An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
BRAVO HERR LAYER!!! BESSER UND TREFFLICHER KANN MAN ES NICHT FORMULIEREN!!!
Der Dirigent Friedemann Layer äußert sich zu Inszenierungen allgemein:
Layer: Ein Bühnenwerk hat immer drei Zeiten:
1. die, in der es spielt.
2. die, in der es geschrieben wurde und
3. die, in der wir leben.
Die Beschäftigung mit einem Werk sollte sich immer mit allen drei Zeiten auseinandersetzen und selbstverständlich die Gegenwart einbeziehen. Die Werke überleben ja nur, weil sie etwas beinhalten, das uns auch in der Gegenwart etwas bedeutet. Nur so bekommen sie ja Tiefe. Eine Aufführung, die nichts mit dem Heute zu tun hat und nur historisch richtig sein möchte, langweilt mich.
5519
alter Merkerer
(AW: 5518)
28.02.2010 14:37
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Wer bitte ist Friedemann Layer? Hat der schon a mal in Wien dirigiert?
Echte Dirigenten sind Karajan, Solti, Thielemann, Maazel, Abaddo, Welser-Möst....und co.
Der Rest sind Taktschläger oder Provinzkapellmeister. Laß uns damit in Frieden.
Was die sagen interessiert uns hier in Wien soviel, als wenn ein Fahrrad in China umfällt.
Bitte ganz schnell löschen diesen Schwachsinn!
5520
Fanny
(AW: 5519)
28.02.2010 15:13
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Wer bitte ist "uns"?? Nur weil Sie in einem Opernmuseum leben wollen und die sehr klugen Sätze des Herrn Layer jenseits Ihrer Horizontlinie liegen, gilt das noch lange nicht für alle WienerInnen! Maßen Sie sich bitte nicht an, Ihre private Meinung zu einem allgemeinen Wertmaßstab zu machen.
Gibt es eigentlich einen Thread, in dem das chinesische Fahrrad nicht umfällt? Oder gilt das in Ermangelung eigener Argumente als Standardantwort für alles, was man ablehnt?
lg Fanny (auch aus Wien!!)
5521
Scootero
(AW: 5518)
28.02.2010 15:52
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Ja, ja, ja... Endlich sagt mal jeamand die Wahrheit hier. Ich danke auch meiner Vorschreiberin. Das läßt hoffen.
Ich meine nur, daß ein vierter Punkt vergessen wurde, nämlich die BIOGRAFIE des Komponisten und seine ERLEBNISWELT.
z.B. damit es jedem klar wird, meine ich, daß man kaum Wagner heute inszenieren kann, ohne seinem latenten Antisemitismus zu berücksichtigen.
5522
Pavarotti-Fan
(AW: 5521)
28.02.2010 16:01
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Mann oh Mann, Scooter!
Sie schon wieder und ihre Modernen Regisseure. Wir wahren Opernfreunde wollen keinen modernen Mist. Wir wollen die Opern so, wie sie vom Komponisten geschrieben worden sind. Wer etwas anderes will soll selbst seine Oper schreiben.
Ihre überflüssigen Beiträge erinnern mich immer an ein Buch, das noch geschrieben werden sollte:
Scooters gestammelter Unsinn, Titel: MEIN KRAMPF
5523
HansLick
(AW: 5522)
28.02.2010 16:28
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Vorweg Herr Layer ist Wiener und ich denke er dirigierte auch an der Staatsoper?
In dem Interview steht weiter:
Vielleicht ist es ja gerade das, was die Leute stört: Sie wollen der Gegenwart nicht begegnen -€¦
Layer: -€¦ natürlich gibt es da keine Patentrezepte. Aber wem nicht gefällt, dass Kunst auch die Gegenwart widerspiegelt, der darf sich nicht über die Kunst beschweren, sondern über die Gegenwart selbst.
(Wo Herr Layer beschweren wir uns über die Gegenwart?)
I C H WILL ZUMINDEST AUF DER OPERNBÜHNE DER GEGENWART N I C H T BEGEGNEN!
Da kann es noch soviele Scottero's und Fanny's mit ihren Eintagsinszenierungsphantasien geben.
5525
Fanny
(AW: 5522)
28.02.2010 19:01
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Wie gut, dass ich endlich weiß, was ein "wahrer Opernfreund" ist, nämlich ein Totengräber der lebendigen Kunstform Oper! Und wie gut, dass ich keinen von dieser Sorte persönlich kenne, sonst würde ich mir vermutlich ein anderes Hobby suchen. Und noch besser, dass ich genügend Leute kenne, für die Oper mehr ist als ein nostalgisches Panoptikum, Leute, die statt kitschiger Kulissen und verlogener "Heile-Welt-Plattituden das Ewiggültige und seinen Bezug zum Heute suchen und daher Produktionen bevorzugen, wo dies auch zum Ausdruck kommt.
Tja, wirklich jammerschade für Sie und Ihresgleichen, dass es eine ganze Menge dieser "unwahren Opernfreunde" gibt, aber ich gehe jede Wette ein, dass ein Mozart oder Verdi an uns entschieden mehr Freude hätte als an Ihnen, denn die wollten nämlich alles andere als seichte Unterhaltung für Gegenwartsmüde bieten, sondern verpackten mehr politischen und sozaialen Sprengstoff in ihren Werken, als Sie mit Ihren Scheuklappen sehen können und vor allem wollen.
lg Fanny
5526
kunzvogelgesang
(AW: 5525)
28.02.2010 21:43
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Da schrieb mal ein gewisser Goethe (hat nicht in Wien dirigiert und daher hier wohl manchem unbekannt):
Eines tauget nicht für alle,
sieh ein jeder wie er's treibe,
sieh ein jeder wo er bleibe,
und wer steht, dass er nicht falle.
5547
MT
(AW: 5526)
03.03.2010 09:59
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Mein Gott, welch ein wahrer Krampf! Und Gott sei Dank der Hinweis auf Wagner und den Antisemitismus! Danke "scootero" und Spießgesellen und innen!!!
Erst gestern hat ein Freund, ein bekennender Sozialdemokrat und absoluter Faschismus Gegner zu mir gemeint, er wolle sich nicht versündigen und ich wisse um seine Einstellung , aber bei dem Auftreten von manchen Vertretern ( Vorsitzenden von Gemeinden, Operndirektoren etc..) könne man schon nachvollziehen, daß sich allgemeine Ablehnung und Hass aufbauen.....!!! Wie erschreckend wahr!!!!
5560
EYNHUF
(AW: 5518)
04.03.2010 17:55
An alle Merkerer, die sich ernsthaft für Oper interessieren
Giuseppe Verdis Ansicht bezüglich Veränderungen an seinen Opern am Beispiel von „Rigoletto“:
„Ich weiß auch nicht, warum der Sack weggekommen ist. ... Hat man Angst um die Wirkung? Darf ich da etwas sagen: Warum will man davon mehr verstehen als ich? Und wer ist seiner Sache sicher? Wer kann sagen: Dies wird wirken und das nicht? ... Gibt es aber keinen Sack, dann ist es nicht wahrscheinlich, daß Triboletto (=Rigoletto, Anm.) eine halbe Stunde lang zu der Leiche spricht, ehe ein Blitz ihm zeigt, daß es seine Tochter ist. Ich bemerke zuletzt, daß man darauf verzichtet hat, den Triboletto häßlich und lahm sein zu lassen!! Ein Lahmer, der singt? Ja, warum nicht! Kann das wirken? Ich weiß es nicht. Aber wenn ich’s nicht weiß, so weiß es, noch einmal, auch der nicht, der diese Änderungen vorgeschlagen hat. ... Gerade um aller dieser Dinge willen bin ich auf den Stoff verfallen, und wenn man mir seine Besonderheiten nimmt, kann ich keine Musik mehr machen. Sagt man mir aber, daß meine Musik auch zu dem neuen Stück passen könnte, so gebe ich zur Antwort, daß ich solches Gerede nicht verstehen kann; ich will klipp und klar aussprechen, daß ich meine Musik, ob sie nun schön oder häßlich ist, nicht einfach hinschreibe, sondern daß ich immer bemüht bin, ihr einen Charakter zu geben.“
(Verdi am 14. Dezember 1850 an den Präsidenten des Teatro La Fenice, C.D. Marzari)
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