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Merker 2002-2007
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22. Jahrgang
Januar/Februar
2010
163
- - - - -
Anton Cupak
15.02.2010
20:32:20
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Kritiken  
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 Wiener Volksoper:  Paul Abraham Soiree „Kann nicht küssen ohne Liebe“ am 4.2.2010

Zur Einstimmung für die Premiere der „Blume von Hawaii“ am 7.2. führte CHRISTOPH WAGNER TRENKWITZ wie gewohnt launig und sehr informativ durch das Schaffen, auch durch das Leben von Paul Abraham (1892-1960). Es war ein sehr durchwachsenes Leben, mit allen Höhen und Tiefen, das allerdings tragisch endete. Über dem im heutigen Serbien geborenen Komponisten sagt man, er wäre schon im Volkschulalter am Komponieren gewesen, überliefert ist allerdings nichts. Als Jugendlicher übersiedelte die Familie nach Budapest, dort schrieb er viele Kompositionen, speziell Lieder nach Volksarten. Ein Modetrend, aber auch um sich vom Wiener Diktat zu distanzieren. SANDOR NEMETH plauderte sehr launig und wissend darüber. In seinem späteren Schaffen stand er immer im Schatten Emmerich Kalmans. An der Vop wird „die Blume von Hawaii“ erstmalig aufgeführt, man hoffe in einer Inszenierung die auch das Stück rüberbringt.

Hauptsächlich hörte man heute Abend beispiele aus „Viktoria und ihr Husar“, „Die Privatsekretärin“, „Ball im Savoy“, „“Zwei glückliche Herzen“, Roxy und ihr Wunderteam“ und natürlich auch einen Schlager aus der „Blume von Hawaii“. Ob man mit allen Nummern posthum dem Komponisten einen Gefallen tat, ist die Frage. Sehr bemüht um die Interpretation waren SEBASTIAN REINTHALLER, BIRGID  STEINBERGER und Sandor Nemeth. Schwungvoll konnten ELISABETH SCHWARZ und BORIS EDER mit so manch Buffonummer punkten. MELBA RAMOS sang die Lieder der „Diva“ mit schönster Opernstimme und Schmelz, doch diese Werke sind doch eher schwache Kompositionen, das gleiche gilt für die Lieder die MORTEN FRANK LARSEN bestens disponiert zu Gehör brachte. Der Schmachtfetzen, der alles sicher überlebt „reich mir zum Abschied“  wurde von diesen beiden Künstlern sehr schön dargeboten.

Einfühlsam begleitet wurden die Sänger von BELA FISCHER am Flügel, HELMUT HÖDL mit Klarinette und Saxophon, sowie JULIUS DARVAS am Kontrabass.

Ein netter musikalischer Abend, die Musik findet sicher ihre Anhänger, gelernt hat man Dank der hervorragenden Moderation von Wagner Trenkwitz sicher einiges.

Elena Habermann  (mit bezahlter Karte!)  

PS.:  Infolge der Premiere in den Kammerspielen mußte die Vop auf Schiller, Lugner, die unvermeidbare Frau Sarata und sonst noch viel Freikartenprominenz und Marchfelderhofschmarotzer verzichten.
 
So jetzt gehts mit suuuuuper
         

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