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TODESTAGE/ TODESFÄLLE – Stand Januar 2012

TODESFÄLLE

Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny 

 Miki MINORU ist am 8.12. in Tokio verstorben

 Der japanische Komponist wurde am 16.3.1930 in der Präfektur Tokushima geboren; er war dafür bekannt, dass er neben dem (europäischen) klassischen Orchester traditionelle japanische Instrumente besaß. 1991 führte das Gewandhausorchester ein bei ihm anlässlich des 200jährigen Bestehens in Auftrag gegebenes Werk weltweit erstmals auf. Er war auch als Interpret auf der Pipa (einer japanischen Lautenart) bekannt und gründete 1964 das Pro Musica Nipponia-Ensemble.

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www2u.biglobe.ne.jp/~m-miki/

René TERRASSON ist am 13.12. verstorben

 Er studierte Gesang in Dijon bei Amélie Bossy. Im Alter von 23 Jahren wurde er bereits als erster Bassist an die Opéra de Lyon engagiert, wo er Partien wie den Nilakantha in „Lakmé“, den Basilio im „Barbier von Sevilla“, den Baron Ochs im „Rosenkavalier“, den Sparafucile im „Rigoletto“ und den Mephisto im „Faust“ von Gounod sang. Nach seiner Gesangskarriere (1945-67) war er als Opernregisseur tätig, u.a. beim Glyndebourne Festival („Pelléas et Mélisande“), am Théâtre des Champs-Élysées Paris („Dialogues des Carmélites“), an der Oper von Monte Carlo („Turandot“), beim Festival von Athen („Le nozze di Figaro“), beim Festival von Orange („Carmen“) und in Frankfurt („Werther“). Schließlich war er als Operndirektor (Opéra de Rouen 1971-72, Opéra de Nantes 1973-79 und Opéra du Rhin Strasbourg 1980-91) erfolgreich.

Paul-Émile DEIBER ist am 14.12. in Wien verstorben

 Biographie des französischen Schauspielers und Opernregisseurs, der mit Christa Ludwig verheiratet war und an der Wiener Staatsoper Verdis „Luisa Miller“ inszeniert hat, auf französisch: http://fr.wikipedia.org/wiki/Paul-%C3%89mile_Deiber

 
Gurli LEMON-BERNHARD ist am 15.12 verstorben

 Geboren am 12.4.1916 in Danderyd; Studium in der Opernschule Stockholm bei John Forsell, bei Anna Tibell-Hergert und bei Adelaide von Skilondz. Debüt 1938 an der Königlichen Oper Stockholm als Cherubino in »Figaros Hochzeit«. Sie war bis 1946 an diesem Haus engagiert und hatte dort ihre Erfolge in Partien wie dem Siebel im »Faust« von Gounod, der Musetta in »La Bohème«, der Micaela in »Carmen«, der Gretel in »Hänsel und Gretel«, der Nuri in »Tiefland« von E. d’Albert und der Nedda im »Bajazzo«. Sie war auch eine beliebte Operettensängerin und trat als solche 1948 am Stockholmer Oscar-Theater und 1950 am Centraltheater in Oslo auf. 1954 gab sie Konzerte in London. Nach Beendigung ihrer Karriere lebte sie zusammen mit ihrer Schwester, der Mezzosopranistin Benna Lemon-Brundin (1912-95), in Lidingö in Schweden.

Schallplatten: Telefunken (Querschnitt durch die Oper »Lips« des deutschen Komponisten Peter Kreuder, 1943), auch HMV-Aufnahmen.

 Richard Rudolf KLEIN ist am 17.12. verstorben

 Geboren am 21.5.1921 in Nussdorf/Pfalz; er besuchte zunächst das humanistische Gymnasium in Landau. Während dieser Zeit lernte er das Musizieren auf dem Klavier, der Violine und der Viola. Später begann er das Spiel auf der Trompete und der Orgel zu erlernen. Sehr früh begann er damit, zu komponieren. Als Jugendlicher dirigierte er anlässlich von Schul- und Gedenkfeiern eigene Werke im Schulorchester; als Vierzehnjähriger spielte Klein 1935 beim damaligen Rundfunk-Sender Kaiserslautern (1926–45) eigene Werke für Klavier und Lieder. Nach dem Abitur im Kriegsjahr 1940 wurde er zum Wehrdienst eingezogen. 1943 wurde er in Kämpfen schwer verwundet und verlor in Folge ein Bein durch Amputation. Er musste dadurch von seinem eigentlichen Berufswunsch, Dirigent zu werden, Abstand nehmen. Aufgrund der schweren Kriegsverletzung musste er nicht länger am Krieg teilnehmen und konnte daher ab 1944 in Trossingen Musik studieren. 1946-48 führte er sein Studium an der Musikhochschule Stuttgart weiter. Zu seinen Lehrern zählten Hans Brehme (Klavier), Wolfgang Fortner (Komposition), Hans Grischkat, Karl Münchinger und Bertil Wetzelsberger (Dirigieren) sowie Philipp Mohler (Komposition). Im Jahr 1948 erlangte Klein die Künstlerische Reife in Dirigieren und Komposition und erhielt im Alter von 27 Jahren als einer der Jüngsten einen Lehrauftrag für Tonsatz an der Musikhochschule Stuttgart. Im Jahr darauf wurde er Dozent für Musiktheorie an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. 1948-50 nahm er parallel zu seinem Lehrauftrag ein Privatstudium der Zwölftontechnik bei Wolfgang Fortner auf.1960-84 lehrte er Komposition, Formenlehre, Partitur- und Generalbass-Spiel an der Musikhochschule Frankfurt am Main, ab 1965 als Professor. 1985-96, also bis zu seinem 75. Lebensjahr, lehrte Klein am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. Über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten war Klein freier Musik-Lektor des Fidula-Verlages. Klein hat sich in einer Vielzahl von Musikprojekten engagiert, er war beispielsweise zusammen mit den Sängerinnen Agnes Giebel und Margit Neubauer sowie den Violinisten Alois Kottmann und Boris Kottmann in der Jury des internationalen Alois-Kottmann-Preises für klassisches Violinspiel aktiv.

 Václav ZÍTEK ist am 20.12. in Prag verstorben

 Geboren am 24.3.1932 in Tisá (CSR); er war Schüler von Adrian Levický in Prag. Debüt 1957 im Prager Opernstudio als Germont-père in Verdis »La Traviata«. Er wurde 1959 an das Theater von Ostrava (Mährisch Ostrau) engagiert und war dann am Theater von Ustí nad Labem (Aussig) tätig. 1969 wurde er Mitglied des Nationaltheaters von Prag, wo man ihn in Partien wie dem Premysl in Smetanas »Libussa«, dem Vladislav in dessen »Dalibor«, dem Kalina in »Das Geheimnis«, dem Tomes in »Der Kuss« und dem Vok in der »Teufelswand« von Smetana, dem Bohus im »Jakobiner« von A. Dvorák, dem Schujski in dessen Oper »Dimitrij«, dem Jaroslav Prus in Janáceks »Sache Makropoulos«, dem Harasta im »Schlauen Füchslein« vom gleichen Komponisten, dem Grafen in »Le nozze di Figaro«, dem Don Giovanni, dem Escamillo in »Carmen« von Bizet und dem Eugen Onegin von Tschaikowsky hörte. Dabei entsprach sein Stimmtyp am ehesten den Anforderungen des lyrischen Repertoires. Gastspiele am Bolschoj Theater Moskau, an der Staatsoper und an der Komischen Oper Berlin, an der Nationaloper Bukarest und am Opernhaus von Bordeaux. 1983 sang er bei der Wiedereröffnung des Prager Nationaltheaters in einer Galavorstellung von Smetanas »Libussa« den Premysl. 1988 Gastspiel an der Grand Opéra Paris in Janáceks »Aus einem Totenhaus«. Bedeutende Erfolge auch als Konzert- und Oratoriensänger. 1985 wurde er zum Nationalkünstler der CSSR ernannt.

Aufnahmen auf Supraphon (u.a. vollständige Opern »Dalibor« und »Hubicka« von Smetana, »Der Jakobiner«, »Der listige Bauer« und »Dimitrij« von Dvorák, »Die Braut von Messina« und »Sarka« von Fibich, »Gilgamesch« von Martinù), Eurodisc (Werke von L. Janácek und B. Martinù, Weihnachtskantate von A. Honegger) und Decca (»Aus einem Totenhaus« und »Jenufa« von Janácek).

 Nina MULA ist am 22.12. verstorben

 Geboren am 23.11.1931 in Russland; sie sang viele Sopranpartien an der Albanischen Oper, darunter in den Opern »Eugen Onegin«, »Madame Butterfly«, »Le nozze di Figaro« und ihre Glanzrolle, die Micaela in »Carmen«. Später sang sie die Mrika in der gleichnamigen Oper des albanischen Komponisten Prenke Jakova und die Donika in der Oper »Scanderbeg« von Vivaldi. Sie zog sich bereits im Alter von 45 Jahren von der Bühne zurück. Vor einem Monat hat das Albanische Nationaltheater für Oper und Ballett anlässlich ihres 80. Geburtstages sie in einer feierlichen Zeremonie geehrt. Sie war mit dem Komponisten Avni Mula (* 1928) verheiratet und ist die Mutter der Sopranistin Inva Mula (* 27.6.1963)

 Johannes HEESTERS ist am 24.12. in Starnberg verstorben

 Geboren am 5.12.1903 in Amersfoort (Holland); er arbeitete zunächst als Bankangestellter und wurde dann Schauspieler in seiner holländischen Heimat. Als er in Strindbergs »Traumspiel« ein Lied zu singen hatte, wurde man auf seine Stimme aufmerksam. Darauf begann er eine Karriere als Sänger in Operetten und Musicals in Den Haag und in Brüssel. 1934 wurde er an die Wiener Volksoper verpflichtet, wo er seinen ersten großen Erfolg in Millöckers »Bettelstudent« hatte. Damit begann für ihn eine glänzende Karriere als Operettensänger in Österreich und Deutschland, wo er zuerst 1935 an der Komischen Oper Berlin auftrat. Seitdem hatte er eine über 45jährige große Bühnenlaufbahn an den führenden Operettenbühnen, vor allem an der Wiener Volksoper, am Theater an der Wien, am Berliner Metropol-Theater und anderen großen Berliner Häusern sowie am Theater am Gärtnerplatz in München. Am Metropol-Theater Berlin wirkte er 1942 in der Uraufführung der Operette »Hochzeitsnacht im Paradies« von Friedrich Schröder mit. 1936 kam sein erster Tonfilm heraus (»Der Bettelstudent«) und wurde ein großer Erfolg. Nun erschienen in schneller Folge, zunächst bei der UFA, dann bei anderen Filmgesellschaften, musikalische Filme des Künstlers wie »Gasparone«, »Illusion« (mit Brigitte Horney), »Hallo, Janine«, »Immer nur du«, »Die Czardasfürstin« (mit Marika Rökk, mit der er oft zusammen auftrat), »Rosen in Tirol«, »Der Graf von Luxemburg«, »Die lustige Witwe« (mit Irene Salemka), die ihn überall bekannt machten. Neben seiner angenehmen Stimme bewunderte man die Eleganz seiner Erscheinung und sein charmantes, souveränes Spiel. So erlangte er eine Popularität wie kaum ein anderer Film- und Operettensänger im deutschen Sprachraum, eine Popularität, die bis in sein hohes Alter anhielt. Noch mit 80 Jahren stand er auf der Bühne und wurde vom Publikum wie eh und je gefeiert, jetzt vor allem in dem Musical »Gigi« von Loewe. 1964 erschien er nach langer Abwesenheit erstmals wieder in seiner holländischen Heimat und war auch dort sehr erfolgreich; er sang dann an der Niederländischen Oper Amsterdam u.a. eine seiner Glanzrollen in Millöckers »Bettelstudent«. Er stand praktisch bis kurz vor seinem Tod – obwohl zuletzt bereits völlig erblindet – als Schauspieler auf der Bühne. Er galt in den letzten Jahren seines Lebens als der weltweit älteste noch aktive darstellende Künstler. Er stand 90 Jahre auf der Bühne und 87 Jahre vor der Kamera. Bis 1944 lebte er in Berlin, dann im Salzkammergut, seit 1948 in Wien, schließlich in seinem Landhaus in Söcking am Starnberger See. Seine Tochter (aus erster Ehe mit der belgischen Schauspielerin Louisa Ghijs, mit der er bis zu ihrem Tod 1985 verheiratet blieb) Nicole Heesters (* 1937) wurde eine bekannte Schauspielerin. Nach dem Tod seiner ersten Gattin heiratete der 88jährige Künstler in zweiter Ehe 1992 die Schauspielerin Simone Rethel (* 1949). Johannes Heesters wurde am 30.12.2011 auf dem Nordfriedhof in München beerdigt.

Schallplatten: Sehr viele Aufnahmen aus seinem Film- und Operettenrepertoire sowie mit Unterhaltungsliedern; bereits 1934 kamen Polydor-Platten heraus, darunter Duette mit Ester Réthy, weitere Aufnahmen auf Odeon und namentlich auf HMV.

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite:

http://www.johannes-heesters.de/2010/home.php

Martin ISEPP ist am 25.12. verstorben

 Biographie des Pianisten und Liedbegleiters auf englisch: http://www.nationaloperastudio.org.uk/staffbiogs/isepp.htm

Meral MENDERES ist am 27.12. in Maltepe/Istanbul verstorben

 
Meral Menderes als Butterfly

In Erinnerung bleibt sie zuletzt wegen ihrer Darbietung in “Tosca” im Jahr 2010 anlässlich des 50. Geburtstages der Istanbul Staatsoper und Ballet (IDOB). In diesem Jahr wurde sie auch von Generaldirektor Rengim Gökmen ausgezeichnet. In ihrer Rede zu den Feierlichkeiten wies die Sängerin auch auf die Gebäudeprobleme, die die Oper am Bosporus hat, hin. Sie appellierte: “Bitte rettet uns aus dieser nomadischen Situation.” Sie wünsche sich nichts sehnlicher als dass endlich ein Gebäude erworben würde, in dem man permanent arbeiten könne. Die 78-jährige Sopranistin galt als die erste Opernsängerin der Türkei. Ihr Debüt feierte sie bereits im Jahr 1960. Die Abschiedszeremonie für Meral Menderes fand bereits am 29.12. am Kadıköy Süreyya Opernhaus statt. Anschließend wurde sie auf dem Küçükyalı Friedhof beigesetzt.

Christa Maria ZIESE-LÜDEKE ist am 22.1. in Meiningen gestorben

Christa Maria Ziese-Lüdeke, eine der meistbeschäftigten dramatischen Sopranistinnen an der Leipziger Oper in den Jahren zwischen 1954 und 1977, ist am 22.01.2012 in Meiningen, wo sie ihren Altersruhesitz hatte, verstorben. „Die Ziese“, wie sie liebevoll genannt wurde, studierte am Leipziger Konservatorium ab 1942 zunächst das Hauptfach Klavier – folgerichtige Entscheidung der am 13.07.1924 in Aschersleben geborenen Tochter einer Klavierpädagogin. Während des Studiums war sie bereits künstlerisch tätig, u. a. als Leiterin des Chores des Domgymnasiums in Merseburg. Der Weg zum Gesang war also vorgezeichnet. Bei Gottlieb Zeithammer und Josef-Maria Hausschild studierte sie schließlich Gesang und wurde 1947 an die Leipziger Oper engagiert – Debüt als Hänsel in Humperdincks Märchenoper, dann bis 1951 dort als Altistin tätig mit nachhaltigen Eindrücken besonders als Olga im „Onegin“, Preziosilla in der „Macht des Schicksals“ und auch schon als Octavian im „Rosenkavalier“. Im Jahre 1950 gewann sie in Leipzig (nicht in Dresden, wie in einschlägigen Lexika geschrieben steht!) den Bachpreis, in Dresden hatte sie bereits beim Carl-Maria-von-Weber-Wettbewerb große Aufmerksamkeit erregt. In Weimar, wo sie von 1951-54 engagiert war, wechselte sie ins Sopranfach, 1954 gewann sie den 1. Preis beim Gesangswettbewerb innerhalb des „Prager Frühlings“.

Danach kam sie zu Beginn der Spielzeit 1954/55 zurück nach Leipzig und begann ihre langjährige, außerordentlich erfolgreiche Karriere als dramatischer Sopran noch im damaligen Opernhaus „Dreilinden“: Elisabeth, Elsa, Senta, Turandot, Tosca, Aida, Amelia und vor allem die Salome und die Carmen waren Partien, die sich seither obligatorisch mit ihrem Namen verbanden. Als das neue Opernhaus eröffnet wurde, stand sie als Fidelio-Leonore auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, viele bereits gesungene Partien folgten, aber auch die Spitzen des hochdramatischen Faches konnte sie u. a. mit der Isolde, der Arabella und der Kaiserin in der „Frau ohne Schatten“ in diesem Hause erklimmen. Längst war sie über Leipzigs Grenzen hinaus bekannt und gefragt, gastierte in Düsseldorf-Duisburg, Hamburg und Nizza – da stellte sich eine Mauer quer: durch die Ereignisse des 13. August 1961 wurden bereits geschlossene Gastverträge mit bundesdeutschen Theatern, selbst ein geplantes Gastspiel als Salome an der Wiener Staatsoper Makulatur. Sie war an die DDR gefesselt, gastierte freilich an beiden Berliner Opernhäusern und an der Dresdner Staatsoper sowie im damals „sozialistischen“ Ausland. Bereits in den sechziger Jahren begann sie ihre pädagogische Tätigkeit, die sie nach Ende ihrer Bühnenlaufbahn 1977 mit großem Erfolg weiterführte, mit außerordentlichem Interesse und individueller Sorgfalt betreute sie bis weit über die „Rentengrenze“ ihre Schülerschar. Ihr prominentester Schüler war zweifellos ihr zweiter Ehemann Rainer Lüdeke (1927-2005), dessen Übergang vom seriösen Bass zum Heldenbariton sie pädagogisch überwachte.

Einige Aufnahmen des Rundfunks der DDR (u. a. eine Gesamtaufnahme der „Ariadne auf Naxos“, wo sie unter Herbert Kegels Leitung den Komponisten singt und die nun auch als CD erhältlich ist, zeugen von der Größe und Plastizität ihrer Stimme, von ihrer enormen Musikalität und einer geradezu nachtwandlerischen stilistischen Sicherheit. In Leipzig war sie eine „Institution“, ihr Wort nahm man erst – auch wenn es manchmal unbequem war. Sie gehört zur Leipziger Operngeschichte des zweiten Teiles des 20. Jahrhunderts, man wird von dieser Periode nicht sprechen können, ohne ihren Namen zu nennen.                                                                                                            
  
Werner P. Seiferth 

 

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