Ab 5.4.2008 am TIROLER LANDESTHEATER: Benjamin Britten "THE TURN OF THE SCREW"
Merkwürdige Dinge gehen vor in einem englischen Landhaus, in dem eine junge Gouvernante ihren Dienst angetreten hat, um zwei Kinder zu betreuen. Flora und Miles stehen offensichtlich unter dem unheilvollen Einfluß der verstorbenen und nun umherspukenden Hausangestellten Peter Quint und Miss Jessel. Ihre geheimnisvolle und magische Anziehung macht sie für die Kinder unwiderstehlich. Die vermeintlich unschuldigen Geschwister erweisen sich zunehmend als böse und verdorben. Immer verzweifelter kämpft die Gouvernante zusammen mit der Haushälterin Mrs. Grose gegen den Einfluß der Toten an, doch kann sie eine Katastrophe nicht verhindern.
Nach den erfolgreichen Aufführungen von Brittens A Midsummer Night's Dream und Peter Grimes am TLT steht heuer seine Oper The Turn of the Screw auf dem Spielplan, die er als Auftragswerk für die Biennale in Venedig 1954
innerhalb von nur vier Monaten komponierte. Britten war seit seiner Jugend von Henry James' gleichnamiger Erzählung
wegen ihrer Hintergründigkeit und Düsternis fasziniert und schuf mit seiner dritten Kammeroper, bei der er einen reduzierten Orchesterapparat verwendet, ein dämonisches Seelenbild der Ausweglosigkeit. Im Zentrum steht ein musikalisches Thema, das in immer neuen Variationen durch das Werk "spukt".
Musikal. Leitung: Leif Klinkhardt
Regie: Brigitte Fassbaender
Prologue/Quint: Brenden Gunnell
Governess: Christine Buffle
Flora: Renate Fankhauser
Miles: Knabensolist der Wiltener Sängerknaben
Mrs. Grose: Della Jones
Miss Jessel: Anja Scholz
Premiere: 5.4.2008, weitere Vorstellungen: 9.4., 11.4., 24.4., 8.5., 17.5., 29.5.
Nähere Informationen: www.landestheater.at
Wien: Künstler-Matinee mit Dominique Meyer und Angelika Kirchschlager im Wiener Konzerthaus am - 9.12.2007
Seit langem war dieses von Heinz Sichrovsky geführte Künstler-Gespräch mit Katharina Wagner vereinbart worden, aber der plötzliche Tod der Mutter führte verständlicherweise zu ihrer Absage. So nahm die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager an dem Gedankenaustausch mit dem künftigen Staatsoperndirektor Dominique Meyer teil. Es wurde ein unterhaltsamer und informativer Vormittag.
Angelika Kirchschlager und Dominique Meyer kennen sich schon seit langem. „Ich bin sein Fan, seit ich ihn kenne“, sagt sie mit einer solchen Überzeugung, dass Meyer sich veranlasst sieht, sie scherzhaft als seine Agentin auszugeben. Aber es klingt schon echt, wenn die Kammersängerin im weiteren Verlauf des Gesprächs ihre große Wertschätzung für D. Meyer folgendermaßen zum Ausdruck bringt. „Er will das Ensemble pflegen, bezieht alle mit ein. Er redet wirklich mit den Sängern und sagt immer die Wahrheit, egal wie sie auch sei. Und das ist wichtig, denn zur Stimme gehören auch Verstand und Seele.“ In der Tat zeigt Meyer großes Verständnis für sängerische Probleme, gerade auch vor den Hintergrund der Wiener „Walküre“ - Premiere am 2. Dezember, in der Juha Uustilo die Stimme wegblieb, aber auch angesichts der gegenwärtigen Probleme von Rolando Villazón. „In einer Probenperiode von nur zwei Monaten kann eine Stimme sterben - wenn der Dirigent ständig auf das Aussingen drängt.“ Dabei bemängelt er eine gewisse Sensationslust der Öffentlichkeit um die Stars, wobei die Inhalte bei weitem nicht immer der Realität entsprechen. „Hier sollte man sich mehr zurückhalten, um den Sängern nicht zu schaden“. Vom Moderator auf die „Verschleiß-Kultur“ angesprochen sieht er u.a. seine tägliche Aufgabe auch darin, „die Sänger vor dem vorzeitigen Verschleiß zu bewahren. Sie brauchen Hilfe, aber nicht jeder Sänger akzeptiert den Rat zur Vorsicht.“ Angelika Kirchschlager beobachtet die Publicity-Kultur mancher SängerInnen nur mit Staunen - „ich klinke mich da einfach aus.“
Was Juha Uusitalo als Wotan passierte, kann jedem anderen Sänger passieren, auch wenn das an jenem Abend eine schwierige Situation für die Staatsoper bedeutete. Man kann nicht immer und jeden covern, meint Meyer, „das ist einfach nicht finanzierbar.“ Und eine zweite Sängergarnitur unter Vertrag zu nehmen ist auch kein Alternative, da sich kaum jemand zwei Monate für nur zwei oder drei Vorstellungen einer Serie vorbereiten wird. Dazu sagt Angelika Kirchschlager, dass auch ihr bereits zweimal innerhalb kürzester Zeit die Stimme weggeblieben ist.
Auf den Vertrag für Franz Welser-Möst als Generalmusikdirektor angesprochen - er unterschrieb ihn offenbar gerade am diesem Tage - meint D. Meyer, dass er für ein Haus wie die Wiener Staatsoper einen GMD für wichtig halte. Es ist geplant, dass Welser-Möst etwa fünf Monate pro Saison in Wien weilt und zwei Neuproduktionen pro Spielzeit übernimmt. Wichtig ist für D. Meyer, dass der GMD am Haus ist und arbeitet und Opern in der Staatsoper und mit der Staatsoper macht. Teamwork ist ihm also ein wichtiger Aspekt seiner kommenden Direktionszeit. Als Sichrovsky ihn auf die Wiener Philharmoniker als Staatsopernorchester anspricht, erfahren wir, dass er gerade nach Wien kommen wird, weil die Philharmoniker im Graben sitzen. “Eine Spielzeit ohne die Wiener Philharmoniker ist undenkbar.“ Er geht davon aus, dass er mit den Wiener Philharmonikern, die er ja aus der Zusammenarbeit an seinem derzeitigen Théâtre des Champs-Élysées gut kennt, weiterhin arbeiten wird. Dabei kann man ruhig einmal Barockopern mit einem Gastorchester spielen. „Warum nicht einmal pro Jahr? Wir leben in der Stadt von Nikolaus Harnoncourt, er begann damit. Überall in der Welt spielt man Barockstücke, oft auch mit Musiken aus dem eignen Ensemble. Von Zeit zu Zeit sollte man auch einmal die andere Seite des Gehirns mobilisieren…“
Die immer populärer werdende Frage nach Repertoire-Theater vs. Stagione-Betrieb: Harnoncourt und auch Chéreau akzeptieren beispielsweise kein Repertoire-Theater. Meyer meint dazu, dass die Wiener Staatsoper „kein Spielzeug“ sei. Das Repertoire-System ist gut hier, aber man kann durchaus auch mehr proben, v.a. wenn Repertoire-Stücke mit neuer Besetzung gespielt werden. „Es gibt Stücke, die man mehr vorbereiten kann.“ Man kann nach wie vor 35-40 Stücke pro Saison spielen (derzeit spielt man am Ring über 50 Opern pro Saison - Anm. d. Verf.). Allerdings wäre es gut, wenn man wie in Zürich auch in Wien eine Probebühne hätte“. Angelika Kirchschlager findet sich in beiden Spielsystemen zurecht. „Selbst bei wenigen oder gar keinen Proben kann es sehr gute Vorstellungen geben.“
Von Heinz Sichrovsky auf das „Regie-Problem“ angesprochen meint die Kammersängerin, dass sie viel annehmen kann, wenn der Regisseur seriös an das Werk herangeht und kein Selbstdarsteller ist. „Er muss Respekt vor dem Stück haben, vom Text und vom Inhalt her“. An erster Stelle steht für sie in der Oper aber immer die Musik. Dominique Meyer meint zu diesem Thema, dass es nur allzu menschlich sei, wenn eine Arbeit gut ist und die andere misslingt. Man sollte aber nicht alle Werke in der gleichen Art und Weise angehen. Der Regisseur sollte die Geschichte erzählen. Patrice Chéreau tat das gerade mit seinem neuen „Tristan“ an der Mailänder Scala. Das war wunderschön. Er erzählte dort die Geschichte.“
Das berühmte Thema Werktreue. „Dazu gibt es über 100 Bücher. Aber man muss Werke von Zeit zu Zeit transponieren, v.a. wenn die Zeit wechselt. So hat z.B. „La Traviata“ starke Bezüge zur Pariser Wirtschaft des 19. Jahrhunderts, das Textbuch hat also für das Heute keine Bedeutung mehr. Wichtig ist immer nur: Was gewinnt man, und was verliert man durch eine Transposition?“ So hat Meyer dreimal „Le Nozze di Figaro“ produziert und festgestellt, dass man bei dieser Oper durch eine Transposition zuviel verliert. Hier ist nicht nur die prä-revolutionäre Periode wichtig, sondern auch die Beziehung zwischen Libretto und der Malerei und Literatur der Zeit. In jedem Fall sollte man die Textbücher genau lesen. Man kann aber stets auch Fehler machen - das ist menschlich. Angelika Kirchschlager dazu: „Figaros Hochzeit“ ist ein geniales Stück. Es wäre schade, wenn die Regie versuchte, nur witzig zu sein!“
Zum Thema Uraufführungen meint Dominique Meyer, dass es nun, nachdem am Ende des 20. Jahrhunderts kaum noch Opern komponiert wurden, endlich wieder eine neue Generation von KomponistInnen gibt, deren Werke man „wieder genießen kann“. Dazu zählt u.a. Kaija Saariaho („L’amour de loin“ et al.). So könnte man auch in Wien eine neue Oper entdecken.
Schließlich spricht A. Kirchschlager noch etwas über ihre weiteren Pläne. Man erfährt, dass Oper nicht unbedingt ihr Lebensmittelpunkt sein muss, der Schwerpunkt liegt langfristig eher auf Liederabenden und Konzerten. Aber: „In Wien singe ich alles, was geht, also auch Oper! Eine Oper zu singen, ist wahnsinnig anstrengend!“ Sie wird in der Wiener Neuinszenierung von „Capriccio“ im Juni 2008 singen, wieder im Wiener „Rosenkavalier“, einige Konzerte im Musikverein, eine „Cosí“ unter Riccardo Muti im Frühjahr 2008 und im Januar 2009 eine „Carmen“ in Berlin. Dazu kommen die „Die sieben Todsünden“ von Kurt Weill szenisch in Berlin. Sie würde gern wieder „Pelléas und Mélisande“ singen.
Prof. Franz Bartholomey von den Wiener Philharmonikern spielte sodann die Cellosonate, Op.8 von Richard Strauss. Unter Anspielung auf sein wunderbar gespieltes Wälsungen-Motiv im 1. Aufzug der neuen Wiener „Walküre“ fiel zuvor der denkenswerte Kommentar „Manchmal sind 20 Sekunden Musik wichtiger als 3 Stunden…“ Ein schönes Schlusswort dieses Künstler-Gesprächs.
Am 8. Januar 2008 wird Peter Dusek Dominique Meyer im ORF Radio-Kulturhaus interviewen. Klaus Billand
Opernwerkstatt / Dr. Peter Dusek im Gespräch mit Dominique Meyer
8. Jänner 2008, 19,30-21,30 Uhr im RadioKulturhaus,
Großer Sendesaal, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
Eintritt: EUR 9,-/11,- Tickets: (01)501 70-377, Information: www.radiokulturhaus.ORF.at
Groß war die Überraschung, als die neue Unterrichtsministerin den Nachfolger von Ioan Holender ab 2010 bekannt gab: Es ist Dominique Meyer, derzeit Direktor des Théâtre des Champs-Élysées in Paris, Jahrgang 1955 und mehrere Jahre lang der Assistent des französischen Kulturministers Jacques Lang. In der „Opernwerkstatt“ am 8. Jänner 2008 im Großen Saal des RadioKulturhauses stellt ihn Peter Dusek in seinem musikalischen „Werdegang“ vor: Was hat ihn dazu gebracht, während seines Wirtschaftsstudiums ständig in die Oper zu gehen? Warum wechselte er mehrfach aus der Politik in die Kultur und bewarb sich schließlich um die Wiener Staatsoper? Der Sohn eines Diplomaten, der aus dem Elsass stammt, spricht perfekt Deutsch und hat große musikalische Präge-Erlebnisse. So erinnert er sich an eine legendäre „Frau ohne Schatten“ – Vorstellung an der Pariser Oper im Jahr 1972 unter Karl Böhm mit Leonie Rysanek, Christa Ludwig, Walter Berry und James King oder an eine „Elektra“ mit Birgit Nilsson zwei Jahre später. Selbstverständlich wird der nächste Wiener Operndirektor auch über seine Arbeit in den Opernhäusern von Lausanne und im Théâtre des Champs-Élysées erzählen; an seine gute Kooperation mit Angelika Kirchschlager oder Elina Garanca. Und bei den CD- und DVD-Beispielen, die man im RadioKulturhaus erleben wird, werden auch sicher nicht die Ballette von Tschaikowsky oder Strawinsky, dessen „Sacre du Printemps“ in seinem jetzigen Opernhaus uraufgeführt wurde, fehlen. Dazu kommen die Vorlieben von Dominique Meyer für die Barock-Musik aber auch für die Moderne zur Sprache. Das interessierte Opern-Wien müsste sich diesen Termin fest vormerken
WIENER VOLKSOPER
An der WIENER VOLKSOPER steht Direktor Robert Meyer zu Silvester gleich zweimal als „Frosch“ in der FLEDERMAUS auf der Bühne seines Hauses. Ab 6.12. ist er auch als „Njegus“ in DIE LUSTIGE WITWE zu erleben. Luxuriöse „Olympias“ hat die Volksoper in ihrer Neusproduktion HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN aufzubieten. Daniela Fally, der für ihre Klagenfurter „Zerbinetta“ von der Kritik die Koloraturgewandtheit einer Operndiva von Weltklasse beschieden wurde, ist die Premierenbesetzung, aber als Alternative steht mit Ekaterina Lekhina am 21.12. erstmals die Gewinnerin des diesjährigen „Placido Domingo Operalia Gesangswettbewerbs“ in dieser Rolle auf der Bühne der Volksoper.
Nach dem Auslastungsrekord im September 2007 gibt es für die Volksoper Wien auch im zweiten Monat der Direktion Robert Meyer Grund zur Freude. Die Sitzplatzauslastung liegt im Oktober 2007 bei 82,1 %. Darüber hinaus konnten im Oktober 2007 die höchsten Einnahmen seit elf Jahren erzielt werden. Die Oktobereinnahmen liegen damit 20 % über dem langjährigen Durchschnitt des Vergleichszeitraums. Die Vorstellungen der Eröffnungsproduktion ORPHEUS IN DER UNTERWELT sind seit der Premiere ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage hat es bereits zwei ausverkaufte Zusatzvorstellungen gegeben. Vier neue Zusatztermine sind daher für 19. und 25. Jänner 2008 sowie 1. und 6. Februar 2008 geplant. Weitere Zusatzvorstellungen betreffen die Produktionen MARTHA am 22. Jänner 2008, DIE HOCHZEIT DES FIGARO am 31. Jänner 2008 sowie am 13. Februar 2008 und DIE CSARDASFÜRSTIN am 11. Februar 2008. Der Vorverkauf für die Vorstellungen im Jänner beginnt am 1. Dezember. Karten für die Februar-Vorstellungen sind ab 1. Jänner 2008 erhältlich.
DER JÄNNER IN DER WIENER VOLKSOPER
WIEDERAUFNAHME: „ANATEVKA“ MIT ADI HIRSCHAL
WIEDERAUFNAHME: „DER OPERNBALL“ ZUM 110. JAHRESTAG
Im Jänner wird es in der Volksoper zwei Wiederaufnahmen, Zusatzvorstellungen der Erfolgsproduktionen „Orpheus in der
Unterwelt“ sowie zahlreiche spannende Rollendebüts geben.
WIEDERAUFNAHME: „ANATEVKA“ MIT ADI HIRSCHAL
Nach über zweijähriger Pause ist das Musical „Anatevka“ wieder auf der Bühne der Volksoper zu sehen. Multitalent Adi Hirschal (Tevje) und Kammersängerin Sigrid Martikke (Golde) geben ein berührendes Elternpaar, das neben den Sorgen um die Töchter auch mit widrigen politischen Umständen umgehen muss. Nicolaus Hagg, der Erfinder des mittlerweile schon legendären Theaterpreises der „Bronzene Pinter“, gibt als mittelloser Student Perchik sein Volksoperndebüt. Das Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper trägt wesentlich bei zu einem unterhaltsamen, spannenden Abend, den Musicalspezialist Matthias Davids mit viel Humor und der notwendigen Prise Melancholie auf die Bühne gestellt hat. Das Bühnenbild stammt von Mathias Fischer-Dieskau, der zuletzt die Bühne für Robert Meyers erfolgreiche Einstandsproduktion „Orpheus in der Unterwelt“ entwarf. Am Pult des Orchesters der Volksoper Wien debütiert der polnisch-amerikanische Dirigent Joseph R. Olefirowicz.
WIEDERAUFNAHME: SONNTAG, 13. JÄNNER 2008
Weitere Vorstellungen am 18. Jänner 2008, 8., 9., 24., 28. Februar 2008 und 3., 7., 10. März 2008
http://www.volksoper.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail.php?eventid=633061
WIEDERAUFNAHME: „DER OPERNBALL“ ZUM 110. JAHRESTAG
Am 5. Jänner 1898 wurde Richard Heubergers „Der Opernball“ uraufgeführt. Die Volksoper nimmt diese vor Witz und Charme sprühende und in Nostalgie schwelgende Operette zum 110. Jahrestag ihres Bestehens wieder auf. „Komm mit mir ins Chambre séparée!“ Dieser „Schlager“ aus Richard Heubergers Operette „Der Opernball“ bewirkte anno 1898 ein kleines Wunder auf den Straßen Wiens: Jeder Dame, jedem Mädchen, wohl auch jede Bürgersfrau in der Vorstadt wurde er zu passender und auch unpassender Gelegenheit ins Ohr geraunt …
Die Wiederaufnahme am 5. Jänner bringt zahlreiche Rollendebüts, u. a. Jörg Schneider als Paul Aubier, Renate Pitscheider als Angèle, Dietmar Kerschbaum als Georges Duménil, Ursula Pfitzner als Marguérite, Andrea Bogner als Hortense sowie Staatsopernsolistin Roxana Constantinescu als Henri.
Musikalische Leitung: Gerrit Prießnitz
WIEDERAUFNAHME: SAMSTAG, 5. JÄNNER 2008
Weitere Vorstellungen am 9., 15., 24., 29. Jänner 2008 und 14., 18. Februar 2008
http://www.volksoper.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail.php?eventid=633053
ZUSATZVORSTELLUNGEN: „ORPHEUS IN DER UNTERWELT“
Wegen der enormen Nachfrage bietet die Volksoper vier Zusatzvorstellungen ihrer erfolgreichen Eröffnungsproduktion. Rund 17.000 Besucher haben „Orpheus in der Unterwelt“ bereits gesehen und der Ansturm ist ungebrochen. „… ein rundum gelungener Abend anspruchsvollen Unterhaltungstheaters“ so die Neue Zürcher Zeitung, „Ein Saisonanfang, der all jene begeistern wird, die sich von der Volksoper endlich wieder brillante Operette erwarten!“ (Neue Kronen Zeitung) und dass sich dieser Einstand sehen und hören lassen kann!“, davon sind die Salzburger Nachrichten überzeugt.
Erni Mangold, Christian Baumgärtel, Jennifer Bird, Kurt Schreibmayer, Robert Meyer und Sebastian Reinthaller bevölkern im Jänner wieder Olymp, Hades und Erde.
Vorstellungen am 19., 25. Jänner 2008 und 1., 6. Februar 2008 http://www.volksoper.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail.php?eventid=739055
NEU IM REPERTOIRE AB JÄNNER 2008
ROLLENDEBÜTS IN „DIE HOCHZEIT DES FIGARO“
In Marco Arturo Marellis zeitloser Inszenierung debütiert Kammersängerin Edith Lienbacher als Gräfin Almaviva. Der isländische Bariton Einar Th. Gudmundsson gibt erstmals den umtriebigen und heiratswilligen Figaro. Als Susanna, die im Hintergrund geschickt alle Fäden zieht, ist wieder Andrea Bogner zu hören, die soeben als Nuri in „Tiefland“ begeisterte. Morten Frank Larsen, der als Mandryka-Einspringer in „Arabella“ an der Staatsoper brillierte, ist ein bewährter, charismatischer Graf Almaviva, Annely Peebo ein von den Hormonen der Adoleszenz verwirrter und getriebener Cherubino.
Vorstellungen am 26., 31. Jänner 2008, 13., 16., 22. Februar 2008, 4., 7., 11., 21., 26., 30. Juni 2008
http://www.volksoper.at /Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail.php?eventid=633073
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WIENER KONZERTHAUS: BEETHOVENS "NEUNTE" ZUM JAHRESWECHSEL
Seit Jahrzehnten eine Institution des Wiener Musiklebens zum Jahreswechsel sind die drei Aufführungen von Beethovens majestätischer NEUNTER SYMPHONIE mit ihrer jubilierenden «Ode an die Freude» im WIENER KONZERTHAUS. Die Wiener Symphoniker unter Philippe Jordan, die Wiener Singakademie und ein erstklassiges Solistenquartett schaffen eine besonders festliche Atmosphäre. Termine: 30.12. um 20 h, 31.12. um 19 h, 1.1.2008 um 20 h.
KONSERVATORIUM WIEN / PRIVATUNIVERSITÄT
Die KONSERVATORIUM WIEN PRIVATUNIVERSITÄT lässt im 1. Bezirk einen Innenstadtcampus entstehen Mit dem neuen Standort im Haus Bräunerstraße 5 erreicht die Infrastrukturoffensive der KWU ihren vorläufigen Höhepunkt. Von diesem Quantensprung in der qualitativen Raumausstattung profitieren die Abteilungen Jazz, Musikalisches Unterhaltungstheater, Schauspiel und Pädagogik für Modernen Tanz sowie Ballett.
INTENDANTIN DES "RICHARD WAGNER FESTIVALS WELS" ERHÄLT VERDIENSTMEDAILLE DER STADT WELS
Renate Doppler, Intendantin des RICHARD WAGNER FESTIVAL WELS, bekommt die „Verdienstmedaille der Stadt Wels in Gold“ für Verdienste um die Stadt Wels Ende November vom Bürgermeister verliehen. R.Doppler konnte in diesem Jahr den 20.000sten Besucher des Festivals in Wels begrüßen. Besuchen Sie ab Mitte November die neue Web-Seite http://www.wagner-festival-wels.com
NETREBKO, DOMINGO, VILLAZON UND DIE FUSSBALL -EUROPAMEISTERSCHAFT 2008
Rechtzeitig zur FUSSBALL-EM 2008 kommen sie wieder: Starsopranistin Anna Netrebko, und die Tenöre Placido Domingo und Rolando Villazon werden nach Angaben ihrer Agentur am 27. Juni 2008, zwei Tage vor dem großen EM-Finale, vor dem Schloss Schönbrunn im Norden Wiens wieder gemeinsam auftreten. Bereits das erste Konzert des Trios vor dem WM-Finale 2006 war ein großer Publikumserfolg. Nach Angaben der Agentur war es von 100 Millionen Zuschauern weltweit gesehen worden. Rolando Villazon, der den großen Opernbühnen aus gesundheitlichen Gründen seit Monaten fern geblieben ist, hat seine Teilnahme zugesagt. Begleitet wird das Trio vom Radiosinfonieorchester Wien.
ERFOLG FÜR REGISSEUSE JASMIN SOLFAGHARI MIT KLAGENFURTER "RIGOLETTO"-INSZENIERUNG
Die Schickeria-Szene als Handlungsumfeld wählte Regisseurin Jasmin Solfaghari für ihre KLAGENFURTER RIGOLETTO-Neuinszenierung. Nicht enden wollender Applaus und Standing Ovations gab es für Darsteller, Orchester und Regieteam bei der Premiere am 25.10.2007
PREMIEREN AN ÖSTERREICHS MUSIKTHEATER IM DEZEMBER
PREMIEREN an Österreichs Musiktheatern im Dezember: Wiener Staatsoper: DIE WALKÜRE (Franz Welser-Möst; Sven Eric Bechtolf; Stemme, Johansson, Schuster; Botha, Anger, Uusitalo) am 2.12., Wiener Volksoper: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (Leopold Hager; Peer Boysen, Fally, Kaiser, Simonian, Riedl, Hindinger; Khomov, Gratschmaier, Gudmundsson, Ebner, Schmeckenbecher, Schmutzhardt) am 15.12., Oper Graz: ALCINA (Dirk Kaftan, Christiane Lutz; Lee, Orescanin, Mattausch, Panzenböck, Fournier, McShane) am 7.12. auf der Studiobühne, LES MISÉRABLES (John Owen Edwards; Josef Ernst Köpplinger; Filipcic, Platz, Hellberg, Prohaska, Windegger, Rumpf, Trabesinger) am 15.12., Linzer Landestheater: LA TRAVIATA (Dennis Russell-Davies/Karel Drcar; Olivier Tambosi; Boesiger/Nakajima, Grujic/Wundsam, Lichter/Robertson; Zhang, Lerche, Müller/Schmidlechner, Galán, Galkin, Mason) am 1.12., Tiroler Landestheater Innsbruck: GRÄFIN MARIZA (Leif Klinkhardt; Saskia Kuhlmann) am 22.12., Stadttheater Klagenfurt: ORFEO ED EURIDICE von Ch.W.Gluck (Michael Brandstätter; Michael Sturminger; Grekova, Kovalko; Belcher) am 13.12., Stadttheater Baden bei Wien: POLENBLUT von Oskar Nedbal (Alexander Negrin; Volker Wahl; Oravcova, Schäfer, Stanner; Ammesmann, Binder, Kreuter, Lauder, Sadil, Sigwald, Zaun) am 8.12.
THEATER AN DER WIEN: ANDRAS SCHIFF STEIGT AUS BETTHOVEN-ZYKLUS AUS
Aufgrund von Programmdifferenzen haben sich Intendant Roland Geyer vom THEATER AN DER WIEN und der Pianist Andras Schiff einvernehmlich geeinigt, den Beethoven-Zyklus nicht gemeinsam fortzusetzen. Der Beethoven-Zyklus 2007/08 im Theater an der Wien wird von verschiedenen Künstlern an den geplanten Terminen fortgesetzt. Die bereits erworbenen Karten behalten ihre Gültigkeit.
BADEN bei Wien: HEINRICH STRECKER-GESANGSWETTBEWERB
Vom 26. – 28. September 2007 fand in Baden bei Wien, dem Wirkungsort des großen Wienerliedkomponisten Prof. Heinrich Strecker, der Heinrich STRECKER WIENERLIED- UND OPERETTENWETTBEWERB statt, der heuer bereits zum vierten Mal ausgetragen wurde. Aus 119 Anfragen und Anmeldungen aus sieben Nationen qualifizierten sich 24 TeilnehmerInnen für die drei Wettbewerbstage und präsentierten sich einer hochkarätigen Jury unter dem Vorsitz von KS Sona Ghazarian. Dabei bewiesen sie einmal mehr, dass auch die junge Sängergeneration den Genren Operette und Wienerlied nicht nur aufgeschlossen ist, sondern neben der notwendigen gesanglichen Perfektion auch das Gefühl für Ausdruck und Interpretation hiefür mitbringt. Das Preisgeld, welches von der NÖ und Wiener Landesregierung sowie von der Stadt Baden und der Volksbank Baden zur Verfügung gestellt wurde, erhielten: 1. Platz: Bibiana Nwobilo, 2. Platz und Publikumspreis: Sevana Salmasi, 3. Platz: Thomas Tatzl, Wienerliedpreis: Michael Havlicek. Der Sonderpreis (eine Reise auf dem Traumschiff der MS Deutschland) wurde in Vertretung der Reederei Deilmann von Kreuzfahrtdirektor Peter Jurgilewitsch an die Zweitplatzierte Sevana Salmasi verliehen. Der 5. Intern. Heinrich Strecker Wienerlied- und Operettenwettbewerb findet im September 2009 wieder in Baden bei Wien statt.
HERBSTTAGE BLINDENMARKT
Dass die Operette lebt, belegt die Schlussbilanz der diesjährigen HERBSTTAGE BLINDENMARKT, die am 28. Oktober 2007 mit der Erfolgsproduktion von Carl Zellers VOGELHÄNDLER zu Ende gingen, mehr als eindrucksvoll: insgesamt sahen heuer 7.500 Besucher die Operetten-Aufführungen, weitere 1.100 Gäste das Rahmenprogramm. Damit beträgt die Auslastung der heuer insgesamt 16 Vorstellungen - wie in den letzten Jahren - wieder 100 Prozent. Trotz einer eingeschobenen Zusatzvorstellung war die Publikumsnachfrage derart groß, dass viele Kartenwünsche nicht mehr erfüllt werden konnten. 2008 steht MADAME POMPADOUR auf dem Programm, die Kartennachfrage ist bereits jetzt sehr groß.
FRÜHJAHRSREISE DER "AMICI DEL BELCANTO"
Erster Hinweis auf die FRÜHJAHRSREISE DER „AMICI DEL BELCANTO“ (22. – 26.5.2008): Die Reise zum Jubiläumsjahr führt nach Deutschland. Dies deshalb, weil es speziell in Thüringen interessantere Aufführungen, besondere Raritäten gibt, die man zu dieser Zeit bei unseren südlichen Nachbarn nicht findet. So können Sie die deutsche Erstaufführung von FEDRA (Ildebrando Pizzetti) und die einzige Operette von Ruggero Leoncavallo, LA REGINETTE DELLE ROSE, beides in Erfurt, erleben. Weiters stehen LOHENGRIN in Nürnberg und EUGEN ONEGIN in Halle auf dem Programm. Im Preis von etwa € 850.- sind die Busfahrt, 4Mal Halbpension in ausgezeichneten Hotels und 4Mal gute Opernkarten enthalten. Auskünfte und Anmeldungen ab sofort unter Tel. (Wien) 9563758. Die „Sommerreise“ vom 30.7. bis 4.8.2008 führt dann wieder nach Italien, nach Macerata zu ATTILA, CARMEN, MANON LESCAUT, CAVALLERIA RUSTICANA und EL AMOR BRUJO.
Opernredoute - Der GRAZER OPERNBALL (26.Jänner 2008)
Der Höhepunkt der Ballsaison, feiert 10. Geburtstag. Seien Sie dabei oder schenken Sie Tickets, als exklusives Weihnachtsgeschenk.
Wenn sich eine Nacht lang alles um die Grazer Oper dreht. Wenn Bundespräsident Heinz Fischer den Ehrenschutz übernimmt und Marianne Mendt Schlag Mitternacht die „Glockn“ läuten lässt. Wenn Chefdirigent Johannes Fritzsch höchstpersönlich zur Eröffnung den Takt angibt und erstmals das komplette Ballettensemble der Grazer Oper antanzt. Wenn sich 64 auserwählte Paare zur Polonaise auffächern und die Eleven der Opernballettschule „A Chorus Line“ bilden. Wenn alle Nebenräumlichkeiten der Grazer Oper in prächtiger Dekoration von den unterschiedlichsten Künstler belebt werden - Dann, ja dann ist das glänzendste Ballereignis der Saison angesagt: die Grazer Opernredoute, die bereits zum zehnten Mal über die Bühne geht.
Sehen Sie selbst und lassen auch Sie sich verzaubern bei der 10. Opernredoute am 26. Jänner 2008!
Tickets unter 0316 / 8000 oder www.opernredoute.com
LISZT-FESTIVAL RAIDING
Mit einem fulminanten Solokonzert des französisch-zypriotischen Pianisten Cyprien Katsaris endete das LISZT-FESTIVAL RAIDING 2007. Unter dem Motto „1/2 Zigeuner – 1/2 Franziskaner“ kamen vom 12. bis 21. Oktober sowohl die mit starken Emotionen besetzte Zigeunermusik mit all ihrer Virtuosität und Improvisationskunst als auch die von starker Religiosität und Zurückgezogenheit geprägten geistlichen Vokalwerke von Franz Liszt zur Aufführung. Rund 3.500 Besucher wurden gezählt, mit der Auslastung von 80 % sind die Veranstalter sehr zufrieden.
GESCHENKTIPP: WILTENER SÄNGERKNABEN AUF CD
Knabenchorklang auf höchster Stufe. „Weihnachten mit den Wiltener Sängerknaben": Sie zählen zu den traditionsreichsten und ältesten Knabenchören des Alpenraumes und zu den besten ihrer Art weltweit. Auf ihrer Weihnachts-CD bringen die Wiltener Sängerknaben unter der Leitung von Johannes Stecher eine Auswahl der schönsten Advent- und Weihnachtslieder aus Tirol und dem Alpenraum. Besonders beeindrucken die glockenhellen, ausdrucksstarken Stimmen und die perfekte Intonation. Es könnte keine bessere Einstimmung auf die besinnlichste Zeit im Jahr geben. Nähere Infos und Bestellung: http://www.wiltener.saengerknaben.com.
ÖSTERREICHISCHES VOLKSLIEDWERK
An jedem Tag im Monat Dezember stellt das ÖSTERREICHISCHE VOLKSLIEDWERK im Rahmen eines „Klingenden Weihnachtskalenders“ ein neues Lied vor. Darunter finden sich Beispiele aus alten Handschriften genauso wie jüngere Schöpfungen. Advent- und Weihnachtslieder per Mouse-Klick unter www.volksliedwerk.at.
Aktuelles über CDs/DVDs/Bücher erfahren sie regelmäßig in unserer Internet-Rubrik www.der-neue-merker.eu / CD/DVD/Buch.
| Gruberova, Garanca, Vargas, Alvarez, M.Dvorsky, Burchuladze u.a. singen auf der Hohen Warte zur Fußball-EM |
10.12.2007 22:02:41 |
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WIEN: Der Verein „Ball-Künstler“ organisiert anlässlich der Fußball-EM 2008 4 Freiluftkonzerte im Stadion HOHE WARTE:
Das erste am 23.Juni 2008 - besonders für alle Opernfreunde von Interesse- mit den Wiener Publikumslieblingen:
Edita Gruberova, Elina Garanca, Carlos Alvarez, Ramon Vargas, Miro Dvorsky und Paata Burchuladze
Es spielt das große Orchester der Nationaloper Bratislava
Dirigent: Karel Mark Chichon
Beginn: 20:30
Preise: € 45,- bis 120,-
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BUCHANKÜNDIGUNG: Rohan Kriwaczeks Entdeckung einer musikalischen Erfolgsstory (erscheint demnächst)
Ihr Erkennungsmerkmal war ein geschnitzter Totenkopf am Instrument. Sie führten die Trauerzüge an und musizierten vor offenen Gräbern, um die Seelen der Verstorbenen zu reinigen und die Zuhörer zu Tränen zu rühren. Seit den kulturellen Umwälzungen der Reformationsjahre waren sie zu hören – nur von denen nicht, deren schmerzlichem Gedenken ihr schaurigschönes Spiel galt. Die Begräbnisviolinisten hatten im protestantischen und anglikanischen Europa eine spirituelle Lücke im Bestattungsritus geschlossen, die durch die Abschaffung der katholischen Fürbitte und anderer traditioneller Elemente entstanden war.
Innerhalb weniger Generationen eroberte ihre Zunft die Friedhöfe Europas, bis sie nach einer geheimen gegenreformatorischen Aktion des Vatikans im 19. Jahrhundert in den Untergrund gezwungen wurde und in Vergessenheit geriet. Es ist einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass der britische Violinist und Musikologe Rohan Kriwaczek bei seiner Suche nach tragischer Musik auf die letzten, in hermetischer Abgeschiedenheit lebenden Vertreter des einst so bedeutenden Genres stieß und dabei Zugang zu bislang unbekannten Dokumenten erlangte. Der Autor, heute Präsident der englischen Gilde der Begräbnisviolinisten, benötigte allerdings mehrere Jahrzehnte, bis er den Vorstand der öffentlichkeitsscheuen Organisation überzeugen konnte, der Publikation seiner Erkenntnisse über Aufstieg und Niedergang der Totengeige zuzustimmen.
Eine unvollständige Geschichte der Begräbnisvioline führt den Leser durch die turbulente Historie der Zunft. Kriwaczek berichtet von skurrilen Trauermusikduellen auf dem Pariser Père Lachaise, von höfischen Intrigen, morbiden Moden und musikwissenschaftlichen Tatsachen. Den Einfluss bedeutender Begräbnisviolinisten auf Komponisten wie Beethoven oder Chopin weist der Autor anhand von Notenbeispielen nach. Mozart selbst soll Trauersonaten geschrieben haben, und der exzentrische Paganini füllte bei seinen Friedhofskonzerten ganze Gräberfelder mit Zuschauern. En passant lüftet Kriwaczeks Darstellung ein lange gehütetes Geheimnis des Vatikans. Nicht nur Freunde ernster Wissenschaft und britischen Humors werden an der Lektüre dieses Buches, das im Februar in der Anderen Bibliothek erscheint, Gefallen finden.