YUNDI – TOKAREV – BEREZOVSKY / Klavier

 

 

[1]  YUNDI – The Red Piano – Chinesische Klaviermusik

EMI 0 88658 2 (Aufn. 2011 Beijing)

Yundi hieß einmal mit vollem Namen Yundi Li. Zur Vermarktung ist Yundi alleine wohl praktischer (?).

Das Hauptwerk dieser CD ist das rund 20-minütige “YELLOW RIVER” Concerto (mit Chen Zuohuang am Pult des China NCPA Concert Hall Orchestra); dazu kommen 15 kleine Solostücke, alle auf chinesischen Folk Songs basierend – man fühlt sich „very comfortable“ beim Anhören dieser Petitessen.

Das Yellow-River- Konzert hat Lang Lang 2006 auf seiner CD „Dragon Songs“ ebenfalls eingespielt – auch in Beijing; da bietet sich ein Vergleich direkt an. Erstaunlicherweise beeindruckt mich die Yundi-Aufnahme noch mehr, weil sie noch zupackender daherkommt. Auch ist der „Sound“ des NCPA-Orchesters womöglich noch großartiger als der des CHPO unter Long Yu bei Lang Lang. Oder sollten die 5 Jahre Entwicklungsfortschritte in der Tontechnik so viel ausmachen?

DZ

 

 

 [2]  NIKOLAI  TOKAREV – Black Swan Fantasy – Ballettmusik-Transkriptionen – Tschaikowsky, Stravinsky, Khachaturian – Sony 88691907652

Bei Paul Pabsts DORNRÖSCHEN-Fantasie nach Tschaikowsky könnte man sich ab und an etwas mehr Legatofreudigkeit wünschen, aber das gilt für die gesamte CD. Mikhail Pletnev hat bei seiner NUSSKNACKER-Suite die Stimmen und Stimmungen der Orchesterpartitur sehr gut herausgearbeitet, und Tokarev spielt das alles mit glasklarer Brillanz.

Ebenso Igor Strawinskys eigene PETRUSCHKA-Transkription und den abschließenden „Fetzer“,  Aram Khachaturians berühmten Säbeltanz aus dem Ballett GAYANEH in der Bearbeitung von Lev Solin.

Das Tollste und Interessanteste ist aber in der Tat Alexander Rosenblatts Suite-Fantasie über SCHWANENSEE. Die klingt nämlich ziemlich „modern“, ja in manchen Phasen gar jazzig – köstlich z. B. der berühmte Tanz der 4 Schwäne…

DZ

 

 

[3]  [4]  BORIS  BEREZOVSKY – LISZT – Klavierkonzerte u. a.

Piano Classics (Warner/Teldec) PCLD0020

Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt ist in der Piano-Classics-Reihe eine ganze Reihe Liszt-CDs mit namhaften Pianisten der Vergangenheit und Gegenwart wieder aufgelegt worden. Die hier vorliegende Berezovsky-Doppel-CD ist Vol. 5 dieser Reihe.

CD 1 enthält die beiden Klavierkonzerte, aufgenommen 1994 mit dem Philharmonia Orchestra unter Hugh Wolff. Berezovsky spielt wirklich umwerfend (man höre sich nur so als Beispiel den letzten Satz des 2. Klavierkonzertes an). Dazu auf der CD 1 ein gruselig herrlicher Totentanz. – Auf CD 2 entzündet Berezovsky ein solistisches Feuerwerk mit Liszts Études d’execution transcendante, aufgenommen 1995.

Dieses Doppelalbum kann man nur jedem Klaviermusikfreund dringend ans Herz legen!

DZ

 

 

 

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  4. [Image]: http://www.der-neue-merker.eu/wp-content/uploads/2012/02/berezovsky-pr.jpg

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