TODESFÄLLE / Stand NOVEMBER 2011
David AIKEN ist am 23.7. in Linton (Indiana) verstorben
Biographie des amerikanischen Baritons auf englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/David_Aiken_%28baritone%29
Ingvar WIXELL ist am 8.10. in Malmö verstorben
Geboren am 7.5.1931 in Luleå (Schweden); nach seiner Ausbildung durch Dagmar Gustafsson an der Musikakademie in Stockholm debütierte er 1952 in der schwedischen Stadt Gävle. Anfänglich wandte er sich mehr dem Konzertgesang und dem Unterhaltungslied zu. So erschien er 1956 im Eurovisionswettbewerb in Neapel mit dem Walzerlied »Annorstades Vals«. Offizielles Bühnendebüt 1955 am Rikstheater Stockholm als Papageno in der »Zauberflöte«. Er wurde dann 1956 Mitglied der Königlichen Oper Stockholm (Debüt als Silvio im »Bajazzo«), zu deren prominentesten Künstlern er bald gehörte. 1956 wirkte er dort in der Uraufführung von Hilding Rosenbergs Oper »Porträttet« mit. Hier trat er u.a. als Don Giovanni, als Figaro in »Le nozze di Figaro« wie im »Barbier von Sevilla«, als Ruggiero in »Alcina« von Händel, als Renato in Verdis »Un Ballo in maschera«, als Posa im »Don Carlos« und als Falstaff von Verdi wie als Tarquinius in »The Rape of Lucretia« von B. Britten auf. 1962 erregte er beim Festival von Glyndebourne als Guglielmo in »Così fan tutte« Aufsehen. Bis 1967 Ensemblemitglied der Stockholmer Oper, an der er später noch oft gastierte. 1967 erfolgte sein USA-Debüt an der Oper von San Francisco als Belcore in »L’Elisir d’amore« von Donizetti. Durch einen Gastspielvertrag war er seit 1967 dem Deutschen Opernhaus Berlin verbunden. Regelmäßig war er an der Stuttgarter Staatsoper zu Gast. Seine internationale Karriere entwickelte sich schnell. 1967 gastierte er an der Oper von Chicago als Belcore. Er gastierte dann an der Mailänder Scala und an der Covent Garden Oper London. Dort erschien er 1960 (mit dem Stockholmer Ensemble) in »Alcina« von Händel, 1972 als Simon Boccanegra, 1973 als Scarpia in Puccinis »Tosca«, 1977 als Belcore und als Mandryka in »Arabella«. An der Wiener Staatsoper gastierte er 1971-91 in insgesamt 30 Vorstellungen als Scarpia, als Rigoletto und als Belcore. Bei den Festspielen von Salzburg hörte man ihn 1966-68 als Grafen in »Figaros Hochzeit« und 1968-69 als Don Pizarro im »Fidelio«. Auch bei den Bayreuther Festspielen ist er aufgetreten (1971 Heerrufer im »Lohengrin«). 1970 gastierte er an der Hamburger Staatsoper als Rigoletto und als Scarpia. 1973 an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Rigoletto), wo er bis 1979 auch als Simon Boccanegra, als Scarpia, als Germont-père in »La Traviata«, als Marcello in »La Bohème«, als Graf Luna im »Troubadour« und als Amonasro in »Aida« auftrat. Eine weltweite Gastspieltätigkeit gab seiner weiteren Karriere das Gepräge. 1987 sang er an der Oper von Houston/Texas den Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, 1988 in der Eröffnungsvorstellung des dort neu erbauten Opernhauses den Amonasro. Diese Partie trug er auch 1989 bei den Festspielen in den römischen Thermen des Caracalla vor, bei den Festspielen von Wiesbaden des gleichen Jahres den Rigoletto, 1992 in Barcelona den Belcore. 1988 hörte man ihn an der Chicago Opera als Falstaff von Verdi, 1991 im Londoner Earl’s Court als Scarpia. 1997-98 Gastspiel an der Deutschen Oper Berlin als Scarpia, an der Oper von Kopenhagen 1997 als Falstaff von Verdi. 1999 hatte er an der Königlichen Oper Stockholm einen sensationellen Erfolg als Mamma Agata in »Viva la Mamma!« (»Il Convenienze ed Inconvenienze teatrali«) von Donizetti. 2000 sang er am Stadttheater von Malmö den Scarpia. Weitere Höhepunkte in seinem sehr umfangreichen Bühnenrepertoire waren der Carlos in Verdis »La forza del destino«, der Escamillo in »Carmen«, der Eugen Onegin von Tschaikowsky und der Blaubart in »Herzog Blaubarts Burg« von B. Bartók. Er war auch ein bekannter Konzert- und vor allem Liedersänger, dazu galt er auf der Bühne als mitreißender Darsteller. 1973 wurde er zum schwedischen Hofsänger ernannt, 1978 mit dem Orden »Litteris et artibus« dekoriert, 1980 Mitglied der Schwedischen Musikakademie Stockholm.
Lit.: D. Burkamp: Alles ist Spaß. Ingvar Wixell, Bariton (Bielefeld, 2001).
Er singt auf Philips in den integralen Aufnahmen von »Figaros Hochzeit«, »Don Giovanni«, »Zaide« von Mozart, »La Bohème«, »Un ballo in maschera«, »Tosca« und »Un Giorno di Regno« von Verdi, auf Electrola den Rigoletto in einem Querschnitt durch die bekannte Verdi-Oper, auf Decca den Grafen Luna im »Troubadour« und wieder die Titelpartie im »Rigoletto«, auf CBS den Belcore in »L’Elisir d’amore«, auf RCA in »Tosca«, auf Lévon den Amonasro in »Aida«; auf Bluebell erschien ein Recital; auf Topaz-Video Scarpia in »Tosca«.
Christopher DOIG ist am 13.10.in Christchurch verstorben
Geboren am 4.4.1948 in Neuseeland; er begann sein Musik- und Gesangstudium in seiner neuseeländischen Heimant und war dann an der Wiener Musikakademie Schüler des großen Tenors Anton Dermota. Seit 1977 gehörte er zum Ensemble der Wiener Staatsoper (Debüt: Giuseppe in »La Traviata«), an der er zunächst kleinere Partien sang, später aber u.a. den David in den »Meistersingern«, den Steuermann im »Fliegenden Holländer«, den Jacquino im »Fidelio«, den Dr. Cajus in Verdis »Falstaff« und den Remendado in »Carmen« sang. 1980-83 war er am Landestheater von Linz (Donau) engagiert. Hier verlegte er sich mehr auf das lyrische Repertoire und sang Partien wie den Tamino in der »Zauberflöte«, den Don Ottavio im »Don Giovanni«, den Lyonel in Flotows »Martha«, den Fenton im »Falstaff« von Verdi, den Nemorino in »L’Elisir d’amore« und den Herzog im »Rigoletto«. Er gastierte weiter in Wien und an der Mailänder Scala; 1980 und 1983 trat er bei den Festspielen von Salzburg in konzertanten Aufführungen von »Die sieben Todsünden der Kleinbürger« von K. Weill und »Dantons Tod« von G. von Einem in Erscheinung. 1987 sang er bei der Canterbury Opera in Neuseeland den Don José in »Carmen«, 1988 den Nemorino. 1988 debütierte er bei der Australian Opera Sydney als Nerone in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«. Dort sang er bei einer Gala-Aufführung zur Zweihundertjahrfeier Australiens den David in den »Meistersingern« (1988) und wiederholte diese Partie 1990 in seiner neuseeländischen Heimat. 1992 sang er in Sydney in »Jenufa« von Janácek und in »Adriana Lecouvreur« von Cilea, 1994 den Alwa in »Lulu« von A. Berg, 1992 in Melbourne in »Salome« von Richard Strauss, 1995 in Sydney den Boris in »Katja Kabanowa« von Janácek und den Kalaf in »Turandot« von Puccini. Auch in Europa trat er weiter als Gast auf, so 1991 in Hamburg als Elemer in »Arabella« von R. Strauss, 1992 in Köln (wo er 1991-93 einen Gastvertrag hatte) als Don José, als Hans in der »Verkauften Braut« und als Erik im »Fliegenden Holländer« und an der Staatsoper Stuttgart in Alban Bergs »Wozzeck«, 1997 gastierte er im australischen Brisbane als Samson in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns.
E—————–
Diese Seite drucken
|
|