Der neue Merker
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21. Jahrgang
Juni/ Juli
2009
158
- - - - -
Anton Cupak
07.09.2009
14:33:58
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Geburtstage Aktualisiert: 11.08.2009 08:57:27

GEBURTSTAGE IM AUGUST 2009

Berücksichtigt werden - wie immer, runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Die Liste wurde von Mitarbeiter Walter Nowotny zusammengestellt. Herzlichen Dank!
Aktualisierungen von Lesern werden gerne entgegengenommen.


3.8. Uta PRIEW wird 65

1962-64 zunächst Choristin am Carl Maria von Weber-Theater in Bernburg. 1964-65 Ausbildung zur Solosängerin am Konservatorium von Halle/Saale, anschließend an der Musikhochschule Leipzig, wo sie Schülerin von E. Feyerabend und M. Croonen war. 1970 Verpflichtung an das Nationaltheater von Weimar, an dem sie als Marjutka in »Der letzte Schuss« von Siegfried Matthus debütierte. Seit 1975 Mitglied der Staatsoper Berlin, anfänglich mit einem Gastspielvertrag, seit 1980 festes Mitglied dieses Hauses. Auf der Bühne wie auf dem Konzertpodium in einem umfassenden Repertoire aufgetreten. Sie sang 1983 an der Berliner Staatsoper die schwierige Koloraturpartie der Angelina in Rossinis »La Cenerentola«. Gastspiele an der Komischen Oper Berlin, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (1987 als Ortrud im »Lohengrin«) und an der Staatsoper Dresden (1988 als Kundry im »Parsifal«). Bei den Festspielen von Bayreuth wirkte sie 1988 als Grimgerde in der »Walküre«, 1989-91 als Waltraute in der »Walküre«, 1989-92 als dritte Norn in der »Götterdämmerung«, 1992-93 und 1995 als Venus im »Tannhäuser«, 1993-97 als Brangäne im »Tristan«, 1994 als Kundry und 2003-06 als Mary im »Fliegenden Holländer« mit. 1990 hörte man sie an der Deutschen Oper Berlin als Amneris in »Aida«, 1991 an der Berliner Staatsoper als Venus, beim Festival von Taormina als Ortrud. An der Wiener Staatsoper trat sie in den Jahren 1991-97 in ihren Wagner-Partien (Ortrud, Venus, Brangäne, Fricka, Kundry, Waltraute) auf. An der Staatsoper Berlin trat sie 1992 als Selika in Meyerbeers »L’Africaine«, 1994 als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, 1996 als Fricka im »Rheingold« und in der »Walküre« auf, 1996 am Théâtre Châtelet Paris als Klytämnestra. 1998 sang sie an der Oper von Monte Carlo die Brangäne, an der Deutschen Oper Berlin die Herodias in »Salome« von R. Strauss, an der Berliner Staatsoper die Klytämnestra in der Richard Strauss-Oper »Elektra« und die Santuzza in »Cavalleria rusticana«. 1999 wirkte sie an der Berliner Staatsoper in Aufführungen von A. Schönbergs »Moses und Aron« mit. 2000 sang sie an der Berliner Staatsoper die Küsterin in »Jenufa« von Janácek, 2001 die Mary und die Herodias. Weitere Bühnenpartien der Sängerin waren die Dorabella in »Così fan tutte«, die Emilia in Verdis »Otello« und der Komponist in »Aridane auf Naxos«, den sie 1989 bei den Festspielen von Schwetzingen sang.
Schallplatten: Ariola-Eurodisc (eine der Rheintöchter in »Rheingold« und »Götterdämmerung«, Rossweiße in der »Walküre«), Denon (9. Sinfonie von Beethoven), Ars Vivendi (Deutsche Sinfonie von Hanns Eisler), Berlin Classics (2. Sinfonie von Gustav Mahler, Deutsche Sinfonie von Hanns Eisler), DGG (Mary im »Fliegenden Holländer«); Teldec-Video (»Götterdämmerung«).

4.8. Die italienische Sopranistin Teresa ROCCHINO wird 70

4.8. Ladislav KONYA wird 75

Er debütierte 1953 und ging nach ersten erfolgreichen Auftritten an rumänischen Theatern zur weiteren Ausbildung in die Sowjetunion, wo er aber auch bereits an mehreren Opernhäusern auftrat. Seit der Mitte der sechziger Jahre wurde er durch Gastspiele in den westeuropäischen Ländern bekannt. So gastierte er 1965 am Théâtre de la Monnaie Brüssel, war 1967-72 Mitglied der Wiener Volksoper, zugleich 1968-70 auch des Opernhauses von Zürich. Von 1972 bis 1986 gehörte er dann dem Ensemble des Opernhauses von Frankfurt a.M. an. Er gastierte in Italien und Frankreich (hier u.a. an den Opern von Lyon und Toulouse), 1973 an der Covent Garden Oper London (als Graf Luna im »Troubadour«) und an führenden Bühnen im deutschen Sprachraum. In seinem Repertoire standen Partien aus der italienischen Opernliteratur im Vordergrund: der Don Giovanni, der Enrico in »Lucia di Lammermoor«, der Creon in »Medea« von Cherubini, der Germont-père in »La Traviata«, der Renato in Verdis »Un ballo in maschera«, der Amonasro in »Aida«, der Ford im »Falstaff«, der Marcello in »La Bohème«, der Posa in Verdis »Don Carlos« und der Jack Rance in »La Fanciulla del West« von Puccini. Daneben sang er auch Rollen wie den Minister im »Fidelio«, den Kothner in den »Meistersingern«, den Eugen Onegin, den Förster im »Schlauen Füchslein« von Janácek und trat als Konzertsänger in Erscheinung. Er sollte nicht mit dem Bariton Ludovic Konya verwechselt werden, der seit 1974 am Opernhaus von Graz engagiert war.
Ladislav Konya hat Schallplatten auf Cartimex (Silvio in vollständigem »Bajazzo«) und auf Melodiya (Recital) gesungen.

4.8. Thomas LEHRBERGER wird 75

Nachdem er zuerst als Postangestellter gearbeitet hatte, kam er erst relativ spät zur Ausbildung seiner Stimme, die am Richard Strauss-Konservatorium in München durch Frau Esther Mühlbauer stattfand. Er war 1962-63 als Chorsänger am Theater am Gärtnerplatz in München engagiert, dann als Solist nacheinander 1963-64 am Stadttheater von Ulm, 1964-67 am Stadttheater von Mainz, 1967-69 am Stadttheater von Freiburg i.Br., 1969-71 am Opernhaus von Nürnberg, 1971-72 am Opernhaus von Köln, 1972-75 wieder am Stadttheater von Ulm, seit 1975 am Nationaltheater von Mannheim. Er gastierte u.a. 1969 bei den Salzburger Festspielen als Bastien in »Bastien und Bastienne« von Mozart, ebenfalls 1969 an der Oper von Rom als Steuermann im »Fliegenden Holländer«, 1976 an der Grand Opéra Paris als Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«. Auch als Gast am Teatro Liceo Barcelona, in Florenz und Zürich, am Deutschen Opernhaus Berlin, an den Staatsopern von Hamburg, München und Stuttgart, in Frankfurt a.M. und Hannover aufgetreten. Im Vordergrund seines reichhaltigen Repertoires standen Partien aus dem lyrischen Stimmfach: der Tamino in der »Zauberflöte«, der Don Ottavio im »Don Giovanni«, der Ferrando in »Così fan tutte«, der Lyonel in Flotows »Matha«, der Paolino in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, der Nemorino in »L’Elisir d'amore«, der Ernesto im »Don Pasquale«, der Titelheld in »Hoffmanns Erzählungen«, der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla«, der Ramiro in Rossinis »La Cenerentola«, der Fenton im »Falstaff« von Verdi wie in Nicolais »Die Lustigen Weibern von Windsor«, der Hans in Smetanas »Die Verkaufte Braut« und der David in den »Meistersingern«. Erfolgreiche Karriere auch als Konzertsänger.
Schallplatten: Capriccio (»Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« und »Der Zar lässt sich photographieren« von K. Weill).

4.8. Gabriella TUCCI wird 80

Sie war Schülerin des Gesangpädagogen Leonardo Filoni in Rom, den sie heiratete. Debüt 1951 am Teatro Giglio in Lucca als Violetta in »La Traviata«. Sie wurde bekannt, als sie 1952 den Internationalen Gesangwettbewerb von Spoleto gewann. Hier erschien sie 1952 auf der Bühne als Leonore in »La forza del destino«. Es kam zu einer sehr erfolgreichen Karriere an den großen italienischen Bühnen, zumal an der Oper von Rom und an der Mailänder Scala (wo sie 1959 debütierte und 1961 in der Premiere von Benjamin Brittens »A Midsummer Night's Dream« mitwirkte) sowie bei den Festspielen von Verona (1959, 1961, 1963-64, 1969) und beim Maggio musicale Florenz (1953 Titelheldin in »Medea« von Cherubini). Sie sang als erste Partie an der Mailänder Scala 1959 die Mimi in »La Bohème«, die sie auch 1959 bei ihrem England-Debüt am Londoner Adelphi Theatre vortrug. 1955 Gastspiel-Tournee in Australien. An der San Francisco Opera trat sie 1959 als Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano auf. 1960 gastierte sie an der Covent Garden Oper London (als Aida und als Tosca) und an der Staatsoper München; Gastspielreisen führten sie bis in die Länder des Fernen Ostens sowie durch ganz Europa. In der Spielzeit 1960-61 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Butterfly. Sie sang dort (in deren New Yorker Haus) bis 1972 in 13 Spielzeiten in 167 Vorstellungen zwanzig Partien (die Traviata, die Aida, die Euridice im »Orpheus« von Gluck, die Mimi, die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Maddalena im »Andrea Chénier«, die Desdemona in Verdis »Otello«, die Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«, die Tosca, die Alice Ford im »Falstaff«, die Leonore sowohl im »Troubadour« als auch in »La forza del destino«, die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Liù in Puccinis »Turandot«, die Elisabeth in Verdis »Don Carlos«, die Amelia in »Simon Boccanegra«, die Gilda im »Rigoletto«, die Luisa Miller in der gleichnamigen Verdi-Oper und die Micaela in »Carmen«). 1962-63 gastierte sie in insgesamt elf Vorstellungen an der Wiener Staatsoper (als Traviata, als Desdemona in Verdis »Otello«, als Aida, als Maddalena in »Andrea Chénier« und als Butterfly). Sie gastierte auch am Bolschoj Theater Moskau, am Teatro Colón Buenos Aires, an den Opern von Sydney, Johannesburg, Oslo, Monte Carlo, in Chicago, Dallas, New Orleans, Philadelphia und San Francisco. 1966 sang sie in der Eröffnungsvorstellung der neuen Oper von Houston/Texas (Jones Hall) die Aida. Zu ihren Bühnenrollen gehörten auch die Elvira in »I Puritani« von Bellini und die Elcia in Rossinis »Mosè in Egitto«. Auch als Konzertsängerin erfolgreich aufgetreten. Sie wirkte nach Beendigung ihrer Karriere als Dozentin an der Indiana University in Bloomington.
Lyrisch-dramatische Stimme von großer Ausdruckskraft (Tosca, Aida, Nedda).
Schallplatten: Decca (»Bajazzo«), Columbia (»Troubadour«), MRF (Requiem für Bellini von Donizetti), Melodram (»Il Furioso all'isola di San Domingo« von Donizetti, Micaela in »Carmen«, Aufnahme einer Aufführung in Tokio, 1959; »Troubadour«, Mitschnitt einer Aufführung im Bolschoj Theater Moskau).
Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://www.gabriellatucci.it/

6.8. Gertrude JAHODA wird 90

Ihre Ausbildung zur Sängerin erfolgte durch Sofie Kierner und Gunnar Graarud. 1939 debütierte sie am Theater von Klagenfurt als Micaela in »Carmen«. Sie war dann 1939-40 am Niederschlesischen Landestheater in Jauer, 1940-41 am Stadttheater von Heilbronn und 1941-44 am Theater von Mülhausen (Mulhouse/Elsass) engagiert. Hatte sie bis dahin in der Hauptsache Operettenpartien übernommen, so verlegte sie nach Kriegsende ihre Tätigkeit mehr und mehr auf das Gebiet des Operngesangs. Sie trat zunächst gastweise an verschiedenen Bühnen auf, war 1949-51 am Landestheater Linz (Donau), dann 1951-53 am Theater von Graz und 1953-55 am Opernhaus von Düsseldorf engagiert. In Düsseldorf wirkte sie 1954 in der Uraufführung der Oper »Die Heimkehr« von M. Mihalovici mit. In den Jahren 1955-57 gehörte sie dem Nationaltheater Mannheim an, anschließend bis 1961 dem Theater von Saarbrücken. 1950-52 trat sie als Gast an der Wiener Staatsoper auf (als Elisabeth in Verdis »Don Carlos«, als Agathe im »Freischütz« und als Leonore im »Troubadour«). Sie erschien in den folgenden Jahren noch als Gast auf der Bühne wie im Konzertsaal. Aus ihrem Bühnenrepertoire seien die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Senta im »Fliegenden Holländer«, die Elsa im »Lohengrin«, die Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, die Marschallin im »Rosenkavalier«, die Titelfiguren in den Richard Strauss-Opern »Ariadne auf Naxos« und »Arabella«, die Martha in »Tiefland« von d'Albert, die Mona Lisa in der gleichnamigen Oper von M. von Schillings, die Elektra in »Das Leben des Orest« von Krenek, die Abigaille in Verdis »Nabucco«, die Violetta in »La Traviata«, die Aida, die Judith in »Herzog Blaubarts Burg« von B. Bartók, die Magda Sorel in Menottis »The Consul« und die Lady Billows in »Albert Herring« von Benjamin Britten genannt.

8.8. Maria-José BRILL wird 65

Sie studierte 1961-64 am Conservatorio Real Madrid bei Lola Rodriguez de Aragon und ergänzte diese Ausbildung durch Studien in Berlin bei Elisabeth Grümmer. Seit 1970 war sie für mehr als 15 Jahre Mitglied der Deutschen Oper Berlin, an der sie eine Vielzahl von Partien aus ihrem Stimmfach sang. Sie gastierte erfolgreich an führenden Opernbühnen in Deutschland, in Italien und in ihrer spanischen Heimat, dazu am Théâtre de la Monnaie Brüssel, bei den Festspielen von Edinburgh und Schwetzingen. Die Künstlerin hatte gleichzeitig eine bedeutende Karriere als Konzert- und Oratoriensängerin; sie wirkte in mehreren Rundfunkübertragungen von Opern und Konzerten mit, von denen zweifellos Mitschnitte existieren.

9.8. Dolores WILSON wird 80

Sie erhielt ihre Ausbildung bei William Hermann in New York, dann wurde sie Schülerin der berühmten Koloratrice Toti Dal Monte in Venedig; auch durch Pietro Cimara und Walter Taussig ausgebildet. Sie sang im Alter von 16 Jahren im amerikanischen Rundfunk. 1948 fand ihr Bühnendebüt unter dem Namen Dolores Vilsoni in Italien statt. 1950 gastierte sie am Teatro Massimo Palermo als Gilda im »Rigoletto«, 1951 an der Oper von Rom und 1952 am Teatro Grande Brescia als Rosina im »Barbier von Sevilla« von Rossini. In dieser Partie gastierte sie auch 1953 bei den Festspielen von Aix-en-Provence, an der Oper von Monte Carlo 1953 als Gilda. 1953-54 sang sie an der Oper von Chicago. 1954-59 trat sie während sechs Spielzeiten an der Metropolitan Oper New York in sechs Partien auf, und zwar als Lucia di Lammermoor (ihr Debüt), als Rosina, als Susanna in »Le nozze di Figaro«, als Zerline im »Don Giovanni«, als Page Oscar in Verdis »Un ballo in maschera« und als Gilda. 1956 wirkte sie in Central City in der Uraufführung der Oper »The Ballad of Baby Doe« von Douglas Moore in der Titelrolle mit. Sie gastierte auch an Theatern in Spanien, in Portugal, in der Schweiz, in Deutschland und in Südamerika. 1957 musste sie krankheitshalber ihre Karriere vorübergehend aufgeben, erschien in der Saison 1958-59 nochmals an der New Yorker Metropolitan Oper, legte danach aber erneut eine längere Pause ein und beendete Anfang der sechziger Jahre ihre Opernkarriere. 1968-71 trat sie dann am New Yorker Broadway als Golde in dem Musical »The Fiddler on the Roof« auf.
Schallplatten: Urania (Titelrolle in »Lucia di Lammermoor«, 1953), RCA (Ausschnitte aus »Don Pasquale«, 1959).

9.8. Heinz IMDAHL wird 85

Studium bei Berthold Pütz in Krefeld sowie an der Musikhochschule von Köln. Er begann seine Bühnenkarriere 1948 als Morales in »Carmen« am Opernhaus von Düsseldorf unter der Direktion von Gustav Gründgens. Seine Engagements waren: 1948-51 Opernhaus Düsseldorf, 1951-52 Staatsoper München, 1952-55 Stadttheater Bremen, 1955-56 Staatsoper Berlin, 1956-62 wieder Düsseldorf, dann 1959-88 Staatsoper München. Hier hatte der Künstler eine bedeutende Karriere. Dem Opernhaus Nürnberg war er 1958-70 durch Gastvertrag verbunden, ebenso dem Opernhaus von Köln. 1954 gab er Gastspiele in Brasilien, vor allem an der Oper von Rio de Janeiro. 1955 gastierte er am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich als Amonarso in »Aida«, in der Spielzeit 1957-58 als Graf Luna im »Troubadour«, als Don Pizarro im »Fidelio« und als Scarpia in »Tosca«. Er gastierte 1961-71 oft an der Wiener Staatsoper (als Olivier im »Capriccio« von R. Strauss, als Kothner in den »Meistersingern«, als Donner im »Rheingold«, als Wolfram im »Tannhäuser«, als Hans Sachs in den »Meistersingern«, als Kurwenal im »Tristan«, als Sprecher in der »Zauberflöte«, als Fliegender Holländer, als Telramund im »Lohengrin«, als Don Pizarro, als Amfortas im »Parsifal«, als Wotan in der »Walküre« und als Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss). Weitere Gastspiele am Teatro Comunale Florenz (1953 als Wolfram und als Hans Foltz in den »Meistersingern«), an der Oper von Rom (1958 als Sprecher in der »Zauberflöte«, 1970 als Don Pizarro), am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1964), an der Oper von Lausanne (1965 als Kurwenal), an der San Francisco Opera (1965 als Hans Sachs), an der Oper von Lyon (1966 als Kurwenal), am Teatro Regio Turin (1967 als Telramund, 1971 als Kurwenal, 1972 als Wanderer im »Siegfried«), am Opernhaus von Frankfurt a.M. (1967), am Theater von Reggio Emilia (1968 als Wanderer), am Teatro Comunale Bologna (1966 und 1968 als Wotan bzw. als Wanderer), an der Staatsoper Hamburg (1970 als Fliegender Holländer), am Teatro San Carlo Neapel (1970 als Jochanaan in »Salome«, 1972 als Wotan in der »Walküre«, 1974 als Wanderer im »Siegfried«), an der Oper von Oslo (1973), am Teatro Verdi Triest (1975 als Faninal im »Rosenkavalier«), an der Oper von Santiago de Chile (1978 als Wanderer) und an der Oper von Philadelphia (1970 als Hans Sachs). An der Covent Garden Oper London sang er 1972 mit dem Münchner Ensemble den Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. Sein sehr umfassendes Repertoire enthielt als weitere Partien den Rigoletto, den Jago im »Otello« von Verdi, den Alfio in »Cavalleria rusticana«, den Nelusco in Meyerbeers »L’Africaine«, den Colonna in »Rienzi« von R. Wagner, den Kaspar im »Freischütz«, den Orest in »Elektra« von R. Strauss und den Eugen Onegin. Er nahm seinen Wohnsitz in Übersee am Chiemsee.
Die Stimme des Künstlers, der über 40 Partien aus dem lyrischen wie dem heldischen Fach beherrschte, erscheint in einer Aufnahme von Richard Wagners Jugendoper »Das Liebesverbot« auf EJS, auf Westminster als Telramund im »Lohengrin«, auf Melodram in einem Recital, bei Orfeo in »Palestrina« von H. Pfitzner.

10.8. John ALLDIS wird 80

Er wurde am King’s College in Cambridge erzogen. 1962 trat er der Fakultät der Guildhall School of Music in London bei; er gründete den John Alldis Chor, der bald bekannt wurde. Später dirigierte er den Chor des London Symphony Orchestra (1966-69), den Chor des London Philharmonic Orchestra (bis 1982) und ab 1972 den Dänischen Radiochor in Kopenhagen. Seine Chorarbeit wurde sowohl von Otto Klemperer, Georg Solti, Colin Davis als auch von Neville Marriner geschätzt.

10.8. Hans HAMANN wird 80

Er besuchte zur Gesangausbildung das Konservatorium von Schwerin und war dort Schüler von Carl Stralendorf und von Rudolf Bockelmann. Er wurde auch von Arno Schellenberg in Dresden und von Pavel Lisitzian in Moskau unterrichtet. 1955 debütierte er am Theater von Annaberg in Sachsen in der Rolle des Scarpia in »Tosca«. In den Jahren 1959-63 war er am Theater von Eisenach (Thüringen), 1963-66 am Theater von Plauen (Sachsen), 1966-70 am Sächsischen Landestheater Dresden-Radebeul tätig. 1970-85 gehörte er dem Ensemble des Theaters von Rostock an und trat seit 1982 als Gast regelmäßig an der Staatsoper Berlin auf. 1985 folgte er dann einem Ruf an die Staatsoper von Dresden. Seine großen Partien auf der Bühne waren der Pizarro in Beethovens »Fidelio«, der Titelheld im »Fliegenden Holländer«, der Kaspar im »Freischütz«, der Jago in Verdis »Otello« und der Jochanaan in »Salome« von R. Strauss. Bekannt wurde er auch durch seine Konzertauftritte.

12.8. Die italienische Mezzosopranistin Nella VERRI wird 70

14.8. Ion BUZEA wird 75

Zuerst Studium der Geologie. Nach Abschluss dieser Ausbildung war er als Bergbauingenieur in einem Komitee für biologische Forschung in Rumänien tätig. Es kam dann aber zur Ausbildung seiner Stimme durch Lya Pop in Cluj und in Italien durch Luigi Ricci. Debüt 1960 an der Oper von Cluj als Alfredo in »La Traviata«. Er gewann den Gesangwettbewerb beim Enescu-Festival in Bukarest und hatte an der Nationaloper von Bukarest seit 1963 seine ersten Erfolge. Er war dann 1966-67 an der Wiener Volksoper, 1967-70 und 1973-82 am Opernhaus von Zürich engagiert. 1973-85 gehörte er auch dem Ensemble des Oper von Köln an. Hier kam es 1985 bei einer Vorstellung von »Hoffmanns Erzählungen« zu einem Skandal, als er nach Missfallensäußerungen des Publikums dieses von der Bühne aus beschimpfte. Er ging von seinem Wohnort Zürich aus einer umfangreichen Gastspieltätigkeit nach. So gastierte er an der Covent Garden Oper London, an der Deutschen Oper Berlin, an den Staatsopern von Hamburg, München und Stuttgart, am Prager Nationaltheater, in Sofia, Budapest, Zagreb, Belgrad, Nizza, Brüssel, Boston, Dallas, New Orleans und schließlich 1970 an der New Yorker Metropolitan Oper. Dort debütierte er als Rodolfo in »La Bohème« und sang bis 1972 an diesem Haus den Pinkerton in »Madame Butterfly«, den Cavaradossi in »Tosca«, den Dick Johnson in Puccinis »La Fanciulla del West«, den Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, den Alfredo in »La Traviata«, den Herzog im »Rigoletto« und den Alvaro in »La forza del destino« von Verdi. In den Jahren 1967-76 gastierte er regelmäßig an der Staatsoper von Wien (an der er vor allem als Manrico im »Troubadour«, aber auch als Herzog im »Rigoletto«, als Cavaradossi, als Rodolfo in »La Bohème«, als Macduff in Verdis »Macbeth«, als Alvaro, als Pinkerton, als Radames in »Aida«, als Don Carlos in der gleichnamigen Verdi-Oper und als Canio im »Bajazzo« seine Erfolge hatte). An der Wiener Volksoper hörte man ihn u.a. als Luigi in Puccinis »Der Mantel«, in der Titelrolle von Aubers »Fra Diavolo« und als Maurizio in Cileas »Adriana Lecouvreur«. Im Mittelpunkt seines umfangreichen Bühnenrepertoires standen heldische Partien aus dem italienischen und slawischen Repertoire; auch als Konzertsänger von Bedeutung.
Schallplatten der Marke Electrecord (u.a. Herzog in »Rigoletto«). Auf Philips erschien ein Recital (1968).
Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.ionbuzea.com/

14.8. Horst HIESTERMANN wird 75

Er erlernte zunächst den Beruf eines Maschinenschlossers. Nach der zufälligen Entdeckung seiner Stimme kam er 1955 als Chorsänger an das Stadttheater von Brandenburg (Havel), wurde dort aber bereits seit 1957 als Solist eingesetzt (Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, Nando in »Tiefland«, Operettenpartien). 1959-61 Spieltenor am Opernhaus von Leipzig, 1961-64 lyrischer Tenor am Nationaltheater Weimar. 1964-76 war er als Buffo- Charaktertenor gleichzeitig an den Staatsopern von Berlin und Dresden engagiert. An der Berliner Staatsoper wirkte er in den Uraufführungen der Opern »Esther« von Robert Hanell (18.10.1966), »Lanzelot« von Paul Dessau (19.12.1969), »Joe Hill« von Alan Bush (29.9.1970) und »Sabellicus« von R. Kunad (21.4.1974) mit. Er ging dann nach Westdeutschland, wo er 1976-84 Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg war. Große internationale Karriere mit Gastspielen an den Staatsopern von Hamburg und München sowie am Deutschen Opernhaus Berlin, an dem er am 25.9.1984 in der Uraufführung der Oper »Gespenstersonate« von A. Reimann mitwirkte. Seit 1978 erschien er bei den Festspielen von Salzburg als Haushofmeister der Marschallin im »Rosenkavalier« (1978-79), als Monostatos in der »Zauberflöte« (1979-86), als Tanzmeister in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss (1980-82) und in kleinen Partien im »Fidelio« (1982-83) und im »Idomeneo« (1983-84). Dort wirkte er auch in konzertanten Aufführungen der Opern »Karl V.« von E. Krenek (1980 als Frangipani und als Hofastrolog), »Penthesilea« von O. Schoeck (1982 als Diomedes) und »Dantons Tod« von G. von Einem (1983 als Robespierre) mit. 1983 debütierte er an der Staatsoper von Wien (an der er 1989 auch den Schuiskij in »Boris Godunow« sang) als Herodes in »Salome« von Richard Strauss, eine seiner großen Partien, die er auch 1989 am Teatro Liceo Barcelona und 1990 an der Deutschen Oper Berlin sang. An der Grand Opéra Paris wie an der Mailänder Scala, an der Oper von Dallas (1982 Loge in »Rheingold« und Valzacchi im »Rosenkavalier«) wie in Tokio (1983 Mime im »Siegfried«) gastweise aufgetreten. Weitere Gastspielauftritte in Nizza, Genf, Rouen, Amsterdam, Barcelona (1984 Ägisth in »Elektra«), an Bühnen in der Sowjetunion, in Belgien und in Ägypten, in Houston/Texas und seit 1987 an der Metropolitan Oper New York, wo er als Mime im Nibelungenring besonders erfolgreich war. Seit 1984 Mitglied des Opernhauses von Zürich, wo er am 5.12.1984 in der Uraufführung der Oper »Der Kirschgarten« von R. Kelterborn auftrat. 1992 gastierte er in der Neuen Musikhalle Athen (Megaron Mousikis Athenon) als Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, den er 1994 an der Mailänder Scala und 1995 am Opernhaus von Köln sang. Als weitere Bühnenpartien des Künstlers seien genannt: der Hauptmann in »Wozzeck« von A. Berg, der David in den »Meistersingern« und die Hexe in »Hänsel und Gretel«. Bedeutende Karriere auch als Konzertsänger. 1997 beendete er seine Karriere am Opernhaus von Essen als Lukullus in der Oper »Die Verurteilung des Lukullus« von Paul Dessau. Er veröffentlichte seine Lebenserinnerungen unter dem Titel »Ei Mime bist du so witzig?« (2000).
Zahlreiche Schallplattenaufnahmen auf den Marken Eterna (»Wozzeck«, »L'Enfant et les sortilèges« von Ravel, »Die Verlobung im Kloster« von Prokofieff, »Puntila« von Dessau, »Maître Pathelin« von Kunad, »Esther« von Hanell), HMV (kleine Partie in den »Meistersingern«, »Turandot« von Puccini, Querschnitt »Carmen«), Philips (»Carmina Burana« und »Trionfo di Afrodite« von C. Orff), RCA (Monostatos in der »Zauberflöte«), Amadeo (»Karl V.« von Krenek), Schwann-Atlantis (»Penthesilea« von Schoeck), Orfeo (»Dantons Tod«), Amiga, Harmonia mundi (Ägisth in »Elektra«), Capriccio/EMI (»Sieben Todsünden« von K. Weill), Edition Schwann (»Penthesilea« von O. Schoeck).

14.8. Georges PRÊTRE wird 85

Nach seinem Musikstudium (Klavier, Trompete) in Douai und der Ausbildung zum Dirigenten bei André Cluytens am Pariser Konservatorium debütierte er als 22-jähriger 1946 an der Oper in Marseille. Er war Generalmusikdirektor der Pariser Oper und seit 1956 in der Opéra-Comique in Paris. Von 1986 bis 1991 war er „Erster Gastdirigent“ der Wiener Symphoniker. Er leitet regelmäßig die großen Orchester Europas und Amerikas, wie etwa die Berliner Philharmoniker (Waldbühnen-Konzert 1992) oder die Wiener Philharmoniker. 1966 dirigierte er die Wiederöffnung der New Yorker Metropolitan Opera. Prêtre gilt als Spezialist der Musik seiner Heimat, insbesondere setzte er sich für die Werke von Francis Poulenc ein. 2008 dirigierte er – mit seinen 83 Jahren bis dahin als der älteste Dirigent – das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Er soll es 2010 zum zweiten Mal dirigieren. 2005 und 2009 leitete er das Neujahrskonzert am Teatro La Fenice in Venedig. Prêtre ist seit 2004 Träger des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse und Commandeur der französischen Ehrenlegion. (Quelle: wikipedia)

15.8. Elsie MORISON wird 85

Sie erhielt ihren ersten Unterricht durch ihre Mutter, die selbst Sängerin gewesen war, zugleich studierte sie Klavierspiel. 1943 gewann sie den Melba-Preis und wurde nun Schülerin des Melbourne Conservatory bei Clive Carey. 1944 debütierte sie in Melbourne als Solistin im »Messias«. Zwei Jahre lang war sie darauf in Australien als Oratorien- und Rundfunksängerin tätig. 1946 kam sie nach England und schloss ihre Ausbildung am Royal College of Music in London ab. Sie debütierte 1948 in der Londoner Albert Hall in »Acis and Galathea« von Händel. 1948-54 Mitglied der Sadler's Wells Opera in London. Hier hatte sie als Fiordiligi in »Così fan tutte«, als Lauretta in »Gianni Schicchi« von Puccini, als Nannetta im »Falstaff« von Verdi, als Susanna in »Figaros Hochzeit«, aber auch in modernen Musikwerken große Erfolge. Seit 1953 war sie auch Mitglied der Covent Garden Oper London, an der sie bis 1962 wirkte und als Mimi in »La Bohème«, als Susanna in »Le nozze di Figaro«, als Pamina in der »Zauberflöte« und als Micaela in »Carmen« auftrat. 1954 sang sie bei der Welsh Opera in Cardiff in der Uraufführung der Oper »Menna« von Arwel Hughes. Bei den Festspielen von Glyndebourne (und anschließend beim Edinburgh Festival) kreierte sie 1953 die Anne Trulove in der englischen Erstaufführung von »The Rake's Progress« von Strawinsky und trat dort als Zerline im »Don Giovanni« und als Marzelline im »Fidelio« auf (1956 bzw. 1959). 1958 sang sie an der Covent Garden Oper in der englischen Premiere von Poulencs »Dialogues des Carmélites«. Gastspiele an den großen Operntheatern wie bei internationalen Festspielveranstaltungen. 1957, 1960 und 1964 unternahm sie Gastspiel- und Konzertreisen in ihrer Heimat Australien. Bedeutende Konzert- und Oratoriensängerin, wobei sie auch hier ein weitläufiges Repertoire beherrschte. Sie war seit 1963 mit dem bekannten Dirigenten Rafael Kubelik (1914-96) verheiratet.
Schallplatten: Sang auf HMV die Sopransoli in vollständigen Aufnahmen der Oratorien »Messias« und »Salomon« von Händel und »Die Jahreszeiten« von Haydn und in den Sullivan-Operetten »The Gondoliers« und »Ruddigore«, auf DGG das Solo in der 4. Sinfonie von Gustav Mahler, Soli in Messen von Haydn und Mozart. Auf Melodram erschien eine vollständige »Fidelio«-Aufnahme, auf Oiseau Lyre hört man sie in »The Fairy Queen«, auf Decca in »King Arthur« von Purcell, auf Concert Hall in »Israel in Egypt« von Händel.

16.8. Janis MARTIN wird 70

Ausbildung durch Julia Monroe in Sacramento, dann durch Lili Wexberg und durch Otto Guth in New York. Sie sang zuerst im Opern-Department der University of Berkeley in Kalifornien und erhielt ein erstes Engagement 1960 im Mezzosopranfach an der Oper von San Francisco; dort hörte man sie als Blumenmädchen im »Parsifal«, als eine der Nornen und eine der Walküren im Nibelungenring und als Annina in »La Traviata«. Sie sang dann in San Francisco die Venus im »Tannhäuser«, die Marina im »Boris Godunow« und die Quickly in Verdis »Falstaff«; an der City Centre Opera New York trat sie 1962 als Mrs. Grose in Benjamin Brittens »The Turn of the Screw« auf. 1962 gewann sie den Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper und erhielt einen Dreijahresvertrag für dieses Haus, wo sie noch 1962 als erste Partie die Flora in »La Traviata« und dann bis 1965 kleinere Partien sang. Danach begann für sie eine große internationale Karriere. 1965 kam sie nach Europa und war bis 1969, immer noch als Mezzosopranistin, am Opernhaus von Nürnberg engagiert. 1968 gastierte sie an der Oper von Rom als Fricka, 1968 an der Mailänder Scala als Venus. 1970 übernahm sie als erste Sopranpartie die Donna Elvira im »Don Giovanni«. 1969 debütierte sie als Venus an der Wiener Staatsoper und sang hier bis 1997 in insgesamt 59 Vorstellungen auch noch die Kundry im »Parsifal«, die Senta im »Fliegenden Holländer«, die Sieglinde in der »Walküre«, die Eva in den »Meistersingern«, die Tosca, die Ariadne auf Naxos von R. Strauss, die Marie im »Wozzeck« von A. Berg, die Isolde im »Tristan«,, die Brünnhilde in der »Walküre« und im »Siegfried«, die Elektra von R. Strauss und die Färberin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss. Seit 1970 ständiges Mitglied der Deutschen Oper Berlin; auch dem Opernhaus von Zürich verbunden, an dem sie als Isolde und als Kundry zu großen Erfolgen kam. Sie trat als Gast an der Grand Opéra Paris, in Amsterdam, Monte Carlo und an der Covent Garden Oper London (1973 als Marie im »Wozzeck«) auf. Weitere Gastspiele an den Staatsopern von Hamburg, München und Stuttgart, an den Opernhäusern von Köln, Frankfurt a.M. und bei den Festspielen von Bayreuth. Hier sang sie zuerst 1968-69 die Magdalene in den »Meistersingern«, 1968-70 die Fricka im »Rheingold«, 1968-69 die Fricka in der »Walküre«, 1968-69 die 2. Norn in der »Götterdämmerung«, dann 1970 die Eva, 1970-72 die Gutrune in der »Götterdämmerung«, 1971-73 und 1995-97 die Kundry, 1971 die Freia im »Rheingold«, 1971-72 die Sieglinde und 1989 die Brünnhilde in der »Walküre«. In Nordamerika gastierte sie u.a. 1971 an der Oper von Chicago als Tosca, an den Opernhäusern von San Francisco, Philadelphia und San Diego. An der Mailänder Scala war sie als Marie im »Wozzeck« zu hören und hatte dort 1980 in dem dramatischen Monolog »Erwartung« von A. Schönberg einen besonderen Erfolg. Seit 1973 sang sie auch wieder, jetzt als Sopranistin, an der New Yorker Metropolitan Oper. Sie trat hier nun als Kundry, als Marie im »Wozzeck«, als Sieglinde, als Hexe in »Hänsel und Gretel«, als Färberin, als Senta, als Tosca, als Fremde Fürstin in »Rusalka« von A. Dvorak und zuletzt 1997 als Brünnhilde in der »Walküre« auf. Bei den Salzburger Festspielen hörte man sie 1984 in einer konzertanten Aufführung von F. Schrekers »Die Gezeichneten«, am Grand Théâtre Genf 1985 als Isolde, 1986 an der Oper von Houston/Texas als Ariadne, 1987 am Teatro Regio Turin als Brünnhilde in der »Walküre«. 1988 sang sie am Opernhaus von Köln die Färberin, 1990 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg die Leonore im »Fidelio«, 1991 an der Münchner Staatsoper die Kundry, 1991 am Théâtre de la Monnaie Brüssel die Brünnhilde im Nibelungenring, 1992 am Teatro San Carlo Neapel die Senta. In der Eröffnungsvorstellung des Opernhauses von Nagoya (Japan) übernahm sie 1992 die Partie der Färberin. 1997 hörte man sie an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, 1998 am Opernhaus von Adelaide als Brünnhilde im Ring-Zyklus, am Teatro Bellini Catania 1998 und an der Hawaii Opera Honolulu 1999 als Elektra von R. Strauss. 1999 gastierte sie am wieder aufgebauten Teatro Liceo Barcelona als Turandot von Puccini, an der Oper von Marseille als Brünnhilde im »Siegfried«, an der Bayerischen Staatsoper München als Färberin. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind ergänzend noch die Gräfin wie der Cherubino in »Figaros Hochzeit«, die Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, die Brangäne im »Tristan« und der Octavian im »Rosenkavalier« von Richard Strauss zu nennen. Nicht weniger bedeutende internationale Konzertkarriere. Zeitweilig verheiratet mit dem Dirigenten der Schöneberger Sängerknaben Gerhard Hellwig.
Schallplatten: HMV (Adriano in »Rienzi«), Decca (Senta im »Fliegenden Holländer«), CBS (»Erwartung« von Schönberg), Wergo (»Sancta Susanna« von Hindemith), Melodram (Magdalene in den »Meistersingern«, Bayreuth 1968); dazu zahlreiche Mitschnitte von Opernaufführungen, vor allem aus Bayreuth.

16.8. Maureen MORELLE wird 75

Sie war am Royal College of Music Schülerin von Andrew Matters, dann auch von Andrew Field und Audrey Langford. Bereits 1955 sang sie bei der Opera for All die Tisbe in Rossinis »La Cenerentola«. In den Jahren bis 1965 trat sie dort, bei der English Opera Group, an der Sadler's Wells Opera und seit 1964 an der Welsh Opera Cardiff (Debüt als Rosina im »Barbier von Sevilla«) auf. 1961 gewann sie den Clara Butt-Preis, 1963 den Queen's Prize for Women Singers, 1960 den Concours von Liverpool. Sie kam während ihrer Karriere seit 1966 zu Erfolgen an der Covent Garden Oper London wie bei der English National Opera London, wo sie die Ottavia in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, die Fricka und weitere Rollen im Nibelungenring, die Rosina, die Dorabella in »Così fan tutte« und die Lady Essex in »Gloriana« von B. Britten übernahm. Sie trat bei den Festspielveranstaltungen von Glyndebourne (u.a. als Smeton in »Anna Bolena« von Donizetti), Edinburgh und Aldeburgh auf. In Aldeburgh sang sie 1968 in der Uraufführung der Oper »Punch and Judy« von Harrison Birtwistle die Rolle der Judy. 1982 trat sie an der Opera North Leeds als Suzuki in »Madame Butterfly« auf, 1987-88 an der Covent Garden Oper im »Schlauen Füchslein« von Janácek, an der English National Opera wie bei der Scottish Opera als Azucena im »Troubadour«. Ihr Bühnenrepertoire hatte seine Höhepunkte in Partien wie dem Cherubino in »Figaros Hochzeit«, dem Hänsel in »Hänsel und Gretel« von Humperdinck und dem Pagen Isolier in »Le Comte Ory« von Rossini, dem Pippo in dessen »La gazza ladra«, dem Prinzen Orlowsky in der »Fledermaus«, der Geneviève in Debussys »Pelléas et Mélisande« und der Hermione in »A Midsummer Night's Dream« von Benjamin Britten. Die Sängerin, die mit dem technischen Direktor der Covent Garden Oper Michael Thomson verheiratet war, kam auch im Konzertsaal zu beachtlichen Erfolgen. Sie wirkte im pädagogischen Bereich am Morley College.

17.8. Linda ZOGHBY wird 60

Gesangstudium an der Florida State University, u.a. bei Elena Nikolaidi. Nachdem sie bereits erste Erfolge im Konzertsaal erzielt hatte, erfolgte das Bühnendebüt der jungen, farbigen Sängerin 1975 an der Oper von Houston (Texas) als Donna Elvira im »Don Giovanni«. In Nordamerika trat sie vor allem in Mozart-Partien auf (Pamina in der »Zauberflöte«, Fiordiligi in »Così fan tutte«), auch als Marguerite im »Faust« von Gounod. 1976 sang sie an der Oper von Dallas die Giulietta in »I Capuleti e i Montecchi« von Bellini. 1978 kam sie nach Europa, wo sie Bühnengastspiele und Konzerte gab. Beim Glyndebourne Festival gastierte sie 1978 als Mimi in »La Bohème«, 1980 in »La fedeltà premiata« von J. Haydn. Als sie 1982 an der New Yorker Metropolitan Oper bei ihrem Debüt Teresa Stratas in der Partie der Mimi in »La Bohème« ersetzte, hatte sie einen sensationellen Erfolg. 1986 kam sie an der Metropolitan Oper zu einem ähnlichen Erfolg als Ilia in Mozarts »Idomeneo«.
Schallplatten: Philips (»L'Isola disabitata« und »L'Incontro improviso« von J. Haydn).

17.8. Margaret MAS wird 85

Ihre Familie stammte aus Katalanien. Die Sängerin war französischer Herkunft und begann ihre Karriere nach ihrem Studium bei Madeleine Mathieu in Paris an Bühnen in der südfranzösischen Provinz. 1949 sang sie als Antrittsrolle an der Grand Opéra Paris die Muse in »Les Noces Corinthiennes« von Henri Busser. Sie ist bis 1969 an diesem Haus aufgetreten. 1949 wirkte sie an der Pariser Opéra-Comique in der Uraufführung der Oper »Le Oui des jeunes filles« von Reynaldo Hahn, 1952 in der von »Dolorès« von Michel-Maurice Lévy, mit. Zu Beginn der fünfziger Jahre kam sie nach Italien und hatte dort erste Erfolge in Genua in der Oper »Djamileh« von Bizet. Sie hatte in der Folgezeit eine bedeutende Karriere an den führenden italienischen Opernhäusern, vor allem am Teatro San Carlo Neapel. Sie trat auch an der Mailänder Scala auf, u.a. am 26.1.1957 in der Uraufführung der Oper »Dialogues des Carmélites« von Francis Poulenc. Sie gastierte 1955 und 1956 am Teatro Liceo Barcelona, 1955 auch an der Oper von Rio de Janeiro (als Alice Ford im »Falstaff« von Verdi, als Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano und als Tosca), 1957 am Teatro Municipale in Reggio Emilia (als Alice Ford), im gleichen Jahr am Teatro Sociale Trient (in »Carmen«), 1958 am Teatro Sociale Mantua als Charlotte im »Werther« von Massenet. Auf der Bühne bevorzugte sie Partien, die eine intensive darstellerische Gestaltung erforderten: die Titelheldin in »Francesca da Rimini« von Zandonai, die Minnie in Puccinis »La Fanciulla del West«, die Giorgetta in dessen Oper »Il Tabarro«, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Marguerite in »La Damnation de Faust« und die Didon in »Les Troyens« von Berlioz.
Schallplatten: HMV (Giorgetta in vollständiger Aufnahme »Il Tabarro«).

19.8. Lynn VERNON wird 65

Nach ihren Gesangstudium sang sie zunächst kleinere Partien an der Oper von Vancouver. 1971-75 war sie Mitglied des Opernhauses von Zürich, wo sie große Rollen übernahm. Beim Guelph Festival 1974 sang sie den Female Chorus in »The Rape of Lucretia« von Benjamin Britten, in Toronto die Marina im »Boris Godunow« und die Judith in »Herzog Blaubarts Burg« von Béla Bartók. 1975 großer Erfolg bei ihrem Londoner Debüt am Coliseum Theatre als Octavian im »Rosenkavalier«. Auf der Bühne wie im Konzertsaal wurde sie wegen ihrer kraftvollen, ausdrucksreichen Mezzosopranstimme bewundert, die dabei einen ungewöhnlichen Tonumfang besaß.
Kanadische Aufnahmen, zum Teil in Form von Bandmitschnitten.

20.8. Marina MADER-TODOROVA wird 65

Ihr Vater war Zahnarzt; ihre Familie, die sehr musikalisch war, förderte das begabte Kind, das zunächst Violine studierte und diese Ausbildung am Musikgymnasium von Varna mit einem Diplom abschloss. Dann entschloss sie sich zum Gesangstudium und war an der Musikakademie von Sofia Schülerin von Georgi Slatev-Tscherkin, dem Lehrer der berühmten Sopranistin Ljuba Welitsch. Weitere Ausbildung durch den bulgarischen Opernregisseur Dragan Kardschiev und durch den Komponisten Ljubomir Pipkov, bei dem sie zwei Jahre hindurch Oratorien- und Liedvortrag studierte. Schließlich studierte sie in Wien bei Maria Brand, Professorin an der dortigen Musikakademie, und debütierte dann am Opernhaus von Varna als Kalinka-Malinka in der Märchenoper »Der goldene Apfel« von Paraschkev Hadschiev. In der Spielzeit 1976-77 gastierte sie an den Theatern von Mainz und Bremen als Desdemona in Verdis »Otello« und als Micaela in »Carmen« und trat als Solistin im Verdi-Requiem auf. Durch Heirat wurde sie österreichische Staatsbürgerin. Sie war 1977-80 am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen engagiert. Als erste Partie sang sie dort die Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, später als Titelheldin in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und als Tosca erfolgreich. 1980-83 wirkte sie als erste jugendliche dramatische Sopranistin am Opernhaus von Dortmund. Durch Gastverträge war sie mit den Staatsopern von Hamburg (1980-81) und Stuttgart (1981-83), der Oper von Frankfurt a.M., der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg (1984-86), den Theatern von Basel (1983-84) und Graz (1984-89) verbunden. An der Staatsoper von Wien gastierte sie 1984 als Leonore im »Troubadour«. In Düsseldorf 1984 mit großem Erfolg als Eva in den »Meistersingern«, 1985-86 als Amelia in Verdis »Maskenball«, auch als Leonore im »Troubadour«, als Agathe im »Freischütz« und als Ariadne auf Naxos aufgetreten. Weitere Gastspiele an der Deutschen Oper Berlin (1980-83), an der Nationaloper Budapest, an den Staatstheatern von Wiesbaden, Hannover und Saarbrücken, am Nationaltheater Mannheim, am Teatro Massimo Palermo, an den Opernhäusern von Zürich, Gent, Kopenhagen und an der Opéra de Wallonie Lüttich. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind noch die Titelheldin in Puccinis »Madame Butterfly«, die Elisabeth im »Tannhäuser«, die Elsa im »Lohengrin«, die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Titelfigur in »Arabella« von R. Strauss (Graz, 1985) und die Mimi in »La Bohème« hervorzuheben. Die auch als Oratoriensolistin erfolgreiche Künstlerin wirkte in Rundfunkaufnahmen in Wien, Zürich und Frankfurt a.M. mit.

20.8. Anne EVANS wird 70

Nachdem sie zunächst bei einer Filmgesellschaft beschäftigt gewesen war, ließ sie ihre Stimme am Royal College of Music London bei Ruth Packer und Vida Harford ausbilden. Sie setzte ihre Ausbildung am Conservatoire von Genf als Schülerin von Maria Carpi, Herbert Graf und Lotfi Mansouri fort und studierte auch bei Luigi Ricci in Rom. Während ihres Studiums sang sie bereits 1967 am Grand Théâtre Genf einige kleinere Rollen (Gräfin Ceprano im »Rigoletto«, Annina in »La Traviata«, Wellgunde und 3. Norn im Nibelungenring). 1968 begann sie ihre eigentliche Karriere an der Londoner Sadler's Wells Oper mit der Partie der Mimi in »La Bohème« von Puccini. Bis 1978 blieb sie Mitglied dieses Ensembles, wo sie auch die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Violetta in Verdis »La Traviata«, die Elsa im »Lohengrin« und die Milada in Smetanas »Dalibor« sang. Sie trat auch während vieler Jahre bei der English National Opera London (u.a. als Penelope Rich in »Gloriana« von B. Britten, 1975 und 1994 als Marschallin im »Rosenkavalier«, 1986 als Kundry im »Parsifal« und 1990 als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss) und an der Covent Garden Oper London (Antrittsrolle: Rosalinde in der »Fledermaus« 1978, später Partien im Ring-Zyklus) auf. Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Staatstheater von Hannover, bei der Welsh Opera Cardiff (als Kaiserin und später 1989 als Färberin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, als Leonore im »Fidelio«, als Donna Anna im »Don Giovanni«, 1974 als Senta im »Fliegenden Holländer«, 1985 als Brünnhilde im Ring-Zyklus), an den Opernhäusern von San Francisco (Elsa, Elisabetta in Verdis »Don Carlos«), San Diego und Marseille. 1983 wirkte sie als Ortlinde in der »Walküre« sowie1983-84 als 3. Norn in der »Götterdämmerung« bei den Bayreuther Festspielen mit. 1986 sang sie bei den Festspielen von Aix-en-Provence in der Oper »Tancrède« von Campra. Ihre große Glanzrolle wurde die Brünnhilde im Nibelungenring, die sie 1988-89 an der Oper von Nizza, am Théâtre des Champs-Élysées Paris und an der Deutschen Oper Berlin (und mit deren Ensemble bei einem Gastspiel an der Oper von Warschau), dann auch 1989-92 bei den Festspielen von Bayreuth vortrug. 1989 gastierte sie in Marseille, 1990 in Genf als Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, 1990 an der Oper von Pittsburgh als Senta, 1991 am Teatro Colón Buenos Aires als Elsa, an der Hamburger Staatsoper als Charlotte im »Werther« von Massenet. 1991 debütierte sie an der Staatsoper von Wien als Brünnhilde in der »Walküre«, 1999 sang sie hier auch die Brünnhilde im »Siegfried«. 1992 erfolgte ihr Debüt an der Metropolitan Oper New York als Elisabeth im »Tannhäuser«, 1993 sang sie hier auch die Leonore im »Fidelio«. 1993 trat sie an der Covent Garden Oper, 1994 bei der Scottish Opera, 1996 am Deutschen Opernhaus Berlin als Isolde im »Tristan« auf, 1995 an der Covent Garden Oper auch als Brünnhilde im »Siegfried«, an der San Francisco Opera als Sieglinde in der »Walküre«. Beim Edinburgh Festival von 1997 (und 1998 an der Scottish Opera Glasgow) trat sie als Ariadne auf, am Teatro Colón Buenos Aires 1997 als Brünnhilde im »Siegfried«, am Théâtre de la Monnaie Brüssel 1998 als Mrs Grose in »The Turn of the Screw« von B. Britten, bei der Scottish Opera Glasgow als Isolde. Ihre großen Partien waren neben den Wagner-Rollen die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Tosca und die Micaela in »Carmen«. Angesehene Konzertsopranistin. 2000 wurde sie von Königin Elizabeth II. zur Dame of the British Empire erhoben.
Lit: R. Milnes: Anne Evans (in »Opera«, 1986).
Schallplatten: EMI-HMV (Norn in vollständigem Nibelungenring in englischer Sprache), ASV (»Götterdämmerung«), Teldec (Brünnhilde in der »Walküre«, im »Siegfried« und in der »Götterdämmerung«, auch als Video).

20.8. Dobrila BOGOSEVIC wird 80

Sie besuchte die Musikakademien von Belgrad und Zagreb und wurde 1954 sogleich an die Nationaloper Belgrad verpflichtet. Für viele Jahre blieb sie Mitglied dieses Opernhauses und wurde hier in Partien wie der Norina im »Don Pasquale«, der Rosina in Rossinis »Barbier von Sevilla«, der Gilda im »Rigoletto«, der Violetta in »La Traviata« und der Marguerite im »Faust« von Gounod herausgestellt. Ihre Tätigkeit beschränkte sich jedoch nicht auf die jugoslawische Metropole; sie unternahm Gastspiele in Polen, in Ostdeutschland, in der Schweiz, in Italien, England und Ägypten. Dabei trat sie nicht nur auf der Bühne sondern auch als Lieder- und Konzertsängerin hervor.
Aufnahmen ihrer Stimme existieren unter dem Etikett von Jugoton.

21.8. Marco Arturo MARELLI wird 60

Er wurde in Zürich geboren. Auf die Ausbildungszeit in seiner Heimatstadt folgten Assistenzen in Wien, Salzburg und an der Hamburgischen Staatsoper, wo er auch als Bühnen- und Kostümbildner debütierte. Weitere wichtige Stationen: Oper Frankfurt, danach Stockholm und London. Besondere Beachtung fand sein Debüt als Regisseur mit Mozarts „Die Zauberflöte“. Es folgten Inszenierungen an der Hamburgischen Staatsoper („Falstaff“, „Don Giovanni“, „Der fliegende Holländer“, „Così fan tutte“) und an der Wiener Staatsoper („Die schweigsame Frau“, „Gianni Schicchi“, „La Sonnambula“, „Die Zauberflöte“, „Cardil-lac“, „Falstaff“), der Deutschen Oper Berlin („Pelléas et Mélisande“) , der Dresdner Semperoper („Tristan und Isolde“, „Capriccio“, „Ariadne auf Naxos“), der Opéra de Paris, dem Theatre du Chatelet Paris, dem Royal Opera House Covent Garden, London, der Deutschen Oper Berlin und den Opernhäusern von Tokyo, Helsinki, Zürich, Madrid, Barcelon, Köln, Strassburg und Bonn. Neben Opern des Barocks sowie von Mozart, Verdi, Wagner und Puccini hat er auch eine Reihe moderner und zeitgenössischer Werke inszeniert, wie Ligetis „Le grand macabre“ (Zürich), Henzes „Prinz von Homburg“ (Köln), Schoenbergs „Jakobsleiter“ (Wien) sowie die Uraufführungen „Thomas Chatterton“ von Matthias Pintscher (Dresden) und „Die Leiden des jungen Werthers“ von Hans-Jürgen von Bose (Hamburg). Besondere Beachtung fanden auch verschiedene „Ausgrabungen“: „Amadis“ (J. Chr. Bach) an der Hamburgischen Staatsoper und „Semele“ (G. F. Händel) bei den Ludwigsburger Fest-spielen sowie „Des Teufels Lustschloss“(Franz Schubert) und „Le vin herbé“ (Frank Martin) am Zürcher Opernhaus. Marelli hat mit namhaften Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Roger Norrington, Christoph von Dohnanyi, Gerd Albrecht, Christoph Eschenbach, Lothar Zagrosek, Marc Albrecht, Fabio Luisi, Michael Boder und Franz Welser-Möst u. a. zusammengearbeitet. An der Volksoper Wien hat Marco Arturo Marelli mit großem Erfolg zwischen 1987 und 1989 einen Mozart/Da Ponte-Zyklus („Don Giovanni“, „Die Hochzeit des Figaro“, „Così fan tutte“) in Szene gesetzt. In der Saison 2006 / 07 zeichnete er hier auch für die Inszenierung von Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ verantwortlich.

21.8. Jacqueline SILVY wird 85

Ausbildung am Konservatorium ihrer Geburtsstadt Aix-en-Provence und am Konservatorium von Marseille. Sie debütierte 1949 am Opernhaus von Marseille als Gilda im »Rigoletto«. In den folgenden zehn Jahren trat sie an französischen Provinzbühnen auf. 1960 wurde sie an die Grand Opéra Paris berufen, an der sie wiederum als Antrittsrolle die Gilda sang. Gleichzeitig war sie an der Pariser Opéra-Comique verpflichtet. Sie gastierte regelmäßig an den führenden französischen Musiktheatern, in Bordeaux, Lyon, Toulouse, Marseille, Straßburg und Nantes, außerdem an der Oper von Monte Carlo (1963-63 und 1966), in Madrid, Lausanne und Lüttich, in London und an westdeutschen Bühnen. 1965 sang sie in Straßburg in der französischen Erstaufführung von Benjamin Brittens »A Midsummer Night's Dream« die Partie der Tytania. Die auch als Konzert- und Liedersängerin bekannt gewordene Sopranistin trat auf der Bühne in einer Vielfalt von Rollen auf: als Zerline im »Don Giovanni« und als Marzelline im »Fidelio«, als Sophie im »Rosenkavalier« und als Micaela in »Carmen«, als Leila in »Les pêcheurs de perles« von Bizet und als Manon von Massenet, als Sophie im »Werther« vom gleichen Meister und als Anna in Meyerbeers »L’Africaine«, als Musetta in Puccinis »La Bohème«, als Liu in dessen »Turandot« und als Nathalie in der zeitgenössischen Oper »Der Prinz von Homburg« von H.W. Henze. Verheiratet mit dem bekannten Tenor Gustave Botiaux (* 1926).
Schallplatten: Vogue (Opern-Querschnitte), Orpheus.

21.8. Milivoj BELAVIC wird 95

Er erhielt seine Ausbildung am Konservatorium von Zagreb und trat in den Chor von Radio Zagreb ein. 1949 debütierte er als Solist am Theater von Split in der Rolle des Schaunard in Puccinis »La Bohème«. Bis 1952 blieb er in Split und wurde dann Mitglied der Kroatischen Nationaloper Zagreb, zu deren Ensemble er bis 1974 gehörte. 1961 war er zu Gast in Frankfurt a.M., 1963-69 erfolgten mehrere Gastspiele in Italien, 1967 in Österreich und in Ostdeutschland. Seine großen Bühnenpartien waren der Rigoletto, der Germont-père in »La Traviata«, der Renato in Verdis »Un ballo in maschera«, der Posa in dessen »Don Carlos«, der Amonasro in »Aida«, der Sharpless in »Madame Butterfly«, der Marcello in »La Bohème«, der Valentin im »Faust« von Gounod, der Escamillo in »Carmen« und der Jeletzky in »Pique Dame« von Tschaikowsky. 1974 verabschiedete sich der Künstler in Zagreb als Graf Luna im »Troubadour« aus seiner Bühnenkarriere und war bis 1981 als Pädagoge am Konservatorium von Zagreb tätig.
Schallplatten: Jugoton (vollständige Oper »Nikola Subic Zrinski« von I. Zajc).

22.8. Alfred ESCHWÉ wird 60

Er wurde in Wien geboren und hat hier alle seine musikalischen Studien am Konservatorium und an der Hochschule für Musik absolviert. Nach kurzen Engagements in Österreich übersiedelte er nach Deutschland, ehe ihn 1989 Eberhard Waechter an die Wiener Volksoper holte. Besonders erwähnenswert ist dort seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Harry Kupfer bei einer Neuproduktion von Eugen Onegin, außerdem leitete er u. a. Prokofjews Der feurige Engel und Janáèeks Die Sache Makropulos. Gastspiele führten Alfred Eschwé ans Teatro Reggio in Turin, ans Teatro Verdi in Triest, ans Teatro Bellini in Catania und ans Teatro Massimo in Palermo. Seit 1999 ist er ständiger Gastdirigent an der Hamburgischen Staatsoper, wo er etwa Die Zauberflöte, Zar und Zimmermann, Die Liebe zu den drei Orangen und Così fan tutte leitete. Neben seiner Operntätigkeit hat er u. a. das Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, das Mozarteumorchester Salzburg, das Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Philharmonie Bratislava und die Hamburger Symphoniker dirigiert. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2003 mit der Zauberflöte und leitete u. a. L’elisir d’amore, Die Zauberflöte und Ballettaufführungen.

22.8. Peter HOFMANN wird 65

Er war zuerst ein bekannter Sportler und erbrachte große Leistungen als Zehnkämpfer. Dann seit 1963 Militärdienst in einer Fallschirmjägerabteilung der Deutschen Bundeswehr. Hier wurde seine schöne Stimme erkannt; er besuchte seit 1969 die Musikhochschule in Karlsruhe und war dort Schüler der Pädagogin Emmy Seiberlich. Beginn der Opernkarriere 1972 am Stadttheater von Lübeck (Debüt als Tamino in der »Zauberflöte«). Von dort wurde er 1974 an das Opernhaus von Wuppertal, dann 1975 an die Staatsoper von Stuttgart verpflichtet, an der er bis 1983 engagiert war. 1976 erregte er als Parsifal in Stuttgart, Wuppertal und Hamburg Aufsehen. Der Künstler begann bald eine große Karriere im heldischen Tenor-, vor allem im Wagner-Fach. In den Jahren 1976-89 gastierte er in insgesamt 24 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper (als Loge im »Rheingold«, als Siegmund in der »Walküre«, als Lohengrin, als Florestan im »Fidelio«, als Parsifal und als Max im »Freischütz«). Durch Gastverträge war er der Staatsoper Hamburg (1976-84), der Staatsoper München und der Deutschen Oper Berlin verbunden. Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an den Theatern von Mannheim, Dortmund, Genf, San Francisco, Los Angeles und Chicago. Höhepunkte seiner Bühnenkarriere bildeten seine Auftritte bei den Bayreuther Festspielen, wo er seit 1976 fast alljährlich als Wagner-Interpret bewundert wurde; er trat dort 1976, 1978-80 und 1988-89 als Siegmund, 1976, 1978, 1982-85 und 1988 als Parsifal, 1979-82 als Lohengrin, 1986-87 als Tristan und 1988 als Walther von Stolzing in den »Meistersingern« auf. 1980 wurde er an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Lohengrin), an der er auch als Parsifal, als Walther von Stolzing und als Siegmund erfolgreich auftrat. 1982 trat er am Bolschoj Theater Moskau als Lohengrin auf. Neben der Kraft und Tonfülle seiner Stimme erregte auch seine äußere Erscheinung, die dem Bild eines Wagner-Heroen völlig entsprach, Aufsehen. Internationale Erfolge bei Gastspielen an der Covent Garden Oper London, am Bolschoj Theater Moskau, in Lissabon und Barcelona. An der Grand Opéra Paris erschien er 1976 als Siegmund, 1977 als Loge, 1981 als Lohengrin. Zugleich hatte er als Konzertsänger sowie bei Rundfunk- und Fernsehsendungen eine sehr erfolgreiche Karriere. Dabei brachte er volkstümliche und später auch Rockmusik zum Vortrag. Er nahm seinen Wohnsitz auf Schloss Schönreuth bei Waldeck-Kemnath (Oberpfalz). Seit 1983 in zweiter Ehe mit der amerikanischen Sopranistin Deborah Sasson verheiratet, von der er sich 1990 wieder trennte. Seit Juni 1990 trat er am Hamburger Flora-Theater in dem Erfolgs-Musical »Phantom der Oper« von A.L. Webber auf. 1997 wirkte er bei den Indianer-Festspielen in Bad Segeberg/Holstein als Old Firehand mit. Er widmete sich mehr und mehr dem Musical, der Unterhaltungs- und der Popmusik. Trotz einer schweren chronischen Erkrankung unternahm er 2000 nochmals eine Konzerttournee durch Deutschland mit einem Advent- und Weihnachtsprogramm.
Schallplatten: DGG (Titelheld in vollständiger »Parsifal«-Aufnahme), HMV-Electrola (1. Geharnischter in der »Zauberflöte«, Erik im »Fliegenden Holländer«), Philips (Siegmund in der »Walküre«, Titelheld im »Tristan«, Titelpartie im »Siegfried«); Rockmusik auf CBS. Auf der gleichen Marke singt er die Titelpartie im »Lohengrin« in einer Aufnahme aus Bayreuth, den Siegmund im 1. Akt der »Walküre« und die Titelfigur im »Orpheus« von Gluck, auf Barclay den Tamino in der »Zauberflöte« Philips-Video (»Lohengrin«, Bayreuth 1982).

23.8. Helmut WILDHABER wird 65

Er studierte Anglistik und Sport an der Universität von Graz und schloss dieses Studium mit dem akademischen Grad eines Magisters ab. Er ließ gleichzeitig auch seine Stimme an der Musikhochschule von Graz durch Hilde Rössl-Majdan und Kurt Equiluz ausbilden und erwarb sein Diplom als Sänger wie seine Lehrbefähigung als Musik- und Gesangpädagoge. Er war zuerst im Lehrfach tätig (Anglistik und Sport an einem Gymnasium, Lehrauftrag an der Musikhochschule Graz), entschloss sich dann aber zur Sängerkarriere, die er 1971-73 am Stadttheater von Klagenfurt begann und am Staatstheater von Braunschweig fortsetzte. Dort war er 1973-76 im Engagement, 1979-80 dann wieder in Klagenfurt engagiert. 1980 wurde er an die Staatsoper Wien berufen, deren Mitglied er bis 2005 blieb. Er trat vor allem in Charakter- und Buffo-Partien auf, namentlich in Mozart-Opern, als Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, als Basilio in »Figaros Hochzeit«, als Monostatos in der »Zauberflöte«, aber auch in vielen anderen Opern (David in den »Meistersingern«, Steuermann im »Fliegenden Holländer«, Jacquino im »Fidelio«, Wenzel in der »Verkauften Braut«, Beppo im »Bajazzo«, Ernesto in »Don Pasquale«, Valzacchi im »Rosenkavalier«, italienischer Sänger sowohl im »Rosenkavalier« als auch im »Capriccio« von R. Strauss, Triquet in Tschaikowskys »Eugen Onegin«, Pang in Puccinis »Turandot«) bis hin zu modernen Bühnenwerken (Andres in »Wozzeck«, Kaufmann in »Jakob Lenz« von W. Rihm, Hauptmann Pirzel in »Die Soldaten« von B.A. Zimmermann, Titelrolle in »Das Traumfresserchen« von W. Hiller). Am 7.8.1984 wirkte er bei den Salzburger Festspielen in der Uraufführung von Luciano Berios »Un Re in ascolto« mit. Bei diesen Festspielen trat er mehrfach als Konzertsolist auf, so 1980 in konzertanten Aufführungen des Balletts mit Gesang »Die sieben Todsünden« von K. Weill, 1981 im »Buch mit sieben Siegeln« von Franz Schmidt, 1985 in einem Mozart- und einem Kirchenkonzert. Gastspiele führten ihn an die großen Opernhäuser in Europa (Paris, Barcelona, Berlin, Dresden, Leipzig, Frankfurt a.M., Antwerpen, Brüssel, Venedig) und nach Tokio. Im Konzertsaal sang er im Ablauf einer internationalen Karriere unter den führenden Dirigenten und mit vielen bekannten Orchestern zusammen. 1995 nahm er am Theater an der Wien an der Uraufführung der Oper »Die Wände« von Adriana Hölszky teil. 1996 sang er bei den Festspielen von Bregenz in der Uraufführung der Oper »Nacht« von Georg Friedrich Haas.
Schallplatten: Telarc (Monostatos in der »Zauberflöte«), Novalis (»La deposizione della Croce« von Fux), Koch/Schwann (Messe in Es-Dur von J. N. Hummel), Sony (»Irrelohe« von Franz Schreker, Missail im »Boris Godunow«, »Don Giovanni« von Gazzaniga), Decca, Teldec (»Die Jahreszeiten« von J. Haydn), CBS (Pang in »Turandot«), Capriccio/EMI (Messen von Fr. Schubert).
Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.musikwildhaber.at/helmut.htm

23.8. Celestina CASAPIETRA wird 70

Sie erhielt ihre Ausbildung am Mailänder Konservatorium, vor allem bei der berühmten Sopranistin Gina Cigna und bei Costaguta. 1963 gewann sie Preise bei Gesangwettbewerben in Mailand und Rom. Sie debütierte 1961 am Teatro Nuovo in Mailand in der Oper »Mese Mariano« von Giordano. Sie sang dann in Italien in Genua, San Remo, Pisa und Venedig sowie an der Oper von Lyon. 1964 wurde sie durch den Dirigenten Otmar Suitner entdeckt und darauf 1965 an die Staatsoper Berlin berufen. Hier sang sie in einer langjährigen, erfolgreichen Karriere Partien wie die Elsa im »Lohengrin«, die Maddalena in »Andrea Chénier«, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Tatjana im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, die Agathe im »Freischütz«, die Mimi in »La Bohème«, die Micaela in »Carmen« und die Titelfigur in der Richard Strauss-Oper »Daphne«. Erfolgreiche Gastspiele am Teatro Fenice Venedig, am Bolschoj Theater Moskau, in Prag. Helsinki, Kopenhagen, Chicago und Paris. An der Wiener Staatsoper gastierte sie 1972-85 als Nedda im »Bajazzo«, als Vitellia in Mozarts »La clemenza di Tito«, als Eva in den »Meistersingern« und als Alice Ford im »Falstaff« von Verdi. Bei den Festspielen von Salzburg wirkte sie 1969-71 in den Aufführungen von »Rappresentazione di Anima e di Corpo« von Francesco Cavalli mit. 1984 sang sie bei den Salzburger Mozartwochen die Vitellia, 1985 in Dublin die Marschallin im »Rosenkavalier«, 1986 beim Festival von Las Palmas auf Gran Canaria die Elisabeth im »Tannhäuser«. 1983 gastierte sie in Hamburg, 1989 in Amsterdam in »Der Kreidekreis« von Zemlinsky. 1993 wurde ihr Vertrag mit der Berliner Staatsoper durch diese gekündigt, woraus ein langer Rechtsstreit entstand, den die Sängerin schließlich gewann. Ihre Karriere war von langer Dauer; 1994 gastierte sie in Genua als Tosca, in Lyon als Ariadne auf Naxos von Richard Strauss. Zu ihren Bühnenpartien gehörten auch die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Cleopatra in »Giulio Cesare« von Händel und die Marguerite im »Faust« von Gounod. Zeitweilig verheiratet mit dem Dirigenten Herbert Kegel (1920-90).
Sie sang auf Ariola-Eurodisc die Fiordiligi in einer vollständigen Aufnahme von »Così fan tutte«, auf Philips Soli in Mozart-Messen, in den Carmina Burana und in »Trionfi« von C. Orff. Weitere Aufnahmen auf Eterna, auf Ars Vivendi (4. Sinfonie von Gustav Mahler), auf Tryphon Classics (»Sakuntala« von Fr. Alfano) und auf Mondo Musica (Anaide in »Mosè in Egitto« von Rossini, Teatro Fenice Venedig, 1974).

23.8. Barbara VOGEL wird 70

Ausbildung durch die Pädagogen Margarete von Winterfeldt, Hugo Dietz und Ira Hartmann in Berlin. Ihr Debüt fand 1963 an der Deutschen Oper Berlin als Barbarina in »Figaros Hochzeit« von Mozart statt. Diese Partie sang sie dann im gleichen Jahr 1963 sowie 1971 und 1973 bei den Festspielen von Salzburg. Sie übernahm seit 1963 an der Deutschen Oper Berlin eine Reihe von Partien aus dem Fach der Koloratursoubrette wie aus dem lyrischen Fachbereich und trat dort auch in der Uraufführung der Oper »Der Tempelbrand« des japanischen Komponisten Toshiro Mayuzumi auf (23.6.1976). Gastspiele an den Opernhäusern von Köln, Nürnberg, Essen, Kassel, Mannheim und an der Bayerischen Staatsoper München. Bei den Festspielen von Schwetzingen wirkte sie in der Uraufführung der Oper »Ophelia« von R. Kelterborn mit (2.5.1984). Im Ausland war sie an der Pariser Grand Opéra, am Teatro Colón von Buenos Aires, am Teatro San Carlos von Lissabon, an den Opern von Rio de Janeiro und Straßburg sowie bei den Festspielen von Aix-en-Provence und Drottningholm erfolgreich. Sie gastierte 1982 mit dem Ensemble des Deutschen Opernhauses Berlin in Rom in »Undine« von Lortzing. Verheiratet mit dem Bildhauer und Leiter des Schaumburger Kammermusikfestes Hasso Neumann.
Schallplatten: Sang auf DGG die Barbarina in einer integralen Aufnahme von »Figaros Hochzeit« auf HMV-Electrola in der modernen Oper »Jakob Lenz« von W. Rihm zu hören.

23.8. Hélia T’HÉZAN wird 75

Gesangstudium am Konservatorium von Toulouse und an der Musikhochschule Berlin. Nach ihrem Debüt an der Oper von Bordeaux in der klassischen Oper »Armide« von Lully hatte sie seit 1959 große Erfolge an der Opéra-Comique wie an der Grand Opéra von Paris. 1965 Gastspiel an der Covent Garden Oper London in Glucks »Iphigénie en Tauride«, 1966 bei den Glyndebourner Festspielen als Charlotte im »Werther« von Massenet. Sie gastierte an den Opern von Monte Carlo, Lyon, Marseille, Nancy, Rouen, Straßburg und Lüttich, am Opernhaus von Genf, an den Opern von Rom, Triest und Turin, am Teatro San Carlos von Lissabon und in Nordamerika an der Oper von Philadelphia. 1973 wirkte sie an der Oper von Monte Carlo in der Uraufführung der Oper »La Reine morte« von Renzo Rossellini mit. 1988 sang sie an der Opéra-Comique Paris die Juno in der Offenbach-Operette »Orphée aux enfers«, 1992 an der Opéra de Wallonie Lüttich die Jeanne in »Die Teufel von Loudun« von Penderecki, 1993 am gleichen Haus in der Uraufführung der Oper »Jeanne la Folle« des belgischen Komponisten Paul-Baudoin Michel die Titelrolle. Sie galt als eine der großen französischen dramatischen Sopranistinnen ihrer Generation, dazu als vortreffliche Darstellerin. - Verheiratet mit dem türkischen Bariton Gian Koral (* 1945), der eine erfolgreiche Opernkarriere in Frankreich hatte.
Aufnahmen auf HMV (»Manon« von Massenet).
Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://site.voila.fr/sourcesdecristal/page1.html

23.8. Olive MOOREFIELD wird 80

Besuchte das Carnegie Institute of Fine Arts/USA sowie das Pennsylvania College for Women/USA und betrieb Privatstudien. Erste Engagements führten sie an die Civic Light Opera Pittsburgh und an den New Yorker Broadway. 1953–55 reiste sie mit Marcel Prawy durch Österreich und 1956 sang sie an der Volksoper Wien im Musical Kiss me Kate. Danach folgten zahlreiche Tourneen durch Deutschland, Italien und die Schweiz. Ihr Repertoire war vielfältig und reichte von der Operette und Oper (v. a. von K. Weill) bis hin zum Musical; 1970 beendete sie ihre aktive Laufbahn.

23.8. Franz Ferdinand NENTWIG wird 80

Nachdem er zunächst als Bildhauer, dann als Regieassistent gearbeitet hatte, kam es zur Ausbildung seiner Stimme und 1962 zu seinem Bühnendebüt am Stadttheater von Bielefeld in der Rolle des Ottokar im »Freischütz«. Später war er Mitglied der Staatstheater von Darmstadt und Hannover und der Wiener Volksoper. Große Erfolge im dramatischen und zumal im Wagner-Fach an der Staatsoper von München und am Deutschen Opernhaus Berlin, wo er regelmäßig auftrat. 1970 wirkte er am Staatstheater Karlsruhe in der Uraufführung der Oper »Der Dybuk« von K.K. Füssl mit. Mitglied der Hamburger Staatsoper, mit deren Ensemble er 1984 eine Japan-Tournee unternahm, bei der er namentlich als Barak in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss erfolgreich war. 1976 debütierte er als Wotan in der »Walküre« an der Wiener Staatsoper, an der er bis 1987 in insgesamt 29 Vorstellungen außerdem noch als Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, als Mandryka in »Arabella« von R. Strauss, als Don Pizarro im »Fidelio«, als Orest in »Elektra« von R. Strauss, als Kurwenal im »Tristan«, als Telramund im »Lohengrin«, als Barak und als Fliegender Holländer auftrat. Er wurde an die Metropolitan Oper New York berufen, an der er 1980 als Don Pizarro debütierte, und wo er bis 1988 auch als Wotan im Nibelungenring, als Barak, als Mandryka, als Telramund, als Hans Sachs in den »Meistersingern« und als Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« auftrat. 1983 Gastspiel am Teatro Fenice Venedig als Amfortas im »Parsifal« sowie 1986 am Teatro Liceo Barcelona als  Telramund. 1987 nahm er an der Japan-Tournee der Berliner Staatsoper teil und hatte dabei als Hans Sachs große Erfolge. Bei den Salzburger Festspielen wirkte er 1987-88 in »Moses und Aron« von Schönberg mit. Er gastierte 1987 am Teatro Regio Turin als Wotan in der »Walküre«, an der Oper von San Francisco als Don Pizarro, 1988 am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Dr. Schön in »Lulu« von A. Berg und als Dr. Vigelius in »Der ferne Klang« von Fr. Schreker, 1989 an der Großen Oper von Warschau als Wotan im Nibelungenring, eine Partie, die er im gleichen Jahr bei der Eröffnung des neu erbauten Theaters von Rotterdam zum Vortrag brachte. In Brüssel hörte man ihn 1990 als Telramund und als Schischkow in Janáceks »Aus einem Totenhaus«, 1991 als Wotan im Nibelungenring, an der Covent Garden Oper London 1992 als La Roche im »Capriccio« von Richard Strauss, beim Spoleto Festival von 1992 als Beckmesser in den »Meistersingern«. Weitere Gastspiele an den Opernhäusern von Köln, Frankfurt a.M., in Essen, und Karlsruhe, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an der Komischen Oper Berlin, an der Stuttgarter Staatsoper, am Nationaltheater Mannheim und am Landestheater Graz. Am 4.3.1993 wirkte er in Brüssel in der Uraufführung der Oper »Reigen« von Ph. Boesmans mit. Aus der Fülle der von ihm gesungenen Partien sind hervorzuheben: der Escamillo in »Carmen«, der Titelheld in »Háry János« von Kodály, der Don Alfonso in »Così fan tutte«, der Graf in »Figaros Hochzeit«, der Rigoletto, der Amonasro in »Aida«, der Nabucco in der gleichnamigen Verdi-Oper, der Scarpia in »Tosca«, dazu die großen Wagner-Heroen.
Schallplatten: Capriccio (»Der Schatzgräber« von Fr. Schreker), Mitschnitte von Aufführungen und Rundfunksendungen.

25.8. Die italienische Sopranistin Francesca ARNONE wird 60

25.8. Nancy TATUM wird 75

Sie ergriff zuerst den Beruf einer Sekretärin, wurde dann aber durch Zelma Lee Thomas in Memphis zur Sängerin ausgebildet. Auch Schülerin von Samuel Margolis und von Wiley Tatum in New York; mit letzterem verheiratet. Sie gewann 1963 eine Goldmedaille beim internationalen Gesangwettbewerb von Sofia. 1962 fand sie ihr erstes Bühnenengagement am Landestheater von Saarbrücken, wo sie als Santuzza in »Cavalleria rusticana« debütierte. Es kam zu erfolgreichen Gastspielen am Deutschen Opernhaus Berlin, an den Staatsopern von Hamburg, München und Stuttgart, an der Grand Opéra Paris, in Genf, Spoleto, Lyon, Minneapolis, New York, Vancouver und Sofia. Seit 1964 Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, wo sie sehr beliebt war. Sie galt als hervorragende Vertreterin des jugendlich-dramatischen Fachs, wobei ihr Repertoire in Partien wie der Aida, der Tosca und der Senta im »Fliegenden Holländer« gipfelte. Bedeutende Erfolge hatte sie auch im Konzertsaal. Weitere Gastspiele führten die Künstlerin an die Mailänder Scala, an die Nationalopern von Sofia, Budapest, Bukarest und Zagreb, nach Brüssel und Amsterdam. 1974 sang sie an der Metropolitan Oper New York in einer einzigen Vorstellung die Turandot von Puccini..
Zwei Soloplatten der Marke Decca, eine mit Opernarien, die zweite mit Liedern.

26.8. Dagmar KOLLER wird 70

Sie wollte anfänglich Balletttänzerin werden und erhielt eine entsprechende Ausbildung in ihrer Heimatstadt Klagenfurt. Dann begann sie mit dem Gesangstudium an der Wiener Musikakademie, wo sie Schülerin von Maria Brand war, gehörte aber gleichzeitig dem Corps de Ballet der Wiener Volksoper an. Sie war zuerst als Tänzerin 1959-60 an der Wiener Volksoper engagiert, dann als Sängerin und Tänzerin 1960-61 am Opernhaus von Dortmund, weiter nur noch als Sängerin 1961-62 am Stadttheater von Lüneburg, 1962-63 am Stadttheater von Oberhausen. Danach schloss sie Gastverträge ab, und zwar 1964-66 mit dem Stadttheater Bern (Schweiz), 1966-68 und 1973-75 mit dem Theater des Westens Berlin, 1966-68 mit dem Stadttheater Basel, 1971-74 mit dem Opernhaus Köln, 1975-76 mit dem Opernhaus Zürich, 1974-76 mit dem Operettenhaus Hamburg. Nachdem sie am Hamburger Operettentheater erstmals in einem Musical aufgetreten war, wurde sie als Operettensängerin an die Wiener Volksoper verpflichtet. Hier durchlief sie eine langjährige, glänzende Karriere. Neben der frischen Natürlichkeit ihres Singens bewunderte man ihre charmante Erscheinung wie ihr brillantes Bühnenspiel in einem umfassenden Repertoire, das an erster Stelle Partien in den großen klassischen Operetten des »goldenen« wie des »silbernen« Zeitalters der Wiener Operette enthielt. Ihre großen Erfolge auf dem Gebiet des Musicals hatte sie in »Der Mann von La Mancha« (Wien, 1968), »Sweet Charity« (Wiesbaden, 1969; Berlin, 1970) und »My Fair Lady« (Köln, 1972). Gastspiele führten die beliebte Künstlerin in die europäischen Musikzentren, in die USA und nach Kanada. 1982 nahm sie an der Japan-Tournee der Wiener Volksoper teil. Hinzu trat eine große Karriere beim Film, im Fernsehen und im Rundfunk. Verheiratet mit dem österreichischen Unterrichtsminister und späteren Wiener Bürgermeister Helmut Zilk (1927-2008).
Sehr viele Schallplattenaufnahmen mit Operettenszenen und Liedern aus dem Bereich der Unterhaltungsmusik, aber auch vollständige Operetten. Davon seien hier genannt: auf Philips »Wiener Blut«, »Land des Lächelns« und »Paganini« von Lehár, »Gräfin Mariza« von E. Kálmán, auf Decca eine zweite Aufnahme von »Land des Lächelns«, auf Preiser »Der Zarewitsch« von Lehár, auf Telefunken »Czardasfürstin« von Kálmán, auf Koch Records nochmals »Land des Lächelns«, auf Denon Orlowsky in der »Fledermaus« und Valencienne in der »Lustigen Witwe«.
Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://www.dagmar-koller.at/

26.8. Nicholas BRAITHWAITE wird 75

Der Sohn des Dirigenten Warwick Braithwaite (1896-1971) studierte nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Music in London und in Wien bei Hans Swarowsky. Er wirkte als stellvertretender Dirigent des Bournemouth Symphony Orchestra (1967-70) und als stellvertretender Erster Dirigent der Sadler’s Wells Opera (1970-74). Von 1974-80 war er dann musikalischer Direktor der Glyndebourne Touring Opera. Als das London Philharmonic Orchestra 1980 eine Tournee durch Japan und Südkorea unternahm, wurde er zum Assistenten Sir Georg Soltis berufen. 1981 schließlich wurde er Chefdirigent der Story Theater Opera in Göteborg.

27.8. Ann MURRAY wird 60

Sie war am Royal College of Music in Manchester Schülerin von Frederick Cox und setzte ihre Ausbildung 1972-74 im Londoner Opera Center fort. Ihre ersten Erfolge erzielte sie 1979 als Gast an der Scottish Opera Glasgow bei deren England-Tournee mit Glucks Oper »Alceste« (zugleich ihr Debüt). Seitdem sang sie oft bei der Scottish Opera Glasgow, u.a. die Zerline im »Don Giovanni« und den Prinzen Orlowsky in der »Fledermaus«. 1975 erregte sie durch den Vortrag der technisch anspruchsvollen Partien für Koloratur-Contralto Aufsehen; bei der English National Opera sang sie den Pagen Isolier in »Le Comte Ory« von Rossini und die Titelpartie in dessen »Cenerentola«, beim Wexford Festival in der Barock-Oper »Eritrea« von Cavalli. Sie trat an der English National Opera London auch als Rosina im »Barbier von Sevilla«, als Xerxes (Serse) von Händel und als Charlotte im »Werther« von Massenet auf. 1976 trat sie an der Covent Garden Oper London als Siebel im »Faust« von Gounod, 1977 als Ascanio in »Les Troyens« von Berlioz auf. 1979 wirkte sie beim Glyndebourne Festival in Monteverdis Oper »Il Ritorno d'Ulisse in patria« mit, 1978 in Aix-en-Provence als Bradamante in »Alcina« von Händel. Große Erfolge auch an der Oper von Köln (»La Cenerentola«, »La Périchole« von Offenbach) und seit 1979 an der Hamburger Staatsoper, u.a. als Komponist in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. Im gleichen Jahr sang sie an der New York City Centre Opera den Sesto in Mozarts »La clemenza di Tito«. Bei den Salzburger Festspielen sang sie 1981-82 die 2. Dame in der »Zauberflöte« und den Nicklausse in »Hoffmanns Erzählungen«, 1983-85 und 1990-91 die Dorabella in »Così fan tutte«, 1985 die Minerva in »Il ritormo d'Ulisse in patria« von Monteverdi (in einer Neu-Bearbeitung des Werks durch H.W. Henze), 1988-89 die Angelina in Rossinis »La Cenerentola«, 1992 den Sesto, 1995 den Octavian im »Rosenkavalier«; hinzu kamen zahlreiche Konzertauftritte im Rahmen der Salzburger Festspiele. 1983 gastierte sie an den Opern von Brüssel und Lüttich als Prinz in »Cendrillon« von Massenet, ebenfalls 1983 an der Mailänder Scala als Dorabella. Dort hatte sie 1984 auch als Cecilio in »Lucio Silla« von Mozart, 1987 als Cherubino und als Donna Elvira, 1990-91 als Sesto aufsehenerregende Erfolge. 1984 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Sesto in »La clemenza di Tito« und sang dort bis 1989 auch den Annio in der gleichen Oper, die Dorabella und die Rosina. 2007 kehrte sie noch einmal an die Metropolitan Oper zurück und zwar als Marcellina in »Le nozze di Figaro«. 1987 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Komponist in »Ariadne auf Naxos« und sang hier bis 1997 in insgesamt 58 Vorstellungen außerdem noch die Rosina, den Idamante im »Idomeneo«, die Charlotte, den Cherubino in »Le nozze di Figaro«, den Octavian, den Cecilio, den Sesto und die Waltraute in der »Götterdämmerung«. 1992 hörte man sie an der Covent Garden Oper London als Ruggiero in »Alcina« von Händel, 1993 dort (wie an der Mailänder Scala) als Donna Elvira im »Don Giovanni«, 1994 als Amaltea in Rossinis »Mosè in Egitto«, 1996 an der Staatsoper München in der Titelrolle der Händel-Oper »Serse«. Am 10.11.1996 sang sie in der Eröffnungsvorstellung des wieder hergestellten Prinzregententheaters in München die Brangäne im »Tristan«. 1997 hörte man sie im Theater an der Wien als Ruggiero in der Händel-Oper »Alcina«, in London in der Titelrolle der Händel-Oper »Giulio Cesare«. In München gab sie 1997 ein Konzert im Prinzregententheater und einen Duettabend zusammen mit der Sopranistin Felicity Lott. 1998 gastierte sie an der dortigen Staatsoper als Komponist in »Ariadne auf Naxos«, bei der English National Opera 1998 als Titelheldin in Donizettis »Maria Stuarda«. Gleichzeitig hatte sie eine große Karriere als Konzert- und Oratoriensängerin. Verheiratet mit dem Tenor Philip Langridge (1939).
Lit: H. Finch: Ann Murray (in »Opera«, 1988).
Schallplatten: CBS (kleine Rolle in »Norma«), Philips (Alisa in »Lucia di Lammermoor«, »La battaglia di Legnano« von Verdi, Hänsel in »Hänsel und Gretel«), HMV (Alt-Solo in der Matthäuspassion von J.S. Bach, Händel- und Mozart-Arien, Cherubino in »Le nozze di Figaro«, Nicklausse in »Hoffmanns Erzählungen«, »Roméo et Juliette« von Gounod, Mozart- Requiem), RCA (Stabat mater von J. Haydn), Decca (Sesto in »La clemenza di Tito«, Donna Elvira im »Don Giovanni«, »Dido and Aeneas« von Purcell), Telefunken (»Combattimento di Tancredi e Clorinda« von Monteverdi), Teldec/East West Records (Aminta in »Il re pastore« von Mozart), Philips (»Die Schuldigkeit des ersten Gebots« und »La finta semplice« von Mozart, Messa di Gloria von Rossini), Collins (»The Fairy Queen« von Purcell), DGG (»Così fan tutte«), Virgin (»Lieder eines fahrenden Gesellen« von G. Mahler), Sony (»Le martyre de Saint-Sébastien« von Debussy), EMI (Despina in »Così fan tutte«), Forlane (Händel-Arien), Farao (»Serse« von Händel), Hyperion/Koch (»Juditha triumphans« von Vivaldi), Hyperion (Lieder von Bizet); Pioneer-Video (»Mitridate« von Mozart), Castle-Video (»The Rake's Progress«).

27.8. Riita PIETARINEN wird 70

Ausbildung der Stimme durch Antti Koskinen in Helsinki, durch Ferdinand Grossmann in Wien, Luigi Ricci in Rom und durch den deutschen Pädagogen Clemens Kaiser-Breme. Bühnendebüt 1965 an der Nationaloper von Helsinki als Pamina in der »Zauberflöte«. Sie wirkte seither mit großem Erfolg an diesem Opernhaus, wo sie sich vor allem im lyrischen Fach auszeichnete und 1973 an der Uraufführung der Oper »Apollo und Marsyas« von Rautavaara teilnahm. Sie gastierte erfolgreich an den Nationalopern von Sofia, Budapest und Bukarest und bei den Festspielen im Schloßtheater von Drottningholm. 1986 sang sie in Helsinki in einer viel beachteten Inszenierung der finnischen Oper »Juha« von Aarre Merikanto, die 1987 beim Edinburgh Festival wiederholt wurde, wo sie auch als Gräfin Ceprano im »Rigoletto« auftrat. Im finnischen Fernsehen gestaltete sie in einer Aufführung des »Bajazzo« von Leoncavallo die Partie der Nedda. Sie gab Konzerte und arbeitete in Helsinki als Pädagogin.
Aufnahmen auf finnischen Marken (Finnlevy).

27.8. Der französische Tenor Ginès SIRERA wird 70

28.8. Berislav KLOBUCAR wird 85

Ausgebildet an der Musikakademie in Zagreb sowie im Dirigieren von Clemens Krauss und Lovro von Matacic. 1941-51 dirigierte er am Nationaltheater in Zagreb, ab 1953 wurde er einer der bedeutendsten Dirigenten der Wiener Staatsoper, zu deren Ehrenmitglied er schließlich ernannt wurde. An diesem Haus leitete er 53 verschiedene Werke (aus seinem über hundert Opern umfassenden Repertoire) in insgesamt 1.133 Vorstellungen. 1961 wurde er zum Chefdirigenten des Philharmonischen Orchesters und der Oper in Graz berufen. Bei den Bayreuther Festspielen 1964 dirigierte er den „Ring des Nibelungen“, 1967 Tannhäuser und Lohengrin, 1968 Tristan und Isolde sowie 1968-69 Die Meistersinger von Nürnberg.

30.8. Wolfgang WAGNER wird 90

Er ist das dritte Kind des Komponisten Siegfried Wagner und dessen Frau Winifred (geb. Williams), ein Enkel des Komponisten Richard Wagner und ein Urenkel des Komponisten Franz Liszt. Im Alter von knapp elf Jahren verlor Wolfgang Wagner seinen Vater. Die innige Freundschaft seiner Mutter Winifred mit Adolf Hitler – der von den Wagners „Onkel Wolf“ genannt werden wollte – bewahrte Wolfgang nicht vor „Arbeitsdienst“ und Militärdienst. Nach einer schweren Kriegsverwundung absolvierte er seine theaterpraktische und musikalische Ausbildung ab 1940 an der Staatsoper Berlin. Er wurde dort Regieassistent und inszenierte 1944 die Oper Andreasnacht seines Vaters, der damals 75 Jahre alt geworden wäre. Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland Wagner übernahm er nach dem Zweiten Weltkrieg die Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele, die erstmals 1951 wieder stattfinden konnten. Beide gelten in diesem Zusammenhang als Wegbereiter des sogenannten Neu-Bayreuth: Darunter ist eine stilistische Erneuerung zu verstehen, die Wieland Wagner als „Entrümpelung“ der Szene, Wolfgang Wagner mit dem Begriff „Werkstatt Bayreuth“ auf den Punkt brachte. Nach dem Tod Wielands im Jahr 1966 leitete Wolfgang die Festspiele alleinverantwortlich. Um sie langfristig zu sichern, gab er die Rechtsform des reinen Familienbetriebs auf. Das Bayreuther Festspielhaus und das Haus Wahnfried, die bis dahin Familieneigentum waren, wurden unter seiner Ägide in die 1973 gegründete Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth überführt. An ihr sind sowohl die Familie als auch öffentliche Institutionen und die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth e.V. beteiligt. Seit 1986 ist Wolfgang Wagner Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH (seit 1987 mit einem Vertrag auf Lebenszeit). Daraus resultiert eine größere Gestaltungsfreiheit und zugleich Verantwortung, als es bei einem rein staatlich bestellten Intendanten der Fall wäre. Wolfgang Wagner holte Dirigenten wie Carlos Kleiber, Colin Davis, Woldemar Nelsson, Daniel Barenboim, Peter Schneider, James Levine, Giuseppe Sinopoli und Christian Thielemann nach Bayreuth. Während seine eigenen Inszenierungen als eher konservativ eingestuft wurden, öffnete er die Festspiele für innovative Gastregisseure. Als ebenso provokant wie epochal gelten etwa die Neuinterpretationen des Tannhäuser durch Götz Friedrich 1972 und des Fliegenden Holländers durch Harry Kupfer 1978, der „Jahrhundertring“ 1976 von Patrice Chéreau (Regie) und Pierre Boulez (Dirigent), die legendäre Tristan-Inszenierung 1993 von Heiner Müller oder die Parsifal-Inszenierung 2004 durch Christoph Schlingensief. Anders als im normalen Opernbetrieb gibt Wagner seinen Regie-Teams die Möglichkeit, ihre Inszenierungen jährlich weiterzuentwickeln. Dessen ungeachtet wurde in letzter Zeit häufig der Vorwurf erhoben, die Bayreuther Festspiele hätten ihre Vorreiterrolle in der Wagner-Interpretation eingebüßt. In geschäftlicher Hinsicht gelang es Wolfgang Wagner, den Anteil öffentlicher Subventionen im Gesamtetat stets unter 40% zu halten. Dabei sind – dank eines weitausgreifenden Kultur-Sponsorings von Firmen und privaten Spendern – die Eintrittspreise in Bayreuth niedriger als bei vergleichbaren Musikfestivals. Die Pflege einer Korona aus mittlerweile nahezu 140 Richard-Wagner-Verbänden mit gegenwärtig (2007) 37.000 Mitgliedern wurde ebenfalls als wirtschaftliche und zugleich als „ideologische“ Leistung bezeichnet. Durch eine Kontingentierung von Karten an die Wagner-Verbände bzw. deren Richard-Wagner-Stipendienstiftung konnte Wagner eine hohe interne wie auch externe Bindung an die Festspiele aufbauen. Ziel der Stipendienstiftung ist es, jährlich 250 Studierenden aus aller Welt einen kostenlosen Besuch der Festspiele zu ermöglichen. Die Mitglieder der Wagner-Verbände spielen hier lediglich eine fördernde Rolle; sie selbst haben laut Auskunft ihres Vorsitzenden keinen Anspruch auf bevorzugte Behandlung beim Kartenverkauf. Ein vergleichsweise großes Kartenkontingent geht an Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes, für die jährlich zwei geschlossene Vorstellungen stattfinden; ferner werden zuschussgebende Institutionen (Bund, Land, Stadt, Bezirk, Gesellschaft der freunde von Bayreuth) und das Jugend-Festspieltreffen berücksichtigt. Wie die genannten Institutionen im einzelnen mit den ihnen anvertrauten Karten umgehen, ist für die Öffentlichkeit schwer nachprüfbar und deshalb teilweise umstritten. Diese Kontingente verringern zumindest das freie Angebot von ursprünglich 57.750 Karten pro Saison (bei 1.925 Plätzen und 30 Vorstellungen) und tragen damit zur konstanten Überbuchung bei. Die Wartezeit für Interessenten wurde 2007 auf bis zu zehn Jahre geschätzt. In erster Ehe war Wolfgang Wagner ab 1943 mit der Tänzerin Ellen Drexel (1919-2002) verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: die Theater-Managerin Eva Wagner-Pasquier (* 1945), jetzt Mitarbeiterin der Festspiele in Aix-en-Provence, sowie Gottfried Wagner (* 1947). Nach der Scheidung 1976 heiratete Wagner seine damalige Sekretärin im Pressebüro der Festspiele Gudrun Mack, geb. Armann (1944-2007). Ihre gemeinsame Tochter Katharina Wagner wurde 1978 geboren. In den letzten Jahren seiner Amtszeit war wegen des hohen Alters und der angeschlagenen Gesundheit Wolfgang Wagners die Diskussion um seine Nachfolge entbrannt. 2001 nominierte der Stiftungsrat mit einer Mehrheit von 22 zu 2 Stimmen Eva Wagner-Pasquier als künftige Festspielleiterin. Wagner, der seine zweite Ehefrau Gudrun favorisierte, lehnte dieses Votum ab und berief sich dabei auf seinen Vertrag auf Lebenszeit. Nach dem überraschenden Tod von Gudrun Wagner Ende 2007 kam es zu einer „behutsamen Wiederannäherung“ zwischen Wolfgang Wagner und Eva Wagner-Pasquier. Im April 2008 signalisierte Wagner erstmals, dass er sich eine gemeinsame Leitung der Festspiele durch seine beiden Töchter Eva und Katharina vorstellen könne. Dies wurde in der Öffentlichkeit auch als Einlenken gegenüber den Zuschussgebern interpretiert, die das gestiegene Defizit der Festspiele nicht länger bedingungslos auszugleichen bereit gewesen wären. Nachdem sowohl Katharina Wagner als auch Eva Wagner-Pasquier ihre Bereitschaft zur Kooperation erklärt hatten, kündigte Wagner in einem Brief an den Stiftungsrat an, zum 31. August 2008 sein Amt als Festspielleiter niederzulegen. Eine Woche vor dem Zusammentreten des Stiftungsrates zur Neubesetzung am 1. September 2008 bewarb sich auch Nike Wagner, die Leitung der Festspiele gemeinsam mit den renommierten Kulturmanager Gérard Mortier zu übernehmen. Der Stiftungsrat entsprach jedoch dem Wunsch Wolfgang Wagners um seine Nachfolge. (Quelle: wikipedia)

31.8. Cornel STAVRU wird 80

Er besuchte zunächst das Polytechnikum in Bukarest, um Eisenbahnbauingenieur zu werden, wandte sich aber dann dem Gesangstudium zu, das am Nationalkonservatorium von Bukarest bei Aurel Costescu-Duca und Alexander Colfescu stattfand. Debüt 1958 an der Bukarester Nationaloper als Manrico im »Troubadour«. Er hatte seither große Erfolge in den heldischen Partien für Tenor, u.a. als Turiddu in »Cavalleria rusticana«, als Canio im »Bajazzo«, als Cavaradossi in »Tosca«, als Walther von Stolzing in den »Meistersingern«, als José in »Carmen«, als Tannhäuser, als Otello und in vielen anderen Partien. Zahlreiche Gastspiele brachten ihm an den führenden Theatern in Deutschland, in Belgien, Griechenland, Jugoslawien, Polen, Ungarn, in Bulgarien und in der Sowjetunion große Erfolge. Er gab u.a. Konzerte in mehreren chinesischen Großstädten.
Seine strahlende Heldentenorstimme erklingt auf Platten der rumänischen Marke Electrecord (u.a. vollständige Opern »Cavalleria rusticana«, »Bajazzo«, »Troubadour«). Davon wurde der »Bajazzo« auf Philips übertragen.

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GEBURTSTAGE IM JULI 2009
Berücksichtigt werden - wie immer, runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Die Liste wurde von Mitarbeiter Walter Nowotny zusammengestellt. Herzlicher Dank!
Aktualisierungen von Lesern werden gerne entgegengenommen.
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1.7. Cynthia BUCHAN wird 60
 
Sie erhielt ihre Ausbildung zur Sängerin 1968-72 an der Royal Scottish Academy of Music. Sie debütierte 1968 in Edinburgh in Monteverdis »Il ballo delle ingrate« und setzte ihre Ausbildung bei Ilse Raspe in Wien und bei Hans Hotter in München fort. 1972 sang sie beim Wexford Festival die Varvara in Janáceks »Katja Kabanowa«, 1974 bei den Festspielen von Glyndebourne in der Barock-Oper »La Calisto« von Cavalli. 1975 gastierte sie in Angers als Rosina im »Barbier von Sevilla«, 1978 in Frankfurt a.M. und Brüssel als Cherubino in »Figaros Hochzeit«, 1979 im australischen Adelaide als Charlotte im »Werther« von Massenet, Man hörte sie in Partien wie der Dorabella in »Così fan tutte«, der Preziosilla in Verdis »La forza del destino«, der Olga in Tschaikowskys »Eugen Onegin« und der Carmen. 1984 an der Staatsoper Hamburg in »L'Ormindo« von Cavalli, an der Covent Garden Oper London als Annina im »Rosenkavalier« zu Gast. 1985 sang sie bei den Festspielen von Glyndebourne die Partie der Jennie in »Higglety Pigglety Pop!« von O. Knussen, 1987 in »L'Enfant et les sortilèges« von Ravel, 1986 und 1989 die Hermia in »A Midsummer Night's Dream« von B. Britten. An der Opera North Leeds erregte sie als Azucena im »Troubadour« (1983) und als Carmen (1987-88), an der Welsh Opera Cardiff als Mrs. Quickly in Verdis »Falstaff« Aufsehen. Gastspiele führten die Sängerin nach Paris (Rosina) und Madrid, nach München und Frankfurt a.M. (Babette in »Die englische Katze« von H.W. Henze) und nach Amsterdam (1988 als Varvara). Bei der Glyndebourne Touring Opera wirkte sie 1992 in der Uraufführung der Oper »Blood Wedding« von Nicola Le Fanu mit. In Zürich, Paris und Lyon wie auch in den englischen Musikzentren trat sie als Konzert- und Oratoriensolistin hervor.
Schallplatten: EMI (»La Traviata«); Video-Thorn (Bersi in »Andrea Chénier« von Giordano). Weitere Video-Aufnahmen aus der Covent Garden Oper und vom Glyndebourne Festival.
 
1.7. William PUGH wird 60
 
Er studierte Altphilologie an den Universitäten von Oxford und St. Andrew, erwarb den akademischen Grad eines Magister und promovierte zum Dr. phil. Er war an der Universität St. Andrew als Dozent für alte Geschichte tätig. Er ließ seine Stimme durch den spanischen Tenor Eduardo Asquez und 1976-78 im Opera Centre London ausbilden. 1978-81 trat er in England, in Holland und in den USA als Sänger wie als Schauspieler auf. Seit 1981 begann er eine Bühnenkarriere in Deutschland. 1981-84 war er am Stadttheater von Hildesheim, 1984-86 am Stadttheater von Oberhausen, 1986-91 am Staatstheater von Oldenburg, 1991-94 am Staatstheater Saarbrücken engagiert. Dort sang er in der Spielzeit 1994-95 die Titelrolle in »La clemenza di Tito« von Mozart, den Danilo in der »Lustigen Witwe« und den Eisenstein in der »Fledermaus«. Seit 1994 wirkte er als freischaffender Künstler. Er gastierte u.a. an den Staatstheatern von Mannheim (1994-95 als Libenskof in »Il Viaggio a Reims« von Rossini) und Braunschweig, an den Opernhäusern von Wuppertal und Nürnberg, an den Stadttheatern von Bielefeld, Aachen, Hagen (Westfalen), Brandenburg, Halberstadt, Trier und am Pfalztheater Kaiserslautern. 1997 trat er am Staatstheater von Oldenburg als Ägisth in »Elektra« von R. Strauss auf, 1998 am Nationaltheater Mannheim als Maler und als Neger in »Lulu« von A. Berg. In seinem Repertoire fanden sich vor allem Aufgaben aus Mozart- wie aus französischen Opern, darunter der Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«, der Don Ottavio im »Don Giovanni«, der Ferrando in »Così fan tutte«, der Tamino in der »Zauberflöte«, der Faust von Gounod, der des Grieux in »Manon« und der Titelheld im »Werther« von Massenet, der José in »Carmen«, der Nadir in »Les pêcheurs de perles« und der Henri in »La jolie fille de Perth« von Bizet, der Hoffmann in »Hoffmanns Erzählungen«, aber auch der Nemorino in »L’Elisir d'amore«, der Ernesto im »Don Pasquale«, der Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, der Toni in H.W. Henzes »Elegie für junge Liebende«, der Rodolfo in »La Bohème«, der Herzog im »Rigoletto«, der Alfredo in »La Traviata« und weitere Verdi-Rollen. In Bielefeld wirkte er 1994 in der deutschen Erstaufführung der Oper »Die Dueña« von Roberto Gerhard mit.
Schallplatten: CPO (Gesamtaufnahme »Faust« von L. Spohr als Graf Hugo).
 
1.7. Eileen SCHAULER wird 70
 
Sie studierte an der Juilliard School of Music New York bei Maria Winetzkaya, Catherine Aspinall, Alfredo Valenti und Frederick Cohen, schließlich noch bei Gibner King in New York. 1961 debütierte sie am Opernhaus von St. Paul als Tosca. Es kam zur Ausbildung einer erfolgreichen Karriere an den großen Operntheatern in Nordamerika. So ist sie an den Opernhäusern von New Orleans, Philadelphia, Seattle, Baltimore, Fort Worth, San Antonio und San Diego, in Ottawa und Toronto aufgetreten. Ihre größten Erfolge hatte sie jedoch an der New York City Centre Opera. Hier wirkte sie 1965 in der amerikanischen Erstaufführung von Prokofieffs »The Fiery Angel« als Renata, 1967 in der Uraufführung der Oper »The Servant of Two Masters« von Vittorio Giannini in der Rolle der Beatrice mit. Höhepunkte in ihrem reichhaltigen Repertoire waren die Santuzza in »Cavalleria rusticana«, die Donna Anna wie die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Carmen, die Mimi wie die Musetta in Puccinis »La Bohème«, die Tosca, die Giorgetta in »Il Tabarro«, die Titelheldin in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, die Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, die Marschallin im »Rosenkavalier«, die Titelfigur in der Richard Strauss-Oper »Salome«, die Amelia in Verdis »Un ballo in maschera« und die Desdemona im »Otello«. Von New York aus, wo sie ihren Wohnsitz nahm, ging sie einer intensiven Konzerttätigkeit nach.
Schallplatten: Private Mitschnitte von Rundfunksendungen, darunter auch vollständige Opern (»Nine Rivers from Jordan« von Weisgall).
 
2.7. Mani MEKLER wird 60
 
Ihre Familie war sehr musikliebend. Sie studierte in Israel, hauptsächlich aber war sie Schülerin des berühmten Baritons Tito Gobbi in Rom. Ihr Bühnendebüt kam 1976 an der Königlichen Oper Stockholm in der Partie der Leonore im »Troubadour« zustande; anschließend sang sie dort die Fiordiligi in »Così fan tutte«. Sie blieb der Stockholmer Oper auch in den folgenden Jahren verbunden und sang hier die drei Partien in Puccinis »Trittico« (Giorgetta, Suor Angelica, Lauretta), die Mimi in »La Bohème« und die Senta im »Fliegenden Holländer«. 1977 gastierte sie bei der Welsh Opera Cardiff wiederum als Leonore im »Troubadour«. Bei den Festspielen von Glyndebourne trat sie 1978 als 1. Dame in der »Zauberflöte« auf. Sie war dann zunächst als Gast, 1979-86 als Ensemblemitglied an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg tätig. 1979-80 sang sie beim Wexford Festival die Martha in »Tiefland« von d'Albert und die Giulia in »La Vestale« von Spontini. Sie gab erfolgreiche Gastspiele an den Staatsopern von Hamburg und Stuttgart, an den Opernhäusern von Monte Carlo, Frankfurt a.M. und Bordeaux, bei den Festspielen von Glyndebourne und im Barocktheater von Drottningholm. 1985 trat sie am Opernhaus von Rouen als Titelgestalt in der Richard Strauss-Oper »Salome« auf, bei der Opera North Leeds und am Landestheater Salzburg (1986) als Butterfly. An der Staatsoper Wien gastierte sie 1986 als Senta. 1987 gastierte sie an der Mailänder Scala in Aufführungen der Oper »Riccardo III.« von Testi, 1989 in Zürich in der zeitgenössischen Oper »Lear« von A. Reimann und an der Stuttgarter Staatsoper als Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss. Weitere Höhepunkte in ihrem Repertoire waren die Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, die Tosca, die Manon Lescaut in der gleichnamigen Puccini-Oper, die Santuzza in »Cavalleria rusticana«, die Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, die Titelfiguren in Janáceks »Jenufa« und in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. Auch als Konzertsolistin erfolgreich tätig.
Schallplatten: FSM (Lieder alter Meister, Duette mit Krisztina Laki), Koch Records (Berthalda in »Undine« von E.T.A. Hoffmanns).
 
2.7. Giancarlo LUCCARDI wird 70
 
Er war zunächst in einem Konstruktionsbüro beschäftigt. Er studierte dann mehrere Jahre hindurch bei Fiorenzo Tasso in Mailand. 1963 debütierte er bei der Assoziazione Lirica Compania Mailand als Titelheld im »Don Pasquale« von Donizetti. Er sang in ganz kurzer Zeit am Teatro Regio Parma zehn große Partien und begründete damit sein Ansehen in Italien. Er erschien nunmehr an der Mailänder Scala, in Bologna und Genua, bei den Festspielen in der Arena von Verona (1974) und am Teatro Fenice Venedig. Gastspiele am Smetana Theater Prag und an der Welsh Opera Cardiff. 1979 hatte er eine besonderen Erfolg an der Scala in der Oper »Tito Manlio« von Vivaldi. An der Mailänder Scala wirkte er am 9.3.1982 in der Uraufführung der Oper »La vera storia« von Luciano Berio mit. Er sang ein sehr umfangreiches Bühnenrepertoire, das 70 Partien aus dem seriösen wie dem Buffo-Fach enthielt. Auf der Bühne schätzte man dazu sein temperamentvolles Spieltalent.
Schallplatten: Decca (»I Puritani« von Bellini), CBS (»Adriana Lecouvreur« von Cilea, »Gianni Schicchi« von Puccini), Philips (vollständige Oper »Tito Manlio« von Vivaldi), RCA (»Manon Lescaut« von Puccini), Telefunken (»Incoronazione di Poppea« von Monteverdi), Editon Schwann (»Thérèse« von Massenet), Bellaphon (»Troubadour« von Verdi).
 
3.7. Brigitte FASSBAENDER wird 70
 
Tochter des berühmten Baritons Willi Domgraf-Fassbaender (1897-1978) und der Filmschauspielerin Sabine Peters (1913-82). Sie wurde durch ihren Vater 1957-61 an der Musikhochschule von Nürnberg ausgebildet. 1961 fand ihr Bühnendebüt an der Bayerischen Staatsoper in München als Nicklaus in »Hoffmanns Erzählungen« statt. Sie blieb seither Mitglied dieses Hauses und war seit 1965 auch Mitglied der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Gast-Engagements verbanden sie mit den Opernhäusern von Stuttgart und Frankfurt a.M. Überall trat sie mit großen Erfolgen auf und galt bald als eine der bedeutendsten Vertreterinnen ihres Stimmfachs. Wiederholt war sie an italienischen Bühnen zu Gast, darunter an der Mailänder Scala. Besondere Erfolge hatte sie an der Covent Garden Oper London (1971 als Octavian im »Rosenkavalier«), an der Grand Opéra Paris (1972 als Brangäne im »Tristan«, 1977 als Octavian) und an der Oper von San Francisco (1970 als Carmen). Gastspiele und Konzerte in Zürich, Stockholm, Helsinki, Kopenhagen und Genf verliefen gleichfalls sehr erfolgreich. Bei den Festspielen von Salzburg hörte man sie 1972-78 als Dorabella in »Così fan tutte« und 1989 als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss; sie trat dort in Konzerten (1973 in einer Mozart-Matinee und 1987 im »Lied von der Erde« von Gustav Mahler) sowie 1974 und 1977 in Liederabenden auf. Bei den Salzburger Osterfestspielen gastierte sie 1973 als Fricka. 1983-84 sang sie bei den Festspielen von Bayreuth die Waltraute in der »Götterdämmerung«. Sie unternahm eine glanzvolle Japan-Tournee. Auf der Bühne bewies sie eine erstaunliche Vielseitigkeit; ihr Repertoire reichte von Mozart bis Richard Wagner und Richard Strauss. Es seien daraus noch ergänzend die Eboli im »Don Carlos« von Verdi, die Marina im »Boris Godunow« und die Charlotte im »Werther« von Massenet genannt. Hohes Ansehen genoss sie als Konzertsängerin, namentlich als Oratorien-Solistin. Zugleich Liedinterpretin von höchstem Rang. 1974 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Octavian, ihrer besonderen Glanzpartie. In drei weiteren Spielzeiten (1986-87, 1989-90 und 1993-94) sang sie hier außer dem Octavian noch die Fricka in der »Walküre«, den Orlofsky in der »Fledermaus« und die Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss. 1973 debütierte sie als Dorabella an der Wiener Staatsoper. Bis 1993 sang sie hier in insgesamt 130 Vorstellungen außerdem noch die Marina, den Octavian, den Orlofsky, die Brangäne, die Fricka im Nibelungen-Ring, die Gräfin Geschwitz in »Lulu« von A. Berg, die Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss und die Mrs. Quickly im »Falstaff« von Verdi. Außerdem sang sie 1976 an der Wiener Staatsoper in der Uraufführung der Oper »Kabale und Liebe« von G. von Einem die Lady Milford. 1986 Gastspiel an der Scala in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss. 1990 war sie beim Glyndebourne Festival als Clairon im »Capriccio« von R. Strauss, 1991 am Théâtre Châtelet Paris als Gräfin Geschwitz zu hören. Auch als Operettensängerin war die Künstlerin, die als hervorragende Schauspielerin galt, erfolgreich. Sie betätigte sich später zunehmend auf dem Gebiet der Opernregie (»La Cenerentola« am Landestheater Coburg, »Der ferne Klang« an der Opera North Leeds 1990, Mozarts »Lucio Silla« beim Festival von Bath 1998). 1995 gab sie ihren Rücktritt von der Bühne bekannt, setzte aber ihre Tätigkeit als Regisseurin weiter fort. Geschätzte Gesangpädagogin; Professorin an der Münchner Musikhochschule. 1995 wurde sie Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig. Sie leitete das Braunschweiger Theater bis zum Ende der Spielzeit 1996-97. Seit 1999 leitet sie als Intendantin das Tiroler Landestheater in Innsbruck.
Lit: S. Gould: Brigitte Fassbaender (in »Opera«, 1981); W.E. von Lewinski: Brigitte Fassbaender (Mainz, 1999).
Zahlreiche Schallplattenaufnahmen, darunter viele vollständige Opern- und Konzertwerke: Decca (Waltraute im Ring-Zyklus, »La clemenza di Tito« von Mozart, »Gurrelieder« von Schönberg, Clairon im »Capriccio« von R. Strauss), Electrola (»Martha«, »Zauberflöte«, »Fledermaus«, »Ein Walzertraum« von O. Straus, Alt-Solo in der Johannespassion von Bach und im »Messias« von Händel), HMV (»Hänsel und Gretel«, »Oedipe« von Enescu, Petite Messe solennelle von Rossini), DGG (»Palestrina« von Hans Pfitzner, Alt-Rhapsodie von J. Brahms, »Il giardino d'amore« von A. Scarlatti, »La finta giardiniera« von Mozart, Brangäne im »Tristan«), Philips (Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, »Rigoletto«, »Frauenliebe und -leben« von R. Schumann, »Das Lied von der Erde« von G. Mahler, Orlofsky in der »Fledermaus«), Orfeo (Charlotte im »Werther« von Massenet; Arien, Requiem von Hindemith), EMI (»Lulu«), Sony (Herodias in »Salome«, 8. Sinfonie von G. Mahler), Koch Records (Schubert-Lieder), Supraphon/Koch (Charlotte im »Werther« von Massenet), Cascavelle (»Das Lied von der Erde«), Teldec (»Faust« von Gounod), Arkadia (Octavian im »Rosenkavalier«), Melodram (Octavian im »Rosenkavalier«; Dorabella in »Così fan tutte«, München 1978), Calig-Verlag (Magdalene in den »Meistersingern«, 1967), Harmonia mundi (»Die sieben Todsünden« von K. Weill); Arthaus-Video (Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, Wien 1989).
 
4.7. Libuse DOMANINSKA wird 85
 
Sie studierte am Konservatorium von Brno bei Hana Pírková und bei Bohuslaw Sobeský. 1946 debütierte sie in Brno als Vendulka in »Der Kuss« von Smetana. In den neun Jahren ihres Wirkens in Brno sang sie rund 40 Partien, darunter vor allem Rollen in Opern von Smetana, Dvorák und Janácek. 1955 wurde sie an das Nationaltheater Prag engagiert. Mit dem Ensemble dieses Hauses gastierte sie 1955 sehr erfolgreich in Moskau sowie 1964 bei den Festspielen von Edinburgh, wo sie als Milada in »Dalibor« von Smetana bewundert wurde (englische Erstaufführung dieser Oper). 1956 zu Gast an der Komischen Oper Berlin, 1968 am Teatro Colón Buenos Aires, im gleichen Jahr auch am Teatro San Carlo von Neapel zu Gast; auch in Amsterdam (Titelheldin in »Katja Kabanowa« von Janácek im Rahmen des Holland Festivals von 1959) und Brüssel aufgetreten. Seit der Spielzeit 1957-58 gastierte sie bis 1968 regelmäßig an der Wiener Volksoper. Aus ihrem reichhaltigen Repertoire für die Bühne seien die Marie in der »Verkauften Braut«, die Titelheldin in Smetanas Festoper »Libussa«, die Aida, die Elisabetta im »Don Carlos« von Verdi, die Eurydike im »Orpheus« von Gluck und die Titelgestalt in »Eva« von J.B. Foerster genannt. Neben ihrer Bühnentätigkeit war sie nicht weniger erfolgreich im Konzert- und Oratoriengesang. Die Sängerin, die zur Nationalkünstlerin der CSSR ernannt wurde, trat 1985 aus ihrer Karriere an der Prager Oper zurück.
Supraphon-Aufnahmen (Glagolitische Messe von Janácek, Titelpartie in Janáceks »Jenufa«, die als ihre besondere Glanzrolle galt, »Das schlaue Füchslein«, von Janácek, »Die Teufelswand« von Smetana, Kantate »Ein Blumenstrauß« von B. Martinù).
 
5.7. Tom KRAUSE wird 75
 
Sein Vater war Direktor einer Versicherungsgesellschaft. Während er in Helsinki Medizin studierte, spielte er Piano und Gitarre in einer Jazzband. 1956 begann er das Gesangstudium, das er teils in Hamburg, teils an der Wiener Musikakademie betrieb. Seine Lehrer waren die Pädagogen Margot Skoda, Sergio Nazor und Rudolf Bautz. 1957 debütierte er als Liedersänger (unter dem Namen Thomas Krause) in Helsinki. Bühnendebüt in der Spielzeit 1958-59 an der Städtischen Oper (Deutsches Opernhaus) Berlin als Escamillo in »Carmen«. Bald begann er eine große Karriere mit Gastspielen an der Mailänder Scala, bei der English National Opera London, am Théâtre de la Monnaie Brüssel, in Toulouse und Bordeaux, an der Oper von Rom, am Teatro Colón Buenos Aires, an der Grand Opéra Paris, an der Nationaloper Helsinki, in Köln, Hannover, München, Berlin und später an der Chicago Opera. 1962-75 gehörte er dem Ensemble der Hamburger Staatsoper an. Bei den Bayreuther Festspielen sang er 1962 den Heerrufer im »Lohengrin«, 1963 in London das Bass-Solo im War Requiem von Benjamin Britten unter der Leitung des Komponisten. Bei den Festspielen von Glyndebourne hörte man ihn 1963 als Grafen im »Capriccio« von Richard Strauss. Bei den Festspielen von Salzburg trat er 1968-70 als Don Giovanni (wobei er 1968 kurzfristig für den erkrankten Nicolai Ghiaurov einsprang), 1972-76 und 1979-80 als Graf in »Le nozze di Figaro«, 1969-70 als Guglielmo in »Così fan tutte«, 1969-70 und 1982-83 als Minister im »Fidelio«, 1992 und 1998 als Bruder Bernard in »Saint-François d'Assise« von O. Messiaen auf; 1969 sang er dort den Kreon in einer konzertanten Aufführung von Strawinskys »Oedipus Rex«, 1970, 1973 und 1982 gab er bei den gleichen Festspielen große Liederabende. In Hamburg wirkte er in den Uraufführungen der Oper »Der goldene Bock« von E. Krenek (16.6.1964 als Jason), »Der Zerrissene« von G. von Einem (17.9.1964), »Die Heimsuchung« (»The Visitation«) von Gunther Schuller (11.10.1966) und »Hamlet« von Humphrey Searle (5.3.1968 in der Titelrolle) mit. 1967 folgte er einem Ruf an die Metropolitan Oper New York. Hier sang er als Debütrolle den Grafen Almaviva in »Le nozze di Figaro« und trat dort während sechs Spielzeiten außerdem noch als Escamillo, als Malatesta im »Don Pasquale« und als Guglielmo auf. An der Wiener Staatoper, an der er bereits 1961 als Kruschina in Smetanas »Verkaufter Braut« debütiert hat, sang er bis 1985 in insgesamt 28 Vorstellungen außerdem noch den Don Giovanni, den Posa in Verdis »Don Carlos«, den Don Pizarro im »Fidelio«, den Grafen in »Le nozze di Figaro«, den Escamillo und den Amfortas im »Parsifal«. 1983 Gastspiel am Grand Théâtre Genf als Golo in »Pelléas et Mélisande«; 1985 hörte man ihn bei den Festspielen von Savonlinna in der Bass-Partie des Königs Philipp in Verdis »Don Carlos«, in Houston/Texas als Mephisto im »Faust« von Gounod. 1989 gastierte er am Teatro Liceo Barcelona und 1991 an der Oper von Miami als Alfonso in Donizettis »La Favorita«, 1992 an der Opéra Bastille Paris in »Saint François d'Assise«, 1992 zu Gast in Amsterdam, 1996 in Miami als Musikmeister in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1995 nahm er bei den Festspielen von Savonlinna an der Uraufführung der Oper »Der Palast« von Aulis Sallinen teil. 1997 übernahm er bei den Festspielen von Savonlinna die Partie des Sprechers in der »Zauberflöte«. 2000 gastierte er an der Opéra Bastille Paris als Luther/Crespel in »Hoffmanns Erzählungen«. Von seinen Bühnenpartien sind noch nachzutragen: der Figaro in »Le nozze di Figaro«, der Renato in Verdis »Un ballo in maschera«, der Amonasro in »Aida« und der Germont-père in »La Traviata«. Im Konzertsaal trat er in einem sehr umfangreichen Oratorien- und Liedrepertoire auf.
Warm timbrierte, kraftvolle, durch eine überlegene Ausdruckskunst gekennzeichnete Baritonstimme, von der sehr viele Schallplatten vorhanden sind., u.a. auf den Marken Ariola-Bertelsmann, Decca (Kurwenal im »Tristan«, Graf in »Le nozze di Figaro«, Guglielmo in »Così fan tutte«, Pizarro im »Fidelio«, »La Bohème«, »Andrea Chénier«, »Don Pasquale«, »Roméo et Juliette« von Gounod, »Turandot« von Puccini, »Bajazzo«, »Salome« und »Elektra« von R. Strauss, »Un ballo in maschera« und »Otello« von Verdi, zum Teil auch in kleineren Rollen; Matthäuspassion von J.S. Bach, C-Dur-Messe von Beethoven), DGG (»Carmen«, Frère Bernard in »Saint-François d'Assise« von O. Messiaen), Orfeo (»Alceste« von Gluck), Philips (»Lohengrin«, »Fledermaus«), Finlandia (»Kung Karls Jakt« von F. Pacius, Lieder von R. Schumann und M. Mussorgsky, Lieder von Sibelius), CBS (»Oedipus Rex« von Strawinsky), HMV (»Euryanthe« von Weber), RCA-Erato (»Jolanthe« von Tschaikowsky, Oratorium »Christus« von Liszt), Koch Records (»Der Palast« von Aulis Sallinen), Telarc (Mozart- Requiem).
 
6.7. István ROZSOS wird 65
 
Er erhielt seine Ausbildung an der Musikuniversität Budapest durch Olga Revhégyi und Eva Kutrucz. Er debütierte 1967 an der Nationaloper von Budapest als Scaramuccio in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. Seitdem große Karriere an diesem großen ungarischen Opernhaus wie auch bei Gastspielen und Konzerten in den Musikzentren seiner ungarischen Heimat. Er gestaltete auf der Bühne eine Vielzahl von Partien, darunter den Titelhelden in Verdis »Don Carlos«, den David in den »Meistersingern«, den Loge im »Rheingold«, den Pinkerton in Puccinis »Madame Butterfly«, den Stewa in Janáceks »Jenufa«, den Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail« sowie Partien in ungarischen Opern. So wirkte er 1987 in Budapest in der Uraufführung der Oper »Ecce homo« von S. Szokolay, 1991 in der von »Egy úr Velencéböl« (»Ein Herr aus Venedig«) von Ferenc Farkas mit; 1988 sang er dort die Titelrolle in Benjamin Brittens »Albert Herring« und den Ping in Puccinis Oper »Turandot«. 2001 sang er an der Nationaloper Budapest den Vizavi in der zeitgenössischen Oper »C’est la guerre« von E. Petrovicz. Auch als Konzertsänger und als Gesanglehrer erfolgreich tätig.
Schallplatten: Hungaroton (»Der Apotheker«, »La fedeltá premiata« und »L'Infedeltá delusa« von Haydn, »Madame Butterfly«; »Andrea Chénier« und »Fedora« von Giordano).
 
7.7. Ingeborg SPRINGER wird 70
 
Sie verlebte ihre Kindheit in Schwerin. 1953 begann sie ihre Ausbildung an der Berliner Musikakademie. Nachdem sie sich bereits im Konzertsaal betätigt hatte, debütierte sie 1964 an der Staatsoper von Dresden als Mercedes in »Carmen« und blieb bis 1968 Mitglied dieses Hauses. 1968 wurde sie an die Staatsoper Berlin verpflichtet, wo sie als Antrittspartie die Wellgunde im »Ring des Nibelungen« sang. In der Folgezeit trat sie in einer Vielzahl von Partien in Erscheinung. Hierunter befanden sich kleinere Rollen, aber auch Partien wie der Hänsel in Humperdincks »Hänsel und Gretel« - eine ihrer besten Leistungen - und die Dorabella in »Così fan tutte«, weiter der Cherubino in »Figaros Hochzeit«, der Octavian im »Rosenkavalier« und die Maddalena im »Rigoletto«. Gastspiele und Konzerte in der Sowjetunion, der CSSR, in Frankreich, Österreich und Rumänien. Dazu vor allem als Oratoriensolistin erfolgreich aufgetreten. Später wirkte sie in Berlin als geschätzte Pädagogin.
Schallplatten: Telefunken (Hänsel und Gretel), Eurodisc (Friedensbote in »Rienzi«), Electrecord (Querschnitt »Carmen«), (»Lazarus« von Schubert), Koch Records (»Parsifal«), Eterna (»Einstein« von Paul Dessau).
 
7.7. Elena OBRAZTSOVA wird 70
 
Sie besuchte das Konservatorium von Leningrad in der Klasse der Pädagogin Antonina Grigorjewna. Noch während ihrer Ausbildung gewann sie 1962 eine Goldmedaille bei den Welt-Jugendfestspielen in Helsinki. 1963 wurde sie vom Konservatorium aus sogleich an das Bolschoj Theater von Moskau verpflichtet. Hier sang sie als Antrittsrolle die Marina im »Boris Godunow«. In den folgenden Jahren hatte sie dort ihre größten Erfolge als Marfa in »Chowanschtschina« von Mussorgsky, als Eboli im »Don Carlos« von Verdi, als Carmen, als Ljubascha in der »Zarenbraut« von Rimsky-Korssakow, als Helena Bezukhova in »Krieg und Frieden« von Prokofieff, als Gräfin in »Pique Dame« von Tschaikowsky, als Amneris in »Aida«, als Kontschakowna in »Fürst Igor« von Borodin, als Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns und 1965 als Oberon in der Moskauer Premiere der Oper »A Midsummer Night's Dream« von Benjamin Britten. Viele Gastspiel zusammen mit dem Ensemble des Bolschoj Theaters: 1967 in Montreal, 1969 in Paris, 1971 in Wien, 1973 in Mailand, 1975 in New York (wobei sie die Marina, die Gräfin in »Pique Dame« und die Helena Bezukhova sang). 1970 gewann sie den Tschaikowsky-Wettbewerb, im gleichen Jahr den internationalen Wettbewerb für Sänger in Barcelona. 1973 sang sie bei den Festspielen von Wiesbaden. An der Mailänder Scala hatte sie 1976 einen besonderen Erfolg als Charlotte in »Werther« von Massenet. An der Mailänder Scala sang sie auch im Jubiläumsjahr des Hauses 1978 die großen Verdi-Partien der Eboli, der Ulrica in »Un Ballo in maschera« und im Requiem, außerdem gab sie dort ein Gala-Konzert. 1975 als Azucena im »Troubadour« an der Oper von San Francisco zu Gast. 1973-74 und 1983 große Erfolge am Teatro Liceo von Barcelona. 1975-87 gastierte sie in insgesamt 26 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper als Carmen, als Amneris, als Santuzza in »Cavalleria rusticana« und als Azucena. 1975-81 gab sie mehrfache Gastspiele an der Nationaloper Budapest. 1976-79, 1987, 1990 und 2001-02 Mitglied der Metropolitan Oper New York, wo sie im Oktober 1976 als Anntrittsrolle die Amneris sang und in den folgenden Jahren als Dalila, als Charlotte, als Carmen, als Adalgisa in »Norma«, als Azucena, als Ulrica, als Babulenka in Prokofieffs »Der Spieler« (»Igrok«) und als Madame Akhrosimova in Prokofieffs »Krieg und Frieden« eine glanzvolle Karriere entwickeln konnte. 1978 übernahm sie bei den Festspielen von Salzburg die Partie der Eboli und gab dort 1979 einen Liederabend. 1985 gastierte sie bei den Festspielen in der Arena von Verona, 1987 in Budapest und bei den Festspielen von Wiesbaden, 1989 am Teatro Colón Buenos Aires als Amneris, 1985 beim Festival von Ravenna als Santuzza. An der Covent Garden Oper London hörte man sie 1985 als Azucena. 1990 trat sie an der San Francisco Opera als Principessa in »Suor Angelica« von Puccini auf. 1996 gastierte sie mit dem Ensemble der Oper von St. Petersburg an der Mailänder Scala wie an der Opéra Bastille Paris als Babulenka. 1998 hinterließ sie bei einem Gastspiel in Venedig als Principessa in Puccinis »Suor Angelica« einen bewegenden Eindruck, ebenso als alte Gräfin in »Pique Dame« und als Babulenka im neu eröffneten Festspielhaus von Baden- Baden. 1999 gastierte sie (zusammen mit dem Bolschoj-Ensemble) im Coliseum Theatre in London als Marina; im gleichen Jahr sang sie an der Oper von St. Petersburg die alte Gräfin in »Pique Dame«. 2000 übernahm sie an der Opéra Bastille Paris die Madame Akhrosimova. Im Laufe ihrer Karriere ist sie auf der Bühne wie auf dem Konzertpodium als Gast in Italien, Frankreich, England, Spanien und Deutschland, in Kanada und Japan und natürlich in den russischen Musikmetropolen aufgetreten. Sie führte auch in Opernaufführungen Regie, u.a. 1986 am Bolschoj Theater Moskau in Massenets »Werther«. Sie wurde 1973 zur Volkskünstlerin der UdSSR ernannt und erhielt 1976 den Staatspreis der Sowjetunion. Seit 1984 mit dem aus Litauen stammenden Dirigenten Algis Þiûraitis (1928-98) verheiratet. - Ihre üppige, dunkel timbrierte, ausdrucksstarke, bis zu suggestiver Dramatik reichende Stimme wurde durch ein herausragendes Darstellungsvermögen ergänzt. Im Konzertsaal erwies sie sich als hoch begabte Lied-Interpretin, und zwar sowohl für das russische Lied wie für das Liedgut der deutschen Romantik als auch für spanische Kompositionen (Lieder von Manuel de Falla, »Tonadillas« von Granados). Eine der bedeutendsten Altistinnen ihrer Generation.
Schallplatten der staatlichen sowjetrussischen Produktion, darunter die vollständige Oper »Fürst Igor« von Borodin. Sang auf HMV die Azucena im »Troubadour«, auf DGG in »Samson et Dalila« von Saint- Saëns (mit Placido Domingo als Partner), in Massenets »Werther«, in »Aida«, »Rigoletto« und »Luisa Miller« von Verdi, auf CBS in »Adriana Lecouvreur« von Cilea, auf Capriccio in »Ritter Blaubarts Burg« von Béla Bartók.
Weitere Informationen auf folgender Fan-Site: http://www.elenaobraztsova.de/
 
9.7. Rosemarie RÖNISCH wird 80
 
Sie studierte am Konservatorium von Jena Klavier- und Orgelspiel, dann jedoch Gesang. 1948 kam sie als Choristin an das Stadttheater von Jena, später an das Nationaltheater von Weimar. 1953 erstes Solo-Engagement am Stadttheater von Nordhausen (Thüringen), wo sie als Bronislawa im »Bettelstudenten« von Millöcker debütierte. 1958 ging sie an das Opernhaus von Leipzig, dem sie bis 1963 angehörte. 1964 wurde die Künstlerin an die Berliner Staatsoper berufen (Antrittsrolle: Norina in »Don Pasquale«). Hier war sie in erster Linie in den Partien für Koloratursoubrette erfolgreich: als Blondchen in der »Entführung aus dem Serail«, als Gilda im »Rigoletto«, als Adele in der »Fledermaus«, als Despina in »Così fan tutte«, als Susanna in »Figaros Hochzeit«, als Madeleine im »Postillon von Lonjumeau« von Adam, als Gretel in »Hänsel und Gretel« und als Sophie im »Rosenkavalier«. Gastspiele brachten ihr, vor allem als Oratorien- und Liedersängerin, in Deutschland wie in vielen Ländern Europas große Erfolge; so unternahm sie eine Konzerttournee durch Italien, bei der sie das Sopransolo im »Messias« sang, sie gastierte in Schweden und Polen, in der Sowjetunion und wirkte bei den Händelfestspielen und bei den Berliner Musikfesttagen mit. 1970 musste sie ihre Karriere wegen eines Gehörleidens vorzeitig aufgeben.
Schallplatten: Eterna (darunter vollständige Opern »Entführung aus dem Serail«, »Tiefland«, »Der Schauspieldirektor« von Mozart, »Figaros Hochzeit«, »Wildschütz« von Lortzing, »Die Hochzeit von Herkules und Hebe« von Gluck).
 
10.7. Jonny BLANC wird 70
 
Er erhielt seine Ausbildung an der Königlichen Musikakademie von Stockholm; seine hauptsächliche Lehrerin war hier Käthe Sundström; weitere Studien bei Clemens Kaiser-Breme in Essen. Debüt als Bariton 1962 am Stora Theater Göteborg; er sang 1963-65, immer noch im Baritonfach, am Odeontheater in Stockholm. 1967 erneutes Debüt, jetzt als Tenor, an der Königlichen Oper Stockholm in der Rolle des Dimitrij in Mussorgskys »Boris Godunow«. Seither große Karriere an der Stockholmer Oper. Zahlreiche Gastspiele an den Opernhäusern von Malmö und Oslo, dann auch an der Oper von Frankfurt a.M., an der Oper von Kopenhagen, bei der Scottish Opera Glasgow, in Miami, Helsinki und Lissabon. Seit 1966 eine der Hauptkräfte des Ensembles der Drottningholmer Festspiele, wo er 1973-74 in der Wiederaufführung der vergessenen Oper »Gustaf Adolf och Ebba Brahe« von G.J. Vogler mitwirkte. Er gastierte mit dem Drottningholm Theater bei den Festspielen in Hannover-Herrenhausen. 1971 sang er in Oslo in der Uraufführung der Oper »Anne Pedersdotter« von Braein, am 18.1.1973 an der Stockholmer Oper in der von J.L. Werles »Tintomara«. Beim Edinburgh Festival trat er 1974 als Stewa in Janáceks »Jenufa« auf. In seinem umfangreichen Bühnenrepertoire fanden sich sowohl lyrische als auch heldische Tenorpartien, von denen noch der Nerone in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, der Riccardo in Verdis »Maskenball«, der Cavaradossi in »Tosca«, der José in »Carmen«, der Florestan in »Fidelio«, der Siegmund in der »Walküre«, der Hermann in »Pique Dame« von Tschaikowsky, der Danilo in Lehárs »Lustiger Witwe« und der Eisenstein in der »Fledermaus« genannt seien. Erfolgreicher Konzert- und Oratoriensänger.
Schallplatten auf HMV und auf Gramofon ab Electra. Auf MRF Mitschnitt einer Aufführung von Voglers »Gustaf Adolf och Ebba Brahe« aus Drottningholm von 1973.
 
10.7. Ian WALLACE wird 90
 
Er war nach Abschluss seines Jurastudiums in London Schüler von Norman Allin und Dino Borgioli. 1946 debütierte er am Cambridge Theater London als Schaunard in Puccinis »La Bohème«. Er war in den folgenden Jahren bei verschiedenen englischen Operngesellschaften tätig und wurde vor allem in den Buffo-Partien seines Stimmfachs bekannt. 1946-49 Mitglied der New London Opera Company; er sang dann lange bei der Sadler's Wells Opera London, u.a. 1960 sehr erfolgreich als Don Magnifico in »La Cenerentola« von Rossini. 1948 übernahm er beim Edinburgh Festival den Masetto im »Don Giovanni«. 1948-60 wirkte er bei den Festspielen von Glyndebourne mit, und zwar als Doktor Bombasto in »Arlecchino« von Busoni, als Gouverneur in »Le Comte Ory« von Rossini, als Don Magnifico, als Bartolo in »Figaros Hochzeit« und in anderen Partien. Der Künstler trat auch zusammen mit der English Opera Group und der London Opera Society und in den Jahren 1966-75 bei der Scottish Opera Glasgow auf. Hier trat er 1961 als Leporello im »Don Giovanni«, 1969-70 als Don Magnifico und 1972 als Herzog von Plaza-Toro in der Operette »The Gondoliers« von Gilbert & Sullivan auf. 1950 sang er am Fortune Theatre London in der englischen Premiere von Milhauds »Le pauvre matelot«. 1950 gastierte er am Teatro Regio von Parma und am Teatro Fenice Venedig. Weitere Gastspiele in Berlin (1954), in Rom (1955) und bei den Festspielen von Bregenz (1965-66). Seit 1966 trat er in England in zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen auf, zum Teil auch als Moderator und Diskussionsteilnehmer. Er wirkte auch in Tonfilmen mit. Er veröffentlichte unter dem Titel »Promise Me You'll Sing Mud« (London, 1975) eine Selbstbiographie.
Schallplatten: HMV (integrale Opern »Arlecchino« von Busoni, Figaros Hochzeit, »La Cenerentola« und »Le Comte Ory« von Rossini aus Glyndebourne), L'Oiseau Lyre (»Sosarme« von Händel).
 
11.7. Thomas SUNNEGARDH wird 60
 
Er war ein Sohn des berühmten schwedischen Gesangpädagogen Arne Sunnegårdh(1907-72), wollte aber zunächst Instrumentalmusiker werden. So erhielt er an der Stockholmer Musikakademie eine Ausbildung als Musiklehrer und als Pianist. Seine Lehrerin entdeckte jedoch seine Begabung im Gesangfach, und es kam zu einem dreijährigen Gesangstudium am gleichen Institut in der schwedischen Metropole. Bereits während dieser Zeit sang er an der Königlichen Oper Stockholm einige kleinere Partien. Sein eigentliches Debüt fand dort 1982 in der Titelrolle der Oper »Albert Herring« von Benjamin Britten statt. 1983 wirkte er dort in der Uraufführung der Oper »Siddharta« von Per Nørgård mit. Er kam in den folgenden Jahren an der Stockholmer Oper zu ersten Erfolgen in Partien wie dem Don Ottavio im »Don Giovanni«, dem Ferrando in »Così fan tutte«, dem Tamino in der »Zauberflöte«, dem König Karl VII. in Tschaikowskys »Jungfrau von Orléans«, dem Titelhelden in »Fra Diavolo« von Auber, dem Titelhelden in der zeitgenössischen Oper »Taverner« von Maxwell Davies und nahm dann auch schwerere dramatische Partien wie den Riccardo in Verdis »Un ballo in maschera« in sein Repertoire auf. 1989 hatte er einen besonderen Erfolg in Stockholm als Lohengrin, den er dann als Gast am Opernhaus von Nürnberg (1989), am Staatstheater Wiesbaden (1990), an der Staatsoper wie an der Deutschen Oper Berlin (1991), am Opernhaus von Frankfurt a.M. (1991), am Teatro Liceo Barcelona (1992), an der Staatsoper von Stuttgart (1990) und am Teatro San Carlo Neapel (1996) sang. 1990 hörte man ihn in Stockholm als Erik im »Fliegenden Holländer« und als Titelhelden in »Gustav Adolf och Ebba Brahe« von Georg Martin Vogler. An der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg gastierte er 1991 als Achilles in Glucks »Iphigenie in Aulis« und in einer konzertanten Aufführung von R. Schumanns »Genoveva«. 1991 sang er an der Oper von Antwerpen, in Berlin, Essen und an der Jütländischen Oper in Aarhus den Parsifal, an der Covent Garden Oper London den Florestan im »Fidelio« (dort auch 1993 den Erik). An der Wiener Staatsoper war er 1991 als Erik, in Berlin, Tokio und Brüssel als Walther von Stolzing in den »Meistersingern« zu Gast. 1996 hörte man ihn an der Stockholmer Oper als Paul in »Die tote Stadt« von Korngold, an der San Francisco Opera als Lohengrin. 1992-95 gastierte er u.a. an der Oper von Frankfurt a.M. als Lohengrin, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und am Opernhaus von Essen als Parsifal, an der Münchner Staatsoper als Erik, an der Staatsoper Stuttgart als Walther von Stolzing, in Düsseldorf als Florestan und als Lohengrin, den er auch am Opernhaus von Toulouse sang. In London trat er als Solist im »Lied von der Erde« von G. Mahler auf. 1999 nahm er an der Stockholmer Oper an der schwedischen Erstaufführung der Richard Strauss-Oper »Capriccio« als Flamand teil. Er trat bei den Festspielen von Wiesbaden und am Moskauer Bolschoj Theater als Gast auf und erwies sich dazu als hervorragender Konzertsänger.
Schallplatten: Decca (Froh im »Rheingold«), Teldec (»Belshazzar« von Händel), Naxos (Paul in »Die tote Stadt« von Korngold).
 
11.7. Constantin GABOR wird 80
 
Er war am Konservatorium von Bukarest Schüler von Grigore Melnik und debütierte 1956 an der Nationaloper von Bukarest als Bartolo in »Figaros Hochzeit« von Mozart. Seit dieser Zeit geschätztes Mitglied der Oper von Bukarest, wo er sich vor allem auf das Bass-Buffo-Fach spezialisierte. Rollen wie der Don Pasquale, der Leporello im »Don Giovanni«, der Alfonso in »Così fan tutte«, der Kezal in Smetanas »Verkaufter Braut«, der Ochs im »Rosenkavalier« und der Fra Melitone in Verdis »La forza del destino« gehörten zu seinen besten Leistungen. er wirkte in mehreren Opernsendungen des rumänischen Fernsehens mit. Neben seinem Wirken auf der Bühne und auf dem Konzertpodium war er auch pädagogisch tätig.
Schallplatten: Electrecord (»Barbier von Sevilla«, »La forza del destino«).
 
11.7. André de GUISE wird 100
 
Unter seinem eigentlichen Namen Frans Gijsen trat er zu Beginn seiner Laufbahn auf, aber auch noch später, wenn er an der Oper von Antwerpen sang. Seine Ausbildung erfolgte am Konservatorium von Antwerpen, und er debütierte an der dortigen Königlichen Oper 1935 als Don Ottavio im »Don Giovanni«. In der Saison 1938-39 war er am Théâtre de la Monnaie Brüssel im Engagement, ging dann aber nach Frankreich, wo er an der Oper von Nizza und an anderen Provinztheatern auftrat. Der Zweite Weltkrieg unterbrach jedoch seine Karriere, und der Theaterdirektor Ledain riet ihm, sein bisheriges Repertoire, das auf lyrische Partien aus der französischen wie der italienischen Opernliteratur ausgerichtet war, auf heldische Rollen, zumal aus der französischen Oper, umzustellen. So führte er seine Ausbildung in diesem Sinne weiter und debütierte nun unter der Anleitung von André d'Arkor an der von diesem geleiteten Oper von Lüttich sehr erfolgreich als Arnoldo in Rossinis »Wilhelm Tell«. Ähnliche Erfolge stellten sich bei Gastspielen an weiteren belgischen und französischen Bühnen ein, wo er unter dem Namen André de Guise Partien wie den Raoul in Meyerbeers »Hugenotten«, den Eleazar in »La Juive« von Halévy, den Vasco in »L'Africaine« und die Titelpartie in »Sigurd« von Reyer sang. So hörte man ihn an den Opernhäusern von Marseille (1948 als Arnoldo), Lyon, Bordeaux, Toulouse, Vichy, Montpellier und Nîmes. Er gab dazu Gastspiele in Nordafrika, in Holland und Deutschland. Er wirkte regelmäßig in Opernaufführungen an belgischen Opernhäusern in Brüssel, Gent und Antwerpen mit, wo er sich 1958 von der Bühne verabschiedete.
 
12.7. Judith de PAUL wird 65
 
Sie kam als Kind mit ihren Eltern nach Nordamerika. Bereits mit acht Jahren trat sie im amerikanischen Fernsehen auf, mit elf Jahren erschien sie im Ballett zusammen mit Balanchine und Robbins. Sie entschloss sich dann zur Ausbildung der Stimme an der Manhattan School of Music New York und bei Kurt Baum. Debüt auf der Bühne 1966 an der Oper von Kansas City als Amelia im »Maskenball« von Verdi. Abschließende Ausbildung an der Accademia di Santa Cecilia in Rom, wo sie ihren Wohnsitz nahm. Es kam zur Entfaltung einer bedeutenden Karriere sowohl in Nordamerika wie an den führenden europäischen Bühnen. So gastierte sie in Prag und Kopenhagen, an der Grand Opéra Paris, an den Opern von Amsterdam, Dresden, Leipzig, Genua, Palermo, Venedig, beim Maggio musicale von Florenz und beim Edinburgh Festival. Sie sang an den großen Opernhäusern der USA (Boston, Houston, Memphis, Miami, Philadelphia, Pittsburgh, San Diego) und wurde in der Spielzeit 1967-68 an die New Yorker Metropolitan Oper verpflichtet, an der sie bis 1973, zumeist in kleineren Partien (Frasquita in »Carmen«, Gerhilde in der »Walküre«, Marianne Leitmetzerin im »Rosenkavalier«), aber auch als Musetta in »La Bohème« und als Santuzza in »Cavalleria rusticana« auftrat. Sie gestaltete auf der Bühne in erster Linie die dramatischen Partien ihres Stimmfachs (Verdi, Wagner, Puccini, R. Strauss, Halévy, Janácek, Cherubini, die italienischen Veristen, aber auch moderne Meister). Auch im Konzertsaal erfolgreich aufgetreten.
Schallplatten: RAI.
 
13.7. Christa-Maria ZIESE wird 85
 
Ihre Lehrer waren die Pädagogen Gottlieb Zeithammer und Josef-Maria Hausschild in Leipzig. Sie gewann den Bach-Gesangwettbewerb in Dresden und den internationalen Concours von Prag (1949). Bühnendebüt 1947 an der Oper von Leipzig als Hänsel in »Hänsel und Gretel«. Sie war dann bis 1951 und wiederum 1954-77 hoch geschätztes Mitglied dieses Opernhauses, gastierte aber gleichzeitig an den Staatsopern von Dresden und Berlin und an der Komischen Oper Berlin. 1952-54 war sie am Nationaltheater von Weimar engagiert Erfolgreiche Gastspiele am Moskauer Bolschoj Theater, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an den Opernhäusern von Hamburg, Hannover, Zürich, Brno (Brünn) und Nizza. Ihre groß dimensionierte, von besonderer Ausdruckskraft getragene Sopranstimme erreichte ihre besten Leistungen im hochdramatischen Repertoire (Leonore im »Fidelio«, Santuzza, Salome, Aida, Tosca, Carmen, Turandot von Puccini, Senta, Isolde, Venus im »Tannhäuser«). Auch im Konzertsaal hatte die Künstlerin große Erfolge. Verheiratet mit dem Bass-Bariton Rainer Lüdeke (1927-2005), der ebenfalls am Opernhaus von Leipzig wirkte.
Schallplatten: Eterna.
 
13.7. Carlo BERGONZI wird 85
 
Studium bei Maestro Grandini und am Konservatorium von Parma. Während seines Studiums wurde er wegen antifaschistischer Tätigkeit verhaftet. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zur italienischen Armee eingezogen und kam 1943 in ein deutsches Internierungslager. Er konnte erst nach Kriegsende seine Ausbildung beenden. Er war u.a. auch Schüler des Pädagogen Francesco Carrino in Triest. Debüt im Baritonfach 1947 in Catania als Schaunard in Puccinis »La Bohème«. 1948 begann er seine eigentliche Karriere am Stadttheater von Lecce als Titelheld in Rossinis »Barbier von Sevilla«. Er sang drei Jahre lang im Bariton-Fach, wurde dann Tenor und debütierte als solcher 1951 am Teatro Petruzzelli in Bari als Titelheld in »Andrea Chénier« von Giordano. 1951 sang er die Tenor-Partien in einem Zyklus von Verdi-Opern, die der italienische Rundfunk anlässlich der Verdi-Gedenkfeiern sendete. Dann Gastspiele in Neapel, Brescia und Rom, schließlich seit 1953 große Erfolge an der Mailänder Scala, wo er 1953 in der Uraufführung der Oper »Masaniello« von Jacopo Napoli (in der Titelrolle) debütierte. 1965 sang er an der Scala den Alvaro in »La forza del destino« und kam dort bis 1976 zu einer sehr erfolgreichen Karriere. Weitere Gastspiele am Teatro Colón von Buenos Aires und an der Hamburger Staatsoper. Er bereiste Spanien, Portugal, England, Frankreich und Südamerika. 1953 sang er am Stoll Theatre London den Alvaro, seit 1962 regelmäßig an der Covent Garden Oper London zu hören (Antrittsrolle: gleichfalls Alvaro). Er trat an der Londoner Covent Garden Oper auch als Manrico im »Troubadour«, als Riccardo in Verdis »Maskenball«, als Radames in »Aida«, als Rodolfo in »Luisa Miller« von Verdi, als Cavaradossi in »Tosca«, als Nemorino in »L’Elisir d'amore« und als Edgardo in »Lucia di Lammermoor« auf. Sein US-Debüt fand an der Oper von Chicago 1955 statt, als er an einem Abend den Luigi in Puccinis »Il Tabarro« und den Turiddu in »Cavalleria rusticana« sang. 1956 wurde er an die Metropolitan Oper New York berufen. Hier seitdem in Rollen wie dem Radames in »Aida«, den er auch 1956 als Antrittspartie sang, dem Manrico, dem Cavaradossi, dem Rodolfo in »La Bohème«, dem José in »Carmen«, dem Alvaro, dem Andrea Chénier, dem Edgardo, dem Pinkerton in »Madame Butterfly«, dem Des Grieux in Puccinis »Manon Lescaut«, dem Canio im »Bajazzo«,dem Gabriele Adorno in Verdis »Simon Boccanegra«, dem Riccardo, dem Ernani, dem Herzog im »Rigoletto«, dem Nemorino, dem Enzo in »La Gioconda«, dem Pollione in Bellinis »Norma«, dem Alfredo in »La Traviata« und dem Turiddu gefeiert. Ostern 1964 sang er dort im Verdi-Requiem zum Gedächtnis des amerikanischen Präsidenten Kennedy. 1959 erschien er in der Premiere von Verdis »Macbeth« als Macduff. 1981 feierte man seine 25jährige Zugehörigkeit zur Metropolitan Oper mit einer Gala-Soirée. Während seines Wirkens an der Metropolitan Oper ist er 1956-88 dort (in deren New Yorker Haus) in 22 Partien und 259 Vorstellungen aufgetreten. Als letzte Partie übernahm er an der New Yorker Metropolitan Oper (der er über 30 Jahre angehörte) 1988 den Rodolfo in Verdis »Luisa Miller«. 1996 trat er letztmalig in einem Gala-Konzert für James Levine an der Metropolitan Oper auf. 1958-78 wirkte er bei den Festspielen von Verona mit und trat 1990 nochmals dort auf. An der Wiener Staatsoper, an der er 1959 als Radames debütierte, sang er bis 1988 in insgesamt 38 Vorstellungen außerdem noch den Andrea Chénier, den Canio, den Rodolfo in »La Bohème«, den Turiddu, den Alvaro, den Riccardo, den Pinkerton, den Cavaradossi, den Manrico und den Edgardo. 1970 übernahm er bei den Festspielen von Salzburg das Tenor-Solo im Verdi-Requiem. 1985 sang er in der New Yorker Carnegie Hall den Oronte in einer konzertanten Aufführung von Verdis »I Lombardi«. Noch 1999 gab er am Teatro Verdi in Carrara ein Konzert. 2000 sang er in der Carnegie Hall in New York, inzwischen 75 Jahre alt, die Titelrolle in einer konzertanten Aufführung von Verdis »Otello«, musste die Aufführung aber im 2. Akt abbrechen. Im Juli 2000 gab er in Wien, im September in Zürich einen Liederabend.
Seine klangschöne Stimme und sein nuancenreicher musikalischer Vortrag wurden vor allem im Verdi-Repertoire geschätzt. Nach Beendigung seiner Karriere eröffnete er ein Hôtel und ein Restaurant in Busseto, dem Geburtsort von Giuseppe Verdi, betätigte sich dort aber auch als Gesangspädagoge.
Lit: R. Celletti: Le grandi Voci (Rom, 1964).
Zahlreiche Schallplattenaufnahmen auf Cetra (»Bajazzo«, »Simon Boccanegra«), Decca (»Aida«, »Don Carlos« von Verdi, »La Traviata«, »Adriana Lecouvreur« von Cilea), DGG (»Troubadour«, »Cavalleria rusticana«, »Rigoletto«), RCA (»Luisa Miller«, »Edgar« von Puccini, »Un ballo in maschera«, »Ernani«, »Macbeth«, »Lucia di Lammermoor«, »La Traviata«), Morgan (»I due Foscari« von Verdi), EJS (»Giovanna d'Arco« von Verdi), Philips (»Attila« und »I Masnadieri« von Verdi), Orfeo (»Oberto« von Verdi), Harmonia mundi, CBS (»Edgar« von Puccini), Melodram (»Werther« von Massenet), JPC (»Lucia di Lammermoor«), Capriccio (Belcanto-Kanzonen), Relief/Helikon (Aufnahme eines Lieder- und Arienabends vom 30.9.1991 im Opernhaus von Zürich), Myto (Alvaro in »La forza del destino«), Gala (Enzo in Ausschnitten aus »La Gioconda«, Metropolitan Oper New York 1979); Hardy-Video (»Aida«, Verona 1966). Im Christophorus-Verlag erschienen Alben mit Barock- Arien und neapolitanischen Liedern.
Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.carlobergonzi.it/
 
13.7. Leonardo MONREALE wird 85
 
Er begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg an italienischen Bühnen und wurde bald an den führenden italienischen Opernhäusern gehört. So sang er in der Spielzeit 1961-62 an der Mailänder Scala. 1962 gastierte er in Turin. Er wirkte 1961 bei den Festspielen von Aix-en-Provence mit und trat auch bei den Festspielen von Verona sowie als Gast an der Staatsoper von Wien (1974 als Masetto im »Don Giovanni«) auf. In besonderer Weise war er mit der Oper von Rom verbunden, an der er immer wieder in Erscheinung trat. Mit dem Ensemble dieses Opernhauses gastierte er 1965 sehr erfolgreich in Brasilien. 1960-61 und 1967 sang er bei den Festspielen von Glyndebourne den Masetto. Sein Repertoire umfasste die großen Basspartien der italienischen Oper, zumal in Werken von Verdi, Puccini, Bellini und Rossini, doch trat er auch in kleineren Rollen gerne auf. Als Mozartsänger genoss er ein besonderes Ansehen. Er setzte seine Karriere bis Anfang der neunziger Jahre fort.
Zahlreiche Schallplattenaufnahmen, in denen er zum Teil kleine Partien singt, auf Decca (Masetto im »Don Giovanni«, »Fedora« von Giordano, »Un ballo in maschera« von Verdi), auf HMV (kleine Partie in »Otello«), RCA (»Rigoletto«, »Madame Butterfly« von Puccini), Bongiovanni (»I Pazzi per progetto« von Donizetti), Memories (»La Gazzetta« von Rossini), Bella Voce (»Viva la mamma« von Donizetti, Bregenzer Festspiele 1976), Myto (»Otello« von Verdi, RAI Turin).
 
14.7. Wilfried GAHMLICH wird 70
 
Er ergriff zunächst den Beruf eines Chemikers, studierte dann aber Gesang an der Musikhochschule von Freiburg i. Br. und bei Alfred Pfeifle in Stuttgart. Er war 1967-68 am Stadttheater von Lüneburg tätig, 1968-69 am Stadttheater von Esslingen, 1969-70 am Stadttheater von Gießen, 1970-72 am Stadttheater von Kiel, 1972-75 am Opernhaus von Wuppertal, 1975-79 am Staatstheater Hannover. Er sang weiter an der Staatsoper Stuttgart, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Staatstheater Wiesbaden, in Essen, Wuppertal und an anderen großen Bühnen. Er sang Partien aus dem heldischen wie aus dem Charakterfach, darunter den Florestan im »Fidelio«, den Tambourmajor in Alban Bergs »Wozzeck«, den Tamino in der »Zauberflöte«, den Paolino in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, den Andrea Chénier in der gleichnamigen Oper von Giordano, den Max im »Freischütz«, den José in »Carmen« und den Königssohn in den »Königskindern« von Humperdinck. Seit 1979 hatte er eine 20jährige, erfolgreiche Karriere an der Wiener Staatsoper, an der er sich auf die Interpretation von Charakterpartien verlegte. Hier debütierte er 1979 als Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail« und sang in mehr als 700 Vorstellungen u.a. den 1. Juden in der »Salome« von R. Strauss, den Monostatos in der »Zauberflöte«, den Rodrigo in Verdis »Otello«, den Bardolfo in Verdis »Falstaff«, den jungen Diener in »Elektra« von R. Strauss, den Incroyable in »Andrea Chénier«, den Remendado in »Carmen«, sowohl den Brighella als auch den Tanzmeister in »Ariadne auf Naxos«, den Guillot in Massenets »Manon«, den Basilio in »Le nozze di Figaro«, den Tschekalinski in Tschaikwskys »Pique Dame«, den Jaquino im »Fidelio«, den Edmond im Puccinis »Manon Lescaut« und den Normanno in »Lucia di Lammermoor«. Auch bei den Festspielen von Salzburg aufgetreten, und zwar am 7.8.1981 in der Uraufführung der Oper »Baal« von Friedrich Cerha, 1983 in einer konzertanten Aufführung von G. von Einems »Dantons Tod«, 1989 in »Elektra« von R. Strauss, 1990 in einer konzertanten Aufführung von E. Kreneks »Orpheus und Eurydike« (zum 90. Geburtstag des Komponisten), 1992 in der »Frau ohne Schatten« von Richard Strauss. Bei den Bregenzer Festspielen übernahm er 1987-88 die vier komischen Tenorpartien in »Hoffmanns Erzählungen«. 1985 gastierte er an der Covent Garden Oper London. 1997 Gastspiel an der Opéra Bastille Paris als Valzacchi im »Rosenkavalier«, 1994 und 1998 bei den Salzburger Osterfestspielen als Missail im »Boris Godunow«. 1999 gastierte er am Teatro Verdi Triest als Valzacchi. 2001 nahm er an der Opéra Bastille Paris an der Uraufführung der Oper »K...« von Philippe Manouri teil. 1973 wirkte er in Wuppertal in der Uraufführung der Oper »Yvonne, Prinzessin von Burgund« von Boris Blacher mit. Auch als Konzertsänger bekannt geworden.
Schallplatten: Orfeo (»Dantons Tod«), Teldec (Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«), DGG (Kuzka in »Khovantchina« von Mussorgsky), Capriccio (Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«), Virgin (»Elektra«), Wergo (Vokalmusik von P. Hindemith), Naxos (Monostatos in der »Zauberflöte«), Denon (»Die Jakobsleiter« von A. Schönberg).
 
14.7. Benito MARESCA wird 75
 
Schüler von Marcel Klass in São Paulo. Bühnendebüt 1965 am Opernhaus von São Paulo als Turiddu in »Cavalleria rusticana«. Er gehörte bald zu den bekanntesten brasilianischen Sängern seiner Generation und wurde vor allem an den Opernhäusern von São Paulo und Rio de Janeiro in großen Aufgaben herausgestellt. Gastspiele führten den Künstler an die Staatsopern von München und Stuttgart, an das Teatro San Carlo Neapel, an die Opernhäuser von Frankfurt a.M., Mannheim, Graz und Palermo. Er trat 1975-76 an der Wiener Staatsoper als Turiddu und als Pinkerton in »Madame Butterfly« auf. Er sang das klassische italienische Repertoire für Tenor, vor allem Verdi- und Puccini-Partien, den Pollione in »Norma« von Bellini, den José in »Carmen«, den Pery in »Il Guarany« von Carlos Gomes, den Americo in »Lo Schiavo« und den Fernando in »Colombo« vom gleichen brasilianischen Komponisten. Nicht weniger erfolgreich als Konzertsolist.
Aufnahmen auf privaten Marken aus Brasilien.
 
14.7. Piero BELLUGI wird 85
 
Er begann seine Ausbildung mit dem Studium der Komposition bei Luigi Dallapiccola und setzte es dann in Amerika am Berkshire Music Center fort. Danach war er von 1958-59 musikalischer Direktor des Oakland Symphony Orchestra, und bis 1961 des Portland Symphony Orchestra. Nach seiner Rückkehr nach Europa dirigierte er zahlreiche große Orchester und viele Opernaufführungen. Seit 1969 ist er Erster Dirigent des RAI-Orchesters in Turin. An der Wiener Staatsoper dirigierte er 1981-86 insgesamt 9 Vorstellungen von Bellinis I Capuleti e i Montecchi.
Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.pierobellugi.com/
 
15.7. Der britische Komponist John CASKEN wird 60
 
Biografie auf folgender Web-Seite: http://www.schott-musik.de/shop/persons/featured/3398/
 
15.7. Der britische Komponist Harrison BIRTWISTLE wird 75
 
 
15.7. Charles ANTHONY wird 80
 
Er studierte zuerst an der Loyola University New Orleans bei Dorothy Hulse, dann im Opernstudio der Metropolitan Oper New York. 1952 gewann er den Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper Auditions of the Air und erhielt ein Stipendium für seine weitere Ausbildung in Italien. Dort Schüler von Riccardo Picozzi und Giuseppe Ruisi. 1954 kam er in die USA zurück. Noch im gleichen Jahre debütierte er an der Metropolitan Oper New York als Gottesnarr im »Boris Godunow«. In den folgenden 30 Jahren war er dort sehr erfolgreich, vor allem in den leichteren lyrischen Partien und als Spieltenor. So sang er an der Metropolitan Oper u.a. den Ernesto im »Don Pasquale«, den Grafen Almaviva im Barbier von Sevilla, den David in den »Meistersingern« und den Nemorino in »L’Elisir d'Amore«. In erster Linie übernahm er jedoch an der Metropolitan Oper kleinere und Comprimario-Partien aus allen Bereichen der Opernliteratur; er ist an diesem Haus in 52 Spielzeiten in 2919 Vorstellungen aufgetreten; noch 2007 hörte man ihn an der New Yorker Metropolitan Oper als Kaiser in Puccinis »Turandot«. Er trat als Gast an Opernhäusern in Nordamerika (Boston, Dallas, Santa Fé) wie in Europa auf; dazu war er ein gesuchter Konzertsänger.
Schallplatten: RCA (Querschnitt »Don Pasquale« und »Hoffmanns Erzählungen«), Melodram (Beppe im »Bajazzo«), Gala (Bote in »Aida«, Metropolitan Oper New York 1976), Myto (»Roméo et Juliette« von Gounod, Metropolitan Oper 1973).
 
16.7. Ondina OTTA-KLASINC wird 85
 
Die Künstlerin war in Triest Schülerin von Luigi Toffolo. 1946 debütierte sie am Opernhaus von Ljubljana (Laibach) als Rosina in Rossinis »Barbier von Sevilla«. 1946-51 war sie Mitglied dieses Theaters und gastierte seitdem, vor allem an italienischen Bühnen (so 1955 in Turin), 1956 in London, 1962 am Théâtre de la Monnaie Brüssel. Sie gastierte 1956 am Teatro Verdi Triest, 1957 an der Oper von Monte Carlo. Auch in Frankreich, in Österreich, in Ägypten und in Südamerika trat sie als Bühnen- wie als Konzertsängerin auf. 1958-72 war sie am Opernhaus von Maribor (Marburg a. d. Drau) engagiert. Ihr Bühnenrepertoire hatte seine Höhepunkte in Partien wie der Gilda im »Rigoletto«, der Violetta in »La Traviata«, der Marguerite im »Faust« von Gounod, der Marzelline im »Fidelio«, der Mimi wie der Musetta in Puccinis »La Bohème« und der Rusalka in der Märchenoper gleichen Namens von Dvorák. Si war später Präsidentin des Komitees eines nach ihr benannten Gesangwettbewerbs.
 
16.7. Zdenek SVEHLA wird 85
 
Er begann seine Ausbildung an der Janácek-Akademie in Brno bei Bohumil Sobeský und vollendete sie als Schüler von Apollo Granforte in Mailand und von Carlo Polacco in Venedig. Debüt 1951 am Opernhaus von Olomouc (Olmütz) als Gabriele in »Simon Boccanegra« von Verdi. Er war dann für viele Jahre eines der prominentesten Mitglieder des Nationaltheaters von Prag. Große Erfolge bei internationalen Gastspielen; so war er zu Gast an der Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper (1967 als Hans in der »Verkauften Braut«), am Teatro Liceo von Barcelona, an der Oper von Brüssel, an den Nationalopern von Bukarest, Belgrad und Zagreb, in Genf, Zürich, Bologna und Neapel. Er beherrschte ein weit gespanntes Rollenrepertoire, das Partien in Opern von Verdi, Mozart, Smetana, Janácek, Tschaikowsky, Prokofieff, Puccini, R. Strauss und Moniuszko enthielt. In einer Verfilmung von Dvoráks Oper »Rusalka« stellte er den Prinzen dar.
Schallplatten: Supraphon (»Dalibor« und »Zwei Witwen« von Smetana, Oratorium »Sancta Ludmilla« von Dvorák), Decca (»Katja Kabanowa«, »Die Sache Makropoulos«, »Aus einem Totenhaus«, alle von Janácek).
 
17.7. Edeltraud BLANKE wird 70
 
Sie erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Berlin und war Schülerin von Margarethe Bärwinkel. Sie hatte ihr erstes Engagement 1962-65 am Opernhaus von Köln und sang dann 1965-68 am Stadttheater von Münster (Westfalen), wo sie als Antrittsrolle die Arabella in der gleichnamigen Richard Strauss-Oper vortrug. 1968-72 war sie am Landestheater von Innsbruck engagiert, 1970-74 am Stadttheater von Aachen, 1973-75 am Nationaltheater von Mannheim. Sie schloss dann Gastverträge mit verschiedenen deutschen Theatern ab, u.a. mit den Stadttheatern von Aachen und Krefeld, mit dem Landestheater Innsbruck und für die Spielzeit 1976-77 mit dem Opernhaus von Nürnberg. Sie trat gastweise an der Berliner Staatsoper, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf- Duisburg, an den Opernhäusern von Dortmund und Kassel, in Hannover, Frankfurt a.M. und Wiesbaden, und am Opernhaus von Bordeaux auf. Sie sang vor allem Partien aus dem lyrisch-dramatischen Fach: die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Agathe im »Freischütz«, die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Santuzza in »Cavalleria rusticana«, die Mimi in Puccinis »La Bohème«, die Titelheldin in dessen »Manon Lescaut«, die Butterfly, die Marschallin im »Rosenkavalier«, die Amelia in Verdis »Maskenball«, die Leonore im »Troubadour«, die Alice Ford im »Falstaff«, die Giulietta in Offenbachs Oper »Hoffmanns Erzählungen«, die Tosca, die Lucille in »Dantons Tod« von G. von Einem, die Penelope in »Gloriana« von Benjamin Britten, die Tochter in »Cardillac« von Hindemith und eine Anzahl von Wagner-Rollen (Senta, Elisabeth, Elsa, Eva in den »Meistersingern«). Dazu als Konzertsängerin bekannt geworden.
 
17.7. Michael THEODORE wird 70
 
Erste Ausbildung durch den Pädagogen Liondas in seiner Heimat, dann an der Wiener Musikakademie, schließlich bei Alfred Knopf in München. 1967 gewann er bei einem Gesangwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks den ersten Preis und debütierte darauf an der Staatsoper von Stuttgart. Nachdem er bereits in Griechenland einzelne Konzerte gegeben hatte, widmete er sich jetzt in erster Linie dem Konzertgesang, wobei er ein umfangreiches Repertoire von altitalienischen Arien über Opernfragmente und Szenen aus Operetten bis zu griechischen und deutschen Liedern zu Gehör brachte. Allgemein bekannt wurde er durch seine schönen Schallplattenaufnahmen, die zuerst bei Intercord, seit 1970 exklusiv bei Ariola-Eurodisc herauskamen. Hier werden alle Vorzüge seines strahlenden, im Ausdruck fein abgestuften Tenors deutlich. Konzert-Tourneen trugen ihm in den deutschen Musikzentren, in Holland, in seiner griechischen Heimat wie auch in Nordamerika Erfolge ein.
 
17.7. Lilian BENNINGSEN wird 85
 
Sie erhielt ihre Ausbildung in Wien durch die bekannten Pädagoginnen Anna Bahr-Mildenburg und Elisabeth Rado. 1947 gewann sie den ersten Preis im Gesangwettbewerb der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde. Darauf kam es 1948 zu ihrem Bühnendebüt am Landestheater von Salzburg als Bostana im »Barbier von Bagdad« von P. Cornelius. Es schlossen sich Engagements am Stadttheater von Göttingen und an der Oper von Köln (1950-52) an. 1951 gastierte sie an der Staatsoper von München als Eboli in Verdis »Don Carlos«. Der Erfolg war so groß, dass sie an diese Bühne verpflichtet wurde, deren Mitglied sie für lange Jahre blieb. Neben Partien wie der Fricka im Ring-Zyklus, der Carmen, der Amneris in »Aida« waren weitere Höhepunkte in ihrem umfangreichen Bühnenrepertoire der Octavian im »Rosenkavalier«, die Dorabella in »Così fan tutte« und die Marzelline in »Figaros Hochzeit«. Sie gastierte an der Wiener Staatsoper (1956 als Amneris, 1956-61 als Octavian und 1973 als alte Buryja in Janáceks »Jenufa«)und bei den Festspielen von Salzburg (bereits 1947 als Konzertsolistin, am 17.8.1955 in der Uraufführung der »Irischen Legende« von W. Egk und erneut im Konzertsaal, 1965 in »Betulia liberata« von Mozart), in London, Lissabon und beim Festival von Athen. An der Covent Garden Oper London sang sie 1953 in der englischen Erstaufführung der Richard Strauss-Oper »Die Liebe der Danaë«. 1953 gastierte sie am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich in der Schweizer Erstaufführung der Oper »Die Liebe der Danaë« von Richard Strauss als Alkmene, 1954 als »Salome« vom gleichen Komponisten, 1955 als Amneris. Bei den Schwetzinger Festspielen von 1961 wirkte sie in der Uraufführung der Oper »Elegie für junge Liebende« von H.W. Henze mit, 1969 an der Münchner Oper in der von »Aucassin und Nicolette« von G. Bialas, zuvor bereits 1960 in »Seraphine oder die stumme Apothekerin« von Heinrich Sutermeister. Gleichzeitig hatte sie eine bedeutende Karriere als Konzert- und Liedersängerin. - Verheiratet mit dem Opernsänger Hans Reischl.
Schallplatten: DGG (»Figaros Hochzeit«, »Tentation de Saint Antoine« von Egk), Decca, Eurodisc (Magdalene in den »Meistersingern« unter Keilberth), RAI-Electrola (»Walküre«, Rom 1953). Auf EJS ist sie in den vollständigen Opern »Ariadne auf Naxos« und »Die tote Stadt« von Korngold zu hören.
 
18.7. Nina LEBEDEVA wird 70
 
Sie studierte anfänglich Klavierspiel und ließ dann am Konservatorium von Moskau ihre Stimme durch E. Schumskaja und O. Lebedewa ausbilden. Ihr Bühnendebüt erfolgte sogleich am Bolschoj Theater Moskau 1967 als Micaela in »Carmen«. Sie blieb seitdem eine der führenden Sängerinnen an diesem Opernhaus. Von ihren Bühnenpartien sind die Jaroslawna in Borodins »Fürst Igor«, die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, die Lisa in Tschaikowskys »Pique Dame«, die Aida und die Leonore im »Troubadour« von Verdi hervorzuheben. Sie gastierte u.a. in Rio de Janeiro und kam auch zu einer erfolgreichen Konzertkarriere.
Schallplatten der sowjetrussischen Plattenproduktion (Melodiya), darunter auch vollständige Opern. - Sie sollte nicht mit der gleichzeitig am Bolschoj Theater Moskau tätigen Sopranistin Nelya Lebedewa verwechselt werden.
 
18.7. Eva ILLES wird 80
 
Die aus Ungarn stammende Sängerin erhielt dort ihre Ausbildung und begann auch ihre Karriere in Ungarn. 1967 kam sie nach Westdeutschland und wurde für zwei Jahre (1967-69) an das Stadttheater von Regensburg engagiert. Sie ging dann an das Stadttheater von Freiburg i.Br. (1969-71) und war 1971-75 Mitglied des Opernhauses von Zürich. 1974-81 war sie gleichzeitig Mitglied des Staatstheaters Hannover und sang dann noch während der Spielzeit 1981-82 am Opernhaus von Frankfurt a.M. Während der siebziger Jahre bestanden Gastspielverträge mit dem Opernhaus von Nürnberg, für die Jahre 1973-75 auch mit den Staatsopern von Hamburg und Stuttgart. Sie gab Gastspiele u.a. an der Covent Garden Oper London (1972 als Senta im »Fliegenden Holländer«), am Teatro Liceo Barcelona (1979) und an der Wiener Staatsoper (1971 als Ariadne auf Naxos in der Oper gleichen Namens von R. Strauss). Sie trat vor allem in jugendlich-dramatischen Sopranpartien auf, darunter als Elsa im »Lohengrin«, als Elisabeth wie als Venus (zum Teil als Doppelrolle in der gleichen Vorstellung) im »Tannhäuser«, als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«, als Leonore im »Troubadour«, als Elena in »I Vespri Siciliani« von Verdi, als Maddalena in »Andreas Chénier« von Giordano und als Turandot von Puccini. Sie war verheiratet mit dem ungarischen Bassisten István Trefas, der längere Zeit am Stadttheater von Bremen und dann am Staatstheater von Braunschweig engagiert war.
Schallplatten: Sonopress (Querschnitte »Aida« und »Troubadour«), ZYX-Records.
 
18.7. Wilhelm FELDEN wird 100
 
Seine Ausbildung fand an der Musikhochschule Wien statt; sein erstes Engagement erhielt er 1934-36 am Deutschen Theater Brünn (Brno). Er ging dann an das Stadttheater von Graz (1936-38), von hier an das Stadttheater von Solothurn (1938-40) und schließlich 1940 an das Stadttheater von Zürich. 1947 wurde er an die Staatsoper von Wien berufen, deren Mitglied er bis 1950 blieb. Er sang hier nach seinem Debüt als Bonze in »Madame Butterfly« in insgesamt 137 Vorstellungen u.a. den Ramphis wie auch den König in »Aida«, den Crespel in »Hoffmanns Erzählungen«, den Monterone im »Rigoletto« und den Maurizio in »Die vier Grobiane« von Wolf-Ferrari. Für die Jahre 1950-55 war er nochmals in Graz engagiert. Er beschloss seine Karriere mit einer Verpflichtung am Staatstheater Karlsruhe in den Jahren 1955-61. Er gastierte bei den Festspielen von Salzburg 1947 in der Uraufführung von »Dantons Tod« von G. von Einem und als Antonio in »Figaros Hochzeit«, am Teatro Fenice Venedig (1947, 1949), beim Maggio musicale Florenz (1951 in »Elektra« von R. Strauss und als Drago in der italienischen Erstaufführung von R. Schumanns »Genoveva«), an der Oper von Monte Carlo (1955), am Teatro Liceo Barcelona, am Teatro San Carlo Neapel und an der Oper von Marseille. 1947 war er mit dem Ensemble der Wiener Staatsoper an der Covent Garden Oper London zu Gast. Im späteren Verlauf seiner Karriere war er auch als Regisseur tätig. Weitere Bühnenpartien: Leporello im »Don Giovanni«, Rocco im »Fidelio«, van Bett in »Zar und Zimmermann«, Baculus im »Wildschütz«, Daland im »Fliegenden Holländer«, Alberich im Ring-Zyklus, Bartolo im »Barbier von Sevilla«, Ochs im »Rosenkavalier«.
Schallplatten: Cetra (»Elektra«-Mitschnitt aus Florenz 1951).
 
19.7. Erwin PIPLITS wird 70
 
Den Namen Erwin Piplits verbindet man mit dem Serapions Theater Wien, das sich von 1980 bis 1988 am Wallensteinplatz befand und dann ins Odeon übersiedelte. Seit der Gründung 1980 ist Erwin Piplits in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Ulrike Kaufmann (Ausstattung) dort tätig. Wichtige Werke waren 'Der Gaulschreck im Rosennetz', 'Verwunschen', 'Bal Macabre', 'Tolldreiste Szenen', 'Double & Paradise', 'Heil'ge Hochzeit' im Messepalast, 'Patt', 'Succubus' als Neufassung der 'Tolldreiste Szenen' im Augarten, 'Anima' am Donauufer für die Wiener Festwochen, 'A Bao A Qu' sowie 'Axolotl Visionarr', 'Panhoffmann', 'Kispotlatsch', 'Karacho', 'Nu', 'Guernica' für die Wiener Festwochen 'Wi, Monami', 'Einen Schatten halt ich im Arm' frei nach Tankred Dorst, '17+4', 'Xanadu' sowie zuletzt 'Anne Frank'. Außerdem inszenierte er in Salzburg 'Così fan tutte', für die Wiener Festwochen 1997 'Seltsame Unruhe' und war für Regie und Bühnenbild von 'Rusalka', 'Il Trittico', 'Mitridate' und 'Attila' am Opernhaus Zürich verantwortlich.
 
19.7. Giorgio ONESTI wird 90
 
Seine Ausbildung erfolgte durch die Pädagogen V. d'Alessandro und R. Ricci. 1949 debütierte er in Spoleto und trat seitdem an den meisten italienischen Opernhäusern von Bedeutung in Charakter- und Comprimario-Partien auf. So hörte man ihn u.a. an der Oper von Rom, am Teatro San Carlo Neapel, am Teatro Comunale Florenz (1953 als Dr. Bartolo in Paisiellos »Barbiere di Seviglia«), am Teatro Massimo Palermo, dazu an vielen kleineren Bühnen. 1952-58 wirkte er bei den Festspielen in den Thermen des Caracalla in Rom als Mesner in »Tosca« und als Alcindoro in »La Bohème« mit. Es kam im Lauf seiner Karriere auch zu Auslandsgastspielen, so an der Niederländischen Oper Amsterdam (1960), bei den Mai-Festspielen von Wiesbaden (1961) und am Opernhaus von Dublin (1962). Er setzte seine Bühnenauftritte bis zu Beginn der achtziger Jahre fort, wobei er vor allem an der Oper von Rom gastierte. Er war später als Pädagoge am Conservatorio Lorenzo Perosi in Campobasso tätig.
Schallplatten: Kleinere Partien in Gesamt-Aufnahmen von Opern bei Philips (»La Bohème«, »Gianni Schicchi« von Puccini), RCA (»La Bohème«), Decca (»La Bohème«).
 
 
21.7. Poul ELMING wird 60
 
Er erhielt seine Ausbildung an den Konservatorien von Aalborg und Aarhus und war in Wiesbaden Schüler des berühmten Pädagogen Paul Lohmann. Er debütierte als Bariton 1978 in einem Konzert. Seit 1979 sang er an der Jütländischen Oper Aarhus, seit 1984 an der Königlichen Oper Kopenhagen Partien aus dem Baritonfach, darunter den Erik in »Drot og Marsk« von P. Heise, den Malatesta im »Don Pasquale« von Donizetti, den Titelhelden im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, den Grafen Luna im »Troubadour«, den Posa in Verdis »Don Carlos«, den Heerrufer im »Lohengrin« und den Papageno in der »Zauberflöte«. Im Alter von dreißig Jahren entschloss er sich, seine Stimme auf das Heldentenor-Fach umschulen zu lassen. Er studierte nochmals bei Susanna Eken an der Königlichen Musikakademie Kopenhagen und ging für drei Monate nach New York, wo er an der Juilliard School of Music Schüler von Oren Brown war. Darauf übernahm er als erste Tenorpartie 1988 an der Oper von Kopenhagen den Dimitrij im »Boris Godunow«, 1989 dann den Parsifal. Er sang danach auch den Erik im »Fliegenden Holländer« und den Spalanzani in »Hoffmanns Erzählungen«. 1990 hatte er einen sensationellen Erfolg, als er bei den Festspielen von Bayreuth den Siegmund in der »Walküre« sang, den er 1991-92, 1994-96 und 1998 dort wiederholte; dazu sang er in Bayreuth 1992, 1996-97 und 2000 den Parsifal und 1993 wie 1995-96 den Melot im »Tristan«, 1993 den Steuermann im »Fliegenden Holländer«. Den Siegmund, seine Glanzrolle, sang er dann auch am Deutschen Opernhaus Berlin, an der Wiener Staatsoper (1993-2000), in Hannover und Mannheim, an der Covent Garden Oper London (1991), an der Jütländischen Oper in Aarhus (1993), an der Oper von Oslo (1994), in San Francisco (1995), an der Oper von Chicago (1996), an der Metropolitan Oper New York (2000) und am Grand Théâtre Genf (2000). In seiner zweiten Glanzrolle, dem Parsifal, gastierte er an der Oper von Antwerpen (1992), an der Berliner und an der Wiener Staatsoper (1993-98), in Montpellier (1995), in Amsterdam (1997), beim Maggio musicale in Florenz (1997), am Théâtre Châtelet Paris (1997) und in einer konzertanten Aufführung in der Albert Hall in London (2000). An der Staatsoper Berlin 1994 als Erik zu Gast. 1996 hörte man ihn in Kopenhagen in »Saul og David« von C. Nielsen. An der Oper von Kopenhagen trat er 1997 als Max im »Freischütz« auf, 1998 als Melot, als Titelheld in »Idomeneo« von Mozart und als Lohengrin. 1999 gastierte er an der Staatsoper Hamburg als Max. 2000 wirkte er an der Oper von Kopenhagen in der Uraufführung der Oper »The Handmaid’s Tale« (»Der Bericht der Magd«) von Poul Ruders als Luke mit. Auch als Konzertsänger trat er in Erscheinung, u.a. als Solist mit dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester Kopenhagen.
Schallplatten: Chandos (»Hymnus amoris« von Carl Nielsen, »Elverskud« von N.H. Gade, »Drot og Marsk« von Heise), Dacapo (»Siddharta« von P. Nørgård, Sverkel in »Liden Kirsten« von J.P.E. Hartmann, Sinfonie Nr. 3 von Carl Nielsen, Luke in »The Handmaid’s Tale« von Poul Ruders), Decca (Siegmund in der »Walküre«), Marco Polo/Da Capo (»Jugend und Torheit« von Dupuy); Teldec-Video (Siegmund in der »Walküre«, Titelheld im »Parsifal« aus Bayreuth).
 
21.7. Der britische Regisseur Jonathan MILLER wird 75
 
 
21.7. Anny FELBERMAYER wird 85
 
Sie war an der Wiener Musikakademie Schülerin von Josef Witt und Elisabeth Rado. Sie gewann den Ceborati-Preis in Wien sowie Gesangwettbewerbe in Genf und Verviers. 1951 wurde sie an die Wiener Staatsoper berufen (Antrittsrolle: Nannetta in Verdis »Falstaff«), deren Mitglied sie bis 1982 blieb. Sie trat an diesem Haus in einer Vielzahl von Partien auf, u.a. als Susanna in »Figaros Hochzeit«, als Zerlina im »Don Giovanni«, als Pamina in der »Zauberflöte«, als Marzelline im »Fidelio«, als Ighino in »Palestrina« von Hans Pfitzner, dazu in zahlreichen kleineren Partien. Allein die Barbarina in »Figaros Hochzeit« sang sie hier in 235 Vorstellungen. Insgesamt sang sie an der Wiener Staatsoper in mehr als 930 Vorstellungen. Seit 1952 trat sie auch während einer Reihe von Jahren bei den Festspielen von Salzburg in Erscheinung. Sie sang dort 1952 und 1956-57 die Barbarina sowie den 1. Knaben in der »Zauberflöte« und in der Uraufführung der Oper »Die Liebe der Danaë« von R. Strauss (14.8.1952) die Xanthe; 1956 wirkte sie bei diesen Festspielen in Mozarts »Idomeneo«, 1957 in »Elektra« von R. Strauss mit. Sie gastierte u.a. an der Mailänder Scala und an der Oper (Théâtre de la Monnaie) von Brüssel, am Teatro Liceo Barcelona und am Stadttheater von Graz. Schön gebildete, lyrische Sopranstimme. Im Konzertsaal vor allem als Oratoriensängerin von Bedeutung.
Schallplatten: Decca (Barbarina in »Figaros Hochzeit«, kleinere Partien in »Rosenkavalier«, »Frau ohne Schatten«, »Freischütz«), Columbia (Zdenka in »Arabella«, Barbarina in »Figaros Hochzeit«, »Hänsel und Gretel«), Cetra (»Elektra«, Salzburg 1957), schöne Oratorien- und Lied-Aufnahmen auf Amadeo-Vanguard.
 
22.7. Monika LUCK wird 60
 
Sie war die Tochter des Komponisten und Dozenten Dr. Hans Luck. Sie erhielt bereits als Kind Unterricht in Gesang und im Cellospiel. 1968-73 erfolgte dann die Ausbildung ihrer Stimme an der Musikhochschule von Dresden. Dort war sie Schülerin von Christian Elßner, Hanne-Lore Kuhse und Karin Mitscherling. 1967 gewann sie den Robert Schumann-Preis der Stadt Zwickau, 1968 einen weiteren Wettbewerb in dieser Stadt; 1981 Preisträgerin beim Wettbewerb »Junge Opernsänger« in Gera, 1979 bei einem Internationalen Opernsänger-Wettbewerb in Sofia. 1973 begann sie ihre Bühnenlaufbahn am Theater von Halberstadt. Über die Theater von Nordhausen und Bautzen kam sie 1982 an das Opernhaus von Leipzig. Durch einen Gastvertrag war sie dem Staatstheater Schwerin verbunden. 1997 sang sie am Opernhaus von Leipzig in der Uraufführung der Oper »Abraum« von J. Herchet. Von ihren Bühnenpartien sind die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Brünnhilde in der »Walküre«, die Senta im »Fliegenden Holländer«, die Desdemona in Verdis »Otello«, die Leonore in »La forza del destino« und die Elisabetta im »Don Carlos« vom gleichen Meister, die Mutter in »Hänsel und Gretel«, die Rosalinde in der »Fledermaus«, die Saffi im »Zigeunerbaron«, die Santuzza in »Cavalleria rusticana« und die Fata Morgana in Prokofieffs »Liebe zu den drei Orangen« zu nennen. Sie gab zahlreiche Konzerte in Deutschland wie im Ausland, u.a. in Leningrad, Kaunas (Litauen), in Polen, Bulgarien, Ungarn und in der CSSR. Verheiratet mit dem ebenfalls in Leipzig wirkenden Opernsänger Erwin Noack.
Schallplatten: Brünnhilde in der »Walküre« (Rundfunkaufnahme einer Aufführung im Staatstheater Schwerin).
 
22.7. Heinz HAGENAU wird 80
 
Er erlernte zuerst den Beruf eines Maurers, ließ aber privat seine Stimme durch Irene Schwedthelm und durch Charlotte Feindt in Hamburg ausbilden. 1955 trat er dem Chor des Hamburger Operettentheaters bei. 1956 wurde er als erster seriöser Bass an das Stadttheater von Flensburg engagiert. 1958-61 wirkte er in Lübeck, 1961-63 am Stadttheater Mainz, seit 1963 für mehr als dreißig Jahre bis 1994 erster Bassist am Opernhaus von Frankfurt a.M. Der Künstler, der über 90 Partien seines Stimmfachs beherrschte und vor allem als großer Wagner-Interpret galt, gastierte an den führenden deutschen Opernhäusern, u.a. in München, Hamburg, Stuttgart, Berlin, in Mannheim und an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Auslandsgastspiele 1963 am Opernhaus von Graz, 1966 an der Staatsoper Wien (als Rocco im »Fidelio«), 1966 am Opernhaus von Nizza (in Aufführungen des Ring-Zyklus, 1971 als Hunding in der »Walküre«), 1963-65 am Théâtre de la Monnaie Brüssel, 1967 am Teatro Colón Buenos Aires (als Hagen in der »Götterdämmerung«), 1967 in Amsterdam (als Hagen, 1969 als Fafner), am Teatro Margherita in Genua (1967 als Marke im »Tristan«, 1967 am Opernhaus von Lyon als Hunding), 1971 am Opernhaus von Toulouse (als Daland im »Fliegenden Holländer«), 1972 am Teatro Liceo Barcelona (als Hagen) sowie in Griechenland und Irland. 1963 unternahm er eine Russland-Tournee. 1963-64 sang er bei den Festspielen von Bayreuth den Nachtwächter in den »Meistersingern« und den Titurel im »Parsifal«. In Frankfurt wirkte er u.a. am 16.6.1986 in der Uraufführung der Oper »Stephen Climax« von Hans Zender mit. Aus seinem Repertoire für die Bühne sind ergänzend noch der Komtur im »Don Giovanni«, der Sarastro in der »Zauberflöte«, der Kaspar im »Freischütz«, der Landgraf im »Tannhäuser«, der Hans Sachs in den »Meistersingern«, der Sparafucile im »Rigoletto«, der König Philipp in Verdis »Don Carlos«, der Ramphis in »Aida«, der Pimen im »Boris Godunow« und der Ochs im »Rosenkavalier« zu nennen.
Schallplatten: Eurodisc (Querschnitt »Waffenschmied« von Lortzing); dazu singt er auf einer kleinen amerikanischen Marke das Bass-Solo in der 9. Sinfonie von Beethoven. Auch Aufnahmen auf Opera und auf Melodram (Titurel im »Parsifal«, Bayreuth 1964).
 
22.7. Jacqueline BÜGLER wird 85
 
Sie trat als Kind im Kinderballett des Mannheimer Nationaltheaters auf, besuchte dann eine Handelsschule und arbeitete als Büroangestellte bei einer Exportfirma. Nebenher begann sie mit der Ausbildung ihrer Stimme. Sie studierte in Coburg bei Nelly Lieberknecht und in Nürnberg bei Oeckler, dann noch in Zürich bei Sylvia Gähwiller und bei Armin Weltner. Sie war zuerst 1945-49 am Landestheater von Coburg, dann 1949-54 am Opernhaus von Nürnberg und 1954-55 am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich engagiert. 1961-63 gehörte sie dem Stadttheater von Mainz an und setzte dann noch ihre Karriere in Form von Gastspielen fort. Sie gastierte u.a. an der Wiener Volksoper, an den Staatstheatern von Wiesbaden und Karlsruhe, in St. Gallen, Basel, Bremen und Heidelberg, in Luxemburg, am Théâtre Mogador Paris, an den Stadttheatern von Würzburg und Regensburg und am Opernhaus von Toulouse. Im Mittelpunkt ihres Repertoires für die Bühne standen Operettenpartien wie die Rosalinde in der »Fledermaus«, die Saffi im »Zigeunerbaron«, die Annina in »Eine Nacht in Venedig« von J. Strauß, die Laura im »Bettelstudenten« von C. Millöcker, die Titelrolle in »La belle Hélène« von Offenbach, die Kurfürstin im »Vogelhändler« von Zeller, die Hanna Glawari in der »Lustigen Witwe«, die Sonja im »Zarewitsch« von Lehár, die Anna Elisa in »Paganini« und die Lisa im »Land des Lächelns« vom gleichen Komponisten, dazu viele weitere Rollen in Operetten von P. Abraham, P. Burkhard, L. Jessel, E. Kálmán, P. Lincke, O. Nedbal, O. Straus und R. Heuberger. Sie trat jedoch auch in Opernpartien auf (Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, Musetta in »La Bohème«). Sie lebte später in Geroldswil im Schweizer Kanton Zürich.
 
24.7. Neil HOWLETT wird 75
 
Anfänglich Studium der Archäologie und der Anthropologie an der Universität von Cambridge. Die Ausbildung zum Sänger erfolgte durch Otakar Kraus in London, durch Tino Pattiera in Wien, an der Musikhochschule Stuttgart und durch Ettore Campogalliani in Mantua. Bühnendebüt am 13.6.1964 bei der English Opera Group in der Uraufführung von Benjamin Brittens »Curlew River« beim Festival von Aldeburgh; zuvor bereits im Konzertsaal aufgetreten. Er war in der Spielzeit 1965-66 am Stadttheater von Bremen engagiert. 1966 begann er eine langjährige Karriere bei der Sadler's Wells Opera London (Debüt als Agamemnon in Offenbachs »La belle Hélène«) und deren Nachfolgerin, der English National Opera, wo er eine Vielzahl von Bariton-Partien übernahm, sowie an der Covent Garden Oper London, bei den Festspielen von Edinburgh und Aldeburgh. Gastspiele an den Opern von Lyon, Bordeaux, Marseille, Nizza, Rouen, Toulouse, bei den Festspielen von Aix-en-Provence, an der Staatsoper Hamburg und am Stadttheater von Bremen. Er beherrschte ein breites Bühnen- und Konzertrepertoire, das von Werken der Barockepoche bis zu zeitgenössischen Komponisten reichte und u.a. Partien in Opern von Mozart, Donizetti, Verdi, Puccini, R. Wagner und R. Strauss enthielt. 1974 sang er bei der English National Opera London in der Uraufführung von »The Story of Vasco« von Crosse, 1989 in »The Plumber's Gift« von Blake. 1985 war er am Theater des Herodes Atticus in Athen als Hector in »King Priam« von M. Tippett zu Gast, 1986 am Teatro Colón Buenos Aires als Amfortas im »Parsifal«, 1987 als Fliegender Holländer. 1987-90 trat er bei der English National Opera (und mit deren Ensemble bei mehreren Gastspielen) als Scarpia in »Tosca« auf, 1992 gastierte er am Teatro Bellini Catania als Faninal im »Rosenkavalier«. Beim Holland Festival übernahm er 1990 die Partie des Ruprecht in »L'Ange de feu« von Prokofieff. Auf pädagogischem Gebiet an der Guildhall School of Music in London als Professor wirkend. Verheiratet mit der lyrischen Sopranistin Elizabeth Robson (* 1939 Dundee), die u.a. an der Covent Garden Oper London bei den Festspielen von Glyndebourne und Aix-en-Provence und an der Mailänder Scala auftrat.
Schallplatten: Decca.
Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.vocalwebsites.com/neilhowlett/
 
25.7. Franzi BERGER wird 75
 
Sie erhielt ihre Ausbildung durch Rudolf Grossmann in München. Sie eröffnete ihre Bühnenkarriere mit einem Engagement am Stadttheater von Aachen (1957-60), sang dann am Staatstheater von Braunschweig (1960-61), am Staatstheater von Wiesbaden (1961-63), am Stadttheater von Bern (Schweiz, 1963-65) und schließlich in einer fast zwanzigjährigen Karriere am Stadttheater von Basel (1965-84). Als Gast hörte man sie an der Staatsoper Stuttgart, an den Opernhäusern von Zürich, Köln und Graz, am Staatstheater Hannover, am Theater am Gärtnerplatz München, an den Stadttheatern von Augsburg und Freiburg i. Br., am Staatstheater Karlsruhe, am Theater von St. Gallen, an der Niederländischen Oper Amsterdam und bei der Operngesellschaft Forum in Enschede (Holland). Sie brachte auf der Bühne ein vielseitiges Repertoire zum Vortrag, das Partien aus den Bereichen der Oper wie der Operette enthielt, und aus dem nur die Micaela in »Carmen«, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Sandrina in »La finta giardiniera«, der Cherubino in »Figaros Hochzeit«, die Mimi in »La Bohème«, die Liu in Puccinis »Turandot«, die Micaela in »Carmen«, die Tatjana im »Eugen Onegin«, die Eva in den »Meistersingern«, die Agathe im »Freischütz«, die Titelfiguren in »La belle Hélène« von Offenbach, in der »Lustigen Witwe« von Lehár und in »Gräfin Mariza« von E. Kálmán, die Rosalinde in der »Fledermaus« und die Saffi im »Zigeunerbaron« aufgeführt seien. Sie wirkte am Staatstheater von Wiesbaden in der Uraufführung der Oper »Die Liebeskette« von Franz Xaver Lehner mit (1962 als Beatrice), am Stadttheater von Basel in der von »Bunbury« von Paul Burkhard (1965 als Cecily), außerdem in einer Anzahl von Schweizer Erstaufführungen, und zwar in Bern in »L’Infedeltà delusa« von J. Haydn (Spielzeit 1963-64 als Vespina) und »Il Campiello« von E. Wolf-Ferrari (1964-65 als Gasparina), in Basel in »Amour électronique« von J. Kosma (1965-66 als Elisabeth), »Les Malheurs d’Orphée« von Darius Milhaud (1965-66 als Renard) und »Der Traum des Liu-Tung« von Isang Yun (1969-70 als Yu-Chan). Bekannt wurde sie auch durch Konzert- und Rundfunkauftritte. Sie lebte später in Neubeuern (Bayern).
 
25.7. Vera SCHLOSSER wird 80
 
Sie verbrachte in Karlsbad ihre Jugend, erhielt ihren ersten Gesangunterricht, doch wurde ihre Familie dann gegen Ende des Zweiten Weltkriegs nach Regensburg verschlagen. 1947-53 war sie als Choristin und als Elevin am dortigen Stadttheater beschäftigt, wurde aber zunächst nur in kleinen Partien eingesetzt. 1951 sang sie im Chor der Bayreuther Festspiele. Ihren ersten großen Erfolg hatte sie in Regensburg, als sie eine andere Sängerin als Desdemona im »Otello« ersetzte und dabei eine herausragende Leistung zeigte. 1953 wurde sie als lyrischer Sopran an das Staatstheater von Wiesbaden verpflichtet. 1957 kam sie von dort an das Stadttheater (Opernhaus) von Zürich, an dem sie bis 1969 eine erfolgreiche Karriere hatte. 1963 gastierte sie an der Mailänder Scala als Wellgunde im Nibelungenring. Auch an den Staatsopern von München, Hamburg und Stuttgart, am Teatro Comunale Bologna und an der Oper von Rom als Gast aufgetreten. 1960 und 1961 gastierte sie am Teatro San Carlos Lissabon als Jenufa von Janácek bzw. als Eva in den »Meistersingern«. Sie sang zahlreiche Partien aus dem lyrisch-dramatischen Repertoire. Sie sang am Opernhaus von Zürich 1963 in der Uraufführung der Oper »Die Errettung Thebens« von Rudolf Kelterborn die Braut des Menoikeus, auch in der Schweizer szenischen Erstaufführung der Händel-Oper »Deidamia« die Titelrolle (1958) und in der von Frank Martins »Mystère de la Nativité« die Partien der Eva und der Maria (1961). Zugleich bedeutende Konzertsopranistin. Sie wohnte später in Feldbach im Kanton Zürich.
Schallplatten: Auf Decca wirkt sie als eine der Walküren in Wagners »Walküre« mit.
 
28.7. Milan HORVAT wird 90
 
Er studierte Klavier und Dirigieren an der Akademie in Zagreb. 1945 übernahm er dort die Leitung des Rundfunkorchesters, 1946 wurde er Dirigent des Philharmonischen Orchesters in Zagreb und stieg 1958 zum Chefdirigenten auf (bis 1969). Gleichzeitig war er Chef der Oper in Zagreb, ab 1953 auch Chefdirigent des Rundfunk-Symphonieorchesters Dublin. 1969 wurde er zum Leiter des Österreichischen Rundfunk-Symphonieorchesters in Wien ernannt. Gastverpflichtungen führten ihn in viele Opernhäuser und Konzertsäle Europas, der USA und Japans.
 
29.7. Ágnes VÁMOS wird 80
 
Sie wurde in der ungarischen Metropole Budapest zur Sängerin ausgebildet und debütierte 1950 an der dortigen Nationaloper, der sie bis zum Anfang der siebziger Jahre angehörte. Sie trat vor allem in Partien aus dem lyrischen Stimmfach auf, u.a. als Elvira in Verdis »Ernani«, als Traviata, als Amelia in »Simon Boccanegra« von Verdi, als Sulamith in der »Königin von Saba« von Goldmark, als Nedda im »Bajazzo« und als Melinda in der ungarischen Oper »Bánk-Bán« von F. Erkel. Sie blieb bis 1977 Mitglied der Budapester Oper. Gastspiele führten die Künstlerin in die CSSR und nach Sowjetrussland.
 
30.7. Teresa CAHILL wird 65
 
Sie wurde an der Guildhall School of Music London und im Londoner Opera Centre, hier durch Vera Rozsa, ausgebildet. Sie debütierte 1967 bei der Phoenix Opera Company in London als Rosina im »Barbier von Sevilla«. 1970 gewann sie den John Christie Award. Erfolgreiche Karriere vor allem an der Covent Garden Oper London, bei der Welsh Opera Cardiff, bei der Scottish Opera Glasgow und bei den Festspielen von Aldeburgh. Sie gastierte seit 1972 in den USA an der Oper von Santa Fé. Seit 1969 wirkte sie fast alljährlich bei den Festspielen von Glyndebourne mit, wo man sie vor allem 1977 und 1980 als Alice Ford in Verdis »Falstaff« bewunderte. 1972 und 1976 trat sie an der Mailänder Scala auf, 1970-77 hörte man sie an der Covent Garden Oper London als Zerline im »Don Giovanni«, als Barbarina in »Le nozze di Figaro«, als Sophie im »Rosenkavalier«, 1976 in der Uraufführung von H.W. Henzes »We come to the River«. 1977 sang sie bei der English National Opera London die Pauline Leclerc in der Uraufführung der Oper »Toussaint l'ouverture« von David Blake. 1990 zu Gast bei der Chelsea Opera Group (Titelrolle in »Daphne« von Richard Strauss). Große Konzertkarriere in England (u.a. beim Edinburgh Festival), in Berlin und Wien, in Frankfurt a.M. und Stockholm, in Chicago und Houston/Texas, in Holland und in Italien. Sie trat im Rundfunk in England, Italien, Deutschland, Belgien und Dänemark auf. Sie übernahm sowohl Aufgaben aus dem Bereich des Koloraturfachs wie für lyrischen Sopran; namentlich als Mozart-Interpretin angesehen. Zu ihren wichtigsten Rollen zählten die Zerline wie die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Fiordiligi in Così fan tutte, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Servilia in »La clemenza di Tito« und die Miss Wordsworth in Brittens »Albert Herring«. Zu ihren Bühnenrollen gehörten auch die Antonia in »Hoffmanns Erzählungen«, die Blanche in »Dialogues des Carmélites« von Poulenc, die Jolanthe in der gleichnamigen Oper von Tschaikowsky, seit etwa 1990 auch die Arabella von Richard Strauss. Zugleich erfolgreiches Wirken im Konzertsaal.
Schallplatten: Argo, HMV-Electrola (»Figaros Hochzeit«, Ausschnitte aus dem »Rosenkavalier« in der Partie der Sophie, »Scenes from the Saga of King Olaf« von Elgar), Denon (8. Sinfonie von G. Mahler), Pearl (Werke von E. Elgar), Decca (»La Calisto« von Cavalli), CBC (»Cendrillon« von Massenet), Chandos (Lieder von R. Strauss).
Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://teresacahill.net/
 
30.7. Melanie GEISSLER wird 95
 
Sie erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium von Augsburg, wo sie Schülerin von Albert Mayer war. 1939 begann sie ihre Bühnenkarriere mit einem Engagement am Stadttheater von Plauen im Vogtland, das bis 1941 dauerte. 1941-43 sang sie am Theater von Teplitz-Schönau, 1943-44 in Gotha (Thüringen). Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte sie 1946-51 dem Staatstheater Karlsruhe an und wirkte 1952-54 am Stadttheater der Schweizer Bundeshauptstadt Bern, dann 1954-57 am Opernhaus von Graz und seit 1957 erneut am Stadttheater von Bern, wo sie 1976 ihre Bühnenlaufbahn beendete. 1953 gastierte sie am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich als Eboli in Verdis »Don Carlos« und als Czipra im »Zigeunerbaron«. Sie gastierte u.a. an den Opernhäusern von Frankfurt a.M. und Zürich, an den Theatern von Heidelberg und Koblenz. Ihr Repertoire für die Bühne war sehr umfangreich und enthielt Partien wie die Dorabella in »Così fan tutte«, die Marcellina in »Figaros Hochzeit«, die Nancy in Flotows »Martha«, die Irmentraud im »Waffenschmied« von Lortzing, die Frau Reich in Nicolais »Lustigen Weibern von Windsor«, die Amneris in »Aida«, die Azucena im »Troubadour«, die Maddalena im »Rigoletto«, die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Carmen, die Madelon in »Andrea Chénier« von Giordano, die Suzuki in »Madame Butterfly«, den Nicklaus in »Hoffmanns Erzählungen«, die Magdalene in den »Meistersingern«, die Brangäne im »Tristan«, die Fricka in der »Walküre«, den Octavian wie die Annina im »Rosenkavalier«, die Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, die Magdalena im »Evangelimann« von Kienzl und den Silla in Hans Pfitzners »Palestrina«. Während ihrer langen Karriere am Stadttheater von Bern wirkte sie u.a. in folgenden Schweizer Opern-Erstaufführungen mit: »Ivan IV.« von Bizet (Spielzeit 1952-53 als Sophie), »Spiel von Liebe und Tod« von J. Cikker (1970-71 als Peau d’Ane), »L’Incoronazione di Poppea« von Monteverdi (1964-65 als Arnalta), »Das Märchen vom Zaren Saltan« von Rimsky-Korssakow (1958-59 als Babaricha), »Der Prozess« von G. von Einem (1953-54 als Frau Grubach), »Der junge Lord« von H.W. Henze (1967-68 als Begonia), »Amelia goes to the Ball« von G.C. Menotti (1953-54 als Freundin), »Notre Dame« von Franz Schmidt (1964-65 als alte Falourdel) und »Il Campiello« von E. Wolf-Ferrari (1964-65 als Orsola). Als Konzertsängerin trat sie u.a. in Augsburg, Basel, Bern und Paris auf.
Schallplatten: IGI (Gesamtaufnahme »Turandot« von Busoni).
 
31.7. Patricia WISE wird 65
 
Gesangstudium an der Kansas University bei Miriam Stewart Green, dann in der Opernklasse der Oper von Santa Fé, schließlich bei Margaret Harshaw in New York. 1966 stand sie in Kansas City erstmals auf der Bühne, und zwar als Susanna in »Figaros Hochzeit«. Sie sang dann an den großen amerikanischen Operntheatern: in Baltimore, Fort Worth, New Orleans, Philadelphia, San Antonio, Pittsburgh, Santa Fé und in Houston/Texas, vor allem aber an der New York City Centre Opera, an der sie oft zu hören war. Sie heiratete den Generaldirektor der Oper von Houston David Gockley und war seitdem an diesem Opernhaus ständig tätig. Große Erfolge bei Gastspielen an der Wiener Volksoper und an der Oper von Tel Aviv. 1971 sang sie in der Carnegie Hall New York in der konzertanten Premiere der Oper »Ariodante« von Händel, die auf einer amerikanischen Privatmarke aufgenommen wurde. 1968 erschien sie an der Oper von Santa Fé in der Uraufführung von Schönbergs »Jakobsleiter«. 1971 debütierte sie an der Covent Garden Oper London als Rosina im »Barbier von Sevilla«. 1972 bei den Festspielen von Glyndebourne als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« zu Gast. 1976 debütierte sie als Rosina im »Barbier von Sevilla« an der Wiener Staatsoper und war hier bis 1991 in insgesamt 294 Vorstellungen u.a. als Sophie im »Rosenkavalier«, als Musetta in »La Bohème«, als Pamina in der »Zauberflöte«, als Norina im »Don Pasquale«, als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, als Zdenka in »Arabella« von R. Strauss und als Susann in »Figaros Hochzeit« zu hören. 1980 debütierte sie an der Mailänder Scala als Nannetta im »Falstaff« von Verdi. 1986 nahm sie an der Japan-Tournee der Wiener Staatsoper teil; 1985 gastierte sie in Zürich und am Grand Théâtre Genf, dann auch in Barcelona, 1987 am Teatro Real Madrid und 1991 am Théâtre Châtelet Paris als Lulu von A. Berg. 1991 sang sie am Theater von Máo auf Menorca erstmals die Traviata. Bei den Festspielen von Salzburg wirkte sie 1981 als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, 1984 in der Uraufführung der Oper »Un Re in ascolto« von L. Berio, 1986-87 in Konzerten mit. Im übrigen sang sie sowohl das klassische Repertoire für lyrischen Koloratursopran (Mozart, Donizetti, Verdi, Bizet, Richard Strauss, Gounod, Gluck) als auch zahlreiche Partien in zeitgenössischen Werken von H.W. Henze, Ginastera und anderen Komponisten. Angesehen auch als Konzertsopranistin wie als Pädagogin.
Schallplattenaufnahmen: EMI (Titelfigur in »Lulu«), Edition Schwann (Mozart-Messen), Amadeo (Arien), Robin Hood Records (Gilda in vollständigem »Rigoletto«, New York, 1973), Col Legno (»Un Re in ascolto« von L. Berio).
 
31.7. Steurt BEDFORD wird 70
 
Er gab nach seiner Ausbildung an der Royal Academy of Music und dem Orgelstudium am Worcester College in Oxford im Jahr 1967 sein Debüt als Dirigent bei der English Opera Group in London, mit der er Tourneen durch Europa und Nordamerika unternahm. Er dirigierte auch am Covent Garden Opera House und auf dem Aldeburgh Festival, zu dessen künstlerischem Direktor er 1973 berufen wurde.1975 wurde er einer der beiden künstlerischen Direktoren der English Music Theatre Corporation.
 
31.7. Don GARRARD wird 80
 
Er besuchte zur Ausbildung seiner Stimme nacheinander das Konservatorium von Vancouver, das Royal Conservatory of Music in Toronto und die Music Academy of the West in Santa Barbara (Kalifornien); schließlich Schüler von Luigi Borgonovo in Mailand. Erster Bühnenauftritt 1952 an der Oper von Vancouver als Sprecher in der »Zauberflöte«. Er wurde in Kanada bekannt, als er im Fernsehen als Don Giovanni auftrat. Seine größten Erfolge hatte der Künstler in England, wo er seinen Wohnsitz nahm und 1961 an die Sadler's Wells Oper London engagiert wurde. Seit 1961 trat er an der Sadler's Wells Opera London in mehr als 500 Vorstellungen auf. Er sang an der Covent Garden Oper London (Debüt 1970 als Ferrando im »Troubadour«), bei der English National Opera, bei der Welsh Opera, bei der Scottish Opera Glasgow (u.a. 1963 in der englischen Premiere von Dallapiccolas »Volo di notte«) wie auch bei den Festspielen von Aldeburgh und Edinburgh. Gastspiele an den Opern von Toronto und Ottawa, an der Hamburger Staatsoper (bereits 1968), in Santa Fé, Washington, Johannesburg und bei den Festspielen von Drottningholm. Am 13.6.1964 sang er bei den Festspielen von Aldeburgh in der Uraufführung von Benjamin Brittens »Curlew River« in der Kirche von Orford, 1962 bei der Sadler's Wells Oper London in der englischen Erstaufführung von Pizzettis »L'Assassinio nella cattedrale« bei einem Gastspiel des Ensembles in Coventry. 1973 wirkte er bei den Festspielen von Glyndebourne in der englischen Erstaufführung des »Besuchs der alten Dame« von G. von Einem mit. Dort sang er 1965-76 u.a. auch den Gremin in »Eugen Onegin«, den Trulove in »The Rake's Progress« und den Arkel in »Pelléas et Mélisande«. 1988 gastierte er an der Oper von Toulouse als Großinquisitor im »Don Carlos« von Verdi. Er sang auf der Bühne das Repertoire für Bass von Händel bis zu Verdi, Wagner und modernen Komponisten. Auch als Konzertbassist in Erscheinung getreten. Er war als Pädagoge in Kapstadt in Südafrika tätig, wo er auch am Opernhaus als Sänger auftrat (u.a. 1994 als Rocco im »Fidelio«, 1995 als Sarastro in der »Zauberflöte«, 1998 als Crespel in »Hoffmanns Erzählungen«).
Schallplatten der Marken Columbia und HMV. Auf CBS singt er den Trulove in Strawinskys »The Rake's Progress«.
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