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TODESFÄLLE/ TODESTAGE. Stand DEZEMBER 2011

TODESFÄLLE

 Harald NEUKIRCH ist Anfang des Jahres 2011 in Tunesien verstorben

 Geboren am 4.8.1928 in Döbeln (Sachsen); er wurde in Moritzburg bei Dresden erzogen und erlernte den Beruf eines Tischlers. Im Zweiten Weltkrieg geriet er in russische Gefangenschaft, wo man bereits sein Talent erkannte. 1949 begann er seine Gesangsausbildung und war zugleich Statist bei einem Operettentheater in Dresden, dann Chorsänger am Landestheater Sachsen Dresden-Radebeul, wo er bereits 1950 die Rolle des jungen Enoch Arden in O. Gersters Oper »Enoch Arden« übernahm. Er setzte gleichzeitig seine Ausbildung bei Fritz Liebscher, I. Schubert-Koch, K. Zingel und A.L. Lommatzsch in Dresden fort. 1953-55 war er Mitglied des Chors der Dresdner Staatsoper. Sein offizielles Debüt als Solist fand 1955 an der Staatsoper Dresden in der Rolle des Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail« statt. 1956 sang er im Bayreuther Festspielchor und übernahm hier 1958-61 einen der Knappen im »Parsifal«, 1959 einen der Edlen im »Lohengrin« und 1959-61 den Ulrich Eisslinger in den »Meistersingern«. 1959 hatte er in Dresden einen sensationellen Erfolg als David in den »Meistersingern«, dann auch als Ferrando in »Così fan tutte« und als Tamino in der »Zauberflöte«. Seit 1961 Mitglied der Staatsoper Berlin, zugleich als ständiger Gast in Dresden tätig. 1969 nahm er an der Berliner Staatsoper an der Uraufführung der Oper »Lanzelot« von Paul Dessau teil. Er wurde vor allem als Interpret von Buffo-Partien international bekannt und gastierte in Budapest und Bratislava (Pressburg), als Oratorientenor u.a. bei den Händel-Festspielen in Halle. Er gastierte (zum Teil mit dem Ensemble der Staatsoper Berlin) in Spanien, Japan, Finnland und in der Schweiz. An der Wiener Staatsoper (1970 als David und 1972 als Pedrillo) sowie am Bolschoj Theater Moskau und an der Oper von Lyon als David, bei den Festspielen von Perugia als Jacquino im »Fidelio« aufgetreten. 1993 gab er seine Karriere auf.

Schallplatten: Eterna (»Einstein« von Paul Dessau, »Tiefland«, »Salome«, »Barbier von Sevilla«, Querschnitt »Der Waffenschmied« von Lortzing), Eterna-Eurodisc (Monostatos in der »Zauberflöte«), Eterna-DGG (Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«), Philips (»Die Kluge« von C. Orff), HMV (»Euryanthe« von Weber).

 Gertrud STILO ist im Frühjahr 2011 verstorben

 Geboren am 20.7.1916 in Hamburg; sie erhielt an der Musikhochschule Hamburg eine Ausbildung als Violinistin und war in den Jahren 1933-44 als Violinlehrerin in Hamburg tätig. Sie begann 1943 das Gesangstudium bei Frau Schmitt de Georgi in Hamburg (bis 1948) und setzte es später bei Hermann Weißenborn fort. 1947-48 sang sie während einer Saison am Stadttheater von Flensburg (Debüt als Nancy in Flotows »Martha«) und war dann bis 1950 in Hamburg als Konzertsängerin tätig. 1950 folgte sie einem Ruf an die Komische Oper Berlin und blieb deren Mitglied bis 1954. 1954 wechselte sie an die Staatsoper Berlin, an der sie bis zum Beginn der siebziger Jahre eine belangreiche Karriere auf der Bühne hatte. Sie gastierte mit dem Ensemble der Komischen Oper Berlin in Budapest und mit dem der Berliner Staatsoper 1968 beim Maggio musicale Florenz. 1966 sang sie an der Staatsoper Berlin in der Uraufführung der Oper »Herr Puntila und sein Knecht Matti« von Paul Dessau die Partie der Emma, die sie auch in einer Gesamtaufnahme der Oper auf DGG übernahm. Ihr Bühnenrepertoire war sehr umfangreich und enthielt u.a. die Frau Reich in den »Lustigen Weibern von Windsor« von Nicolai, die Fricka im Nibelungenring, die Brangäne im »Tristan«, die Annina im »Rosenkavalier«, die Amme in der »Frau ohne Schatten« und die Adelaide in »Arabella« von R. Strauss, die Hexe in »Hänsel und Gretel«, die Azucena im »Troubadour«, die Amneris in »Aida«, die Mrs. Quickly im »Falstaff« von Verdi, die Margarita in »I quattro rusteghi« von Wolf-Ferrari, die Kathinka in Smetanas »Verkaufter Braut« und die Mutter Lenchen in »Die Hochzeit des Jobs« von J. Haas. Gleichzeitig war sie eine geschätzte Konzert- und Liedersängerin.

Weitere Schallplattenaufnahmen auf Eterna und HMV.

 Ruth SCHOP-LIPKA ist im Frühjahr 2011 verstorben

 Geboren am 31.3.1928 in Leipzig; sie absolvierte ihr Gesangstudium hauptsächlich bei E. Schneider in Leipzig und debütierte 1952 beim Sächsischen Landestheater in Döbeln (Sachsen) in Flotows »Martha«. Sie hatte dann nacheinander Engagements am Landestheater von Eisenach (1954-58) und am Stadttheater von Halle (Saale), hier in den Jahren 1958-62. 1962 wurde sie an die Komische Oper Berlin verpflichtet, an der sie eine langjährige, sehr erfolgreiche Karriere entfalten konnte. Dabei war sie auf der Bühne wie auch im Konzertsaal in einem umfangreichen Repertoire zu hören. Von ihren Bühnenpartien seien hier nur die Azucena im »Troubadour«, die Marcellina in »Figaros Hochzeit«, die Hata (Agnes) in Smetanas »Verkaufter Braut«, die Filipjewna wie die Larina im »Eugen Onegin« und die Herodias in »Salome« von R. Strauss genannt. Ihre große Glanzrolle war die Königin in der Offenbach-Operette »Ritter Blaubart«, die sie in den Jahren 1963-92 an der Komischen Oper Berlin in insgesamt 369 Vorstellungen sang. Gastspiele, vornehmlich an den führenden Theatern in Ostdeutschland. 1994 nahm sie an der Komischen Oper Berlin in der Operette »Eine Nacht in Venedig« von Johann Strauß ihren Bühnenabschied. – Verheiratet mit dem Bratschisten Alfred Lipka.

Schallplatten: Telefunken (»Die Verurteilung des Lukullus« von Paul Dessau), Amadeo-Polygram (»Orpheus in der Unterwelt« von J. Offenbach).

 Kurt REHM ist im Frühjahr 2011 verstorben

 Geboren am 19.4.1915 in Hannover; er sang als Knabensopran in einem Kirchenchor in Hannover. Schüler von W. Rabot in Hannover sowie der bekannten Sänger Josef Correck und Fritz Soot. Abschluss der Ausbildung bei Stradiocali in Mailand. Er trat zuerst 1937 am Mellini-Theater Hannover auf, dann 1938-39 am Stadttheater von Heidelberg, an dem er als Ottokar im »Freischütz« debütierte. Er wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges als Soldat eingezogen und konnte sein Engagement m Opernhaus von Düsseldorf nicht antreten. Nachdem er dreimal schwer verwundet worden war, nahm er seine Karriere wieder auf, betrieb aber noch ergänzende Studien bei Franziska Martienssen-Lohmann in Weimar. 1941 sang er am Thüringischen Landestheater Gera, 1942-44 in Meiningen, 1944 in Altenburg in Thüringen. 1945 trat er nochmals am Opernhaus von Hannover auf, ging aber 1946 an die Staatsoper Berlin (Antrittsrolle: Graf Eberbach im »Wildschütz« von Lortzing), an der er eine erfolgreiche langjährige Karriere entwickeln konnte. Seit 1947 war er auch an der Komischen Oper Berlin tätig. 1950 wurde er als erster deutscher Sänger eingeladen, in der Sowjetunion zu singen, u.a. am Bolschoj Theater Moskau den Eugen Onegin von Tschaikowsky. An der Wiener Staatsoper trat er 1950-51 als gast in insgesamt 28 Vorstellungen (als Tonio im »Bajazzo«, als Kothner in den den »Meistersingern«., als Conte Erminio in »Gasparone« von Millöcker, als Sharpless in »Madame Butterfly«, als Don Giovanni, als Eugen Onegin, als Leander in Prokofieffs »Die Liebe zu den drei Orangen« und als Renato in Verdis »Maskenball«) auf. Er sang 1956 bei den Bayreuther Festspielen den Kothner. Gastspiele und Konzerte in den Zentren des deutschen Musiklebens, wobei er namentlich auf der Bühne in einem umfangreichen Repertoire zu hören war. Hervorragend auch in der Gestaltung moderner Opernpartien (Titelheld in »Wozzeck« von A. Berg, Peer Gynt in der gleichnamigen Oper von Egk, Matti in »Puntila« von Paul Dessau). Am 12.11.1946 sang er an der Berliner Staatsoper in der Uraufführung der Oper »Postmeister Wyrin« von Florizel von Reuter, am 4.10.1959 in der Uraufführung von »Der arme Konrad« von K. Forest, am 15.11.1966 in »Puntila« von Paul Dessau, am 16.2.1974 in der Uraufführung von »Einstein« von Paul Dessau, am 21.4.1974 in »Sabellicus« von R. Kunad, am 3.10.1976 in der Uraufführung von Joachim Werzlaus »Meister Röckle«. Im Ausland zu Gast in Warschau, Paris und Barcelona. 1967 gastierte er am Teatro Nuovo Turin als Heerrufer im »Lohengrin«. Weitere Bühnenpartien: Polinesso in »Ariodante« von Händel, Wolfram im »Tannhäuser«, Amfortas im »Parsifal«, Harlekin in »Ariadne auf Naxos«, Faninal im »Rosenkavalier« und Geisterbote in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, Kühleborn in »Undine« von Lortzing, Petrucchio in »Der Widerspenstigen Zähmung« von Hermann Goetz, Rigoletto, Belcore in »L’Elisir d’amore«, Graf Luna im »Troubadour«, Carlos in »La forza del destino«, Janusz in »Halka« von Moniuszko, Carlos in Prokofieffs »Verlobung in Kloster«. 1977 musste er krankheitshalber seine Bühnenkarriere beenden, wirkte aber noch bis 1992 als gesangspädagogischer Berater an der Berliner Staatsoper.

Schallplatten: einige Aufnahmen auf Eterna (u.a. vollständige Oper »Einstein« von Paul Dessau). Auf DGG-Heliodor singt er eine Solo-Partie in C. Orffs »Carmina Burana«, auf DGG auch in der vollständigen Oper »Puntila« von P. Dessau.

 Graciela RIVERA ist am 17.7. in Mays Landing (NJ) verstorben

 Geboren am 17.4.1921 in Ponce (Puerto Rico); sie wurde in New York zur Sängerin ausgebildet und kam 1945 zu ihrem Debüt, als sie an der Oper von New Orleans die Rosina im »Barbier von Sevilla« sang. 1946 trat sie an der City Centre Opera New York als Gilda im »Rigoletto« auf, wo sie 1951 nochmals als Olympia in »Hoffmanns Erzählungen« zu hören war. Sie nahm 1947-48 an der Gastspieltournee der San Carlo Opera Company in den USA teil. Sie kam dann auch in Europa zu einer erfolgreichen Karriere; 1948 war sie in Paris zu Gast, 1949 sang sie am Teatro San Carlo Neapel wie bei den Festspielen in der Arena von Verona die Gilda. 1949 trat sie am Teatro Comunale Bologna als Gilda, 1955 als Lucia di Lammermoor auf, 1950 am Teatro Comunale Florenz wie an der Oper von Rom als Rosina, 1949 am Teatro Comunale von Reggio di Calabria als Lucia di Lammermoor, 1954 am Teatro Carlo Felice Genua als Gilda. 1952 trat sie an der Metropolitan Oper New York als Lucia di Lammermoor auf. Bis zum Ende der fünfziger Jahre gab sie Gastspiele an verschiedenen italienischen Opernhäusern, so 1954 am Teatro San Carlo Neapel in der Uraufführung der Oper »I Pescatori« von Jacopo Napoli. Sie kam dann wieder in die USA zurück und nahm an Aufführungen bei verschiedenen Operngesellschaften teil, u.a. 1960 bei der Philadelphia Opera Company.

 Monika WIESLER ist am 22.10. in Wien verstorben

 Geboren am 24.12.1937; die Regisseurin und Choreographin inszenierte in der Ära Eberhard Waechter an der Wiener Volksoper das Musical »Kiss me, Kate!« (1988) und die Operetten »Der Bettelstudent« und »Der Graf von Luxemburg« (1990), »Gräfin Mariza« und »Der Vogelhändler« (1991).

 Paul ÉTHUIN ist am 30.10. in Reims verstorben

 Nachruf auf den französischen Dirigenten auf französisch: http://www.lavoixdunord.fr/Locales/Valenciennes/actualite/Valenciennes/2011/11/24/article_paul-ethuin-un-chef-d-orchestre-originai.shtml

 Gisela SCHRÖTER ist am 5.11. in Radebeul verstorben

 Geboren am 19.8.1928 in Sardehnen (Ostpreußen), wo ihr Vater als Arzt tätig war. Sie absolvierte ein sechsjähriges Studium am Städtischen Konservatorium Berlin, wo sie Schülerin von Jean Nadolovitch war. 1957-59 weiterführende Ausbildung im Opernstudio der Dresdner Staatsoper bei Rudolf Dittrich. Sie debütierte dort 1957 als zweiter Edelknabe im »Lohengrin«. Seitdem Mitglied dieses Opernhauses, wo man sie sowohl in Partien aus dem Mezzosopran-Fach (Amme in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss) wie in dramatischen Sopranpartien erlebte. 1959 sang sie bei den Bayreuther Festspielen eins der Blumenmädchen im »Parsifal«. Seit 1964 als ständiger Gast an der Staatsoper Berlin verpflichtet; hier sang sie u.a. die Carmen, den Octavian im »Rosenkavalier« und den Komponisten in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1972 als reguläres Ensemblemitglied an die Berliner Staatsoper verpflichtet, wo sie auch 1973 in der Uraufführung der Oper »Reiter in der Nacht« von Ernst Hermann Meyer mitwirkte. Gastspiele an den Opernhäusern von Barcelona, Lausanne, Bratislava und in anderen europäischen Musikzentren. Weitere Gastspiele an den Staatsopern von Wien (1971-73 als Marie im »Wozzeck« von A. Berg, als Octavian, als Freia im »Rheingold« und als Gutrune in der »Götterdämmerung«), München und Hamburg, an den Nationalopern von Prag und Budapest sowie an Bühnen in der Sowjetunion. 1987 sang sie an der Berliner Staatsoper die Herodias in »Salome« von R. Strauss, In den USA gastierte sie mit den Ensemble der Berliner Staatsoper als Sieglinde in der »Walküre«, als Kundry im »Parsifal«, als Komponist in »Ariadne auf Naxos« und als Marie im »Wozzeck« von A. Berg. 1993 hörte man sie an der Staatsoper Berlin als alte Buryja in Janáceks »Jenufa«. Bedeutende Karriere auch als Konzertsängerin.

Schallplatten: Telefunken-Eterna (vollständige Oper »Hänsel und Gretel«, Querschnitt »Der Wildschütz« von Lortzing), Eterna (»Wozzeck« von A. Berg), Koch Records (Kundry im »Parsifal«), Philips (»Elias« von Mendelssohn). und HMV (»Aida«, »Genoveva« von Schumann).

 Margaret ROGGERO ist am 10.11. in Deerfield Beach (FL) verstorben

 Geboren am 4.8.1918; sie kam zum Gesangstudium auf die Juilliard Music School New York, wo sie bereits in einer Schüler-Aufführung von Strawinskys »Oedipus Rex« mitwirkte. Sie trat zunächst dem bekannten Chor der Robert-Shaw-Chorale bei und unternahm damit ausgedehnte Tourneen. Am New Yorker Broadway sang sie dann in Aufführungen von Menottis »The Consul« die Rolle der Sekretärin. 1950 wurde sie an die Metropolitan Oper New York berufen (Debüt als Annina in »La Traviata«) und hatte hier bis 1963 eine langjährige Karriere. Sie sang an diesem Haus eine Vielfalt größerer und kleinerer Partien bis zum Comprimario-Fach, insgesamt 41 Partien in 596 Vorstellungen. Man hörte sie an der Metropolitan Oper u.a. als Cherubino in »Figaros Hochzeit«, als Siebel im »Faust« von Gounod, als Suzuki in Puccinis »Madame Butterfly«, als Lola in »Cavalleria rusticana«, als Mercedes in »Carmen«, als Maddalena im »Rigoletto«, als Preziosilla in Verdis »La forza del destino«, als Priesterin in »Aida«, als Bersi in Giordanos »Andrea Chénier«, als 2. Norn wie als Rossweiße im Nibelungenring, als Feodor im »Boris Godunow«, als Margret im »Wozzeck« von A. Berg, als Blumenmädchen im »Parifal« und als Javotte in »Manon« von Massenet. Ihre Karriere an der Metropolitan Oper erinnert in etwa an die der verdienten Sängerin Thelma Votipka. 1965-66 trat sie an der Lyric Opera Chicago als Gast auf, 1967 am Opernhaus von San Antonio, 1966-68 an der Oper von Philadelphia, an der sie u.a. die Cieca in »La Gioconda« von Ponchielli vortrug. Auch als Konzertsängerin war sie erfolgreich tätig.

Schallplatten: Zahlreiche kleinere Partien in vollständigen Opernaufnahmen auf RCA (»Troubadour«, »Barbier von Sevilla«, »Carmen«, »Faust«, »Cavalleria rusticana«); hinzu tritt eine Anzahl von Mitschnitten von Metropolitan-Aufführungen unter privaten Etiketten.

 Jan JORIS ist am 20.11. verstorben

 Nachruf auf den flämischen Bariton auf flämisch: http://www.vrt.be/nieuws/2011/11/operazanger-jan-joris-overleden

 Sena JURINAC ist am 22.11. in Hainhofen bei Augsburg verstorben

 Geboren am 24.10.1921 in Travnik; sie war die Tochter eines jugoslawischen Arztes und einer Wienerin. Sie studierte an der Musikakademie von Zagreb und war Schülerin von Mila Kostrencic. 1942 debütierte sie am Opernhaus von Zagreb als Mimi in Puccinis »La Bohème«. Sie sang dort in den folgenden zwei Jahren Partien wie die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Freia im »Rheingold«, die Isabella in der Premiere von Werner Egks »Columbus« und in den kroatischen Opern »Suncanica« von Papandopoulo und »Morana« von Gotovac. 1944 wurde sie an die Wiener Staatsoper berufen, konnte dort aber erst 1945 in der ersten Vorstellung einer Oper nach Kriegsende als Cherubino in »Figaros Hochzeit« debütieren. Bald hatte sie in Wien glänzende Erfolge zu verzeichnen. Während ihres langen Engagements bis 1982 sang sie hier in insgesamt 1.268 Vorstellungen die Mimì, die Gabriele im »Wiener Blut«, den Fjodor und später auch die Marina im »Boris Godunow«, die Marie in der »Verkauften Braut« von Smetana, die Martha im »Evangelimann« von Kienzl, die Rosalinde in der »Fledermaus«, die Antonia und die Giulietta sowie die Stella in »Hoffmanns Erzählungen«, die Micaela in »Carmen«, die Kordula im »Werbekleid« von F. Salmhofer, den Octavian und später die Marschallin im »Rosenkavalier«, die Ortlinde in der »Walküre«, die Eurydike in »Orpheus in der Unterwelt« von Offenbach, den Komponisten in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, die Dorabella in »Così fan tutte«, den Rigobert in der »Kleinen Zauberflöte« von Offenbach, die 2. Dame und die 1. Dame sowie die Pamina in der »Zauberflöte« von Mozart, die Rosaura in der »Schalkhaften Witwe« von E. Wolf-Ferrari, die Margiana im »Barbier von Bagdad« von P. Cornelius, den Ighino im »Palestrina« von H. Pfitzner, die Titelrolle in »Manon« von Massenet, die 5. Magd in »Elektra« von R. Strauss, die Eva in den »Meistersingern«, die Donna Elvira und die Donna Anna im »Don Giovanni«, die Woglinde in der »Götterdämmerung«, die Marzelline und später die Leonore im »Fidelio«, die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, die Desdemona im »Otello« von Verdi, die Butterfly, die Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, die Wellgunde im »Rheingold«, die Tatjana im »Eugen Onegin«, die Titelrolle in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, die Titelrolle und später auch die Küsterin in Janáceks »Jenufa«, die Tosca, die Titelrolle in Glucks »Iphigenie auf Tauris« und die Elettra in Mozarts »Idomeneo«. Glänzende Erfolge bei Gastspielauftritten in den Zentren des internationalen Musiklebens. Bei den Salzburger Festspielen sang sie 1947 die Dorabella, 1948 den Cherubino und den Amor im »Orpheus« von Gluck, 1957-58 die Marzelline im »Fidelio«, 1958 und 1950 die Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, 1959 die Eurydike im »Orpheus« von Gluck, 1960 und 1963-64 den Octavian im »Rosenkavalier« (u.a. auch in der Eröffnungsvorstellung des neuen Festspielhauses 1960), 1962 die Gräfin in »Figaros Hochzeit«, 1964-65 den Komponisten in »Ariadne auf Naxos« 1965-67 die Marina und 1980 die Eleonore in einer konzertanten Aufführung der Oper »Karl V.« von E. Krenek. Sie sang bei den Festspielen von Edinburgh und Glyndebourne (1949-55 u.a. Fiordiligi in »Così fan tutte«, Donna Anna und Donna Elvira, Gräfin und Cherubino in »Figaros Hochzeit«, Ilia in »Idomeneo«, Komponist in »Ariadne auf Naxos«), beim Maggio musicale Florenz (1952 Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky) und beim Holland Festival. 1950 gastierte sie bei den Zürcher Festwochen als Cherubino. Bei den Festspielen von Bayreuth wirkte sie 1957 als Eva in den »Meistersingern« mit. 1947, 1959-63, 1965 und 1973 war sie als Gast an der Londoner Covent Garden Oper zu hören. 1961 hatte sie dort einen ihrer größten Erfolge als Leonore im »Fidelio«; sie sang an der Covent Garden Oper später auch die Marschallin und die Iphigenie in Glucks »Iphigenie auf Tauris«. An der Mailänder Scala übernahm sie als Antrittsrolle 1948 den Cherubino, eine ihrer größten Kreationen; hier hörte man sie 1952 als Octavian, 1954 wieder als Cherubino, 1958 als Butterfly und als Euridice im »Orpheus« von Gluck, 1959 als Puccinis Suor Angelica, 1960 als Gräfin in »Figaros Hochzeit« und nochmals 1967. 1951 gab sie in Kopenhagen und Stockholm sehr erfolgreiche Konzerte. Sie trat als Gast 1956 an der Oper von Rom auf (als Pamina und als Lisa), auch am Teatro San Carlo Neapel. An der Oper von San Francisco hörte man sie 1959 als Butterfly, an der Chicago Opera 1963 als Desdemona. Auch am Teatro Colón Buenos Aires kam sie zu bedeutenden Erfolgen. Sie galt als eine der größten Mozart-Interpretinnen innerhalb ihrer künstlerischen Generation; eine weitere große Rolle war für sie der Octavian im »Rosenkavalier«. Im Laufe der Zeit, etwa seit 1957, fügte sie in ihr Repertoire die schwereren lyrisch-dramatischen Partien ein. Sie nahm in einem späteren Abschnitt ihrer Karriere auch die Leonore in Verdis »La forza del destino« in ihr Repertoire auf. Im Konzertbereich übernahm sie u.a. Solopartien in der Johannespassion von J.S. Bach, im Verdi-Requiem, in »Le Roi David« von A. Honegger und in den Carmina Burana von C. Orff. Ihr Abschied von der Bühne fand 1982 in Wien (als Marschallin im »Rosenkavalier«) statt. Seit 1968 war sie Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Die Sängerin war seit 1953 in erster Ehe mit dem Bariton Sesto Bruscantini (1919-2003), seit 1961 in zweiter Ehe mit dem Augsburger Chirurgen Dr. Josef Lederle verheiratet; sie nahm in Augsburg auch ihren Wohnsitz. – Hervorragend schöne, in der Kunst der Phrasierung und der frischen Natürlichkeit des Vortrages immer wieder bewunderte Sopranstimme.

Lit: R. Celletti & R. Vegeto: Sena Jurinac (in »Le grandi Voci«; Rom 1964); U. Tamussino: Sena Jurinac (in »Opera«, 1966), U. Tannussino: »Sena Jurinac« (Augsburg, 1971), Earl of Harewood: Sena Jurinac (in »Opera«, 1990).

Schallplatten: HMV (Cherubino in »Figaros Hochzeit«, Ilia in »Idomeneo«, Marzelline im »Fidelio«, Gutrune in der »Götterdämmerung«), Vox, Westminster (Mozart-Requiem), Acanta (»Der Zigeunerbaron«), Philips (Donna Elvira im »Don Giovanni«), RCA (Komponist in »Ariadne auf Naxos«), Decca (Octavian im »Rosenkavalier«), DGG (Donna Anna im »Don Giovanni«, Titelrolle in Monteverdis »L’Incoronazione di Popeea«). Auf Eurodisc Tatjana in vollständigem »Eugen Onegin« (von 1952, erst 1980 veröffentlicht). Weitere Aufnahmen bei Replica (»Fidelio«, »Orpheus« von Gluck), Melodram (»Don Carlos«, Salzburg 1960; »Der Barbier von Bagdad« von Cornelius, Donna Elvira im »Don Giovanni«, Neapel 1955), World Records (Leonore im »Fidelio«, München 1961), Cetra-Opera Live (»Iphigenie auf Tauris«, »Don Carlos«), Philips-Amadeo (Eleonore in »Karl V.« von E. Krenek, Salzburger Festspiele 1980), Documents (Lisa in »Pique Dame«, Florenz 1952).

 Georg KREISLER ist am 22.11. in Salzburg verstorben

 Geboren am 18.7.1922 in Wien als Sohn des jüdischen Rechtsanwaltes Siegfried Kreisler und dessen Frau Hilda. Er besuchte das Gymnasium Kandlgasse in Wien-Neubau und lernte Klavier, Geige und Musiktheorie. 1938, nach dem „Anschluss“ Österreichs, gelang es seinem Vater, unter Verlust fast des gesamten Vermögens Ausreisepapiere zu erlangen und mit der Familie über Genua und Marseille in die USA zu emigrieren, um den drohenden Repressalien nach den Rassengesetzen des Nationalsozialismus zu entgehen. In Hollywood unterstützte ihn sein Vetter, der erfolgreiche Drehbuchautor Walter Reisch, finanziell und vermittelte Kontakte zum Filmgeschäft. Kreisler wurde mit einer Vielzahl deutsch-jüdischer Exilanten bekannt, die ebenfalls im Filmgeschäft unterzukommen suchten, allerdings kein Englisch sprachen. Mit 19 heiratete er die Tochter des Kabarettisten und Komponisten Friedrich Hollaender, Philine, trennte sich jedoch bald wieder von ihr. Arnold Schoenberg versuchte ihn an der University of California, Los Angeles unterzubringen, wo er wegen mangelnder Zeugnisse abgelehnt wurde. Kreisler wurde 1943 US-amerikanischer Staatsbürger und gleich darauf für den Zweiten Weltkrieg zur US-Armee eingezogen. Nach der Grundausbildung wurde er nach England verlegt und war in Yeovil und Devizes stationiert, wo er in Veranstaltungen, die er teilweise zusammen mit Marcel Prawy vorbereitete, Soldaten der D-Day-Truppen unterhielt. Als amerikanischer Soldat war er unmittelbar nach Kriegsende dolmetschend in Deutschland tätig, verhörte Julius Streicher, begegnete Hermann Göring und Ernst Kaltenbrunner. In die USA zurückgekehrt, war er in Hollywood beim Film beschäftigt und arbeitete dort unter anderem mit Charlie Chaplin zusammen. Chaplin pfiff ihm die Filmmusik für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris vor, die Kreisler auf Notenpapier schrieb und dann zu Hanns Eisler brachte, der die Orchestrierung besorgte. Auch war es Kreislers Klavierspiel, das aufgenommen wurde, wenn man Chaplin am Klavier sah. Da sein Erfolg insgesamt nur mäßig war, zog er im Oktober 1946 nach New York City um. Während seiner dort verbrachten Zeit trat er als Unterhalter in Nachtclubs auf und ging als Interpret eigener, in englischer Sprache verfasster Lieder auf Tournee durch die Vereinigten Staaten. Drei dort 1947 aufgenommene Schallplatten sind nicht erschienen, weil die Verantwortlichen der Produktionsfirma die teils morbiden oder makabren Lieder für „unamerikanisch“ hielten. Für Titel wie Please Shoot Your Husband oder My psychoanalyst is an idiot war die Zeit noch nicht reif. Der mangelnde Erfolg einer vielfach geäußerten Kulturkritik zog sich von da an durch Kreislers gesamte künstlerische Laufbahn. Er selbst sah das als typische Ignoranz der Zeitgenossen gegenüber dem Satiriker. Erst im Jahr 2005 kamen die verloren geglaubten Aufnahmen von 1947 als Beilage zu seiner Biografie in Form einer CD heraus. 1950 bekam er ein Angebot, in der New Yorker Monkey Bar zu singen, und trat dort allabendlich auf. Im Jahr 1955 hoffte er auf mehr Erfolg in Europa, ging zurück nach Wien und traf dort unter anderem mit Hans Weigel, Gerhard Bronner, Peter Wehle und Helmut Quzaltinger zusammen. In der Marietta-Bar in der Wiener Innenstadt trat er erstmals mit deutschsprachigen Chansons auf und wurde zeitweise Mitglied des „Namenlosen Ensembles“ um Bronner, Wehle und Qualtinger. Er musste allerdings die Erfahrung machen, dass das Publikum von Liedern wie Taubenvergiften im Park keineswegs nur begeistert war. Eine Zeitlang durften seine Lieder im Österreichischen Rundfunk nicht gesendet werden. 1958 zog er nach München, wo er, frisch verheiratet, mit seiner dritten Ehefrau Topsy Küppers Chanson-Abende gab. 1972 spielte er mit dem Gedanken, nach Israel auszuwandern, fuhr hin und kam nach wenigen Monaten wieder zurück. 1975 trennten sich Kreisler und Topsy Küppers. 1976 ging er nach Berlin. Ab 1977 trat er mit seiner Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Barbara Peters auf, hauptsächlich bei den Wühlmäusen und den Stachelschweinen. 1988 zog er von Berlin nach Hof bei Salzburg, lebte 1992-2007 in Basel und ab Mai 2007 wieder in Salzburg. Kreisler hatte einen Sohn von Philine Hollaender, und von Topsy Küppers einen weiteren Sohn und eine Tochter, Sandra, die als Chansonsängerin und Sprecherin tätig ist. Er war weitläufig verwandt mit dem Violinvirtuosen und Komponisten Fritz Kreisler. Seit 2001 trat Georg Kreisler nicht mehr mit seinen Liedern auf. Stattdessen schrieb er Romane, Kurzgeschichten und Essays, komponierte und engagiert sich für eine eigenständige Schweiz und gegen einen EU- bzw. EWR-Beitritt (siehe dazu auch sein Lied Der Euro). In einem offenen Brief an die Repräsentanten des Staates Österreich verbat er sich vor seinem 75. Geburtstag Gratulationen, „weil sich die Republik Österreich in den über vierzig Jahren, seit ich nach Europa zurückgekehrt bin, noch nie um mich geschert hat.“Seine Tochter Sandra Kreisler wies darauf hin, es sei „in den letzten 60 Jahren noch nicht einmal jemand auf die Idee gekommen, dem Emigranten Kreisler ehrenhalber seine österreichische Staatsbürgerschaft zurückzugeben.“Kreisler selbst sah sich nicht mehr als Österreicher und warf dem Staat vor, die Staatsbürgerschaft nur jenen wieder verliehen zu haben, die sich nach dem Anschluss arrangiert hätten: „Aber auf keinen Fall bin ich Österreicher, denn im Jahre 1945, nach Kriegsende, wurden die Österreicher, die 1938 Deutsche geworden waren, automatisch wieder Österreicher, aber diesmal nur diejenigen, die die Nazizeit mitgemacht hatten. Wer unter Lebensgefahr ins Ausland geflüchtet wurde, also auch ich, bekam seine österreichische Staatsbürgerschaft nicht mehr zurück.“Im Jahr 2007 übernahm die Berliner Akademie der Künste Kreislers Vorlass. 2009 erschien seine Autobiographie Letzte Lieder.Im November 2011 starb Georg Kreisler im Alter von 89 Jahren in Salzburg, nach Angaben seiner Ehefrau Barbara an den Folgen „einer schweren Infektion“. (Quelle: Wikipedia)

 Montserrat FIGUERAS ist am 23.11. in Bellaterra bei Barcelona verstorben

 Geboren am 15.3.1942 in Barcelona; sie studierte Schauspiel und Gesang bei Jordi Albareda in Barcelona. In jungen Jahren gab sie ihr erstes Konzert mit dem katalanischen Ensemble für frühe Musik ARS MUSICAE unter Enric Gispert. Sie erarbeitete sich im Laufe der Jahre ein vollkommen eigenständiges Konzept für die Interpretation früher Vokalmusik von den Troubadours bis zum Barock. Dieses Konzept schöpft in historischer und musikalischer Hinsicht aus den originären Quellen der Alten Musik. Es ist vollkommen unabhängig von der post-romantischen Tradition der Aufführung Alter Musik. 1968 heiratete Figueras Jordi Savall und begleitete diesen nach Basel. Hier vertiefte sie an der Schola Cantorum Basiliensis sowie an der Musikakademie Basel bei Kurt Widmer, Thomas Binkley und später bei Eva Kraznei ihre Ausbildung. 1974-89 wirkte sie an der Seite ihres Mannes als Sopranistin in den gemeinsam gegründeten Ensembles Hespèrion XX (jetzt: Hespèrion XXI; 1974 zusammen mit dem Lautenisten Hopkinson Smith gegründet), Capella Reial de Catalunya (1987 gegründet) und Le Concert des Nations (1989 gegründet). 1991 debütierte sie am Gran Teatro del Liceu in Barcelona mit der Oper „Una cosa rara ossia belezza ed onestà“ von Vicente Martin y Soler unter der Leitung von Jordi Savall. 1993 gab sie am gleichen Opernhaus „L’Orfeo“ (Orpheus) von Claudio Monteverdi. Die Sängerin und ihr Mann gründeten 1998 das Plattenlabel ALIA VOX, über das sie mehr als fünfzig Platten herausgaben. Ihr Repertoire an Aufnahmen hatte einen Umfang von originär lateinischer bis zur polyphonen Musik der Renaissance und aller musikgeschichtlicher Zwischenstufen. Montserrat Figueras konzertierte häufig in Europa, den Vereinigten Staaten und auch in Asien. Sie gab ihr profundes Wissen der Alten Musik und deren spezielle Aufführungstechniken in vielen Kursen weiter. Figueras erhielt für ihre mehr als 60 Platten- und CD-Aufnahmen vielfache internationale Auszeichnungen wie den „Grand Prix de L’Académie du Disque Français“, den „L’Edison Kladiek“, den „Gran Prix de la Nouvelle Académie du Disque, den „Gran Premi de la Nova Acadèmia del Disc (1992) und den „Gran Premi de l’Acadèmia Charles Cros (1993). Für ihre Lebensaufgabe, die Wiederbelebung der Alten Musik, wurde sie 2001 mit einem Grammy geehrt. 2003 erhielt sie von der französischen Regierung den Titel „Offizieller Vertreter der französischen Kunst und Literatur“.2008 wurden Montserrat Figueras und ihr Mann Jordi Savall von der UNESCO zu „Künstlern für den Frieden“ deklariert.2011 erhielt sie für ihren Einsatz für die Alte Musik das Sankt-Georg-Kreuz der katalanischen Landesregierung in Barcelona.Im selben Jahr erhielt sie einen Grammy für ihr CD-Buch „Dinastia Borgia. Església i poder al Renaixement“ (Die Dynastie der Borgia. Kirche und Macht in der Renaissance).Montserrat Figueras ist die Mutter von von Ferran Savall und von Arianna Savall. Arianna ist Sopranistin, Harfinistin und Komponistin.Montserrat Figueras verstarb am 23. November 2011 infolge eines ein Jahr zuvor diagnostizierten Krebsleidens in ihrem Haus in Bellaterra (Cerdanyola del Vallès, nördlicher Großraum von Barcelona) begleitet von ihrem Mann, ihren Kindern und anderen Familienmitgliedern.Sie wurde am 25. November 2011 im Kloster von Pedralbes beigesetzt. Montserrat Figueras hat bis in den August 2011 Konzerte gegeben und an Musikaufnahmen mitgewirkt. Die Nachricht ihres Todes traf die Musikwelt unerwartet, da sie ihr Leiden nicht öffentlich gemacht hatte. (Quelle:Wikipedia)

 Charles de WOLFF ist am 23.11. in Zwolle verstorben

 Biographie des holländischen Dirigenten auf englisch:

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Wolff-Charles-de.htm

 Die französische Sopranistin Jacqueline VALLIÈRE ist am 23.11. in Nizza verstorben

 Ken RUSSELL ist am 27.11. in London verstorben

 Geboren am 3.7.1927 in Southampton (England); nach dem Besuch des Pangbourne Nautical College ließ sich Russell auf der Walthamstow Art School in London zum Fotografen ausbilden. Bereits früh beschäftigte er sich mit dem Film als Medium. Er experimentierte als Amateur mit 16-mm-Schmalfilm, den er später auch professionell nutzte. Seine ersten drei Amateurfilme, darunter Amelia und die Engel, drehte er 1957 und 1958. Ab 1958 schuf er für die BBC mehrere Dokumentarfilme über Komponisten. Sein unkonventioneller Stil – Russell stellte weniger Fakten als sein individuelles Empfinden in den Vordergrund – brachte ihm seitens verschiedener Musikkritiker den Vorwurf der Respektlosigkeit ein. Gleichzeitig lobte ihn die internationale Presse als außergewöhnlich einfallsreichen Regisseur. Nachdem er 1964 seinen ersten Kinofilm (French dressing) gedreht hatte, gelang ihm 1969 mit Liebende Frauen (Women in Love, nach D.H. Lawrence) der Durchbruch als Spielfilmregisseur. Glenda Jackson erhielt für diesen Film den Oscar für die beste Hauptrolle. Es folgten weitere Erfolge wie die Aldous-Huxley-Verfilmung Die Teufel (The Devils) von 1972, 1974 die Rockoper Tommy von und mit der Band The Who sowie 1975 der Musicalfilm Listomania. In den 1980er Jahren arbeitete Russell für längere Zeit in den USA. Dabei entstanden moderne Genre-Klassiker wie 1980 Der Höllentrip (Altered States), 1984 China Blue bei Tag und Nacht (Crimes of Passion) mit Kathleen Turner und Anthony Perkins, Gothic von 1986 und Der Biss der Schlangenfrau (Lair of the White Worm) von 1988. 1990 folgte Die Hure (Whore). Während der ersten Hälfte der 1980er Jahre betätigte sich Russell außerdem als Opernregisseur und inszenierte in Florenz, Lyon, Charleston (USA), an der Wiener Staatsoper und in Spoleto verschiedene Opern, darunter Arrigo Boitos Mefistofele und Charles Gounods Faust.  Seine Inszenierungen unterstrichen zwar seinen Ruf als einfallsreicher Exzentriker, wurden von der Kritik aber größtenteils verrissen. In den 1990er Jahren hatte Russell zunehmend Schwierigkeiten, seine Projekte finanzieren zu lassen – nicht zuletzt aufgrund seiner Themen- und Darstellerwahl. Er ging deshalb dazu über, die Finanzierung selbst zu übernehmen und Low-Budget-Undergroundfilme zu produzieren. Durch Russells Werke ziehen sich Themen wie Sexualität und Religion, die Russell freizügig und oft auch bewusst provokant behandelte. Seine stark symbolhafte Bildsprache greift mitunter auf manieristische Elemente zurück. (Quelle: Wikipedia)

 https://der-neue-merker.eu/plesk-stat/webstat/ 

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