIR D'AMORE am 13.1. (Martin R. Botz)
Baden: DER ORLOW am 3.1. (Gerhard Ottinger)
Pforzheim: DER ZIGEUNERBARON am 12.1. (Ludwig Steinbach)
Frankfurt: THE TEMPEST / Der Sturm von Thomas Adés - Premiere am 10.1. (Friedeon Rosén)
Frankfurt: THE TEMPEST von Thomas Adés - Premiere am 10.1. (Damian Kern)
Köln: LA TRAVIATA - die Schwangere im Boudoir - am 10.1. (Dirk Altenaer)
Wien / Musikverein: DIDO AND AENEAS unter Harnoncourt 10. Jänner 2010 (Renate Wagner)
Innsbruck: LES TROYENS am 10.1. (Elena Habermann)
Wien / Musikverein: DIDO AND AENEAS - von der Traurigkeit unglücklicher Liebe - am 9.1. (Dominik Troger)
München / Kammeroper: DIE LUSTIGEN NIBELUNGEN am 9.1. (Udo Pacolt)
München / Philharmonie: MESSA DA REQUIEM unter Gergiev am 8.1. (Dorothea Zweipfennig)
Augsburg: ZAR UND ZIMMERMANN am 7.1. (Udo Pacolt)
Wien / Staatsoper: MANON (Wiederaufnahme) 8. Jänner 2010 (Renate Wagner)
Wien /Staatsoper: MANON am 8.1. (Kurt Vlach)
Berlin / Philharmonie: DSO MIT MENDELSSOHN UND BRUCKNER INS NEUE JAHR am 7.1. (Ursula Wiegand)
Wien / Staatsoper: L'ELISIR D'AMORE am 7.1. (Peter Skorepa)
Wien / Staatsoper: DIE FLEDERMAUS am 6.1. (Elena Habermann)
Basel: LA GRAND DUCHESSE DE GÉROLSTEIN am 3.1. (Udo Pacolt)
München / Philharmonie: "DIE DROGE THIELEMANN" am 2.1. (Dorothea Zweipfennig)
Brünn: DIE FLEDERMAUS in tschechischer Sprache - Premiere am 2.1. (Martin R. Botz)
Berlin: Neujahrskonzert RIAS-Kammerchor: SZENEN AUS GOETHES FAUST von R. Schumann am 1.1. (Ursula Wiegand)
Wien / Staatsoper: DIE FLEDERMAUS am 31.12. (Kurt Vlach)
Köln: KISS ME, KATE - Übernahme-Premiere (Komische Oper Berlin) am 30.12. (Peter Bilsing)
Berlin / Philharmonie: BERLINER PHILHARMONIKER unter Sir Simon Rattle mit Lang Lang am 29.12. (Ursula Wiegand)
Budapest: DIE ZAUBERFLÖTE am 27.12. (Harald Lacina)
Pforzheim: FALSTAFF am 29.12. (Ludwig Steinbach)
München / Bayerische Staatsoper: LA BOHÈME am 27.12. (Jakobine Kempkens)
Karlsruhe: HÄNSEL UND GRETEL am 27.12. Kinderängste (Ludwig Steinbach)
Budapest: LA BOHÈME am 26.12. (Klaus Billand)
Wien / Staatsoper: MACBETH am 26.12. (Peter Skorepa)
Gera: OTELLO am 25.12. (Friedeon Rosén)
Schwetzingen: SPARTACUS von G. Porsile am 23.12. (Friedeon Rosén)
München / Bayerische Staatsoper: L'ELISIR D'AMORE am 7.12. (Gerhard Ottinger)
Detmold: DIE WALKÜRE am 4.10. (Klaus Billand)
Detmold: DAS RHEINGOLD am 3.10. (Klaus Billand)
Baden / Stadttheater: DER ORLOW 26. Dezember 2009 (Renate Wagner)
Los Angeles: TAMERLANO am 1.12. (Margit Rihl)
Los Angeles: IL BARBIERE DI SIVIGLIA am 29.11. (Margit Rihl)
München / Bayerisches Staatsballett: VIELFÄLTIGKEITEN / FORMEN VON STILLE UND LEERE am 23.12. (Gisela Schmöger)__________________________________ _______ ______
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Der Salzburger Festspielskandal weitet sich aus!
In Salzburg gehört wirklich ordentlich ausgemistet, immer neue Details tauchen auf, immer mehr Personen sind in den Skandal verwickelt. Hinterfragt wird auch die Rolle der Justiz, denn der Hauptbeschuldigte darf mit seiner Frau völlig ungehindert ausreisen - und macht davon auch Gebrauch.
"Drehpunkt Kultur" sitzt direkt vor Ort und weiß daher mehr:
Schließlich hat keiner Michael Dewitte angeschafft (am allerwenigsten die Staatsanwaltschaft), dass er gefälligst hier bleiben solle. Dewittes Heimat Belgien wäre sowieso nicht weit genug weg, als dass er von dort den Gang der Salzburger Dinge ganz ruhig beobachten könnte.
Was auch noch herumgeistert: Dewitte sei strafrechtlich immun, weil er ja seit 2006 belgischer Honorarkonsul ist. Die Immunität schützt ihn nur bei "Amtsgeschäften" (dazu gehören die Osterfestspiele gewiss nicht). Bestenfalls noch beim Autofahren, wenn er amtsgeschäftlich verkehrt. Wer konsularische Hilfe in Sachen Belgien braucht, ist jetzt gerade jedenfalls schlecht bedient.
Abserviert wird also, "wer den Festspielen geschadet hat". Das verspricht die Festspielpräsidentin. Schadet den Festspielen, wer viele, viele Arbeitsstunden in die Osterfestspiele investiert und dafür ordentlich Cash abgesahnt hat? Das hat Helga Rabl-Stadler so explizit noch nicht dazu gesagt. Kriminelle Handlungen dürfen halt nicht ruchbar werden.
Dass sich die Osterfestspiele der Mitarbeit von Fachleuten versichert haben, verwundert nicht. Und drum ist klar, dass es bei den Provisionszahlungen und Nebengeschäften (seien sie jetzt vor oder hinter den Augen der Festspielleitung passiert) nicht um Kulissenschieber und Billeteure geht, sondern um Flaggschiffe. Dass da ausgerechnet der Name der Protokollchefin durchgesickert ist (für die selbstverständlich, wie für alle anderen, die Unschuldsvermutung gilt), ist mehr als peinlich: für sie selbst, aber auch für die Institution Festspiele.

Landeshauptfrau Burgstaller kontert souverän
Die "Wiener Zeitung" beleuchtet aber auch andere Dimensionen des Skandals:
Vorwürfe sind ebenso gegen die Protokoll-Chefin der Salzburger Festspiele aufgetaucht. Auch Susanne H. wird vorgeworfen, sich an Sponsorgeldern bereichert zu haben. Laut Rabl-Stadler gab H. zu Protokoll, die Vorwürfe seien unhaltbar. Sollte sich das Gegenteil herausstellen, müsse die Protokoll-Chefin gehen.
Seit dem Wochenende ist die Causa zudem um eine skurrile Facette reicher. Einer der Beschuldigten lässt über seinen Anwalt ausrichten, dass die Osterfestival-Sponsorgelder von Igor Vidyaev mit dessen Staatsbürgerschaftsantrag in Zusammenhang stünden. Die Vorgespräche über die 2,5 Millionen Euro wären unter anderem mit Gabi Burgstaller (SPÖ) geführt worden.
Die Landeshauptfrau dementiert das Gespräch auch nicht. Dewitte habe ihr Vidyaev vorgestellt – und sie dem Russen erklärt, dass es für die Einbürgerung ein klares Verfahren gebe. "Er hat das auch so zur Kenntnis genommen. Meines Wissens hat er dann einen Antrag auf Staatsbürgerschaft gestellt, der von der Bundesregierung abgelehnt wurde", sagte Burgstaller in "Salzburg heute".
Na also, ist doch alles in Ordnung! Der Frau Burgstaller ist in diesem Fall kein Vorwurf zu machen! Jetzt wissen wir auch, warum es um die "Kärntner Geschichte" so ruhig geworden ist. Die Staatsbürgerschaft kann zumindest nicht "erkauft" werden, das scheint auf den ersten Blick beruhigend. Verschenken dürfen wir sie freilich.
Wie einfach gestrickt sind dagegen die Operetten. In der Volksoper vermeyerte der Direktor seinen Spielplan mit Paul Abrahams "Die Blume von Hawaii", für dessen Libretto sich die Volksoper so sehr schämte, dass sie eine Rahmenhandlung darüberstülpte.

Photo: Roland Schlager (APA)
Dennoch sind die Kritiken durchwachsen. Die Presse etwa schreibt von einer "Unfreiwilligen Parodie", die "Wiener Zeitung" befindet die Produktion "für die Fisch". Der Standard billigt der Produktion "Eine nette Blume ohne Facon" zu sein durchaus zu, während die "Oberösterreichischen Nachrichten" begeistert sind und "So schön kann nur Kino" sein titeln. Meyer2 als Kinodirektor, eine neue Facette. Werden sich nun die Pressereihen in der Volksoper wieder lichten. Ist der Direktor konsequent oder bloß kleinlich? Christoph Irrgeher von der "Wiener Zeitung" wäre ein heißer Kandidat für einen Stehplatz bei der nächsten Premiere und Fütterungsverbot bei der kommenden Spielplanpräsentation. Er schreibt nämlich:
Vor den handwerklichen Meriten dieser Produktion darf man den Hut ziehen. Nur macht diese Perfektion vor der sängerischen Seite halt. Nicht zum ersten Mal bietet die Volksoper ein vokales Niveau, das man in der Musikstadt Wien schon eine Zumutung nennen darf. Stocksteife Tenöre, mitunter gar schwache Wimmerstimmen: Dass dies ebenfalls zum parodistischen Part dieser Produktion zählt, steht nicht zu vermuten. Lobend auszunehmen sind immerhin Siphiwe McKenzie Edelmann mit ihrem soubrettigen Sopran ("Blume"), die solide Martina Dorak (Jung-Hawaiianerin), Chor – und Gaines Hall insofern, als der Feschak nebst tauglichem Gesang vor allem Stepp-Kapazitäten aufbietet.
Optik ist das Hauptkriterium? Gewiss, im Medium Film gilt das seit hundert Jahren. An der Opern-, ja auch an der Operettenbühne wäre es jedoch durchaus sinnvoll, ab und zu die Segnungen des sogenannten Type-Castings zu hinterfragen.
Wir halten fest" "soubrettig", "solide" und "tauglich" erheben Sänger bereits aus dem Volksopernniveau. Aber wir wollen nicht ungerecht sein, die "Oberösterreichischen Nachrichten" sehen das anders:
Für die gelungene Umsetzung sorgt ein durchwegs starkes Ensemble: Siphiwe McKenzie Edelmann gibt ihr gelungenes Volksopern-Debüt als Prinzessin Laya wie Filmdiva, Gaines Hall seines als steppender Jim-Boy wie Geheimdienstchef. Christian Baumgärtel als Prinz Lili Taro mit einschüchterndem Charisma liegt die Damenwelt zu Füßen. Herben Charme versprüht Eva Maria Marold als resche Wienerin mit so romantischen wie cholerischen Anwandlungen. Thomas Sigwald ist des Mordes an Laya nicht mächtiger Offizier wie grantelnder Ehemann und Kinogeher mit ausgeprägter Vorliebe zum Politkrimi, solange er dabei nicht schießen muss. Marko Kathol (John Buffy), Martina Dorak (Raka), Josef Luftensteiner (Lloyd Harrison) und Ronald Kuste (Kanako Hilo) vervollständigen das spielfreudige Ensemble.
Ob englischer Walzer, Slowfox oder Tango – Joseph R. Olefirowicz lässt Volksopernorchester wie -chor swingen und all jene Ohrwürmer erklingen – wie „My little Boy“ oder „Bin nur Jonny“ –, mit denen Abraham den Jazz in der Operette salonfähig machte und sie in Musical-Nähe rückte.
Die "Merker-Kritik" von Meinhard Rüdenauer bewegt sich da so dazwischen, nicht begeistert, aber auch kein Verriss. Wir sind nicht nachtragend, Herr Meyer2! Und entscheidend ist immer das Publikum, da mögen die Kritiker schreiben, was sie wollen!
Wir bieten in der Presseschau noch weitere Premieren an, etwa die "Arabella" in Innsbruck, "Agrippina in Berlin, "Don Giovanni" in Bremen, wo Regisseuse Andrea Moses die Donna Elvira in den Mittelpunkt rückt. Simon Mayr, dessen "Il ritorno d'Ulisse" in Regensburg aufgeführt wurde, wird als "missing link der Operngeschichte" bezeichnet, in Karlsruhe hatten "I Masnadieri" Premiere. In München dirigierte Christian Thielemann in der Philharmonie eine konzertante "Elektra", die unsere Mitarbeiterin Dorothea Zweipfennig zu höchster Begeisterung veranlasste.
New Yorks "Wunderwuzzi" Peter Gelb kommt nun doch wieder auf seinen von ihm wenig geschätzten Vorgänger Joseph Volpe zurück, weil dieser mit den Gewerkschaften "besser kann":
Überraschende Rückkehr einer Legende in die US-Führungsetagen der Kultur: Peter Gelb, der Direktor der Metropolitan Oper, holt sich Rat beim in den Ruhestand getretenen Vorgänger Joseph Volpe, der an ihm einst keinen guten Faden liess. Volpe soll laut «New York Times» für die New Yorker Met mit den Gewerkschaften Verhandlungen aufnehmen, um eine Lösung für die steigenden Defizite des Musentempels zu finden. Volpe war 2006 in den Ruhestand getreten und hatte dabei mit seiner (nicht gerade schmeichelhaften) Meinung über den Nachfolger Gelb nicht hinter dem Berg gehalten. Letzerer hat ihn nun um Hilfe gebeten, weil er ein ausgewiesenes Verhandlungsgeschick habe und mit den Gewerkschaften jahrelang erfolgreich zusammengearbeitete.

Hat sie abgeschrieben? Helene Hegemann
Helene Hegemann, der neue Shootingstar der Literatur, hat abgeschrieben. Na und? Das haben schon ganz andere vor ihr getan. Die Plagiatsdebatte um ihren Roman "Axolotl Roadkill" ist naiv: Publikum und Kritiker wollen hinter die Errungenschaften der Moderne zurück.
Ach, wären nur meine Lehrer auch so modern in ihren Ansichten gewesen. Aber die blieben "hinter den Errungenschaften der Moderne zurück". Ich habe meine Mitschüler mit Aufsätzen versorgt, dafür durfte ich in Mathematik in des Nachbarn Heft schauen. Irgendwie haben das die Lehrer aber doch gemerkt. Aber die 17jährige reagiert wie 11jährige reagieren: "Bitte Her Lehrer, ich weiß was. Auch Goethe hat abgeschrieben". Na, da sind wir ja in bester Gesellschaft, die Helene und ich!
Schönen Tag!
A.C.
Die nächsten Met-Übertragungen in den Kinos: HAMLET am 27.3., (Langrée: Dessay, Larmore; Keenlyside), ARMIDA am 1.5. (Frizza; Fleming; Brownlee. Ford, van Rensburg
Kartenpreis: € 30.-
In Wien in den Cineplexx-Kinos www.cineplexx-opera.at
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